DE840000C - Verfahren zur Herstellung von formbaren, lagerfaehigen, mikroporoesen natuerlichen Kautschuk oder kautschukaehnliches Ausgangsmaterial enthaltenden Mischungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von formbaren, lagerfaehigen, mikroporoesen natuerlichen Kautschuk oder kautschukaehnliches Ausgangsmaterial enthaltenden Mischungen

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DE840000C
DE840000C DEP35034A DEP0035034A DE840000C DE 840000 C DE840000 C DE 840000C DE P35034 A DEP35034 A DE P35034A DE P0035034 A DEP0035034 A DE P0035034A DE 840000 C DE840000 C DE 840000C
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Description

(WiGBl. S. 175)
AUSGEGEBEN AM 26. MAI 1952
P 35034 IV c139 b D
enthaltenden Mischungen
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung eines festen, lagerfähigen Ausgangsmaterials zum Formen mit darin dispergiertem Füllstoff von mikroskopischer Feinheit, aus welchem später mikroporöse Gegenstände, z. B. Druckplatten, durch Formen und einen nachfolgenden Arbeitsgang zum Entfernen des Füllstoffes gemacht werden können.
Obwohl die Erfindung besonders für Kautschuk oder kautschukähnliches Material, z. B. synthetischen Kautschuk, dargelegt ist, ist es selbstverständlich, daß sie auf anderes Formmaterial, das auf Walzen verarbeitbar ist, anwendbar ist. Deshalb bedeutet der Ausdruck Kautschuk, wo er allein für sich in der Beschreibung und in den Ansprüchen erscheint, daß auch anderes auf Walzen verarbeitbares Material mit einbegriffen ist.
Bekannt sind Verfahren zum Einlassen entfernbarer Füllstoffe in lagerfähigem Ausgangsmaterial zum Formen, welches aber verschiedenen Einschränkungen unterliegt, so daß es für die Zwecke der Herstellung ao auf Fertigungsbasis nicht ganz geeignet ist.
In einem an sich bekannten Verfahren wurde ein lagerfähiges Ausgangsmaterial zum Formen in Gestalt eines Gemisches von zerkleinertem Kautschuk und Natriumnitratteilchen angewandt, wobei festgestellt »5 wurde, daß es neben seiner Eigenschaft zur Herstellung
ausgezeichneter mikroporöser1 Platten doch Nachteile hatte, welche es für die Fertigung in großen Mengen, z. B. auf Fertigungsbasis, ungeeignet machte. Einer der Nachteile war, daß diese Form des Ausgangsmaterials ein verhältnismäßig lockeres, großoberflächiges Gemisch von Teilchen war, das zudem einen beträchtlichen Lagerraum benötigte. Ein weiterer Nachteil war, daß der Kautschuk, wenn er nicht unmittelbar vor dem Gebrauch zerkleinert wurde, sich ίο mit dem Material zu vereinigen suchte und das richtige Mischen mit dem Füllstoff verhinderte. Selbst wenn der Füllstoff mit dem Kautschuk unmittelbar nach dessen Zerkleinerung gemischt und das Gemisch stehengelassen wurde, hatten die Kautschukteilchen das Bestreben, sich zu vereinigen, so daß eine geeignete Verteilung des Gemisches in einer Form und damit das Erzielen einer einförmigen Porosität in den daraus geformten Enderzeugnissen verhindert wurde.
Eine andere Art des gefüllten lagerfähigen Ausgangsmaterials zum Formen besteht in einer Unterlage oder Schicht aus einem Stoff, in dem der Füllstoff durch ein direktes Walzverfahren ohne Verwendung eines Lösungsmittels für das Formmaterial eingelassen wurde. Das so hergestellte Material hatte den Nachteil, daß die Füllstoffteilchen nicht gleichmäßig im Kautschuk oder im Formmaterial dispergiert und somit im letzteren eingeschlossen wurden, so daß die Füllstoffteilchen nicht leicht zu entfernen waren und keinen geeigneten porösen Gegenstand darstellten. Dies scheint auch die Erfahrung anderer gewesen zu sein, welche herausfanden, daß Salz oder andere wasserlösliche kristallische Stoffe nicht in zufriedenstellender Weise in der Kautschukmasse bei einem Walzvorgang eingelassen und später wieder entfernt werden konnten, so daß sich keine gleichförmige poröse Masse ergab.
