DE68166C - Gleiswaage mit Zählwerk - Google Patents

Gleiswaage mit Zählwerk

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Publication number
DE68166C
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DE
Germany
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lever
shaft
counter
pull rod
scale
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT68166D
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English (en)
Original Assignee
F. BERGER in Halle a. S., Forsterstr. 32
Publication of DE68166C publication Critical patent/DE68166C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01GWEIGHING
    • G01G23/00Auxiliary devices for weighing apparatus
    • G01G23/18Indicating devices, e.g. for remote indication; Recording devices; Scales, e.g. graduated

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 42: Instrumente.
FR. BERGER in HALLE a. S. Gleiswaage mit Zählwerk.
Die Waage ist eine gewöhnliche Decimalwaage, bei welcher die zu wägende Last auf die Schienen F aufgefahren wird. Die Last wird auf den Hebel G übertragen, dessen Schneide in dem Gehänge der Zugstange H aufliegt, die mit dem Waagebalken J in Verbindung steht. Auf die Waagschale K des Balkens J wird das entsprechende Gewicht gesetzt, welches z. B. bei Rübenverwägungen in Zuckerfabriken immer gleich bleibt. Ist dabei die Last des gefüllten Wagens zu schwer, so werden einige Rüben heruntergenommen oder im umgekehrten Falle darauf gelegt, bis die Waage einspielt.
Die Waage ist ferner zum Entlasten eingerichtet. Wenn der Abstellhebel E (s. Fig. 1) senkrecht gestellt wird, geht die Unterstützung L des Waagebalkens nach unten, was durch die übliche Vorrichtung im Ständer erreicht wird, und die Arretirvorrichtung M wird nach oben geschoben. Auf diese Weise wird der eine Waagebalkenarm hoch- und festgelegt, während der andere Arm sich bedeutend senkt, wodurch die Schneiden der Zugstange H frei werden, der Hebel G gesenkt und die Waage entlastet Wird, indem sich die Waagebrücke wie gewöhnlich auf Unterstützungsknaggen aufsetzt.
An einer solchen gewöhnlichen Waage wird folgende Neuerung angebracht:
Um Wägungen genau zu zählen, ist an der Waage eine Vorrichtung angeordnet, welche es verhindert, dafs ein Wagen aus Versehen zweimal gewogen wird. Auch verhütet diese Vorrichtung, dafs ein Wagen aus Versehen ungewogen bleibt. Fig. 1 bis 3 stellen die Waage in Aufrifs, Grundrifs und Seitenansicht dar. Durch den Hebel A (Sperrhebel), die Hebel R ο und q, die Zugstangen o1 und ^1 und die Hebelarme b1 bx und (Z1Ci1 kann man die Schienenstücke α α und b b, welche um die Stifte r drehbar sind, in verschiedenen Richtungen drehen. Zieht man z. B. den Sperrhebel A in der Richtung x, Fig. 1, so werden die Schienenstücke α α in die Richtung der Schienen der Waage gestellt. Wenn man umgekehrt den Hebel A in der Richtung s bewegt, so werden die Schienenstücke α α schräg zur Richtung der Schienen gestellt und die Schienenstücke b b in die Richtung der Schienen.
Angenommen nun, der Sperrhebel A ist nach der Richtung χ gedreht worden, wie Fig. ι darstellt, so stehen die Schienenstücke a a gerade und die Schienenstücke b b schräg und der Wagen kann zum Wägen auffahren, aber nicht über die Waage hinaus, weil die Schienenstücke b b dieses verhindern. Bei der Drehung des Hebels A ferner wurde durch die Zugstange B der Hebel C in der Richtung y gedreht und ein Zahnrad D dadurch mittelst des kleinen Hebels m, der unwandelbar daran befestigt ist, in der Richtung \ gedreht. Die Klinke e wurde durch den- am Zahnrad D festsitzenden Steg η aus dem Sperrrädchen f ausgeklinkt. Dieses Rädchen wird in der Fig. 4 genau durch das Sperrrädchen h gedeckt, ist jedoch mit diesem und dem Zahnrad i nicht fest verbunden, sondern sitzt auf der Platte g fest, die auf die Welle k aufgekeilt ist. Dadurch nun, dafs die Klinke e aus dem Sperrrädchen f ausklinkte, ist es möglich geworden, den Abstellhebel E, welcher fest auf der Welle k sitzt, nach der Richtung ip zu drehen (s. Fig. ι und 2). Hierbei wird die Platte g, welche, wie gesagt, auf der Welle k festgekeilt ist, zusammen mit der Klinke d herumgenommen in der Richtung t und man erhält
die"1 Stellung der Klinken und Hebel, wie in Fig. ι und 4 gezeichnet. Auch bringt ein kleiner Hebel /, welcher auf der Welle k festsitzt, den Zählarm Z1 des Zählwerkes nach oben. In dieser Stellung ist die Waage zum Wiegen fertig. Hat man sie durch Auflegen oder Herunternehmen von Wägegut ins Gleichgewicht gebracht, so ist die Wägung vollendet.
