DE831908C - Verfahren zur Herstellung von Metallen und deren Legierungen in einem Hochfrequenz-Induktionsofen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Metallen und deren Legierungen in einem Hochfrequenz-Induktionsofen

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DE831908C
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metals
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DEA3914A
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Gunnar Hoergard
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SMELTEMETODEN AS
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    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B4/00Electrothermal treatment of ores or metallurgical products for obtaining metals or alloys
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22CALLOYS
    • C22C1/00Making non-ferrous alloys
    • C22C1/02Making non-ferrous alloys by melting

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  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Metallen und deren Legierungen in einem Hochfrequenz-Induktionsofpn Es ist ein- Verfahren zur Herstellung ;von Metallen und deren Legierungen bekannt, insbesondere für Eisenlegierungen, wie Chrom, Eisen, Ferromolybdän, Ferromangan, Ferrowolfram, Ferrotitan, ;Ferrovanadium und Ferroniobium und ähnliche Legierungen mit einem niedrigen oder mäßigen Kohlenstoffgehalt, bei welchem Verfahren mindestens ein Oxyd des betreffenden Metalls durch wenigstens ein kohlenstofffreies Reduktionsmittel mit starker Affinität zum Sauerstoff, z. B. Silicium, reduziert werden, und zwar nach einem Verfahren, bei dem es wesentlich ist, daß man in einem an sich bekannten Induktionsofen mit in Richtung nach oben zunehmendem Durchmesser mit hoher Frequenz arbeitet, in welchem die Charge dem Einfluß teilweise eines hochfrequenten Heizstromes und teilweise eines niedrig frequenten Umwälzstromes ausgesetzt wird, wobei der letztere Strom unabhängig vom iHeizstrom steuerbar ist. Hierbei spielt sich der Vorgang so ab, daß durch das Niederschmelzen eines metallischen Materials, .das aus dem Metall selbst und einer oder mehreren Komponenten .der herzustellenden Legierung besteht, vorerst ein iMetallba-d entsprechender Zusammensetzung hergestellt wird, das lediglich einen Teil des Ofens ausfüllt, worauf eine ungeschmolzene Mischung des aufgeschlossenen Materials (Metalloxyd und Reduktionsmittel) und eventuellem Schlackenmaterial hinzugefügt wird. Diese Mischung wird nun unter den Einfluß des Umwälzstromes gebracht, und zwar in unmittelbarem Kontakt mit dem Metallbad,,und wird dabei auf die Reaktionstemperatur aufgeheizt, wobei sich dann -das Metall und'die Schlacke bildet, wonach Schlacke und Metall .vorzugsweise bei ausgeschaltetem Umwä zstrom getrennt abgestochen werden.
  • Beim Abstich des Metalls läßt man im Ofen eine Menge, die ungefähr der Menge des ursprünglichen Metallbades entspricht, zurück, worauf das Verfahren in kontinuierlichem .Prozeß mit periodischem Abstechen von Schlacke und )Metall wiederholt wird.
  • Bei diesem bekannten Verfahren wird in folgender Weise abgestochen: Es sei angenommen, daß das Metall eben abgestochen worden ist und daß ein Sumpf von beispielsweise 5o% des effektiven Ofenvolumens zurückgeblieben ist. Unter dem effektiven Ofenvolumen wird dabei das Volumen des Tiegels bis zum oberen Rand der Induktionsspule verstanden. tEs sei ferner angenommen, daß man es mit einem Ofen zu tun hat, dessen effektives Volumen etwa iooo kg Metall entspricht. Nunmehr wird eine Charge von ungefähr Zoo kg eingebracht, die ungefähr 16o kg Schlacke und 4o kg Metall enthält. Wenn die Charge restlos reduziert ist, wird der Umwälzstrom abgeschaltet und die Schlacke vom Metall getrennt. Hierauf wird die Schlacke abgestochen und eine neue Charge von ungefähr 200/kg hinzugefügt. Auf diese Weise wird fortgefahren, bis der Ofen praktisch voll Metall ist. Nun wird zuerst die von der letzten Charge entstandene Schlackenmenge abgestochen und anschließend ungefähr 5oo kg Metall, so daß im Ofen ein Sumpf von ungefähr 5oo kg zurückbleibt.
