DE850960C - Vielfachgeraet fuer landwirtschaftliche Arbeiten - Google Patents
Vielfachgeraet fuer landwirtschaftliche ArbeitenInfo
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- DE850960C DE850960C DEP33138A DEP0033138A DE850960C DE 850960 C DE850960 C DE 850960C DE P33138 A DEP33138 A DE P33138A DE P0033138 A DEP0033138 A DE P0033138A DE 850960 C DE850960 C DE 850960C
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- Germany
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- control rod
- chassis
- attached
- tool frame
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- Expired
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01C—PLANTING; SOWING; FERTILISING
- A01C5/00—Making or covering furrows or holes for sowing, planting or manuring
- A01C5/06—Machines for making or covering drills or furrows for sowing or planting
Landscapes
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Soil Sciences (AREA)
- Environmental Sciences (AREA)
- Harvesting Machines For Root Crops (AREA)
Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Vielfachgerät für landwirtschaftliche Arbeiten, das insbesondere
zum Ziehen von Furchen für Kartoffeln und Gemüse, zum Zudecken solcher Furchen und späteren
Anhäufeln wie auch zum Behacken von Kartoffeln, Rüben, Getreide, zum Düngerstreuen usw. dient.
Der Werkzeugrahmen dieser Maschine besteht in an sich bekannter Weise aus z. B. in Dreikantstahl
ausgeführten Scharbalken sowie aus kräftigen Zugwangen mit Rollen, die auf der Räderachse laufen.
Die Befestigung der Werkzeuge auf dem Scharbalken kann in bekannter Weise, z. B. durch Klammern
mit Spannschrauben, erfolgen.
Der Werkzeugrahmen ist in an sich bekannter Weise hochschwenkbar angeordnet, und zwar erfolgt
das Hochschwenken und Niederdrücken durch Anheben oder Senken der Steuerstange, deren
Lagerzapfen mit dem Werkzeugrahmen in starrer Verbindung steht.
Die Erfindung betrifft nun eine besondere und besonders vorteilhafte Ausbildung der zum Heben
und Senken des Werkzeugrahmens dienenden Vorrichtung, durch die gleichzeitig die oben erwähnte
vielseitige Verwendbarkeit des neuen Geräts ermöglicht wird.
Erfindungsgemäß ist auf der seitlich verschwenkbaren Steuerstange, zwischen deren Drehpunkt und
der Aufhängestelle des Werkzeugrahmens, eine drehbare Rolle angebracht, die auf einer unter ihr
angeordneten Rollenbahn läuft, von der beiderseits gelenkig angreifende Zugstangen schräg nach vorn
und oben führen, deren obere Enden an nach rück-
wärts gekrümmten Hebeln angreifen, welche auf einer oberen, am Fahrgestellrahmen gelagerten
Dreikantwelle befestigt sind. An den beiderseitigen Enden dieser Welle sind nach oben gerichtete Hebelarme
befestigt, die in der Arbeitsstellung der Maschine leicht nach vorn geneigt sind. An diesen
Hebelarm greifen hakenartig gekrümmte Winkelhebel von hinten an, deren untere Enden die Angriffspunkte
für die zwischen dem Werkzeugrahmen ίο und dem Fahrgestell angeordneten Zugfedern
bilden. Die Einstellung sowie die Anordnung der an diesen angreifenden Winkelhebel wie auch die
Spannung der Federn sind so eingestellt, daß beim Anheben der Steuerstange und des Werkzeugrahmens
die Zugfedern zunächst im ersten Teil der Bewegung gespannt werden, gegen Ende der Bewegung
aber sich wieder entspannen und die Hubl >e\vegung selbsttätig unterstützen. Wird andererseits
die Steuerstange mit dem Werkzeugrahmen ao wieder heruntergedrückt, so werden die Zugfedern
zunächst gespannt, um im letzten Teil des Absenkens wieder unter Entspannung die Bewegung
selbsttätig zu unterstützen, so daß sie in der Arbeitsstellung den Werkzeugrahmen niedergedrückt
halten. Zweckmäßig sind die Zugfedern mit Einstellvorrichtungen verbunden, z. B. an den Enden
zweiarmige Hebel oder Wippen befestigt, an deren anderen Enden zur Einstellung dienende Spindeln
angreifen.
In der Zeichnung ist die Maschine dargestellt, und zwar zeigt
Fig. ι die Maschine in Seitenansicht, Fig. 2 die Maschine in Vorderansicht.
