DE86255C - - Google Patents

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DE86255C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C13SUGAR INDUSTRY
    • C13BPRODUCTION OF SUCROSE; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • C13B30/00Crystallisation; Crystallising apparatus; Separating crystals from mother liquors ; Evaporating or boiling sugar juice
    • C13B30/04Separating crystals from mother liquor
    • C13B30/06Separating crystals from mother liquor by centrifugal force
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B04CENTRIFUGAL APPARATUS OR MACHINES FOR CARRYING-OUT PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES
    • B04BCENTRIFUGES
    • B04B15/00Other accessories for centrifuges
    • B04B15/12Other accessories for centrifuges for drying or washing the separated solid particles
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B04CENTRIFUGAL APPARATUS OR MACHINES FOR CARRYING-OUT PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES
    • B04BCENTRIFUGES
    • B04B5/00Other centrifuges
    • B04B5/10Centrifuges combined with other apparatus, e.g. electrostatic separators; Sets or systems of several centrifuges
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C13SUGAR INDUSTRY
    • C13BPRODUCTION OF SUCROSE; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • C13B30/00Crystallisation; Crystallising apparatus; Separating crystals from mother liquors ; Evaporating or boiling sugar juice
    • C13B30/04Separating crystals from mother liquor
    • C13B30/08Washing residual mother liquor from crystals
    • C13B30/10Washing residual mother liquor from crystals in centrifuges

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung betrifft einige für gewisse Fälle des Betriebes mit Vortheil zu verwendende Abänderungen an dem durch das Haupt-Patent Nr. 58070 geschützten Verfahren zur Herstellung von Krystallzucker in Raffinerien. Nach letzterem wird gereinigter Raffineriedicksaft verwendet, welcher durch Kochen im Vacuum auf eine solche Concentration gebracht ist, dafs er weder Krystalle enthält, noch krystallisirten Zucker aufzulösen im Stande ist.
Durch die Anwendung eines derartigen Deckmittels soll nach dem Haupt-Patent, ebenso wie auch bei vorstehender Neuerung, ein geschlossener Betrieb ermöglicht werden, d. h. es soll, wie die Materialien für das Deckmittel dem Betriebe der Raffinerie entnommen sind, nun auch das Deckmittel selbst nach seiner Benutzung dem Betriebe wieder zugeführt werden. Der beim Decken ablaufende Syrup nämlich, welcher um zwei bis drei Reinheitsgrade, also auf etwa 90° verschlechtert wurde, wird entweder vor die Filtration oder in das Vacuum zurückgeführt und: auf diese Weise ein geschlossener Betrieb hergestellt.
Bei der Einführung des Verfahrens in den Betrieb bereits bestehender Fabriken wird es nun leicht vorkommen können, dafs ein besonderer Apparat zum Eindampfen des filtrirten Raffineriedicksaftes auf die nach dem Haupt-Patent zweckmäfsige Concentration (entsprechend einem specifischen Gewicht von etwa 1,325) nicht vorhanden ist oder die -Kosten für die Anschaffung eines solchen Apparates gescheut werden, oder endlich für dessen Aufstellung gar nicht einmal der nöthige Raum vorhanden ist.
Um diesen Uebelständen mit Erfolg entgegentreten zu können, wurden. Versuche angestellt, um durch Ergänzung bezw. Aenderung des im Haupt-Patent geschützten Verfahrens die im Betriebe der Raffinerie befindlichen Raffineriedicksäfte und sog. »Aussüfser« im gereinigten Zustande auch ohne Anwendung besonderer Vacuumapparate für die Herstellung von-Deckflüssigkeit zum Decken von Rohzucker geeignet zu machen.
Zu diesem Zwecke kann man nach vorliegender Erfindung den gereinigten Raffineriedicksaft durch Einwerfen bezw. Auflösen von Rohzucker oder Raffinade oder Nachproductfüllmasse auf den gewünschten Concentrationsgrad von 1,325 bringen.
Man kann die zum Decken zu verwendenden gereinigten Raffineriedicksäfte auch mit Hülfe des zu deckenden Zuckers in der Centrifuge selbst concentriren, in welchem Falle sich der zum Decken in die Centrifuge eingelassene Dicksaft beliebiger Concentration während des Deckens mit Zucker sättigt, d. h. einen Theil des zu deckenden Zuckers in Lösung bringt. Will man etwa direct aus dem Vacuumapparat Zuckerflüssigkeit zum Decken verwenden, so
wird dieselbe im Vacuum wohl meistens entweder schon zu hoch concentrirt oder in der !Crystallisation begriffen oder schon zu Füllmasse auskrystallisirt und in allen Fällen ohne Weiteres nicht verwendbar sein. Solche Zuckerflüssigkeit würde man alsdann durch Zusatz von heifsem gereinigten Raffineriedicksaft oder Aussüfsern irgend welcher Concentration, oder auch (falls die Umstände oder der Betrieb es gerade erfordern sollten) mit heifsem Wasser auf die erforderliche Concentration (einem specifischen Gewicht von etwa ι ,^25 entsprechend) zu bringen haben. In allen diesen Fällen hat man es, wie bei dem Haupt-Patent, mit einer Deckflüssigkeit zu thun, welche dem Raffineriebetriebe entnommen und nach ihrer Verwendung demselben wiedergegeben wird. Dieselbe ist, wie auch die im Haupt-Patent angegebene Deckflüssigkeit, verhältnifsmäfsig arm an Zersetzungsproducten des Zuckers und enthält als Verunreinigung die wenigen Syrupbestandtheile des aufgelösten Rohzuckers, während die bisher bei der sogen. Affination angewendeten Deckmittel (Syrupe) infolge der wiederholten Verkochung und Verwendung eine grofse Menge schleimiger Zersetzungsund Umwandlungsproducte des Zuckers enthalten.
Demnach hat die in eben beschriebener Weise hergestellte, im Raffineriebetriebe gewonnene Deckflüssigkeit, ebenso wie die im Haupt-Patente gekennzeichnete, nicht die klebrige und schleimige Beschaffenheit, wie die bisher benützten, dem Raffineriebetriebe entnommenen Decksyrupe, läfst sich also leichter von dem zu deckenden Zucker abschleudern als letztere, gestattet ferner, wie auch im Haupt-Patent angegeben, die Herstellung von hochprocentigem Zucker in einem geschlossenen Raffineriebetriebe, da aufserdem die abgeschleuderte Deckflüssigkeit direct in denselben Betrieb wieder eingeführt werden kann.

Claims (2)

Patent-Anspruch: Für das in Anspruch 1 des D. R. P. Nr. 58070 gekennzeichnete Verfahren zum Decken von Rohzucker, eventuell unter Anwärmung der zu deckenden Zuckermasse an Stelle des dort angegebenen Deckmittels:
1. die Anwendung von gereinigtem Raffineriedicksaft, welcher Saft entweder in der Centrifuge während des Deckens durch den zu deckenden Zucker, oder durch Einwerfen von Füllmasse oder Rohzucker die nöthige Concentration, entsprechend einem specifischen Gewicht von 1,325) erhält; oder
2. die Anwendung einer Deckflüssigkeit, welche durch Zusatz von gereinigtem Raffineriesaft, Aussüfsern, bezw. Wasser zu bereits auskrystallisirter oder in Bildung begriffener Füllmasse hergestellt wird.
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