DE855188C - Verfahren zum Elektropolieren von Nickel und nickelhaltigen Legierungen und hierzu geeigneter Elektrolyt - Google Patents
Verfahren zum Elektropolieren von Nickel und nickelhaltigen Legierungen und hierzu geeigneter ElektrolytInfo
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Description
(WiGBL S. 175)
AUSGEGEBEN AM 10. NOVEMBER 1952
S 1956g Via 148a
(Frankreich)
Die vorliegende Erfindung betrifft ein verbessertes Elektrolytbad zum anodischen Polieren von Nickel
und nickelhaltigen Legierungen sowie ein Verfahren zum kontinuierlichen Elektropolieren von Nickel
mittels eines Elektrolyts, in welchem der Überschuß an während der Elektrolyse in Lösung gegangenem
Nickel an der Kathode fortlaufend als metallisches Nickel abgeschieden wird.
Nickel und Legierungen mit hohem Nickelgehalt können der anodischen Polierung in einem Elektrolyt
unterworfen werden, der als hauptsächlichen wirksamen Bestandteil Schwefelsäure oder eine Mischung
von Schwefelsäure und Phosphorsäure enthält. Die Konzentration der Schwefelsäure, wenn diese allein
verwendet wird, oder der Mischung von Schwefelsäure und Phosphorsäure soll mindestens 50 Gewichtsprozent
der Lösung betragen und vorzugsweise 95 Gewichtsprozent der Lösung nicht überschreiten,
wobei der Rest auf 100 °/0 hauptsächlich von Wasser
gebildet wird. Für die praktische Anwendung liegt die obere Grenze für die Gesamtkonzentration an
Säure bei ungefähr 9o0/0. Obgleich mit wässerigen
Mischungen von Schwefelsäure und Phosphorsäure, welche bis zu 5o°/0 Wasser enthalten, gute Glanzwirkungen
erzielt werden können, hat es sich als vorteilhaft gezeigt, den Wassergehalt des Bades relativ
niedrig zu halten, da im allgemeinen Bäder mit geringerem Wassergehalt mit entsprechend geringeren
Stromdichten verwendet werden können, wodurch sich die Kosten für die Polierung vermindern. Die
relativen Mengen der wesentlichen Säuren können innerhalb hinlänglich großer Grenzen variieren, und
zwar für Schwefelsäure zwischen etwa 3 bis 76 °/0 und für Phosphorsäure zwischen ungefähr ο bis 78°/,,.
Wenn nicht Gegenteiliges angegeben, bedeuten die nachstehend angeführten Mengenverhältnisse Ge-
wichtsprozente und nicht Volumprozente. Die An gaben über die Säuren beziehen sich auf die Gewichte
nach den Formeln H2SO4 und H3PO4, wobei unter
Phosphorsäure die Orthophosphorsäure zu verstehen ist, da diese bei den während des Betriebes auftretenden
Temperaturen die stabile Form darstellt Jedoch kann Phosphorsäure auch in einer anderen
Form, wie als Pyro- oder Metaphosphorsäure, dem Bad zugesetzt werden.
ίο Derart läßt sich durch anodisches Polieren von Nickel in wässerigen Lösungen von i5°/0 H2SO4 und 63 °/0 H3PO4 mit einer Stromdichte von 14 Amp./dm2 und einer Badtemperatur von 45 bis 550 C ein Spiegelglanz erzielen. Die erforderliche Behandlungsdauer wird durch die ursprüngliche physikalische Beschaffenheit des zu polierenden Nickels bestimmt. Bei diesen Bedingungen bildet sich aber im Verlauf der Elektropolierung eine Nickelverbindung, und zwar bei den höheren Temperaturen Nickelsulfat. Daher schlägt ao sich in einem benutzten Bad auf den warmen Oberflächen der Heizschlangen und Kathoden Nickelsulfat nieder. Infolgedessen nimmt die Spannung des Bades durch die auf der Kathode abgeschiedenen Niederschläge zu, wobei die Einstellung der Temperatur durch das während der Heizdauer auf den Heizschlangen abgeschiedene Nickelsulfat verändert wird. Um eine kontinuierliche Arbeitsweise durchzuführen, ist es daher notwendig, das im Bad in Lösung gegangene Nickel zu entfernen.
ίο Derart läßt sich durch anodisches Polieren von Nickel in wässerigen Lösungen von i5°/0 H2SO4 und 63 °/0 H3PO4 mit einer Stromdichte von 14 Amp./dm2 und einer Badtemperatur von 45 bis 550 C ein Spiegelglanz erzielen. Die erforderliche Behandlungsdauer wird durch die ursprüngliche physikalische Beschaffenheit des zu polierenden Nickels bestimmt. Bei diesen Bedingungen bildet sich aber im Verlauf der Elektropolierung eine Nickelverbindung, und zwar bei den höheren Temperaturen Nickelsulfat. Daher schlägt ao sich in einem benutzten Bad auf den warmen Oberflächen der Heizschlangen und Kathoden Nickelsulfat nieder. Infolgedessen nimmt die Spannung des Bades durch die auf der Kathode abgeschiedenen Niederschläge zu, wobei die Einstellung der Temperatur durch das während der Heizdauer auf den Heizschlangen abgeschiedene Nickelsulfat verändert wird. Um eine kontinuierliche Arbeitsweise durchzuführen, ist es daher notwendig, das im Bad in Lösung gegangene Nickel zu entfernen.
Die oben aufgezeigten Schwierigkeiten können vorübergehend durch ein Regenerierungsverfahren ausgeschaltet
werden, das darin besteht, daß man auf hohe Temperaturen erhitzt, um das Nickelsulfat auszufällen,
dasselbe abfiltriert, die Badzusammen-Setzung wieder einstellt und die Kathoden reinigt.
Das Bad kann dann wieder verwendet werden, bis eine neuerliche Regenerierung notwendig wird. Da
letztere in der Praxis in dem Elektrolysegefäß, in welchem das Verfahren durchgeführt wird, nicht vorgenommen
werden kann, müssen zu diesem Zweck besondere Gefäße mit Hilfsapparaturen vorgesehen
werden. Dadurch bedingt die Regenerierung zusätzlich zu den Betriebskosten weitere Kosten.
Wenn das erwähnte Bad, das 15% H2SO4 und
63% H3PO4 enthält, bei einer für die kontinuierliche
Ausfällung des Nickelsulfates genügend erhöhten Temperatur betrieben wird, z. B. bei 820 C, ist es erforderlich,
eine Stromdichte von mehr als 28 Amp./dm2 anzuwenden, da andernfalls die Nickeloberfläche,
welche den Hochglanz erhalten soll, vollkommen rissig wird.
Andere Untersuchungen haben gezeigt, daß die Zugabe von dreiwertigen Chronionen (Cr -f-3) und dreiwertigen
Aluminiumionen (Al+3) zum Bad von 15% Schwefelsäure und 63°/,, Phosphorsäure die
Durchführung der Elektropolierung von Nickel bei ausreichend hohen Temperaturen gestattet, um die
ständige Ausfällung des Nickelsulfates zu ermöglichen. Ist die erforderliche Menge Cr-f3 und Al+3 oder
Al+3 allein vorhanden, so erhält man eine glänzende
Oberfläche frei von Rissen unter der Bedingung, daß die Elektropolierung des Nickels bei ungefähr 82° C
mit einer Stromdichte von 14 bis 28 Amp./dm2 durchgeführt wird. Obwohl dieses Bad für eine kontinuierliche
Arbeitsweise geeignet ist, ist jedoch eine zeitweise Filtration notwendig, um das laufend ausgefällte
Nickelsulfat zu entfernen. Außerdem läßt sich das Nickel nur in Salzform wiedergewinnen. Die
Anwendung hoher Temperaturen ist gleichfalls nachteilig, da sich dadurch die Kosten des Betriebes erhöhen.
t)ie Erfindung zielt darauf ab, einen Elektrolyt sowie ein Verfahren zur Elektropolierung von Nickel
und nickelreichen Legierungen zu schaffen, welche mit niedrigen Stromdichten eine kontinuierliche
Arbeitsweise zulassen, ohne die Notwendigkeit, das Bad regenerieren zu müssen, ohne Auftreten eines
Niederschlages von Nickelsalzen in schädlichen Mengen; ohne vorzeitige Veränderung der Zusammensetzung
des Bades oder fortschreitende Erhöhung der Betriebsspannungen, wobei ein ununterbrochenes
Arbeiten bei niedrigen Temperaturen ermöglicht wird. Ein weiteres Ziel der Erfindung ist, einen Elektrolyt
sowie ein Verfahren zum Elektropolieren von Nickel vorzusehen, mit deren Hilfe die Überschüsse an
Während des/.Betriebes der Elektropolierung anodisch
in Lösung gegangenem Nickel fortlaufend als metallisches Nickel auf der Kathode niedergeschlagen
werden, und zwar mit einem Reinheitsgrad und in einer physikalischen Beschaffenheit, die eine Wiedergewinnung
und Wiederverwendung als Nickel gestatten.
