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Schulterpunkt-Meßgerät \`orliegetttle Erfindtutg betrifft ein Meßgerät
nach Patent 832 58.3, das zur Ermittlung des Schulterpunktes dient. Der Schulterpunkt
ist der Schnittpunkt einer waagerechten Linie, die durch den .Xlittell>ttitkt der
Schultergelenke gedacht ist, und \-()tt einer senkrechten Linie, die vom unteren
Hals-@%-irlwl aus die waagerechte Linie schneidet, gebildet \%-ird. Der Schulterpunkt
ist der Ausgangspunkt eines llaßs@,stems für Bekleidungsstücke, \%clches durch diesen
festen, meßbaren Bezugspunkt einen sicheren Zuschnitt gewährleistet. Die Erfindung
besteht darin, daß die Schulterbügel mit verstellharett Seitenhaltern und Begrenzungsstäben
ersehen sind, die eine Messung der Armlochtiefe und des Armlochvortritts ermöglichen.
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Der Unterschied dieser Erfindung im Vergleich zutn Gegenstand des
Hauptpatentes liegt darin, daß durch die Veränderung der Schulterbügel und deren
Ausstattung mit verstellbaren Seitenhaltern und Begrenzungsstäben die Messung der
Armlochtiefe und des Armlochvortritts erreicht wird, was mit dem Gegenstand des
Hauptpatentes nicht möglich ist.
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Die Ermittlung des Schulterpunktes erfolgt durch einen Stift, der
an einem Schieber befestigt ist, welcher auf einer Meßschiene läuft. Die Meßschiene
ist mit zwei Schulterbügeln versehen, die auf die Schultern gelegt werden, um das
Schulterpunktmeßgerät zu halten. Den seitlichen Halt und die seitliche Begrenzung
findet das Gerät in den Armbügeln oder in den Seitenhaltern. Die seitliche Begrenzung
kann in zwei Ausführungen erfolgen. Einmal wird die seitliche Begrenzung durch die
Armbügel erreicht, die an die Außenseite der Schultergelenke angelegt werden. Zweitens
kann die seitliclie
l:e;-renzung durch die Seitenhalter erfolgen,
die unter den Armen die Breite des Oberkörpers mißt. Die auf diese Weise ermittelte
Breite stellt die Rückenbreite dar. In der Mitte dieser Breite wird der Schieber
mit dem Schulterpunktstift eingestellt, damit von diesem Punkt aus alle erforderlichen
Nfaße genommen werden können.
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Mit Hilfe dieses Gerätes ist es zum erstenmal möglich, auch die Körperhaltung
in einfacher Weise zu messen. Durch zwei Bandmaße, die vom Schulterpunkt ausgehen,
davon eins vorn über die _\chsel zum Boden geführt wird, während das andere den
Rucken entlang zum Boden geht, werden beide Entfernungen gemessen und in Verbindung
mit der Schulterpunktlage die Körperhaltung festgestellt.
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legt man eine Wasserwaage von entsprechender Länge auf den Schulterpunktstift,
so kann man mit ihrer Hilfe jede .\bweichung der Schulterlage von der \\'aagerec
hten feststellen und die Abweichung in der Meßeinteilung der Schulterbügel ablesen.
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I`iir die Aufstellung eines Maßschnittes spielt die Kö rperlialtung
und auch die Schulterlage eine bedeutemle (Zolle. Zwei weitere Maße, die Armlochtiefe
un(l der _\rmlochvortritt, können erstmalig mit Ililfe riieses Gerätes einwandfrei
gemessen werden. 1)ieZeiclinunl; zeigt das Gerät gemäß derErfindung in zx%-ei .\usführungsbeispielen.
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l-' ig. i und z stellen das Schulterpunktmeßgerät nach :\usführung
I dar, während Fig. 3 und .4 den Schulterbügel nach Ausführung 1I darstellen.
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hig. i zeigt das Gerät von hinten gesehen und 1# i g. - dasselbe von
oben gesehen: 1.- ig. 3 stellt den veränderten Schulterbügel von hinten gesehen
dar, und 1. ig. 4 zeigt die Seitenansicht desselben. Ausführung I _\ti der \leßschiene
a sind die Schulterbügel b und c so angebracht, daß der Abstand zwischen ihnen verändert
werden kann. Zu diesem Zweck ist der Schulterbügel c mit einer Führungsnut versehen,
in der die @SeBschietie a bewegt werden kann, während der Schulterbügel b fest mit
der Meßschieiie a verbunden ist. Um ein unerwünschtes Verschieben des Schulterbügels
c zu verhindern, ist er mit einer Feststellvorrichtungd versehen, die gegen die
geriffelte Unterkante der 1Seßschiene a drückt und damit den Schulterbügel c in
der gewünschten Stellung festhält. Zur Begrenzung des Schulterpunktmeßgerätes sind
die Armbügel e und f vorgesehen, die durch Gelenke g mit den Schulterbügeln
h und c verbunden sind.
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Uie l#'eststellung des Schulterpunktes k erfolgt durch den Schieber
i, der auf der Meßschiene a beweglich angeordnet ist. An dem Schieber i ist der
Schulterpunkt k durch einen Stift gekennzeichnet, um den mehrere Meßbänder l beweglich
angebracht sind, so daß von hier aus alle zum Schulterpunktmaßsystem erforderlichen
Maße genommen werden können. 1)a der Schulterpunkt k beim Maßnehmen als feststehender
Punkt gebraucht wird, so ist -der Schieber i mit einer Feststellvorrichtung
m versehen, die den Schieber in der ermittelten Stellung festhält. Der Schulterpunkt
k ist die lotrechte Einstellung des Schiebers i auf der Meßschiene a zum
unteren Halswirbel. Beim normal gebauten Menschen ist der Schulterpunkt die Mitte
der Rückenbreite. Ausführung 11 Die Form der Schulterbügel b und c ist, wie aus
der Zeichnung ersichtlich, verändert worden. Die Schulterbügel der Ausführung 11
erhalten die Bezeichnung p und q.
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An der unteren Verlängerung der Schulterbügel p und
q sind die Seitenhalter r aufschiebbar angebracht; sie sind mit der
Schraube s versehen, die eine feste Einstellung ermöglicht.
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.=\n der oberen Verlängerung der Schulterbügel p und q sind die Begrenzungsstäbe
t aufgeschoben und durch die Schraube zc feststellbar gemacht.
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Die Schulterbügel p und q sind mit Maßeinteiluttgen versehen.
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Mit Hilfe der Begrenzungsstäbe t ist eine genaue 'Messung der Schulterstärke
möglich, die zur Feststellung des @\rmlochvortritts notwendig ist. Eine sichere
Messung des Armlochvortritts, Rückenbreite plus Armlochbreite, war infolge Fehlens
eines festen Bezugspunktes bisher nicht möglich. Durch den Seitenhalter r wird außer
der Rückenbreite auch noch die Armlochtiefe gemessen.
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Die am Schulterbügel p befindliche Schraube v
dient zur Feststellung
der'@IeBschiene a.