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Zentralschmiervorrichtung für Maschinen mit einer Mehrzahl von Schmierstellen,
beispielsweise Strickmaschinen Die Erfindung bezieht sich auf Schmiervorrichtungen
für Maschinen und betrifft insbesondere eine neue oder verbesserte Schmiervorrichtung,
die in Abhängigkeit von der Maschinendrehzahl selbsttätig arbeitet, um flüssiges
Schmiermittel Maschinen während ihrer Arbeit zuzuleiten, wodurch die menschliche
Bedienung ausgeschaltet ist, ausgenommen insoweit, als eine Ergänzung des Schmiermittels
von Zeit zu Zeit erforderlich ist.
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Während die selbsttätigen Sclunierv orrichtungen gemäß der Erfindung
allgemein für Maschinen mit einer Mehrzahl von Schmierstellen verwendet werden können,
beispielsweise Druckmaschinen und Gattersägemaschinen, eignen sie sich besonders
und hauptsächlich für Strickmaschinen und in dieser Hinsicht in erster Linie für
schnell laufende Rund-Strickmaschinen. Bei diesen ist eine ausreichende, aber nicht
übermäßige Schmierung wesentlich, insbesondere innerhalb der Nockensysteme oder/und
zwischen diesen Systemen und den Betten für Strickwerkzeuge, wie Nadeln, Platinen
oder Zeughalter, Stößer, Schlitten u. dgl., die gewöhnlich in Nuten der Betten arbeiten.
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Bisher ist die Schmierung von Strickmaschinen von Hand vorgenommen
worden und beruhte ganz auf dem Verantwortlichkeitsgefühl von Maschinenbedienung.
Arbeitern oder Mechanikern. Wenn infolge Nachlässigkeit die Maschinen nicht genügenid
geschmiert werden oder trockenlaufen, so ist eine erhebliche Gefahr der Überhitzung
und Beschädigung vorhanden. Wenn andererseits zu stark geschmiert wird, so erfolgt
ein Überlaufen
lies überflüssigen Öles und dieses verschmiert letztest
Endes die Strickware. Die automatische Schmiervorrichtung gemäß der Erfindung ist
deshall) vorteilhaft verwendbar bei Strickmaschinell, besonders bei Rundstrickmaschinen,
um Schmieröl verhältnismäßig großen Teilen oder Flächen zuzuführen, zwischen denen
eine gegenseitige Bewegung bei Geschwindigkeiten stattfindet, die in :\nbetracht
solcher Maschinen als hohe Geschwindigkeiten anzusehen sind.
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Die Erfindung besteht darin, daß Schmiermittel <ins einem Vorratsbehälter
geregelt einem Speisehehälter zufließt, aus dem es durch in Abhängigkeit von der
Drehzahl der zu schmierenden :Maschine betätigte Schöpfeinrichtungen entnommen und
einem oder mehreren Empfängern zugeführt wird, aus "welchen das Schmiermittel den
Schmierstellen oder der Schmierstelle mit natürlichem Gefälle zufließt.
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Ein weiteres Merkmal besteht in der Verwendung der vorliegenden Schmiervorrichtung
bei einer Rundstrickmaschine derart, daß sie selbsttätig während des Laufens der
Maschine wirkt, um Schmieröl einer Stelle oder mehreren Stellen innerhalb des oder
der Nockensysteme und des oder der Betten für Strickwerkzeuge zuzuführen. Auf diese
Weise werden die Flächen der Nocken, die Bahnen, in denen die Füße der Strickwerkzeuge
arbeiten, das Bett oder die Betten auf ihrer Oberfläche und die darin befindlichen
Nuten geschmiert.
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Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung, die als solche ein weiteres
Merkmal bildet, besitzt die Vorrichtung in Zusammenhang mit einem Speisebehälter
und einem oder mehreren Empfängern der obengenannten Art einen Schöpfer, der so
ausgebildet und betätigt wird, daß er zwischen dem Speisebehälter und dem oder den
Empfängern abwechselnd in den Speisebehälter eintaucht, aus diesem ein bestimmtes
Quantum 01 entnimmt und dieses Quantum in einen Empfänger bringt, aus welchem
das 01 an einen zu schmierenden Punkt gelangt.
