DE83071C - - Google Patents
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- B63B—SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; EQUIPMENT FOR SHIPPING
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT. W
von Hand.
Der Zweck vorliegender Erfindung ist, das Schliefsen der Thüren in einzelnen oder in
sämmtlichen Schiffsschotten zu jedem beliebigen Zeitpunkte mit Sicherheit zu bewirken. Dies
Schliefsen soll entweder:
1. durch das in die Schiffsabtheilung oder Abtheilungen eindringende Wasser selbstthätig
oder
2. von beliebiger Stelle des Schiffes aus (z. B. von der Commandobrücke) mechanisch,
elektrisch, durch Gas-, Dampf- oder Wasserdruck erfolgen können, wie auch nicht ausgeschlossen
ist,
3. das Schliefsen der Schottthüren durch persönlichen Eingriff an der Einbruchstelle des
Wassers in die betreffende Schiffsabtheilung zu bewirken.
Die Erfindung läfst sich, wenn das Schliefsen
der Schottthüren automatisch, d. h. durch das in die Schiffsabtheilung eintretende Wasser erfolgen
soll, wie folgt kennzeichnen. Beim Eindringen des Wassers in eine Schiffsabtheilung
läuft dasselbe nach dem am tiefsten gelegenen Punkte derselben, an welchem es sich
ansammelt, wobei ein Schwimmer Auftrieb erhält; durch letzteren wird ein Sperrhebel,
welcher bisher die Drehung oder Bewegung eines hörbaren oder sichtbaren Warnungszeichens verhinderte, ausgehoben.
Dieses akustische oder optische Warnungszeichen setzt die in der betreffenden Schiffsabtheilung
sich aufhaltenden Mannschaften von der durch Eindringen von Wasser nahenden Gefahr in Kenntnifs, so dafs die Mannschaften
gegebenen Falls sich zurückziehen können. Hat sich das Warnungszeichen eine kurze Zeit lang
gedreht oder bewegt, so löst sich eine Sicherung aus, welche die Schottthür bisher in geöffneter
Stellung hielt, so dafs nach erfolgter Auslösung die Thür mit allen übrigen Klappen
und Schiebern sich selbstthätig schliefst und die Mannschaften durch eine an der Decke der
mit Wasser sich anfüllenden Schiffsabtheilung befindlichen Klappenthür sich entfernen können.
Beim etwaigen Anfüllen der gesammten Schiffsabtheilung wird die KlappenthUr durch den
Druck der Wassermassen von innen her geschlossen gehalten.
Um beim Eindringen von Wasser in eine mit Verschlufsvorrichtungen versehene Schiffsabtheilung
die in letzterer sich aufhaltenden Mannschaften durch ein hörbares oder sichtbares
Zeichen von der herannahenden Gefahr in Kenntnifs zu setzen, wird — wie beispielsweise
in Fig. ι angedeutet ·— der Boden der wasserdichten Schiffsabtheilung an seiner tiefsten
Stelle durchbrochen und in diese Durchbrechung ein- Gitter α eingesetzt, unter welchem
ein beckenartiger Behälter b mit Abflufsrohr c vorgesehen ist. In das Becken b
ist ein um d drehbarer, .eventuell durch Gewicht ausgeglichener Schwimmer f eingesetzt.
Tritt nun Wasser in die Schiffsabtheilung ein, so läuft es durch das Gitter α in das Becken b
und sammelt sich in letzterem an, so dafs der Schwimmer f durch seinen Auftrieb gehoben
wird. Durch einen Draht oder eine Zwischenstange g, welche an das Ende des Schwimmer-
hebeis angeschlossen ist, wird bei der Aufwärtsbewegung des letzteren das vordere Ende eines
mit Nase h besetzten Sperrhebels i so nach abwärts geschwungen, dafs das Warnungswerk k, dessen Federhaus bisher durch das
hintere Ende des Sperrhebels i an einer Drehung oder einer Bewegung verhindert war,
ausgelöst wird und in Thätigkeit treten kann.
