DE84540C - - Google Patents

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DE84540C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B03SEPARATION OF SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS; MAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
    • B03BSEPARATING SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS
    • B03B4/00Separating by pneumatic tables or by pneumatic jigs
    • B03B4/02Separating by pneumatic tables or by pneumatic jigs using swinging or shaking tables

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  • Combined Means For Separation Of Solids (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 1: aufbereitung von Erzen.
WILLIAM SCOTT in BROVEGNO (Italien). Vorrichtung zur Scheidung von Erzen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 20. Juli 1894 ab.
Vorliegende Erfindung besteht in einer Vorrichtung, welche in erster Linie zur vollkommenen Scheidung der Bleierze vom Zinkerz und der Gangart lediglich auf mechanischem Wege vor der Verhüttung dieser beiden Erze auf Blei bezw. Zink geeignet ist.
Wenn man die grofse Schwierigkeit berücksichtigt, mit welcher die Trennung dieser beiden Metalle verbunden ist, sobald dieselben mit einander legirt sind, so ist die Wichtigkeit einer vorgängigen vollständigen Scheidung leicht verständlich, welche mit Hülfe der Einrichtung vorliegender Erfindung erzielt werden soll. Von besonderem Vorfheil ist hierbei noch, dafs diese Scheidung mit einem in kleine Stücke zerbrochenen Erz bezw. Mineral ausgeführt werden kann, so dafs dasselbe nicht gemahlen zu werden braucht, wie es bei anderen Scheidungsvorrichtungen der Fall ist.
Diese für die vollkommene Scheidung von Bleierz und Zinkerz benutzbare Vorrichtung kann auch zur Scheidung anderer Erze, Mineralien bezw. Materialien verschiedenen specifischen Gewichtes benutzt werden.
Auf der Zeichnung ist die nach vorliegender Erfindung für den Scheideapparat neue und wesentliche Vorrichtung durch Fig. 1 in oberer Ansicht und durch Fig. 2 in senkrechtem Schnitt veranschaulicht.
. Für diese Einrichtungsweise sind folgende Erwägungen mafsgebend gewesen, welche gleichzeitig die Wirkungsweise derselben erläutern.
Wenn . man Scheidegut auf den obersten Theil einer geneigten Fläche aufgiebt, so wird dasselbe infolge seiner. Schwere auf der betreffenden schiefen Ebene in einer dünnen Schicht herabgleiten. Läfst man nun in der entgegengesetzten Richtung, also diesem herabgleitenden Scheidegut direct entgegen, einen Windstrom nach aufwärts auf dieses Scheidegut wirken, so werden bei gehöriger Stärke des Windstromes die leichteren Körper nach oben getrieben, während die schwereren nach unten fallen. Um den Wind zu zwingen, das Scheidegut gehörig anzugreifen, mufs über dieser geneigten Fläche parallel eine. Leitfläche vorhanden sein, zwischen welchen beiden Flächen dann das Scheidegut herabgleitet, und der Abstand beider Flächen von einander mufs so gewählt werden, dafs die Stückchen des Scheidegutes durch den von den Flächen gebildeten Zwischenraum nach abwärts gelangen können. Bei dieser einfachen Anordnungsweise würde die entsprechende Vorrichtung noch nicht genügend wirksam sein, da einestheils die leichten und schwereren Theile nicht richtig bezw· genügend von dem Windstrom getroffen würden, anderentheils am oberen Ende der geneigten Gleitfläche eine störende Ansammlung der leichteren Theile eintreten müfste. Es erschien daher nothwendig, der Gleitfläche in horizontaler Richtung, und zwar in Richtung ihrer eigenen Ebene kleine Hin- und Herbewegungen zu ertheilen und derselben aufserdem eine begrenzte Länge zu geben. Durch eine derartige Bewegung wird erreicht, dafs das Scheidegut auf der Gleitfläche einen zickzackförmigen Weg beschreibt und die leichteren Theile mit Sicherheit der Einwirkung des Windstromes sich darbieten. Jede anders gerichtete Bewegung der Fläche, beispielsweise eine auf- und abwärts-
gehende oder horizontale, parallel zur Ebene des durch Fig. 2 veranschaulichten Schnittes gerichtete Bewegung, soll nicht angewendet werden, weil durch dieselbe das ruhige Herabgleiten des Scheidegutes auf der geneigten Ebene gestört würde.
Um nun der geneigten Gleitfläche eine begrenzte Länge zu geben, ist dieselbe bei der Einrichtung vorliegender Erfindung in kleine Abschnitte g g (Fig. 2) zerlegt.
Man kann dementsprechend den das kennzeichnende Merkmal vorliegender Erfindung bildenden, für die Scheidung eines aus Materialien verschiedenen specifischen Gewichtes gemengten Scheidegutes bestimmten Scheiderahmen (Fig. ι und 2) in der Weise einrichten, dafs derselbe aus mehreren Latten oder Leisten g aus Holz oder anderem Material besteht, welche der Länge nach horizontal, in der Richtung ihrer Breite dagegen geneigt gelagert sind, und deren Länge der Gröfse des Rahmens entspricht.
Diese Leisten g lassen genügend freie Zwischenräume zwischen einander, welche entsprechend der Anordnung der Leisten g geneigte Lage haben. Die Breite dieser Oeffnungen kann verschieden sein, je nach der Korngröfse der zu behandelnden Erze. Die Leisten oder Latten g werden zwischen zwei stärkeren Querbalken oder Riegeln i gehalten, welche an den äufseren Seiten des Rahmens angeordnet sind und die Organe für die Aufhängung des Rahmens tragen. Zu diesem Zweck sind an den beiden Enden des hinteren Querbalkens i zwei Consolen u angeordnet, welche in einen Ring auslaufen. In letzteren greift die Zugstange ν ein. An dem vorderen Querbalken i ist an jedem Ende eine Haltevorrichtung j für die Zugstange mittels Schrauben befestigt.
