DE830993C - Verfahren zur Herstellung von Adsorptionsverbindungen von Methionin mit Kolloiden - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Adsorptionsverbindungen von Methionin mit KolloidenInfo
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Description
- Verfahren zur Herstellung von Adsorptionsverbindungen von Methionin mit Kolloiden Seit längerer Zeit ist es bekannt, daß Lebererkrallkungen durch Verabreichung von Cholin giinstig beeinflußt werden können. Infolge seiner geringen Haltbarkeit ist das Cholin als solches jedoch als Arzneimittel schlecht verwentdbar. Man llat daher versucht, die Cholinbehandlung durch eine solche mit Methionin zu kombinieren oder ganz zu ersetzen da der Tierkörper in der Lage ist, aus Niethionin, das eine bewegliche Meth,ylgruppe besitzt, mit Hilfie des Fermentsystems Nlethylpherase das Cholin selbst aufzubauen. Die Zuführung der erforderlichen Menge an Methionin scheitert jedoch im allgemeinen an dem stark salzhaltigen und widerlichen Geschmack des Methionins.
- Versuche, das Methionin mit dem bei Lebererkrankungen als günstig erkannten Zucker zu kombinieren, führten zu keinem Erfolg, da auch in einer solchen Mischung der widerliche salzige Geschmackscharakter des Methionins völlig erhalten bleibt, dazu kommt noch, daß das Methionin verhältnismäßig schwer löslich ist, so daß ziemlich große Flüssigkeitsmengen angewendet werden müssen, deren Aufnahme durch den Patienten ebenfalls Schwierigkeiten verursacht.
- Es wurde nun überraschenderweise gefunden, daß Methionin mit Koiloidstoffen Adsorptionsverbindungen bildet, in denen der widerliche salzige Geschmack erheblich abgeschwächt ist. Besonders geeignet sind dafür die durch Abbau von Stärke entstehenden Dextrine, aber auch Proteine, besonders die im Getreidekleber enthaltenen Aleurone, verbinden sich leicht mit Methionin. Dabei hat sich auch als l>esonders vorteilhaft erwiesen, den p,- Wert der Lösung in das schwachsaure Gebiet zu verschieben, also auf einen Zahlenwert von etwa 4 bis 5 einzustellen. Durch eine derartige Regelung der Azidität wird insbesondere auch die Löslichkeit des Methionin wesentlich gefördert, so daß es gelingt, die Methioninkonzentration in der Lösung verhältnismäßig hoch zu halten und Adsorptionsverbindungen zu bilden, die einen beträchtlichen Gehalt an Methionin, auf die Kolloidsubstanz gerechnet, enthalten.
- Die Bildung der Verbindungen erfolgt in eintachster Weise durch längeres Stehenlassen der Mischung, vorteilhaft unter zeitweiligem Rühren.
- Durch Erhitzen des Gemisches läßt sich die Umsetzung beschleunigen. Bei einer Erhitzung der Nlischung auf etwas über 500 liegende Temperaturen wird bereits der sonst Wochen dauernde lteaktionsvorgang erheblich verkürzt. Die erfolgte Umsetzung läßt sich leicht durch Entnehmen von Geschmacksproben kontrollieren.
- Als schwach saure kolloidale Dextrinlösung, die gleichieitig noch einen Gehalt an kolloiden Eiweißstoffen aufweist, hat sich in erster Linie Malzextrakt bewährt. Technisch läßt sich die neue Verbindung so herstellen, daß man das Methionin in Form einer wäßrigen Lösung dem Malzextrakt während des Eindickens imVerdampfer, der zweckmäßig unter Vakuum arbeitet, zusetzt. Auf diese Weise spart man ein zweimaliges Eindampfen, das erforderlich wäre, wenn man die wäßrige Methioninlösung dem fertig eingedickten Malzextrakt zusetzen würde, weil infolge der erwähnten Schwerlöslichkeit des Methionins zum Eintragen der gewünschten Methioninmenge verhältnismäßig erhebliche Wassermengen erforderlich sind. Falls erwünscht, kann man der Methioninlösung auch noch Cholin beimischen. Aus Gründen der Haltbarkeit wird man das Cholin hierbei am besten in Form eines Salzes, beispielsweise als Sulfat oder Chlorhydrat, zusetzen.
- Der an sich im Malzextrakt stets vorhandene geringe Säuregehalt begünstigt hierbei in besonders vorteilhafter Weise das In-Lösung-Bleiben des Methionins, bis sich die gewünschte Adsorptionsverbindung gebildet hat. Dabei wird durch die Temperatur der Eindampfung, die meist zwischen 40 bis 600 liegt. die Umsetzung in gewünschter Weise beschleunigt.
- Durch die gleichzeitige Anwesenheit des Malzzuckers im Malzextrakt sind, wie Versuche ergeben haben, die Diffusion der Adsorptionsverbindung durch semipermeable Wände, wie es auch die Darmwandung ist, wesentlich begünstigt, so daß auch in dieser Hinsicht die Verwendung des Malzextraktes für den erwähnten Zweck besondere Vorteile mit sich bringt.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zum Herstellen einer Adsorptionsverbindungg von Methionin mit Kolloidstoffen, dadurch gekennzeichnet, daß Methionin vorzugsweise in schwach saurem Medium unter Innehaltung eines pH-NVertes von etwa 4 bis 5 längere Zeit, gegebenenfalls unter schwachem Erwärmen, mit einer kolloidalen Lösung von Dextrinen undloder Eiweiß hz v. Eiweißabbauprodukten behandelt wird.
- 2. Verfahren nach anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß als kolloidale Lösung Malzextrakt verwendet wird.
- 3. Verfahren nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet. daß man eine wäßrige Lösung von Methionin. der gegebenenfalls Cholin, vorzugsweise in Form eines Salzes, heigemenge sein kann, dem N.lalzextrakt während des Eindickens zusetzt.
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