Da es nicht ausgeschlossen ist, dafs durch starkes Rollen und Stampfen des Schiffes nur
wenig Wasser in das Becken läuft, der Schwimmer also nur ruckweise steigt und fällt,
so ist, um die Störung der Bewegung oder Drehung des Warnungswerks durch ein etwaiges
Zurückfallen des Sperrhebels i zu vermeiden, an das hintere Ende des letzteren (Fig. 3) eine
Schraubenfeder / angehängt, welche um einen festen Punkt m drehbar gelagert ist und durch
ihre Federkraft das Ende des Sperrhebels i vor der Auslösung nach aufwärts und nach
der Auslösung aus dem Warnungswerk nach abwärts zu drücken sucht. Da sich im Becken b
schon nach wenigen Tagen Sickerwasser ansammeln würde, wodurch ein unnöthiges Inthätigkeitsetzen
der Warnungswerke oder gar ein nicht erwünschtes Schliefsen der Thüren an den Schottwänden eintreten würde, ist das
Abflufsrohr c vorgesehen, durch welches das sich ansammelnde Sickerwasser nach dem
Doppelboden des Schiffes übergeführt wird. Ein im Ruhezustande nach oben offen stehendes
Klappenventil η verschliefst das Rohr c selbsttätig, sobald beim Auftriebe des Schwimmers
f der Ansatz 0 frei wird. Eine als Ventil wirkende und auf einem Gitter liegende Kugel ρ
ist' in eine Erweiterung im Rohr c eingesetzt
und verhindert bei etwaigem Ansteigen des Wassers im ■ Rohr c ein Zurücktreten des
Wassers in das Becken b. Die beiden Ventile η und ρ ermöglichen nur das Ablaufen
von Sickerwasser und verhindern im Ernstfalle jede Verbindung, die durch die Rohre c zwischen
beschädigten und nicht beschädigten Schiffsabtheilungen entstehen könnte. Abflufsrohr
c kann auch durch ein Sammelbecken ersetzt werden, aus dem man das Sickerwasser
von Zeit zu Zeit ablaufen läfst oder auspumpt. Bei dem besonders auf Kriegsschiffen üblichen
Waschen der Schiffräume wird das Gitter a zur Verhütung des Hindurchtretens von Wasser
überdeckt oder der Schwimmer f durch einen federnden Schlüssel e niedergehalten, der durch
ein Loch im Gitter hindurchgeführt wird und dann hinter letzterem sich fängt.
Eine Vereinfachung der Vorrichtung wird dadurch erzielt, dafs man den Schwimmer f
nur in geringer Vertiefung der Bodenfläche oder unmittelbar auf letzterer anbringt, wie
dies aus Fig. 2 ersichtlich ist; bei dieser Anordnung beginnt der Schwimmer erst zu steigen,
nachdem das Leckwasser in der zugehörigen Schiffsabtheilung einige Centimeter Höhe erreicht
hat, und wird unter Wegfall von Gitter und Sammelbehälter der Schwimmer durch ein Schutzgitter a* verdeckt.
Da eine Thür immer zwei an einander stofsende Räume verbindet, so müssen mindestens
zwei Schwimmer auf ein und denselben Sperrhebel wirken, wobei es sich empfiehlt,
die Lage der Schwimmer nach Art der Fig. 4 (Draufsicht) anzuordnen; dieselben sitzen auf
einer durch das Schott hindurchgeführten Achse.
Die beschriebenen Aushebevorrichtungen werden durch entlang der Schottwände geführte
Umkleidungen geschützt. Man kann je nach den Verhältnissen mehrere Schwimmer auf ein.
und dasselbe Warnungswerk oder einen einzigen Schwimmer auf mehrere Warnungswerke wirken
lassen. An die Stelle des oder der Schwimmer kann ein oder können mehrere Gefäfse treten,
welche nach Aufnahme einer bestimmten Wassermenge niedersinken und dadurch die Auslösung
des Sperrhebels i bewirken.
