DE569443C - Tunnelofen zum Brennen salzglasierter Ware und Verfahren zum Betrieb des Tunnelofens - Google Patents
Tunnelofen zum Brennen salzglasierter Ware und Verfahren zum Betrieb des TunnelofensInfo
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Description
Bekanntlich werden Steinzeugröhren zumeist in periodisch arbeitenden Brennöfen gebrannt;
oder wenn ein stetig arbeitender Brennofen benutzt wird, so ist es erforderlich, die Kammer,
welche die Salzglasur erhalten soll, von den übrigen Kammern des Ofens für die Glasurzeit
und darüber hinaus abzusperren.
Die damit zusammenhängenden Schwierigkeiten gelten insbesondere für den Tunnelofen,
weil derselbe einen einzigen offenen Brennkanal bildet und eine scharfe Trennung in Kammern
oder Abteilungen wegen der Fortbewegung der zu brennenden Ware nicht zuläßt.
Der neue Ofen ist dadurch gekennzeichnet, daß der offene Brennkanal nur in dem Umfang
angewendet wird, daß die zu brennende Ware für den Glasurvorgang reif gemacht wird.
Man hat bereits Tunnelöfen zum Brennen .salzglasierter Waren vorgeschlagen, jedoch enthalten
diese nicht die Trennwände zu beiden Seiten der Glasurzone sowie die weiter unten
noch beschriebene eigentümliche Feuerführung in der Glasurzone. Außerdem dienen bei dem
Ofen nach der Erfindung die abgeführten heißen Abgase zur Entwicklung der für den Glasurbrand
erforderlichen Chlordämpfe.
Die Hochfeuerzone erhält im Anschluß an den normalen Brand eine besonders geleitete Beheizung,
wobei der Brennstoff mit Verbrennungsluft und mit den Chlordämpfen des Salzes gemischt
in den Ofen eintritt, denselben unter geregeltem Druck durchwandert, und wobei die
Abgase in derselben Zone, in welcher sie entstanden sind, oder wenigstens in der Nähe dieser
Zone, getrennt von den Abgasen des übrigen Ofens, mit regelbarem Zug abgesaugt werden.
Der Ofen nach der Erfindung ist in der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt.
Es zeigt Abb. 1 den Ofen im Grundriß, Abb. 2 im Längsschnitt, während Abb. 3 und 4 zwei
Querschnitte darstellen. Es bedeutet der Abschnitt ι die normale Feuerzone, der Abschnitt
2 die für den Glasurbrand bestimmte Zone mit besonderer Beheizung.
Die bei den Brenneröffnungen 3 (Abb. 4) in den Ofen eintretenden Brenngase, bestehend
aus Heizgas, heißer Luft und Chlordämpfen des Salzes, werden mit regelbarem Druck unter dem
Gewölbe des Ofens eingeleitet und umspülen die auf den Brennwagen aufgestellten Steinzeugröhren
usw., hierbei zugleich die Glasur bewirkend.
Die Chlordämpfe werden in einer aus feuerfesten Stoffen hergestellten Retorte 4 erzeugt.
In dieser Retorte ist z. B. ein Gemisch von Brennstoff und Salz enthalten. Die Retorte
wird von den Abgasen mittels der Abgaskanäle 5 erhitzt. In der Retorte selbst wird die
zur Chlorentwicklung erforderliche Temperatur unterhalten, z.B. durch Zugabe von Brennstoff.
Mit Hilfe der Kanäle 6 steht das Innere der Retorte mit den Brennern 3 in Verbindung.
Diese Verbindung ist mittels des Schiebers 7 regelbar.
Auf der Sohle der Brennwagen werden Formsteine oder Normalsteine derart aufgestellt, daß
sich zwischen denselben Kanäle S bilden, um den möglichst gleichmäßigen Durchgang der mit
den Chlordämpfen beladenen Feuergase zu erleichtern. Diese Kanäle stehen mit Abzügen 9
in Verbindung, die etwa in gleicher Höhe mit den Brennwagenplattformen angeordnet sind
und die Feuergase ableiten.
