DE548437C - Verfahren zur Haltbarmachung von Lecithin - Google Patents

Verfahren zur Haltbarmachung von Lecithin

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DE548437C
DE548437C DEB131875D DEB0131875D DE548437C DE 548437 C DE548437 C DE 548437C DE B131875 D DEB131875 D DE B131875D DE B0131875 D DEB0131875 D DE B0131875D DE 548437 C DE548437 C DE 548437C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23JPROTEIN COMPOSITIONS FOR FOODSTUFFS; WORKING-UP PROTEINS FOR FOODSTUFFS; PHOSPHATIDE COMPOSITIONS FOR FOODSTUFFS
    • A23J7/00Phosphatide compositions for foodstuffs, e.g. lecithin

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Description

  • Verfahren zur Haltbarmachung von Lecithin Lecithin ist bekanntlich eine komplizierte, ungesättigte Verbindung (C,,,H9oNP09), die sich sehr leicht und schnell zersetzt. Gegenstand des vorliegenden Verfahrens ist es nun, dem Lecithin und seinen Verbindungen eine größere Haltbarkeit zu geben.
  • Bekanntlich ist Lecithin in fetten Ölen nur wenig löslich; z. B. scheidet es sich aus Sojaöl bei längerem Stehen fast restlos aus. Man kann wohl in heißem Öl etwa i o ,o LecitInin in Lösung bringen, doch scheidet es sich beim Erkalten desselben bei längerem Stehen größtenteils wieder aus, so daß höchstens etwa i/@ o,o in Lösung bleiben.
  • Es wurde nun gefunden, daß eine erheblich größere Menge an Lecithin im Pfefferminzöl löslich ist. So lassen sich mit Leichtigkeit in kaltem Pfefferminzöl io bis 2o o,'o und unter Erwärmen noch weit größere Mengen, und zwar bis zu 5o % Lecithin in Lösung bringen. Das in Pfefferminzöl gelöste Lecithin ist des weiteren fast unbegrenzt haltbar.
  • Dieses Verhalten des Lecithins wird auf den Gehalt des Pfefferminzöls an freien Säuren zurückgeführt. Bekanntlich bildet Lecithin mit verschiedenen Säuren und Salzen sowie mit Alkaloiden Doppelverbindungen, so z. B. mit arseniger Säure Arsenlecithin. Versetzt man beispielsweise Lecitbin mit Salzsäure und behandelt hierauf die Lösung mit Aceton, in dem Lecithin unlöslich ist, so müßte an sich bei längerer Behandlung die Salzsäure wieder aus dem Lecithin extrahiert werden können, da Salzsäure in Aceton löslich ist. Da dies hier nicht der Fall ist, muß die Salzsäure chemisch an das in. Aceton unlösliche Lecithin gebunden sein.
  • Pfefferminzöl enthält _nun verschiedene Säuren: Isovaleriansäure, Essigsäure, Menthylacetat, Menthylester einer Säure C3 H" O., u. a. Es ist daher anzunehmen, daß das Lecithin, welches im Pfefferminzöl gelöst wird, Doppelverbindungen mit den Säuren desselben eingeht und daB hierauf die größere Löslichkeit des Lecithins im Pfefferminzöl sowie seine größere Haltbarkeit im Pfefferminzöl zurückzuführen ist. Diese Annahme findet eine weitere Stütze in, der Tatsache, daß bei einer Behandlung der Lecithin-Pfefferminzöl-LösLmg mit wasserfreiem Aceton: kein Lecithin ausgeschieden wird; es verbleibt vielmehr eine leicht opalisierende Lecithin-Pfefferminzöl-Aceton-Lösung.
  • Es wurde des weiteren festgestellt, daß das im Pfefferminzöl gelöste Lecithin nahezu eine unbeschränkte Haltbarkeit besitzt, während es in anderen Öllösungen bei längerem Aufbewahren ähnlich wie an der Luft, jedoch langsamer unter Bildung von Zersetzungsprodukten oxydiert. Die neue Lösung gewährt somit einen außerordentlichen Vorteil für die therapeutische Verwendung und für die Herstellung von, pharmazeutischen Produkten. Hinzu kommt, daß das im Pfefferminzöl gelöste Lecithin sich viel leichter und gleichmäßiger mit anderen Stoffenvermischen läßt als das wachsartige, zähe Reinlecithin. Ein weiterer Vorteil in therapeutischer Hinsicht besteht darin, daß -das Pfefferminzöl das Nehmen des an sich schlecht schmeckenden Lecithins außerordentlich erleichtert. So ist es z. B. mit Zucker vermischt ein Präparat, das angenehm ist. Schließlich kann es auch von Kindern ohne jede physiologisch unerwünschte Nebenwirkungeingenommen werden.
  • Das vorliegende Verfahren wird zweckmäßig so durchgeführt, daß man Reinlecithin in geeigneten Mischgefäßen, gegebenenfalls unter schwacher Erwärmung, innig mit reinem Pfefferminzöl vermischt; je nach dem in Betracht kommenden Zweck stellt man konzentriertere oder weniger konzentrierte Lösungen her. Im allgemeinen genügt eine i o %ige Lecithin-Pfefferminzöl-Lös'ung. je nach dem beabsichtigten Zweck werden daher auf ioaTeile Pfefferminzöl io bis 5o % Reinlecithin hinzugesetzt und mit dem Pfefferminzöl unter Verrühren, gegebenenfalls auch unter schwachem Erwärmen, so lange vermischt, bis sich eine klare Lösung gebildet hat.
  • Das mit Bezug auf Lecithin Gesagte gilt in gleicher Weise auch für Lecithinalbumin.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Haltbarmachen von Lecithin und Lecithinalbumin, dadurch gekennzeichnet, daß man reines Pfefferminzöl mit Lecithin oder Lecithinalbumin in geeigneten Mischgefäßen, gegebenenfalls unter Erwärmen, innig vermischt, bis sich eine klare Lösung gebildet hat.
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