DE853380C - Verfahren zur Gewinnung eines Pfefferaustauschstoffes - Google Patents
Verfahren zur Gewinnung eines PfefferaustauschstoffesInfo
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- DE853380C DE853380C DEB4484D DEB0004484D DE853380C DE 853380 C DE853380 C DE 853380C DE B4484 D DEB4484 D DE B4484D DE B0004484 D DEB0004484 D DE B0004484D DE 853380 C DE853380 C DE 853380C
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- A23—FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
- A23L—FOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; PREPARATION OR TREATMENT THEREOF
- A23L27/00—Spices; Flavouring agents or condiments; Artificial sweetening agents; Table salts; Dietetic salt substitutes; Preparation or treatment thereof
- A23L27/20—Synthetic spices, flavouring agents or condiments
- A23L27/204—Aromatic compounds
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Description
- Verfahren zur Gewinnung eines Pfefferaustauschstoffes Es ist bekannt, daß man durch Kondensation von substituierten Aminen, z. B. des 3-Methoxy-4-oxybenzylamins, mit höheren aliphatischen Säuren Verbindungen vom Typus des Capsaicins erhalten kann. Die auf diese Weise gewonnenen Vanillylacylamide können bekanntlich in geeigneter Konzentration als Austauschstoffe für den natürlichen Pfeffer dienen (s. z. B. Seifensiederzeitung 68 Nr. 4, S.41).
- Es wurde nun gefunden, daß man durch Umsetzung einer etwa von C7 bis C" reichenden Fraktion des bei der bekannten Paraffinoxydation zur Seifen-und Fettherstellung anfallenden Säuregemisches mit 3-Methoxy-4-oxyl)enzylamin einen ausgezeichneten Pfefferaustauschstoff erhalten kann, ohne daß die schwierige und kostspielige Trennung in die einzelnen Säuren erforderlich ist. Das erhaltene Produkt zeigt neben sehr großer Schärfe eine Geschmacksreinheit, die man bei Verwendung solch roher Fettsäuregemische als überraschend bezeichnen muß.
- Vor allem aber ist das Verfahrensprodukt, wie eingehende Vergleichsversuche gezeigt haben, auch in relativ großen Dosen vollkommen ungiftig und in seiner Bekömmlichkeit den Wirkstoffen des gewöhnlichen Pfeffers überlegen. Besonders überraschend ist seine Eignung als Grundlage für Pfefferaustauschstoffe im Hinblick darauf, daß es sich bei dem erfindungsgemäß zu verwendenden Fettsäuregemisch um ein Konglomerat im wesentlichen gesättigter Säuren handelt, während doch in der eingangs zitierten Veröffentlichung in der Seifensiederzeitung hervorgehoben ist, daß bei der dort erwähnten Herstellung von Kunstpfeffer ungesättigte Säuren verwendet werden müssen. Zum Gebrauch wird das erfindungsgemäß herzustellende Kondensationsprodukt in gewünschter Konzentration auf einen Träger, wie z. B. Zellmehl, gebracht.
- Durch die vorliegende Erfindung ist also erstmalig ein Weg aufgezeigt, auf dem man in glatter und überaus wohlfeiler Weise, ausgehend von leicht zugänglichen Rohstoffen, zu einem Austauschstoff gelangen kann, welcher nach geeigneter Konfektionierung den natürlichen Pfeffer voll und ganz zu ersetzen vermag. Beispiel 15,3 g 3-Methoxy-4-oxybenzylamin werden in 250 ccm trockenem Äther suspendiert und unter Kühlung mit einer Lösung von 10,2 g eines Säurechloridgemisches versetzt, welches aus der etwa von C7 bis CM reichenden Fraktion eines bei der Paraffinoxydation zur Gewinnung synthetischer Fette abfallenden Fettsäuregemisches in üblicher Weise hergestellt ist. Die Umsetzung, die unter Temperatursteigerung verläuft, wird durch gelindes Erwärmen zu Ende geführt. Zur Aufarbeitung versetzt man mit Wasser, dem etwas Salzsäure zugefügt ist. Hierauf schüttelt man mit Äther aus. Die ätherische Schicht wird mit Bicarbonat entsäuert, mit Wasser nachgewaschen und über Natriumsulfat getrocknet. Nach dem Abdampfen des Äthers hinterbleiben 16,4 g eines dickflüssigen, rötlich gefärbten Öls, welches, auf einen geeigneten Träger, wie z. B. Zellmehl, gebracht, einen ausgezeichneten Austauschstoff für Pfeffer vorstellt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Gewinnung eines Pfeffer= austauschstoffes, dadurch gekennzeichnet, daß man die etwa von C7 bis Cl. reichende Fraktion eines durch Oxydation von Paraffin erhaltenen Fettsäuregemisches mit 3-Nlethoxy-4-oxvl>enzylamin auf üblichem Wege zur Umsetzung bringt und das Reaktionsgemisch in geeigneter Weise aufarbeitet.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB4484D DE853380C (de) | 1941-02-22 | 1941-02-22 | Verfahren zur Gewinnung eines Pfefferaustauschstoffes |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB4484D DE853380C (de) | 1941-02-22 | 1941-02-22 | Verfahren zur Gewinnung eines Pfefferaustauschstoffes |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE853380C true DE853380C (de) | 1952-10-23 |
Family
ID=6953683
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB4484D Expired DE853380C (de) | 1941-02-22 | 1941-02-22 | Verfahren zur Gewinnung eines Pfefferaustauschstoffes |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE853380C (de) |
-
1941
- 1941-02-22 DE DEB4484D patent/DE853380C/de not_active Expired
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