Um durch willkürliches Ausheben des Sperrhebels i aus dem Warnungswerk die Schiffsabtheilungen
auch dann schliefsen zu können, wenn kein Wasser in dieselben eingetreten ist, ist nach oben ein Draht oder eine Schubstange
B1 geführt, welche an den Uebersichttafeln an den Meldewerken endigt (Fig. 1) und
bei ihrem Anziehen den Sperrhebel i auslöst. Diese Auslösung kann auch elektrisch erfolgen
(Fig. 2). Durch Anheben des Schwimmers / durch das eindringende Wasser oder durch
willkürliches Niederdrücken des Tasters A1 wird mit der Batterie E ein Stromkreis hergestellt
und durch Erregung des Elektromagneten M der Sperrhebel i ausgelöst.
Bei Anwendung von Gas- oder Luftdruck dienen der Schwimmer f und der Taster A1
zum Oeffnen von Druckspeichern und wird der Sperrhebel i durch Kolben oder Bälge
ausgelöst. Die Schwimmer oder sinkenden Gefäfse können unmittelbar auf die Kolben oder
Bälge einwirken, welche auch durch das eindringende Wasser selbst oder durch Niederdrücken
verschoben bezw. zusammengedrückt werden können.
Wie schon oben erwähnt, sollen die Warnungswerke nur eine Zeit lang in Thätigkeit
treten, worauf ein sicheres Auslösen und Schliefsen der in geeigneter Weise offen gehaltenen
Thür, Klappe oder des Schiebers erfolgt. Dabei wird die Vorrichtung so getroffen,
dafs keine Thür eher zuschlägt, bevor nicht das Warnungswerk in Thätigkeit getreten ist,
um die in der betreffenden Schiffsabtheilung sich aufhaltenden Mannschaften von der Gefahr
in Kenntnifs zu setzen.
Fig. 5 zeigt in Ansicht, Fig. 6 im Querschnitt die Verbindung des Warnungswerkes
mit der Sperr- bezw. Auslösevorrichtung der Schottthür. Am unteren Rande der Schottoder
Fallthür sitzt ein mit Röllchen besetzter Zapfen Z, der bei offener Thür auf einer
schrägen oder excentrisch zum Aufhängepunkt des Quadranten Q gelegenen Leiste r des
letzteren aufruht. Der Quadrant Q. sitzt 'lose
drehbar an dem vorstehenden Zapfen X, welcher aus der Seitenwand S des die ThUr T
umschliefsenden Kastens vorsteht. Auf dem Zapfen X sitzt ferner lose der Arm«1 des mit
dem Quadranten fest verbundenen Sectors s1, der in ein Zahnrad bl an der Scheibe des
Warnungswerkes G eingreift. Am oberen Ende des Quadranten Q ist ein Haken D drehbar
gelagert, der über einen vom Arme al abstehenden
Zapfen c1 greift; an das seitwärts vorstehende Ende des Hakens ist ein Seil L
angehängt. Wegen des Bestrebens des Quadranten, stets die tiefste Lage einzunehmen, wird
sich der Haken D fest auf den Zapfen erhängen. Eine zwischen Quadrant und Haken
eingelegte Reibungsfeder kann die vibrirende Bewegung des letzteren verhüten. Aus der
Rückseite der Warnungswerkscheibe C stehen Stifte vor, welche bei Drehung der Scheibe in
geeigneter Weise den Klöppel einer Rasselglocke O bethätigen.
