DE855228C - Einrichtung an Webstuehlen mit selbsttaetiger Schuetzenauswechslung - Google Patents

Einrichtung an Webstuehlen mit selbsttaetiger Schuetzenauswechslung

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DE855228C
DE855228C DEF1671D DEF0001671D DE855228C DE 855228 C DE855228 C DE 855228C DE F1671 D DEF1671 D DE F1671D DE F0001671 D DEF0001671 D DE F0001671D DE 855228 C DE855228 C DE 855228C
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DE
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DEF1671D
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Emil Baumann
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Georg Fischer AG
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Georg Fischer AG
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    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D45/00Looms with automatic weft replenishment
    • D03D45/34Shuttle changing

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description

  • Einrichtung an Webstühlen mit selbsttätiger Schützenauswechslung Vorliegende Erfindung hat zum Gegenstand eine Einrichtung an Webstühlen mit selbsttätiger Schützenauswechslunn, durch welche die Auswechslung des Schützens bei unrichtiger Lage desselben im Schützenkasten verhindert wird.
  • Bei den bekannten Konstruktionen dieser Art steht mit der quer zur Bewegungsrichtung des Schützens schwingbaren Bremszunge eine ,zu einem Gesperrt des die Schützenkastenvorderwand anhebenden Gestänges zugehörige Sperrklinke in Wirkungsverbindung, derart, daß durch die bei einlaufendem Schützen in den Schützenkasten in der Querrichtung zurückweichende Bremszunge die Sperrklinke ausklinkt, so daß da§ Gesperrt gelöst und das Gestänge für das Anheben der Schützenkastenvorderwand bewegt werden kann. Die Bremszunge und die Spernklinke vollführen hier entsprechend dem Takt -des in den Schützenkasten einlaufenden Schützens eine taktmäßige Schwinsgbewegung, wobei die Größe des Winkelausschlags dieser taktmäßigen Schwingbewegung verschieden ausfällt, je nachdem ob der Schützen beim Einlauf in den Schützenkasten bis zum Ende seiner Bewegungsbahn gelangt ist oder vorzeitig zum Stillstand kommt. Daraus ergeben sich an der Eingriffsstelle der Sperrklinke mit dem anderen Gesperreteil ungünstige Eingriffsverhältnisse, so daß es vorkommen kann, daß das Gestänge der Schützenkastenvorderwand bewegt und die letztere angehoben wird, auch wenn der Schützen nicht ganz bis zum Ende seiner Bewegungsbahn gelangt ist. Als weitere Folge dieses Übelstands ist ein vorzeitiger Verschleiß der Gesperreteile festzustellen.
  • Die Einrichtung gemäß der Erfindung ist dadurch charakterisiert, daß an der heb- und senkbaren Schützenkastenvorderwand ein Element angelenkt ist, das als Schützenfühlerhebel und außerdem als ein Bestandteil eines Verriegelungsmechanismus für die Verriegelung der Schützenkastenvorderwand ausgebildet ist, ferner daß Mittel vorgesehen sind, durch welche das Fühlorgan des Schützenfühlerhebels während der Schließlage der Schützenkastenvorderwa,nd abseits der Bewegungsbahn .des Schützens gehalten und während des ersten Teils der Hubbewegung der Schützenkastenvorderwand sich in die Bewegungsbahn des Schützens bewegen kann, wenn der Schützen vorzeitig, d. h. vor dem Ende seiner Bewegungsbahn, zum Stillstand kommt, so daß der zum Verriegelungsmechanismus der Schützenkastenvorderwand zugehörige Teil des Schützenfühlerhebels die Schützenkastenvorderwand verriegelt, während bei richtigem Einlauf des Schützens in den Schützenkasten, d. h. bis zum Ende seiner Bewegungsbahn, das Fühlorgan des Schützenfühlerhebels mit dem Schützen in Berührung kommt und dadurch eine Schwingbewegung des Schützenfühlerhebels verhindert wird, so daß der letztere die Schützenkastenvorderwand nicht verriegelt und infolgedessen diese ihre Hubbewegung fortsetzen kann.
