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Runde Sintervorrichtung Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Verfahren
zum Saugzugsintern und Rösten von Erzen, insbesondere von Eisenerzen, Zement, oder
zum Schwelen von bituminösem Schiefer, vön I-ohle u. dgl. oder zum Sinterrösten
sulfidi-,scäer Erze usw. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine besonders
rohstoffsparende Ausführungsform der Sintermaschine zu entwickeln. Als gegebener
Typ hierfür hat sich die tischförmige, sogenannte runde Sintermaschine herausgestellt.
Durch die Erfindung wird es nunmehr möglich, für den Bau dieser Maschine zum Teil
nichteiserne bzw. nichtmetallische Rohstoffe zu verwenden. Dies wird erfindungsgemäß
erreicht durch eine Trennung der bisher bei runden Sintermaschinen mit den Saugkästen
starr, verbundenen Röstflächen. Hierdurch wird es möglich, den Unterteil der Sintermaschine,
insbesondere die Saugkästen, in Eisenbeton oder in einer eisensparenden Bauweise
auszuführen.
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Die bisher bekannten runden Sintermiaschinen bestehen aus einem Ring
aneinandergesetzter Sinterpfannen mit festen Rostrahmen, deren A:bs-augung durch
sternförmige Rohrleitungen zwischen Saugkästen und dem sich mit den Saugkästen drehenden
Steuerkopf erfolgt. Zum Unterschied hiervon wird bei der erfindungsgemäßen Maschine
lediglich die Röstfläche selbst bewegt, während die Saugkästen und die zentrale
Abführung feststehen.
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Ein weiteres Merkmal bildet der iabklappbare Rostrahmen, der sich
um eine an einer Seite radial gestellte Welle dreht und anderen einem Ende ein Hebelarm
mit Rolle fest angeordnet ist, wobei derselbe mit diesem Hebel und einer Zwangsschiene
-derart gesteuert wird, daß nach beendeter Sinterung
der Rost nach
unten albklappt und durch eine Zwangsschiene wieder in die waagerechte Lage ge-"
hoben wird.
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Weiterhin wird es ;durch idie neue Bauweise ermöglicht, den zwischen
Sintermaschine und Gebläse notwendigen Staubabscheider einzusparen, indem man dem
früher in der Mitte der runden Sintermaschine liegenden. Steuerkopf von vornherein
erfindungsgemäß die Wirkung eines Staubabscheiders gibt und als solchen ausbildet.
Dies ist nur möglich durch die stationäre Anordnung der S au.gkästen; die tangential
mit -dem zentralen Staubabscheider, unter Zwischenschaltung eines Regelorgans, in
Verbindung stehen. Um eine doppelte oder dreifache Absaugung, also eine fraktionierte
Absaugung der Gase nach Arm- und Reichgasen zu ermöglichen, besitzt der Verteilerkasten
verstellbare Wände oder sonstige Organe, um die einzelnen Absaugzonen über den Umfang
der Saugkästen vergrößern oder verkleinern zu können.
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Weitere Merkmale des Erfindungsgegenstahdes seien an Hand der Zeichnung,
die ein Ausführungsbeispiel darstellt, des näheren erläutert.
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Fig. i zeigt ;im Schnitt nach der Linie I-1 der ' Fig. 2 den runden
Sintertisch mit dem in der Mitte angeordneten Staubabscheider. Hierbei ist in der
linken Hälfte der Fig. i eine in Abb. 6 -vergrößert dargestellte Abdichtungsweise
und in der rechten Hälfte der Fig. z eine in Fig. 7 in vergrößertem Maßstab dargestellte
Abdichtungsweise gezeichnet. Fig. 2 zeigt den Sintertisch im Grundriß.
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Fig. 3 ist eine perspektivische Darstellung der um eine radiale Achse
schwenkbaren Roste über den einzelnen feststehenden Saugkästen. ' Abb. 4 zeigt einen
Saugrost im Grundriß und Fig. 5 einen Querschnitt nach. :der Linie V-V 'der A:bb.
4.
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Abb. 6 zeigt eine Einzelheit der Abb. 3 und ' Abb. 7 -die Abdichtung
der beweglichen Rostwandung gegenüber dem feststehenden Saugkasten. Abb. 8 zeigt
die Anordnung eines Abwurfbunkers innerhalb des abklappbaren Rostes.
