DE84567C - - Google Patents
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- DE84567C DE84567C DENDAT84567D DE84567DA DE84567C DE 84567 C DE84567 C DE 84567C DE NDAT84567 D DENDAT84567 D DE NDAT84567D DE 84567D A DE84567D A DE 84567DA DE 84567 C DE84567 C DE 84567C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B64—AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
- B64C—AEROPLANES; HELICOPTERS
- B64C33/00—Ornithopters
- B64C33/02—Wings; Actuating mechanisms therefor
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
- Toys (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 77: Sport.
Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung besteht in einem Flugapparat, vermittelst dessen
eine Person ohne besondere, die Schwebekraft liefernde Mittel, lediglich durch ihre Muskelkraft
durch die Luft fortgetrieben wird. Zu diesem Zweck steht die die Person tragende
Fläche mit an schwingenden Wellen gelagerten, an einer Mittelwelle angelenkten Flügeln derart
in Verbindung, dafs die letzteren durch Hebung und Senkung über von der Trägerfläche ausgehende
Stangen . geschobene und mit den Flügeln verbundene Röhren von der fliegenden
Person in schwingende Bewegung versetzt werden können.
Der Erfindungsgegenstand beruht demnach auf den Principien des Vogelfluges und der
Hauptvortheil des vorliegenden Apparates besteht darin, dafs die Schwingen oder Flügel
bei beliebiger Windrichtung zu wirken vermögen, gleichgültig, ob der Wind von oben
oder von unten gegen den Antriebsmechanismus wirkt. Infolge dessen besitzt dieser Apparat
den anderen bisher vorgeschlagenen Vorrichtungen gleicher Art gegenüber den Vortheil
einer doppelten Wirkungsfähigkeit, da die letzteren nur bei einer bestimmten Windrichtung
bethätigt zu werden vermögen.
In beiliegenden Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand veranschaulicht, und zwar
zeigt Fig. ι denselben in einer besonderen Ausführungsform in perspectivischer Ansicht,
während die Fig. 2 und 3 Rückansichten sind, welche die Schwingen oder Flügel in verschiedenen
Stellungen zeigen. Fig. 4 ist eine Draufsicht auf den Flügelrahmen. Fig. 5 ist die Seitenansicht des auf dem Boden ruhenden
Apparates, Fig. 6 eine Abänderung des Trägergestelles. Fig. 7 ist eine Schnittansicht nach
Linie γ-γ in Fig. 4, durch welche die gelenkige Verbindung der Flügelstangen mit der
Mittelwelle gezeigt wird.
In den Zeichnungen stellt A die als Träger für den Luftschiffer dienende Plattform dar,
mit welcher event, durch Querstangen c c mit einander zu verbindende Hängestangen α α bei
b drehbar oder in sonst geeigneter Weise verbunden sind. Die Plattform kann auch als
doppelter Boden ausgeführt und in der in Fig. 6 gezeigten Weise durch zwei oder mehrere
Stangen aufgehängt werden. Sie ist weiter mit Führungsstangen d d versehen, über welche
Röhren / / als Verbindungsmittel für die Bethätigung
der zu jeder Seite an schwingenden Wellen D D befestigten und aus äufseren und
inneren Abtheilungen B B bezw. C C bestehenden Flügel gesteckt sind. Mit den schwingenden
Wellen sind die an der Plattform A angelenkten Hängestangen α α drehbar verbunden,
so dafs also die Plattform von den schwingenden Wellen getragen wird.
In Fig. 4 ist eine Einzelaufsicht auf das aus Flügelstangen e e bestehende Flügelgerippe gezeigt,
und zwar erstrecken sich die Flügelstangen von einer Mittelwelle E aus und sind
mit den. schwingenden Wellen D fest verbunden. An der Mittelwelle E drehbar angeordnete
Stangen e2 dienen zur Verbindung der ersteren mit den schwingenden Wellen.
Ebenso wie die Verbindungsstangen e- müssen auch die Flügelstangen e gelenkig mit der Mittelwelle
verbunden sein, so dafs sich die, wie aus Fig. 7 ersichtlich, vorzugsweise mittelst Angelschleifen
e4 an der Mittelwelle befestigten Flügel frei an derselben bewegen können. Als Hülfsverbindung
für den ganzen Bau sind an der Innenseite der Flügel sich der Länge nach erstreckende
Versteifungsstangen F (Fig. 4) angeordnet, . mit welchen die als Flügelbethätigungsmittel
dienenden Röhren / / verbunden sind.