Die Erfindung bezieht sich daher auf ein Verfahren und einen Elektrolyt zum elektrolytischen Polieren
von Nickel und seinen Legierungen im kontinuierlichen Arbeitsgang unter gleichzeitigem Abscheiden des
Überschusses an in Lösung gegangenem Nickel und besteht darin, daß man das zu polierende Metall als
Anode in einem Elektrolyt verwendet, der im wesentlichen aus mindestens 3 °/0 Schwefelsäure oder vorteilhaft
aus einer Mischung von mindestens 3 °/0 Schwefelsäure
und Phosphorsäure besteht und außerdem eine kleine Menge einer Verbindung enthält, die ein Chlorradikal liefert und einer Menge von 0,04 bis 2,5 °/0
Salzsäure äquivalent ist. Dabei kann sich der Schwefel-Säuregehalt des Bades zwischen 3 und 76°/,, und der
Phosphorsäuregehalt zwischen ο und 78°/,, ändern.
Die Zeichnungen zeigen ternäre Systeme. Fig. ι gibt die Flächen entsprechend Badzusammensetzungen
an, welche bei einem Zusatz von 0,04 bis no 2.5% Salzsäure (HCl) die Elektropolierung von
Nickel und Nickelverbindungen unter gleichzeitiger Abscheidung eines Überschusses von gelöstem Nickel
bei Temperaturen von 26 bis 60° gestatten;
Fig. 2 zeigt die Flächen entsprechend Badzusammen-Setzungen, welche bei Zugabe von 0,3 bis 1,0% Salzsäure
(HCl) erlauben, die Elektropolierung von Nickel und Nickellegierungen bei 45° C unter gleichzeitiger
Abscheidung von überschüssigem, gelöstem Nickel durchzuführen; iao
Fig. 3 entspricht Fig. 2, zeigt jedoch Badzusammensetzungen, die bei einer Badtemperatur von 320 C
wirksam sind;
Fig. 4 entspricht den Fig. 2 und 3, zeigt aber Badzusammensetzungen
für eine Arbeitstemperatur von 57°C.
Es hat sich gezeigt, daß die Zugabe von Salzsäure zu Bädern aus reiner Schwefelsäure oder einer
Mischung von Schwefelsäure und Phosphorsäure in den durch Fig. ι angezeigten allgemeinen Grenzen
Bäder ergibt, in welchen Nickel und nickelhaltige Legierungen mit einem Spiegelglanzüberzug versehen
werden können, der frei von irgendwelchen Rissen ist, und zwar bei Temperaturen, die im allgemeinen
zwischen 26 und 60° C liegen, und mit Stromdichten ίο von 3,5 bis 3,3 Amp./dm2. Andererseits wird unter
diesen Bedingungen der Überschuß von an der Anode • gelöstem Nickel fortlaufend an der Kathode als
metallisches Nickel elektrolytisch niedergeschlagen. Obgleich in einem Bad aus Schwefelsäure und
Phosphorsäure die Salzsäure zur Erzielung eines Spiegelglanzes durch Elektropolierung nicht wesentlich
ist, so gestattet die Zugabe kleiner Mengen Salzsäure doch ein ununterbrochenes Arbeiten ohne
nennenswerte Ausfällung von Nickelsalzen, ohne Veränderungen der Viskosität und ohne Vermehrung der
Badspannung.
Bisher wurden Bäder auf der Grundlage von Phosphorsäure ohne Schwefelsäure verwendet, die die
Elektropolierung von Nickel während eines kurzen as Zeitraums durchführen ließen, jedoch nur, solange sie
noch frisch waren. Diese Bäder wurden aber rasch hochviskos, so daß die Badspannungen und die Verluste
durch Verspritzung stark waren, die Glanzwirkungen schwach und die tatsächlich ausgenutzten
Arbeitsperioden sehr kurz waren. Die erhöhte Viskosität scheint daher zu rühren, daß Nickel in reiner
Phosphorsäure stark löslich ist.
Nach der vorliegenden Erfindung kann Phosphorsäure praktisch in dem Zustand erhalten werden, in
S5 dem sie zu Beginn der Elektropolierung vorhanden war, da sich das Nickel während der Elektropolierung
an der Kathode abscheidet. Es findet daher keine Konzentrationsvermehrung an Nickel statt, welche
das Bad viskos machen und eine nur kurze Benutzungsdauer zulassen würde. Ein Bad aus reiner Schwefelsäure
hat aber keine solche Fähigkeit in bezug auf die Fällung wie eine Mischung H2SO4 — H3PO4. Daher
fällt ein Bad aus Phosphorsäure nur in den allgemeinen Zusammensetzungsbereich wirksamer Bäder.
In Bädern mit einem Schwefelsäuregehalt von mehr als etwa 45 °/0 ist trotz Zugabe von Salzsäure im Sinn
dieser Erfindung und der damit verbundenen Neigung zur Ausfällung von metallischem Nickel in der Lösung
die Löslichkeit des Nickelsulfates so gering, daß sich keine praktisch nennenswerte Verbesserung ergibt.
Die Wirksamkeit der Salzsäure beruht auf dem dem Bad zugeführten Chlorion. Daher ist als Ersatz für
die Salzsäure jede beliebige Verbindung, welche Chlorionen liefert, oder eine Mischung solcher mit Salzsäure
anwendbar. Verbesserte Wirkungen lassen sich durch Zusatz von löslichen Metallchloriden, wie z. B. den
Chloriden von Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium, Nickel, Aluminium, Chrom u. ä., erreichen.
Die Art des zugesetzten Chlorids scheint nicht wesentlich zu sein, doch ist das Verfahren bei Verwendung
von Salzsäure am einfachsten und wirtschaftlichsten. Wird ein Metallchlorid verwendet, so
wird seine Menge im äquivalenten Verhältnis zum Chlorion engehalt der Salzsäure, wie diese in vorliegender
Beschreibung für die Bereiche des Verfahrens angegeben ist, gewählt. Da es Zweck dieser Erfindung
ist, die im Elektropolierungsbad vorhandenen Metalle zu entfernen, ist es vorzuziehen, Salzsäure zu verwenden,
da durch die Metallchloride ein Metall in das Bad eingeführt wird. Es hat sich auch gezeigt, daß
die durch Zugabe von Chlorionen gewünschte Wirkung in gleicher Weise durch Zusatz schwacher Konzentrationen
organischer, chlorsubstituierter Säuren, wie z. B. Monochloressigsäure, erzielt werden kann.
In einem frisch bereiteten Elektropolierbad, dem eine Chloressigsäure zugesetzt ist, läßt sich Chlor
chemisch nicht nachweisen. Ist aber das Bad eine kurze Zeit zur Elektropolierung verwendet worden,
so wird die Probe auf Anwesenheit von Chlor positiv ausfallen. Es ist damit erwiesen, daß durch die Chloressigsäure
tatsächlich Chlorionen in das Bad eingeführt werden, wodurch die mit der Erfindung beabsichtigten
Wirkungen erzielt werden können.
