DE832467B - Verfahren zum Herstellen von Harz enthaltenden Lacken - Google Patents

Verfahren zum Herstellen von Harz enthaltenden Lacken

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DE832467B
DE832467B DE1949P0031926 DEP0031926 DE832467B DE 832467 B DE832467 B DE 832467B DE 1949P0031926 DE1949P0031926 DE 1949P0031926 DE P0031926 DEP0031926 DE P0031926 DE 832467 B DE832467 B DE 832467B
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DE
Germany
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acids
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aliphatic hydrocarbons
esters
paints
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Application number
DE1949P0031926
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English (en)
Inventor
Köln-Raderthal Dipl.-Chem. Dr. Erwin Herrmann
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Spies Hecker GmbH
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Spies Hecker GmbH
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Description

Für die Verwendung von organischen Carbonsäuren und deren Umwandlungsprodukten zur Herstellung von Lacken sind verschiedene Verfahren bekanntgeworden. So hat man beispielsweise vorgeschlagen, Kopal (Bernstein o. dgl.) mit Palmitinsäure bei mäßiger Temperatur zu verflüssigen und dann die Palmitinsäure im Vakuum zu entfernen und hierauf aus dem gelösten Kopal durch Zusatz trocknender öle und Verdünnungsmittel einen Lack
ίο herzustellen. Man hat ferner vorgeschlagen, Kongokopal mit freien, aus Rizinusöl gewonnenen Fettsäuren zu mischen, bis zur Homogenität zu erhitzen und dann mit Glycerin und Rizinusöl zu versetzen und bis zur Gelatinierung zu erhitzen. Oder man soll Fettsäuren mit einem gelatinierten Produkt erhitzen, das durch Erhitzen eines Pflanzenöles für sich oder mit Harz oder eines Gemisches aus Glycerin und Harz für sich erhalten wird, wobei gallertartige Massen anfallen. Diese Massen sollen
ao für sich, oder mit geeigneten Mitteln verdünnt, als Lackkörper dienen, die sich durch weiteres Erhitzen festigen lassen. Als Fettsäuren eignen sich gemäß den bekannten Vorschlägen solche von trocknenden oder halbtrocknenden ölen, ζ. Β. Leinöl, chinesisches Holzöl, Baumwollsamenöl, Sojabohnen-, Sesam-, Rizinusöl u. dgl. Als geeignete Harze werden Schellack und Kongokopal genannt. Es wurde gefunden, daß die organischen Carbonsäuren bzw. ihre Umwandlungsprodukte ganz oder teilweise durch Sulfon- oder Chlorsulfonsäuren von gesättigten wie auch ungesättigten aliphatischen Kohlenwasserstoffen ersetzt werden können. Für die Zwecke der Erfindung haben sich die im Handel unter der Bezeichnung Mersole vertriebenen Produkte besonders geeignet. Unter Mersolen versteht man bekanntlich Stoffe, die aus synthetisch hergestellten Kohlenwasserstoffen, z.B. Erzeugnissen der Fischer-Tropsch-Synthese, u. a. aus Kogasin, durch Behandlung mit Schwefelsäure und Salzsäure gewonnen sind.
Für die Herstellung von Lacken nach dem Verfahren der Erfindung kommen wie bei der Herstellung von Lacken unter Verwendung von organischen Carbonsäuren bzw. deren Umwandlungsprodukten außer denSulfon- oder Chlorsulfonsäuren bzw. deren Ester noch Harze, vegetabilische öle und Verdünnungsmittel zur Anwendung. Es ist selbstverständlich, daß auch weitere für die Lackherstellung bekannte Zusätze je nach den Eigenschaften, die das Endprodukt haben soll, Berücksichtigung finden können.
Die Erfindung ermöglicht einen völligen oder teilweisen Austausch der bisher für die Herstellung von Lacken verwendeten vegetabilischen oder synthetischen aliphatischen Carbonsäuren. Das hat den großen Vorteil, daß die vegetabilischen öle und Fette z. T. nicht mehr für industrielle Zwecke verwendet werden müssen, sondern für die Ernährung zur Verfügung stehen. Ein weiterer Vorteil der Erfindung ist darin zu sehen, daß die Sulfon- oder Chlorsulfonsäuren der aliphatischen Kohlenwasserstoffe billiger als die aliphatischen Carbonsäuren hergestellt werden können.
Nachstehend werden zwei Ausführungsbeispiele von Zusammensetzungen der nach dem Verfahren der Erfindung erhältlichen Lacke wiedergegeben.
A u s f ü h r u η g s b e i s ρ i e 1 e
I.
Kongokopal 35 %
Leinöl 20%
Sulfonsäure von ungesättigten aliphatischen Kohlenwasserstoffen mit το bis
20 Kohlenstoffatomen oder deren Ester 8%
Bleimanganlinoleat 2%
Testbenzin 35 %
100 u/o TT.
Kunstharz 20%
Chlorsulfonsäure von aliphatischen Kohlenwasserstoffen mit T2 bis T4 Kohlenstoffatomen 41 %
Terpentinöl 9%>
Testbenzin 30%
100 %

Claims (4)

PaTENTANSPRI" CII E:
1. Verfahren zum Herstellen von Harz enthaltenden Lacken, dadurch gekennzeichnet, daß bei den für die Herstellung von Lacken unter Verwendung von organischen Carbonsäuren bzw. deren Umwandlungsprodukten bekannten Verfahren an Stelle der Carbonsäuren bzw. deren Umwandlungsprodukten ganz oder teilweise Sulfon- oder Chlorsulfonsäuren bzw. deren Ester von gesättigten und bzw. oder ungesättigten aliphatischen Kohlenwasserstoffen zur Anwendung kommen.
2. Verfahren nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß Fettsäuren durch Sulfon- oder Chlorsulfonsäuren bzw. deren Ester ausgetauscht werden.
3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß Sulfonsäuren von ungesättigten aliphatischen Kohlenwasserstoffen mit 16 bis 20 Kohlenstoffatomen oder deren Ester zur Anwendung kommen.
4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß Chlorsulfonsäuren von aliphatischen Kohlenwasserstoffen mit 12 bis 14 Kohlenstoffatomen zur Anwendung kommen.
3234 2.
DE1949P0031926 1949-01-19 Verfahren zum Herstellen von Harz enthaltenden Lacken Pending DE832467B (de)

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Publication Number Publication Date
DE832467B true DE832467B (de) 1952-01-24

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