Bei den Versuchen, Füllstoffe dem festen Material beizugeben, so daß sie später wieder entfernt wurden und eine poröse Masse hinterließen, wurde auch Stärke verwandt. Dieser Füllstoff ließ sich nicht leicht aus dem geformten Erzeugnis entfernen, bis nachdem es behandelt und löslicher gemacht wurde.
Ein wesentliches Merkmal der Erfindung ist die Schaffung eines Verfahrens zur Herstellung eines gefüllten Formmaterials durch Zermahlen von Teilchen eines entfernbaren Füllstoffes von gewünschter Feinheit, und zwar derart, daß letzterer aus den aus dem Ausgangsmaterial geformten Gegenständen entfernt werden kann, so daß sich einförmige Poren in diesen bilden können.
Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren können Teilchen des entfernbaren Füllstoffes in festes kautschukähnliches Formmaterial eingelassen werden, so daß kompaktere Schichten als bisher erzeugt werden, aus denen der Füllstoff nach dem Formen leicht entfernbar ist, so daß ein einförmig poröses Erzeugnis entsteht.
Demgemäß besteht die Erfindung in einem Verfahren zur Herstellung von formbaren, lagerfähigen, mikroporösen natürlichen Kautschuk oder kautschukähnliches Ausgangsmaterial enthaltenden Mischungen, welchen ein mikrofeiner herauslösbarer Füllstoff beigemischt ist, der nach dem- Formen durch Auslösen entfernt wird, und sie ist dadurch gekennzeichnet, daß während des Knetens der Ausgangsmischung eine Menge eines organischen Lösungsmittels, z. B. Toluols oder Tetrahydrofurfurylalkohols oder Isooctans, beigemischt wird, das dem Füllstoff gegenüber träge ist und dessen Menge unterhalb jener liegt, die erforderlich ist, um Kautschuk oder das kautschukähnliche Material, z. B. Butadienacrylsäurenitrilmischpolymerisat oder Polysulfidkautschuk oder Butylkautschuk, zu lösen.
Die Erfindung ist nachstehend in Ausführungsbeispieien beschrieben.
Bei früheren Versuchen zum Zerwalzen auslösbaren, mikrofeinen körnigen Materials mit dem Kautschuk hat der Walzvorgang bewirkt, daß die dem mit dem Kautschuk aufzutragenden Füllstoffteüchen am ersteren anhafteten und ein Entfernen des Füllstoffes aus dem fertigen Erzeugnis verhinderten.
Es wurde aber festgestellt, daß in Gegenwart einer verhältnismäßig kleinen Menge des Lösungsmittels für das kautschukähnliche Material während des Zerwalzens des Füllstoffes mit dem Kautschuk körniger und auslösbarer Füllstoff bis zu etwa 74 °/odes Volumens des fertigen Erzeugnisses in dem vulkanisierbaren kautschukähnlichen Material beim Walzvorgang eingelassen werden kann, ohne daß die Teilchen beschädigt werden und ohne daß die Füllstoffteilchen eine Schicht bilden, welche ein zufriedenstellendes Entfernen derselben aus dem geformten Erzeugnis und damit einer einförmigen Porosität verhindern würde. Das lagerfähige, gleichmäßig gefüllte Ausgangsmaterial kann von der Walze aus in einer Schicht von genügender Dicke gebildet werden, so daß Gegenstände mit der gewünschten Stärke vom Ausgangsmaterial aus hergestellt werden können.
Um die Erfindung genauer zu erläutern, werden einzelne Ausführungsbeispiele gegeben, auf die aber die Erfindung nicht beschränkt sein soll.
Beispiel 1
Gefülltes lagerfähiges Ausgangsmaterial wurde aus vulkanisierbaren, ölwiderstehenden Butadienacrylsäurenitrilmischpolymerisaten hergestellt.