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Abb. 9 stellt einen Schnitt nach der Linie IX-IX der Abb. 8 dar.
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Mit i sind die beiden ringförmig angeordneten Wände des Sintertisches
bezeichnet, zwischen denen die Sinterbeschickung 2, angeordnet ist, die auf dem
abklappbaren Rost 3 ruht. Die einzelnen Roste 3 sind um eine Welle 4 beweglich in
einem Rahmen 5 angeordnet, der sich zusammen mit den Wänden Y auf dien f@ststehernden
Sau gkastenwänden 6 bewegt. Die Abdichtung der beweglichen Wände 5 gegenüber den
feststehenden Wänden 6 erfolgt, wie - in Abb.6 vergrößert dargestellt, idurch aufeinandeerliegende
Gleitschienen oder Schleifleisten 7 und 8, wobei die untere Gleitschiene 8 Schmieröffnungen
9 besitzt, die durch Schmierkanäle ao und Fettbüchsen ii i gespeist werden (Abb.
6). Bei dieser Art der Abdichtunig@ trägen also die. Schleifleisten 8 die Last des
oberen umlaufenden Kranzes.
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Eine andere Art der Abdichtung des umlaufenden gegenüber dem feststehenden
Teil zeigt die Abb. 7, bei welcher der obere Kranz 5 durch die in A#bb. i dargestellten
Laufrollen 12 getragen wird und eine Bandage 13 am feststehenden Teil 6 befestigt
ist.
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Die feststehenden Saugkästen sind nach der Erfindung möglichst groß
ausgebildet, um nicht nur ein leichtes Abscheiden des durchgesaugten Feinerzes,
sondern auch eine gleichmäßige Beaufschlagung,des Rostes selbst zu erzielen und
dadurch die Sinterung auf der ganzen Fläche gleichm:äß-ig zu gestalten. Die Umfassungswände
der Saugkästen sind beispielsweise in Eisenbeton ausgeführt und im Innern mit einer
Isolierwand als Wärmeschutz versehen, die ihrerseits wieder mit säurefesten Platten
verkleidet sein kann. Die Unterteilung der Saugkästen erfolgt durch die radial gestellten
Querwände 14 (Abb. z), und die Abführung der Gase aus jedem Saugkasten erfolgt oberhalb
des mach unten trichterförmig gestalteten Teils des Saugkastens durch Saugrohre
1,5 mit der Drosselklappe .16. Die Saugrohre :i 5 münden tan-gentia1 in einem konzentrisch
angeordneten Staubabschei@der 17.
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Der Rostdurchfall wird aus dem unteren trichterförmigen Ende der Saugkäisten
durch Öffnen der Klappe 18 ausgetragen.
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Der Rost selbst ist nach unten klappbar eingerichtet und wird durch
Zwangsschienen gesteuert. Das Herabklappen der Roste nach Beendigung der Sinterun@g
erfolgt um die Achsen,ig derart, daß an einem Ende ein Hebelarm 2id mit einer Rolle
2,1 (Abb. 3 und 4) fest angeordnet ist. Die Rollencri greifen unter Zwangsschienen
2-2 und halten dadurch Aden Rost in seiner waagerechten Lage. An der Abklappstelle
ist die Zwangsschiene 22 unterbrochen, so daß der Hebelarm 2o freigegeben und der
Rost um seine Achse i9 nach unten klappen kann. Zur Erleichterung des Abreißens
des darauf lagernden Sinterkuchens ist über der Achse iig ein Mitnelnner oder Messer
23 (Abb. 5) angeordnet. Das Hochdrücken des Rostes 3 erfolgt durch die Zwangsschiene
2i4 (Abb. 3) kurz vor der Aufgabestelle für das S.intergut.
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In Abb. 8 iet die Abwurfstelle in senkrechtem Querschnitt besonders
dargestellt. Der Sinterkuchen fällt hier in den nicht unter Saugzug stehenden Bunker
25, in dessen Innern ein Abwurfrost 26 mit einer Stachelwalze 27 zur Zerkleinerung
und Absiebung des Sänters angeordnet ist. Der zerkleinerte Sinter oder Klinker fällt
durch den Austrag 28 in den darunter angeordneten -Siebwuchtfönderer 29.