DE517334C - Verfahren zur Erzielung gleichmaessiger Temperatur in den oberen und unteren Teilen der Brennkammer eines gasgefeuerten Kammerringofens mit ueberschlagender Flamme - Google Patents
Verfahren zur Erzielung gleichmaessiger Temperatur in den oberen und unteren Teilen der Brennkammer eines gasgefeuerten Kammerringofens mit ueberschlagender FlammeInfo
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- DE517334C DE517334C DER77345D DER0077345D DE517334C DE 517334 C DE517334 C DE 517334C DE R77345 D DER77345 D DE R77345D DE R0077345 D DER0077345 D DE R0077345D DE 517334 C DE517334 C DE 517334C
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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- F27B13/00—Furnaces with both stationary charge and progression of heating, e.g. of ring type or of the type in which a segmental kiln moves over a stationary charge
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Description
- Verfahren zur Erzielung gleichmäßiger Temperatur in den oberen und unteren Teilen der Brennkammer eines gasgefeuerten Kammerringofens mit überschlagender Flämme Bei den bisherigen Kammerringöfen mit überschlagender Flamme war eine gleichmäßige Temperatur in den oberen und unteren Lagen der Brennkammer nur dann zu erreichen, wenn die Abmessungen der Kammern über ein bestimmtes Maß nicht hinausgingen. Man hat bereits versucht, den Temperaturausgleich von oben nach unten in der Kammer dadurch zu erreichen, daß man mit dem Feuer auf der Brennkammer längere Zeit nach Erreichen der Garbrandtemperatur stehenblieb. Dieses Verfahren ist aber nicht bei jedem Brenngut zulässig, denn dieses Verfahren erfordert ein Ansteigen der Temperatur in den oberen Teilen der Brennkammer weit über die Garbrandtemperatur hinaus. Bei verschiedenem Brenngut, z. B. Feuertonwaren, ist dieses nicht zulässig, denn es würde dadurch die Ware im oberen Teil des Ofens überbrannt werden. Temperaturmessungen haben ergeben, daß bei Gaskammerringöfen mit überschlagender Flamme, bei welchen die Höhe der Brennkammer größer als 2,2o m ist, der Temperaturabfall von oben nach unten sehr beträchtlich war. Ganz besonders stark in Erscheinung trat dieser Temperaturabfall bei Gaskammerrüigöfen finit eingebauten Muffeln. So war z. B. der Temperaturunterschied in einem derartigen Ofen bei einer Kammerhöhe von 3 m von oben nach unten i oo" C. Es ist aber beim Brennen von vielen keramischen und anderen Gegenständen von großer @Vichtigkeit, eine gleichmäßige Temperatur auf die ganze Höhe des Kammereinsatzes zu erzielen.
- Bei Ringöfen mit waagerechter Flammenführung ist es nun bekannt, mit wechselnder Zugrichtung zu brennen.
- Zweck vorliegender Erfindung ist es, dieses bekannte Verfahren auf Gaskammerringöfen mit überschlagender Flamme zu übertragen.
- Das Verfahren besteht darin, daß man das Brenngut in der in Hochglut befindlichen Kammer bis zur Garbrandtemperatur, gemessen in den oberen Teilen der Brennkammer, brennt. Zu diesem Zeitpunkt ist die Temperatur in den unteren Teilen der Brennkammer noch um ein bestimmtes Maß, beispielsweise i oo° C, zurück. Es wird nun in der Brennkammer die Gaszuführung abgestellt, der Rauchabzug geschlossen sowie der Lufteintritt gesperrt. Nunmehr erfolgt das Brennen des Brennguts in der in Hochglut sich befindlichen Kammer in umgekehrter Weise, und zwar statt wie bisher von oben nach unten, nunmehr von unten nach oben. Zu diesem Zweck wird in der Kammer, welche sich vor der in Hochglut befindlichen Kammer befindet, das Gasventil für den Gaseintritt geöffnet. Die notwendige Verbrennungsluft wird in diesem Falle in Kanälen, welche im Mauerwerk oder im Gewölbe des Ofens liegen, vorgewärmt und den einzelnen Brennern zugeführt. Der Rauchabzug wird nach rückwärts versetzt, so daß also die Heizgase, welche die in Hochglut befindliche Kammer von unten nach oben durchziehen, nunmehr nochmals zwei oder drei bereits gebrannter Kammern beheizen. Diese Brennweise wird so lange aufrechterhalten, bis auch im unteren Teil der in Hochglut befindlichen Kammer die Garbrandtemperatur erreicht ist. Hierauf wird wieder in normaler Weise gebrannt. Während der Zeitdauer dieser rückwärtsläufigen Brennweise werden die Abgase bzw. Teerdämpfe, welche beim Brennen von Elektroden oder beim Entgasen von Anthrazit; Petrolkoks usw. entstehen, in dem Heizschacht vor der in Hochglut befindlichen Brennkammer mitverbrannt, weil diese Teerdämpfe zwangsweise ihren Weg nach dem Kamin durch den Heizschacht nehmen müssen. Das neue Verfahren bietet demnach außer der Erzielung gleichmäßiger Temperatur in den oberen und unteren Teilen der Brennkammer noch besondere Vorteile. Abgesehen von der Verbrennung schädlicher Teerdämpfe beim Brennen von Elektroden u. dgl. wird auch noch das Brenngut in bereits abgebrannten Kammern lange Zeit auf hoher Temperatur gehalten. Dieses ist von besonderem Vorteil sowohl für das Brennen von Elektroden als auch für das Brennen von vielen keramischen Erzeugnissen, z. B. Silikasteinen.
