DE832939B - Feuerung für Küchenherde - Google Patents

Feuerung für Küchenherde

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DE832939B
DE832939B DE1950B0002865 DEB0002865 DE832939B DE 832939 B DE832939 B DE 832939B DE 1950B0002865 DE1950B0002865 DE 1950B0002865 DE B0002865 DEB0002865 DE B0002865 DE 832939 B DE832939 B DE 832939B
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grate
shaped
furnace
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stones
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DE1950B0002865
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Inventor
München-Pas:ng Franz Burian
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Description

(WiGBl. S. 175)
AUSGEGEBEN AM 21. DEZEMBER 1953
B 2865 Vj36a
Gegenstand der Erfindung ist eine Feuerung für Küchenherde.
Bei den üblichen Küchenherden mit Planrostfeuerung befindet sich der Planrost unmittelbar hinter der Ofentür. Das hat unter anderem den Nachteil, daß das Feuer bei jedem öffnen der Ofentür stark abgekühlt wird und der Luftzug -durch das Brenngut vom Aschenraum aus in diesem Augenblick vollständig aufhört. Außerdem ist bei den üblichen Küchenherden die Rostfläche meistens viel zu groß im Verhältnis zu der tatsächlich ausgenutzten Herdplattenfläche des Ofens. Meist wird auch zu wenig und nur auf den Vorderteil des Rostes Kohle aufgelegt, so daß ein großer Teil der Rostfläche, vorwiegend der rückwärtige Teil, unbedeckt bleibt und dort der Kaminzug am stärksten zur Wirkung kommt, wodurch die Verbrennung eigentlich vom hinteren Teil des Rostes nach vorn fortschreitet. Der unbedeckte Teil des Rostes läßt Falschluft für die Verbrennung zutreten, wodurch eine große Menge Luft, die an der Verbrennung nicht teilnimmt, in unwirtschaftlicher Weise erhitzt werden muß.
Die Erfindung verfolgt die Aufgabe, die wirksame Rostfläche durch besondere Anordnung des Rostes as und Gestaltung der Feuerraumwandungen zu verkleinern, wobei diese derart ausgebildet sind, daß die aus dem Aschenraum aufströmende Primärverbrennungsluft allseitig einen freien Durchtritt entlang den Wandungen des Feuerraumes zum Brenngut hat. Wo es früher notwendig war, auf eine Fläche von etwa 500 cm2, also beispielsweise 20X25 cm> Rostfläche zu beschicken, wählt die vorliegende Erfindung eine Rostfläche von beispiels-
weise bloß ίο bis 14X18 cm, also etwa 180 bis 252 cm2.
Um eine starke Abkühlung des Brenngutes im Herd beim öffnen der Ofentür zu verhindern, ist nach der Erfindung die Rostfläche, je nach Größe des Ofens, um etwa zwei Drittel der Rostlänge nach rückwärts verlegt und zwischen Ofentür und Rost eine waagerechte feuerfeste Platte eingebaut, hinter der erst der Planrost beginnt. Derselbe wird ringsherum mit feuerfesten Formsteinen umkleidet. Der der Ofentür zugekehrte Formstein bildet einen Übergang zum tiefer stehenden Rost, eine Art Schwelle, wogegen die anderen drei Formsteine, welche die Umgrenzung des Rostes an den übrigen
■5 drei Seiten besorgen, derart ausgebildet sind, daß sie nach innen gerichtete, bis zu zwei Drittel ihrer Höhe reichende Schrägflächen besitzen und im unteren Drittel die Schrägflächen wieder zurück verlaufen, so daß durch die nach innen winkelförmig einspringenden Schrägflächen der Feuerungsausmauerung eine düsenartige Einschnürung über dem Rost entsteht. Die auf den Rost beschickte Kohle wird durch die Schrägwände gezwungen, nur den mittleren Teil des Planrostes zu bedecken.
Am Unterteil der zwei gleichen Seitenwände und der Rückwand der Rosteinfassung sind überdies Ausnehmungen herausgeformt, so daß Schlitze entstehen, durch welche aus dem Aschenraum zusätzlich Verbrennungsluft zu den betreffenden drei Seiten der Beschickung gelangen kann. Der Rost selbst ist ein Planrost, gebildet aus Stäben gleicher Stärke, die vorn und rückwärts durch Stege verbunden sind. Überdies sind an allen vier Ecken des Planrostes Vorsprünge vorgesehen, auf welchen die Vorsprünge der drei Einfassungssteine ruhen. Auf dem rückwärtigen Formstein wird außerdem ein weiterer Formstein fest aufgesetzt, um die Flammen- und die Rauchgase intensiver an die Herdplatte heranzuführen.
In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung beispielsweise dargestellt. Es bedeutet darin
Fig. ι den Planrost mit den vier verschiedenen Formsteinen aus feuerfestem Material, welche die Einfassung des Rostes bilden,
Fig. 2 einen lotrechten Längsschnitt durch die Feuerung mit der Rosteinfassung,
Fig. 3 eine schematische Darstellung des Flammen- und Rauchgasverlaufes über dem Feuerraum im Längsschnitt nach Fig. 2,
Fig. 4 eine Draufsicht auf den Rost mit Ausmauerung bei abgehobenen Herdplatten,
Fig. 5 eine schematische Darstellung des Verlaufes der abziehenden Flammen- und Rauchgase in Draufsicht nach Fig. 4,
Fig. 6 einen lotrechten Schnitt durch die Feuerung nach der Linie A-A in Fig. 4,
Fig. 7 eine schematische Darstellung der Verbrennungsluftströmung durch den Rost im Schnitt
So gemäß Fig. 6.
