DE285209C - - Google Patents
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- DE285209C DE285209C DENDAT285209D DE285209DA DE285209C DE 285209 C DE285209 C DE 285209C DE NDAT285209 D DENDAT285209 D DE NDAT285209D DE 285209D A DE285209D A DE 285209DA DE 285209 C DE285209 C DE 285209C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B03—SEPARATION OF SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS; MAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
- B03C—MAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
- B03C7/00—Separating solids from solids by electrostatic effect
- B03C7/02—Separators
- B03C7/04—Separators with material carriers in the form of trays, troughs, or tables
Landscapes
- Electrostatic Separation (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVe 285209 -KLASSE 50 d. GRUPPE
JAKOB KRAUS in BRAUNSCHWEIG.
Dielektrikum vorgelagert ist.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 5. Februar 1914 ab.
Das den Gegenstand der Erfindung bildende Verfahren bezieht sich auf solche elektrostatischen
Scheider, bei welchen dem oder den anziehenden Polen ein Dielektrikum vorgelagert
ist, wodurch verhindert wird, daß die angezogenen Gutteile von den anziehenden Polen
wieder abgestoßen werden und somit die Bahnen der nicht angezogenen Gutteile kreuzen.
Das den Polen vorgelagerte Dielektrikum kann
ίο entweder beweglich oder fest angeordnet sein;
im ersteren Falle dient das Dielektrikum selbst zum Austragen der angezogenen Gutteile aus
dem elektrostatischen Felde, während in letzterem Falle die an das feste Dielektrikum angezogenen
Gutteile durch Abstreicher oder ähnlich wirkende Mittel entfernt werden.
Die Erfindung beruht auf der Beobachtung, daß die Anziehungskraft einer bei den elektrostatischen
Scheidern der vorgenannten Art verwendeten Elektrode stets auf das hierdurch erzeugte elektrostatische Feld beschränkt ist.
Wenn daher ein gegenüber dem Dielektrikum bewegliches elektrostatisches Feld verwendet
wird, so wirkt dessen Anziehungskraft nur an derjenigen Stelle des Dielektrikums, die gerade
im elektrostatischen Felde liegt, während sie aufhört, sobald das elektrostatische Feld diese
Stelle des Dielektrikums verläßt. Wird beispielsweise oberhalb eines festen Dielektrikums
eine schrittweise bewegliche Elektrode angeordnet, so werden in ihrer ersten Stellung auf
einem ihrem Felde entsprechenden Umfange des Dielektrikums die elektrostatisch beeinflußbaren
Gutteile aus dem Gemenge an das Dielektrikum angezogen und von diesem festgehalten,
jedoch fallen diese angezogenen Gutteile bei der Weiterbewegung der Elektrode und des damit wandernden Feldes von dem
in eine neutrale Zone gelangenden Teile des Dielektrikums ab, von dem nun ein anderer
Teil der Elektrode gegenüberliegt und elektrostatisch beeinflußt wird.
Auf dieser Beobachtung fußend, besteht das vorliegende elektrostatische Scheideverfahren
darin, daß durch gegenseitige Verschiebung der Pole und des Dielektrikums wandernde
elektrostatische Felder mit dazwischenliegenden neutralen Zonen geschaffen werden, in deren
Bereich die beeinflußten Gutteile in streifenartiger Unterteilung an das Dielektrikum periodisch
wechselnd angezogen oder von diesem fallen gelassen werden.
Auf der Zeichnung ist eine zur Durchführung des Verfahrens dienende Vorrichtung
schematisch dargestellt, die beispielsweise zum Scheiden und Putzen von den im Müllereibetriebe
entstehenden Griesgemengen geeignet ist.
Fig. ι zeigt einen senkrechten Längsschnitt der Vorrichtung, und Fig. 2 einen senkrechten
Schnitt nach der Linie A-B der Fig. 1.
Als Tragfläche für das zu scheidende Griesgemenge dient bei der dargestellten Vorrichtung
ein schräges Sieb i, das in bekannter Weise auf Federn 2 beweglich gelagert ist, die an
den Enden des Gestelles 3 drehbar befestigt sind. Das Scheidegut tritt durch den Trichter
4 auf der linken Seite des Siebes 1 in die Vorrichtung ein und wird durch die Hin- und
Herbewegung des Siebes auf diesem vorwärts bewegt. Während dieser Vorwärtsbewegung
wird das Scheidegut elektrostatisch beeinflußt.
Zu diesem Zwecke sind oberhalb des Siebes eine Reihe in Abstand nebeneinander liegender
Elektroden 5 angeordnet, die durch einen Rahmen 6 zu einem Gitterwerk vereinigt sind.
