DE347672C - Ofenanlage zum Brennen feuerfester, besonders kalkgebundener Steine (Dinas, Silika) - Google Patents

Ofenanlage zum Brennen feuerfester, besonders kalkgebundener Steine (Dinas, Silika)

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DE347672C
DE347672C DE1918347672D DE347672DD DE347672C DE 347672 C DE347672 C DE 347672C DE 1918347672 D DE1918347672 D DE 1918347672D DE 347672D D DE347672D D DE 347672DD DE 347672 C DE347672 C DE 347672C
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silica
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F27FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
    • F27BFURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
    • F27B9/00Furnaces through which the charge is moved mechanically, e.g. of tunnel type; Similar furnaces in which the charge moves by gravity
    • F27B9/02Furnaces through which the charge is moved mechanically, e.g. of tunnel type; Similar furnaces in which the charge moves by gravity of multiple-track type; of multiple-chamber type; Combinations of furnaces
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F27FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
    • F27BFURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
    • F27B9/00Furnaces through which the charge is moved mechanically, e.g. of tunnel type; Similar furnaces in which the charge moves by gravity
    • F27B9/30Details, accessories or equipment specially adapted for furnaces of these types
    • F27B9/3044Furnace regenerators

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
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  • Tunnel Furnaces (AREA)