  • Die Zeichnung veranschaulicht durch Fig. i bis io eine Ausführungsform, Fig. i i eine zweite Ausführungsform, Fig. 12 bis i9 eine dritte Ausführungsform, und zwar zeigt hinsichtlich der ersten Ausführungsform Fig. i einen Schützenkasten in Frontansicht, mit geschlossenerSchützenkastetrvorder«rand gezeichnet, Fig. 2 einen Querschnitt durch den Schützenkasten nach der Schnittlinie A-A in Fig. i, wobei der Schützenfühlerhebel zwecks besserer Verdeutlichung der übrigen Teile nicht eingezeichnet ist, Fig. 3 eine Draufsicht auf den Schützenkasten entsprechend der aus Fig. i und 2 ersichtlichen Stellung, wobei für das Verständnis dieser Figur nicht erforderliche Teile der Deutlichkeit halber nicht eingezeichnet sind, Fig. 4 einen Querschnitt durch die obere Partie des Schützenkastens nach der Schnittlinie B-ß in Fig. 3, wobei der Deutlichkeit halber nur der Picken, die heb- und senkbare Schützenkastenvorderwand mit dem an ihr angelen`kten Schützenfühlerhebel und die obere Partie des Pickerrückziehers dargestellt sind, Fig. 5 den Schützenkasten in Stirnansicht, mit geöffneter Schützenkastenvorderw and gezeichnet, Fig. 6 einen Querschnitt durch den Schützenkasten nach der Schnittlinie C-C in Fig. 5, Fig. 7 eine Draufsicht auf das äußere Ende des Schützenkastens mit eingezeichnetem, am Ende seiner Bewegungsbahn sich befindenden Schützen; der Pickerrüokzieher ist in derjenigen Stellung gezeichnet, wo er sich in der Bewegungsbahn des Pickens befindet, welche Stellung derselbe bei Beginn der Hubbewegung der Schützenkastenvorderwand einnimmt, Fig. 8 einen Querschnitt durch den Schützenkasten nach der Schnittlinie D-D in Fig. 7, wobei der Deutlichkeit halber nur der Picken, die heb- und senkbare Schützenkastenvorderwand mit dem an ihr angelenkten Schützenfühlerhebel und die obere Partie des Pickerrückziehers dargestellt sind, Fig. 9 eine Draufsicht auf das äußere Ende des Schützenkastens mit eingezeichnetem, vor dem Ende seiner Bewegungsbahn zum Stillstand gekommenen Schützen; der Pickerrückzieher ist in derjenigen Stellung gezeichnet, wo er sich in der Bewegungsbahn des Pickens befindet, welche Stellung derselbe bei Beginn der Hubbewegung der .Schützen:kastenvorderwand einnimmt, Fig. io einen Querschnitt durch den Schützenkasten nach der Schnittlinie E-E in Fig. 9, wobei der Deutlichkeit halber nur der Picken, die heb- und senkbare Schützenkastenvorderwand mit dem an ihr angelenkten Schützenfühlerhebel und die obere Partie des Pickerrückziehers dargestellt sind. Hinsichtlich der zweiten Ausführungsform zeigt Fig. i i einen Querschnitt durch den Schützenkasten einer zweiten Ausführungsform. Hinsichtlich der dritten Ausführungsform zeigt Fig. 12 das äußere Ende des Schützenkastens mit geschlossener Schützenkastenvorderwand, im Frontansicht gezeichnet, Fig. 13 einen Querschnitt durch den Schützenkasten nach der Schnittlinie F-F in Rig. 12, Fig. 14 einen Horizontalschnitt durch das äußere Ende des Schützenkastens nach der Schnittlinie H-H in Fig. 12; der Schützen ist in der Stellung gezeichnet, wo er sich am Ende seiner Bewegungsbahn befindet, Fig. 15 die rechts