Die Gleichgewichtsbedingungen für einen guten Betrieb werden lediglich durch Ersatz des Wassers,
der Salzsäure sowie der durch Verspritzung auftretenden Verluste aufrechterhalten. Das während
des Verfahrens der Elektropolierung an der Kathode abgeschiedene Nickel stellt ein Metall großer Dichte
dar und hat einen Reinheitsgrad von mehr als 98 %, der im allgemeinen 99,6 °/0 erreicht. Ein derartiges
Material eignet sich besonders zur Verwendung als Kathode in den Bädern zur Elektropolierung des
Nickels.
Um die gewünschten Wirkungen zu erzielen, reichen kleine Prozentgehalte von Chlorverbindungen aus.
Es gibt keine praktische Methode, nach welcher die erforderliche Konzentration an geeigneten Chlorionen
angegeben werden kann. Erfindungsgemäß wird eine geeignete Chlorionenkonzentration erhalten, wenn das
Bad einen bestimmten Prozentgehalt einer dissoziierenden Chlorverbindung enthält. Zur Vereinfachung
der analytischen Angaben wird der Gehalt an Chlorionen in HCl ausgedrückt. Wie die Zahlen
der Tabelle I zeigen, kann in zufriedenstellender Weise gearbeitet werden, wenn die Salzsäurekonzentration
etwas höher als 0,04% ist. Diese Versuche wurden mit einem normalen Elektropolierbad aus
15 % H2SO4, 63 °/0 H3PO4, 22 % H2O gemacht. Die
Tabelle II enthält die gleichen Angaben für ein Bad aus 35»/0 H2SO4, 38% H3PO4 und 27% H2O. Das
Kennzeichen für ein zufriedenstellendes Arbeiten des Bades ist der wirksame Nickelniederschlag auf den
Kathoden und das Fehlen eines schädlichen Niederschlages von Nickelsalzen.
Diese Angaben zeigen, daß man gute Wirkungen erhält, wenn HCl in Mengen der Größenordnung 0,04
bis 2,5 °/0 vorhanden ist. Aber auch der niedrigere Bereich von 0,04 bis 0,4 °/0 ist infolge der Leichtigkeit
der Bildung und des Fehlens jedes Bestrebens des Metalls, während der Elektropolierung rissig zu
werden, geeignet.
Tabelle I zeigt einige Schwankungen der Prozentgehalte von abgeschiedenem Nickel in den Bädern,
welche 0,44 °/0 und mehr Salzsäure enthalten. Diese
geringen Veränderungen scheinen von Konzentrations-
änderungen der Salzsäure und des Wassergehalts herzurühren. Die Arbeitsperioden mit einer Abscheidung
von weniger als ioo °/0 wechseln mit solchen,
bei denen eine Abscheidung von über ioo°/0 stattfindet,
derart, daß man bei Durchführung des Verfahrens auf keinerlei Schwierigkeit stößt, wenn die
Gehalte an Wasser und Salzsäure in geeigneter Weise aufrechterhalten werden. Auf Grund der vorgenommenen
Versuche kann der Salzsäuregehalt durch
ίο periodische Zugaben von konzentrierter Salzsäure auf
dem geeigneten Grad gehalten werden. Die zuzugebenden Mengen werden durch chemische Analyse
des Chlorionengehalts im Bad bestimmt.
Zugaben von HCl erleichtern die Abscheidung von Nickel in allen Bädern aus H2SO1 und H3PO4, so
Zugaben von HCl erleichtern die Abscheidung von Nickel in allen Bädern aus H2SO1 und H3PO4, so
daß sie neben der Nickelabscheidung auf der Kathode als Funktion des Verhältnisses H2SO4 zu H3PO4 und
des Wassergehalts wirksam sind und einen kontinuierlichen Betrieb ohne irgendwelche schädlichen
Ausfällungen zulassen. Damit die kathodische Abscheidung der anodischen Auflösung gleich ist, erscheint
ein bestimmtes Konzentrationsminimum an gelöstem Nickel erforderlich. Die Menge des Nickels
in der Lösung ist eine Funktion des Verhältnisses H2SO4 zu H3PO4 sowie des Wassergehalts, die zugleich
die Grenzen der Löslichkeit bestimmen. Wenn das Konzentrationsminimum an Nickel, welches einem
bestimmten Abscheidungsgrad entspricht, über der Löslichkeitsgrenze liegt, wird die Ausfällung unvermeidbar
sein.
Prozentgehalte von auf der Kathode abgeschiedenem Nickel für verschiedene HCl-Mengen*)
Zusätze zu Bädern aus 15 °/0 H2SO4, 63% H3PO4, 22°/0 H2O für die Elektropolierung von Nickel
| o/o Ni | 0,000 % | 0,0010/0 | 42 | I | HCl | 0,04% | 0,1 % | 0,3 % | 1,0% | 2,5% |
| an der | 2,5 | 2,7 | 60 | 60 | 92 | 56 | 75 | 66 | ||
| Anode gelöst·*) |
7-0 | 42 | 84 | 94 | — | 86 | — | |||
| 2,0 | ppt.***) | — | — | — | 95 | 90 | — | — | ||
| 3.0 | ppt.***) | 63 | — | 96 | — | — | 98 | |||
| 4.0 | — | 84 | 97 | — | kein ppt. | |||||
| 4.5 | 71 | — | 98 | 101 | ||||||
| 5.0 | ppt.***) | 90 | — | — | ||||||
| 6,0 | — | 100 | 108 | |||||||
| 7.0 | 102 | — | 102 | |||||||
| 8,0 | sehr | 95 | kein ppt. | |||||||
| 9,0 | geringer | |||||||||
| 12,0 | ppt.***) | |||||||||
| 99 | ||||||||||
| kein ppt. | ||||||||||
| 34.0 | ||||||||||
*) Die Werte beziehen sich auf die Menge des anodisch während der Dauer der Elektropolierung aufgelösten Nickels.
**) Bezogen auf das Badgewicht.
***) PPt- bedeutet Bildung eines Niederschlages von Nickelsalz. 105
***) PPt- bedeutet Bildung eines Niederschlages von Nickelsalz. 105
Prozentgehalte an Nickel, an der Kathode*) abgeschieden, für verschiedene Zusätze an Salzsäure zu einem
Bad aus 3% H2SO4, 38°/,, H3PO4, 27% H2O für die Elektropolierung von Nickel
| la 1^l | 0,01 % | HCl | 0,10 °/o | o,3% | 0,65% |
| an der Anode gelöst·*) | 5 | 20 | 56 | 58 | |
| 2,0 | 24 | 92 | 80 | — | |
| 6,0 | bedeutender | schwacher | 89 | 91 | |
| 9,0 | ppt. ***) | ppt· | 98 | 100 | |
| 14,0 | — | — | 96 | sehr geringer | |
| l8,0 | — | — | 97 | ppt. | |
| 22,0 | sehr geringer | ||||
| ppt. | |||||
*) Die Werte beziehen sich auf die Menge des anodisch während der Dauer der Elektropolierung aufgelösten Nickels.
**) Bezogen auf das Badgewicht.
**♦) ppt. bedeutet Bildung eines Niederschlages von Nickelsalz.
**♦) ppt. bedeutet Bildung eines Niederschlages von Nickelsalz.
Es hat sich gezeigt, daß durch Zusatz von Salzsäure in den angezeigten Grenzen bestimmte Badzusammensetzungen
zur kontinuierlichen Elektropolierung anwendbar sind, ohne daß dabei schädliche Niederschlage
von Nickelsalzen auftreten. Diese Badzusammensetzungen werden in den dreiachsigen Diagrammen
der beigegebenen Zeichnung gezeigt. Das Diagramm der Fig. ι zeigt zwei Flächen: eine Fläche,
begrenzt durch die geraden, vollausgezogenen Linien,
ίο welche die Punkte A, C, D, E, F, G, H und A miteinander
verbinden, und eine kleinere Fläche, vollkommen eingeschlossen und begrenzt durch die
geraden, punktierten Linien, welche die Punkte B, I, J, K, G, L, M und B miteinander verbinden.