Die Wirkungsweise des Apparates ist folgende: Soll sich die Thür selbsttätig durch
das eintretende Wasser schliefsen oder willkürlich von der Commandobrücke aus geschlossen
werden, so wird zunächst durch eine der Einrichtungen nach Fig. ι bis '4 der
Sperrhebel i aus dem Warnungswerke C ausgehoben;
das letztere tritt in Thätigkeit, wobei sich der Sector sl so lange am Zahnrade
bl abwälzt, bis das vordere Ende der
Leiste r am Quadranten Q hinter den Zapfen Z getreten ist, so dafs letzterer frei.wird und die
Thür T durch ihr Eigengewicht niederfallen kann. Die Seitwärtsbewegung des Quadranten
kann durch einen Stift p1 begrenzt werden.
Soll die Schiffsabtheilung am Orte der Einbruchsstelle des Wassers durch persönlichen
Eingriff des in der Nähe befindlichen Matrosen geschlossen werden, so braucht derselbe nur
unter Umgehung der .Auslösung des Sperrhebels ζ am Seil L kräftig zu ziehen, wodurch
sich der Haken D vom Zapfen c1 abstreift
und der Quadrant durch das Gewicht der Thür so weit zur Seite gedreht wird, bis der
Zapfen Z an der. Thür vom Rande r frei wird und letztere abstürzen kann.
Fig. 7 zeigt eine Vorrichtung, welche das sich nöthig machende Schliefsen der Thür
vorher optisch anzeigt. Zu diesem Zwecke wird beispielsweise auf den Zapfen X ein mit
. gefärbtem Segeltuch überzogener und aus einem Gestell bestehender Signalarm W lose aufgesetzt,
aus welchem eine Hülse u vorsteht; in letztere wird ein am Umfange der Scheibe C
vorstehender Haken q eingesteckt. Beginnt nun infolge des Steigens des Schwimmers i (Fig. 1
und 2) oder durch Zug von der Commandobrücke unter Ausklinkung des Sperrhebels 2
die Scheibe C sich zu drehen, so giebt der aus letzterer vorstehende Haken q die Hülse u
am Signalarm W frei, welcher in die aus Fig. 7 ersichtliche ' strichpunktirte Lage übergeht und
die in der betreffenden Abtheilung befindlichen Mannschaften von dem bevorstehenden Schliefsen
der Schottthür in Kenntnifs setzt.
Bei Fallthüren, deren Oeffnungen bis nahe an die Decke reichen sollen, werden die" vorliegenden
Mechanismen unter geeigneter Abänderung zweckmäfsig in wagerechter Lage an der Decke angebracht und durch Kasten geschützt.
Hier tritt an die Stelle des Zapfens Z (Fig. 5) eine mit Röllchen \ besetzte Gabel Z
(Fig. 8, 8 a und 9); die Röllchen ruhen auf den schwach schraubenflächig ansteigenden
Hälften eines Doppelquadranten Q auf, der sich unter Einwirkung der Sectorenverzahnung
O1S1 (Fig. 5) mit dem senkrecht stehenden
Zapfen X dreht. Sowie die Röllchen % in die leeren Räume zwischen den Hälften des
Quadranten Q eintreten, fällt die Thür nieder.
Statt die Scheibe C bezw. die Rasselglocke O
durch ein Uhrwerk in Thätigkeit zu setzen, kann diese Bethätigung auch durch Elektricität
oder Wasserdruck erfolgen, wie auch an Stelle der Rasselglocke Pfeifen zum Ertönen gebracht
oder gefahrlose, sichtbar und hörbar wirkende Explosivkörper mechanisch oder elektrisch
entzündet werden können.
Bei gröfseren Schiffsabtheilungen wird es sich empfehlen, in jeder derselben nur ein oder
zwei entsprechend verstärkte Warnungswerke anzuordnen, welche mit den Sperrhebeln der
Auslösevorrichtungen durch Drähte oder Zwischenstangen verbunden sein können. In
diesem Falle bestehen die Auslösevorrichtungen einfach aus einem oder mehreren in einander
greifenden Hebeln. In Fig. 10 ist beispielsweise eine Verbindung von vier einarmigen Hebeln
ί f1 i2 i3 angegeben, welche auf den Achsen X
und χ drehbar gelagert sind. Durch geeignete Wahl der Last zum Kraftarm genügt schon ein
entsprechend kleiner Bruchtheil des Gewichts der Thür T, um das Ende des Hebels i3 festzuhalten.