liegende Partie des aus Fig. 14 ersichtlichen Horizontalschnitts in größerem Maßstab gezeichnet, wobei der Picken mit seiner Führung der Deutlichkeit halber nicht eingezeichnet wurde, Fi.g. 16 einen Querschnitt durch den Schützenkasten mit eingezeichnetem, sich am Ende seiner Bewegungsbahn befindenden Schützen; die Schützenkastenvorderwand ist um ein geringes Maß gehoben, Fig. 17 das äußere Ende -des Schützenkastens mit geöffneter Schützenkastenvorderwand und am Ende seiner Bewegungsbahn sich befindenden Schützen, in Frontansicht gezeichnet, Fig. 18 einen Querschnitt durch den Schützenkasten nach der Schnittlinie K-K in Fig. 17, Fig. i9 einen Querschnitt durch den Schützenkasten, wobei die Schützenkastenvorderwand um ein geringes Maß gehoben ist und das Fühlorgan des Schützenfühlerhebels dadurch, daß der Schützen vor dem Ende seiner Bewegungsbahn zum Stillstand gekommen ist, sich nicht gegen den Schützen stützen kann, sondern in die Bewegungsbahn des Schützens hineinragt und dadurch der Schützenfühlerhebel mit der Schützenkastenplatte verriegelt ist.
  • Auf der Wechselseite der Weblade (s. Fig. i bis io) ist eine im Querschnitt winkelförmige Schützenkastenplatte i vorgesehen, und an dem nach abwärts gerichteten Schenkel derselben ist eine Welle 2 in Lagern 3 drehbar gelagert. Auf der Welle 2 ist ein Hebel 4 befestigt, der mit einer nach abwärts gerichteten Stange 5 in gelenkiger Verbindung steht. Auf der Welle 2 ist eine Torsionsfeder 6 vorgesehen. Das eine Ende der Feder ist an einem der Lager 3 und das andere Ende an der Naabe,des Hebels 4 befestigt, derart, daß der Hebel 4 das Bestreben hat, sich im Uhrzeigersinn zu drehen. Die Stange 5 kann von einer nicht dargestellten Kurvenscheibenwelle aus unter Überwindung der Federkraft der Torsionsfeder 6 abwärts gezogen werden. Auf der Welle 2 ist außerdem ein Hebel ; befestigt, an dessen Ende im Gelenkpunkt 8 ein nach aufwärts gerichteter Arm 9 in gelenkiger Verbindung steht. Das obere Ende des Arms 9 stellt mit dem äußeren Ende der heb- und senkbaren Schützenkastenvorderwand io in starrer Verbindung. An den Enden der Schützenkastenvorderwand io vorgesehene Rollen i i sind in Kurvenplatten 12 geführt. Die Welle 2 dient außerdem als Lagerung für einen lose drehbar gelagerten Doppelhebel. Der eine Hebelarm 13 des Doppelhebels trägt einen Zapfen 14, dessen Achse sich mit der Welle 2 kreuzt. Auf dem Zapfen 14 ist der Hebel 15 des P.ickerrückziehers verschwenkbar angeordnet, und es steht derselbe unter dein Einfluß einer auf dem Zapfen 14 vorgesehenen Torsionsfeder 16, welche das Bestreben hat, den Hebel 1 5 in der Ruhestellung zu halten (Fig. i). Eine auf der Welle 2 vorgesehene Torsionsfeder 17 hat das Bestreben, den zweiten 'Hebelarm 18 des Doppelhebels entgegen dem Uhrzeigersinn zu verdrehen, bis derselbe an dem vertikalen Schenkel der Schützenkastenplatte i anzuliegen kommt (Fig. 6). Bei dieser Stellung des Doppelhebels befindet sich das Ende des Hebels 15 des Pickerrückziehers in der Bewegungsbahn des Pikkers i9. Am Hebel 7 ist ein Segmentstück 20 Vorgesehen, das an der einen Stirnseite eine