Die größte, durch die Linien A-C, C-D, D-E, E-F,
F-G, G-H und H-A begrenzte Fläche zeigt die Badzusammensetzungen in bezug auf die Prozentgehalte
an H3PO4 oder H3PO4 und H2SO4 an, welche sich,
falls sie kleine Zusätze von HCl enthalten, zur Elektro-
ao polierung von Nickel und Nickellegierungen bei Temperaturen, die in den weiten Grenzen von 26 bis
6o° C liegen, geeignet sind. In diesem Temperaturbereich sind Bäder mit einer Zusammensetzung, die
innerhalb der gezeigten Fläche liegt und einen Zusatz von Chlorionen in den oben angegebenen Grenzen
enthält, zum Glänzen von Nickel und seinen Legierungen wirksam, während zu gleicher Zeit der
größte Teil des gelösten Nickels sich aus der Lösung auf der Kathode abscheidet und ein ununterbrochenes
Arbeiten unter Bildung eines nur geringfügigen Niederschlages von Nickelsalzen, falls ein solcher überhaupt
auftritt, ermöglicht.
Die Prozentgehalte an H3PO4, H2SO4 und H2O an
den angezeigten Punkten innerhalb der Begrenzung dieser größten Fläche sind die folgenden:
| Punkt | H3PO1 | H2SO4 | H2O |
| A | 85 | 3 | 15 |
| C | 70 | 15 | 15 |
| D | 46 | 33 | 21 |
| E | 28 | 45 | 27 |
| F | 21 | 45 | 34 |
| G | 56 | IO | 34 |
| H | 73 | 3 | 27 |
Im allgemeinen liegen die weiten Grenzen zur Ausführung des Verfahrens zwischen 21 und 85 °/0 H3PO4,
3 und 45 °/0 H2 SO4 und 15 bis 34 % H2O. Die Gesamtsäurekonzentration
hat in diesem Bereich einen Minimalwert von 66 °/0 und einen Maximalwert
von 85«/0.
Die Wirksamkeitsgrenzen der Badzusammensetzungen für eine befriedigende Elektropolierung von
Nickel und dessen Legierungen sind selbst größer als die durch die größere, oben gezeigte Fläche dargestellten,
doch wird sich bei ununterbrochenem Betrieb der Bäder, deren Zusammensetzungen sich
jenseits der größeren Fläche des beigegebenen ternären Diagramms befinden, ein schädlicher Niederschlag
von Nickelsulfat oder eine unwirksame Abscheidung von Nickel oder auch beides bilden. Selbst innerhalb
des Bereichs der größeren Flächen kann bei bestimmten besonderen Zusammensetzungen der Bäder und
bestimmten Temperaturen zwischen 26 und 60° C ein leichter Niederschlag auftreten, jedoch werden im
allgemeinen die Niederschlagmengen in diesem Fall nicht nachteilig sein.
Die kleinste, vollkommen eingeschlossene, innerhalb der geraden, punktierten Linien B-I, I-J, J-K, K-G
(voll ausgezogen), G-L, L-M und M-B befindliche Fläche gibt den bevorzugten Bereich der Badzusammensetzung
an, in welchem kein Nickelsulfatniederschlag mehr gebildet wird, wenn der Chlorionengehalt
in den oben angegebenen Grenzen gehalten und für die gewählte Badzusammensetzung eine geeignete
Temperatur innerhalb des Bereichs von 32 bis 50° C angewendet wird. Unter den angegebenen Bedingungen
kann man Nickel und seine Legierungen durch anodische Behandlung in zufriedenstellender Weise
glänzen, während zur gleichen Zeit das aufgelöste Nickel auf der Kathode niedergeschlagen wird, und
zwar in einem ausreichenden Maß, damit der Gehalt an gelöstem Nickel unterhalb des Sättigungspunktes
gehalten und eine jede Fällung der Nickelsalze verhindert wird.
Die Prozentgehalte an H3PO4, H2SO4 und H2O
an den Punkten, die die Begrenzung dieser kleineren Fläche bilden, sind folgende:
| Punkt | H3PO4 | H2SO4 | H2O |
| B | 75 | IO | 15 |
| I | 62 | 20 | 18 |
| J | 45 | 28 | 27 |
| K | 38 | 28 | 34 |
| G | 56 | IO | 34 |
| L | 73 | 3 | 25 |
| M | 77 | 3 | 20 |
In dieser Fläche des bevorzugten Arbeitsbereichs liegen daher die Prozentgehalte an H3PO4 in den
Grenzen von 38 bis 77 °/o> an H2SO4 von 3 bis 28%
und an Wasser von 15 bis 34 °/0. Die Gesamtkonzentrationen
von H3PO4 und H2SO4 in der gleichen
Fläche entsprechen einem Maximum von 85 % und einem Minimum von 66°/0, das sind die gleichen no
Werte wie in der Fläche der weiteren Zusammensetzung.
Werden die Badzusammensetzungen, die nur schwache oder gar keine Fällungen von Nickelsalzen
während der kontinuierlichen Elektropolierung ergeben und welche für jede Betriebstemperatur eines
bestimmten Bades nur wenig schwanken, in das ternäre Diagramm nach Fig. 1 eingetragen, so befinden
sich alle innerhalb der großen Fläche A-C-D-E-F-G-H-A unter der Bedingung, daß die ge- lao
wählte Temperatur zwischen 26 und 6o° C liegt; die innerhalb der kleinen Fläche B-I-J-K-G-L-M-B befindlichen
Badzusammensetzungen ergeben ferner keinen merklichen Niederschlag an Nickelsalzen, wenn
man die geeignete Temperatur für die verwendete i»5
Zusammensetzung zwischen 32 und 500 C wählt.
Betriebsdaten eines Elektropolierbades für Nickel aus 15% H2SO4, 63% H3PO4, 22°/0 H2O, 0,04% HCl.
Badtemperatur 46° C
| VoNi an der |
Anodische Strom |
Anodische | Kathodi sche |
Kathodi sche |
VoNi | % Ni | Zellen | HCl | V„ Ni ab |
| Anode | dichte | Ausbeute Vo |
Strom dichte |
Ausbeute | an der Kathode |
in Lösung | spannung | analytisch festgestellt |
geschieden auf der |
| gelöst*) | Amp/dm2 | /0 | Amp./dma | Vo | Kathode**) | ||||
| 1.4 | 22 | 35 | 4.5 | 17 | 0,7 | 0,7 | 4,5 | 0,040 | 49 |
| 2,8 | 22 | 39 | 4,5 | 32 | 1.9 | 0,9 | — | — | 84 |
| 4.8 | 22 | 40 | 4,5 | 31 | 3.5 | i,3 | 4,o | 0,048 | 84 |
| 5,4 | 22 | 44 | 4,5 | 35 | 4.0 | i,4 | — | — . | 8l |
| 7,6 | 22 | . 41 | 4,5 | 38 | 6,0 | 1,6 | 4,o | — | 90 |
| 9-4 | 22 | 35 | 4,5 | 37 | 7.8 | 1,6 | 3,o | -— | 102 |
| 11,2 | 22 | 38 | 4,5 | 42 | 9.8 | 1.4 | — | — | IO8 |
| 12,0 | 22 | 40 | 4,5 | 39 | 10,6 | i,4 | 4,o | 0,037 | 98 |
*) Bezogen auf das Badgewicht.
**) Bezogen auf die Menge von während der Betriebszeit anodisch gelöstem Nickel.
**) Bezogen auf die Menge von während der Betriebszeit anodisch gelöstem Nickel.
Betriebsdaten eines Elektropolierbades für Nickel aus 25% H2SO4, 38% H3PO4, 27% H2O, 0,3% HCl.
