DE828313C - Verfahren und Apparat zum Wiederauffrischen von Filz fuer Praegepressen und Kalander - Google Patents
Verfahren und Apparat zum Wiederauffrischen von Filz fuer Praegepressen und KalanderInfo
- Publication number
- DE828313C DE828313C DEB230A DEB0000230A DE828313C DE 828313 C DE828313 C DE 828313C DE B230 A DEB230 A DE B230A DE B0000230 A DEB0000230 A DE B0000230A DE 828313 C DE828313 C DE 828313C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- felt
- steam
- room
- valves
- refreshing
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 11
- 238000004049 embossing Methods 0.000 claims description 12
- 230000001105 regulatory effect Effects 0.000 claims description 2
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 7
- 238000001035 drying Methods 0.000 description 3
- 239000004744 fabric Substances 0.000 description 3
- 238000013016 damping Methods 0.000 description 2
- 241000894006 Bacteria Species 0.000 description 1
- 235000008733 Citrus aurantifolia Nutrition 0.000 description 1
- 235000011941 Tilia x europaea Nutrition 0.000 description 1
- 239000002250 absorbent Substances 0.000 description 1
- 230000001066 destructive effect Effects 0.000 description 1
- 239000004571 lime Substances 0.000 description 1
- 239000000463 material Substances 0.000 description 1
- 229920006395 saturated elastomer Polymers 0.000 description 1
- 238000010025 steaming Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D04—BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
- D04H—MAKING TEXTILE FABRICS, e.g. FROM FIBRES OR FILAMENTARY MATERIAL; FABRICS MADE BY SUCH PROCESSES OR APPARATUS, e.g. FELTS, NON-WOVEN FABRICS; COTTON-WOOL; WADDING ; NON-WOVEN FABRICS FROM STAPLE FIBRES, FILAMENTS OR YARNS, BONDED WITH AT LEAST ONE WEB-LIKE MATERIAL DURING THEIR CONSOLIDATION
- D04H17/00—Felting apparatus
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Treatment Of Fiber Materials (AREA)
Description
- Verfahren und Apparat zum Wiederauffrischen von Filz für Prägepressen und Kalander In Buch- und Zeitungsdruckereien, die Rotatiansmaschinen mit Rundstereotypie oder Pappmatrizen für Flachstereotypie verwenden, ist das Wiederauffrischen oder der richtige Wiederaufbau von dem gebrauchten sogenannten Prägefilz von sehr großer Bedeutung. Bei Prägung in einer Prägepresse oder einem Kalander legt man eine angemessen befeuchtete Pappmatrize über den fertigen Satz. Über die 'Matrize legt man ein oder mehrere Stücke Filz, wonach die Prägung vorgenommen wird. Bei der Prägung erhalten die verwendeten Filzstücke eine dauernde Formänderung auf der Oberfläche, indem der Satz in den Filz geprägt wird, und damit der Filz wieder verwendet werden kann, muß der Filz einer Behandlung unterworfen werden, die den Filz wieder weich macht und ihm seine ursprüngliche Oberfläche wied'ergi'bt. Laut einem bekannten Verfahren erweicht man den Filz mehrere Stunden in Wasser und hängt ihn danach zum Trocknen auf. Dieses Verfahren ist nicht nur weitläufig, sondern auch schädlich für den Filz, da der Kalkinhalt des Wassers den Filz schnell hart und steif macht. Der Aufenthalt im Wasser und das folgende Trocknen, wo der Filz mehrere Stunden naß ist, befördert außerdem die Entwicklung von Bakterien, die den Filz mürbe machen und dessen Lebzeit verkürzen.
- Ein Apparat ist bekannt, worin halbfertige, gewebte Stoffe oder gesponnene Garne auf eine perforierte `'Falze oder Rohr gewickelt werden, so daß die Stoffe sowohl auswendig als auch inwendig von Dampf von einer verhältnismäßig hohen Temperatur beeinflußt werden können und nach beendeter Dämpfung mit einem in den Apparat eingeblasenen geheizten Luftstrom getrocknet werden können. Dieser Apparat ist indessen nicht zum Wiederaufbau des hier fraglichen Filzes geeignet, der aus verhältnismäßig kleinen Stücken besteht, die nur schwierig in diesem .bekannten Apparat angebracht werden können. Außerdem ist das bei diesem Apparat bekannte Verfahren, worin Dampf von verhältnismäßig hoher Temperatur und zum Trocknen gleichweise stark erwärmte Luft verwendet wird, von zerstörender Wirkung beim Wiederaufbau des gebrauchten Filzes von einer Prägepresse.
- Man kennt außerdem einen Apparat, der in einem Raum einen offenen Wasserbehälter hat, der den im Raume angebrachten Pappmatrizen Feuchtigkeit abgibt, gleich wie der Raum inwendig mit einem wassersaugenden Material bekleidet ist, um die Feuchtigkeit der Matrizen zu bewahren. Dieser .Apparat ist zum Wiederaufbau gebrauchten Prägefilzes nicht geeignet, da das Feuchten nicht effektiv genug ist, um die Tuchflocke aufzuheben, und der Filz nicht dm Apparat trocknen kann.
- Der Zweck -der Erfindung ist, ein Verfahren zum Wiederaufbau von Filz, der in einer Prägepresse oder Kalander bei Prägung von Pappmatrizen für Stereotypie verwendet worden ist und d'adurc'h eine dauernde Formänderung seiner Oberfläche erhalten hat, anzugeben.