  • Es hat sich nun herausgestellt, daß dieses Verfahren mit verschiedenen Nachteilen behaftet ist: Vorerst hat sich herausgestellt, daß große Schwierigkeiten bezüglich der Dauerhaftigkeit der Ofenausmauerung bestehen., iweil die Lage der Badoberfläche im Ofen mit .der Größe des Metallbades ändert. Da nun die Größe des Metallbades während des Verfahrens starken Änderungen unterworfen ist, ist eine große 0fenwandfläche großen Temperaturschwankungen unterworfen.
  • In dem obenerwähnten iBeispiel des bekannten Verfahrens rvariiert z.13. das Metallbad zwischen 5o und ioo% des Ofenvolumens. In dem eingangs erwähnten Beispiel des bekannten Verfahrens, in welchem man mit einem iSumpf von bloß 1/3 des Ofenvolumens arbeitet, mu8 das Metallbad sogar zwischen 33 und ioo% variieren. Bei diesem bekannten Verfahren ist sicher festgestellt worden, daß es vorteilhafter ist, mit einem Sumpf von mehr als 1/3, vorzugsweise p/3 oder noch mehr, zu arbeiten. Aber selbst wenn man mit einem Sumpf von beispielsweise 70% arbeitet, so wird sich das Niveau in einem konischen Ofen sehr beträchtlich ändern. Es hat sich dabei herausgestellt, daß derjenige Teil der Ofenausmauerung, der Temperaturschwankungen ausgesetzt ist, sehr starkem Verschleiß unterworfen ist, indem die Ofenausmauerun.g an der @Badoberfläche abblättert, so daß schließlich das Bad durch das Mauerwerk durchbricht, bis zur Hochfrequenzspule. Da nun die Hochfrequenzspule wassergekühlt ist, ist ein solcher ,Durchbruch eine sehr ernste Angelegenheit, und es muß daher das Risiko eines solchen Ereig-, nisses so stark wie möglich .ausgeschaltet werden. Es hat sich ferner herausgestellt, daß es sehr schwierig ist, solche Zerstörungen in der Ofenausmauerung durch Wiederaufstampfen von Mauerwerk an der betreffenden Stelle auszubessern. Jedenfalls ist es erforderlich, die ganze Ofenausmauerung herauszureißen und neu aufzustampfen. Das Ofenausmauerungsproblem ist infolgedessen von einschneidender, wirtschaftlicher Bedeutung für die Durchführung,des Verfahrens.
  • Eine weitere Schwierigkeit für die Durchführung dieses bekannten Verfahrens besteht darin, daß die Reduktion der Metalloxyde verhältnismäßig langsam vor sich geht.
  • Die vorliegende Erfindung bezweckt nun; diese Nachteile der bekannten Verfahren zu beseitigen, und beruht auf der Erkenntnis, daß es einerseits mit Rücksicht auf die Ofenausmauerung wichtig ist, das Verfähren so zu führen, daß sich das Niveau des Metallbades während des ganzen Verfahrens so wenig wie möglich ändert und .daß anderseits zur Erreichung einer möglichst großen Reaktionsgeschwindigkeit mit einer möglichst großen Badoberfläche gearbeitet werden sollte.
