DE76282C - Ofen zum Erhitzen nicht stückiger Stoffe in unmittelbarem Betriebe - Google Patents

Ofen zum Erhitzen nicht stückiger Stoffe in unmittelbarem Betriebe

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DE76282C
DE76282C DENDAT76282D DE76282DA DE76282C DE 76282 C DE76282 C DE 76282C DE NDAT76282 D DENDAT76282 D DE NDAT76282D DE 76282D A DE76282D A DE 76282DA DE 76282 C DE76282 C DE 76282C
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Germany
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DENDAT76282D
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Baron C. POPP in Wien I, Schottengasse 3
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F27FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
    • F27BFURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
    • F27B1/00Shaft or like vertical or substantially vertical furnaces
    • F27B1/08Shaft or like vertical or substantially vertical furnaces heated otherwise than by solid fuel mixed with charge

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Furnace Details (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 40: Hüttenwesen.
Fatentirt im Deutschen Reiche vom 26. November 1893 ab.
Vorliegende Erfindung hat ein Verfahren und eine Einrichtung zum ununterbrochenen Brennen loser, körniger Stoffe, wie feuerfester Thon, Schieferthon, Magnesit, Bauxit und dergl., unter Ausschlufs jeder Verunreinigung zum Gegenstande.
Das Verfahren soll an der Hand der in den beiliegenden Zeichnungen dargestellten, zur Ausführung desselben dienenden Ofeneinrichtung beschrieben werden. In den Zeichnungen ist:
Fig. ι ein senkrechter Querschnitt durch den Ofen nach der Linie 1-1 in Fig. 2,
Fig. 2 ein senkrechter Längenschnitt des Ofens.
Die Flammen einer Feuerung d1 beliebiger Einrichtung streichen zunächst durch einen Flugaschenbehälter b in den Herd c, in welchen mehrere Arbeitsöffnungen f" e führen, um dann durch den aus zwei gegen einander geneigten, schief ansteigenden Kanälen r r1 gebildeten Zug und die vom oberen Ende desselben ausgehenden Kanäle ν und den Kanal q in den Schornstein zu ziehen. Das zu brennende Material wird auf die Plattform P geschüttet und von dort schon getrocknet zur Gicht G geschaufelt, so dafs es diese völlig bedeckt und schliefst. Es gleitet auf der geneigten, die Decke des Kanales r1 bildenden Platte t herab und wird dabei von den unter dieser Platte hinstreichenden Verbrennungsproducfen erwärmt.
Von dem unteren Ende der Platte t gelangt das getrocknete und vorgewärmte Material an der am unteren Rand der Platte t behufs Regulirung des Materialzulaufes drehbaren Klappe s vorbei in den Theil r des Zuges, wo es von den eben aus dem Herd kommenden heifsen Verbrennungsproducten bestrichen und zum Glühen erhitzt wird.
Das bereits glühende Material wird alsdann auf den Herd c geknickt (wozu die Arbeitsöffnung k dient) und auf dessen Boden durch Krücken gleichförmig vertheilt, zu welchem Zweck die Arbeitsthür e vorgesehen ist. Im Herd c wird das Material fertig gebrannt und sodann durch Schläuche o1 in den unter dem Herd gelegenen Abkühlungsraum befördert, zu welchem Zwecke die Arbeitsöffnungen f" an der Herdseite angebracht sind; diese Oeffnungen dienen auch zum Wenden des Materials während des Brennens. Die durch das sich abkühlende Material erhitzte Luft streicht durch Kanäle Z in die im unteren Theil des Schornsteins angebrachte Kammer 0 und von da aus durch einen Kanal ρ in den oberhalb der Platte t gelegenen Zug r2, Fig. 1, wo sie das eben eingetretene Material trocknen hilft, und entweicht durch die erwähnten Kanäle ν und q gemeinsam mit den Verbrennungsproducten in den oberen Theil S des Schornsteins, der von der Kammer durch ein Gewölbe getrennt ist.
Die Schläuche o1 können unten durch Schieber o2 abgeschlossen werden, welche man beim Entleeren des Herdes öffnet. Das abgekühlte gebrannte Material wird aus dem Raum m durch eine besondere Thür herausbefördert.
Wie man aus vorstehender Beschreibung ersieht, wird das zu brennende Material der Einwirkung der Heizgase im Gegenstrom zugeführt, wodurch eine vollständige Ausnutzung der Wärme der letzteren erzielt wird.
Aufserdem wird die in dem gebrannten Material aufgespeicherte Wärme nutzbar gemacht. Endlich geht das Brennen des losen Materials continuirlich vor sich, weil der Herd sofort, nachdem er entleert worden ist, mit - frischem, bereits zum Glühen vorgewärmten Material beschickt wird.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ofen zum Erhitzen (Rösten, Brennen) nicht stückiger Stoffe in ununterbrochenem Betriebe, dadurch gekennzeichnet, dafs die Feuerungsgase nach Durchstreichen eines Herdes (c) und einer geneigten Vorwärmkammer fr) unter einer ebenfalls geneigten Trockenplatte ft) entlang streichen, auf deren Oberseite das zu erhitzende Gut mit den aus einem Kühlraum fm) abziehenden Gasen in unmittelbare Berührung kommt.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT76282D Ofen zum Erhitzen nicht stückiger Stoffe in unmittelbarem Betriebe Expired - Lifetime DE76282C (de)

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