Die Wirkungsweise des Apparates ist die folgende:
Vorausgesetzt, der Apparat ruht mit seiner Plattform A auf dem Erdboden oder auf einer
anderen Fläche, und zwar mit der in Fig. 1 gezeigten Flügelstellung der Windrichtung entgegengestellt,
so werden durch Auf- und Abwärtsbewegung der Röhren / / durch die auf der Plattform stehende Person die Flügel innerhalb
der in den Fig. 1 und 3 angegebenen äufseren Stellungen um die Wellen D D als
Axen entsprechend auf- und abwärtsbewegt. Die Theile -ß und C eines jeden Flügels stehen
in einem solchen Verhältnifs zu einarider, dafs sie ungefähr gleiche Wirkung ausüben, und
infolge dessen werden beim Nachabwärtsdrücken der Röhren / Z die inneren Flügeltheile C nach
abwärts gezogen und dadurch die Luft zurückgedrängt, die äufseren Flügeltheile B dagegen
emporgehoben, wobei die Luft frei durch dieselben hindurchpassiren kann. Beim Emporziehen
der Röhren / / werden umgekehrt die inneren Flügeltheile C gehoben, so dafs die
Luft durch dieselben hindurchtreten kann, die äufseren Theile B dagegen unter Verdrängung
der Luft gesenkt. Folgt die Auf- und Abwärtsbewegung der Röhren // schnell genug
auf einander, so entsprechen die dadurch bewirkten Schläge gegen die Luft genau dem
Flügelschlage der Vögel, und der Apparat wird sich mit mehr oder minder grofser Schnelligkeit
in die Luft erheben, wobei die Aufsteigrichtung die Resultante des durch die dynamische
Kraft des Windes und der durch den Flügelschlag erzeugten Kraft als Componente
gebildeten Kräftepaares entsprechen wird.
Sobald der Apparat die gewünschte Höhe erreicht hat, brauchen die Flügel nicht mehr
so kräftig bewegt zu werden, wie beim Emporbewegen desselben. Eine schnelle Bewegung
der Röhren bei kurzer Schwingungsweite, unterstützt durch die Windstärke, genügt vielmehr,
um die Weiterbewegung durch die Luft zu bewirken. Dabei ist natürlich möglichst jede
Windströmung auszunutzen. Beim langsamen Herablassen dagegen ist darauf zu achten, dafs
möglichst wenig Luftbewegung herrscht. Zur Abwärtsbewegung des Apparates werden die
Flügel in der in Fig. 2 angegebenen Stellung festgehalten; die Fallrichtung bildet demnach
die Resultante des durch die dynamische Kraft des Windes und das Gewicht der Person und
des .Apparates gebildeten Kräftepaares.
Während der Vorwärtsbewegung des Apparates durch die Luft können durch Schwingung
der Stange α um ihre Drehlager b geringe Richtungsveränderungen von der fliegenden
Person bewirkt werden, indem dadurch die Flügel auf der einen Seite des Schwerpunktes
mit gröfserer Kraft als auf der anderen wirken, und der Apparat die Neigung erhält, sich zu
drehen.
Durch Verschiebung des Schwerpunktes nach vorwärts, z. B. durch Nachvorwärtstreten auf
der Plattform A, kann der Apparat zum Fallen gebracht werden, indem sich der Vordertheil
der Trägerfläche, sowie die Flügel nach abwärts neigen. Durch Verlegung des Schwerpunktes
nach hinten und Rückwärtsneigung der Trägerfläche und Flügel wird dagegen der Apparat zum Steigen gebracht werden können.
Nach vollendetem Richtungswechsel nimmt dann die fliegende Person ihre Normalstellung wieder
ein, worauf der Apparat sich in gerader Linie weiterbewegt.
Um die Auf- und Abwärtsbewegung der Röhren / / auch durch die Füfse bewirken zu
können, sind an den unteren Röhrenenden Tritte Z1 (Fig. 3) vorgesehen, und zwar verstellbar,
so dafs dieselben im Nichtbedarfsfalle aufser Stellung gebracht werden können.
Claims (1)
- - Patent-Anspruch:Ein Flugapparat, dadurch gekennzeichnet, dafs die über ihre Drehaxen (D) nach innen verlängerten Flügel durch ein Mittelgelenk (E E) mit einander verbunden sind und an den Drehaxen (D) mittelst schwingend gelagerter Stangen (a) eine Plattform (A) tragen, von welcher aus die Flügel durch Auf- und Abschieben von Röhren (I) bewegt werden, die einerseits an den inneren Flügelverlängerungen angreifen, andererseits auf an der Plattform befestigten Stangen (d) geführt werden.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE84567C true DE84567C (de) |
Family
ID=356784
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT84567D Active DE84567C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE84567C (de) |
-
0
- DE DENDAT84567D patent/DE84567C/de active Active
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