Im einzelnen bezeichnet das Bezugzeichen 1 die beiden z. B. aus Dreikantstahl bestehenden Scharbalken
des Werkzeugrahmens, 2 die seitlichen Zugwangen mit den Rollen 3, die auf der Räderachse 4
laufen. Die Lenkung der Maschine erfolgt mittels einer Steuerstange 5, die sich um ihr vorderes
Kreuz- oder Kugelgelenk 6 seitlich verschwenken läßt. An der Steuerstange 5 ist mittels eines gelenkigen
Zwischengliedes 7 der Werkzeugrahmen 7" aufgehängt. Zwischen dem Gelenk 6 und dem
Zwischenglied 7 ist auf der Steuerstange eine Rolle 8 drehbar gelagert. Diese Rolle steht sowohl
beim seitlichen Verschwenken der Steuerstange 5 als auch beim Anheben oder Senken derselben mit
der unter ihr angeordneten Rollenbahn 9 in ständiger Berührung. Beim seitlichen Verschwenken
der Steuerstange und des Werkzeugrahmens rollt sich die Rolle 8 also auf der Bahn 9 ab. An 'beiden
Enden der Rollenbahn 9 sind gelenkig schräg nach vorn und oben gerichtete Zugstangen 10 befestigt.
Mit ihren oberen Enden greifen diese Zugstangen an einarmigen Hebeln 11 an, die ein wenig nach
rückwärts gekrümmt und auf der am oberen Teil des Fahrgestells gelagerten Dreikantwelle 12 befestigt
sind. An den äußeren Enden dieser Dreikantwelle sitzen kurze Hebelarme 13, die in der
Arbeitsstellung nach oben und leicht geneigt nach vorn gerichtet sind, in der Fahrstellung aber sich
leicht nach hinten überlegen. An diesen Hebelarmen greifen wieder hakenartig gekrümmte Hebel
14 an, die an ihren unteren Enden die Angriffspunkte der Zugfedern 15 bilden, deren untere
Enden wiederum am Fahrgestell befestigt sind.
Wird die Steuerstange 5 mit dem Werkzeugrahmen 7" hochgeschwenkt, so wird auch die
Rollenbahn 9 mit den Zugstangen 10 nach oben genommen.
Die Dreikantwelle 12 dreht sich infolgedessen, und ihre Hebelarme legen sich nach hinten.
Im ersten Teil dieser Bewegung werden die Zugfedern 15 gespannt, diese Arbeit muß also unter
einer gewissen zusätzlichen Arbeitsleistung an den Zugfedern von dem Bedienungsmann verrichtet
werden. In diesem ersten Teil der Bewegung ist das für den Bedienungsmann auch ohne weiteres
möglich, weil sein Körper, insbesondere Rümpf, Beine und Arme, sich in der natürlichen Ausgangsstellung
befinden, die man beim Anheben einer schweren Last einnimmt. Wenn die Arme dagegen
im zweiten Teil der Bewegung nach oben gestreckt werden, wirkt die inzwischen gespannte Feder bei
dieser Bewegung selbsttätig mit, indem sie unter Entspannung die Hubbewegung unterstützt oder
bewirkt. Wird andererseits die Steuerstange wieder heruntergezogen, so werden hierbei die Federn zunächst
wieder gespannt, eine zusätzliche Arbeitsleistung, die der Bedienungsmann ohne weiteres zu
leisten vermag, weil er bei diesem ersten Teil der Bewegung sein ganzes Körpergewicht mit zur
Wirkung bringen kann. Im zweiten Teil der Senkbewegung dagegen entspannen die Federn sich
wieder und bewirken selbsttätig das vollständige Herunterdrücken des Werkzeugrahmens, den sie
dann in der Arbeitsstellung festhalten, ohne daß es hierzu irgendwelcher besonderer Hilfsmittel, wie
Sperrklinken usw., bedarf.
Eine weitere Verbesserung wird dadurch erzielt, daß die unteren Enden der Federn 15 an Wippen
oder zweiarmigen Hebeln 16 befestigt sind, auf deren anderen Enden die von Hand betätigten Spindeln
17 einwirken. Durch Einstellen der Spindeln läßt sich also die Spannung der Federn 15 beliebig
regulieren und den Werkzeugen anpassen.