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Gewiinschtenfalls kann der Schöpfer kontinuierlich betätigt werden,
während die Maschine läuft. Vorzugsweise wird jedoch der Schöpfer periodisch betätigt,
d. h. mit Pausen zwischen einem Eintauchen und Abgeben und dem nächsten, so daß
die Zuleitung des Schmiermittels zu den Schmierstellen intermittierend erfolgt.
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Die Antriebsvorrichtung kann ein intermittieretides Getriebe irgendeiner
bekannten Bauart und Anordnung besitzen, um dem Schöpfer die periodische Bewegung
zu erteilen. Beispielsweise besteht ein solches Getriebe aus teilweise gezahnten
Rädern mit zusatntnenwirkenden Sperrflächüti. Das Getriebe kann auch zwei Räder
umfassen, von denen das eine mit einem Stutzen oder einer Rolle und das andere mit
radialen Schlitzen zur Aufnahme des Stutzens oder der Rolle versehen ist. Ferner
kann auch ein Getriebe mit sogenannten Malteserrädern verwendet werden.
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Vorzugsweise kann der Speisebehälter in Verbindung tnit einem Vorratsbehälter
für das flüssige
| Schinierinittel verwendet werden, der eilt Ventil be- |
| sitzt, vermittels dessen der Zufluß des Schmier- |
| mittels aus dem Vorratsbehälter in den Speise- |
| behälter geöffnet oder geschlossen wird. Zweck- |
| inäßigerweise ist der \'orratsl)eliä lter mit eilleid |
| Deckel versehen, und dieser wird. wenn er auf- |
| gesetzt ist, verwendet, um ein federbelastetes Ventil |
| eittgegeli der @ed@:rwirkun@ ottenzulialten. In |
| ser Beziehung bestellt ein weiteres Merkmal der |
| Erfindung darin, (1a13 der Deckel so ausgebildet ist, |
| claß er den Spiegel der I# hissigkeit in dein Speise- |
| behälter durch seilte llölielilzigceinstellung ver- |
| mittels einer geeigneten 1?iltstellvt>rrichtung be- |
| stimmt. |
| Die Zentralschmiervorrichtung kann als einheit- |
| liches Ganzes so ausgebildet sein, daß sie an eitler |
| -\1as(--lhine befestigt und von ihr entfernt werden |
| kann, wobei sie zweckmäßig derart beweglich an- |
| geordnet ist, (laß sie in die :\rl)eitsstelluiig gebracht |
| und zwecks |
| oder 1?instellun- aus der |
| _\rl)eitsstelluilg heraus 1>«vegt werden kann. |
| Die Vorrichtung kann von einem geeigneten, :ich |
| bewegenden oder unilaufencleii Teil der Maschine |
| betätigt werden, an welchem sie angebracht ist, so |
| z. B. bei einer Rundstrickmaschine von einem oder |
| mehreren Nocken des Nadelzylinder-, Scheiben- |
| oder anderen Bettes oder von einem anderen um- |
| laufenden Nockensvsteni, und zwar durch eine ge- |
| eignete C?bertragungsvorrichtung. |
| Zur weiteren Veranschaulichung der Erfindung |
| ist ein besonderes Ausführungsbeispiel in der Zeich- |
| nung veranschaulicht, und zwar bei einer Rund- |
| strickmascbine mit Nadelzylinder und Übertra- |
| gungsscheibe für Interlockarbeit mit einer Vielzahl |
| von Garnzuführung -' finit einer Umlauf- |
| geschwindigkeit von beispielsweise Co Umdrehun- |
| gen in der Minute. |
| Fig. r ist eine schaubildliche Ansicht, die so viel |
| von dem Schloßgehäuse des Zylinders und von dem |
| Nockendeckel der Scheibe der Maschine zeigt, wie |
| zur Veratischaulichun<g der ,elbstt:itigen Schmier- |
| vorrichtung in ihrer :\rlieitsstellutig nötig ist; |
| Fig. 2 ist eine ähnliche schaubildliche _'lnsicht |
| und zeigt die Vorrichtung in ausgeschwenktem |
| Zustand; |
| 3 ist elll' 1 )I'ant@'1Cht Mlf d('11 111 .\1T1). 1
il<tr' |
| gestellten Teil; |
| f 1g. .:.1 ist eilte Seitenansicht, teilweise ini Schnitt, |
| in der Richtung des Pfeiles .-1 in l# ig. 3 gesehen, und |
| veranschaulicht die Nockenvorrichtung und die |
| Zwischenverbindung, vermittels deren die Sclimier- |
| vorrichtung selbsttätig betätigt wird; |
| Fig.5 ist eine Aufsicht auf die eigentliche |
| Schmiervorrichtung finit abgenommenem Deckel |
| Fig. G ist ein senkrechter Schnitt nach Linie |
| VI-VI von Fig. 5, aber mit auf"gesetztein Deckel |
| und ohne Antriebsteile; |
| Fig. 7 ist ein SC11Illtt tiac11 Linie VII-VII der |
| Fig. 5 und |
| Fig. S ein Querschnitt nach Linie VIII-VIII von |
| Fig. 5; |
| Fig.9 ist ein weiterer Querschnitt durch eine |
| Einzelheit; |
Fig. io \eranschattliclit in drei schematischen Darstellungen,
in welcher Weise der Schöpfer arbeitet, um ein Quantum Schmieröl aus dem Speisebehälter
zu entnehmen und in einen Empfänger abzugeben, aus (lern das Schmiermittel zti der
Soliniierstelle gelangt; Fig. i i und 12 zeigen den Schaltklinkenanschlag der Schmiervorrichtung.