Eine typische Mischung dieser Art mit an sich bekannten Verbindungen zum Erzielen der gewünschten physikalischen Eigenschaften in elastischen porösen Gegenständen, z. B. Druckplatten, wurde unter Ver-Wendung der folgenden Bestandteile (Gewichtsprozent) hergestellt: Mischpolymerisat 100 Teile, Zinkoxyd 5 Teile, Benzothiacyldisulfid 1,5 Teile, Phenyl-/?- naphthylamin 1 Teil, Stearinsäure 1 Teil, leicht verarbeitbarer Kohlenruß 40 Teile und Schwefel 1,5 Teile.
453,6 g dieser Mischung werden in eine Kaltrollenwalze getan, wobei die Walzen auf die öffnung von 0,5 mm eingestellt werden und ein vorangehendes Zerwalzen von etwa 3 Minuten Dauer erfolgt.
Danach werden 2571,9 g des Natriumnitrats, welches zu Teilchen von einer Größe, bei der 9O°/0 durch ein Sieb von 133 Maschen auf das Zentimeter gehen, zerkleinert, zum Vertreiben der Feuchtigkeit erhitzt, 925 cm3 des Tuluols zugesetzt, in die Rollenwalze gegeben und mit der Ausgangsmischung etwa 27 Minuten innig gemischt.
Nach diesem Arbeitsgang werden die Walzen auf die öffnung von 0,0125 mm eingestellt und das Gemisch aus Natriumnitrat und der Kautschuk enthaltenden Ausgangsmischung in der Walze etwa 12 Minuten lang zu einer homogenen Masse verarbeitet, worauf die endgültige Zerkleinerung etwa 45 Minuten lang mit aul 3.75 mm eingestellten Walzen erfolgt und anschließend die aus der Walze kommende Mischung mit der gewünschten Schichtstärke abgezogen wird. Das in der Mischung verbleibende Lösungsmittel verflüchtigt sich durch Trocknen an der Luft oder durch künstliches Trocknen bei 710.
Die obigen Gewichtsverhältnisse der 'kautschukähnlichen Verbindung mit dem Natriumnitrat stellen ein geformtes Erzeugnis dar, bei welchem der Füllstoff etwa 72°/0 des Volumens ausmacht. Wenn das obengenannte kautschukähnliche Material u*nd der Füllstoff verschiedener spezifischer Gewichte angewandt werden sollen und andere Proportionen in dem Volumen des Füllstoffes für die Verbindung gewünscht werden, dann kann das Verhältnis zwischen dem Gewicht des Kautschuks oder kautschukähnlichen Stoffes in der Ausgangsmischung und des anzuwendenden Füllstoffes nach den Erfordernissen verändert werden, um die gewünschte Zusammensetzung des lagerfähigen Ausgangsmaterials herzustellen.
Die Teilchengröße des im obigen Ausführungsbeispiel benutzten Füllstoffes ergibt eine ausgezeichnete Feinheit der Poren, aber die Erfindung ist nicht auf die Verwendung dieser Teilchengröße beschränkt, da auch Füllstoff teilchen, welche durch ein Sieb von 40 Maschen auf das Zentimeter gehen, gebraucht werden können, um Poren von einer Größe herzustellen, die dem unbewaffneten Auge praktisch nicht wahrnehmbar sind.
Die obigen Angaben über die Walzeneinstellung und die Walzzeiten bringen ein ausgezeichnetes Einfügen des Füllstoffes in dem genannten Material zustande, aber es ist selbstverständlich, daß auch andere Walzeneinstellungen und Walzzeiten angewandt werden können, ohne daß das Einlassen des Füllstoffes im kautschukähnlichen Material gegenteilig beeinflußt wird.
Im obigen Beispiel wird Natriumnitrat als Füllstoff verwandt, weil dieses weder wesentlich mit dem kautschukähnlichen Material reagiert noch durch Lösungsmittel für das kautschukähnliche Material, noch durch Hitze und Pressedruck beim Formen und Vulkanisieren beeinträchtigt wird und leicht mit Wasser ausgelöst werden kann. Es ist nicht beabsichtigt, die Erfindung auf dieses besondere Füllmaterial zu beschränken, das lediglich ein Beispiel aus einer großen Menge von löslichen Stoffen ist, die zur Porenbildung im kautschukähnlichen Material gebraucht werden können und die erforderlichen Eigenschaften aufweisen.
