DE103105C - - Google Patents
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B64—AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
- B64B—LIGHTER-THAN AIR AIRCRAFT
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Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
- Toys (AREA)
Description
ι.
KAISERLICHES
PATENTAMT
- M 103 L
Vorliegende Erfindung betrifft ein Luftschiff, dessen Wesen darin besteht, dafs es mit drehbaren
einstellbaren Flügeln versehen ist, und dafs der Flügelmechanismus an einer gebogenen
Aufhängestange mittelst eines Seiles hängt, dessen eines Ende mit einer Winde zur
Lagenveränderung des Luftschiffes verbunden ist, und dafs der Flügelmechanismus mittelst
eines durch eine Zange am Gestell festklemmbaren Seiles in verschiedenen Neigungen des
Ballons festgelegt werden kann.
Fig. ι zeigt eine Seitenansicht des Ballons, Fig. 2 einen Grundrifs des vorderen Ballontheiles,
Fig. 3 einen Querschnitt durch den Ballon nach Linie A-B der Fig. 1, Fig. 4 eine
Ansicht und Querschnitt der Führung des Aufhängestabes für den Flugmechanismus. Fig. 5
zeigt eine Vorderansicht des Flugmechanismus, Fig. 6 einen wagerechten Schnitt durch die
Zapfen der Flügel, Fig, 7 eine obere Ansicht des Flugmechanismus. Fig. 8 a und 8 b zeigen
einen Querschnitt durch den Flügel nach Linie C-D der Fig. 7, und zwar in nicht ausgebreitetem
und ausgebreitetem Zustande. Fig. 9 zeigt eine Einzelansicht der Flügelrippe. Fig. 10
giebt eine Seitenansicht des Mechanismus und Fig. 11 und 12 sind zwei verschiedene perspectivische
Ansichten der Vorrichtung mit dem Luftschiffer in verschiedenen Lagen.
DeF aus Seide oder anderem gasdichten Gewebe bestehende Ballon ist mit Wasserstoffoder
Leuchtgas gefüllt; derselbe hat cylindrische oder andere geeignete Form und endigt
in eine von zwei schrägen Flächen gebildete Rippe oder einen Keil, wie aus Fig. 1 ersichtlich.
Die Abmessungen und das Volumen des Ballons werden je nach dem Gewicht des Luftschiffers
bestimmt. Der Ballon ist mit einem Futteral ν (Fig. 1) bedeckt, welches unten mit
einem Saum oder einer Führung für eine Aufhängestange c d (Fig. 1, 3 und 4) versehen ist.
Das Futteral ist in Richtung der Linie a - b (Fig. ι und 3) fest am Ballon befestigt, und
zwar mit Hülfe einer weiten und kräftigen Falte, die vom Stoff des Ballons gebildet ist.
An zwei Punkten f g der Aufhängestange sind die beiden Enden einer kräftigen gekrümmten
Stange befestigt, die einen Bogen von grofsem Radius unterhalb der Aufhängestange bildet.
Auf dieser gekrümmten Stange läuft eine Rolle e (Fig. 1) mit einem Haken, an welchem mittelst
zweier kräftiger Seile k kL (Fig. 1 und 10) der
ganze übrige, den Luftschiffer in einem Sattel möglichst nahe dem Ballon tragende Apparat
aufgehängt ist. Das eine der beiden Seile kx ist am Sattel M (Fig. 10 und 7) befestigt, über
welchem das Seil in zwei Stränge getheilt ist, deren Zwischenraum mit einem Seidengefiecht
ausgefüllt ist, um ein Rückenauflager für den Luftschiffer zu bilden. Das andere Seil k, das
vordere (Fig. 10), ist an einer Rolle J (Fig. 5 und 10) befestigt und kann auf dieser mittelst
einer Kurbel auf- oder von derselben abgewickelt werden. Die Rolle / ist am oberen
Ende eines unten rechtwinklig umgebogenen und einen Sattel M bildenden Gestells befestigt.
