AT125176B - Verfahren zur direkten Gewinnung von Eisen aus seinen Erzen. - Google Patents
Verfahren zur direkten Gewinnung von Eisen aus seinen Erzen.Info
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Description
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Verfahren zur direkten Gewinnung von Eisen aus seinen Erzen.
Bei der Reduktion von Eisen aus seinen Erzen über einem kontinuierlich fliessenden, also in dauernder Strömungsbewegung befindlichen Metallbad wirkt sich eine dauernde gegenseitige Bewegung des Schlacken-und Metallbades mechanisch infolge des ständigen Beriihrungswechsels, weiters durch Wärmeaustausch und Zuführung beigemengter oder gelöster wirksamer Stoffe, dann aber auch durch rasche Ableitung verbrauchter Produkte und schliesslich durch katalytische und Massenwirkungen in äusserst günstigem Sinne für das Verfahren aus. Es hat sich nun gezeigt, dass für den Reduktionsvorgang nicht die gegenseitige Richtung der strömenden Bewegung, sondern vor allem der Berührungswechsel und insbesondere die Häufigkeit desselben von ausschlaggebender Bedeutung ist.
Auf dieser Erkenntnis beruht die vorliegende Erfindung, welche ein Verfahren zum Gegenstande hat, bei welchem in bekannter Weise das Erz-Reduktionsmittelgemiseh und ein Eisenbad in gleicher Richtung andauernd fliessen.
Gemäss der Erfindung wird nun ein häufiger Berührungswechsel dadurch herbeigeführt, dass eine relative Strömung der beiden gleichsinnig fliessenden Bäder zur Anwendung gebracht wird. Bewegt sich beispielsweise die eine Badkomponente mit der Geschwindigkeit 1, die zweite mit der Geschwindigkeit 5 im gleichen Sinne, so resultiert eine Relativgeschwindigkeit 5 -1 = 4.
Die Verschiedenheit in der Fliessgeschwindigkeit zweier Baukomponenten bedingt aber eine mande rung der Flüssigkeitsmengen der Bäder. Es wird daher erfindungsgemäss mindestens ein Bad in ver- änderbarer Menge zusätzlich in den Ofen fliessen gelassen bzw. das eine aus dem Ofen fliessende Bad neuerlich in den Ofen eingegossen. Durch die zusätzlich vermehrte Badmenge wird in jedem Ofenquerschnitt eine grössere Geschwindigkeit erzeugt und dadurch eine verstärkte relative Bewegung erzielt.
Werden nun dieser Badkomponente durch Änderung ihrer Temperatur (Wärmeinhalts) oder durch Beimengung bzw. Lösung von Reduktionsmitteln noch besondere, für den Prozessverlauf günstige Beschaffenheiten gegeben, die sich im Austausch auf die andere Badkomponente übertragen, so wird auch dieser Wärme- und Wirkungsmittelaustausch wiederum beschleunigt, wenn erfindungsgemäss die relative Bewegungsgeschwindigkeit der Badkomponenten zueinander vergrössert wird, wie dies die eben erläuterte zusätzlich eingegossene Badmenge zu den schon im Ofen aus den Rohstoffen erzeugten Produkten der Reduktion bewirkt.
Naturgemäss kann das wiederholte Durchfliessen der Schmelzprodukte nicht nur mit einer Komponente, sondern sowohl mit dem Metall als auch mit der Schlacke vorgenommen werden.
Durch die veränderte Umwälzung eines Teiles gegenüber den andern Teilen wird auf diese Weise, trotzdem alle Stoffe in gleicher Richtung fliessen, auch wenn ihre anfallende Menge sich in einem sonst nicht wesentlich veränderbaren Mengenverhältnis bildet, eine Relativbewegung bewirkt werden. Trotz der sonst gleich gebliebenen Mengen werden demnach die relativen Geschwindigkeitsverhältnisse und deren Wirkungen wesentlich geändert, wenn das Durchfliessen häufiger sowie in abweichender Menge und mit verschiedener Geschwindigkeit erfolgt.
Diese Steigerung der Relativgesehwindigkeiten im Ofenquerschnitt durch wiederholtes andauerndes Durchfliessen abgestochener Schmelzprodukte bildet ein wesentliches Merkmal, vorliegender Erfindung, da hiedurch eine bisher unbekannte feingestufte Regelung der Sehmelzprozesse bei gleichgerichteter Fliessbewegung ausgeführt werden kann.
In weiterer Ausbildung des Verfahrens werden die günstigen Wirkungen der relativen Bewegung sowohl innerhalb der flüssigen Badschichten als auch zwischen dem fliessenden Bade und den darüber
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geführt werden kann.
Schliesslich können die nach vorliegender Erfindung gÜnstigen Spül- und Schwemmwirkungen kontinuierlich fliessender Bäder mit Relativbewegung ihrer Komponenten leicht auf andere Öfen, insbesondere Schachtöfen und Elektroöfen zur Anwendung gebracht werden, indem ein Herdteil zur Spülung angegliedert wird.
PATENT-ANSPRUCHE :
1. Verfahren zur direkten Gewinnung von Eisen aus seinen Erzen, wobei das Erz-Reduktionsmittelgemisch und ein Eisenbad in gleicher Richtung andauernd fliessen, dadurch gekennzeichnet, dass die Relativgeschwindigkeit derselben durch zusätzliche Mengenvermehrung und deren Steigerung durch wiederholtes Durchfliessenlassen abgestochener Schmelzprodukte erzielt werden.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Reduktion des Erz-Reduktionsmittelgemisches im reduzierenden Gasstrom über einem kontinuierlich fliessenden Bade im schwebenden Zustande erfolgt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT125176T | 1929-05-03 |
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| AT125176B true AT125176B (de) | 1931-10-26 |
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ID=3634199
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|---|---|---|---|
| AT125176D AT125176B (de) | 1929-05-03 | 1929-05-03 | Verfahren zur direkten Gewinnung von Eisen aus seinen Erzen. |
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| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT125176B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP2366088B1 (de) | 2008-11-21 | 2016-03-30 | U.S. Army Rdecom-Ardec | Automatisch aufladbares ferngesteuertes waffensystem mit extern betriebener feuerwaffe |
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1929
- 1929-05-03 AT AT125176D patent/AT125176B/de active
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