Wesentliche Vorteile der neuen Einrichtung bestehen einmal in ihrer außerordentlich leichten und
nur zweckmäßig verteilten Kraftaufwand erforderlichen Bedienung, ferner in ihrer Verwendbarkeit
für alle möglichen Werkzeuge und Arten der Bodenbearbeitung, die oben durch diese leichte
Heb- und Senkbarkeit des Werkzeugrahmens bedingt ist, an dem sowohl leichte als auch schwere
Werkzeuge in beliebiger Zahl und Anordnung angebracht werden können, ohne daß die Bedienbarkeit-beeinträchtigt
wird.
Das Vielfachgerät kann mannigfach im Rahmen der wesentlichen Gedanken abgeändert und ausgestaltet werden. Insbesondere kann an der Vorrichtung
auch eine Zustreichschiene angeordnet werden, die ebenfalls mit der obenerwähnten Dreikantwelle
12, z.B. durch Hebel, derart verbunden ist, daß sie beim Anheben der Steuerstange angehoben wird,
beim Senken der Steuerstange in Arbeitsstellung ebenfalls gesenkt wird. Diese Zustreichschiene, die 1*5
vor den Laufrädern der Maschine angeordnet ist,
Claims (3)
- 850 96Ödient dazu, ζ. B. beim Pflanzen von Kartoffeln die Furchen zuzustreichen, so daß die Räder nicht über die Kartoffeln selbst laufen und diese verletzen können. Die Hebel werden zweckmäßig, z. B. mit Hilfe von Spannschrauben, verstellbar angeordnet.P A T F. X T Λ N SPR C C H E:ι. Vielfachgerät für landwirtschaftliche Arbeiten mit hochschwenkbarem Werkzeugrahmen, der mit dem Fahrgestell durch Zugfedern verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß auf der in l>ekannter Weise schwenkbar ausgebildeten Steuerstange (5) zwischen deren Drehpunkt und der Aufhängestelle (7) des Werkzeugrahmens eine drehbare Rolle (8) angebracht ist, die beim seitlichen Verschwenken der Steuerstange auf einer mit dem Lagerzapfen der Steuerstange starr verbundenen Rollenbahn (9) läuft, von der beiderseits gelenkig angreifende Zugstangen (10) schräg nach vorn und oben führen und mit ihren oberen Enden gelenkig an rückwärts gekrümmten Hebelarmen (11) angreifen, die auf einer am oberen Teil des Fahrgestells gelagerten Dreikantwelle (12) befestigt sind, deren l>eide Enden in der Arbeitsstellung der Maschine nach oben und mit leichter Neigung nach vorn gerichtete Hebelarme (13) tragen, an denen hakenartige Winkelhebel (14) angreifen, deren untere Enden als Angriffspunkte für am Fahrgestell befestigte Zugfedern (15) dienen.
- 2. Vielfachgerät nach Anspruch 1, dadufch gekennzeichnet, daß die Neigung der nach oben und nach vorn gerichteten an der Dreikantwelle angebrachten Hebelarme (13) sowie die Krümmung der an ihnen angeordneten Winkelhebel (14) derart ist, daß beim Anheben der Steuerstange die Zugfedern zunächst gespannt werden, im letzten Teil des Hubes aber selbsttätig unter Entspannung die Hubbewegung unterstützen, während beim Niederdrücken der Steuerstange die Zugfedern zunächst gespannt werden und im letzten Teil des Niedersenkens diese Belegung unterstützen und das Gerät in Arbeitsstellung festhalten.
- 3. Vielfachgerät nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die . zwischen Werkzeugrahmen und Fahrgestell eingeschalteten Federn (15) mit Verstellvorrichtungen,z. B. einer mit einer Spindel beweglichen Wippe (16), verbunden sind, mit denen ihre Spannung eingestellt werden kann.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 5378 9.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP33138A DE850960C (de) | 1949-02-03 | 1949-02-03 | Vielfachgeraet fuer landwirtschaftliche Arbeiten |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP33138A DE850960C (de) | 1949-02-03 | 1949-02-03 | Vielfachgeraet fuer landwirtschaftliche Arbeiten |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE850960C true DE850960C (de) | 1952-09-29 |
Family
ID=7373076
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP33138A Expired DE850960C (de) | 1949-02-03 | 1949-02-03 | Vielfachgeraet fuer landwirtschaftliche Arbeiten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE850960C (de) |
-
1949
- 1949-02-03 DE DEP33138A patent/DE850960C/de not_active Expired
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