Dreht man nun den Abstellhebel E nach der Richtung p, so wird dadurch die Waage entlastet, wie zu Anfang beschrieben, und es dreht dabei die Klinke d das lose auf seiner Welle k sitzende Sperrrädchen h und das daran befestigte Zahnrädchen i in der Richtung i1, und das Zahnrad D, in welches das Zahnrädchen i eingreift, dreht sich nach der Richtung v. Hierdurch wird der am Zahnrad D unwandelbar befestigte Hebel η auch mit nach dieser Richtung bewegt, so dafs die Klinke e dadurch frei wird und in das mit der Platte g fest verbundene Sperrrädchen f einfällt. Ferner wird bei dieser Drehung durch den Winkelhebel m die Klinke d aus dem Sperrrädchen 7; ausgelöst und der Hebel C nach der Richtung u gedreht. Dadurch werden die Schienenstücke b b in die Richtung der Schienen der Waage gebracht, während sich die Schienenstücke α α schräg stellen und der Hebel A sich in der Richtung s dreht. Dabei geht auch der kleine Hebel /, der den Arm Z1 des Zählapparates hob, wieder herunter und schiebt das Zählwerk infolge dessen um eine Zahl weiter. Jetzt kann der gewogene Wagen nicht mehr aus Versehen zurück, sondern nur nach der Richtung P weiter fahren.
Will man von neuem wägen, so hat man immer erst wieder den Hebel A in der Richtung χ zu drehen, denn die Klinke e, welche noch in das auf der Welle k festgekeilte Sperrrädchen f eingreift, verhindert das Drehen des Abstellhebels E so lange, bis sie infolge der Drehung des Sperrhebels A, wie zu Eingang beschrieben, ausgeklinkt wird.
Die Waage ist ferner so eingerichtet, dafs sie nur dann entlastet werden kann, wenn sie genau einspielt. Dies wird durch die Vorrichtung erreicht, welche Fig. 6 bis 10 darstellt.
Auf der Welle k sitzt eine Doppelklaue Z, welche, wenn die Zugstange H sich in unterer Stellung befindet, also wenn die Waage zu viel belastet ist, gegen die seitlichen Lappen des Stellringes. T schlägt und auf diese Weise das Drehen des Hebels E, also eine Entlastung der Waage, verhindert (Fig. 7). Ebenso kann die Entlastung der Waage nicht stattfinden, wenn die Zugstange H zu hoch steht, d. h.
wenn die Waage zu wenig belastet ist, denn dann verhindert die an der Nabe der Doppelklaue Z angebrachte Erhöhung Z1 die Entlastung, indem sie gegen den auf der Zugstange H befestigten kleinen Arm Y schlägt (Fig. 8). Erst wenn die Zugstange H in mittlerer Stellung ist, d. h. wenn die Waage genau einspielt, ist die Entlastung möglich, weil dann die Klaue Z und ihre Nase Zx sowohl bei T, als auch bei Y vorbeigehen und der Hebel E also gedreht werden kann. Der Stellring T ist lose auf der Zugstange H, damit die Klaue Z, wenn sie wieder zurückgedreht wird, nöthigenfalls den Stellring T heben kann und somit das Drehen des Hebels E nicht verhindert.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Eine Gleiswaage mit Zählwerk, bei welcher für die Welle k des Abstellhebels eine Sperrvorrichtung angeordnet ist, bestehend aus dem Hebel O und der Zugstange B, dem Doppelhebel C, dem Winkelhebel m, den Zahnrädern D und z, den Sperrklinken d und e, den Sperrrädchen h und f, dem Hebel η und der Platte g, zum Zweck, erstens die Einrückung der Waage nur dann zu gestatten, wenn die Schienenstücke α α die Verlängerung der Schienen FF der Waage bilden, zweitens bei Entlastung der Waage durch die Bewegung des Handhebels E der Welle k zugleich die Schienenstücke α α schräg zu stellen, um dadurch das Rückwärtsfahren des Wagens zu verhindern, drittens nach der Entlastung eine zweite Wägung desselben Wagens und somit eine zweite, falsche Zählung am Zählwerk unmöglich zu machen, dagegen die Fortschaffung des gewogenen Wagens nur über die bei der Entlastung in die Richtung der Schienen (FF) gebrachten Schienenstücke b b zu gestatten, und endlich viertens das Auffahren des folgenden Wagens über die Schienenstücke α α und das Wägen desselben davon abhängig zu machen, dafs der Handhebel A zuvor entsprechend eingestellt ist. ■
  2. 2. Die unter 1. geschützte Waage, versehen mit Anschlägen (Ty) auf der Zugstange H, welche Armen (Z Z1) an der Welle k den Durchgang nur in der mittleren Stellung der Zugstange H gestatten, so dafs die zur Entlastung der Waage nöthige Drehung des Hebels E nur möglich ist, wenn die Waage genau einspielt.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT68166D Gleiswaage mit Zählwerk Expired - Lifetime DE68166C (de)

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