DE755753C - Vorrichtung zur zeitweiligen Trennung von zwei oder mehr gaserfuellten hocherhitztenReaktionsraeumen - Google Patents

Vorrichtung zur zeitweiligen Trennung von zwei oder mehr gaserfuellten hocherhitztenReaktionsraeumen

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DE755753C
DE755753C DEK141655D DEK0141655D DE755753C DE 755753 C DE755753 C DE 755753C DE K141655 D DEK141655 D DE K141655D DE K0141655 D DEK0141655 D DE K0141655D DE 755753 C DE755753 C DE 755753C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10JPRODUCTION OF PRODUCER GAS, WATER-GAS, SYNTHESIS GAS FROM SOLID CARBONACEOUS MATERIAL, OR MIXTURES CONTAINING THESE GASES; CARBURETTING AIR OR OTHER GASES
    • C10J3/00Production of combustible gases containing carbon monoxide from solid carbonaceous fuels

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Physical Or Chemical Processes And Apparatus (AREA)

Description

  • Vorrichtung zur zeitweiligen Trennung von zwei oder mehr gaserfüllten hocherhitzten Reaktionsräumen Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur zeitweiligen Trennung von zwei oder mehr gaserfüllten hocherhitzten Reaktionsräumen, insbesondere von Wassergaserzeugern, Spaltanlagen od. dgl., voneinander, zwischen denen nur geringe Druckunterschiede bestehen, durch ein in der Verbindung zwischen den Räumen vorgesehenes Dampfpolster.
  • Es ist an sich bekannt, gaserfüllte hocherhitzteReaktionsräume statt durch mechanische Absperrvorrichtungen, wie beispielsweise wassergekühlte Schieber, durch ein in der Verbindungsleitung zwischen den Räumen aufrechterhaltenes Dampfpolster zu trennen, das dem Durchfluß der Gase oder Dämpfe von dem einen in den anderen Reaktionsraum auch dann Widerstand leistet, wenn ein gewisser Druckunterschied zwischen den beiden Räumen herrscht. Das Verfahren, von hocherhitzten Gasen durchströmte Leitungen durch ein Dampfpolster abzuschließen, ist an sich einfach und sicher. Es besaß aber bisher den Nachteil, daß man einen vollkommenen Abschluß der beiden gaserfüllten Räume voneinander nicht bewirken oder einen gewissen Austausch der Gase trotz des in der Verbindungsleitung aufrechterhaltenenDampfpolsters nicht unterdrücken kann. Es hat sich gezeigt, daß dies darauf zurückzuführen ist, daß in der Verbindungsleitung mehr oder weniger starke Strömungen senkrecht zur Durchströmungsrichtung entstehen, die das Dampfpolster stellenweise zerreißen und einen Austausch der Gase zwischen den Reaktionsräumen zulassen.
  • Die Erfindung sieht nun vor, daß eine oder zwei Trennwände in der Verbindungsleitung zwischen den hocherhitzten Reaktionsräumen mit einer Vielzahl von engen, in der Gasströmungsrichtung parallel zueinander liegenden, nicht miteinander verbundenen Kanälen angeordnet sind, in denen durch Einleitung von Dampf das Dampfpolster aufrechterhalten wird.
  • Diese Ausbildung der Abschlußvorrichtung zwischen hocherhitzten gaserfüllten Reaktionsräumen ergibt den Vorteil, daß die vorerwähnte Vertikalströmung im Dampfpolster vollständig unterdrückt wird und daß ein äußerst wirksamer, praktisch vollkommen dichter Abschluß erreicht wird, ohne daß in der Vorrichtung ein erhöhter Druckverlust beim Durchströmen von Gasen entsteht.
