DE87658C - - Google Patents

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DE87658C
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    • GPHYSICS
    • G07CHECKING-DEVICES
    • G07FCOIN-FREED OR LIKE APPARATUS
    • G07F15/00Coin-freed apparatus with meter-controlled dispensing of liquid, gas or electricity
    • G07F15/08Coin-freed apparatus with meter-controlled dispensing of liquid, gas or electricity with means for varying the tariff or changing the price

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
i3Ä
KLASSE 42: Instrumente.
Patentirt im Deutschen Reiche vom lö. August 1895 ab.
Bei Verkaufsapparaten, welche einen Mechanismus erhalten, der, mit Hülfe eines Geldstückes in Bewegung gesetzt, bestimmte Mengen eines Gases oder einer Flüssigkeit abgiebt, ist es erforderlich, das Verhältnifs der gegenseitigen Bewegungen des durch die Münze in Wirksamkeit gesetzten Apparates einerseits und des von dem ausströmenden Gas etc. bethätigten Messerwerkes andererseits je nach dem augenblicklichen Preise der Stoffe verändern zu können.
Wenn ein Gasverkaüfsautomat für ein bestimmtes, in den Apparat geworfenes Geldstück, z. B. eine Mark, eine bestimmte Zahl von Cubikmetern Gas abgiebt, so ist es nothwendig, bei eintretender Aenderung des Gaspreises das Bewegungsverhältnifs des durch das Geldstück (beispielsweise eine Mark) in Wirksamkeit gesetzten Apparates zu demjenigen, welcher das Gas abgiebt, derartig zu verändern, dafs bei Erhöhung des Gaspreises für dasselbe Geldstück eine geringere Menge dieses Gases, und umgekehrt beim Fallen des Preises eine gröfsere Gasmenge abgegeben wird.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine Vorrichtung, mit deren Hülfe das oben bezeichnete Bewegungsverhältnifs des durch das Geldstück bethätigten Auslösemechanismus zu dem eigentlichen Gasausgeber oder Flüssigkeitsausgeber in der vorstehend gekennzeichneten Weise verändert werden kann.
Fig. ι ist eine Seitenansicht des den Erfindungsgegenstand bildenden Mechanismus.
Fig. 2 ist eine Seitenansicht der einen Scheibe eines Scheibenpaares,' welches einen Theil des in Rede stehenden Mechanismus bildet.
Die Fig. 3 veranschaulicht die beiden das erwähnte Paar bildenden Scheiben in einer bestimmten gegenseitigen Betriebslage.
A ist die eine Seite des Kastens, in welchen der durch die Münze ausgelöste, automatisch wirkende Apparat eingesetzt ist.
Durch diese Wand führt die Welle B hindurch, welche die Antriebswelle des Zählwerkes sein kann. Das freie Ende von B sitzt in der theilweise rohrförmigen Welle C, welche mit dem durch das Geldstück ausgelösten Mechanismus in Verbindung steht.
Die Welle B geht durch eine Scheibe D hindurch, welche sich gegen die Wand A nicht verdrehen kann. D1 ist eine zweite Scheibe, welche auf der Nabe von -D sitzt, beliebig gegen dieselbe verdreht und mittelst einer Schraube S eingestellt werden kann.
Der Umfang der beiden Scheiben D und D1 wird durch zwei Kreislinien von verschiedenem Radius gebildet. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel reicht jede dieser beiden Kreislinien über den halben Umfang der Scheibe.
Die eine der beiden durch die bezeichnete gegenseitige Abstufung des einen Scheibentheiles gegen' den anderen gebildeten Kanten ist abgeschrägt, und die hierbei entstehenden stumpfen Kanten sind noch besonders abgerundet.
Auf der Spindel B sitzt ein nicht verdrehbarer Hebel E, welcher an seinem freien Ende eine kleine zweiarmige Klinke F trägt, welche wiederum durch eine Feder das Bestreben erhält, die in Fig. 1 veranschaulichte Lage einzunehmen.
Auf der Spindel C sitzt ebenfalls undrehbar fest ein Zahnrad H. Die beiden Scheiben D
und D1 werden gegenseitig so eingestellt, dafs zwischen ihren erhöhten Theilen eine Lücke G (vergl. Fig. 3) verbleibt; befindet sich nun diese Lücke unterhalb des in Fig. 1 linken Theiles der Klinke F, so hebt sich der rechte Arm dieser Klinke so weit in die Höhe, dafs er in das Zahnrad H nicht eingreifen, kann und das letztere daher nicht mitzunehmen vermag.