Weiters ist weder das besondere Lösungsmittel noch die im obigen Beispiel angewandte Menge nachteilig, weil das Verfahren unter Verwendung anderer Lösungsmittel, z. B. Tetrahydrofurfurylalkohol und Isooctan, durchgeführt wurde und sich zufriedenstellende Ergebnisse durch die Verwendung von 700 bis 1000 cm3 des Lösungsmittels erzielen ließen. Obwohl das Mischen des Lösungsmittels mit dem Füllstoff vor dem Walzen ein sehr einfacher Weg ist, das Lösungsmittel während des Walzens dem kautschukähnlichen Material beizufügen, ist es doch nicht wesentlich, weil das Lösungsmittel auch direkt beim Einlassen der Füllstoffteilchen in das kautschukähnliche Material in der Walze beigefügt werden kann.
Das so hergestellte lagerfähige Ausgangsmaterial aus kautschukähnlichem Stoff mit dem festen auslösbaren Füllstoff ist von kompakter, schichtartiger Form, kann leicht eingelagert und behandelt werden; es ist lange haltbar, so daß später daraus Gegenstände geformt werden können.
Das nach dem Verfahren gemäß der Erfindung hergestellte Material kann unter Hitze und Druck unter Anwendung der üblichen Technik des Formens geformt und vulkanisiert werden. Wenn der lösliche Füllstoff im Formmaterial nach dem erfindungsgemäßen Verfahren eingelassen wurde, können im wesentlichen alle Teilchen desselben aus den geformten Gegenständen zum Herstellen mikrofeiner Poren herausgelöst werden.
Beispiel 2
Gefülltes lagerfähiges Formmaterial wurde auch aus vulkanisierbarem Butylkautschuk hergestellt.
Eine Mischung zum Erzielen der gewünschten physikalischen Eigenschaften für das Herstellen elastischer poröser Gegenstände, z. B. Druckplatten, wurde unter Verwendung der folgenden Bestandteile (Gewichtsprozent) hergestellt: Butylkautschuk 100 Teile, Zinkoxyd 5 Teile, Stearinsäure 3 Teile, Benzothiacyldisulfid 2 Teile, Schwefel 3 Teile, Tetramethylthiuramdisulfid ι Teil und leicht behandelbarer Kohlenruß 30 Teile. '
Wie im Beispiel 1 erwähnt, wurden Natriumnitratteilchen mit dieser Mischung in Gegenwart eines Lösungsmittels zerwalzt, wobei das gleiche Verfahren und das gleiche Verhältnis zwischen dem auslaugbaren Füllstoff, der Ausgangsmischung und dem Lösungsmittel wie in Beispiel 1 angewandt wurde.
Das durch dieses Verfahren hergestellte gefüllte Produkt kann unter Hitze und Druck bei Anwendung an sich bekannter Formverfahren geformt und vulkanisiert werden. Alle löslichen Füllstoff teilch en können aus den geformten Gegenständen ausgelöst werden, so daß mikrofeine Poren in ihnen gebildet werden.
Beispiel 3
Gefülltes lagerfähiges Formmaterial wurde auch aus vulkanisierbarem natürlichem Kautschuk hergestellt.
Natürlicher Kautschuk in Form von geräucherten Platten wurde mit anderen bekannten Bestandteilen zum Erzielen der gewünschten physikalischen Eigenschaften für das Herstellen elastischer poröser Gegenstände, z. B. Druckplatten, unter Verwendung der folgenden Bestandteile (Gewichtsprozent) hergestellt: Geräucherte Schicht 100 Teile, Zinkoxyd 5 Teile, Benzothiacyldisulfid 1 Teil, Stearinsäure 1 Teil, Phenyl-/S-naphthylamin 1 Teil, Schwefel 3 Teile und leicht behandelbarer Kohlenruß 40 Teile.