  • Ferner ist die Erfindung auf der Erkenntnis basiert, daß es zur Erreichung zufriedenstellender Resultate Bedingung ist, daß die Schlacke und das Metall nicht getrennt abgestochen werden, sondern die Schlacke und das Metall werden gleichzeitig, also ohne eine Trennung in dem Ofen zu bewirken, abgestochen, indem die Trennung der Schlacke und des Metalls außerhalb des iSchmelzofens, z. B. in Kokillen ausgeführt wird. Das Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung geht in Übereinstimmung hiermit darauf hinaus, daß man bei der Ausführung des Verfahrens die folgenden Arbeitsregeln befolgt: Während des ganzen Betriebes ;wird mit praktisch konstanter Sumpfgröße gearbeitet, und diese Größe des Sumpfes soll mindestens 850io, vorzugsweise 9o bis 95% des effektiven Ofenvolumens betragen, und schließlich soll Schlacke und Metall, ohne im Ofen vorher getrennt zu werden, gleichzeitig ,vom Ofen abgestochen werden.
  • Wenn man in Übereinstimmung mit diesem Verfahren arbeitet, wird erreicht, @daß die Ofenfütterung schädlicher Temperaturwechselungen nicht ausgesetzt wird. Eine noch höhere Lebenszeit der Fütterung oder Ausmauerung kann übrigens dadurch erreicht werden, daß die Ausmauerung etwas dicker im obersten Drittel als im übrigen Teil gemacht wird, so daß die Ausmauerung an der Stelle, wo das Badniveau doch etwas bei dem Verfahren variiert, extra haltbar ist.
  • Durch den großen Sumpf läßt sich ferner erreichen, daß die Umwälzkraft im Bad, welche der Ofenwandung entlang eine nach oben gerichtete Strömung erzeugt, stärker ausfällt. Damit nun diese Badbewegung so kräftig wie möglich ausfällt, sollte man die Umwälzkraft auf einen möglichst langen Weg zur Wirkung kommen lassen. Je stärker der Ofen angefüllt ist, um so größer ist infolgedessen die Umwälzbewegung, und infolgedessen spielt sich auch die Reduktion schneller ab.
  • Mit einem großen Metallsumpf läßt sich auch der Vorteil eines guten, elektrischen Leistungsgrades des Ofens erreichen, weil dann die ganze Hochfrequenzspule für alle Ofenchargen aus.nützbar ist, da das Metall meist den Oberrand der Spule erreicht.
  • In dem Folgenden soll die Bedeutung des Merkmals, daß die Schlacke und das Metall bei -vorliegendem Verfahren gleichzeitig abgestochen wird, ohne erst im Ofen getrennt zu werden, näher klargemacht werden.
  • Bei dem Verfahren nach der vorliegenden Erfindung ist allerdings das ausnützbare Volumen des Ofens bedeutend geringer als bei den bekannten Verfahren, nämlich z. B. nur etwa 5 bis 15% des effektiven Ofenvolumens. Das bedeutet jedoch an sich keinen Nachteil, wenn man nach dem Verfahren gemäß der Erfindung arbeitet. Versuche haben nämlich erwiesen, daß z. B. in einem Ofen, welcher ungefähr iooo kg Metall faßt, zwischen jedem Schlackenabstich keine größere Charge als eine solche von 200 bis 3oo kg eingebracht werden kann, die also ungefähr ,Io bis 6o kg Metall entspricht. Wenn diese Metallmenge abgestochen wird, so bleibt ein Sumpf von 94. bis 96% des Ofenvolumens übrig. Infolgedessen vermindert ein Sumpf von 85 bis 95% des @Ofenw-olumens die Größe der Charge, welche zwischen zwei Abstichen in .den Ofen eingebracht werden kann, nicht. Gin Sumpf von der Größe, wie er nach der vorliegenden Erfindung .vorzugsweise vorgesehen ist, hat jedoch andere Schwierigkeiten zur Folge.
