DE83017C - - Google Patents
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B41—PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
- B41G—APPARATUS FOR BRONZE PRINTING, LINE PRINTING, OR FOR BORDERING OR EDGING SHEETS OR LIKE ARTICLES; AUXILIARY FOR PERFORATING IN CONJUNCTION WITH PRINTING
- B41G3/00—Apparatus for printing lines
Landscapes
- Making Paper Articles (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAM
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine Liniirmaschine, mittelst deren endloses
Papier liniirt und, mit beliebigen Köpfen versehen, in Bogen von beliebigem Format
zerschnitten werden kann. Dies wird dadurch erzielt, dafs man, während die Liniirwalzen mit
constanter Geschwindigkeit rotiren, die Umfangsgeschwindigkeit des Querschneiders, welcher
das endlose Papier in einzelne Bogen zerlegt, nach Belieben regeln kann.
Um den verschiedenen Formaten entsprechend für Herstellung der Köpfe die Liniirwalzen im
richtigen Augenblick abheben zu können, ist die Scheibe, welche die Abhebenasen trägt,
nicht wie bei anderen Maschinen auf der Trommelwelle befestigt, sondern auf der Welle
des Messers, so dafs die Köpfe bei continuirlicher Drehung der Liniirwalzen hergestellt
werden können, da das Abheben derselben nur von der Bewegung des Messers abhängig
ist. Man kann auf diese Weise einen beliebig grofsen Kopf herstellen, ohne dafs man das
Papier an einer bestimmten Marke der Trommel anzulegen braucht. Die Production der Maschine
wird daher gegen die bisher bekannten bedeutend vergröfsert, da man den vollen Cylinderumfang ausnutzen kann, während beim
Liniiren von einzelnen Blättern bis zu Y3 der
Trommel unbenutzt blieb.
Die Welle α (Fig. 1 und 2) der Abwickelungsvorrichtung, welche die zu verarbeitende Papierrolle
trägt, ruht auf zwei verstellbaren Lagern, von denen das eine c in der Richtung der
Achse und das andere c! rechtwinklig zu dieser
Achse verschoben werden kann. Mittelst des ersteren wird die Stellung der Papierrolle in
der Querrichtung geregelt, während man mittelst des zweiten Lagers eine gleichmäfsige
Spannung des Papiers herbeiführen kann, wenn dieses nicht gleichmäfsig aufgewickelt ist. Diese
Verschiebungen werden durch Stellschrauben bewirkt.
Die Vorrichtung zum Zerschneiden des Papiers in der Längsrichtung besteht aus zwei
Wellen d, welche mehrere Paare von runden Messerscheiben tragen, die durch Zahnräder mit
einander verbunden sind und mittelst- eines über eine Seilscheibe laufenden Seiles angetrieben
werden.
Diese Wellen d sind in verschiebbaren Lagerböcken gelagert, welche mittelst der Stellschraube
f in axialer Richtung verschoben werden können, um die Breite der zu schneidenden
Papierbahnen nach Belieben regeln zu können. Die beiden Walzen 1 und 2 dienen
dazu, das Papier zwischen die Messerscheiben zu führen.
Von den Messern gelangt das Papier zu der eigentlichen Liniirvorrichtung. Diese besteht
aus den beiden über einander liegenden Cylindern G und H, mittelst welcher das Papier
auf beiden Seiten liniirt werden kann. Der Antrieb der Cylinder erfolgt durch die Zahnräder
g und h, die auf den Seiten der Cy-
linder befestigt sind und ihrerseits von dem Zahnrad i mittelst des Zwischenrades k angetrieben
werden.
Auf der anderen Seite der Cylinder sind die Zahnräder / und m angebracht, welche mittelst
der Zwischenräder η und der Zahnräder ο die aus Gummi hergestellten Farbwalzen ρ in Umdrehung
versetzen.
Jeder der beiden Cylinder ist mit drei Farbwalzen ρ versehen, welche in die Farbe eintauchen.
Die mit den Liniirscheiben versehene hohle Stahlwelle q liegt lose auf den Gummifarbwalzen
ρ auf und wird von diesen in Umdrehung versetzt, wobei an die Liniirscheiben
Farbe übertragen wird. Die richtige Stellung dieser Liniirwalzen wird durch die doppelarmigen
Hebel r bewirkt, die sich um den Zapfen der Farbwalzen ρ drehen. An ihren
oberen Enden sind die Hebel mit versteilbaren Lagern für die Zapfen der Liniirwalzen
versehen, während sie an ihren unteren Enden Schlitze enthalten, in welche Zapfen t von
Hebeln s eingreifen, welche mittelst der Welle \ in eine oscillirende Bewegung versetzt werden
können, welche auf die Liniirwalzen übertragen wird. Der Zweck dieser Bewegung ist, die
Liniirwalzen kürzere oder längere Zeit auf das zu liniirende Papier einwirken zu lassen.
An einer Klemmvorrichtung u kann ein Streifen aus Filz oder dergl. angebracht werden,
welcher sich, auf die Gummiwalzen legt und mittelst Klemmschrauben mehr oder weniger
fest gegen dieselben geprefst werden kann, um dadurch die Stärke der von den Liniirscheiben
gezogenen Linien zu regeln.