Bei dieser Einrichtungsweise kann der Rahmen, wenn die Zugstangen mit ihren anderen Enden beweglich befestigt sind, senkrecht zur Schnittebene (Fig. 2) schwingen.
Der Rahmen soll aufgehängt und leicht geneigt werden. Es ist zweckmä'fsig, dafür zu sorgen, dafs diese Neigung in derselben Maschine geändert werden kann. An dem niedrigen Ende des Rahmens ist ein Kasten s aus Holz oder einem anderen Material angeordnet, welcher so lang wie der Rahmen breit ist; die Ränder dieses Kastens sind genügend hoch, um bis zur oberen Fläche desselben Rahmens zu reichen. Ein Metallgewebe ^ bedeckt diesen Kasten und bildet ein Sieb für die Ansammlung der äufserst feinen Erztheilchen in dem Kasten. Derselbe ist auf einem Ende durch eine Seitenwand abgeschlossen und an dem anderen Ende offen, wo dieser Kasten in ein geneigtes Blech χ ausläuft, welches für die Entfernung der in dem Kasten enthaltenen abgesiebten Theile bestimmt ist. Durch die Schwingung, in welche man den Rahmen in der Längsrichtung des Kastens s versetzt, bewegen sich die abgesiebten Theile allmälig dem offenen Ende zu und können, indem sie auf das Blech χ gleiten, zur Verarbeitungsstelle oder etwa zu einer analogen Vorrichtung befördert werden, falls eine nochmalige Scheidung gewünscht wird. Der Rahmen ist von einem Rand r aus Holz oder anderem passenden Material mit Ausnahme der vorderen tieferen Seite umgeben. Gerade auf dieser Seite soll das Material, welches nicht durch den Rahmen und durch das Sieb ^ hindurchgegangen ist, herabfallen. Zu diesem Zweck ist auf dieser Seite zur Erleichterung des Herabfallens des groben Erzmaterials der Rand mit einem Ueberfallblech t ausgestattet.
Der Rahmen ist vortheilhaft durch eine ringsumlaufende ziehharmonikaartige Wand q mit einer Windkammer verbunden, welche von zwei Wänden 0 und h aus Holz und einem Blech / gebildet wird.
Die Wand 0 besitzt eine längliche Oeffnung n, •durch welche die Prefsluftleitung in die Kammer einmündet. Die eingeblasene Luft wird durch, in der Kammer eingeordnete Diaphragmen m in mehrere gegen die Schlitze in dem Rahmen gerichtete Strahlen getheilt und tritt dann durch diese Schlitze aus. Im unteren Theil der Kammer befindet sich eine Oeffnung p, durch welche das durch die Schlitze gegangene Erz hindurchfallen soll. Diese Oeffnung wird genügend eng gewählt, damit das herabfallende Erz in der Kammer vor dieser Oeffnung eine starke Schicht bildet, um ein Ausströmen von Luft durch die Oeffnung ρ zu verhindern.
Wenn man auf die höhere Seite des Rahmens eine dünne Schicht gesiebten und z. B. aus einer Mischung von Bleiglanz, Zinkblende und Gangart bestehenden Erzes aufbringt und den Rahmen in einer zur Ebene der Fig. 2 senkrechten Richtung schwingen läfst, so werden infolge der Neigung und des Schwingens des Rahmens die auf dem obersten (ersten) Rahmenschlitz angelangten Erztheile hindurchfallen. Durch den entgegentretenden Luftstrom werden die Stücke der leichteren Blende und Gangart zurückgeworfen, während die schwereren Bleiglanzstücke herabfallen. Die zurückgeworfenen leichteren Stücke gelangen demgemäfs mit den anderen Theilen des Scheidegutes zu dem nächstfolgenden Schlitz, um auf der geneigten Fläche der nächstfolgenden Leiste g von neuem der Einwirkung des Windstromes ausgesetzt zu werden und so fort, bis schliefslich alles leichtere Gut am Ende des Rahmens auf das Sieb ^ gelangt ist, wo, wie bereits angegeben, zweckmäfsig ein Absieben stattfinden kann, so dafs die feineren Theile über das Ausfallblech χ und die gröberen über das Ueberfallblech t
herausfallen und weggeführt werden können. Indem auf diese Weise das Scheidegut öfters der Einwirkung derartiger Rahmen mit geneigten Schlitzen unterworfen wird, gelingt es schon, ohne Vermählen der Erze zu Pulver eine vollkommene Scheidung herbeizuführen. Durch geeignete Ueber- und Nebeneinanderanordnung derartiger Rahmen kann man die Ueberführung der feineren und gröberen, über die beiden Ueberfallbleche χ und t oder auch der durch die Schlitze und Oeffnung ρ hindurchgefallenen Scheideguttheile zur wiederholten Scheidung mit ähnlich eingerichteten Apparaten bewirken, falls diese Antheile noch nicht genügend rein sind, um entweder als Gangart beseitigt oder als genügend reines Erz verhüttet zu werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Apparat zur Scheidung von körnigem Erz mittels geprefster Luft, gekennzeichnet durch einen Rahmen oder eine Platte mit geneigten Schlitzen, in welchen das Scheidegut nach abwärts gleitet, während gleichzeitig Luft durch die Schlitze nach oben getrieben und der Rahmen oder die Platte horizontal in Richtung der Schlitze hin- und herbewegt wird.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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