  • Die Erfindung ist beispielsweise mit Vorteil anwendbar bei Einrichtungen zur ununterbrochenen Erzeugung von Wassergas im Umwälzverfahren, bei welchem ein Gemisch von Gas und Wasserdampf regenerativ in einem besonderen Erhitzer aufgeheizt und im Kreislauf durch den Wassergaserzeuger geleitet wird, der zu diesem Zweck mit mindestens zwei Erhitzern verbunden ist, von denen abwechselnd einer zum Erhitzen- der Umwälzgase dient, während der andere aufgeheizt wird. Hierbei müssen als abwechselnd die Erhitzer von dem Gaserzeuger getrennt werden, und zwar so, daß auch dann, wenn gewisse Druckunterschiede zwischen dem Gaserzeuger und dem jeweils aufgeheizten Erhitzer herrschen, weder wertvolles Wassergas aus dem Gaserzeuger v erlorengeht noch Abgase aus der Beheizung des Regenerators in den Gaserzeuger übertreten und sich dort als schwer zu beseitigende Verunreinigungen dem Wassergas beimischen.
  • Ein solcher Gasabschluß ist ferner von besonderer Bedeutung bei Spaltanlagen zum Kracken von Kohlenwasserstoffen, beispielsweise "-i#lethan, wobei das Gas abwechselnd in zwei Erhitzern auf hohe Temperaturen erhitzt wird.
  • Anstatt in der Verbindungsleitung zwischen den Reaktionsräumen zwei Trennwände vorzusehen, die jede mit einer Vielzahl enger parallel zueinander verlaufender Kanäle versehen sind, ist es gegebenenfalls auch möglich, mit nur einer solchen Trennwand auszukommen, beispielsweise wenn in dem Reaktionsraum zur Herbeiführung der Reaktion Dampf zugesetzt werden muß, so daß ein geringer Dampfübertritt aus dem Abschlußpolster der Verbindungsleitung zur Reaktionsraumseite hin keinen Dampfverlust bedeutet.
  • Es ist bei Tunnelöfen bekannt, die Glasurzone von den Brennzonen dadurch mehr oder weniger gasdicht zu trennen, daß auf dem durch den Ofen geführten Wagen aus losen Steinen aufgebaute Trennwände gebildet werden, wobei diese losen Steine in Abstand voneinander mit freien Zwischenräumen verlegt sind.
  • Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung ist schematisch in der Zeichnung dargestellt.
  • Mit i und 2 sind Reaktionsräume bezeichnet, die von den hocherhitzten Gasen erfüllt sind und zeitweilig voneinander getrennt werden sollen. Die Reaktionsräume bestehen beispielsweise aus feuerfestem Mauerwerk 3. Zwischen den Reaktionsräumen i und 2 ist eine ebenfalls aus feuerfestem Mauerwerk gebildete Verbindungsleitung d.vorgesehen, die beispielsweise kreisförmigen Querschnitt besitzt. Annähernd in der Mitte der Verbindungsleitungq. sind zwei Wände 5 und 6 mit Abstand voneinander angeordnet. In den Wänden 5 und 6, die sich über den ganzen Querschnitt der Verbindungsleitung .I . erstrecken, ist eine Vielzahl von kleinen Kanälen 7 angeordnet. In den Raum 8 zwischen den Wänden 5 und 6 mündet ein Dampfeinlaß g.
  • An der Mündung der Verbindungsleitung ,4 in den Reaktionsraum i, in dein ein erhöhter Druck - -gegenüber dem Reaktionsraum 2 herrscht, ist eine Verengung io vorgesehen, die sich nach der mit Kanälen versehenen Wand 5 hin allmählich erweitert. Der freie Querschnitt an der mit i i bezeichneten engsten Stelle der Verbindungsleitung q. ist gleich dem freien Gesamtquerschnitt der Kanäle 7 in den Wänden 5 und 6. Infolgedessen tritt beim Durchströmen der Gase durch die Verbindungsleitung q. eine Drosselung des Gasstromes gegenüber dem Eintritt i i nicht ein. Die Verbindungsleitung .I kann auch auf der Seite des Reaktionsraumes 2 düsenartig ausgebildet sein. -Der Querschnitt der Kanäle 7 in den Wänden 5 und 6 wird so gewählt, daß sie von den Gasen ohne wesentliche Erhöhung des Durchflußwiderstandes durchströmt werden können. Im Einzelfall richtet sich die Größe der Verbindungskanäle nach den Eigenschaften der voneinander zu trennenden gasförmigen Mittel, nach deren Geschwindigkeit in der Rohrleitung d., nach dem zulässigen Dampfverbrauch für die Aufrechterhaltung des Dampfabschlußpolsters und nach anderem.