Der Rahmen 6 ist durch Hängeglieder 7 mittels Rollen 8 auf Schienen 9 aufgehängt, die an
der Decke 10 der Vorrichtung (Fig. 2) befestigt sind. Ferner ist der Elektrodenrahmen 6 an
seinen beiden Enden durch Zwischenglieder 11 und 12 mit einem Rahmen 13 verbunden, auf
dem versetzt zu den Elektroden 5 Fangbleche 14 in entsprechenden Abständen angeordnet
sind. Zwischen dem Elektrodenrahmen 6 und dem Fangblechrahmen 13, also oberhalb des
Siebes, liegt eine dielektrische Platte 15, die so lang ist, daß sie den von den Elektroden
5 eingenommenen Raum nach beiden Seiten noch um ein gewisses Stück überragt. Die miteinander verbundenen Rahmen 6
und 13 können durch geeignete Mittel, beispielsweise durch eine an dem Rahmen 6 angreifende
Kurbelstange 16, gemeinsam hin und her bewegt werden, die ihren Antrieb von einer
Kurbelscheibe 17 aus erhält. Die Scheibe 17 steht durch einen Riemenzug 18 mit der
Scheibe 19 in Verbindung, die mit der Scheibe 20 auf derselben Welle sitzt und durch diese
mittels des Riemenzuges 21 von der Scheibe 22 angetrieben wird. Auf der Welle der Scheibe
22 sitzt eine Kurbel 23, die mittels der Stange 24 das Sieb 1 hin und her bewegt.
Wenn man von der in Fig. 1 dargestellten Lage der Teile ausgeht, so äußern die Elektroden
5 ihre Wirkung auf das Scheidegut in den zwischen den Fangblechen 14 liegenden
Feldern, so daß auf den in diesen Feldern liegenden Streifen α des Dielektrikums 15 die
beeinflußten Gutteile angezogen und festgehalten werden. Dagegen bleiben die Streifen b
des Dielektrikums 15 leer, weil sie nicht im elektrostatischen Felde liegen. Wird nun der
Elektrodenrahmen 6 durch die Kurbel 16 beiepielsweise nach rechts verschoben, so kommen
die Elektroden 5 nunmehr über die Streifen b des Dielektrikums 15 zu liegen, so daß an
diese Streifen Gutteile angezogen werden, während die vorher an die Streifen α angezogenen
Gutteile aus dem Bereich der elektrostatischen Felder kommen infolgedessen von dem Dielektrikum
abfallen. Diese Gutteile fallen in die Fangbleche 14, da sich der Fangblechrahmen 13
mit dem Elektrodenrahmen 6 in gleicher Richtung verschoben hat. Bei der Verschiebung
der Rahmen 6 und 13 in entgegengesetzter Richtung wiederholt sich dasselbe Spiel von
neuem. §§
Die abgefallenen Gutteile werden aus den nach beiden Seiten schräg abfallenden Fangblechen
14 (Fig. 2) durch die Schüttelbewegung seitlich in Kanäle 25 abgeführt. Somit werden
durch die fortgesetzte Hin- und Herbe- ^0
wegung der Elektroden 5 gegenüber dem Dielektrikum 15 wandernde elektrostatische Felder
mit dazwischenliegenden neutralen Zonen geschaffen, in deren Bereich die beeinflußten
Gutteile in einer durch die Streifen α bzw. δ bedingten Unterteilung an das Dielektrikum 15
periodisch wechselnd angezogen oder von diesem fallen gelassen werden.
Statt der durch Rahmen zu Gittern vereinigten Elektroden und Fangbleche können
natürlich auch unabhängig voneinander bewegte Elektroden und Fangbleche oder Elektrodengruppen
und Fangblechgruppen in gleicher oder wechselnder Richtung an dem Dielektrikum vorbeigeführt werden.
Das Dielektrikum braucht nicht plattenförmig
gestaltet zu sein, sondern kann jede andere Körperform haben.
Die Einrichtung kann auch so getroffen sein, daß die Elektroden und Fangbleche feststehend
angeordnet sind, und sich das Dielektrikum bewegt.
Claims (4)
1. Verfahren zum Scheiden und Putzen von Gemengen im elektrostatischen Felde,
in welchem dem oder den anziehenden Polen ein Dielektrikum vorgelagert ist, dadurch
gekennzeichnet, daß durch gegenseitige Verschiebung der Pole und des Dielektrikums wandernde elektrostatische
Felder mit dazwischenliegenden neutralen Zonen entstehen, in deren Bereich die beeinflußten
Gutteile in streifenartiger Unter- .105 teilung an das Dielektrikum periodisch wechselnd angezogen oder von diesem fallen
gelassen werden.
2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet
durch oberhalb der Förderbahn (1) des Scheidegutes mit Abstand angeordnete
Elektroden (5) mit vorgelagertem Dielektrikum (15) und unter diesen angeordneten,
versetzt zu den Elektroden liegenden Fangrinnen (14) o. dgl., die zusammen mit den
Elektroden gegenüber dem Dielektrikum bewegbar sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die durch Rah-
men (6 bzw. 13) unter sich vereinigten Elektroden (5) und Fangrinnen (14) durch Hängeglieder
(11, 12) miteinander verbunden und durch einen gemeinsamen Antrieb (i6,
17) hin und her beweglich sind.
4. Abänderungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das Dielektrikum (15) gegenüber den feststehenden Elektroden (5) und
Fangrinnen (14) bewegbar ist.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE285209C true DE285209C (de) |
Family
ID=540610
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT285209D Active DE285209C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE285209C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE814376C (de) * | 1948-12-21 | 1951-09-20 | Richard Regul | Vorrichtung zum Trennen von Vermahlungsprodukten durch elektrische Felder |
-
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE814376C (de) * | 1948-12-21 | 1951-09-20 | Richard Regul | Vorrichtung zum Trennen von Vermahlungsprodukten durch elektrische Felder |
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