DE839C - Apparat zum Messen von Getreide und anderen körnerartigen Massen - Google Patents

Apparat zum Messen von Getreide und anderen körnerartigen Massen

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DE839C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01GWEIGHING
    • G01G13/00Weighing apparatus with automatic feed or discharge for weighing-out batches of material
    • G01G13/24Weighing mechanism control arrangements for automatic feed or discharge
    • G01G13/242Twin weighing apparatus; weighing apparatus using single load carrier and a plurality of weigh pans coupled alternately with the load carrier; weighing apparatus with two or more alternatively used weighing devices
    • G01G13/243Twin weighing apparatus; weighing apparatus using single load carrier and a plurality of weigh pans coupled alternately with the load carrier; weighing apparatus with two or more alternatively used weighing devices using a single load carrier
    • G01G13/244Twin weighing apparatus; weighing apparatus using single load carrier and a plurality of weigh pans coupled alternately with the load carrier; weighing apparatus with two or more alternatively used weighing devices using a single load carrier with a single weighing receptacle divided into two or more alternatively used sections
    • G01G13/246Twin weighing apparatus; weighing apparatus using single load carrier and a plurality of weigh pans coupled alternately with the load carrier; weighing apparatus with two or more alternatively used weighing devices using a single load carrier with a single weighing receptacle divided into two or more alternatively used sections the weighing apparatus being rotatable

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  • Weight Measurement For Supplying Or Discharging Of Specified Amounts Of Material (AREA)

Description

1877.
WILLIAM HENRY BAXTER in BRIXTON HILL (England). Apparat zum Messen von Getreide und anderen körnerartigen Massen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom i. August 1877 ab. Längste Dauer: 14. Juni 1892.
Die vorliegende Erfindung hat den Zweck, körnerartige Massen zu messen, indem man das Mafs über den Rand füllt, abstreicht und das Abgestrichene aufhängt, um es zur folgenden Füllung des Mafses mit zu verwenden, wobei ein Zifferblatt selbstthätig das erzielte Resultat anzeigt. Beim Messen von Getreide giebt die Erfindung zu gleicher Zeit ein Mittel in die Hand, die Qualität der gemessenen Producte zu schätzen.
Der Apparat besteht aus einer Welle mit zwei oder mehr radial arrangirten Mefsgefäfsen von gleichem Rauminhalt und beliebiger Gröfse. Die Oeffnungen dieser Gefäfse liegen an einer Stelle, welche von der Axe am entferntesten ist, und sind nach Kreisbögen, deren Mittelpunkt in der Axe liegt, gekrümmt. Der Raum zwischen diesen Oeffnungen ist durch eine hölzerne oder metallene Platte ausgefüllt, welche denselben Bogen beschreibt, so dafs das ganze die Peripherie einer Trommel bildet. Die Welle dreht sich an einem oder mehreren Hebeln. Die Mefsgefäfse werden durch ein stellbares Gegengewicht im Gleichgewicht erhalten. Die Mafse sind derartig befestigt, dafs ihre Mittellinie die Mitte der Axe nicht schneidet. Die Entfernung dieser Linie von der Axe wird nach verschiedenen Umständen regulirt, so z. B. nach der Art der zu messenden Massen und der Art der Hülfsmaschinen. Die Rotation der Mafse wird durch einen Pflock verhindert, welcher in deren Seite befestigt ist und gegen einen Vorsprung des Gestelles stöfst. Ein Aufsatz von Holz oder Metall wird derartig am Hebel befestigt, dafs, wenn sich der Apparat im Zustand der Ruhe befindet, dieser Aufsatz eine senkrechte Verlängerung eines der Mafse ist. In diesen Aufsatz taucht der Hals des Speisetrichters hinein, welcher durch eine Klappe oder auf andere Weise verschlossen werden kann. Der Boden des Aufsatzes ist nach der Peripherie der Trommel gekrümmt, und eine ihrer Seiten oder ein Theil derselben kann aus Glas hergestellt werden. Ein Zeiger mit Zifferblatt wird an dem Gestell an einer passenden Stelle angebracht, um die ganzen oder theilweisen Rotationen der Trommel zu verzeichnen. Der Betrieb des oben im allgemeinen beschriebenen Apparates ist folgender:
