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Einrichtung an Webstühlen mit selbsttätiger Schützenauswechslung Vorliegende
Erfindung hat zum Gegenstand eine Einrichtung an Webstühlen mit selbsttätiger Schützenauswechslunn,
durch welche die Auswechslung des Schützens bei unrichtiger Lage desselben im Schützenkasten
verhindert wird.
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Bei den bekannten Konstruktionen dieser Art steht mit der quer zur
Bewegungsrichtung des Schützens schwingbaren Bremszunge eine ,zu einem Gesperrt
des die Schützenkastenvorderwand anhebenden Gestänges zugehörige Sperrklinke in
Wirkungsverbindung, derart, daß durch die bei einlaufendem Schützen in den Schützenkasten
in der Querrichtung zurückweichende Bremszunge die Sperrklinke ausklinkt, so daß
da§ Gesperrt gelöst und das Gestänge für das Anheben der Schützenkastenvorderwand
bewegt werden kann. Die Bremszunge und die Spernklinke vollführen hier entsprechend
dem Takt -des in den Schützenkasten einlaufenden Schützens eine taktmäßige Schwinsgbewegung,
wobei die Größe des Winkelausschlags dieser taktmäßigen Schwingbewegung verschieden
ausfällt, je nachdem ob der Schützen beim Einlauf in den Schützenkasten bis zum
Ende seiner Bewegungsbahn gelangt ist oder vorzeitig zum Stillstand kommt. Daraus
ergeben sich an der Eingriffsstelle der Sperrklinke mit dem anderen Gesperreteil
ungünstige Eingriffsverhältnisse, so daß es vorkommen kann, daß das Gestänge der
Schützenkastenvorderwand bewegt und die letztere angehoben wird, auch wenn der Schützen
nicht ganz bis zum Ende seiner Bewegungsbahn gelangt
ist. Als weitere
Folge dieses Übelstands ist ein vorzeitiger Verschleiß der Gesperreteile festzustellen.
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Die Einrichtung gemäß der Erfindung ist dadurch charakterisiert, daß
an der heb- und senkbaren Schützenkastenvorderwand ein Element angelenkt ist, das
als Schützenfühlerhebel und außerdem als ein Bestandteil eines Verriegelungsmechanismus
für die Verriegelung der Schützenkastenvorderwand ausgebildet ist, ferner daß Mittel
vorgesehen sind, durch welche das Fühlorgan des Schützenfühlerhebels während der
Schließlage der Schützenkastenvorderwa,nd abseits der Bewegungsbahn .des Schützens
gehalten und während des ersten Teils der Hubbewegung der Schützenkastenvorderwand
sich in die Bewegungsbahn des Schützens bewegen kann, wenn der Schützen vorzeitig,
d. h. vor dem Ende seiner Bewegungsbahn, zum Stillstand kommt, so daß der zum Verriegelungsmechanismus
der Schützenkastenvorderwand zugehörige Teil des Schützenfühlerhebels die Schützenkastenvorderwand
verriegelt, während bei richtigem Einlauf des Schützens in den Schützenkasten, d.
h. bis zum Ende seiner Bewegungsbahn, das Fühlorgan des Schützenfühlerhebels mit
dem Schützen in Berührung kommt und dadurch eine Schwingbewegung des Schützenfühlerhebels
verhindert wird, so daß der letztere die Schützenkastenvorderwand nicht verriegelt
und infolgedessen diese ihre Hubbewegung fortsetzen kann.
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Die Zeichnung veranschaulicht durch Fig. i bis io eine Ausführungsform,
Fig. i i eine zweite Ausführungsform, Fig. 12 bis i9 eine dritte Ausführungsform,
und zwar zeigt hinsichtlich der ersten Ausführungsform Fig. i einen Schützenkasten
in Frontansicht, mit geschlossenerSchützenkastetrvorder«rand gezeichnet, Fig. 2
einen Querschnitt durch den Schützenkasten nach der Schnittlinie A-A in Fig. i,
wobei der Schützenfühlerhebel zwecks besserer Verdeutlichung der übrigen Teile nicht
eingezeichnet ist, Fig. 3 eine Draufsicht auf den Schützenkasten entsprechend der
aus Fig. i und 2 ersichtlichen Stellung, wobei für das Verständnis dieser Figur
nicht erforderliche Teile der Deutlichkeit halber nicht eingezeichnet sind, Fig.
