DE239683C - - Google Patents

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DE239683C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22CFOUNDRY MOULDING
    • B22C9/00Moulds or cores; Moulding processes
    • B22C9/12Treating moulds or cores, e.g. drying, hardening

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Furnace Housings, Linings, Walls, And Ceilings (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
M 239683 KLASSE 31 a. GRUPPE
erhitzter Luft o. dgl.
Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung, um Gießpfannen in rascher, bequemer und für die feuerfeste Auskleidung schonender Weise ohne Rauchbelästigung zu trocknen und zu erhitzen.
Das bisher übliche Verfahren für diesen Zweck besteht darin, daß in der mit feuerfesten Materialien ausgekleideten Gießpfanne ein Holz-, Kohlen-, Koks-, Brikett- oder Gasfeuer entfacht wird, wobei die offene Seite des Gefäßes nach oben gerichtet ist. Nachdem das Gefäß vorgetrocknet ist, wird es mit der offenen Seite nach unten auf eine Feuerung gestellt und auf die gewünschte Temperatur erhitzt. Das Gefäß steht hierbei so hoch über der Feuerung, daß die Verbrennungsprodukte unter seinem unteren Rand hindurch entweichen können.
Dieses bisher übliche Verfahren hat verschiedene Nachteile. Beim Vortrocknen der aufrecht stehenden Gießpfanne durch ein in sie gebrachtes Feuer wird nur ein sehr geringer Teil der Wärme ausgenutzt, während der größte Teil nach oben nutzlos entweicht.
Ein Vortrocknen der Pfanne mit nach unten gerichteter öffnung ist nicht angängig, weil die Wasserdämpfe bzw. die Teerdämpfe an den Wandungen der Auskleidung haften und nur ganz allmählich unter dem Rand der Pfanne hinweg abziehen. Jedenfalls würde ein Vortrocknen des Gefäßes auf diese Weise sehr viel Zeit beanspruchen. Ein weiterer Nachteil sowohl des Vortrocknens als auch des Erhitzens nach der bisher üblichen Art besteht darin, daß durch den entwickelten Rauch die Leute belästigt und gesundheitlich geschädigt werden und Fenster und Anstrich in den Gebäuden geschwärzt werden.
Die Erfindung bezweckt eine wesentlich schnellere Austrocknung und Erhitzung der frischen feuerfesten Auskleidung, als es in der bisher üblichen Weise möglich ist, unter voller Ausnutzung der Brennstoffe, unter vollständiger Beseitigung irgendwelcher Rauchbelästigung und mit einer bei der fortschreitenden Trocknung und Erhitzung selbsttätig steigenden Temperatur, wodurch die Auskleidung sehr geschont wird.
Während bekanntlich bis jetzt das Trocknen frisch ausgemauerter und ausgebesserter Pfannen und das Erhitzen der Ausmauerung, welches vor Aufnahme des flüssigen Stahles erforderlich ist, zwei getrennte Vorgänge sind, weil beim Trocknen die Pfannenöffnung notwendig nach oben gerichtet sein muß, beim Erhitzen aber umgekehrt diese öffnung über das Feuer gestellt wird, so geschieht hier das Trocknen und Erhitzen in einem nicht unterbrochenen fortschreitenden Vorgange auf ein und derselben Vorrichtung.
Zur Austrocknung und Erhitzung der Pfanne dient die in Fig. 1 im Querschnitt und in Fig. 2 im Grundriß dargestellte Vorrichtung. α ist eine mit feuerfestem Material ausgekleidete Pfanne, welche mit nach unten gekehrter öffnung auf einer Feuerung steht, und zwar so, daß kein Rauch unter ihrem unteren Rand hindurch entweichen kann.

Claims (1)

  1. b ist der Brenner einer zentral angeordneten Gasfeuerung, welchem durch die Rohrleitung c Gas und durch die Rohrleitung d Luft zugeführt wird, e ist ein ringförmiger Schlitz, welcher durch den Kanal f mit dem Schornstein g in Verbindung steht.
    Die Austrocknung und Erhitzung der feuerfest ausgekleideten Pfanne α geht in folgender Weise vor sich:
    ίο Durch die in der Feuerung b entwickelte Wärme wird der Wassergehalt der frisch ausgekleideten Pfanne α ausgetrieben und infolge der saugenden Wirkung des Schornsteins g zusammen mit den Verbrennungsprodukten durch den Schlitz e und den Kanal f abgeleitet. Ein Haften der Wasserdämpfe an der Auskleidung der Pfanne α kann nicht stattfinden, weil im Innern der Pfanne eine hauptsächlich an den Wänden entlang führende Strömung der Gase herrscht, welche die Dämpfe beim Austritt aus dem feuerfesten Material mitreißt. Durch die aus der Pfanne a entweichenden Verbrennungsprodukte wird das durch die Leitung c zugeführte Heizgas und die durch die Leitung d zugeführte Verbrennungsluft, welche Leitungen beide durch den Rauchkanal f gelegt sind, vorgewärmt. Bei der allmählich fortschreitenden Trocknung und Erhitzung der Pfanne α steigt die Temperatur der Verbrennungsprodukte und damit gleichzeitig die Temperatur von Gas und Luft, infolgedessen auch die Temperatur der in der Feuerung erzeugten Flamme. Es tritt bei dieser Vorrichtung also selbsttätig eine allmähliche Temperatursteigerung ein, welche für die Schonung und Haltbarkeit der feuerfesten Auskleidung von größter Wichtigkeit ist. ;
    Die Gasfeuerung kann durch irgendeine andere Feuerung ersetzt werden, z. B. durch eine Halbgasfeuerung, Holz-, Koks-, Kohlenoder Brikettfeuerung. Auch braucht die Feuerung nicht zentral angeordnet zu werden und die Grabe, über welcher das zu trocknende und zu erhitzende Gefäß steht, braucht nicht rund zu sein, sondern kann irgendeine andere Form haben. An die Stelle des Schornsteins kann auch ein durch Dampf, Preßluft usw. betriebener oder als Ventilator ausgebildeter Exhaustor treten. Die Vorrichtung wird entweder in die Erde eingemauert, oder beweglich ausgebildet.
    Wenn die Vorrichtung mit Rostfeuerung anstatt mit Gasfeuerung betrieben wird, so wird nur die Verbrennungsluft durch die Abgase vorgewärmt, die Wirkung bleibt jedoch in bezug auf die allmähliche und selbsttätige Temperatursteigerung dieselbe. An Stelle des durch den Rauchkanal f geführten Rohres kann auch ein Rekuperator aus feuerfesten Steinen angeordnet werden. Dadurch, daß die Verbrennungsprodukte durch den Schornstein g ins Freie geführt werden, wird jede Rauchbelästigung vermieden.
    Paten τ-Anspruch:
    Vorrichtung zum Trocknen und Erhitzen von Gießpfannen mittels abgesaugter erhitzter Luft o. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß aus der umgekehrt stehenden Gießpfanne die Verbrennungsprodukte der Feuerung mit den sich bildenden Wasser- und Teerdämpfen zur Vorwärmung der Verbrennungsluft bzw. des Heizgases abgesaugt werden, wodurch eine für die Schonung und Haltbarkeit der feuerfesten Auskleidung wichtige, allmählich und selbsttätig eintretende Temperatursteigerung im Innern der zu trocknenden und zu erhitzenden Gießpfanne hervorgerufen wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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