Bd ° C
| »5 | Vo Ni | Anodische | Anodische | Badtemperatur 46° C | Kathodi | Kathodi | Vo Ni | VoNi | Zellen | HCl | VoNi |
| an der | Strom | Ausbeute V. |
sche | sche | an der Kathode |
in Lösung | spannung | analytisch festgestellt |
ab | ||
| Anode 30 gelöst») |
dichte Amp/dm2 |
43 | Strom dichte Amp./dm2 |
Ausbeute V. |
1,1 | 0,8 | 3,5 | 1,0 | geschieden auf der Kathode**) |
||
| 1,9 | 22 | 53 | 5,5 | 24 | 4,0 | !,5 | 3,5 | 0,11 | 56 | ||
| 5,5 | 22 | 56 | 5,5 | 43 | 7.2 | 2,0 | — | 0,30 | 80 | ||
| 9,2 | 22 | 47 | 5,5 | 49 | 8,8 | !-9 | 3,5 | — | 89 | ||
| 35 10,7 | 22 | 48 | 5,5 | 51 | 12,2 | 2,1 | — | — | 103 | ||
| 14,3 | 22 | 49 | 5,5 | 44 | 15,7 | 2,3 | 3,7 | — | 93 | ||
| i8,o | 22 | 50 | 5,5 | 45 | 19,4 | 2,3 | 4,o | 0,31 | 96 | ||
| 21,7 | 22 | 5,5 | 48 | 97 | |||||||
·) Bezogen auf das Badgewicht.
·*) Bezogen auf die Menge von während der Betriebszeit anodisch gelöstem Nickel.
·*) Bezogen auf die Menge von während der Betriebszeit anodisch gelöstem Nickel.
Während des kontinuierlichen Betriebes mit einer Badzusammensetzung entsprechend den großen oder
den bevorzugten Flächen des Diagramms nach Fig. 1 bleibt eine Konzentration von etwa 0,5 bis 2,5 °/0 gelöstem
Nickel, berechnet auf- Ni, aufrecht. Da die durch dieses Diagramm angezeigten Werte
H2SO4: H3PO4: H2O
auf 100 °/0 des Bades, das sich nur aus den drei angegebenen
Bestandteilen zusammensetzt, berechnet sind, verändert der Gehalt an gelöstem Nickel und an
Salzsäure bzw. Chlorid alle Bestandteile um denselben relativen Wert und in einem Maße, daß sich keine
bemerkbare Wirkung auf die Zusammensetzung und die Einstellung des Bades zeigt.
Es ist zu ersehen, daß die wirksamste elektrolytische Nickelabscheidung, bei welcher nicht die geringste
schädliche Ausfällung stattfindet, nur in Bädern mit einem Gehalt an Schwefelsäure unter
45 °/o verwirklicht werden kann. Das Diagramm zeigt ferner, daß der Wassergehalt je nach Zunahme der
H2SO4 vermehrt werden muß, wenn man einen
Niederschlag vermeiden will. Im allgemeinen sind Phosphorsäurekonzentrationen zwischen 21 und 85 °/0
zulässig.
Die Betriebseigenschaften der Elektropolierbäder mit einem Zusatz von HCl werden durch die Daten
der Tabellen III und IV angegeben. Im allgemeinen sind die Merkmale hinsichtlich der Stromdichte und
der Wirkungen der Elektropolierung ähnlich denen der salzsäurefreien Bäder. Es ist zu ersehen, daß man
mit dem Bad aus 35% H2SO4 und 38°/,, H3PO4 der
Tabelle IV mehrere Vorteile erreicht. Der Aufwand ist geringer, und das Bad arbeitet mit erhöhter
anodischer und kathodischer Wirksamkeit und mit einer etwas unter der des Bades aus I5°/O H2SO4
und 63% H3PO4 der Tabelle III liegenden Zellenspannung.
Das Bad aus 35% H2SO4 und 38% H3PO4 aber hat den Nachteil, daß es im Laufe einer
ununterbrochenen Verwendung dazu neigt, einen geringen Niederschlag zu bilden. Man gewinnt daher
einige Vorteile, wenn man Bäder der Zusammen-
Setzung 15 »/„ H2 SO4, 63 % H3PO4 und 35 «/0 H2 SO4,
38% H3PO4 anwendet.
Andere Vorteile der Erfindung gehen aus den Daten der Tabellen V und VI hervor. Die Gleichheit der
Betriebsmerkmale ist offensichtlich. Die Zugabe von HCl verhindert die Erhöhung der Zellenspannung im
Laufe längerer Verwendung, während die Zellenspannungen ohne HCl nach einer verhältnismäßig
kurzen Verwendungsdauer des Bades praktisch verdoppelt werden. Das Nickel wird in geeigneter Weise
abgeschieden, um im Bad eine geringe Konzentration aufrechtzuerhalten. Daher findet weder eine Fällung
noch eine Spannungserhöhung statt. Ebenso ändert sich praktisch auch die Viskosität des Bades nicht.
Dies ist vom Gesichtspunkt der Verluste durch Verspritzen wichtig.
Die kathodische Stromdichte ist in den Grenzen eines genügenden Bereichs von 2,2 bis 22 Amp./dm2
nicht ausschlaggebend. Aus Gründen der Verein-
ao fachung des Elektrolysegefäßes, in welchem die
Elektroden und Auflageflächen untergebracht sind, liegen die bevorzugten Stromdichten zwischen 5,5
und 14,5 Amp./dm2. Weiter ist der Grad der Abscheidung während der Elektropolierung dem Grad
der anodischen Auflösung gleich derart, daß das Bad in einem geeigneten Gleichgewicht gehalten wird.
Zusätze von Chlorionen können auch dazu dienen, eine kontinuierliche Abscheidung von in Lösung gegangenem
Nickel während der Elektropolierung in Bädern, die Zusätze von dreiwertigem Aluminium
oder dreiwertigem Aluminium und dreiwertigem Chrom enthalten, wie dies schon früher erwähnt wurde,
bei hoher Temperatur auf der Kathode zu erzeugen. Wenn man wünscht, kann man in dieser Weise die
Vorteile des Betriebes bei einer hohen Temperatur, z. B. 820 C bis annähernd zur Siedetemperatur, und
die kontinuierliche Abscheidung von gelöstem Nickel als metallischem Nickel auf der Kathode erzielen.
Der Einfluß der Salzsäurekonzentration auf diese Bäder ist in Tabelle VII aufgezeigt.
Betriebsdaten eines Elektropolierbades für Nickel, welches weder HCl noch Chlorionen enthält.
15% H2SO4, 63% H3PO4, 22% H2O. Temperatur des Bades 460C
| V. Ni | Anodische | Anodische | Kathodi | Kathodi | VoNi | Zellen | 4,8 | 3,7 | 6,2 | 0A)Ni ab |
% H Cl | Viskosität |
| an der | Strom | Ausbeute fl / |
sche | sche | die in | spannung | 7,o | 4,5 | 8,2 | geschieden | in Lösung | (Gewicht) |
| Anode | dichte | 7o | Strom dichte |
Ausbeute | Lösung | in Volt | Reichlicher Niederschlag gebildet | auf der | analytisch | |||
| gelöst*) | Amp./dm2 | 36 | Amp./dm2 | °/o | bleiben | 3,6 | Kathode **♦) |
festgestellt | 22,7 | |||
| 28 | 36 | 2,2 | i,7 | 1,0 | 5,6 | 0,2 | nichts | — | ||||
| 2**) | 22 | 2,2 | 4,o | 1,8 | Reichlicher Niederschlag gebildet | 0,3 | — | |||||
| 35 | 2,2 | — | ||||||||||
| 4 | 22 | 35 | 2,2 | 0,5 | — | 59,5 | ||||||
| 5 | 22 | 1,5 | — | |||||||||
·) Bezogen auf die Gesamtmenge von während der Elektropolierung gelöstem Nickel in Gewichtsprozenten des Bades