4 einen Querschnitt durch die obere Partie des Schützenkastens nach der Schnittlinie
B-ß in Fig. 3, wobei der Deutlichkeit halber nur der Picken, die heb- und senkbare
Schützenkastenvorderwand mit dem an ihr angelen`kten Schützenfühlerhebel und die
obere Partie des Pickerrückziehers dargestellt sind, Fig. 5 den Schützenkasten in
Stirnansicht, mit geöffneter Schützenkastenvorderw and gezeichnet, Fig. 6 einen
Querschnitt durch den Schützenkasten nach der Schnittlinie C-C in Fig. 5, Fig. 7
eine Draufsicht auf das äußere Ende des Schützenkastens mit eingezeichnetem, am
Ende seiner Bewegungsbahn sich befindenden Schützen; der Pickerrüokzieher ist in
derjenigen Stellung gezeichnet, wo er sich in der Bewegungsbahn des Pickens befindet,
welche Stellung derselbe bei Beginn der Hubbewegung der Schützenkastenvorderwand
einnimmt, Fig. 8 einen Querschnitt durch den Schützenkasten nach der Schnittlinie
D-D in Fig. 7, wobei der Deutlichkeit halber nur der Picken, die heb- und senkbare
Schützenkastenvorderwand mit dem an ihr angelenkten Schützenfühlerhebel und die
obere Partie des Pickerrückziehers dargestellt sind, Fig. 9 eine Draufsicht auf
das äußere Ende des Schützenkastens mit eingezeichnetem, vor dem Ende seiner Bewegungsbahn
zum Stillstand gekommenen Schützen; der Pickerrückzieher ist in derjenigen Stellung
gezeichnet, wo er sich in der Bewegungsbahn des Pickens befindet, welche Stellung
derselbe bei Beginn der Hubbewegung der .Schützen:kastenvorderwand einnimmt, Fig.
io einen Querschnitt durch den Schützenkasten nach der Schnittlinie E-E in Fig.
9, wobei der Deutlichkeit halber nur der Picken, die heb- und senkbare Schützenkastenvorderwand
mit dem an ihr angelenkten Schützenfühlerhebel und die obere Partie des Pickerrückziehers
dargestellt sind. Hinsichtlich der zweiten Ausführungsform zeigt Fig. i i einen
Querschnitt durch den Schützenkasten einer zweiten Ausführungsform. Hinsichtlich
der dritten Ausführungsform zeigt Fig. 12 das äußere Ende des Schützenkastens mit
geschlossener Schützenkastenvorderwand, im Frontansicht gezeichnet, Fig. 13 einen
Querschnitt durch den Schützenkasten nach der Schnittlinie F-F in Rig. 12, Fig.
14 einen Horizontalschnitt durch das äußere Ende des Schützenkastens nach der Schnittlinie
H-H in Fig. 12; der Schützen ist in der Stellung gezeichnet, wo er sich am Ende
seiner Bewegungsbahn befindet, Fig. 15 die rechts liegende Partie des aus Fig. 14
ersichtlichen Horizontalschnitts in größerem Maßstab gezeichnet, wobei der Picken
mit seiner Führung der Deutlichkeit halber nicht eingezeichnet wurde, Fi.g. 16 einen
Querschnitt durch den Schützenkasten mit eingezeichnetem, sich am Ende seiner Bewegungsbahn
befindenden Schützen; die Schützenkastenvorderwand ist um ein geringes Maß gehoben,
Fig. 17 das äußere Ende -des Schützenkastens mit geöffneter Schützenkastenvorderwand
und am Ende seiner Bewegungsbahn sich befindenden Schützen, in Frontansicht gezeichnet,
Fig. 18 einen Querschnitt durch den Schützenkasten nach der Schnittlinie K-K in
Fig. 17, Fig. i9 einen Querschnitt durch den Schützenkasten, wobei die Schützenkastenvorderwand
um ein geringes Maß gehoben ist und das Fühlorgan des Schützenfühlerhebels dadurch,
daß der Schützen vor dem Ende seiner Bewegungsbahn zum Stillstand gekommen ist,
sich nicht gegen den Schützen stützen kann, sondern in die Bewegungsbahn des Schützens
hineinragt und dadurch der Schützenfühlerhebel mit der Schützenkastenplatte verriegelt
ist.