Description

  • Ofenanlage zum Brennen feuerfester, besonders kalkgebundener Steine (Dinas, Silika). Zum Brennen von kalkgebundenen, feuerfesten Steinen, wie Silika- oder Dinassteinen, hat man bisher absatzweise betriebene Öfen benutzt, die, in der Regel von runder Form, mit den Formlingen von Hand beschickt werden; ist der Ofenraum voll gesetzt, so wärmt man den Inhalt an und erreicht nach 9 bis 12 Tagen die Höchsttemperatur von 1650' C, gemessen an der Feuerbrücke, worauf 2 bis 3 Tage bei der hohen Temperatur weiter geheim wird. Danach schließt man den Ofen ganz, überläßt ihn sich selbst noch etwa 2 Tage zum weiteren Wärmeausgleich und kühlt dann den Inhalt langsam ab, so daß man nach insgesamt 2o bis 30 Tagen die Steine fertig und richtig gebrannt aus dem Ofen herausnehmen kann.
  • Bei dem Brennen muß eine Überführung des Quarzits in Tridymit oder Cristobalit erfolgen, die die Innehaltung einer Temperaturstufe über t q.7o° C für die Zeitdauer von etwa 3 bis z1 Tagen erfordert. Da sich dabei das spezifische Gewicht von 2,65 in ein solches von! 2,3 ändert, so ist mit dem Brennen eine große Ausdehnung verbunden, die linear gemessen über 3 Prozent beträgt. Werden die Steine nicht so gebrannt, so erfolgt später, wenn der Stein im Betriebe gebraucht wird, eine weitere Ausdehnung, die für das Ofenmauerwerk unter Umständen außerordentlich schädlich sein kann, besonders bei Ofen äroßer räumlicher Ausdehnung, wie z. B. bei Kammeröfen zur Erzeugung von Gas und Koks, die heute eine Länge von zo bis 12 m haben.
  • Diese Herstellung der kalkgebundenen Steine ist aber teuer, da sie viel Handarbeit verlangt, sehr viel Zeit in Anspruch nimmt und auch eine große Menge Kohlen verschlingt; da nämlich die Feuerung mit kaltem Ofen beginnt, so läßt sich Gasfeuerung nicht gut verwenden. Man hat versucht, das Brennen derartiger kalkgebundener Steine durch Einführung des gewöhnlichen Kanalofens zu vereinfachen und zu verbilligen. Bei einem derartigen, in der Praxis angewendeten Tunnelofen von etwa 130m Länge beträgt die Zeitdauer zwischen Einsetzen und Aussetzen nur -.o Stunden, so daß die Steine in der eigentlichen Brennzone, wo sie tagelang verweilen müßten, nur wenige Stunden sind. Die Umwandlung des Quarzits in. Cristobalit erfolgt dabei nur zum kleinen Teil, und die Folge ist, daß ein solcher ' Stein, wenn er später im Siemens-Martin-Ofen oder im Koksofen eingebaut wird, sich recht unbefriedigend verhält.
  • ach der Erfindung sollen derartige kalkgebundene Steine in ähnlicher Weise stetig wie in den Tunnelöfen gebrannt werden, dabei aber die Unstimmigkeiten beseitigt werden, die in zeitlicher Beziehung zwischen den -Zonen der @-orwärmung, des eigentlichen Brennens und der .Abkühlung bestehen; gleichzeitig soll die Möglichkeit gegeben sein, den eigentlichen Brennraum in einer Weise auszubilden, wie dies für die wirtschaftliche und gleichmäßige Erzeugung der dort gebrauchten hohen Temperaturen erforderlich ist. Zli diesem Zweck wird der Brennraum aus der im übrigen als Kanalofen, ausgebildeten Anlage leerausgenommen und als für sich zu betreibender Ofen ausgestaltet, wobei durch die Zahl der zur Verwendung gelangenden Ofenkammern doch wieder ein stetiger Betrieb ermöglicht wird. Durch entsprechende Gleisanlagen wird dabei der erforderliche Kreislauf zwischen dem Z'orwärmeraum, den Brennöfen und den Kühlräumen, ermöglicht. Damit erhält man auch die Möglichkeit, den Brennraum selbst in einer der hohen Entwicklung der Feuerungstechnik entsprechenden Weise durchzubilden, cla er jetzt in dieser Beziehung ein für sich abgeschlossenes und unabhängiges Ganzes darstellt. Indem nämlich die Vorwärmung der frischen Formlinge durch die beimKühlen der fertiggebrannten Steine in den Kühlkanälen hoch vorgewärmte Luft erfolgt, ist man in der Lage, die Überschußwärme des eigentlichen Brennvorganges für diesen selbst in einer Wäriner#iclcgewinliungsalilage auszunutzen und so dem Brennrauen in Gestalt einer entsprechend höheren bzw. mit einem geringeren Wärmeaufwand zu erzielenden Temperatur zugute zu bringen. Als die grundsätzlich beste Form für diese Wä rmerückgewinnung empfiehlt sich dabei die mit einräumigen Erhitzern oder Wärmespeichern.
  • In der Zeichnung ist eine der Erfindung entsprechende Anlage in Abb. i im Grundriß dargestellt, während Abb.2 einen dazu gehörigen Querschnitt wiedergibt. Abb. 3 und .l zeigen in Querschnitt und Längsschnitt eine Ausführungsform für den eigentlichen Brennraum.