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In F ig. i bis 4 sind die Teile des ortsfesten, zum Steuern der Stricknadeln
dienenden Zylindernockenkastens der Strickmaschine mit i und die Segmente des ortsfesten,
zur Steuerung der Strickwerkzeuge der Übertragungsscheibe dienenden Scheihennockendeckels
mit 2 bezeichnet. Mit 3 ist der innere Teil des Scheibennockendeckels bezeichnet,
und iss Fig.4 ist in strichpunktierten Linien bei 4 ein "feil der umlaufenden Nabe
angedeutet, an welcher die in üblicher Weise mit Führungsnuten für die lrl)ertragungs@\-erkzeuge
versehene Scheibe befestigt ist. Es sind im ganzen vier Nadelnockenbahnen %-orlianden,
und zwar zwei in dem Zylindernockenkasten i .und zwei in (lern Scheibennockendeckel
2. Es sind (lies die Bahnen, die mit der Vorrichtung der Erfindung selbsttätig während
des Arbeitens der Maschine geschmiert werden. 01 zu den beiden Bahnen in
(lern Zylindernockenkasten wird durch Röhrchen 3 und 6 zugeführt, die unmittelbar
finit den genannten Bahnen durch Löcher in den benachbarten Schloßteilen in Verbindung
stehen, während C)1 zu den Bahnen in dem Scheibennockendeckel ähnlich durch die
beiden Löcher 7 und 8 der angrenzenden Deckelteile zugeführt wird (vgl. Fig. 2).
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Die Sc'hniiervorrichtung dieses Ausführungsbeispieles besteht aus
einem einheitlichen Ganzen, (las einen Vorratsbehälter 9 für das Schmieröl mit einem
federbelasteten Ventil io (Fig.6), einen Speisebehälter i i, i i° mit dem durch
das Ventil zugeflossenen C)1, Empfänger 12 in dem Speisebehälter, einen Schöpfer
13 (Feg. 8 und io) zum Schöpfeis von abgemessenen Mengen 01 aus dem Speisebebälter
und Entleeren in die Empfänger 12 und ferner ein intermittierendes Getriebe umfaßt,
das aus Schaltklinke- und Schaltradmechanismus und einem Sternrad, z. B. Malteserrad,
besteht, um den Schöpfer periodisch zu betätigen. Der Speisebehälter ist gemäß Fig.
7 mit waagerechten Ansätzen oder Ohren 14 versehen, die zentral durchbohrt sind
zum Einschrauben eines senkrechten Drehzapfens 15, durch den das Ganze an dem Außenende
eines Armes 16 schwenkbar gelagert ist (vgl. Fig. 3). Das Innenende dieses Armes
ist in dem Ansatz 17 eines Kragens 18 befestigt, der auf einem zentralen Stumpf
19 des Scheibendeekelteils 3 angeordnet ist und um den Stumpf i9 erforderlichenfalls
gedreht werden kann. Der Arm 16 ist in dem Ansatz 17 eingeschraubt und durch eine
Stellschraube 2o und eine Stellmutter 21 gesichert. Ein seitlicher Ansatz 22 des
Teils 17 ist radial durchbohrt zur Aufnahme eines Sperrstiftes 23, der in seiner
Innenstellung durch den Kragen 18 in ein Loch des zentralen Stumpfes i9 hineinragt
und dadurch das (,ante in seiner -Arbeitsstellung gemäß Fig. i und 3 festhält. Der
Sperrstift 23 ist mit einem Handgriff 24 versehen, der bei seiner Aufwärtsdrehung
in eine senkrechte Stellung in einem Schlitz 25 des Ansatzes 22 läuft (vgl. Fig.