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Auf der Wechselseite der Weblade (s. Fig. i bis io) ist eine im Querschnitt
winkelförmige
Schützenkastenplatte i vorgesehen, und an dem nach
abwärts gerichteten Schenkel derselben ist eine Welle 2 in Lagern 3 drehbar gelagert.
Auf der Welle 2 ist ein Hebel 4 befestigt, der mit einer nach abwärts gerichteten
Stange 5 in gelenkiger Verbindung steht. Auf der Welle 2 ist eine Torsionsfeder
6 vorgesehen. Das eine Ende der Feder ist an einem der Lager 3 und das andere Ende
an der Naabe,des Hebels 4 befestigt, derart, daß der Hebel 4 das Bestreben hat,
sich im Uhrzeigersinn zu drehen. Die Stange 5 kann von einer nicht dargestellten
Kurvenscheibenwelle aus unter Überwindung der Federkraft der Torsionsfeder 6 abwärts
gezogen werden. Auf der Welle 2 ist außerdem ein Hebel ; befestigt, an dessen Ende
im Gelenkpunkt 8 ein nach aufwärts gerichteter Arm 9 in gelenkiger Verbindung steht.
Das obere Ende des Arms 9 stellt mit dem äußeren Ende der heb- und senkbaren Schützenkastenvorderwand
io in starrer Verbindung. An den Enden der Schützenkastenvorderwand io vorgesehene
Rollen i i sind in Kurvenplatten 12 geführt. Die Welle 2 dient außerdem als Lagerung
für einen lose drehbar gelagerten Doppelhebel. Der eine Hebelarm 13 des Doppelhebels
trägt einen Zapfen 14, dessen Achse sich mit der Welle 2 kreuzt. Auf dem Zapfen
14 ist der Hebel 15 des P.ickerrückziehers verschwenkbar angeordnet, und es steht
derselbe unter dein Einfluß einer auf dem Zapfen 14 vorgesehenen Torsionsfeder 16,
welche das Bestreben hat, den Hebel 1 5 in der Ruhestellung zu halten (Fig. i).
Eine auf der Welle 2 vorgesehene Torsionsfeder 17 hat das Bestreben, den zweiten
'Hebelarm 18 des Doppelhebels entgegen dem Uhrzeigersinn zu verdrehen, bis derselbe
an dem vertikalen Schenkel der Schützenkastenplatte i anzuliegen kommt (Fig. 6).
Bei dieser Stellung des Doppelhebels befindet sich das Ende des Hebels 15 des Pickerrückziehers
in der Bewegungsbahn des Pikkers i9. Am Hebel 7 ist ein Segmentstück 20 Vorgesehen,
das an der einen Stirnseite eine schiefe Anlauffläche 21 aufweist, gegen welche
sich eine am Hebel 15 des Pick.errückziehers drehbar gelagerte Rolle 22 unter dem
Einfluß der Torsionsfeder 16 anlegt. Wenn der Hebel 7 beim Öffnen der Schützenkastenvorderwand
io eine Schwingbewegung entgegen dem Uhrzeigersinn vollführt, so wird dem Hebel
15 des Piekerrückziehers eine Schwingbewegung im Uhrzeigersinn erteilt (Fig. 5)
und dadurch der Picker i9 zurückgezogen. Am Hebelarm 13 des Doppelhebels ist eine
seitlich vorspringende Nase 23 vorgesehen. Gegen diese Nase 23 legt sich das Ende
des am Hebel 7 vorgesehenen Segmentstücks 2o, kurz bevor die Schützenkastenvorderwand
io in die Schließstellung gelangt, und erteilt dadurch dem Doppelhebel 13, 18 und
dem Hebel 15 des Pickerrückziehers unter Überwindung der Federkraft der Torsionsfeder
17 eine kleine Schwingbewegung im Uhrzeigersinn, so daß der Hebel 15 aus der Bewegungsbahn
des Pickers i9 entfernt wird. Bei der Sch,#vingbewegung des Hebels 7 im Uhrzeigersinn
vollführt der Hebel 15 des Pickerrückziehers eine Längsschwenkbeweäung entgegen
dem L-lirzeigersinn, so daß derselbe von der aus Fig. 5 ersichtlichen Stellung unter
dem E'influß der Torsionsfeder 16 wieder in die aus Fig. i ersichtliche Ruhestellung
gelangt und der Picker i9 mit der Spitze eines in den Schützenkasten neu eingeführten
Schützers 25 Fühlung nimmt.
