DE85306C - - Google Patents

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DE85306C
DE85306C DENDAT85306D DE85306DA DE85306C DE 85306 C DE85306 C DE 85306C DE NDAT85306 D DENDAT85306 D DE NDAT85306D DE 85306D A DE85306D A DE 85306DA DE 85306 C DE85306 C DE 85306C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A46BRUSHWARE
    • A46DMANUFACTURE OF BRUSHES
    • A46D3/00Preparing, i.e. Manufacturing brush bodies
    • A46D3/02Machines for drilling bodies

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Drilling And Boring (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Durch vorliegende Erfindung ist eine Bohrmaschine für Bürstenhölzer geschaffen, welche den Vorschub des Werkstückes, der die erforderliche Versetzung der Bohrlöcher in den einzelnen Reihen zu einander bedingt, selbstthätig in horizontaler und verticaler Richtung veranlafst und die das Werkstück nach vollendeter Bearbeitung aus dem Bereiche der Bohrer bringt, so dafs mehrere derartige Maschinen zu gleicher Zeit von einem einzigen Arbeiter bedient werden können, da derselbe nur die fertig gebohrten Bürstenhölzer auszu- wechseln braucht.
. Auf der Zeichnung zeigt:
Fig. ι einen verticalen Längsschnitt durch die Maschine,
Fig. ι a einen Schnitt nach \-\ der Fig. 1,
Fig. 2 die Vorderansicht derselben,
Fig. 3 den Grundrifs der Maschine, wobei der Schlitten nach x-x der Fig. 1 geschnitten ■ist,
Fig. 4 einen Schnitt nach x-y-\ der Fig. 3, Fig. 5 einen Schnitt nach X-Y-Z der
Fig· 4,
Fig. 6 einen einzelnen Theil.
Das auf der Tischplatte α befindliche Gestell b trägt in sieben horizontalen Reihen zu je drei Stück 21 Bohrer c, deren Antrieb durch Ketten cL von der Trommel c'2 aus erfolgt. Der das zu bohrende Bürstenholz B tragende Schlitten D läuft auf Rollen d auf dem Tische a und erhält seine Bewegung durch das von der Welle c3 aus angetriebene Wendegetriebe E, indem die bewegliche Zahnstange e desselben, in den Winkeln e1 gelagert, ihre Horizontalbewegung auf die an der Tischplatte a in a1 geführte Schiene F überträgt. Dieselbe ist bei_/ nach oben gekröpft, greift mit dem Arm f1 über die Grundplatte D1 des Schlittens D hinweg und mit f2 um denselben herum. Um den von dieser Schiene ausgeübten Druck des Werkstückes gegen die Bohrung elastisch zu machen, sind an dem Arm fl zwei Blattfedern g angeschraubt, welche sich gegen den am Schlitten angebrachten Kasten G legen. Die verticale Platte des Schlittens ist bei D2 in zwei Arme -D3 gespalten, welche als Führungsschiene für die sie auf der Innenseite umfassende Verticalführung H dienen, die selbst wieder zwei horizontale, genuthete Leisten H1 trägt, welche die Führung des rechteckigen, das Bürstenholz umschlief senden Rahmens I abgeben. Die senkrechte Schaltung des Bürstenholzes erfolgt durch Vermittelung der Verticalführung H von der Zahnstange K aus und die jedesmalige Feststellung in der erreichten Höhe durch die in die Zahnstange L eingreifende Sperrklinke Z. Um die Zahnstange bei jedem Hub um einen Zahn zu heben, ist folgende Vorrichtung getroffen: Ein Stehlager M, das auf einem vorstehenden Arm des Schlittens B ruht, trägt einen um m1 drehbaren Daumenhebel m, der vorn in die Zahnstangen K eingreift , hinten mit einem entsprechend gekrümmten Schwanz m'2 zwischen zwei auf dem Tische befestigte Anstofsleisten m3 und mi hindürchgreift, von denen die obere m3 beim Zurückgehen des Schlittens nach erfolgter Bohrung den Schwanz m2 nach unten drückt und damit die Zahnstange um einen Zahn hebt, während die untere m4 beim Bohren den Schwanz m2 nach oben drückt und damit den
