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Tieflöffelbagger mit einem -am Spitzenausleger schwenkbar gelagerten
Löffel _ Die Erfindung betrifft einen Tieflöffelbagger mit am Spitzenausleger schwenkbar
gelagertem Löffel, der erfindungsgemäß zum Graben im Tiefschnitt in üblicher Weise
mit einer vorderen Grabschneide versehen ist und zur Verwendung als Greifer aus
zwei Teilen besteht, die längs ihren Innenkanten mit Grabschneiden, oder Reißzähnen
versehen sind. Vorteilhaft ist es, den Löffel so auszubilden, daß die beiden Löffelstiele
mittels eines Seilzuges zwangsläufigscJhhließbar sind und zwecks Entleerung mittels
des Kippseiles zwangsläufig auseinanderschwenkbar sind.
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Durch diese Ausführung des Löffels wird ein einwandfreies und vorteilhaftes
Entleeren des: Löffels erreicht und das Anne endungsgebiet des Löffeltiefbaggers
gegenüber den bisher bekannten -Ausführungen erheblich erweitert. So ist es_möglieh,
den Löffel an jeder im Bereich des-Spitzen,-auslegers liegenden Stelle ohne jede
Streuung zu entleeren und außerdem den Tieflöffelbagger ohne jede Änderung gleichzeitig
als Greifer zu verwenden, - -In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung
dargestellt, und: zwar zeigt Fig. z eine Seitenansicht des Tieflöffelbaggers mit
verschiedenen Löffelstellungen. bei Verwendung als Tieflöffelbagger,
Fig.2
eine Seitenansicht des Tieflöffelbaggers mit verschiedenen Löffelstellungen bei
Verwendung als Greifer, Fig. 3 eine Seitenansicht des Löffels mit Spitzenausleger
in der Transportstellung, Fig. 4 eine Draufsicht und einen Teilschnitt des Löffels
nach Fig. 3, Fig. 5 eine Teilansicht des Hebelgestänges für den Löffel.
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In Fig. i und 2 ist der auf einem fahrbaren Unterteil z drehbar gelagerte
Oberteil mit 29 und der Ausleger mit 25 bezeichnet. An dem Spitzenausleger 2 ist
in 7 der Löffel, bestehend aus den Teilen 12 und 13, schwenkbar gelagert. Mittels
des Kippseiles 5, das in der auf dem drehbaren Oberteil 29 angeordneten Seiltromme131
befestigt ist, wird der Löffel 12, 13 in die Grabstellung gegen einen am Spitzenausleger
:2 angebrachten Anschlag 38 gezogen. Das Kippseil 5 kann, wie in Fig. i dargestellt,
direkt am Löffel befestigt sein und dann über eine am Spitzenausleger 2 angebrachte
Seilrolle 37 geführt werden oder, wie in Fig. 2 gezeigt, an einem Lenker 3, der
mit einem am Spitzenausleger hin und her gleitenden Schlitten 4 in Verbindung steht,
befestigt werden. Das Hubseil 26 greift am hinteren Ende des Spitzenauslegers 2
an und ist auf der Seiltromme128 befestigt, während das Grabseil 26a an dem Punkt
7 angreift und über die Seiltrommel 39 zu der neben der Seiltrommel28 liegenden
Seiltrommel 40 geführt wird. In der ausgezogen dargestellten Stellung der Fig. i
ist der Löffel in seiner Grabstellung bei der Verwendung als Tieflöffelbagger gezeigt,
während die strichpunktiert dargestellten Stellungen Ausschüttstellungen zeigen,
aus denen ersichtlich ist, daß der Löffel sowohl nah am Baggerhaus als auch bei
größter Reichweite entleert werden kann. In diesen Stellungen ist der Löffel gestrichelt
im geöffneten Zustand dargestellt. Die in Fig. 3 bis 5 dargestellten Betätigungselemente
für die beiden auseinanderzuklappenden Löffelteile ermöglichen es; den Bagger, wie
in Fig. i dargestellt, als Tieflöffelbagger und auch als Greifbagger zu verwenden.
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In Fig. 2 ist das Kippseil 5 nicht direkt am Löffel, '. sondern an
dem Lenker 3 befestigt. In der Grabstellung stützt sich der Schlitten 4 gegen den
Anschlag 41 ab. Außerdem ist an dem Schlitten 4 ein weiteres Seil 42 angeordnet,
welches über die Rollen 30, 323 33, 34, 35, 36 auf der Seiltrommel 31 im entgegengesetzten
Sinn wie das Kippseil 5 befestigt ist, d. h. wird das Seil 5 aufgewickelt, so wickelt
i sieh gleichzeitig das Seil 42 ab bzw. umkehrt. Durch Anbrin.gung dieses Seiles
ist es möglich, die beiden Löffelteile 12 und 13 auch zwangsläufig zu schließen.
In Fig. 2 ist der Tieflöffelbagger in der ausgezogenen Stellung bei der Verwendung
als Greifer gezeichnet, während die strichpunktierte Stellung den Greifer bei der
Entleerung darstellt. Selbstverständlich kann das Gerät auch als Greifer , in jeder
Stellung des Auslegers -und des Spitzenauslegers gefüllt und: entleert werden.