1 bis ¢). Nachdem der Sperrstift 23 ganz eingesteckt worden ist, wird der Handgriff
24 nach unten in einen Ausschnitt 26 gedreht, der ein Herausziehen des Stiftes verhindert.
Wenn andererseits der Sperrstift herausgezogen bleiben soll, so wird der Handgriff
24 zuerst nadh oben gedreht, dann in dem Schlitz 25 nach außen gezogen und vor dem
Ansatz 17 des Kragens i8 .gemäß Fig. 2 nach unten gedreht. Die Böden der vier
01 aufnehmenden Empfänger i2 des Speisebehälters i i sind durchbohrt und
mit Gewinde versehen, um die Auslaßrohre 27, 28, 29 und 30 einschrauben zu
können (Feg. 6), die mit ihren unteren Enden in Eingriff mit den Rohren 5 und 6
und den Löchern 7 und 8 gebracht werden können (Feg. 2). Die so weit beschriebene
Bauart ist derart, claß, falls die unmittelbar unter der Schmiervorrichtung befindlichen
Teile des Scheibennockendeckels 2, 3 entfernt werden müssen, die Schmiervorrichtung
mach außen geschwenkt werden kann. Zu diesem Zweck wird zuerst der Sperrstift 23
herausgezogen und dann der Kragen 18 mit der Vorrichtung so weit angehoben, daß
die vier Auslaßrohre 27, 28. 29 und 3o außer Eingriff mit den oberen Enden der Rohre
5 und 6 und der Löcher 7 und 8 gelangen. Gemäß Fig. 2 kann das Ganze nun störungsfrei
in jeder Richtung durch eine freie Drehbewegung des Kragens 18 um den Stumpf i9
geschwenkt werden, und zusätzlich kann des- Vorratsbehälter 9 mit dem Speisebehälter
i i um den Zapfen 15 nach außen geschwenkt werden, so daß die betreffenden Nockenabteilungen
frei liegen. In dieser Stellung kann überdies die Schmiervorrichtung bequem gereinigt
oder sonst in erforderlicher Weise gewartet werden. Um die Vorrichtung wieder in
ihre wirksame Stellung zu bringen, werden Vorratsbehälter 9 und Speisebehälter i
i soweit nach innen geschwenkt wie es geht, und der Arm 16 wird noch in angehobener
Lage gedreht, bis die Abflußrohre 27, 28, 29 und 30 unmittelbar über den
zugehörigen Olspeiserohren und Löchern stehen. Hierauf wird das Ganze dadurch gesenkt,
daß der Kragen 18 fallengelassen wird, bis er in Berührung mit dem Scheibendeckelteil
3 gelangt, wodurch die Auslaßrohre wieder in Eingriff mit den -Ülspeiseleitungen
und Löchern gelangen. Zur Sicherung des Ganzen in der wirksamen Stellung wird der
Sperrstift 23 nach innen gestoßen, so daß er in das Loch des Stumpfes i9 eingreift
und der Handgriff 24 in die Stellung nach Fig. 1, 3 und 4 gedreht.
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Zur Unterstützung des Speisebehälters i i, i i11 bzw. Aufrechterhaltung
von dessen Höhenlage ist ein einstellbarer Tragstift 31 vorgesehen (Feg. i und 2).