Bringt man aufserdem an letzterem ein Gegengewicht an, so läfst sich die zum
Festhalten des Hebelendes nöthige Kraft auf einige Gramm reduciren und der Sperrhebel i
schon durch einen sehr schwachen Elektromagneten auslösen.
Soll diese Hebelcombination t-t3 zum Auslösen des Sperrhebels i mit der Hand, d. h.
zum Schliefsen der Thür vor der Einbruchsstelle des Wassers vom Matrosen selbst geeignet
werden, so empfiehlt sich die in Fig. 11
ersichtliche Anordnung (Schnitt nach Linie x-y der Fig. io). Hebel t ruht hier auf derdurch
den Ansatz am Hebel tl unterstützten Nase D2
des Hebels D1 auf, welche beim Ziehen am Seile L den Hebel t und den Zapfen Z freigiebt.
Die Anordnung der Auslösehebel nach Fig. ι 2 ermöglicht ebenfalls die Erzielung einer groisen
Kraftersparnifs. Die mit der Thür T durch Scharnier \ verbundene Zugstange t liegt mit
ihrem Zapfen Z in der um X drehbaren Gabel tl, welche je nach der Annäherung an die
Mittellage ein stärkeres oder schwächeres Drehbestreben zeigt. An der Gabel t1 sitzt seitlich
ein zweiarmiger Hebel i2, welcher vom Hebel f3
und von dem durch Federdruck nach aufwärts gedrückten Riegel Z)2 festgehalten wird. Sowie
der Hebel t3 freigegeben oder der Riegel D2
durch Ziehen am Seile L nach abwärts gezogen wird, kippt Gabel tl um, Zapfen Z tritt
aus der Gabel heraus und die Thür schliefst sich durch ihre eigene Schwere.
Die Fig. 13 bis 21 zeigen Einzelheiten der durch Bethätigung der vorbeschriebenen Auslösevorrichtungen
niederfallenden (Fig. 13) oder seitwärts geschobenen (Fig. 16) Schottthüren.
Die mit Zapfen Z besetzte Thür wird, wie bei Fig. 14 angedeutet, durch Führungsrollen F
an den aufrechtstehenden Schienen G entlang geführt und durch federnde Nasen festgehalten.
Zur sicheren Abdichtung der oberen und der seitlichen Ränder der Thür dienen nachgiebige
Leisten v, welche entweder an der durchbrochenen Seite des die aufgezogene ThUr aufnehmenden
Kastens oder an der niedergehenden Thür (Fig. ι 5) selbst befestigt sind und sich an
die gegenüberliegenden Flächen anlegen. Der untere Rand der Thür wird mit einer Wulst w
verkleidet, welche den beim Niederfallen der Thür auftretenden Stofs aufnimmt, indem sie
sich auf eine wagerechte Leiste wl aufsetzt.
Beim Niederfallen der Thür übernehmen die Rollen F die Führung; um die geschlossene
Thür vor Verbiegungen zu bewahren und die Führungsrollen F zu entlasten, können da, wo
sich die Rollen F bei geschlossener Thür einstellen , die Schienen G schmäler gehalten
werden, so dafs die Thür vom steigenden Wasser so weit nach der einen oder anderen
Seite gedrückt wird, bis sie sich mit ihren Dichtungsleisten ν gegen die Schienen G und
die Thürschwelle bezw. gegen die eine Kastenwand anlegt. Die Verschiebung der Leisten ν
ändert nichts an der Dichtungsfähigkeit der letzteren. Wo sich, wie z. B. unter dem Panzerdeck
von Kriegsschiffen, senkrecht schliefsende Thüren nicht eignen, kommen wagerecht verschiebbare
Thüren (Fig. 16 bis 18) zur Verwendung,
für welche Thüren die schliefsende Kraft durch ein Federhaus P hervorgerufen
werden kann, auf deren umgebendes Gehäuse zwei an der Thür befestigte Seile oder Ketteny
aufgewickelt werden.