schiefe Anlauffläche 21 aufweist, gegen welche sich eine am Hebel 15 des Pick.errückziehers drehbar gelagerte Rolle 22 unter dem Einfluß der Torsionsfeder 16 anlegt. Wenn der Hebel 7 beim Öffnen der Schützenkastenvorderwand io eine Schwingbewegung entgegen dem Uhrzeigersinn vollführt, so wird dem Hebel 15 des Piekerrückziehers eine Schwingbewegung im Uhrzeigersinn erteilt (Fig. 5) und dadurch der Picker i9 zurückgezogen. Am Hebelarm 13 des Doppelhebels ist eine seitlich vorspringende Nase 23 vorgesehen. Gegen diese Nase 23 legt sich das Ende des am Hebel 7 vorgesehenen Segmentstücks 2o, kurz bevor die Schützenkastenvorderwand io in die Schließstellung gelangt, und erteilt dadurch dem Doppelhebel 13, 18 und dem Hebel 15 des Pickerrückziehers unter Überwindung der Federkraft der Torsionsfeder 17 eine kleine Schwingbewegung im Uhrzeigersinn, so daß der Hebel 15 aus der Bewegungsbahn des Pickers i9 entfernt wird. Bei der Sch,#vingbewegung des Hebels 7 im Uhrzeigersinn vollführt der Hebel 15 des Pickerrückziehers eine Längsschwenkbeweäung entgegen dem L-lirzeigersinn, so daß derselbe von der aus Fig. 5 ersichtlichen Stellung unter dem E'influß der Torsionsfeder 16 wieder in die aus Fig. i ersichtliche Ruhestellung gelangt und der Picker i9 mit der Spitze eines in den Schützenkasten neu eingeführten Schützers 25 Fühlung nimmt.
  • An der heb- und senkbaren Schützenkastenvorderwand io ist im Gelenkpunkt 26 ein als Doppelhebel ausgebildeter Schützenfühlerhebelschwingbar gelagert. Der eine Hebelarm 27 des Schützenfühlerhebels steht unter dem Einfluß einer an der Schützenkastenvorderwand abgestützten schwachen Druckfeder 28: Das Ende des anderen Hebelarms 29 des Schützenfühlerhebels hat unter dem Einfluß der auf den Hebelarm 27 einwirkenden Druckfeder 28 das Bestreben, sich gegen die Rückseite des Hebels 15 des Pickerrückziehers anzulegen. Am Hebelarm 29 des Schützenfühberhebels ist ein Fühlorgan 30 vorgesehen, das eine in der heb- und senkbaren Schützenkastenvorderwand vorgesehene Öffnung durchdringt. Am Ende des HebelarMs 29 ist eine Zunge 31 vorgesehen. Bei normalem Gang des Webstuhls (Fig. 1, 2, 3, 4) liegt der Hebelarm 29 des Schützenfühlerhebels an der Rückseite des Hebels 15 des Piakerrückziehmers an, und es überdeckt der Hebel 15 des Pickerrückziehers die Zunge 31 ,des Hebelarms 29. Dabei wird der Hebelarm 29 durch den Hebel 15 des Pickerrückziehers so weit zurückgehalten, daß das Fühlorgan 30 mit dem Schützen 25 nicht in Berührung kommt. Wird eine Schützenauswechslung von der Exzenterwelle aus eingeleitet, so vollführt derHebel i5 des Pickerrüekzieherseine Schwingbewegung in der Querschwenkebene,, bis der Hebelarm 18.des Doppelheibels 13, 18 an der Schützenkastenplatte i anzuliegen kommt (Fig. 6). Befindet sich nun der auszuwechselnde Schützen in der richtigen Lage .im Schützenkasten, d. h. wenn derselbe bis an das Ende seiner Bewegungsbahn gebangt ist, so kann der Schützenfühlerhebel nur eine ganz kleine Schwingbewegung vollführen, da in diesem Falle sein Fühlorgan 30 am Schützen ,25 anzuliegen kommt, wodurch eine Fortsetzung der Schwingbewegung