Vorausgesetzt, es soll die Maschine zum Messen von Weizen dienen, so wird das Gegengewicht auf den mit »Weizen« bezeichneten Punkt der Stange gerückt. Der durch den Trichter zugeführte Weizen gelangt durch den Hals desselben und durch den Aufsatz in das Mafs, welches sich darunter befindet, bis das letztere über den Rand gefüllt ist. Das Gewicht des Ueberflusses übersteigt dasjenige des Gegengewichts, so dafs die Trommel sich in demselben Augenblicke senkt und das Austreten des Weizens aus dem Trichter durch Verschliefsen der Klappe unterbricht. Gleichzeitig wird der Pflock des Mafses von dem Haltestück des Gestells frei, und da nun die Trommel ebenfalls frei ist, so fängt sie an zu rotiren; der Rand des Aufsatzes bildet nunmehr das Nivellirinstrument, welches bei der theilweisen Rotation der Trommel den Ueberschufs abstreift und dieser wird von dem darunter befindlichen Aufsatz aufgenommen, bis es von dem folgenden leeren Mafs in Empfang genommen wird. Ist das soeben angefüllte Mafs seines Inhalts entleert, so hebt sich die Trommel wieder, die Klappe öffnet sich und dieselbe Manipulation geht von neuem von statten. Während der drehenden Bewegung der Trommel setzt sie einen Zeiger in Bewegung, welcher auf einem Zifferblatt die gemessene Quantität anzeigt. Handelt es sich darum, annähernd die Qualität des Kornes zu bestimmen, welche auf der Beziehung zwischen dem Gewicht und der Mafseinheit beruht, so nimmt die Platte eine besondere Form an und eine Seite derselben wird ganz oder theilweise aus Glas hergestellt, welches mit Theilstrichen versehen ist. Wenn man bei dieser Einrichtung in dem Augenblick, wo die Trommel sich senkt, die Höhe constatirt, bis zu welcher der Weizen am Glase gestanden hat, so wird diese Höhe das Gewicht des Weizens im Verhältnifs zum Einheitsmafs anzeigen und so das Mittel zur Schätzung des Werthes des Weizens bieten. In der beiliegenden Zeichnung des Apparats ist Fig. ι eine Seitenansicht desselben, Fig. 2 eine Vorderansicht und Fig. 3 eine Seitenansicht bei fortgelassenem Gestell, um den in den beiden ersten Figuren verdeckten Mechanismus deutlicher zu machen. A A (Fig. ι und 2) ist das Gestell, b b sind Stangen, welche die beiden
Seiten desselben miteinander verbinden. B B sind Hebel, welche auf den beiden Stützpunkten b' ruhen. L ist ein Gegengewicht, welches auf JB1 beweglich ist; B1 ist an dem Querstück B2 befestigt, welches die Hebel, B B verbindet; S ist eine Schraube, welche dazu dient, das Gewicht L an jedem beliebigen Punkte festzuhalten. E ist ein Trichter, -N der Hals desselben, welcher in den Aufsatz T hinabtaucht. CC1 sind Arme, welche von den Pflöcken cc der Hebel B herabhängen. Der übrige Theil des Apparates ist am besten in Fig. 3 ersichtlich. D D sind Stangen, welche senkrecht zu den Armen C C stehen und bei D' ihren Drehpunkt haben, d ist eine Axe, welche in CC und DD frei drehbar ist. FFF sind drei Mefsgefäfse, ähnlich dem in den Fig. 4 und 5 dargestellten. Diese .Mafse sind in folgender Weise an der Axe d befestigt. Zwei Scheiben von Metall (auch eine würde genügen), in Fig. 3 mit EEB bezeichnet, sind an der Axe d festgekeilt und werden durch die Stangen e e e, welche je nach den-Dimensionen der Maschine, auf einer oder beiden Seiten vorstehen, in der gewünschten Entfernung gehalten. Die Mafse F befinden sich zwischen den Scheiben und werden mittelst Nieten ,oder Schrauben an denselben befestigt, r r r zeigt den Rand von Metall oder anderem glatten Material, welcher die Peripherie der Trommel und zugleich den Boden des Aufsatzes T bildet. Die Vorsprünge oder Pflöcke e e e verhindern, indem sie gegen die im Innern des Gestells A befestigte Hemmung drücken, die Rotation der Trommel bis zum gewünschten Augenblick. F1 ist ein am Gestell befestigtes Stück, welches die Pflöcke eee dann in die gewünschte Stellung bringt. Der Aufsatz T ist bei S mit einer Franse von Borsten oder anderem geeigneten Material versehen, die das Abstreichinstrument bildet, wenn die Trommel in Bewegung gesetzt wird. Der Aufsatz T wird von den an den Armen C befestigten Stücken χ χ getragen. V (Fig. 1) ist eine Klappe, welche den Hals des Trichters verschliefst, wie es durch die punktirten Linien angedeutet ist; α ist der. Arm, welcher sie in. Bewegung setzt und w das Gegengewicht, welches den Verschlufs zu bewirken strebt. Der Arm α wird von einer Stange y mittelst des Querstücks ζ getragen. Während der Aufsatz T abwärts geht, schliefst die Klappe V den Trichter. M ist eine Sperrklinke,, welche an χ befestigt ist und von der Feder η gehalten wird, um jede Rückwärtsbewegung der Trommel zu hindern. R (Fig. 1 und 2) ist ein Stück Metall, welches bei d festgekeilt ist, und G ist ein Vorsprung des Gestells A. Der Zweck dieser Theile ist der, die genaue Stellung der Mefsgefäfse zu sichern, wenn sie zur Füllung vorrücken. J ist der Zählapparat, welcher bei jeder steigenden Bewegung der Trommel in Thätigkeit gesetzt wird. Auf einer Seite der Stange B ist die Art der zu wiegenden Masse bezeichnet und auf der anderen Seite die Eintheilung in Kilogramm oder andere
Gewichtseinheiten. Die betreffenden Theilpunkte sind mit Hülfe einiger Experimente leicht festzustellen.