- Auf der Zeichnung ist als Ausführungsbeispiel ein Gaskammerringofen mit einseitig überschlagender Flamme in Abb. i und 2 dargestellt.
- a ist der Ofen, b sind die Brennkammern, c ist der Rauchkanal, d der Gaskanal. Angenommen, die Kammer 3 steht im Hauptfeuer, und zwar im Normalbetrieb, d. h. die Flammen ziehen von oben nach unten durch die Brennkammer und wärmen nach Austritt aus der Brennkammer Kammer q.; 5 und 6 vor. Bei Kammer 6 werden die Rauchgase durch das Ventil f in den Rauchkanal und durch diesen in den Schornstein abgeführt. Die Verbrennungsluft zieht durch die bereits gebrannten Kammern; 9, 1 o, i und 2 hindurch und gelangt hocherhitzt in Kammer 3, wo sie mit dem Generatorgas verbrennt. Die Luftzuführung erfolgt also bei Kammer 9, während die Gaszuführung bei e erfolgt. Hat man nun in Kammer 3 in den oberen Teilen die Garbrandtemperatur erreicht, so wird rückwärts gebrannt. Man schließt die Gasführung bei @e sowie den Rauchabzug bei f. Hierauf öffnet man das Gasventil bei g und das Rauchventil bei /t. Damit' die bereits vorgewärmten Kammern q., 5 und 6 durch die Verbrennungsluft nicht wieder abgekühlt werden, führt man die Luft durch Kanäle i den Brennern' zu. Zur Vorwärmung dieser Luft kann man im Gewölbe des Ofens oder in den Seitenmauern entsprechende Kanäle vorsehen. Die in Kammer q. unten im Heizschacht zur Verbrennung gelangenden Generator., beheizen nunmehr die Kammer 3 von unten nach oben und ziehen hierauf durch Kammer 2, i und Überführungskanal bei Kammer i o durch das Rauchventil k ü1 den Rauchkanal.
- Das neue Brennverfahren ist anwendbar für Gaskammerringöfen mit überschlagender Flamme aller Art und erfordert zur Durchführung keine weiteren Hilfsmittel als bei normalem Betrieb. Ganz besonders ist das neue Brennverfahren geeignet zum Brennen von Waren, welche sehr gleichmäßig gebrannt -werden müssen, wie z: B. Elektroden, keramische Erzeugnisse, -wie Feuertonwaren, Silikasteine u. a. Das übermäßig lange Stehenbleiben mit dem Hauptfeuer' auf der Brennkammer, wie es bisher gemacht wurde, um einigermaßen einen Temperaturausgleich von oben nach unten zu erreichen, kommt durch das neue Verfahren in Fortfall. Nebenbei sei aber bemerkt, daß das vorerwähnte bisherige Brennverfahren für vieles Brenngut nicht zulässig ist.
- Es ist bereits oben ausgeführt worden, daß das Rückwärtsbreimen bei Ringöfen mit waagerechter Flammenführung bekannt ist. Diese Öfen leiden aber auch häufig unter Schwachbrand bei den Brenngutstapeln in der Nähe der Brennkanalsohle, und nur durch besondere Setzweise ist diesem Übel zu begegnen. Das Rückwärtsbrennen bringt in der Beziehung keine Besserung. Bei Kammerringöfen mit überschlagender Flamme dagegen wird allein durch das Rückwärtsbrennen der Schwachbrand in den unteren Gutstapeln vermieden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Erzielung gleichmäßiger Temperatur in den oberen und unteren Teilen der Brennkammer eines gasgefeuerten Kammerringofens mit überschlagender Flamme, dadurch gekennzeichnet, daß in bei Ringöfen an sich bekannter Weise nach erreichter Garbrandtemperatur im oberen Teil der Brennkammer rückwärts gebrannt wird, d. h. von unten nach oben.
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| DER77345D DE517334C (de) | 1929-03-01 | 1929-03-01 | Verfahren zur Erzielung gleichmaessiger Temperatur in den oberen und unteren Teilen der Brennkammer eines gasgefeuerten Kammerringofens mit ueberschlagender Flamme |
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| DE517334C true DE517334C (de) | 1931-02-02 |
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