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An der heb- und senkbaren Schützenkastenvorderwand io ist im Gelenkpunkt
26 ein als Doppelhebel ausgebildeter Schützenfühlerhebelschwingbar gelagert. Der
eine Hebelarm 27 des Schützenfühlerhebels steht unter dem Einfluß einer an der Schützenkastenvorderwand
abgestützten schwachen Druckfeder 28: Das Ende des anderen Hebelarms 29 des Schützenfühlerhebels
hat unter dem Einfluß der auf den Hebelarm 27 einwirkenden Druckfeder 28 das Bestreben,
sich gegen die Rückseite des Hebels 15 des Pickerrückziehers anzulegen. Am Hebelarm
29 des Schützenfühberhebels ist ein Fühlorgan 30 vorgesehen, das eine in
der heb- und senkbaren Schützenkastenvorderwand vorgesehene Öffnung durchdringt.
Am Ende des HebelarMs 29 ist eine Zunge 31 vorgesehen. Bei normalem Gang des Webstuhls
(Fig. 1, 2, 3, 4) liegt der Hebelarm 29 des Schützenfühlerhebels an der Rückseite
des Hebels 15 des Piakerrückziehmers an, und es überdeckt der Hebel 15 des Pickerrückziehers
die Zunge 31 ,des Hebelarms 29. Dabei wird der Hebelarm 29 durch den Hebel 15 des
Pickerrückziehers so weit zurückgehalten, daß das Fühlorgan 30 mit dem Schützen
25 nicht in Berührung kommt. Wird eine Schützenauswechslung von der Exzenterwelle
aus eingeleitet, so vollführt derHebel i5 des Pickerrüekzieherseine Schwingbewegung
in der Querschwenkebene,, bis der Hebelarm 18.des Doppelheibels 13, 18 an der Schützenkastenplatte
i anzuliegen kommt (Fig. 6). Befindet sich nun der auszuwechselnde Schützen in der
richtigen Lage .im Schützenkasten, d. h. wenn derselbe bis an das Ende seiner Bewegungsbahn
gebangt ist, so kann der Schützenfühlerhebel nur eine ganz kleine Schwingbewegung
vollführen, da in diesem Falle sein Fühlorgan 30 am Schützen ,25 anzuliegen kommt,
wodurch eine Fortsetzung der Schwingbewegung unmöglich gemacht wird (Fig. 7). Die
Überdeckung des Hebels 15 des Pickerrückziehers gegenüber der Zunge 31 des Hebelarms
29 wird dadurch aufgehoben (Fig.7 und 8), so,daß die Schützenkastenvorderwand io
mit dem an ihr angelenkten Schützenfühlerhebel 27, 29 ihre Hubbewegung vollführen
kann. Die oberste Stellung der Schützenkastenvorderwand io und des Schützenfühlerhebels
ist in F.ig. 8 mit strichpunktierten Linien noch .gesondert eingezeichnet. Wenn
das Fühlorgan 3o bei der Hubbewegung der Schützenkastenvorderwand io nicht mehr
im Bereich des Schützers 25 sich befindet, so vollführt der Schützenfühlerhebel
27, 29 unter dem Einfluß der Druckfeder 28 eine Schwingbewegung (s. strichpunktierte
Stellung des Hebelarms 29 des Schützenfühlerhebels in Fig. 8).
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Wird eine Schützenauswechslung von der Exzenterwelle aus eingeleitet,
wobei der Hebel 15 des Pickerrückziehers in allen Fällen eine Schwingbewegung in
der Quetschwenkebene vollführt, so daß er in die Bewegungsbahn des Pickers i9 gelangt
und
ist aber der auszuwechselnde Schützen 25 vorzeitig zum Stillstand gekommen bzw.
nicht bis zum Ende seiner Bewegungsbahn gelangt (Fig. 9), so wird das Fühlorgan
3o des Schützenfühlerhebels 27, 29 nicht durch den Schützen 25 zurückgehalten. Infolgedessen
kann derSchützenfühlerhebel bei einer Schwingbewegung des Hebels 15 des Pickerrückziehers
in der Querschwenkebene ebenfalls eine Schwingbewegung vollführen, so daß die Berührung
des Hebelarms 29 mit der Rückseite des Hebels 15 und dadurch die Überdeckung des
letzteren gegenüber der Zunge 31 nicht aufgehoben wird. Auf diese Weise bilden der
Hebel 15 des Pickerrückziehers und der Schützenfühlerhebel 27, 29 einen Verriegelungsmechanismus
für die Schützenkastenvorderwand io, derart, daß letztere in diesem Falle verhindert
wird, eine Hubbewegung auszuführen.