Die Feuergase umspülen, wie bereits erwähnt, die mit Brennstoff und Salz gefüllte Retorte 4
und münden schließlich in einen Anschlußkanal 10, welcher mit dem Schornstein in Verbindung
steht.
Zwecks genauer Regelung der Zugverhältnisse für den Glasurbrand kann man zwischen
Ofen und Schornstein ein Saugzuggebläse schalten.
Die Erfahrung - hat gezeigt, daß es ohne Schwierigkeit möglich ist, in dem Tunnelofen
auch Porzellan zu brennen, und zwar dient die Salzglasurzone dann als Reduktionszone. In
gleicher Weise ist es auch möglich, beim Brenao nen der Steinzeugröhren eine reduzierende
Atmosphäre in den Teilen des Ofens aufrechtzuerhalten, welche vorstehend als Glasurzone
bezeichnet ist.
Die Glasurzone muß von dem übrigen Ofen getrennt sein. Bei bekannten Öfen hat man
dies dadurch zu erreichen versucht, daß man in den einzelnen Zonen des Tunnelofens bestimmte
Druckverhältnisse aufrechterhalten hat. Man hat dafür gesorgt, daß in der Glasurzone derselbe
Druck herrschte, wie in den unmittelbar 'benachbarten Teilen des Ofens, so daß ein Übertreten
der Gase aus einer Zone in die andere tunlichst vermieden würde. Es ist jedoch offenbar, daß dieses Übertreten nur mangelhaft '
verhindert werden konnte, da sich die Druck-Verhältnisse in den einzelnen Ofenteilen dauernd
ändern. Beim Tunnelofen nach der Erfindung wurden daher Trennwände auf den Wagen verwendet,
die an sich bei Tunnelöfen bekannt sind. Die Abdichtung der Glasurzone ist damit
bedeutend vollkommener möglich. Eine gute Abdichtung ist bei dem Tunnelofen nach der
Erfindung auch deshalb besonders notwendig, weil in der Glasurzone die Gase stark durcheinanderwirbeln.
Die oben beschriebene Flammenführung für den Glasurbrand kann auch in umgekehrter
Richtung erfolgen; während sie nach der Zeichnung von oben nach unten wirkt, wirkt sie
dann von unten nach oben.
Claims (2)
1. Tunnelofen zum Brennen von salzglasierter Ware, Steinzeugröhren, Gefäßen
für die chemische Industrie u. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß die Glasurzone durch
an sich bekannte, beispielsweise auf den Wagen aufgebaute, mehr oder weniger abdichtende
Trennwände gebildet ist und die Zu- und Ableitungen für die Heizgase an der Brennwagensolile einerseits und an der Decke
andererseits in den Tunnel münden.
2. Verfahren zum Betrieb des Tunnelofens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die heißen Abgase zum Entwickeln der Chlordämpfe, welche für das Glasieren notwendig sind, benutzt werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
ÖEUL.IN. r.KDRPCKr !N riKR
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEL70470D DE569443C (de) | 1927-12-13 | 1927-12-13 | Tunnelofen zum Brennen salzglasierter Ware und Verfahren zum Betrieb des Tunnelofens |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEL70470D DE569443C (de) | 1927-12-13 | 1927-12-13 | Tunnelofen zum Brennen salzglasierter Ware und Verfahren zum Betrieb des Tunnelofens |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE569443C true DE569443C (de) | 1933-02-03 |
Family
ID=7282545
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEL70470D Expired DE569443C (de) | 1927-12-13 | 1927-12-13 | Tunnelofen zum Brennen salzglasierter Ware und Verfahren zum Betrieb des Tunnelofens |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE569443C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE755753C (de) * | 1936-03-27 | 1953-05-26 | Koppers Gmbh Heinrich | Vorrichtung zur zeitweiligen Trennung von zwei oder mehr gaserfuellten hocherhitztenReaktionsraeumen |
-
1927
- 1927-12-13 DE DEL70470D patent/DE569443C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE755753C (de) * | 1936-03-27 | 1953-05-26 | Koppers Gmbh Heinrich | Vorrichtung zur zeitweiligen Trennung von zwei oder mehr gaserfuellten hocherhitztenReaktionsraeumen |
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