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Das Ventil io besteht gemäß Fig. 5 und 6 aus einem federbelasteten
Schaft mit kegelförmigem Kopf 1o° und ist in einem Halter 32 verschiebebar, der
durch Schraube 33 auf dem Boden des Vorratsbehälters 9 befestigt ist. In der Nähe
des Bodens ist der Vorratsbehälter mit einem Abfluß 34 versehen,
der
den Sitz für den kegelförmigen Kopf bildet. Der Vorratsbehälter g ist mit einem
rohrförmigen DeckeI36 von solcher Länge versehen, daß sein unterer Rand 37 das Ventil
erreicht, wenn der Deckel aufgesetzt ist, so daß durch Wirkung auf den Kegel ioa
das Ventil io offengehalten wird und 01 in den Speisebehälter i i fließen
kann. Wenn andererseits der Deckel 36 angehoben wird und der Rand 37 das Ventil
freigibt oder wenn er zum Füllen des Vorratsbehälters 9 entfernt wird, so schließt
sich das Ventil, und es kann kein 01 aus dem Vorratsbehälter austreten. Der
Vorratsbehälter 9 ist in einem entsprechend gestalteten Teil i i° des Speisebehälters
angeordnet, so daß bei aufgesetztem Deckel dessen offenes Ende in den Speisebehälter
greift. Durch Einstellung des Deckels in bezug auf sein Eingreifen in den Speisebehälter
i i kann der Ölstand in letzterem in der weiter unten beschriebenen Weise geregelt
werden. Zur Bewirkung derartiger Einstellungen sind Schrauben 38 in Gewindeknaggen
des Teils 1ja senkrecht eingeschraubt, und der Deckel 36 ruht mit einem Flansch
39 auf den Köpfen der Schrauben, so daß durch Einstellung dieser Schrauben das untere
Ende des Deckels in bezug auf den Ölspiegel entsprechend geändert werden kann. Durch
Änderung des Ölspiegels in dem Speisebehälter kann die jeweilig durch den Schöpfer
13 entnommene Menge 01 je nach den Erfordernissen geändert werden. So wird
ein Senken des Deckels den Ölspiegel im Speisebehälter senken, und es wird weniger
01 durch den Schöpfer herausgenommen werden, und umgekehrt. Vorratsbehälter
9 und Deckel 36 können vorteilhafterweise durchsichtig gemacht werden, so daß der
Ölspiegel ohne weiteres überwacht werden kann. Das Fassungsvermögen des Vorratsbehälters
ist derart, daß dieser genügend Öl für eine etwa 48stündige Laufzeit enthält. Der
Teil i ia und der angrenzende Teil des. Speisebehälters, in welchem die vier Empfänger
12 angeordnet sind, können als kommunizierende Ölkammern angesehen werden, in denen
der Ölspiegel gleich hoch ist. Da der untere Rand des Deckels 36 in das 0I taucht,
so schließt er für gewöhnlich .den Vorratsbehälter 9 ab, so daß kein 0I abfließen
kann, wenn nicht Luft zutritt. Wenn das Öl verbraucht ist, fällt der Spiegel in
den kommunizierenden Kammern des Speisebehälters und gibt das untere Ende des Deckels
frei, so daß Luft in den Vorratsbehälter eintreten kann. Infolgedessen fließt Öl
durch den Abfluß 34 in den Speisebehälter, bis der Spiegel wieder genügend hoch
gestiegen ist, um den Deckel abzuschließen, worauf der Zufluß aufhört.
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Anstatt den Rand 37 des Deckels 36 unmittelbar auf den Kegel des Ventils
wirken zu lassen, um dieses für gewöhnlich offenzuhaiten, kann auch der Vorratsbehälter
9 an der Außenseite mit einer Feder 4o aus einem Stahlstreifen (Fig. 1, 2 und 6)
versehen sein, die nach außen federt und, wenn der Deckel 36 aufgesetzt wird, durch
den Rand 37 nach innen auf das Ventil gedrückt wird, welches demgemäß entgegen seiner
Feder 35 offengehalten wird. Gemäß Fig. 5 und 8 ist der Schöpfer 13 an dem freien
Ende eines Armes 4 1 gelagert, der mit seinem anderen Ende radial an einem vierarmigen
Sternrad 42 ä'hnlic'h dem getriebenen Rad eines Maltesergetriebes befestigt ist,
wobei der Drehzapfen 43 des Schöpfers parallel zu der radialen Mittellinie des Armes
41 angeordnet ist und der Schöpfer nach untenhängt. Der Schöpferkann somit eine
Schwenkbewegung ausführen. Das Sternrad ist frei drehbar auf einer senkrechten Achse
:44 in Gestalt des glatten Teils einer Schraube 45, die in einem mit Gewinde versehenen
Vorsprung 46 des Speisebehälters befestigt ist. Der Antrieb des Sternrades erfolgt
durch eine Scheibe 47, die mit einem radialen Zahn oder Vorsprung 48 versehen und
konzentrisch an der Unterseite eines Schaltrades 49 ihrerseits drehbar auf einer
Achse So gelagert ist, die in einem Vorsprung 51 des Speisebehälters ii befestigt
ist. Die Achse 5o wird gleichfalls durch den glatten Teil einer Schraube 52 gebildet
(vgl. Fig. 8). Bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel hat das Schaltrad 49 sechzig
Zähne. Auf der Achse 50. des Schaltrades ist ein Kurbelhebel 53 mit einer federbelasteten
Schaltklinke 54 gelagert.