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Die durch Fig. i i im Querschnitt dargestellte Ausführungsform der
Erfindung ist in der Stellung gezeichnet, bei der sich der Webstuhl in normalem
Gang befindet. Es bezeichnet 32 die Schützenkastenplatte und 33 eine an deren Unterseite
drehbar gelagerte Welle. Der in einer Querschwenkebene und in einer Längsschwenkebene
verschwenkbare Pickerrückzieher ist mit 34, die heb- und senkbare Schützenkastenvorderwand
mit 35 und der an der letzteren angelenkte Schützenfühlerhebel mit 36 bezeichnet.
Auf der Welle 33 ist ein Hebel 37 befestigt, der einen Schlitz 38 aufweist. In den
Schlitz 38 greift ein an einer Zugstange 39 vorgesehener Bolzen 40. Das obere Ende
der Zugstange 39 steht mit einer durchgehenden Stange 41 in gelenkiger Verbindung,
welche .den einen Hebelarm 42 von zwei Doppelhebeln starr miteinander verbindet.
Die Doppelhebel .sind mit Drehzapfen 43 an Ständern 44 der Schützenkastenplatte
32 .drehbar gelagert. Die anderen Hebelarme 45 der Doppelhebel stehen mit der Schützenkastenvorderwand
35 .in starrer Verbindung. Mit 46 ist der Schützen und mit 47 der Pieker bezeichnet.
Die Wirkungsweise dieser Einrichtung stimmt hinsichtlich der Verriegelung der he)b-
und senkbaren Schützenkastenvorderwand überein mit der aus ;den Fig. i bis io ersichtlichen
Ausführung.
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Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 12 bis i9 bezeichnet 48
die Schützenkastenplatte, an deren Vertikalschenkel in Lagern 49 eine Welle 5o drehbar
gelagert ist. .Auf der Welle 50 ist ein Hebelarm 51 befestigt, der an seinem
Ende mit einem Schlitz 52 versehen .ist. In den Schlitz 5.2 greift ein Bolzen 53,
der an einer nach aufwärts gerichteten Stange 54 befestigt ist. Die Stange 54 gleitet
in einer an der Schützenkastenplatte 48 vorgesehenen Führung 55. Mit dem über die
Führung 55 nach oben hinausragenden Ende der Stange 54 steht die heb- und senkbare
Schützenkastenvorderwand 56 in starrer Verbindung. Die Stange 54 schließt mit der
Vertikalen einen kleinen Winkel ein, derart, daß die Schützenkastenvorderwand 56
bei ihrer Hubbewegung sich vom Schützen 57 entfernt. Mit 58@ ist der Picker bezeichnet.
Auf der Welle 50 ist ein Hebel 59 befestigt, dessen freies Ende im Gelenkpunkt 6o
mit einer nach abwärts gerichteten Zrugstange 61 in gelenkiger Verbindung steht.
Der Hebel 59 mit der Welle i5o stehen unter Odem Einfluß einer von der letzteren
getragenen Torsionsfed-er 62, welche bestrebt ist, die genannten Teile im Uhrzeigersinn
zu verdrehen, derart, daß die Stange 54 nach abwärts gezogen und die Schützenkastenvorderwand
56 in gesenkter Stellung gehalten wird. Die Zugstange 61 kann von .der Exzenterwelle
des Webstuhls aus zwecks Hochhebens der Schützenkaistenvorderwand unter Überwindung
der Federkraft der Feder 6o nach abwärts gezogen werden. An der hob- und senkbaren
Schützenkastenvorderwand 56 ist im Gelenkpunkt 63 ein als Doppelhebel ausgebildeter
Schützenfühlerhebel angelenkt. Der eine Hebelarm 64 des Schützenfühlerhebels steht
unter dem Einfluß einer an der Schützenkastenvorderwand 56 abgestützten Druckfeder
65. Am anderen, dem äußeren Ende des Schützenkastens zugekehrten Hebelarm 66 des
Schützenfühlerhebels ist ein Fühlorgan 67 vorgesehen, das in eine in der Schützenkastenvorderwand
vorgesehene Öffnung hineinragt. Die Unterseite des freien !Endes des Hebelarms 66
stützt sich gegen einen an der Schützenkastenvorderwand 56 vorgesehenen Ansatz 68.