Bei P (Fig. 5, 7 und 10) sind am Gestell zwei Hebel .F drehbar befestigt, welche hinten
derart gekrümmt sind, dafs sie dem Luftschiffer gestatten, nach hinten auf dem Sattel
zu sitzen, seine Kniee gegen die Hebel F zu stützen und diese so zu bethätigen. Die Hebel
sind an ihren Enden mit Stangen ausgerüstet, welche in die rohrförmigen Enden der Hauptrippen
der beiden Flügel A B (Fig. 5 und 7) eintreten. Die Hauptrippe E in der Mitte
jedes Flügels besteht aus Bambus- oder Pfefferrohr und nicht aus einem einzigen Stück,
sondern aus einer Anzahl Gelenkstücke χ χ (Fig. 5 und 9), welche durch federnde Scharniere,
die die Flügel nur in einer Richtung zusammenzulegen gestatten, nämlich während der aufsteigenden
Bewegung der Flügel, verbunden sind. Jedes Scharnier ist mit einer einfachen Feder u u versehen, welche das Bestreben
hat, die Flügelrippe gerade zu richten. Auf der Hauptrippe des Flügels, und zwar in dessen
ganzer Länge sind Stangen oder Querrippen Q. Q. (Fig. 7) aus Binsen oder anderem biegsamen
Material in wechselseitigen Abständen befestigt. Unter den sämmtlichen Rippen ist ein Seidengewebe
ausgespannt, während der Flügel oberhalb der Rippen von einem Seidennetz r
(Fig. 7) bedeckt ist. Während der aufsteigenden Bewegung des Flügels legt sich dessen
Stange oder Hauptrippe, wie am linken Flügel (Fig. 5) ersichtlich, zusammen; gleichzeitig beugt
der Widerstand der Luft die Querrippen (Fig. 8 a). Wenn im Gegensatz hierzu der Flügel einer
Bewegung von oben nach unten unterworfen wird, so nehmen die Hauptrippe und gleichzeitig
die Querrippen die gerade Haltung ein, wie unter Bezugnahme auf Fig. 5 und Fig. 8 b
gezeigt. Um dem ausgebreiteten Flügel eine gewisse concave Höhlung zu erhalten, sind die
freien Enden der Querrippen unter sich durch Kautschukbänder oder einfache Bindfäden R
(Fig. 8 a) verbunden, welche die Flügel an der Durchbiegung in der umgekehrten Richtung
hindern. Die Gröfsenverhältnisse der Flügel und deren wirksame Fläche können je nach
der Muskelkraft des Luftschiffers veränderlich sein. Die beiden Flügel lehnen sich, nicht
weit von deren Zapfen entfernt, auf die beiden Enden einer Feder t (Fig. 5), welche nach
einem Kreisbogen gekrümmt und in einer Dille η (Fig. 5 und 10) befestigt ist. Letztere
kann auf der Stange des Gestelles gleiten und daselbst in beliebiger Höhe durch eine Stellschraube
festgelegt werden. Die Spannung der Feder soll genügen, um die beiden Flügel ohne weitere Kraftäufserung wieder zu heben.
An der Stelle, wo das Ende der rohrartigen Stange oder der Hauptrippe des Flügels an
dem Hebel F anliegt, ist auf letzterem ein Zahnrad m (Fig. 5, 7 und 10) befestigt, während
die rohrförmige Stange oder Hauptrippe mit einem Ring mit drehbarer Sperrklinke versehen
ist. Mit Hülfe dieser Einrichtung kann man den Flügel um seine Achse drehen und in jeder Lage [QR, QR, Fig. 10 punktirt),
d. h. in jedem beliebigen Winkel festlegen, indem man die Klinke in die Zähne des Rades
legt.
Jeder Hebel F ist an seinem Ende mit einem Seil i, 2 versehen, welche in Steigbügeln 3, 4
für die Beine des Luftschiffers endigen (Fig. 5). Der Befestigungspunkt der Seile kann nach
der Weite der Ausdehnung der Beine und ihrer Muskelkraft geändert werden.
Innerhalb der Winkelbewegung der Flügel, welche in Fig. 5 durch die punktirten Linien
N-T, N-T begrenzt ist, können die Flügel in beliebiger Lage mittelst Zapfens festgelegt werden,
der durch eins der in der Scheibe des Zapfens P vorgesehenen Löcher (Fig. 5) hindurchtritt.
Um die Stampf- oder Galoppbewegung des Ballons zu vermeiden, ist eine besondere Vorrichtung
angeordnet, welche den Schwerpunkt des Luftschiffers selbstthätig in Längsrichtung
des Ballons nach vorn oder hinten verlegt.
Zu diesem Zweck ist am Halter der Rolle e, welche zur Aufhängung des Flugapparates mit
dem LuftschifFer dient, ein Seil q befestigt; dasselbe führt über eine an der Aufhängestange
befestigte Rolle d, von hier nach dem Sattel herunter und ist unter diesem um die
Rollen 00 (Fig. 10) geschlungen. Hinter dem Sattel steigt das Seil zu der am hinteren Ende
des Aufhängestabes befestigten Rolle empor und kehrt von hier aus zur Rolle e zurück,
woselbst es an der gegenüberliegenden Seite befestigt ist. Bei i (Fig. 5 und 10) wird das
Seil q von einer auf dem Gestell befestigten Zange gehalten. Wenn bei der Stampf- oder
Galoppbewegung das vordere Ende des Ballons gehoben wird, verschliefst sich der Schwerpunkt
nach vorn, indem das Seil q bei i unbeweglich ist; eine ähnliche Bewegung würde
stattfinden, wenn das hintere Ende des Ballons hochzugehen streben würde, der Schwerpunkt
wird alsdann nach hinten verlegt. Diese Anordnung gestattet andererseits, die Achse des
Ballons in einer gegen die Horizontale geneigten Lage und in einem beliebigen Winkel
für den Aufstieg und Abstieg festzulegen. Zu diesem Zweck zieht der LuftschifFer an dem
Seil q und verschiebt somit den Schwerpunkt, welcher den Ballon in einem gewünschten
Winkel neigt. Der Ballon wird in dieser neuen Lage dadurch gesichert, dafs das Seil q
mit Hülfe der Zange i festgelegt wird.