unmöglich gemacht wird (Fig. 7). Die Überdeckung des Hebels 15 des Pickerrückziehers gegenüber der Zunge 31 des Hebelarms 29 wird dadurch aufgehoben (Fig.7 und 8), so,daß die Schützenkastenvorderwand io mit dem an ihr angelenkten Schützenfühlerhebel 27, 29 ihre Hubbewegung vollführen kann. Die oberste Stellung der Schützenkastenvorderwand io und des Schützenfühlerhebels ist in F.ig. 8 mit strichpunktierten Linien noch .gesondert eingezeichnet. Wenn das Fühlorgan 3o bei der Hubbewegung der Schützenkastenvorderwand io nicht mehr im Bereich des Schützers 25 sich befindet, so vollführt der Schützenfühlerhebel 27, 29 unter dem Einfluß der Druckfeder 28 eine Schwingbewegung (s. strichpunktierte Stellung des Hebelarms 29 des Schützenfühlerhebels in Fig. 8).
  • Wird eine Schützenauswechslung von der Exzenterwelle aus eingeleitet, wobei der Hebel 15 des Pickerrückziehers in allen Fällen eine Schwingbewegung in der Quetschwenkebene vollführt, so daß er in die Bewegungsbahn des Pickers i9 gelangt und ist aber der auszuwechselnde Schützen 25 vorzeitig zum Stillstand gekommen bzw. nicht bis zum Ende seiner Bewegungsbahn gelangt (Fig. 9), so wird das Fühlorgan 3o des Schützenfühlerhebels 27, 29 nicht durch den Schützen 25 zurückgehalten. Infolgedessen kann derSchützenfühlerhebel bei einer Schwingbewegung des Hebels 15 des Pickerrückziehers in der Querschwenkebene ebenfalls eine Schwingbewegung vollführen, so daß die Berührung des Hebelarms 29 mit der Rückseite des Hebels 15 und dadurch die Überdeckung des letzteren gegenüber der Zunge 31 nicht aufgehoben wird. Auf diese Weise bilden der Hebel 15 des Pickerrückziehers und der Schützenfühlerhebel 27, 29 einen Verriegelungsmechanismus für die Schützenkastenvorderwand io, derart, daß letztere in diesem Falle verhindert wird, eine Hubbewegung auszuführen.
  • Die durch Fig. i i im Querschnitt dargestellte Ausführungsform der Erfindung ist in der Stellung gezeichnet, bei der sich der Webstuhl in normalem Gang befindet. Es bezeichnet 32 die Schützenkastenplatte und 33 eine an deren Unterseite drehbar gelagerte Welle. Der in einer Querschwenkebene und in einer Längsschwenkebene verschwenkbare Pickerrückzieher ist mit 34, die heb- und senkbare Schützenkastenvorderwand mit 35 und der an der letzteren angelenkte Schützenfühlerhebel mit 36 bezeichnet. Auf der Welle 33 ist ein Hebel 37 befestigt, der einen Schlitz 38 aufweist. In den Schlitz 38 greift ein an einer Zugstange 39 vorgesehener Bolzen 40. Das obere Ende der Zugstange 39 steht mit einer durchgehenden Stange 41 in gelenkiger Verbindung, welche .den einen Hebelarm 42 von zwei Doppelhebeln starr miteinander verbindet. Die Doppelhebel .sind mit Drehzapfen 43 an Ständern 44 der Schützenkastenplatte 32 .drehbar gelagert. Die anderen Hebelarme 45 der Doppelhebel stehen mit der Schützenkastenvorderwand 35 .in starrer Verbindung. Mit 46 ist der Schützen und mit 47 der Pieker bezeichnet. Die Wirkungsweise dieser Einrichtung stimmt hinsichtlich der Verriegelung der he)b- und senkbaren Schützenkastenvorderwand überein mit der aus ;den Fig. i bis io ersichtlichen Ausführung.
  • Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 12 bis i9 bezeichnet 48 die Schützenkastenplatte, an deren Vertikalschenkel in Lagern 49 eine Welle 5o drehbar gelagert ist. .Auf der Welle 50 ist ein Hebelarm 51 befestigt, der an seinem Ende mit einem Schlitz 52 versehen .ist. In den Schlitz 5.2 greift ein Bolzen 53, der an einer nach aufwärts gerichteten Stange 54 befestigt ist. Die Stange 54 gleitet in einer an der Schützenkastenplatte 48 vorgesehenen Führung 55. Mit dem über die Führung 55 nach oben hinausragenden Ende der Stange 54 steht die heb- und senkbare Schützenkastenvorderwand 56 in starrer Verbindung. Die Stange 54 schließt mit der Vertikalen einen kleinen Winkel ein, derart, daß die Schützenkastenvorderwand 56 bei ihrer Hubbewegung sich vom Schützen 57 entfernt. Mit 58@ ist der Picker bezeichnet. Auf der Welle 50 ist ein Hebel 59 befestigt, dessen freies Ende im Gelenkpunkt 6o mit einer nach abwärts gerichteten Zrugstange 61 in gelenkiger Verbindung steht. Der Hebel 59 mit der Welle i5o stehen unter Odem Einfluß einer von der letzteren getragenen Torsionsfed-er 62, welche bestrebt ist, die genannten Teile im Uhrzeigersinn zu verdrehen, derart, daß die Stange 54 nach abwärts gezogen und die Schützenkastenvorderwand 56 in gesenkter Stellung gehalten wird. Die Zugstange 61 kann von .der Exzenterwelle des Webstuhls aus zwecks Hochhebens der Schützenkaistenvorderwand unter Überwindung der Federkraft der Feder 6o nach abwärts gezogen werden. An der hob- und senkbaren Schützenkastenvorderwand 56 ist im Gelenkpunkt 63 ein als Doppelhebel ausgebildeter Schützenfühlerhebel angelenkt. Der eine Hebelarm 64 des Schützenfühlerhebels steht unter dem Einfluß einer an der Schützenkastenvorderwand 56 abgestützten Druckfeder 65. Am anderen, dem äußeren Ende des Schützenkastens zugekehrten Hebelarm 66 des Schützenfühlerhebels ist ein Fühlorgan 67 vorgesehen, das in eine in der Schützenkastenvorderwand vorgesehene Öffnung hineinragt. Die Unterseite des freien !Endes des Hebelarms 66 stützt sich gegen einen an der Schützenkastenvorderwand 56 vorgesehenen Ansatz 68. In der Nähe des freien Endes des Hebelarms 66 ist an dessen Unterseite eine Nase 69 vorgesehen, die -eine schiefe Anlauffläche 70 aufweist. An -der Unterseite der Schützenkasten-Platte 48 ist eine drehbare Rolle 71 vorgesehen.
  • Wenn sich die heb- und senkbare Schützenkastenvorderwand 56 nach abwärts, d. h. in ihre Schließlage bewegt, so stößt die schiefe Anlauffläche 70 der Nase 69 gegen die Rolle 71, wodurch dem Schützenfühlerhebel eine Schwingbewegung im Ührzeigersinn erteilt wird, derart, daß das Stirnende 72 des Fühlorgans 67 um ein geringes Maß von der Innenfläche 73 der Schützenkastenvorderwand 56 zurücksteht,(s. Fig. 13, 14 und 15). Diese Stellung des Schützenfühlerhebels 64, 66 ist vorhanden bei normalem Lauf des Webstuhls.