Daumen in den nächst unteren Zahn einsreifen läfst. Auf diese Weise wird die Verticalführung H und mit ihr der Bürstenrahmen nach jedem Hube um die Theilung der Zahnstange gehoben. Es ist ersichtlich, dafs die Theilung der Zahnstange und damit die Aufwärtsbewegung des Werkstückes zu dem verticalen Abstande der einzelnen Bohrer in einem bestimmten Verhältnifs stehen mufs und dafs nach einer Anzahl Hübe, welche gleich Abstand der Bohrwellen dividirt durch Zahnstangentheilung ist, eine Unterbrechung der oben beschriebenen Verticalbewegung eintreten mufs, wenn nicht alle Bohrerreihen mit Ausnahme der obersten in bereits gebohrte Löcher eintreten sollen. Bei der dargestellten Maschine ist dieses Verhältnifs 1:3 angenommen, und es erfolgt die Unterbrechung dieser Bewegung, d. h. die Auslösung der Sperrklinke Z selbstthätig, indem nämlich ein in die Zahnstange L eingesteckter, seitlich hervorragender Bolzen L1 die um η drehbare Stange N und damit auch den auf ihr liegenden Riegel n1 hebt, so dafs der untere Hebel Z1 der Sperrklinke / beim Zurückgehen des Schlittens an denselben stöfst und damit die Auslösung der Sperrklinke und die Abwärtsbewegung des Bürstenholzrahmens bewirkt. Der Bolzen L1 mufs also so weit unterhalb des Hebels N in die Zahnstange L eingesteckt werden, dafs er denselben bei der dritten Schaltung des Riegels nx heben und damit die gewünschte Auslösung bewirken läfst.
Wie in Fig. 4 der Zeichnung gezeigt ist, ist die Zahnstange K um K1 drehbar an H befestigt, so dafs der von der Sperrklinke / ausgehende, rechtwinklig gebogene, an die Zahnstange angreifende Arm K'2 (Fig. 5) die Auslösungsbewegung der Sperrklinke auch auf die Zahnstange überträgt und sie somit aufser Eingriff mit dem Daumenhebel bringt, gegen den sie durch Feder k gedrückt wird. Gleichzeitig mit der Abwärtsbewegung der Führung H mufs auch eine Horizontalbewegung des Rahmens I in der Führung H1 und eine Verticalbewegung des Werkstückes B selbst nach oben erfolgen, damit die durch die nächsten drei Verticalschaltungen der Führung H entstehenden dreimal 21 Bohrlöcher gegen die der ersten drei Schaltungen versetzt zu stehen kommen. Die hierzu dienende Vorrichtung ist in den Fig. 2 und 6 gezeigt. An der unteren Leiste H1 ist ein Stehlager O angeschraubt, welches den um o1 drehbaren Hebel 0 trägt, der an seinem äufseren Ende als Rahmen o2 zur Führung der Staffelplatte P ausgebildet ist. Der am Hebel 0 befestigte Sperrzahn o3 greift in eine ähnliche, am Rahmen I befestigte Staffelplatte ρ ein und. bleibt durch die Wirkung der Feder O1 in steter Berührung mit derselben. Das innere Ende des Hebels 0 ist bei o4 waagrecht umgebogen und greift unter das Bürstenholz B.
Der am Rahmen / angebrachte, gegen die Staffelplatte P gestemmte Sperrhebel P hält dieselbe in stets gleicher Entfernung von dem Rahmen. '
Es ist aus der Anordnung ersichtlich , dafs, wenn bei einer Aufwärtsbewegung der Führung H die Staffelplatte P an den am Schlitten D angebrachten Arm P1 stöfst, der Sperrzahn o3 sich aus ρ hebt und den von der Feder Γ2 nach rechts gezogenen Rahmen I freigiebt, wobei auch das bei 0* umgebogene Ende des Hebels 0 das Werkstück B hebt und somit die erforderliche seitliche Verschiebung des Werkstückes, verbunden mit einer Veränderung der Höhenlage desselben, stattfindet.
