DE83256C - - Google Patents

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DE83256C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01GWEIGHING
    • G01G19/00Weighing apparatus or methods adapted for special purposes not provided for in the preceding groups
    • G01G19/02Weighing apparatus or methods adapted for special purposes not provided for in the preceding groups for weighing wheeled or rolling bodies, e.g. vehicles
    • G01G19/04Weighing apparatus or methods adapted for special purposes not provided for in the preceding groups for weighing wheeled or rolling bodies, e.g. vehicles for weighing railway vehicles

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42: Instrumente.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 13. Dezember 1894 ab.
Bei Brückenwaagen ohne Gleisunterbrechung mufs, um den Aichvorschriften zu genügen, in der Ruhelage der Waage ein leerer Spielraum zwischen Rad und Wägeschienen vorhanden sein, welcher bei Waagen mit äufseren Wägeschienen 4 bis 5 mm und bei Waagen mit inneren Wägeschienen 10 bis 15 mm beträgt, so dafs selbst ganz ausgelaufene Räder die Waage in der Ruhestellung' nicht berühren können. Soll gewogen werden, so mufs die Waagenbrücke beim Heben der Last den Weg des leeren Spieles zurücklegen, dann den der naturgemäfsen Federung der Wiegemechanismen entsprechenden Weg und zuletzt mufs sie das Freiheben der Last von den Fahrschienen bewirken.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist nun eine Hebevorrichtung oder Entlastungsvorrichtung, welche die Ueberwindung der erwähnten Spielräume vor dem Wägen in zweckentsprechender Weise gestattet, und zwar auch bei stark abgenutzten Bandagen in leichter Weise ohne besondere Kraftanstrengung.
Die Einrichtung ist in beiliegender Zeichnung in drei verschiedenen Wirkungsstufen dargestellt.
Wie hieraus ersichtlich, besteht die Vorrichtung aus einem zweiarmigen Hebel, dessen einer Arm α gerade und dessen anderer Arm b nach einer Curve mn 0 ausgebildet ist, und aus einem verschiebbaren Rollgewicht H. Der Hebel α b ist bei c drehbar und trägt an seinem Arm α das Gegengewicht d und an seinem Arm b, bei e, die Last. Die Form der Curve bestimmt sich aus den zu überwindenden Spielräumen, und zwar entspricht die Maximalhöhe der Curve dem Gesammtspielraum. Das Charakteristische der Anordnung· ist, dafs das Rollgewicht sich bei der Thätigkeit der Entlastungsvorrichtung nur waagrecht verschiebt, zunächst auf einer waagrechten Stützfläche und sodann auf dem Hebel.
Die Curve mn 0 ist derart construirt, dafs durch die Bewegung des Rollgewichtes H nach dieser Curve die oben erwähnten Spielräume überwunden werden, und dafs durch ein geringes Weiterschieben des Gewichtes über den Hebeldrehpunkt hinaus das Einstellen der Waage in die für das Abheben des Fahrzeuges von den Schienen nöthige Lage herbeigeführt wird.
Der Hauptvorzug der Einrichtung besteht darin, dafs durch die Construction der Curve auch bei verschieden grofsen Spielräumen die Verschiebung des Entlastungsgewichtes auf einer Horizontalen ermöglicht wird, wodurch sich die Einstellung der Waage in die für das Abheben erforderliche Lage unter geringster Kraftanstrengung bewirken läfst.
Die Wirkungsweise der Einrichtung ist folgende:
Der Hebelarm b und das Gegengewicht d gleichen die gröfste Federung aus, wenn das Rollgewicht H in' c steht (Fig. 2). Wird also H von seiner äufsersten Stellung (links in der beiliegenden Zeichnung) auf der waagrechten Stützfläche g gegen den Hebeldrehpunkt c verschoben, so giebt b nach und der Curventheil mn ο des Hebels legt sich gegen das Gewicht H, bis dieses bei c auf den Hebelarm α aufläuft. Dabei wird bis zum Curvenpunkt η (dem tiefsten Punkt) der leere Spielraum und bis c die allmälig zunehmende Federung ausge-
hoben, so dafs die Wägeschienen an die Last fest angeprefst werden; der Hebel steht von diesem Moment an waagrecht, bis das Rollgewicht H den Kipppunkt erreicht hat. Bei einer geringen Verschiebung über den Kipppunkt hinaus senkt sich der Arm α (Fig. 3), und in demselben Moment wird bei dem hierdurch erfolgenden Freiheben der Last das Transmissionsorgan zwanglä'ufig gesperrt und das Rollgewicht H am Weiterrollen gehindert. Da das Gewicht H auf diese Weise nur um ein ganz Geringes über die Gleichgewichtslage verschoben worden ist, genügt beim Rückwärtsbewegen ein ganz kurzer Zug, um den, Hebel wieder waagrecht zu stellen, weil hierbei die Last mitwirkt. Das Gewicht H kann leicht rückwärts gehen, und läuft, sobald es zur Federungsgrenze gelangt, auf die waagrechte Stützfläche g auf, auf welcher es leicht fortbewegt werden kann, weil die Federung, bis η allmälig abnehmend, mitwirkt und das Gegengewicht d hebt.
■ Es ist also durch die Curve und die Federung einerseits und durch den Hebel und das Gegengewicht d andererseits stets Gleichgewicht bis η vorhanden, und. es genügt ein kurzes Weiterschieben des Rollgewichtes H bis m, um den leeren Spielraum wieder herzustellen. Um das Transmissiorisorgan in dem Augenblick selbstthätig zu sperren, in welchem das Rollgewicht den Kipppunkt überschreitet, wird der Hebelarm α in einem gekröpften Hebel i so geführt, dafs dieser in dem entsprechenden Moment eine Sperrklinke k in das Sperrrad der Windekurbel drückt, mittelst welcher das Rollgewicht bewegt wird.
Das Rollgewicht H selbst endlich kann an seiner Peripherie Zähne tragen, um seine Verschiebung mittelst Kette möglichst leicht
gestalten.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    Hebevorrichtung für Brückenwaagen, dadurch gekennzeichnet, dafs ein Entlastungshebel α b mit. einem nach einer Curve mn 0 ausgebildeten Hebelarm b und eine feste Stützfläche g für das Rollgewicht H angeordnet sind, so dafs beim Verschieben des Rollgewichtes H von m bis c vermöge des constanten Gegengewichtes d das leere Brückenspiel und die naturgemäfse Federung selbstthätig bei stets waagrechtem Lauf von H überwunden wird.
    Bei der unter 1. gekennzeichneten Hebevorrichtung die selbsttätige Sperrung des Transmissionsorganes des Rollgewichtes H in der Weise, dafs der Arm α des Entlastungshebels vermittelst eines gekröpften Hebels i eine Sperrklinke K in dem Augenblick in das Sperrrad der das Rollgewicht bewegenden Windekurbel drückt, in welchem sich der Arm α infolge Freihebens der Last unter dem Drucke des Gewichtes H zu senken beginnt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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