  • Wird eine Schützenauswechslung von der Exzenterwelle aus eingeleitet, wenn der auszuwechselnde Schützen 57 nicht bis zum Ende seiner Bewegungsbahn gelangt bzw. vorzeitig zum Stillstand gekommen ist, so gleitet zu Beginn der Hubbewegung der Schützenkastenvorderwand 56 die schiefe Anlauffläche 70 der Nase 69 an der Rolle 71 entlang, wobei der Schützenfühlerhebel 64, 66 unter dem Einfluß der Druckfeder 65 eine solche Schwingbewegung vollführt, daß das Fühlorgan 67, in diesem Falle unbehindert durch den Schützen, in die Bewegungsbahn des Schützens 57 vordringen kann (s. Fig. i9). Die Nase 69 des Schützenfühlerhebels greift dadurch unter eine an der Schützenkastenplatte 48 vorgesehene Nase 74 und verhindert dadurch eine Fortsetzung der Hubbewegung der Schützenkastenvorderwand 56, so daß eine Auswechslung des Schützens nicht erfolgen kann.
  • Wird eine Schützenauswechslung von der Exzenterwelle ,aus eingeleitet, wenn -der auszuwechselnde Schützen 57 bis zum Ende seiner Bewegungsbahn gelangt ist bzw. sich in der richtigen Lage befindet, so vollführt der Schützenfühlerhebel64, 66 unter dem Einfluß der Druckfeder 65 eine kleine Schwingbewegung, bis das Stirnende 7-2 des Fühlorgans 67 am Schützen 57 anzuliegen kommt. Dadurch wird eine Fortsetzung der Schwingbewegung des Schützenfühlerhebels 64, 66 verhindert, so daß seine Nase 69 abseits der Nase 74 der Schützenkastenplatte 48 gehalten (s. Fig. 16) und die Schützenkastenvorderwand 56 an der Fortsetzung ihrer Hubbewegung nicht behindert wird (s. Fig. 18). Wenn das Fühlorgan 67 bei der Hubbewegung der Schützenkastenvorderwand 56 den Schützen 57 passiert hat, so vollführt der Schützenfühlerhebel 64, 66 unter dem Einfluß der Druckfeder 65 eine Schwingbewegung, so daß das Fühlorgan 67 in die Bewegungsbahn des Schützens 57 hineinragt. Am Fühlorgan 67 ist eine schiefe Anlauffläche 75 vorgesehen, welche bei ,der Senkbewegung der Schützenkastenvorderwand 56 an dem in den Schützenkasten neu eingesetzten Schützen 57 entlang gleitet, bis das Stirnende 72 des Fühlorgans 67 mit dem Schützen 57 Fühlung, nimmt. Kurz vor Beendigung der Senkbewegung der Schützenkastenvorderwand 56 kommtdie schiefe Anlauffläche 7o der Nase 69 mit der Rolle 71 in Berührung, wodurch dem Schützenfühlerhebel 64, 66 eine kleine Schwingbewegung erteilt wird, so daß das Stirnende 72 des Fühlorgans 67 am Ende der Senkbewegung der Schützenkastenvorderwand 56 um ein geringes Maß von :der Innenfläche 73 der Schützenkastenvorderwand zurücksteht (s. Fig. i3).