Die Figuren 6 und 7 zeigen eine Modification des Apparats, wie sie zum Messen von Getreide bestimmt ist, welches direct den mit dem Mefs- ■ mechanismus verbundenen Mühlen zugeführt werden soll. Fig. 6 ist eine Seitenansicht und Fig. 7 eine Vorderansicht dieser Construction. A A ist das Gestell, aus Gufseisen oder anderem Metall bestehend; die beiden Theile sind durch das Stück A1J die Stange α »und das Stück b miteinander verbunden. BB ist ein zweites Gestell, welches aus Messing oder anderer Masse hergestellt ist; es besteht aus zwei Seitenwänden, welche durch die Stücke c c c verbunden sind. Dieses Gestell ist drehbar bei d d in dem anderen gelagert und mit einer Tasche bei C versehen. D stellt die beiden Scheiben mit den Mefsgefäfsen und der Axe F dar. Bei dieser Modification wendet der Erfinder am liebsten zwei anstatt drei Mafse an, welche diametral einander gegenüber liegen und in der Weise construirt sind, wie die punktirten Linien andeuten. Die Peripherie der Trommel wird, wie in Fig. 1, 2 und 3 ausgefüllt, und der Aufsatz T ist fast auf gleiche Weise eingerichtet. Anstatt der Klappe V im Hals des Trichters dient jedoch ein Stück Holz oder Metall*?, welches in der in der Zeichnung angedeuteten Weise eingerichtet ist, dazu, den Trichter ganz oder theilweise zu schliefsen, wenn die Trommel sich senkt. Die Axe F der Trommel D dreht sich in dem Gestell B und trägt eine Metallscheibe M (Fig. 7), in welcher zwei Einschnitte ti angebracht sind; / ist ein Pflock, welcher durch den einen oder anderen dieser beiden Einschnitte geht. Am entgegengesetzten Ende von F ist das Zahnrad N festgekeilt, welches in das Getriebe O greift. R ist der Hals des Trichters E. J ist der Zählapparat, welcher durch die Stange L, die am Gestell B befestigt ist, in Betrieb gesetzt wird, m ist eine Stütze für die Tasche C. Wenn diese Maschine zum Messen des in die Mühle gebrachten Malzes dienen soll, so wird der Mechanismus mit Ausnahme des freibleibenden Zählapparates J und des Rades F mit einem Kasten oder einer Umhüllung versehen. Das Rad P steht mittelst einer Transmission mit einem durch die Mühle betriebenen Rade in Verbindung. In dem Trichterhalse ist ein Schieber S angebracht, um die Zuführung des Malzes zu reguliren; letzteres wird dann in einen darunter stehenden Trichter aus dem Mefsgefäfs entleert. Ist nun die Tasche C mit einem Gewicht versehen, welches, vorausgesetzt etwa, das Mefsgefäfs sollte einen Liter enthalten, gleich dem Gewicht eines Liters Malz von mittlerer Beschaffenheit ist, so ist die Thätigkeit der Maschine folgende: Das je nach der Gröfse der Mühle mehr oder weniger geöffnete Ventil S läfst das Malz durch den Trichterhals und den Aufsatz T bis zum Mefsgefäfs gelangen. Sobald das Malz fast auf halber Höhe in dem Aufsatz
steht, giebt das Gegengewicht nach und D senkt sich. Das Rad N kommt mit dem stets in Bewegung befindlichen Getriebe O zusammen, die Zähne greifen ineinander, die Trommel dreht sich und schüttet ihren Inhalt aus, worauf sie sich wieder hebt, um dieselbe Operation von neuem zu beginnen. Der Schieber e unterbricht während der theilweisen Drehung die Zuführung des Malzes vom Trichter aus. Die Scheibe N mit den dem Pflocky entsprechenden Einschnitten i sichert bei jeder Bewegung das Zurückgehen des Mefsgefäfses in die ihm angewiesene Lage. Es ist nicht unbedingt die Anordnung des Zählers in der angegebenen Weise nöthig, da es zuweilen vortheilhafter sein kann, ihn mittelst Pflöcken auf der Fläche der ScheibeJ/ zu bewegen, welche bei der Umdrehung der Trommel einen Hebel in Bewegung setzen, der die theilweise Umdrehung markirt.