Werden die abdichtenden Leisten ν an der Thür T nach Art der Fig. 19 und 20 angeordnet,
so kann der die Thür nach Fig. 13 und 14 aufnehmende Kasten K wegfallen.
Die 'Leisten ν können auch an Angelthüren
und Klappen Fig. 21 angebracht werden, welche beispielsweise durch einen durch Federkraft
beeinflufsten Mitnehmer Z* geschlossen und durch einschnappende Nasen festgehalten
werden.
Durch unmittelbar oder mittelbar wirkende hydraulische Bremsen kann ein plötzliches
Schliefsen der Thüren dadurch verhindert werden, dafs die Bremsen durch endlose Seile
oder Zahnstange mit der Thür verbunden sind.
Statt der Federgehäuse P, welche zum Schliefsen der ThUr dienen, lassen sich selbstverständlich
auch Cylinder anwenden, deren Kolben durch Prefsluft oder Prefsgas bewegt und welche allenfalls so mit den hydraulischen
Bremsen verbunden werden, dafs die bremsende Flüssigkeit gleichzeitig als Dichtungsmittel
dient.
Statt die Dichtungsleisten vganz aus Gummi herzustellen, können dieselben auch aus entsprechend
gebogenem Stahlband hergestellt werden, dessen gleitendes Ende mit einem Belag aus Leder besetzt ist.
Um nun sämmtliche Vorgänge, welche sich in Beziehung auf das selbstthätige oder willkürliche
Schliefsen der Thüren in einzelnen oder in sämmtlichen Schiffsabtheilungen abspielen,
an beliebiger Stelle auf Deck, überhaupt da, wo sich verantwortliche Organe der
Schiffsmannschaft aufhalten, zu melden, sind Meldeapparate mit Uebersichtstafeln vorgesehen,
welche durch elektrische Leitungen das Schliefsen der Schiffsabtheilungen sichtbar und hörbar
anzeigen.
Fig. 22 zeigt schaubildlich z. B. eine diesbezügliche
Anlage zum Melden der Vorgänge beim Schliefsen der Schiffsabtheilungen. Der Ruhestrom, welcher den Elektromagneten AT1
umkreist, zeigt durch eine Klappe S1 im Felde I
an, dafs die zugehörige Schiffsabtheilung »wasserfrei« ist. Die Klappe kann mit Nummer
versehen und mit einer bestimmten Farbe bestrichen sein, um den wasserfreien Zustand der
Schiffsabtheilung sichtbar zu machen.
Hebt sich nun durch Eintritt von Wasser in eine der Abtheilungen oder bei willkürlicher
Schiiefsung der Schottthür einer der Schwimmer f (Fig. 1, 2 und 3), so wird der
Hauptstrom unterbrochen und die Zweigleitung E R1H1 E durch den freigegebenen Anker nx
geschlossen. Die in diese Zweigleitung eingesetzte Rasselglocke R^ ertönt und die ebenfalls
numerirte, durch WTahl einer anderen Farbe »leck« meldende Klappe wird im Felde I
sichtbar. Umschaltestöpsel ι wird nun gedreht und dadurch der Nebenstromkreis unterbrochen
und die Rasselglocke R1 in den Hauptstrom eingeschaltet, der nunmehr als Arbeitsstrom
betrachtet werden kann (siehe Stellung des Stöpsels 2). Die Glocke R2 rasselt nicht eher
wieder, bevor nicht nach Entfernung des Wassers aus der zugehörigen Schiffsabtheilung
der Hauptstrom durch den sinkenden Schwimmer f geschlossen wird und die »wasserfrei«
meldende Klappe s1 wieder im Felde I erscheint.