  • Während es nämlich bei den bekannten Verfahren, die mit einem Sumpf von 6o bis 70% des Ofenvolumens arbeiten, nur etwa stündlich einmal zu einem Abstich kommt, muß bei der Verwendung eines Sumpfes nach dem erfindungsgemäßen Verfahren von z. 13.9o bis 95% das Metall ungefähr alle io bis 15 Minuten abgestochen @wer-den. Wenn man nun, wie bei den bekannten Verfahren vorausgesetzt, jedesmal Metall und Schlacke im Ofen trennen sollte, bevor der Abstich 'vorgenommen wird und während dieser Zeit der Strom vom Ofen abgeschaltet würde, so hätte ein solches Verfahren einen so großen Zeitverlust zur Folge, daß die effektive Arbeitszeit des Ofens um 25 bis 300/0 gegenüber derjenigen nach dem bekannten Verfahren herabgesetzt würde. Außerdem ist es schwierig und zeitraubend, die abgesetzte Schlacke zu ent-' fernen, wenn das Schlackenbad eine relativ große Oberfläche und daher die Schlacke nur eine geringe Höhe aufweist. Wenn man nicht ganz besonders sorgfältig vorgeht, so läßt sich nicht vermeiden, daß beträchtliche Metallmengen mit der Schlacke abgestochen werden. Es hat sich daher herausgestellt, daß eine zufriedenstellende Verfahrensführung bei einer solchen Abstichmethode nach dem bekannten Verfahren in der Anwendung auf einen großen Sumpf nicht zufriedenstellend erreichbar ist. Nun,wird bei der erfindungsgemäßen Verfahrensführung diese Schwierigkeit dadurch vermieden, daß Schlacke und Metall gleichzeitig abgestochen werden, ohne daß eine vorherige Trennung im Ofen vorgenommen wird. Es empfiehlt sich daher, den Abstich sofort nach Abstellen des Stromes vorzunehmen. Ein Teil des Metalls wird sich natürlich irgendwie absetzen, wogegen der restliche Teil in der Schlacke emulgiert bleibt. Infolgedessen muß die Trennung von Metall und Schlacke außerhalb des Schmelzofens vorgenommen werden. Vorteilhaft geht man hierbei so vor, .daß man so schnell wie möglich in eine Schale o. dgl. absticht und sich das Metall am Boden der Schale absetzen läßt. Es hat sich gezeigt, daß diese Arbeitsweise nicht zu einem größeren Metallverlust führt als die früheren Methoden mit den bekannten Verfahren, im :Gegenteil läßt sich der Verlust sogar kleiner halten, was auf der Tatsache beruhen dürfte, daß alle Metallperlen in der Schlacke durch die verhältnismäßig große Metallmenge, die nun in jedem Abstich vorhanden ist, absorbiert werden. Lias Metall setzt sich auf dem Boden der Schale mit einer scharfen Trennfläche von der Schlacke ab, wogegen bei dem gesonderten Schlackenabstich nach den vorbekannten Verfahren die verschiedenen, aber im Verhältnis wenigen iMetallperlen für sich selbst erhärten, ohne daß sie Gelegenheit finden, zusammenzufließen. Aus diesem Grunde waren sie bisher nur unter Schwierigkeiten zurückzugewinnen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Metallen und Metallegierungen, insbesondere Ferrolegierungen, durch Reduktion der Metalloxyde mit Silicium oder ähnlichen Reduktionsmitteln in einem an sich bekannten hochfrequenten Induktionsofen mit in Richtung nach oben steigendem Diameter, der mit einem Metallsumpf arbeitet, dadurch gekennzeichnet, daß während des ganzen Betriebes mit praktisch konstanter Sumpfgröße gearbeitet wird, die mindestens 85% und vorzugsweise 9o bis 95% des effektiven Ofenvolumens beträgt, und,daß Schlacke und Metall gleichzeitig, ohne in dem Ofen getrennt zu werden, abgestochen wird.
DEA3914A 1945-01-13 1950-09-30 Verfahren zur Herstellung von Metallen und deren Legierungen in einem Hochfrequenz-Induktionsofen Expired DE831908C (de)

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