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Die Empfänger 12 sind in dem Speisebehälter ii befestigt oder in einem
Stück mit diesem hergestellt. jeder Empfänger ist finit seiner Mittelachse in der
Kreisbahn P des Schöpfers 13 angeordnet (vgl. Fig. 5), der in seiner Ruhestellung
frei von dem Ende des radialen Armes.4i in einen der Empfänger 'herabhängt. Durch
den Eingriff des Zahnes 48 der Scheibe 47 mit einem der Arme des Sternrades 42 infolge
der Schaltbewegung wird das Sternrad um einen geeigneten lVinkel gedreht, beispielsweise
um eine Vierteldrehung. Infolgedessen wird der Schöpfer 13 zuerst von dem Empfänger
12 angehoben, dessen Rand hierbei als fester Nocken wirkt, darin fällt der Schöpfer
in (las 01 des Speisebehälters i i (vgl. a in Fig. io), und schließlich wird
der Schöpfer durch den Rand des nächsten Empfängers aus dem 01 hochgehoben
(vgl. b in Fig. io) und über den Rand gezogen, so daß er in diesen Empfängerberabfällt
(vgl. e in Fig. io). Hierdurch gibt der Schöpfer die aufgenommene Ölmenge in diesen
Empfänger ab. Hier macht der Schöpfer eine Pause, bis dem Sternrad 42 die nächste
Drehbewegung erteilt wird. Bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel sind vier Empfänger
in einem Abstand von go° sowie ein Getriebe mit einem vierarmigen Sternrad und einer
Soheibe mit einem Zahn vorgesehen, wobei jeweils eine Drehbewegung genügt, um den
Schöpfer von Empfänger zu Empfänger zu bewegen.
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Die Schaltvorrichtung kann von einem geeigneten Teil der ?Maschine
aus betätigt werden. Gemäß Fig. i bis 5 wird der Kurbelhebel 53 bewegt von einem
Nocken 55 (Fig. .4), der an der umlaufenden Scheibennabe 4 befestigt ist, und zwar
durch eine Zwischenverbindung, die einen senkrecht wirkenden Stößel 56 in dem ortsfesten
Scheibennoekendeckel 2, einen Kurbelhebel 57 und eine Stange 58 umfaßt. Der in der
senkrechten Ebene angeordnete Kurbelhebel 57 ist bei 5o auf (lern Ansatz 17 des
Kragens
18 gelagert und steht unter der Wirkung einer Verdrehungsfeder 6o. Die Stange 58
erstreckt sich zwischen dem nach außen ragenden Arm 61 des Schalthebels 53 und dem
aufwärts stehenden Arm 62 des Kurbelhebels 57. Wenn der Sperrstift 23 zurückgezogen
wird, wirkt er auf den Arm 62 und hält den Kurbelhebel 57 frei von dem Stößel 56.
Es ist also wichtig, daß der Sperrstift vollständig eingeschoben wird, wenn die
Schmiervorrichtung sich
in ihrer Arbeitsstellung befindet.
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Der Hub des Nockens 55 ist stets gleich. Es ist aber ein Anschlag
63. vorgesehen (vgl. Fig. 2, 5, 1I und 12), der in eine der vier durch die Marken
a, b,
c, d bezeichneten Stellungen eingestellt werden kann. Zur Ermöglichung
:dieser Einstellung besitzt der Anschlag63 einen Längsschlitz 63b und eine Zeigerspitze
63a. Zu seiner Befestigung in der gewünschten Stellung dienen Schrauben 70. Ist
der Anschlag 63 mit seiner Zeigerspitze 63a beispielsweise auf die Mauke d gemäß
Fig. 12 eingestellt, so führt der Schaltarm 61 seinen größten Schaltweg aus, und
es erfährt demgemäß das Schaltrad49durch dieSchaltklinke 54 auch den größten Schaltweg.