Mit Löschpapier bekleidete Walzen 3 und 4 werden von Federn gegen die Filzbekleidung
der Cylinder geprefst, um etwaige Farbe aufzunehmen , welche von den Farbwalzen auf
die Cylinder gelangt sein könnte.
Die Liniirwalzen sind mit später zu . erläuternden Vorrichtungen versehen, um sie für
die Bildung des Kopfes zeitweise von den Cylindern abheben zu können.
Nachdem das Papier mit den Linien versehen ist, gelangt es zu dem Messer D (Fig. 6).
welches, wie bei derartigen Schneidvorrichtungen üblich, sehr flach schraubenförmig gekrümmt
ist. Die Klinge B des Messers kann mittelst der Stellschrauben ν genau geregelt
werden. Die zwischen den Schrauben ν angebrachten Schrauben vl dienen dazu, die Klinge
fest gegen die Köpfe der Schrauben ν zu pressen. Die Neigung des Messers kann hierdurch
geändert werden.
Der Antrieb des Messers erfolgt mittelst zweier Reibungskegel C und C1, die durch
einen verschliefsbaren Riemenring, welcher den einen Kegel umfafst, mit einander verbunden
sind und von Zahnrädern angetrieben werden, welche mit der Antriebswelle der Liniirwalzen in Verbindung stehen. Während
die Umdrehungsgeschwindigkeit der letzteren constant bleibt, kann man die Umdrehungsgeschwindigkeit
des Messers dadurch ändern, dafs man entweder den endlosen Riemen F (Fig. 2) der Reibungskegel nach der einen oder
der anderen Seite verschiebt, oder indem man die das Messer antreibenden Zahnräder in entsprechender
Weise wechselt.
Die Verschiebung des endlosen Riemens erfolgt mittelst der Schraube V, welche durch
ein Handrad V1 in Umdrehung versetzt wird, so dafs die mit einer Laufmutter versehene
Riemengabel O nach der einen oder der anderen Seite verschoben wird. Die erforderliche
Reibung zwischen den Reibungskegeln und dem Riemen wird durch die excentrisch angeordneten
Lager P des Kegels C1 bewirkt, welche mittelst einer Schnecke und . zweier
Kegelräder durch das auf der. Welle I befestigte Handrad F2 gedreht werden können,
wodurch der Kegel C1 dem Kegel C genähert bezw. von demselben entfernt wird.
Durch Verschiebung des Riemens F bezw. durch Auswechseln der Zahnräder kann man
das Längenformat der zu schneidenden Bogen nach Belieben (von · 0,30 bis 1,20 m) ändern.
Anstatt zweier Reibungskegel mit einem zwischen denselben eingeklemmten Riemen kann
man auch andere Antriebsmechanismen benutzen, z. B. zwei konische Riemenkegel, deren mit einer geeigneten Spannvorrichtung
versehener Treibriemen mittelst einer Führungsgabel verschoben werden kann.
Die Schneidvorrichtung ist mit den Walzen L und L1 versehen, die das Papier dem Gegenmesser
D1 zuführen, welches beliebig geneigt sein kann. Diese Walzen werden von der
Hauptantriebsscheibe M aus mittelst einer Schnur N angetrieben, welche bei einer gewissen
Spannung des Papiers auf den Scheiben gleitet, so dafs das Papier dem Messer stets mit
derselben Spannung zugeführt wird.
Die Antriebsscheibe M ist mit einer Reibungskupplung versehen, welche mit der Handhabe
X eingerückt werden kann. Ein augenblickliches Anhalten der Maschine kann mittelst
der an den vier Ecken der Maschine angebrachten Ausrücker Y erfolgen.
Das Gegenmesser D1 wird mittelst zweier an
seinen beiden Seiten angebrachten Stellschrauben eingestellt und dann durch, zwei Klemmschrauben
festgeschraubt.
Da das Papier während des Schneidens mit gleichbleibender Geschwindigkeit abgezogen
wird, so wird, wenn das Messer dieselbe Umfangsgeschwindigkeit hat wie das zu schneidende
Papier, und wenn die Schneidkanten des Messers und des Gegenmessers der Achse parallel sind,
kein schräger Schnitt entstehen.
Claims (2)
1. Querschneid vorrichtung an Liniirmaschinen für endloses Papier, gekennzeichnet durch
ein mit verschiedener Umfangsgeschwindigkeit zu betätigendes Messer zum Abschneiden
des Papiers in der Querrichtung, wobei dieses Messer so auf die beständig
gleichmäfsig rohrenden Liniirwalzen einwirkt, dafs dieselben bei jeder Umdrehung
des Messers für eine bestimmte Zeit von dem Papier abgehoben werden, zur Herstellung
des liniirfreien Kopfes.
2. An einer Maschine der zu 1. gekennzeichneten Art ein auf' der Messerwelle befestigtes
Rad (R) mit verstellbaren Nasen (T), welche mittelst Winkelhebels (y) und Zugstangen
(U1) die Liniirwalzen (q) von dem Papier abheben.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungeii-
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE83017C true DE83017C (de) |
Family
ID=355378
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT83017D Active DE83017C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE83017C (de) |
-
0
- DE DENDAT83017D patent/DE83017C/de active Active
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