**) Reichlicher Niederschlag im Zeitraum zwischen 2 und 4 °/0 gelöstem Nickel.
***) Bezogen auf das gesamte abgeschiedene Nickel in Gewichtsprozenten des Bades.
Betriebsdaten eines Elektropolierbades für Nickel. 15% H2SO4, 63% H3PO4, 22°/0 H2O, 0,05 bis 0,16 °/0 HCl. Badtemperatur 460C
| VtNi | Anodische | Anodische | Kathodi | Kathodi | %Ni | Zellen | geschieden | % HCl | Viskosität |
| an der | Strom | Ausbeute 7o |
sche | sche | die in | spannung in Volt |
auf der Kathode **) |
in Lösung | (Gewicht) |
| Anode gelöst*) |
dichte Amp./dm2 |
27 | Strom dichte Amp./dm2 |
Ausbeute | Lösung bleiben |
4,6 | 0,8 | analytisch festgestellt |
27,7 |
| 1,2 | 28 | 33 | 2,2 | 24 | 0,4 | 4,6 | !,5 | 0,08 | — |
| 2 | 22 | 30 | 2,2 | 29 | 0,5 | 3,5 | 2,5 | 0,12 | 24,4 |
| 3 | II | 34 | 2,2 | 28 | o,5 | 4,o | 3,4 | — | |
| 4 | II | 28 | 2,2 | 31 | 0,6 | 5,5 | 4,4 | 0,05 | 23,6 |
| 5 | 22 | 28 | 4,4 | 26 | 0,6 | 4,o | 9-7 | 0,10 | 22,8 |
| 10,3 | 22 | 34 | 4,4 | 33 | o,6 | 4,3 | 14,0 | — | 22,8 |
| 14,8 | 22 | 35 | 4,4 | 32 | o,8 | 4,2 | 21,3 | 0,13 | 24,0 |
| 22,0 | 22 | 34 | 4,4 | 35 | o,7 | 4,3 | 27,6 | — | |
| 28,5 | 22 | 36 | 4,4 | 33 | 0,9 | — | 33,o | 0,16 | 23,2 |
| 34,o | 22 | 4,4 | 35 | 1,0 | — | ||||
*) Bezogen auf die Gesamtmenge des während der Elektropolierung in Lösung gegangenen Nickels und das Gewicht des Bades.
♦*) Bezogen auf das gesamte abgeschiedene Nickel in Gewichtsprozenten des Bades.
Ö55
Einfluß der Salzsäurekonzentration auf den Prozentgehalt des auf der Kathode abgeschiedenen Nickels*)
in einem Elektropolierbad aus 12,4 °/0 H2SO4, 56%
H3PO4, 25,7°/o H2O, 1.2 °/o Cr, 2,3 °/0 Al
■ %
gelöstes Ni**)
gelöstes Ni**)
4,o
4.5
5.5
6,5
7-5
4.5
5.5
6,5
7-5
HCl
0,25% 0,50% 1,0% 1,5% 2,5%
96
ΙΟΙ
94
100
120
φ
105
105
103
103
93
no
97
102
102
100
92 103
*) Werte in % des auf der Kathode abgeschiedenen Nickels auf die in dieser Zeit an der Anode in Lösung gegangene
Menge berechnet.
**) Berechnet auf die Gewichte des Bades.
**) Berechnet auf die Gewichte des Bades.
Die gemäß der Erfindung zusammengesetzten Bäder können zur Elektropolierung von Nickel und Nickellegierungen
verwendet werden, welche die Legierungsbestandteile in solchen Mengen, im allgemeinen unter
io°/0, enthalten, daß sie den Nickelgehalt bei der
elektrolytischen Behandlung nicht wesentlich beeinflussen. Die Erfindung erstreckt sich im allgemeinen
auf die Elektropolierung von Nickel in Bädern, die einen kleinen Zusatz von Chlorionen
aufweisen, welche von einer beliebigen, aus der Gruppe Salzsäure, Metallchloride (Ammonium inbegriffen)
und organischen, chlorierten Säuren gewählten Verbindung geliefert werden.
Setzt man Salzsäure in den Grenzen von 0,3 bis 1,0 °/0 zu und arbeitet bei 46° C, so entsteht kein
Niederschlag von Nickelsalzen, wenn die Werte für H3PO4, H2SO4, H2O innerhalb der in Fig. 2 durch
die geraden, die Punkte 1, 8, 9, 6, 7 und 1 auf die gezeigte Weise verbindenden Linien bestimmten
Flächen gehalten werden. Diese Fläche stellt mit anderen Worten die Bäder dar, mit welchen man
gleichzeitig eine gute Elektropolitur und eine elektrolytische Abscheidung von Nickel erhalten kann. In
der durch die geraden, die Punkte 9, 10, n, 12, 6 und 9 verbindenden Linien begrenzten Fläche kann
ein schwacher Niederschlag von Nickelsalzen auftreten, welcher jedoch nicht schädlich sein kann.
Hinsichtlich der durch die Punkte 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 1
begrenzten Fläche kann auf die Ausführungen zu Fig. i, Fläche A-B-C-D-E-F-G-A, verwiesen werden.
Nach Fig. 2 befinden sich die bevorzugten Badzusammensetzungen, die H3PO4, H2SO4, H2O und
0,3 bis 1,0 °/o HCl enthalten und bei 460 C verwendet werden, in der durch die geraden, die Punkte 8, 9, 6,
13, 14 und 8 verbindenden Linien begrenzten Flächen.
Innerhalb dieser Fläche läßt sich die Elektropolierung und die elektrolytische Abscheidung des Nickels in
sehr befriedigender Weise durchführen. Der große Bereich für die Badzusammensetzungen für die
Polierung und die gleichzeitige Abscheidung befindet sich innerhalb der durch die geraden, die Punkte 1,
8, 9, 10, 11, 12, 6, 7 und 1 verbindenden Linien
begrenzten Fläche.
Nachstehende Tabelle zeigt die Werte für die verschiedenen Punkte, welche den Ziffern in Fig. 2 entsprechen.
| Punkt | H3PO4 | H2SO4 | H2O |
| pro 100 | pro 100 | pro 100 | |
| I | 85 | 3 | 15 |
| 6 | 50 | 20 | 30 |
| 7 | 73 | 3 | 27 |
| 8 | 75 | IO | 15 |
| 9 | 62 | 20 | 18 |
| IO | 46 | 32 | 22 |
| II | 35 | 39 | 26 |
| 12 | 31 | 39 | 30 |
| 13 | 71 | 5 | 24 |
| 14 | 77 | 3 | 20 |
Im allgemeinen liegen unter den im Zusammenhang mit Fig. 2 gezeigten Bedingungen die bevorzugten
Badzusammensetzungen zwischen 50 und 77% H3PO4, 3 und 20 °/0 H2 S O4 und 15 und 30 % Wasser.
Für den größeren Bereich der Badzusammensetzungen sind diese Grenzen 31 bis 85% H3PO4, 3 bis 39%
H2SO4 und 15 bis 30 % Wasser.
Setzt man Salzsäure in den Grenzen von 0,3 bis 1,0 °/0 zu und arbeitet bei 320 C, so tritt kein Niederschlag
von Nickelsalzen auf, wenn die Werte für H3 P O4,
H2SO4, H2O sich innerhalb der durch die Geraden, die
die Punkte 15, 21, 23, 24, 19, 20 und 15 verbinden, begrenzten
Fläche in Fig. 3 halten. Diese Fläche gibt mit anderen Worten die Bäder an, mit welchen man eine gute
Elektropolierung und elektrolytische Nickelabscheidung erzielen kann. Innerhalb der durch die die
Punkte 23, 25, 26, 24 und 23 verbindenden Geraden begrenzten Fläche kann eine leichte Ausfällung nicht
schädlich sein. Zu dem Bereich, der durch die Punkte 15, 16, 17, 18, 19, 20, 15 begrenzt ist, kann auf die
Ausführungen bezüglich des großen Bereichs der Fig. 1 verwiesen werden.