In der Nähe des freien Endes des Hebelarms 66 ist an dessen Unterseite eine Nase
69 vorgesehen, die -eine schiefe Anlauffläche 70 aufweist. An -der Unterseite der
Schützenkasten-Platte 48 ist eine drehbare Rolle 71 vorgesehen.
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Wenn sich die heb- und senkbare Schützenkastenvorderwand 56 nach abwärts,
d. h. in ihre Schließlage bewegt, so stößt die schiefe Anlauffläche 70 der Nase
69 gegen die Rolle 71, wodurch dem Schützenfühlerhebel eine Schwingbewegung im Ührzeigersinn
erteilt wird, derart, daß das Stirnende 72 des Fühlorgans 67 um ein geringes Maß
von der Innenfläche 73 der Schützenkastenvorderwand 56 zurücksteht,(s. Fig. 13,
14 und 15). Diese Stellung des Schützenfühlerhebels 64, 66 ist vorhanden bei normalem
Lauf des Webstuhls.
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Wird eine Schützenauswechslung von der Exzenterwelle aus eingeleitet,
wenn der auszuwechselnde Schützen 57 nicht bis zum Ende seiner Bewegungsbahn gelangt
bzw. vorzeitig zum Stillstand gekommen ist, so gleitet zu Beginn der Hubbewegung
der Schützenkastenvorderwand 56 die schiefe Anlauffläche 70 der Nase 69 an
der Rolle 71 entlang, wobei der Schützenfühlerhebel 64, 66 unter dem Einfluß der
Druckfeder 65 eine solche Schwingbewegung vollführt, daß das Fühlorgan 67, in diesem
Falle unbehindert durch den Schützen, in die Bewegungsbahn des Schützens 57 vordringen
kann (s. Fig. i9). Die Nase 69 des Schützenfühlerhebels greift dadurch unter eine
an der Schützenkastenplatte 48 vorgesehene Nase 74 und verhindert dadurch eine Fortsetzung
der Hubbewegung der Schützenkastenvorderwand 56, so daß eine Auswechslung des Schützens
nicht erfolgen kann.
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Wird eine Schützenauswechslung von der Exzenterwelle ,aus eingeleitet,
wenn -der auszuwechselnde Schützen 57 bis zum Ende seiner Bewegungsbahn gelangt
ist bzw. sich in der richtigen Lage befindet, so vollführt der Schützenfühlerhebel64,
66 unter
dem Einfluß der Druckfeder 65 eine kleine Schwingbewegung,
bis das Stirnende 7-2 des Fühlorgans 67 am Schützen 57 anzuliegen kommt. Dadurch
wird eine Fortsetzung der Schwingbewegung des Schützenfühlerhebels 64, 66 verhindert,
so daß seine Nase 69 abseits der Nase 74 der Schützenkastenplatte 48 gehalten (s.
Fig. 16) und die Schützenkastenvorderwand 56 an der Fortsetzung ihrer Hubbewegung
nicht behindert wird (s. Fig. 18). Wenn das Fühlorgan 67 bei der Hubbewegung der
Schützenkastenvorderwand 56 den Schützen 57 passiert hat, so vollführt der Schützenfühlerhebel
64, 66 unter dem Einfluß der Druckfeder 65 eine Schwingbewegung, so daß das Fühlorgan
67 in die Bewegungsbahn des Schützens 57 hineinragt. Am Fühlorgan 67 ist eine schiefe
Anlauffläche 75 vorgesehen, welche bei ,der Senkbewegung der Schützenkastenvorderwand
56 an dem in den Schützenkasten neu eingesetzten Schützen 57 entlang gleitet, bis
das Stirnende 72 des Fühlorgans 67 mit dem Schützen 57 Fühlung, nimmt. Kurz vor
Beendigung der Senkbewegung der Schützenkastenvorderwand 56 kommtdie schiefe Anlauffläche
7o der Nase 69 mit der Rolle 71 in Berührung, wodurch dem Schützenfühlerhebel 64,
66 eine kleine Schwingbewegung erteilt wird, so daß das Stirnende 72 des Fühlorgans
67 am Ende der Senkbewegung der Schützenkastenvorderwand 56 um ein geringes Maß
von :der Innenfläche 73 der Schützenkastenvorderwand zurücksteht (s. Fig. i3).