Wie im Beispiel ι erwähnt, wurden Natriumnitratteilchen in Gegenwart eines Lösungsmittels, z. B. Toluols, in dieser Verbindung zerwalzt, wobei das Verfahren und das gleiche Verhältnis wie in Beispiel ι zwischen der Ausgangsmischung, dem Füllstoff und dem Lösungsmittel angewandt wurden.
Das auf diese Weise hergestellte gefüllte Ausgangsmaterial kann unter Hitze und Druck geformt und vulkanisiert werden. Fast alle löslichen Füllstoffteilchen können aus den geformten Gegenständen ausgelöst werden, so daß mikrofeine Poren in ihnen erzeugt werden.
Beispiel 4
Gefülltes lagerfähiges Formmaterial wurde durch das erfindungsgemäße Verfahren auch aus vulkanisierbarem synthetischem Kautschuk der organischen PoIysulfidarten hergestellt.
Eine typische Mischung aus kautschukähnlichem Material zum Erzielen der gewünschten physikalischen Eigenschaften in elastischen, porösen Gegenständen, z. B. Druckplatten, wurde unter Verwendung der folgenden Bestandteile (Gewichtsprozent) hergestellt: Ausgangsstoff 100 Teile, Benzothiacyldisulfid 0,3 Teile, Diphenylguanidin 0,1 Teil, Zinkoxyd 10 Teile, Stearinsäure 0,5 Teile und leicht zu behandelnder Kohlenruß 5 Teile.
Wie in Beispiel 1 erwähnt, wurden Natriumnitratteilchen in Gegenwart eines Lösungsmittels, z. B.
Toluols, mit der Mischung zerwalzt, wobei das Verfahren und die gleichen Verhältnisse zwischen der Verbindung, dem löslichen Füllstoff und dem Lösungsmittel wie in Beispiel 1 angewandt wurden.
Das auf diese Weise hergestellte gefüllte Ausgangsmaterial kann bei Anwendung bekannter Formverfahren unter Hitze und Druck geformt und vulkanisiert werden, und fast alle löslichen Füllstoffteilchen können aus den geformten Gegenständen ausgelöst werden, so daß mikrofeine Poren in ihnen erzeugt werden.

Claims (5)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Verfahren zur Herstellung von formbaren, lagerfähigen, mikroporösen natürlichen Kautschuk oder kautschukähnliches Ausgangsmaterial enthaltenden Mischungen, welchen ein mikrofeiner herauslösbarer Füllstoff beigemischt ist, der nach dem Formen durch Auslösen entfernt wird, dadurch gekennzeichnet, daß während des Knetens der Ausgangsmischung in einer Rollenwalze eine Menge eines organischen Lösungsmittels, z.B.Toluols oder Tetrahydrofurfurylalkohols oder Isooctane, beigemischt wird, das dem Füllstoff gegenüber träge ist und dessen Menge unterhalb jener liegt, die erforderlich ist, iim Kautschuk oder das kautschukähnliche Material, z. B. Butadienacrylsäurenitrilmischpolymerisat oder Polysulfidkautschuk oder Butylkautschuk, zu lösen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kautschuk oder das kautschukähnliche Material einer vorangehenden Mastifikation unterworfen wird, bevor der Füllstoff und das Lösungsmittel hinzugefügt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Füllstoff zuerst mit dem Lösungsmittel gemischt und das Gemisch danach dem Kautschuk oder dem kautschukähnlichen Material in den Knetern (Walzen) beigefügt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Gewichtsverhältnis des Füll-"stoffes zum Kautschuk oder kautschukähnlichen Material jeweils 85°/0 zu !50Zo beträgt.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Material nach dem Verlassen der Kneter (Walzen) einer Temperatur von etwa 71' ausgesetzt wird.
© 503S 5.
DEP35034A 1948-01-02 1949-02-25 Verfahren zur Herstellung von formbaren, lagerfaehigen, mikroporoesen natuerlichen Kautschuk oder kautschukaehnliches Ausgangsmaterial enthaltenden Mischungen Expired DE840000C (de)

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