Ist der Anschlag 63 mit seiner Zeigerspitze 63" dagegen gemäß Fig. i i auf
die Marke a eingestellt, so führt der Anschlagarm 61 und damit auch das Schaltrad
49 seinen kleinsten Schaltweg aus. Der Anschlag 63 dient also zu einer verschiedenen
Einstellung der hinteren (unwirksamen) Stellung des Schaltarmes 61, was möglich
ist, da der Kurbelhebel 57 unter der Wirkung einer Verdrehungsfeder 6o steht. Im
vorliegenden Fall ist die Anordnung so getroffen, daß bei Einstellung des Schaltklirnkenanschlages
auf a das Schaltrad 49 eine vollständige Umdrehung bei 6o Umdrehungen der Maschine
macht, wobei jede Nockenbahn das 01 aus dem betreffenden Ölbecher nur bei
jeder 24o. Umdrehung der Maschine erhält. Beim Einstellen des Anschlages 63 auf
b erfolgt dies bei jeder i2o. Umdrehung, bei Einstellung auf c bei jeder 8o. Umdrehung
und bei Einstellung auf d bei jeder 6o. Umdrehung. Die vier Einstellungsmöglichkeiten
sind getroffen, um die Erfordernisse von Maschinen aller vorkommenden Durchmesser
zu decken. Ferner kann die Steigung der Schaltradzä.hne in Anpassung an die jeweiligen
Erfordernisse geändert werden.
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Eine Rückwärtsdrehung des Schaltrades 49 wird durch eine Sperrklinke
64 verhindert (vgl. Fig. 5 und 9). Das intermittierende Getriebe ist in einer Ebene
über den Empfängern 12 angeordnet, und der Speisebehälter i i ist mit einer Deckelplatte
65 versehen. Das Sternrad 42 wird gegen Drehung gesichert, wenn der Treibzahn 48
nicht im Eingriff ist, so daß der Schöpfer 13 sicher in Ruhestellung zwischen seinen
Bewegungen gehalten wird. Zu diesem Zweck ist die konzentrische Umfläche der Scheibe
47 @so ausgebildet, @daB sie reit den konkaven Flächen an den Enden der Armee des
Sternrades in Eingriff kommt. Infolge der Bauart, Anordnung und Arbeitsweise der
vorliegenden Schmiervorrichtung können Ölmengen intermittierend ausgewählten Schmierstellen
der Maschine während einer langen Laufperiode, die von dem Fassungsvermögen des
Vorratsbehälters 9 abhängt, ohne Nachfüllen des Vorratsbehälters zugeführt werden,
und durch eine entsprechende Einstellung des Deckels 36 kann der Ölstand in dem
Speisebehälter i i genau entsprechend der Geschwindigkeit reguliert werden, mit
welcher 01 durch den Schöpfer 13 aus dem Speisebehälter entnommen wird. Das
jeweils von dem Schöpfer geschöpfte und abgelieferte Ölquantum beträgt nicht mehr
als etwa jedesmal ein oder zwei Tropfen, so daß ein Überfließen der Empfänger verhindert
wird. Auf diese Weise ist, abgesehen von einem Nachfüllen des Vorratsbehälters 9
in verhältnismäßig langen Zwischenräumen, die Maschinenbedienung oder der Mechaniker
der Notwendigkeit und Verantwortlichkeit für eine regelmäßige und richtige Schmierung
der Maschine enthoben. Überdies wird das Öl gleichmäßig über gewünschte Flächen
verteilt, und beim Anhalten der Masdhlrie hört die Schmierung auf.
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Gewünschtenfalls können mehr oder weniger als vier Empfänger mit einer
geeigneten Abänderung der Ausbildung des intermittierernden Getriebes, falls notwendig,
vorgesehen werden. ' Die Erfindung kann bei geeigneten Maßnahmen nicht nur bei Strickmaschinen,
insbesondere bei Rundstrickmaschinen mit einem einfachen oder einem doppelten Zylinder
jeder Art verwendet werden, sondern auch bei Geradstangen- oder Flachstrickmaschinen,
bei denen Nockenwagen über Nadelbetten hin und her gehen.