Wenn der Apparat in einem Kasten verschlossen ist, wie oben bemerkt, so ist er für jeden Fall disponibel; denn wenn der Gang der Mühle unterbrochen wird, hört auch die Trommel (indem sie sich senkt, wenn das Mefsgefäfs gefüllt ist) auf zu rotiren, weil das Getriebe sich nicht mehr dreht; infolge dessen wird die Wirkung des Zählapparates annullirt und die Zuführung des Malzes durch den Trichter unterbrochen. Setzt man andererseits voraus, dafs das Getriebe O mit der Mühle sich dreht, aber dafs die Cylinder der letzteren so eng gestellt sind, dafs sie das Malz nicht zulassen, so findet in dem Trichter unterhalb der Trommel eine Verstopfung statt, welche das Herabgehen der letzteren verhindert, so dafs dieselbe sich so lange nicht dreht, bis die Cylinder auf das Malz wirken, die Anhäufung in dem Aufnahmetrichter beseitigen und das Eingreifen des Rades N in das Getriebe O ermöglichen. Ebenso erhält, wenn die Speisung des Trichters E aufhört, das Gewicht in der Tasche C kein Gegengewicht, so dafs die Trommel in diesem Falle sich nicht senkt.
Infolge der Einfachheit der Construction kann der. vorliegende Apparat sehr billig hergestellt werden. Die Theile A α und b sind von Gufseisen und werden zusammengebolzt; die Theile B und C sind von Messing und werden zusammengebolzt oder genietet; die Trommel und der Aufsatz sind von Weifsblech, die Räder von Gelbgufs und die Scheibe M von Eisen. Die einzigen Theile, welche eine besondere Sorgfalt bedingen, sind die Mefsgefäfse, der Umfang der Trommel und der Zählapparat. Will man das Gewicht des Kornes feststellen, um auf die Qualität urtheilen zu können, so wird der Aufsatz T in der in den Figuren 8 und 9 angedeuteten Weise mit einer oder beiden Seiten aus Glas hergestellt; das Gewicht kann ferner noch bestimmt werden, indem man das Mefsgefäfs so hoch wie möglich anfüllt, das Gewicht L (Fig. i, 2, 3) einen Augenblick fortnimmt und die Rotation der Trommel unterbricht. Schiebt man dann das Gegengewicht bis zum Gleichgewichtspunkte, so zeigen die Theilstriche des Waagebalkens B das Resultat in Kilogramm oder anderem Gewicht an. Wird der Aufsatz T (Fig. 8 und 9) an dem modificirten Apparat befestigt, welcher in Fig. 6 und 7 dargestellt ist, so mufs der Kasten, welcher den Mechanismus umschliefst, mit Glasscheiben versehen sein, um den Punkt leicht erkennen zu lassen, bis zu welchem das Malz in dem Aufsatz T steht.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Die Einrichtung einer Anzahl Mefsgefäfse an einer Axe in der Weise, dafs die Oeffnungen der Gefäfse von der Axe entfernt und durch eine in geeigneter Weise gebogene Platte verbunden sind. Die Axe dreht sich frei an dem Ende eines Waagebalkens, welcher, wenn er sich in einer gewissen Lage befindet, schwankt, wie es oben erläutert und in den beiliegenden Zeichnungen dargestellt ist.
  2. 2. Der Aufsatz oder Recipient, welcher auf dem Waagebalken befestigt und mit einer Abstreichvorrichtung versehen ist, durch welche der Ueberschufs der in das obere Mefsgefäfs zugeführten Substanz abgestrichen und während der theilweisen Umdrehung der Axe zurückbehalten wird, wie oben beschrieben.
  3. 3. Die ganze oder theilweise Construction des genannten Aufsatzes von Glas, so dafs der Standpunkt des in demselben enthaltenen Kornes beobachtet werden kann, wie oben erläutert.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE839DA 1877-07-31 1877-07-31 Apparat zum Messen von Getreide und anderen körnerartigen Massen Expired - Lifetime DE839C (de)

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