  • ,Neben dem als Kanalofen ausgebildeten Vorwärmeraum io liegen die ebenfalls als Kanäle ausgebildeten Kühlräume i i, und zwar sind jeweilig einem Vorwärinekanal zwei Kühlkanäle zugeordnet, entsprechend dem Unistand. daß die Abkühlung der gebrannten kalkgebundenen Steine ganz- besonders vorsichtig erfolgen muß, während die \-orwärinung der Formlinge schneller vor ,ich gehen kann. Die am Austrittsende der Kühlkanäle inittelsGebläses eingeführteKühlluft streicht über das in den beiden Kanälen i i aufgestapelte heiße Gut und wärmt sich dort t#c;r, um am anderen Ende der Kühlkanäle in clen @-orwärmekanal io überzutreten und hier ebenfalls im Gegenstrom zu den frisch eingesetzten Formlingen durch den Kanal io ;Dill Kamin oder dem Absaugegebläse zuzuströmen.. Erforderlichenfalls kann dabei an der Umkehrstelle durch einen Anschluß 15 noch Gas zugeführt werden, um durch eine zusätzliche Verbrennung eine Steigerung der Temperatur der Abhetze zu erzielen. Das auf dein Gleis i2 durch den Vorwärmekanal io hindurchgeführte Gut wird mit Hilfe einer Schiebebühne auf das rechtwinklig dazu verlaufende Gleis 17 umgesetzt, das an den ,:igentlichen Brennöfen i8 vorbeiführt, die hier zu vier angeordnet sind. Ist das so vorgewärmte Gut in die Brennöfen übergeführt, so werden hier die Steine fertiggebrannt, am wieder mit Hilfe der auf dem Gleis i9 laufenden Schiebebühne 2o in die Kühlkanäle i i abgegeben zu werden; um bei dieser Überführung eine Abkühlung des Gutes zu vermeiden, ist die Schiebebühne i2 mit einer feuerfest ausgekleideten und gegebenenfalls geheizten Haube versehen. Nach Abkühlung ler gebrannten Steine in den Kammern i i ;-erden mit Hilfe der auf dem Gleis 13 laufen-(len Schiebebühne 1d. die Steine zum Lagerplatz gefahren und dort abgesetzt.
  • Mit der gezeichneten Anlage ergibt sich bei Anwendung von vier Brennöfen, zwei AbkühIkanälen und einem V orwärmekanal eine Brennzeit von 4 vollen Tagen, von .1.r Stunden Vorwärmezeit und 82 Stunden Abkühlzeit, für den vollen Durchgang also eine Zeit von 9 Tagen und 3 Stunden, wobei durch die verhältnismäßige Bemessung der verschiedenen Räume ein völliger Irreislauf und damit ein ununterbrochener Betrieb ermöglicht wird.
  • Die eigentlichen Brennöfen (vgl. Abb.3 und q.) bestehen aus den paarweise angeordneten Kammern 2i, über denen in der ganzen Längserstreckung die 23 und 24 bzw. 23' und 24' vorgesehen sind. Diese Wärmespeicher arbeiten in der bekannten Weise zusammen, daß in der einen Betriebsstufe das eine Wärmespeicherpaar als Luft-und Gaserhitzer, das andere als Abwärmespeicher dient, während nach etwa einer halben Stunde eine Umkehr der Zugrichtung und damit auch ein Wechsel in der Aufgabe der Wärmespeicher erfolgt. Gas und Luft 'Yelangen dabei durch die düsenartigen DurchbrechUngell 25, 26 des Gewölbes der Kammer 21 in dieser zur Verbrennung, durchziehen dabei die Kammer von oben nach unten, treten durch die Durchbrechungen 22 in die Nachbarkammer, um durch die Öffnungen -25', 2<>' in die Wärmespeicher 23', ?-.' zu strötnen. llit rler Einführung der Flamme von oben in den Brennraum wird nun eine praktisch gleichmäßige Beaufschlagung, insofern-erzielt, als hier die heißen Gase ziem Auftrieb entgegengeführt werden. so daß sie unter Wirbelbildungen den ganzen Raum ausfüllen und gleichmäßig beanspruchen. Die Kammern 21 werden mit dem Brenngut 33 beschickt, das auf dem feuerfesten Belag 32 der Tunnelwagen 31 aufgebaut ist, die mit Drehgestellen 3o auf dem Gleis 29 laufen. Die Wagen erhalten durch die Drehgestelle die erforderliche Beweglichkeit, um über Normalspurbahnen in das Lager gefahren werden zu können. Durch Stopfentüren 34- werden jeweilig die Brennräume 21 nach außen abgedichtet, wobei zur Bedienung der schweren Stopfentüren die ganze Ofenanlage von einem Laufkran bestrichen wird. Die Abdichtung` der ganzen Brennräume nach unten hin wird in bekannter Weise durch Sandtassen bewirkt, so daß die Wagengestelle durch einen unter den Bödell31 hinstreichenden Luftzug gekühlt werden können.
  • Die beschriebene Art der Beheizung gewährleistet durch die Verwendung einer hochwertigen Wärmerückgewinnungsanlage -nicht nur die Erzeugung der erforderlichen hohen und gleichmäßigen Temperatur für den Brennraum, sondern gestattet auch gleichzeitig, den Druckzustand in der erforderlichen Weise genau einzuregeln: Einmal soll nämlich von unten keine Frischluft in den Brennraum eintretenkönnen, anderseits sollen aber auch keine Feuergase aus dem Brennrauin durch Spalten zwischen Gien Tunnelwagen nach unten fallen können. Durch die Anordnung der Wärmespeicher unmittelbar über dem Brennrauen kann man den Druckzustand so einregem, daß z. B. in der Höhe der Oberkante der Wagengestelle ein Druckzustand von _iz o herrscht. Damit ist gegenüber den bisherigen Anlagen insofern ein Vorteil bedingt, als bei Kanalöfen die Feuerase im Gegenstrom zuen Brenngut gehen, wobei in den langen Kanälen große Reibungen zu überwinden sind, so daß man nie in der Lage ist, in den verschiedenen Teilen (Ies Brennofens den erforderlichen Druckzustand innezuhalten. Der Umstand, claß die große überschüssige Wärme der eigentlichen Brennräume in der zugehörigen Wärmerückgewinnung ausgenutzt wird, hat den Vorteil, daß für die Vorwärmung der frischen Formlinge nur die von der Kühlluft in den Kanälen 11 dem gebrannten . Gut abgenommene Wärme zur Verfügung steht, so daß diese Vorwärmung nicht zu ausgiebig wird und damit zu einem Rissigwerden. der Steine Veranlassung geben könnte.
  • Das Fundament der Brennräume und der Kühlräume 'besteht aus Beton oder ähnlichen Stoffen und wird gegen das feuerfeste Material durch eine Lage gußeiserner Platten abgegrenzt, die nach der Wärmeseite zu an ein wassergekühltes Rohr anschließen, das so gelagert ist, daß es die Wärmestrahlung zwischen Kanal und Wagenwand aufnimmt und abführt. Diese Gußplatten übertragen die Wärme, die in die Fundamente dringen will, an das wassergekühlte Rohr, und dieses führt somit alle sonst schädlich werdenden Wärmemengen ab.