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Einrichtung an Webstühlen mit selbsttätiger Schützenauswechslung zur Verhinderung der Auswechslung des Schützens bei unrichtiger Lage desselben im Schützenkasten, dadurch gekennzeichnet, daß an der heb- und senkbaren Schützenkastenvorderwand ein Element angelenkt ist, das als Schützenfühlerheibel und außerdem als ein Bestandteil eines Verriegelungsmechanismus für die Verriegelung der Schützenkastenvorderwand ausgebildet ist, ferner daß Mittel vorgesehen sind, durch welche das Fi.ihlorgan des Schützenfühlerhebels während der Schließlage der Schützenkastenvorderwand abseits der Bewegungsbahn des Schützens gehalten und während des ersten Teils der Hubbewegung der Schützenkastenvorderwand sich in die Bewegungsbahn des Schützens bewegen kann, wenn der Schützen vorzeitig, d. h. vor dem Ende seiner Bewegungsbahn, zum Stillstand kommt, so daß der zum Verriegelungsmechanismus der Schützenkastenvorderwand zugehörige Teil des Schützenfühlerhebels die Schützenkastenvorderwand verriegelt, während bei richtigem Einlauf des Schützens in den Schützenkasten, d. h. bis zum Ende seiner Bewegungsbahn, das Fühlorgan des Schützenfühlerhebels mit dem Schützen in Berührung kommt und dadurch eine Schwingbewegung des Schützenfühlerhebels verhindert wird, so daß der letztere die Schützenkasten:vorderwand nicht verriegelt und infolgedessen diese ihre Hubbewegung fortsetzen kann.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß ein federbeeinflußter, schwingbarer Schützenfühlerhebel derart unter. dem Einfluß eines an der Schützenkastenplatte gelagerten, eine Längsschwenkbewegung und eine sich mit der Bewegungsbahn -des Schützens kreuzende Querschwenkbewegung ausführenden Pickerrückziehers steht, daß er bei einer Querverschwenkung des Pickerrückziehers im Sinne von dessen Entfernung aus der Bewegungsbahn des Pickers eine solche Schwingbewegung vollführt, daß die Feder gespannt und sein Fühlorgan aus der Bewegungsbahn des Schützens bewegt wird, ferner daß der Pickerrückzieher den Schützenfühlerhe;bel derart von oben überdecken kann, daß er zusammen mit dem letzteren den Verriegelungsmechanismus für die Schützenkastenvorderwand bildet, wobei die Anordnung derart getroffen ist, daß, bei richtig eingelaufenem Schützen und daran anschließender Querverschwenkung des Pickerrückziehers in die Bewegungsbahn des Pickers, das gegen den Schift zen sich abstützende Fühlongan des Schützerfühlerhebels eine Schwingbewegung des letzteren verhindert, so daß der in diesem Fall allein eine Bewegung ausführende Pickerrückzieher die Dberdeckung beseitigt, und infolgedessen die Schützenkastenvorderwand ihre Hubbewegung fortsetzen kann.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß an der Schützenkastenvorderwand ein in der Horizontalen schwingbarer, federbeeinflußter Schützenfühlerhebel, der eine nach abwärts gerichtete und mit einer schiefen .Anlauffläche versehene Nase aufweist, vorgesehen ist, wobei die schiefe Anlauffläche der Nase im letzten Teil der Senkbewegung der Schützenkastenvorderwand an einem an der Schützenkastenvorderplatte vorgesehenen Anschlag entlang gleitet und dadurch dem Schützenfühlerhebel eine solche Schwingbewegung erteilt, daß sein Fühlorgan aus -der B.eweguhgsbahn des Schützens bewegt wird, während im ersten Teil der Hubbewegung der Schützenkastenvorderwand, bei nicht richtigem Einlauf des Schützens, der Schützenfühlerhebel unter dem @Einfluß seiner Feder eine entgegengesetzte Schwingbewegung vollführt und seine Nase sich gegen eine Rast der Schützenkastenplatte anlegt und dadurch die Schützenkastenivorderwand verriegelt und, bei richtigem Einlauf des Schützens, das mit dem letzteren in Berührung kommende Fühlorgan des Schützenfühlerhebels eine entgegengesetzte Schwingbewegung des letzteren verhindert, so daß dessen Nase sich nicht gegen die Rast der Schützenkastenplatte anlegt und infolgedessen die Schützenkastenvorderwand ihre Hubbewegung fortsetzen kann.
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