DE50517C - Ofen mit Ringfeuerung und centralem Stützpfeiler für Tiegel etc - Google Patents
Ofen mit Ringfeuerung und centralem Stützpfeiler für Tiegel etcInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01J—CHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
- B01J6/00—Heat treatments such as Calcining; Fusing ; Pyrolysis
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F27—FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
- F27B—FURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
- F27B14/00—Crucible or pot furnaces
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
Bei der bisherigen Art der Beheizung von Tiegeln, Retorten oder . dergleichen zum
Erhitzen von Alkalien und anderem Material schlägt die Flamme unmittelbar an die Aufsenfläche
der Tiegel und Retorten, und als Brennmaterial wird Kohle oder Kohlengrus bei fast
unregulirbarer Luftzufuhr verwendet. Mit dieser Beheizungsart ist der Uebelstand verbunden,
dafs die mit Heftigkeit an die eisernen Behälter schlagende Flamme mit einer der Weifsglut
entsprechenden Temperatur höchst zerstörend auf die Behälter wirkt und eine schnelle Oxydation
bei ununterbrochener Bildung von Glühspan eintritt. Ferner ist es bei den bisherigen
Heizanlagen nicht möglich, eine Regelmäfsigkeit in der Temperatur zu erreichen. Auch
aus diesem Anlafs entstehen Verschlechterungen in der Structur der Behälterwände durch beständiges
Ausdehnen und Zusammenziehen und damit verbundener Structuränderung, was
schliefslich zum Bersten führt. Wieder andere Tiegel werden so angeordnet, dafs derjenige
Theil, welcher der starken Erhitzung am meisten ausgesetzt ist, das Gewicht des Tiegels und
seines Inhaltes zu tragen hat. Zwar werden, um diesem Umstände Rechnung zu tragen und
der Zerstörung durch Glühspan zu begegnen, die Tiegel am Bodentheil dickwandiger ausgeführt.
Dennoch sind Ausbauchungen nicht ausgeschlossen und ein Bersten und völliges Zusammenbrechen
sind nicht selten.
Um diesem Uebelstande zu begegnen, wird der Heizofen nach vorliegender Erfindung so
ausgeführt, dafs er eine gleichmäfsige Erhitzung sichert, so dafs die Zerstörung von Tiegeln,
Pfannen und Retorten zu den Seltenheiten gehört und aufserdem wesentlich an Brennmaterial
gespart wird. Die Tiegel oder dergleichen werden überdies in den Ofen so eingesetzt,
dafs ihre Handhabung eine leichtere ist.
Der Ofen erhält zu diesem Zwecke einen centralen Pfeiler zum Stützen des Tiegels oder
dergleichen. Dieser Pfeiler ist von einem unter seiner Oberkante liegenden Feuerherde umgeben,
der die Form eines Ringes oder Ringtheiles hat, und der Ofenschacht verengt sich
nach oben hin, um die Wärme möglichst gegen den Tiegel oder dergleichen hinzulenken.
Fig. ι der Zeichnung zeigt einen solchen
Ofen im senkrechten Schnitt mit eingesetztem Tiegel, Fig. 2 einen Schnitt nach Linie x-x
und einen Theil der Oberansicht.
In der Umfassungsmauern des Ofens ist ein
schachtförmiger Feuerraum b gebildet, der mit feuerbeständigem Material ausgekleidet ist und
eine nach oben sich verengende, wesentlich konische Form hat, wie dargestellt. Durch die
obere Oeffnung c kann der Tiegel d oder dergleichen in den Ofenschacht eingesetzt werden.
Durch die im oberen Theile des Feuerraumes angeordneten Abzugsöffnungen e können die
Verbrennungsproducte in den Kanal f gelangen, und aus diesem führt eine mit einem Rauchschieber
i versehene Oeffnung g in den Kanal h.
Der Tiegel oder die Retorte d stützt sich auf den Pfeiler j, welcher von dem ringförmigen
Feuerherde k umgeben ist, dessen Roststäbe / radial gegen die Umfassungsmauer a
gesichert sind. Die Dicke der Feuerungsmaterialschicht richtet sich nach der Höhe der
Oberkante des Pfeilers j über den Roststäben.
Durch diese Theilung des Feuers mittelst des Pfeilers j wird eine ökonomische Vertheilung
der Wärme erreicht und die unmittelbare Einwirkung des Feuers auf den Tiegel vermieden.
Aus dem unter den Roststä'ben liegenden Aschenfall m führen Kanäle η ab, wie in
Fig. 2 punktirt angegeben ist, welche das Herausschaffen der Asche gestatten.
Wenn der Ofen im Betrieb ist, werden die Oeffnungen in diesen Kanälen nahezu oder
vollständig geschlossen, z. B. dadurch, dafs man lose Steine einsteckt und durch Thon oder
dergleichen so bestreicht, dafs nur ein oder zwei Schlitze für den Durchgang der Luft verbleiben.
Statt dessen können aber auch einstellbare Schieber oder Thüren verwendet werden.
Der Ofen ist- oben mit starken Eisenplatten ο abgedeckt, die ihn beim Einführen von Brennmaterial
durch die Oeffnungen o1 vor Beschädigung schützen.
Nachdem der Tiegel oder die Retorte von oben in den Ofen eingesetzt worden ist, werden
dieselben zum Theil durch Ketten (oder Stangen) ρ getragen, welche unten mittelst
Haken an durch Bolzen u am Deckel ν befestigte Augen f angreifen. Oben sind die
Ketten in Haken q eingehängt, welche Gewinde mit Muttern j tragen, um an dem Querhaupt
der an einem Tragbolzen befestigten Hängeeisen r eingestellt zu werden. Mittelst der
Muttern s, Fig. 3, kann das Maafs des Druckes auf den centralen Ofenpfeiler j so bestimmt
werden, dafs beim Heizen des Tiegels oder der Retorte das Zusammenbrechen derselben ausgeschlossen
ist.
Bei der Anwendung eines solchen Stützpfeilers j kann an dem Tiegel auch ein Abflufsrohr
angebracht sein, das vom Boden desselben durch den hohlen Pfeiler nach unten und durch einen unten anschliefsenden Seitenkanal
w weiterführt.
Für den Betrieb eines solchen Ofens empfiehlt sich am meisten Gaskoks, da dieser ziemlich
frei von bituminösen Bestandtheilen ist. Das Brennmaterial mufs aber so trocken sein wie
nur möglich. Die Lufteinführung in den Ofen richtet sich nach der jeweilig erforderlichen
Temperatur.
Claims (2)
1. Ein zum Beheizen von Tiegeln, Retorten oder dergleichen dienender Ofen, dadurch
gekennzeichnet, dafs ein zur Stützung der Tiegel oder dergleichen dienender centraler
Pfeiler (j) von einem tiefer liegenden Feuerherde (k) umgeben ist, der eine Ringform
oder Ringtheilform hat, während der Ofenschacht (b) nach oben sich verengt.
2. Bei dem zu 1. bezeichneten Heizofen die Anordnung von Haken fq), die für den
Anschlufs von Tragketten oder Tragstangen für die Tiegel oder dergleichen dienen und
mittelst Muttern fs) stellbar sind, um das Maafs des auf den Stützpfeiler fj) entfallenden
Druckes zu verändern.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE50517C true DE50517C (de) |
Family
ID=325358
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT50517D Expired - Lifetime DE50517C (de) | Ofen mit Ringfeuerung und centralem Stützpfeiler für Tiegel etc |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE50517C (de) |
-
0
- DE DENDAT50517D patent/DE50517C/de not_active Expired - Lifetime
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