Eine anderweite Drehung des Umschaltestöpsels ι beendigt auch noch das Rasseln
und stellt die an erster Stelle genannte Schaltung (Lage des Stöpsels 1) wieder her.
Genau dieselbe Anordnung ergiebt sich bei der durch die Thüren T gelegten Stromleitung
ER?M2TE.
Sind sämmtliche Thüren in den Schiffsabtheilungen geschlossen, so rasselt Glocke i?„
und die Klappe S2 "meldet im Felde II »geschlossen«.
Durch Umstellung des Stöpsels 2 hört das Rasseln der Glocke R2 auf, während
Klappe s2 noch im Felde II verbleibt. Wird eine der geschlossenen Thüren geöffnet, so ertönt
. die Glocke i?2 wieder und das freigewordene Feld II meldet »geöffnet«.
Der dritte Stromkreis EME, durch dessen
Schliefsung die Aushebung der Sperrhebel i erfolgt, ist mit einer zusätzlichen Rückmeldeleitung
.E-R3 M3 i E versehen, welche bei jedem
Sperrhebel i unterbrochen ist, aber geschlossen wird,' sobald die betreffenden Sperrhebel i ausgehoben
sind. Aufserdem sind beide Leitungen bei Stöpsel 3 unterbrochen; sie werden aber
durch ein und dieselbe Drehung des letzteren gleichzeitig geschlossen. Ertönt also nach Umstellung
des Stöpsels 3 die Glocke R3 und erscheint Klappe S3 im Felde III, so ist die beabsichtigte
Wirkung, Schliefsen der zugehörigen Schottthür, erzielt.
Durch mehrfache Wiederholung der Felder I, II und III und der Stöpsel 1, 2, 3 können
die Meldetafeln in übersichtlicher Weise zusammengestellt werden. Sämmtliche auf dieselben
jeweiligen Zustände der Thüren in den Schiffsabtheilungen sich beziehende Meldungen werden
durch die jeweiligen Rasselglocken R1 R2 R3
gemeldet, die aber auch beliebig vermehrt oder auf eine einzige beschränkt werden können.
Ebenso können beliebig viele Schiffsabtheilungen zu je einer Gruppe vereinigt werden,
wodurch an Uebersichtlickeit gewonnen und an Leitungsmaterial gespart wird. Dagegen dürfte
es sich empfehlen, auf Kriegsschiffen die Leitungen zum mindesten doppelt anzulegen und
auf ganz entgegengesetzten Wegen zu den Uebersichtstafeln zu führen. Zur Nachtzeit
können die sichtbaren Zeichen in zweckmäfsiger Weise durch Glühlämpcheri gegeben werden,
welche in die nach den Meldeapparaten führenden Leitungen eingeschaltet sind.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:An mit Warnungssignalen verbundenen Vorrichtungen zum selbstthätigen oder von Hand zu bewirkenden Schliefsen von Thüren in wasserdichten Schiffsschotten: eine Anordnung, dadurch gekennzeichnet, dafs die unter Schwer-, Feder- oder Luftdrückkraft stehenden Thüren mittelst eines Sperrwerks (Fig. 1 bis 21) offen gehalten werden, dessen .Sperrhebel (i) beim Steigen eines durch eingedrungenes Leckwasser bethätigten Schwimmers (f) oder von Hand in directer oder indirecter Weise von einer beliebigen Stelle des Schiffes aus zu lösen ist, in Verbindung mit einer abzustellenden Alarmvorrichtung, die nach Auslösung des Sperrhebels sofort in Thätigkeit tritt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE83071C true DE83071C (de) |
Family
ID=355423
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT83071D Active DE83071C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE83071C (de) |
-
0
- DE DENDAT83071D patent/DE83071C/de active Active
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