In Fig. ι ist mit 4 der Rost aus Längsstäben mit je einem Verbindungssteg 4' dargestellt, dessen vier Ecken Vorsprünge 5 besitzen, auf die die Vorsprünge ι und 1' der beiden Seitenformsteine II und des rückwärtigen Formsteines I aufgestellt werden. Die beiden seitlichen Formsteine II sind gleich groß und entsprechen der Rostlänge, wogegen die Formsteine I und III der Rostbreite entsprechen. Die beiden seitlichen Formsteine II und der rückwärtige Formstein I besitzen in den oberen zwei Dritteln ihrer Höhe eine in Richtung zur Rostmitte verlaufende Schrägfläche a, wogegen im unteren Drittel der Innenseite wieder zurück verlaufende Schrägflächen b vorgesehen sind. Zwischen den Vorsprüngen i, 1' der zwei Seitenformsteine II und des hinteren Formsteines I sind Schlitze 2, durch die vom Aschenraum Luft auf die obere Fläche des beschickten Rostes gelangen kann, wodurch für genügende Luftzufuhr auf die Oberfläche des Brenngutes gesorgt ist.
In Fig. ι ist außerdem der vordere Formstein III in Ansicht dargestellt, welcher zweckmäßig als Schwelle zum Rost, von der Ofentür aus gesehen, aufzufassen ist. Außerdem ist in Fig. 1 der Formstein IV in Ansicht dargestellt, welcher auf den rückwärtigen Formstein befestigt wird und dazu dient, den Rauchgasstrom in zwei Teile zu teilen, wie dies in Fig. 5 schematisch dargestellt ist.
Fig. 2 zeigt im lotrechten Längsschnitt den Aufbau der Formsteine um den Rost herum. Die darin eingetragenen Bezugszeichen haben die gleiche Bedeutung wie in Fig. 1. Mit 3 ist die Brücke zwischen der Vorderwand des Ofens und dem Formstein III, mit 6 die Ofentür, mit 7 die Aschenraumtür bezeichnet. Die in dieser Figur eingetragenen Maße sind nur beispielsweise angegeben und haben keineswegs einen einschränkenden, sondern nur erläuternden Sinn, ebenso wie die in den Fig. 4 und 6 eingetragenen Maße.
In Fig. 3 ist schematisch der stromlinienförmige Verlauf der Flammen und Rauchgase dargestellt. Infolge Aufbaues der feuerfesten Rosteinfassung an den zwei Seiten und der Rückwand des Rostes, die überdies noch mit einer Brücke IV versehen ist, sind die Flammen- und Rauchgase gezwungen, nach vorn und dann um die Brücke herum zu l>eiden Seiten zum Schornstein zu streichen, wie auch aus Fig. 5 und 7 zu ersehen ist.
In Fig. 4 ist eine Draufsicht auf den erfindungsgemäßen Rost mit der Einfassung bei abgenommenen Herdplatten ersichtlich.
In Fig. 6 ist ein lotrechter Schnitt nach der Linie A-A der Fig. 4 dargestellt, aus welcher die Schrägflächen α und b der Formsteine II deutlich zu sehen sind.
Alle vier Formsteine haben rechteckige Berührungsflächen a, an denen die Formsteine mit speziellem feuerfestem Schamottekitt fugenfrei verkittet sind.
Das Wesen der Erfindung besteht in einem Planrost besonderer Form, der entsprechend unter der Ebene der Ofentür befestigt wird und mit einer Einfassung aus feuerfesten Formsteinen umgeben ist, die derart schräg geformt sind, daß sie bei der Draufsicht von oben einen Teil der Rostfläche auf dessen allen Seiten scheinbar überdecken. Diese scheinbar
überdeckte Rostfläche kann beim Beschicken mit Kohle nicht bedeckt werden, weil die drei schrägen Flächen dies verhindern, an denen die Kohle infolge Schwerkraft lotrecht herunterfällt, so daß die Luft durch Schlitze, die in den seitlichen zwei und dem rückwärtigen Formstein ausgebildet sind, zur oberen und den seitlichen Flächen der Beschickung des Rostes ungehindert gelangen kann. Die im Querschnitt winkelförmige Schrägstellung der Einfassungswände in Richtung nach innen bewirkt, daß die beschickte Kohle auf die Rostmitte fällt, und es ist auch möglich, mehr Kohle zu beschicken, die nach dem Abbrand aus dem breiteren Beschickungsraum nachrutscht. Aus dem Aschenraum kann von allen drei Seiten durch die in den Formsteinen ausgebildeten Schlitze 2 die Luft zur in der Mitte des Rostes befindlichen Beschickung frei gelangen und an der Verbrennung teilnehmen. Die Anordnung von Schlitzen in den Einfassungswänden des Rostes
»o ermöglicht eine stärkere Beschickung der Rostfläche bzw. eine stärkere Brennstoffschicht, weil durch die Schlitze genügend Luft zur brennenden Beschickung gelangen kann. Eine Verstopfung der Schlitze in den Einfassungssteinen durch Asche
»5 oder Schlacke ist infolge des nach innen zur Rostmitte gerichteten Luftzuges ausgeschlossen. Ein Durchrütteln des Rostes von außen her oder Durchschüren mit dem Schürhaken ist nicht mehr notwendig, wodurch auch vermieden wird, daß Bruchstücke nicht verbrannten Brennstoffes beim Durchrütteln oder Durchschüren mit der Asche in den Aschenraum fallen und mit der Asche ausgetragen werden. Im Falle von besonders schlechter tonhaltiger Kohle, die viel Asche und Schlacke hinterläßt, erscheint es zweckmäßig, den Rost von unten her durchzustechen.
Das feuerfeste Schamottematerial der Rosteinfassung ist außerdem ein wertvoller Wärmesammler. Durch die aufgespeicherte Hitze wird das Anfachen neuen Feuers begünstigt; ebenso begünstigt die Hitze der Formsteine eine bessere Verbrennung des neubeschickten Brennstoffes. Durch die hohe Temperatur der in den Formsteinen aufgespeicherten Hitze werden sonst nicht brennbare
♦5 Kohlenwasserstoffe und andere Verbrennungsprodukte zersetzt und zusätzlich verbrannt, die bei den bisher üblichen Herden unverbrannt in den Schornstein gelangten.
Die Geschwindigkeit der Verbrennung wird zweckmäßig durch Schlitze in der Aschenraumtür reguliert, wozu die üblichen Rosetten zweckmäßig verwendet werden können.