Gelangt der linke Theil der Klinke F während des Umlaufens der Welle D und dementsprechend des Hebels E auf die Abschrägung d, so gleitet dieser linke Arm auf den gröfseren Theil der Scheibe D und dreht dadurch den rechten Theil derart herum, dafs er in die ihm gerade gegenüberstehende Lücke des Zahnrades H eingreift.
Wenn die beiden Scheiben D und D1 derart gegen einander verdreht sind, dafs sich ihre gröfseren Theile genau decken, so bleibt der rechte Arm der Klinke F während einer halben Umdrehung der Welle B in Eingriff mit dem Rade H.
Werden beide Scheiben andererseits aber so verdreht, dafs der gröfsere Theil der einen Scheibe sich mit dem kleineren Theil. der anderen genau deckt, so bleibt die Klinke F während eines vollen Umlaufes der Welle B mit dem Rade H in Eingriff. Im ersteren Falle läuft C in der gegebenen Zeit mit der halben Umdrehungszahl, im letzteren Falle dagegen mit der vollen Umdrehungszahl der Welle B. Bei jeder anderen als einer der beiden soeben gekennzeichneten Stellungen läuft C mit einer Umdrehungszahl, welche zwischen der vollen und der halben Umlaufszahl der Welle B liegt.
Je nachdem der Preis des Gases sich verändert, kann man die Scheiben D und D1 derart verstellen, dafs die' Welle C gegenüber G eine verhältnifsmäfsig (also nicht absolut) gröfsere Zahl von Umdrehungen macht und dementsprechend für eine gegebene von dem Zählwerk angegebene Gas- oder Flüssigkeitsmenge eine gröfsere Zahl von Münzen in den Apparat geworfen werden müssen, wenn der Preis des betreffenden Mediums hoch ist.
Andererseits läfst sich durch geeignete gegenseitige Einstellung der beiden Scheiben D und D1 eine der erst angenommenen gegenüber kleinere Umdrehungszahl für C und dementsprechend für ein und dasselbe Geldstück eine gröfsere Umdrehungszahl von B erreichen, so dafs auch eine gröfsere Abgabe von Gas oder Flüssigkeit erhalten wird.
Der beschriebene Apparat ist für alle Vorrichtungen, bei denen es darauf ankommt, ein bestimmtes Volumen irgend einer Substanz zur Abgabe zu bringen, anwendbar.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Vorrichtung an selbstkassirenden Verkäufern für Gas, Flüssigkeiten u. dergl. zur Regelung der Waarenabgabe entsprechend dem veränderlichen Waarenpreise, gekennzeichnet durch einen Klinkenarm auf einer von dem Mefswerk angetriebenen Welle in der Art, dafs die Schaltklinke während jeder Umdrehung ihrer Welle mehr oder weniger lange mit einem Zahnrade in Eingriff kommt, so dafs zur Drehung dieses Rades bis zur Absperrung des Gasdurchflusses eine gröfsere oder geringere Zahl von Umdrehungen der Welle des Mefswerkes erforderlich ist.
2. Vorrichtung an Selbstkassirern nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, dafs die zweiarmige Schaltklinke mit einem Arme auf dem Rande einer mit Randausschnitt versehenen Scheibe schleift, die den Klinkenarm auf einem Theile ihres Weges anhebt,
- so dafs der andere Arm in Eingriff mit dem Zahnrade kommt und es mitnimmt, . während e.s sich auf einem anderen Theile seines Weges in den Randausschnitt legt und das Zahnrad freigiebt.
3. Vorrichtung an Selbstkassirern nach Anspruch ι und 2, dadurch gekennzeichnet, dafs die Scheibe zur Regelung der Klinkenbewegung aus zwei Scheiben mit Randausschnitten gebildet wird, durch deren Verstellung gegen einander ein Ausschnitt von beliebiger Länge hergestellt und damit ein Eingriff der Klinke in das Zahnrad von beliebiger Dauer hergestellt werden kann.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT87658D Active DE87658C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE745736C (de) * 1933-07-31 1944-05-19 Aeg Vorrichtung an Selbstverkaeufern fuer Elektrizitaet, Gas, Wasser o. dgl. zum Einziehen einer verbrauchsunabhaengigen Gebuehr (z. B. Grundgebuehr)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE745736C (de) * 1933-07-31 1944-05-19 Aeg Vorrichtung an Selbstverkaeufern fuer Elektrizitaet, Gas, Wasser o. dgl. zum Einziehen einer verbrauchsunabhaengigen Gebuehr (z. B. Grundgebuehr)

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