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Die Fig. 3 bis 5 zeigen den schwenkbaren Löffel 12, 13 mit den Betätigungselementen
zum Öffnen j I und Schließen des Löffels in Verbindung mit dem Spitzenausleger :2
im vergrößerten Maßstab. Die Löffelteile 12 und 13 sind an ihren Innenkanten mit
Schneiden 43 oder Zähnen versehen. Auf der im Punkt 7 des Spitzenauslegers 2 gelagerten
Welle 7"
sind zwei Traversen 9 und io fest aufgekeilt. In beiden Traversen
sind je zwei Bolzen i i gelagert, die den beiden Löffelteilen 12 und 13 als Lagerung
dienen. Die Traverse 9 ist gleichzeitig als Bremsscheibe ausgebildet, auf deren
Nabe 14 eine mit i zwei Sperrzapfen 17 versehene verschiebbare Muffe 15 sitzt. Die
beiden Löffelteile 1.2 und 13 greifen i durch Zahnsegmente 16 ineinander und werden
durch die Sperrzapfen 17, die zweckmäßigerweise in die Zahnlücken eingreifen, in
der geschlossenen Stellung fest miteinander verriegelt. Die Verriegelung wird aufgehoben:,
indem die Muffe 15 durch Betätigung des am Spitzenausleger 2 gelagerten Winkelhebels
ig derart verschoben wird, daß die Sperrzapfen 17 nicht mehr in die Zahnsegmente
eingreifen. Der Winkelhebel ig ist durch einen Lenker 8 mit dem Hebel 18 verbunden.
Der. Hebel 18 ist auf dem Zapfen 2o drehbar am Spitzenausleger 2 gelagert. Auf dem
gleichen Zapfen ist ein Hebel 22 angeordnet, an dem das. eine Ende des um die Traverse
g gelegten Bremsbandes 24 angelenkt ist. Das andere Ende des Bremsbandes ist am
Spitzenausleger befestigt. Der Hebel 18 ist mit einer Klaue 45 versehen und greift
in die am Hebel 22 angebrachte Klaue 23 ein. Außerdem ist an dem Hebel 18 noch eine
Feder 21 aasgelenkt, die sich am Spitzenausleger 2 abstützt und bewirkt, daß das
Bremsband 24 von der Bremsscheibe gelöst ist und die Muffe 15 mit dem Sperrzapfen
17 in die Zahnlücken der Zahnsegmente 16 eingreift. Zur Entfernung der Sperrzapfen
aus ihrem Eingriff und zum Anziehen des Bremsbandes 24 dient das am Hebel 18 befestigte
Seil 44. An dem Lenker 3 greift das Kippseil 5 an. Sollen die beiden Löffelteile
12 und 13 zwangsläufig geschlossen werden, so wird außerdem noch an dem Schlitten
4 das Seil 42 befestigt. Beide Seile sind, wie in Fig. 2 dargestellt, zu der Seiltrommel
31 geführt und auf dieser im entgegengesetzten Sinn befestigt.
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Die Arbeitsweise des Tieflöffelbaggers ist wie folgt: Nach Beendigung
des Grabvorganges schwenkt der Löffel 1.2, 13 :durch Nachlassen des Kippseiles 5
so weit herum, daß er sich unter seinem Schwerpunkt aufhängt. Er gelangt somit in
die Transportstellung, die gleichzeitig auch die Entleerungsstellung ist. Soll der
Löffel nun entleert werden, er kann das in jeder Stellung vom Ausleger und Spitzenausleger,
so bringt der Baggerführer durch Zug am Seil 44 mittels des Hebels 18 zunächst die
Sperrzapfen 17 aus dem Eingriff mit,den Zahnsegmenten 16 und hebt somit die Sperrung
der Zahnsegmente auf. Erst jetzt legt sich die Klaue 45 des Hebels 18 an die Klaue
23 des Hebels 22, und bei weiterem Zug am Seil 44 wird das Bremsband 24 angezogen
und die Welle 7" gegenüber dem Spitzenausleger 2 festgesetzt. Wenn jetzt
das Kippseil 5 angezogen wird, so schwingt der Löffelteil 12 um seinen Drehpunkt
i i und der Löffelteil 13
zwangsläufig infolge Abrollens der Zahnsegmente
16 nach der entgegengesetzten: Seite aus. Dadurch fällt das im Löffel befindliche
Baggergut aus dem offenen Löffel 'heraus. Nachdem der Löffel 12, 13 entleert ist,
läßt :der Baggerführer das Kippseil 5 wieder nach, und: der Löffel schließt sich
durch sein Eigengewicht. Gleichzeitig wird durch Nachlassen des Seiles 44 mittels
der Feder 21 das Bremsband 24 wieder gelöst, und die beiden Sperrzapfen 17 schnappen
-wieder in die Zahnlücken der Zahnsegmente 16 ein. Die Löffelteile 12 und 13 sind
also wieder fest miteinander verbunden. Durch Zug am Kippseil 5 dreht sich der geschlossene
Löffel 12, 13 wieder um seinen Drehpunkt 7 in die Grabstellung.
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Soll der Tieflöffelbagger als Greifer arbeiten, so ist die Grabstellung
des Löffels auch gleichzeitig die Transport- und auch die Entleerungsstellung. Die
Betätigung des Löffels geschieht in derselben Weise, wie oben beschrieben.
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Um den Löffel 12, 13 auch zwangsläufig schließen zu können, was vor
allem bei .der Verwendung als Greifer angebracht ist, wird zum Schließen das Seil
q.2 benutzt. Die Arbeitsweise ist im übrigen dieselbe, wie oben beschrieben.