Claims (6)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Feuerung für Küchenherde, dadurch gekennzeichnet, daß der Planrost vorzugsweise um etwa zwei Drittel seiner Länge von der unteren Kante der Ofentür in das Innere der Feuerung zurück und um etwa 10% seiner Länge tiefer als die untere Ofentürkante versetzt ist, wobei als eine Art Schwelle ein Formstein (III) zwischen Ofentür und Rost angeordnet ist und der Rost unter Einhaltung seitlicher Luftspalte von im Querschnitt winkelförmig einspringenden Feuerraumwänden umschlossen ist.
2. Feuerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden seitlichen, den Feuerraum umschließenden Formsteine (II) und der hintere Formstein (I) an der Innenseite in Richtung zur Rostmitte winkelförmig verlaufende Schrägflächen (α) aufweisen, die bis zu etwa zwei Drittel deren Höhe und dann im unteren Drittel in eine weitere Schrägfläche (b) wieder zurück verlaufen.
3. Feuerung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Planrost (4) aus parallelen flachen Roststäben gebildet ist, deren vorder- und rückwärtige Enden durch Stege (4') verbunden sind und an allen vier Ecken des Rostes Vorsprünge (5) vorgesehen sind, auf denen Vor-Sprünge (1, 1') an den unteren beiden Ecken der zwei seitlichen Formsteine (II) und des hinteren Formsteines (I) aufsitzen und befestigt sind.
4. Feuerung nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Vorsprüngen (1, i') der beiden seitlichen Formsteine (II) und des hinteren Formsteines (I) Schlitze (2) für den Zutritt von Verbrennungsluft aus dem Aschenraum zur Beschickung des Rostes vorgesehen sind.
5. Feuerung nach Anspruch 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein weiterer feuerfester Formstein (IV) vorgesehen ist, der auf dem rückwärtigen Formstein (I) aufgesetzt und unlösbar befestigt ist.
6. Feuerung nach Anspruch 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß alle fünf Formsteine Berührungsflächen (α') besitzen, an denen sie in bekannter Weise mittels feuerfestem Schamottekitt fugenfrei verbunden sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
5652 12.53
DE1950B0002865 1950-04-01 Feuerung für Küchenherde Pending DE832939B (de)

Publications (1)

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DE832939B true DE832939B (de) 1952-01-31

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE960498C (de) * 1951-04-21 1957-03-21 Wenzel Auer Ofenfeuerung, insbesondere fuer Kuechenherde

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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