Gemäß Fig. 3 befinden sich die bevorzugten Badzusammensetzungen, welche H3PO4, H2SO4 und
Wasser mit einem Zusatz von 0,3 bis 1 °/0 Salzsäure
enthalten und bei 320 C angewendet werden, innerhalb der Fläche, die durch die die Punkte 22, 23, 24, 19,
27 und 22 verbindenden Geraden auf die gezeigte Weise begrenzt wird. In den Grenzen dieser Fläche
lassen sich auf sehr befriedigende Art und zugleich eine Elektropolierung und eine Abscheidung des
Nickels ausführen. Der große Bereich der Badzusammensetzungen zum gleichzeitigen Glänzen und
Abscheiden ist derjenige, welcher sich innerhalb der Fläche befindet, die durch die geraden, die Punkte 15,
21, 22, 25, 26, 19, 20 und 15 verbindenden Linien
begrenzt wird.
Nachstehende Tabelle zeigt die Werte für die verschiedenen, den Ziffern in Fig. 3 entsprechenden
Punkte.
| Punkt | H3PO4 | H2SO4 | H2O | Punkt | H3PO4 | H2SO4 | H2O |
| pro 100 | pro 100 | pro 100 | pro 100 | pro 100 | pro 100 | ||
| IS | 85 | 3 | 15 | 28 | 85 | 3 | 15 |
| 19 | 56 | IO | 34 | 33 | 50 | 20 | 30 |
| 20 | 75 | 3 | 25 | 34 | 66 | 5 | 29 |
| 21 | 75 | IO | 15 | 35 | 74 | 3 | 26 |
| 22 | 70 | 12 | 18 | 36 | 70 | 15 | 15 |
| 23 | 45 | 28 | 27 | 37 | 50 | 30 | 20 |
| 24 | 38 | 28 | 34 | 38 | 40 | 30 | 30 |
| 25 | 28 | 45 | 27 | 39 | 75 | 5 | 20 |
| 26 | 21 | 45 | 24 | ||||
| 27 | 72 | 3 | 34 | Im allgei | neinen Heger | 1 die bevor | zugten Bad- |
Im allgemeinen liegen für die im Zusammenhang mit Fig. 3 gezeigten Arbeitsbedingungen die bevorzugten
Badzusammensetzungen in den Grenzen von 38 bis 73% H3PO4, 3 bis 280/0 H2SO4 und 24 bis
34°/0 Wasser und innerhalb der durch die Geraden
22-23, 23"24· 24-19, 19-27 und 27-22 begrenzten
Flächen. In dem großen Bereich für die Badzusammensetzung sind diese Grenzen 38 bis 85 °/0 H3PO4, 3 bis
28°/0 H2SO4 und 15 bis 54°/0 H2O und liegen innerhalb
der durch die Geraden 15-21, 21-22, 22-23, 23-25,
25-26, 26-19, !9-20 und 20-15 begrenzten Fläche.
Werden 0,3 bis 1,0 °/0 Salzsäure zugesetzt und wird
das Bad bei 57° C verwendet, so bildet sich kein Nickelniederschlag, wenn die Werte für H3PO4,
H2SO4, H2O innerhalb des Bereichs in Fig. 4 liegen,
der durch die Gerade, die die Punkte 28 und 35 miteinander verbindet, begrenzt wird. Diese Linie
zeigt mit anderen Worten Bäder an, die 74 bis 85% H3PO4, 3% H2SO4 und 15 bis 26% Wasser enthalten
und die sich sehr gut zum gleichzeitigen Elektropolieren und zum Abscheiden von Nickel
eignen. In der durch die geraden, die Punkte 28, 36, 37» 38, 33, 34, 35 und 28 verbindenden Linien begrenzten
Fläche wird sich ein schwacher Niederschlag von Nickelsalzen bilden, der aber unschädlich ist,
ebenso in dem Bereich 28, 29, 30, 31, 32, 33, 34, 35, 28, zu dem auf die Ausführungen des entsprechenden
großen Bereichs in Fig. 1 hingewiesen werden kann.
In Fig. 4 befinden sich die bevorzugten Badzusammensetzungen, welche H3PO4, H2SO4, H2O und
0,3 bis 1,0 °/0 HCl enthalten und bei 570 C angewendet
werden, innerhalb der Fläche, die durch die die Punkte 39, 36, 37, 38, 33, 34 und 39 verbindenden
Geraden begrenzt wird. In den Grenzen dieser Fläche läßt sich eine sehr gute Elektropolierung und Nickelabscheidung
erzielen. Die weiteren Grenzen für die Badzusammensetzungen für die gleichzeitige Elektropolierung
und Abscheidung liegen innerhalb der Fläche, welche durch die geraden, die Punkte 28, 36,
37. 38, 33, 34, 35 und 28 verbindenden Linien begrenzt wird.
Die nun folgende Tabelle zeigt die Werte für verschiedene, den Ziffern der Fig. 4 entsprechende
Punkte.
zusammensetzungen für die im Zusammenhang mit Fig. 4 gezeigten Bedingungen in den Grenzen von
bis 75 0Z0 H3PO4, 5 bis 30% H2SO4 und 15 bis
30°/0 H2O und in den Grenzen der Fläche, welche
durch die Geraden 39-36, 36-37, 37-38, 38-33, 33-34 und 34-39 gegeben ist. Im weiteren Bereich für die
Badzusammensetzungen sind diese Grenzen 40 bis 85% H3PO4, 3 bis 3o<>/0 H2SO4, 15 bis 30% H2O
und liegen innerhalb der durch die Geraden 28-36, 36-37. 37-38, 38-33. 33-34. 34-35 und 35-28 bestimmten
Fläche.
Claims (24)
1. Verfahren zum elektrolytischen Polieren von Nickel und seinen Legierungen im kontinuierlichen
Arbeitsgang unter gleichzeitigem Abscheiden des Überschusses an in Lösung gegangenem Nickel,
dadurch gekennzeichnet, daß man das zu polierende Metall als Anode in einem Elektrolyt
verwendet, der im wesentlichen aus mindestens 3 °/0 Schwefelsäure oder aus einer Mischung von
mindestens 3 °/0 Schwefelsäure und Phosphorsäure besteht und außerdem eine kleine Menge einer
Verbindung enthält, die ein Chlorradikal liefert und einer Menge von 0,04 bis 2,5 °/0 Salzsäure
äquivalent ist.
2. Elektrolyt zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der in Anspruch 1 verwendete Elektrolyt 0,04 bis 2,5 °/0 Salzsäure selbst enthält.
3. Elektrolyt zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der in Anspruch 1 verwendete Elektrolyt als Salzsäureäquivalent ein Metallchlorid enthält.
4. Elektrolyt zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der in Anspruch 1 verwendete Elektrolyt als Salzsäureäquivalent eine organische, chlorierte Säure
enthält.
5. Elektrolyt nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die organische, chlorierte Säure
Monochloressigsäure ist.
6. Elektrolyt nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die das Chlorradikal
liefernde Verbindung in einer Menge enthalten ist, die einer Menge von 0,04 bis 0,4 °/0 H Cl äquivalent
ist oder aus HCl selbst besteht.
7. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Verwendung eines Elektrolyts nach
einem der Ansprüche 2 bis 5 und die Anwendung einer Stromdichte zwischen 2,2 und 22 Amp./dm2
bei einer Temperatur zwischen 260 C und dem Siedepunkt.
8. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 7 gekennzeichnet durch die Anwendung einer Stromdichte
zwischen 5,5 und 14,5 Amp./dm2 bei einer Temperatur zwischen 26 und 60° C.