Bei der dargestellten Maschine sind zwei Horizontalverschiebungen des Rahmens möglich und ist angenommen, dafs das Bürstenholz nach dreimaliger Verticalverschiebung in jeder Reihe, also bei neun Hüben der Maschine neunmal 21 gleich 189 Löcher erhält und damit fertiggestellt ist, so dafs nunmehr das selbstthätige Abstellen der Maschine und darauf das Auswechseln des Werkstückes erfolgen mufs. Um das Ausrücken des ganzen Bohrwerkes zu vermeiden und somit Zeit zu gewinnen, ist die Anordnung derartig getroffen, dafs nur die Bewegung des Schlittens D unterbrochen wird. Dies geschieht dadurch, dafs in dem Augenblicke, wo der Rahmen / bei seiner letzten Rechtsbewegung in die äufserste Höhenlage gelangt, der an demselben befindliche, seitlich überstehende Arm Q. die an H1 senkrecht geführte Leiste q hebt, so dafs der auf dem Tisch befestigte Anschlag r, der durch seine Berührung mit der nicht gehobenen Leiste q den Hub des Schlittens begrenzte und damit den Hubwechsel herbeiführte, dies nicht mehr zu thun im Stande ist und der Schlitten demnach vermöge der ihm gegebenen lebendigen Kraft so weit zurückläuft, dafs die Zahnstange E aufser Eingriff mit dem Triebe E und das Bürstenholz B also aus dem Bereich der Bohrer kommt. Nach erfolgter Auswechselung desselben nimmt natürlich die Leiste q ihre alte Lage wieder ein und bewirkt, nachdem durch Vorschieben des Schlittens der Eingriff zwischen Zahnstange e und Trieb E wieder hergestellt ist, den Hubwechsel.
Die Wirkungsweise des genannten Wechselgetriebes ist derartig, dafs die Triebstockzahnstange e in ihrer Höhe beweglich durch die seitlichen Leisten e1 geführt wird, der Trieb E jedoch fest liegt und beim Hubwechsel die Hebung der Zahnstange auf denselben dadurch erleichtert wird, dafs die beiden äufsersten Triebstöcke etwas aufserhalb der Theilkreislinie liegen (s. Fig. 1) und aufser dem schon erwähnten Anschlage r ein ihm entsprechender r1 an den Knaggen r2 stofsender (Fig. 3) auf der anderen Seite des Wendegetriebes vorgesehen ist, welcher eine Bewegung der Triebstange
über, das Hubende hinaus verhindert, dieselbe, vielmehr wieder zum Eingriff mit dem Triebe zurückdrängt. Um den Abstand der«einzelnen Bohrlochreihen von einander beliebig verändern zu können, ruhen die Wellen c mit ihrem vorderen Ende in den Verticalleisten b1, welche auf den genutheten Horizontalleisten b'2 beliebig verschoben und durch die Keile bB festgestellt werden können (s. Fig. ia). Am hinteren Ende der Wellen findet eine Veränderung des Abstandes der Wellen in Bezug auf ihre Höhe dadurch statt, dafs die horizontalen Leisten b*, an welchen die Wellen c durch die Flügelschrauben b% gehalten werden, in dem Gestell b der Höhe nach verstellbar sind.