Im unteren Theil des Ballons befindet sich ein Sicherheitsventil s (Fig. 1), welches mit
einer Feder, einem Hebel und einer Schnur sl versehen ist; zieht man an letzterer, so öffnet
sich das Ventil.
Vor dem Aufstieg mufs der LuftschifFer mit seinem Apparat ausbalancirt werden und zu
diesem Zweck die Tragfähigkeit des Ballons etwas geringer als das Gewicht des Apparates
und seiner Ladung sein. Es bleibt somit ein Uebergewicht zu heben, ein überschüssiger
Ballast. Die Gröfse dieses zusätzlichen Gewichtes soll so sein, dafs es durch die Muskelkraft
des Luftschiffen leicht gehoben werden kann. Während der Ruhepausen des Luftschiffers
besitzt der Apparat keine Aufstiegskraft; er wird durch das überschüssige Gewicht
auf die Erde herabgelassen. Beim Beginn seines Aufstieges mufs der Luftschiffer eine gewisse Strecke auf dem Boden, hierbei
sich auf Stelzen y (Fig. ii) stützend, zurücklegen ; hat er beim Arbeiten mit Händen
und Füfsen eine gewisse lebendige Kraft entwickelt, so hebt er sich mittelst einiger Flügelschläge
in die Luft. Sobald der Luftschiffer sich erhoben hat, arbeitet er nur noch mit den Füfsen. Unter Verlangsamung der Flügelbewegung
kann der Luftschiffer sein Fahrzeug auf einer gewünschten Höhe in dynamischem Gleichgewichtszustande halten, bei weiterer
Verlangsamung oder gänzlichem Aufhören der Flügelbewegung wird er auf die Erde herabkommen.
Der Abstieg oder Fall des Ballons kann in senkrechter oder in gegen die Horizontale
geneigter Richtung bewirkt werden. In letzterem Falle neigt man die Flügel mit Hülfe der Sperrvorrichtungen m in einem gewissen
Winkel und legt .sie in dieser Lage mittelst der Sperrklinken fest; gleichzeitig neigt
man die Achse des Ballons in einem gewissen Winkel, wie oben beschrieben wurde. Will
der Luftschiffer sich vorwärts bewegen, so dreht er an der Kurbel J und verlängert dadurch
das Aufhängeseil k; er neigt somit das ganze Gestell, seinen Körper und die Flügel
in einem beliebigen Winkel zwischen o° und 900 gegen die Horizontale. Hat der Luftschiffer
eine gewisse Haltung erreicht und will er sich vorwärts bewegen, so neigt er das
Gestell und seinen Körper im Winkel von 90° oder horizontal (Fig. 11). Bei einer Neigung
im Winkel von 45 ° macht der Luftschiffer eine Vorwärts - und gleichzeitig eine
Aufwärtsbewegung.
Der Luftschiffer kann schliefslich, indem er bald mit dem einen, bald mit dem anderen
Flügel arbeitet und die Flügel in verschiedene Winkelstellungen zu ihren Achsen bringt, verschiedene
Bewegungen in der Luft ausführen, die Flugrichtung ändern und sich in einem gewünschten Punkt auf die Erde herablassen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Aus einem Ballon und einem an diesem hängenden Flügelmechanismus bestehendes Luftschiff, dadurch gekennzeichnet, dafs der mit drehbaren einstellbaren Flügeln (A) versehene, den Luftschiffer tragende Flügelmechanismus an einer gebogenen Aufhängestange (f g) mittelst eines über Rolle (e) geführten Seiles (k), dessen eines Ende mit einer Winde (J) zur Lagenveränderung des Luftschiffers verbunden ist, hängt, und mittelst eines durch Zange (i) am Gestell festklemmbaren Seiles (q), welches über Rollen (c d) der Aufhängestange und über Rollen (0 0) des Gestelles geführt und am Bügel der Rolle (e) befestigt ist, in verschiedenen Neigungen des Ballons festlegbar ist.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE103105C true DE103105C (de) |
Family
ID=373631
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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Country Status (1)
| Country | Link |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN103303456A (zh) * | 2013-06-13 | 2013-09-18 | 蒲福祥 | 仿生载人飞艇 |
-
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- DE DENDAT103105D patent/DE103105C/de active Active
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN103303456A (zh) * | 2013-06-13 | 2013-09-18 | 蒲福祥 | 仿生载人飞艇 |
| CN103303456B (zh) * | 2013-06-13 | 2015-08-05 | 蒲福祥 | 仿生载人飞艇 |
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