Claims (1)

  1. PATENT-AH SPRÜCHE: 1. Ofenanlage zum Brennen feuerfester, besonders kalkgebundener Steine (Divas, Silika), dadurch gekennzeichnet, daß eine Mehrzahl von besonderen, absatzweise betriebenen Brennräumen angeordnet ist, denen das in den kanalofen-` artig betriebenen Vorwärmekanälen vorgewärmte Gut nacheinander zugeführt wird, und aus denen es nach beendetem Fertigbrand in die Kühlkanäle überführt wird. z. Anlage nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß je einem Vorwärrnekanal zwei Kühlkanäle zugeordnet sind, um die Abkühlung des gebrannten Gutes ganz allmählich vor sich gehen zu lassen. 3. Brennraum für Anlage nach Ansprüchen 1 und 2 mit quer durch den Brennraum geführter Flamme und Wärmerückgewinnung durch Wärmespeicher, dadurch gekennzeichnet, daß jeweilig die Verbrennungsstoffe, Gas und Luft, oben in den durch eine Längstrennwand in zwei Kammern geteilten Brennraum - eintreten, so claß die sich entwickelnde Flamme nach unten strömen enuß, um durch Durchbrechungen der mittleren Trennwand hindurch in die parallel liegende Kammer zu treten und dort von unten nach oben in die Wärmespeicher zte strömen, wäbrend mit der Ztegnrrekehr sich die htchtungen umkehren.
DE1918347672D 1918-03-09 1918-03-09 Ofenanlage zum Brennen feuerfester, besonders kalkgebundener Steine (Dinas, Silika) Expired DE347672C (de)

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