Der ganze Arbeitsgang der Maschine ist also kurz zusammengefafst folgender:
Der Schlitten D bewegt sich gegen die rotirenden Bohrer; es werden 21 Löcher gebohrt, beim Rücklauf des Schlittens findet durch den Hebel m eine Hebung der Führung H um einen Zahn der Zahnstange K bezw. L statt; es werden beim zweiten Hub wieder 21 um die Theilung (gleich 1J3 Bohrabstand) höher liegende Löcher gebohrt, der Schlitten läuft abermals zurück, es findet wieder eine Hebung der Führung H um die Theilung [l/s Bo.hrabstand) und das Einbohren von 21 Löchern statt. Beim Rücklauf wird nach der ebenso erfolgten Hebung des Schlittens von dem in der Zahnstange L angebrachten Stift L1 der Hebel N und damit der Riegel n1 gehoben, von welchem beim Hubende die Klinke I1 ausgelöst wird. Bei der letzten Hebung der Führung Ή ist auch die Staffelplatte P an den Arm P1 angestofsen und hat in der oben eingehend beschriebenen Weise die seitliche Verschiebung des Rahmens I und die Hebung des Bürstenholzes B bewirkt. Bei dem nunmehr erfolgenden vierten, fünften und sechsten Hube werden also dreimal 21 gleich 63 zu den schon vorhandenen 63 Löchern versetzte Löcher eingebohrt; darauf erfolgt genau wie nach dem ersten Hube die Auslösung der Führung H und die Verschiebung des Rahmens / zugleich mit einer Hebung des Bürstenholzes B. Nach dem siebenten, achten und neunten Hube erfolgt die Aufsergangsetzung des Wendegetriebes in der oben beschriebenen Weise.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι. Selbstthätig arbeitende Bürstenholzbohrmaschine, dadurch gekennzeichnet, dafs der das Bürstenholz tragende, in Schienen des Vorschubschlittens (D) verschiebbare Rahmen (H) nach jedem Hin- und Hergange des Schlittens um eine Zahntheilung gehoben wird und nach mehreren Hüben selbstthätig ausgelöst in seine tiefste Lage zurückkehrt, worauf eine seitliche Verschiebung des das Werkstück tragenden Rahmens, verbunden mit einer geringen Hebung des Werkstückes selbst zum Zwecke, die Bohrlöcher gegen einander zu versetzen, von der Maschine eingeleitet wird, bis nach Fertigstellung des Werkstückes die Bewegung des Schlittens D selbstthätig unterbrochen, wodurch das Werkstück aus dem Bereich der rotirenden Bohrer gebracht wird, zum Zwecke, das Bürstenholz auswechseln zu können, ohne den Antrieb ausrücken zu müssen.
  2. 2. Selbstthätig arbeitende Bürstenholzbohrmaschine nach Anspruch 1, bei welcher die verticale Schaltung des Rahmens H dadurch erfolgt, dafs die an ihm'befindliche Zahnstange K beim Rücklauf des Schlittens von dem an diesem schwingenden Daumenhebel m dadurch gehoben wird, dafs dessen freier Arm m2 nach jedem Hube von der über ihn hinweggreifenden, am Tisch befestigten Leiste m3 niedergedrückt wird, wobei die Sicherung der jeweiligen Lage durch die in eine an H angeordnete Sperrzahnstange L eingreifende Sperrklinke und nach dem Bohren einer Verticalreihe die Auslösung der Sperrzahnstange von dem durch einen an der Sperrzahnstange L verstellbar angeordneten Bolzen bethätigten Anstofsklotz n1 erfolgt.
  3. 3. Selbstthätig arbeitende . Bürstenholzbohrmaschine nach Anspruch 1, bei welcher die seitliche "Verschiebung des mit dem Rahmen H aufwärts bewegten Bürstenholzrahmens / dadurch erfolgt, dafs in der höchsten Lage des Rahmens H der an ihm drehbar gelagerte Hebel 0 gegen den am Schlitten befestigten Arm P1. stöfst, wodurch das Bürstenholz gehoben und eine an ο sitzende Sperrklinke ausgelöst wird, so dafs der das Bürstenholz tragende Rahmen J durch eine Feder so lange seitlich bewegt werden ftann, bis die Sperrklinke in die nächst höhere Stufe der an J sitzenden Staffelplatte einspringt.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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