  • Solange ein Abschluß zwischen den Reaktionsräumen i und 2 bewirkt werden soll, wird Dampf durch die Rohrleitung 9 in den Raum zwischen den Wänden 5 und 6 eingeblasen. Dieser Raum füllt sich dann mit Dampf, der in der Verbindungsleitung 4 und insbesondere in dem Raum 8 und in den Kanälen 7 einen Druck aufrechterhält, der dem Gasdruck in dem unter höherem Druck stehenden Reaktionsraum i entspricht, so daß der Gasstrom von dem Reaktionsraum i zu dem Reaktionsraum 2 unterbrochen wird. Es fließt selbstverständlich dann dauernd in denReaktionsraum 2 eine gewisse Menge Dampf aus den Kanälen 7, die indessen wesentlich kleiner als bei den bisher bekannten Dampfpolsterabschlüssen ist. Ein Austausch der Gase zwischen den Reaktionsräumen i und 2 ist offensichtlich bei der in der Zeichnung dargestellten Einrichtung praktisch ausgeschlossen.
  • Im Vorstehenden ist ausgeführt, daß zum Trennen der Reaktionsräume ein Polster von Wasserdampf angewandt wird. Statt dessen ist es auch möglich, irgendein anderes gas- oder dampfförmiges Mittel durch die Rohrleitung 9 in die Verbindungsleitung einzuführen. Als solches kann beispielsweise eines der in den beiden zu trennenden Räumen enthaltenen Gase verwandt werden. Wenn beispielsweise in dem einen Reaktionsraum Wassergas durch Umsetzen vonKohlenstoff oderKohlenwasserstoffen mit Wasserdämpf erzeugt wird, während in der gleichen Betriebsperiode der andere Reaktionsraum erhitzt wird (Regenerativsystem), kann statt Wasserdampf ein Teilstrom des Wassergases eingeleitet werden, von dem der durch die Trennwand in den beflammten Raum übertretende Anteil dort als Heizgas verbrennt.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zur zeitweiligen Trennung von zwei oder mehr gaserfülltenhocherhitzten Reaktionsräumen, insbesondere von Wassergaserzeugern, Spaltanlagen od. dgl. voneinander, zwischen denen nur geringe Druckunterschiede bestehen, durch ein in der Verbindung zwischen den Räumen vorgesehenes Dampfpolster, dadurch gekennzeichnet, daß eine oder zwei Trennwände in der Verbindungsleitung zwischen den hocherhitzten Reaktionsräumen mit einer Vielzahl von engen, in der Gasströmungsrichtung parallel zueinander liegenden, nicht miteinander verbundenenKanälen angeordnet sind, in denen durch Ein-. Leitung von Dampf das Dampfpolster aufrechterhalten wird.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsleitung von der Mündung in den unter höherem Druck stehenden Reaktionsraum aus bis zu dem von der Vielzahl der Dampfpolsterkanäle eingenommenen Teil erweitert ist. ZurAbgrenzung des Erfindungsgegenstands vom Stand der Technik ist im Erteilungsverfahren folgende Druckschrift in Betracht gezogen worden: Deutsche Patentschrift Nr. 569,443.
DEK141655D 1936-03-27 1936-03-27 Vorrichtung zur zeitweiligen Trennung von zwei oder mehr gaserfuellten hocherhitztenReaktionsraeumen Expired DE755753C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE972335C (de) * 1944-04-19 1959-07-02 Demag Ag Verfahren und Vorrichtung zur Ausnutzung der fuehlbaren Waerme von Nutzgas aus Gaserzeugern
US3747581A (en) * 1971-02-17 1973-07-24 R Kolb Method and means for reducing pollutants in exhaust from internal combustion engines

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE569443C (de) * 1927-12-13 1933-02-03 Holdinggesellschaft Fuer Keram Tunnelofen zum Brennen salzglasierter Ware und Verfahren zum Betrieb des Tunnelofens

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