9. Elektrolyt zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 und einem der Ansprüche 2
bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Konzentrationen an Phosphorsäure zwischen 21 und 85 °/0,
an Schwefelsäure zwischen 3 und 45 °/0 und der Wassergehalt zwischen 15 und 34°/0 liegen und
die relativen Mengenverhältnisse dieser Bestandteile solche sind, daß der Punkt, der die Elektrolytzusammensetzung
angibt, sich in dem Dreieckdiagramm der Fig. 1 innerhalb der Fläche
A-C-D-E-F-G-H-A befindet, wobei die Gesamtkonzentration an Säure zwischen 66 und 85 °/0
der Lösung liegt, und daß HCl im Verhältnis von 0,04 bis 2,5 °/o zugesetzt wird.
10. Elektrolyt zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 und nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet.daß
die Konzentrationen an Phosphorsäure zwischen 38 und yy 0J0, an Schwefelsäure zwischen
3 und 28 °/0 und der Wassergehalt zwischen 15 und 34°/o liegen und die relativen Mengen
dieser Bestandteile in einem solchen Verhältnis zueinander stehen, daß der die Zusammensetzung
darstellende Punkt sich im Diagramm der Fig. 1 innerhalb der Fläche A-B-C-D-E-F-G-H-A, vorzugsweise
innerhalb der Fläche B-I-J-K-G-L-M-B befindet.
11. Verfahren nach Anspruch 1 und einem der
Ansprüche 7 und 8, gekennzeichnet durch die Anwendung eines Elektrolyts nach einem der
Ansprüche 9 und 10.
12. Elektrolyt zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 und einem der Ansprüche 2 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die relativen Mengen der Bestandteile H3PO4, H2SO4, H2O in einem
solchen Verhältnis zueinander stehen, daß der seine Zusammensetzung darstellende Punkt innerhalb
der durch die Punkte 1, 8, 2, 3, 4, 5, 6, 7,1, vorzugsweise
innerhalb der durch die Punkte 1, 8, 9, 10, 11, 12, 6, 7, ι abgegrenzten Fläche des Dreieckdiagramms
nach Fig. 2 liegt und daß Salzsäure im Verhältnis von 0,3 bis 1 °/0 zugesetzt wird.
13. Elektrolyt nach den Ansprüchen 1 und 12 zur
elektrolytischen Polierung und Abscheidung von Nickel ohne Fällung, dadurch gekennzeichnet,
daß die relativen Mengen dieser Bestandteile in einem solchen Verhältnis zueinander stehen, daß
der die Zusammensetzung des Bades anzeigende Punkt sich im Innern der durch die Punkte 1, 8,
9, 6, 7, ι bestimmten Fläche des Dreieckdiagramms nach Fig. 2 befindet.
14. Elektrolyt nach den Ansprüchen 1 und 13,
dadurch gekennzeichnet, daß die Konzentrationen an Phosphorsäure zwischen 50 und 77 °/0, an
Schwefelsäure zwischen 3 und 20 °/0 und an Wasser zwischen 15 und 30 °/0 liegen und daß die relativen
Mengen dieser Bestandteile in einem derartigen Verhältnis zueinander stehen, daß der die Zusammensetzung
des Elektrolyts darstellende Punkt sich innerhalb der Fläche des Diagramms nach Fig. 2 befindet, die durch die Punkte 8, 9, 6,
13, 14, 8 gegeben ist, und daß Salzsäure im Verhältnis
von 0,3 bis ι °/0 zugesetzt wird.
15. Verfahren nach Anspruch 1 und einem der
Ansprüche 5 und 6, gekennzeichnet durch die Verwendung eines Elektrolyts nach einem der
Ansprüche 12, 13 und 14 bei einer Temperatur
von etwa 460 C.
16. Elektrolyt nach Anspruch 1 und einem der
Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die relativen Mengen der Bestandteile H3PO4,
H2SO4 und H2O in einem solchen Verhältnis
zueinander stehen, daß der dieElektrolytzusammensetzung darstellende Punkt in der Fläche des
Dreieckdiagramms nach Fig. 3 liegt, die durch die Punkte 15, 16, 17, 19, 20, 15, vorzugsweise durch
die Punkte 15, 21, 22, 23, 25, 26, 24, 19, 20, 15
bestimmt ist, und daß Salzsäure im Verhältnis von gO
0,3 bis ι % zugesetzt wird.
17. Elektrolyt nach den Ansprüchen 1 und 16
zur elektrolytischen Polierung und zum niederschlagsfreien Abscheiden, dadurch gekennzeichnet,
daß die relativen Mengen der Bestandteile des Bades in einem solchen Verhältnis zueinander
stehen, daß der die Elektrolytzusammensetzung darstellende Punkt innerhalb der durch die Punkte
15, 21, 22, 23, 24, 19, 20, 15 bestimmten Fläche
des Diagramms nach Fig. 3 liegt. ioo
18. Elektrolyt nach den Ansprüchen 1 und 17,
dadurch gekennzeichnet, daß die Konzentrationen an Phosphorsäure zwischen 38 und 73%, an
Schwefelsäure zwischen 3 und 28 °/0 und an Wasser zwischen 24 und 34 °/0 liegen und daß die relativen
Mengen dieser Bestandteile in einem solchen Verhältnis zueinander stehen, daß der die Elektrolytzusammensetzung
darstellende Punkt innerhalb der durch die Punkte 22, 23, 24, 19, 27, 22 bestimmten
Fläche des Diagramms nach Fig. 3 liegt und daß Salzsäure im Verhältnis von 0,3 bis 1,0 °/0
zugesetzt wird.
19. Verfahren nach Anspruch 1 und einem der
Ansprüche 7 und 8, gekennzeichnet durch die Anwendung eines Elektrolyts nach einem der An-Sprüche
16, 17 und 18 bei einer Temperatur von
ungefähr 32° C.
20. Elektrolyt zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 und einem der Ansprüche 2 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die relativen Mengen der Bestandteile H3PO4, H2SO4 und H2O in
einem solchen Verhältnis zueinander stehen, daß der die Elektrolytzusammensetzung darstellende
Punkt innerhalb der durch die Punkte 28, 29, 30, 31, 32, 33, 34, 35, 28, vorzugsweise der durch die
Punkte 28, 36, 37, 38, 33, 34, 35, 28 bestimmten
Fläche des Dreieckdiagramms nach Fig. 4 liegt und daß Salzsäure im Verhältnis von 0,3 bis 1 °/0
zugesetzt wird.
21. Elektrolyt zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 und nach Anspruch 20 zum
elektrolytischen Polieren, dadurch gekennzeichnet, daß die relativen Mengen der Bestandteile in
einem derartigen Verhältnis zueinander stehen, daß der die Elektrolytzusammensetzung darstellende
Punkt sich auf der die Punkte 28 und 35 verbindenden Geraden des Diagramms nach Fig. 4
befindet, wobei die Schwefelsäurekonzentration Null beträgt.
22. Elektrolyt zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 und nach Anspruch 20, dadurch
gekennzeichnet, daß die Konzentrationen an Phosphorsäure zwischen 40 und 75 °/0, an Schwefelsäure
zwischen 5 und 30 °/0 und an Wasser zwischen 15
und 3O°/0 liegen und daß die relativen Mengen
dieser Bestandteile in einem solchen Verhältnis zueinander stehen, daß der die Elektrolytzusammensetzung
darstellende Punkt sich innerhalb der durch die Punkte 36, 37, 38, 33, 34, 39, 36 bestimmten
Fläche des Diagramms nach Fig. 4 befindet und daß Salzsäure im Verhältnis von 0,3
bis ι °/0 zugesetzt wird.
23. Verfahren nach Anspruch 1 und einem der Ansprüche 7 und 8, gekennzeichnet durch die
Verwendung eines Elektrolyts nach einem der Ansprüche 20, 21 und 22 bei einer Temperatur
von ungefähr 570 C.
24. Elektrolyt zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder nach einem der Ansprüche 2
bis 23, dadurch gekennzeichnet, daß die Phosphorsäure in der Form der Ortho-, Meta- oder Pyrophosphorsäure
verwendet wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
5465 10.
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