- Das Eigentümliche beim Verfahren laut der Erfindung besteht darin, daß der Filz aufgehängt oder auf andere Weise in einem geschlossenen Raum angebracht wird, zu welchem Dampf von konstanter, niedriger Temperatur von einem Dampfkessel zum Durchfeuchten des Filzes erst zugeleitet wird, und danach wird ein Luftstrom zum Austreiben des Dampfes und Trocknen des Filzes zugeleitet. Hierdurch erzielt man, daß das Gepräge in dem gebrauchten Filz verschwindet und daß der Filz seine ursprüngliche, ebene Oberfläche und weiche Struktur wiedererlangt.
- Die Erfindung betrifft auch einen Apparat zur Ausführung des Verfahrens, worin das Eigentümliche darin besteht, daß der Raum zum Aufnehmen des Filzes durch eine Rohrleitung mit Ventil mit einem Dampfkessel verbunden ist, während oben und unten im Raum Rohre mit Ventilen zur abwechselnden Einleitung von Luft und Austreiben von Dampf einmünden. Hierdurch erzielt man einen leichten und schnellen Wiederaufbau des Filzes, indem sowohl die Dämpfung als auch das nachfolgende Trocknen im Apparat stattfinden kann, ohne daß es notwendig ist, den Filz zu berühren.
- In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung dargestellt, und zwar zeigt Fig. i einen senkrechten Schnitt in einem Apparat zur Ausführung des Verfahrens laut der Erfindung und Fig. 2 und 3 einen Filzhalter, eine Ansicht von der Seite und eine Ansicht von oben gesehen.
- Der Apparat hat oben einen Raum i, wo Leisten 2 längs der zwei Seiten zum Tragen der Filzstücke, die iin Raum gedämpft und getrocknet werden sollen, festgemacht sind. Der Raum i ist durch eine Rohrleitung 3 mit dem Dampfraum eines Dampfkessels 4 verbunden. In die Rolirleitunig 3 ist ein Ventil 5 eingeschoben, womit man die Dampfzuleitung zum Raum t öffnen und schließen kann. Unten im Raum i ist ein Rohr (> mit einem Ventil 7 angebracht. Das Rohr 6 ist mit der atmosphärischen Luft in Verbindung. Oben im Raum i ist ein Rohr 8 mit einem Ventil 9 zu der atmosphärischen Luft angeordnet. Da die dampfgesättigte Luft im Raum und in den \\'iinden des Raumes viel wärmer ist al,s die atmosphärische Luft um den Schrank, wird nach dem Schließen des Ventils 5 sofort beim Öffnen der Ventile 7 und 9 einkräftiger Luftstrom durch Rohr 6 hinein und durch Rohr 8 hinaus entstehen, womit der Dampf aus dem Raum i getrieben und der Filz getrocknet wird.
- Die Ventile 5, 7 und 9 können mit der Hand bedient werden, können aber auch mit einem Elektromotor io in solcher Weise verbunden sein, daß der -Motor, wenn die Dämpfung zu Ende gebracht ist, das Ventil 5 schließen und die 1"entile 7 und 9 öffnen kann.
- Die Ingangsetzung des Elektromotors geschieht mittels einer Uhr i i, die den Arm eines Anlaßwiderstandes 12 beeinflussen kann. Die Uhr i i ist zeiteinstellbar, so lall man bestimmen kann. wie lange die Dampfztileitting zuni Raum i dauern soll.
- Die Mittel, die als Verbindung zwischen dem Elektromotor und den Ventilen 5, 7 und 9 dienen, sind nicht ,in der Zeichnung angegeben.
- Der Dampfkessel 4 wird durch einen elektrischen Heizkörper 13 geheizt, dessen Stromzuleitung von einem nicht gezeigten Thermostat gesteuert, der durch einen Fühler mit dem Kesselwasser in Verbindung steht und auf einen Regulierwiderstand 14 einwirkt. Der Wasserstand im Dampfkessel 4 wird mittels eines Schwimmers i 5, der Wasser von einem Rehälter 16 zum Dampfkessel leitet, konstant gehalten. 17 ist ein Rohr vom Dampfkessel, worauf ein in der Zeichnung nicht gezeigtes Sicherheitsventil angeordnet wird.
- Wenn die Filze ini kaum i angebracht werden sollen, können sie in einem Filzhalter 21 festgemacht werden, der auf die Leisten 2 aufgehängt werden kann oder auf einer Platte angebracht werden, die über die Leisten 2 eingeschoben wird, oder sie können um eine runde Stange gehängt werden, die über die Leisten 2 eingeschöhen wird.
Claims (4)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zumWiederauffrischen vonFilz, der in einer Prägepresse oder Kalander bei Prägung von Pappmatrizen für Stereotypie verwendet worden ist und dadurch eine dauernde Formänderung seiner Oberfläche erhalten hat, dadurch gekennzeichnet, daß der Filz aufgehängt oder auf andere Weise in einem geschlossenen Rauin angebracht wird. wozu Dampf von konstanter, niedriger Temperatur von einem Dampfkessel zum Durchfeuchten des Filzes erst zugeleitet wird, und danach ein Luftstrom zum Austreiben des Dampfes und Trocknen des Filzes zugeleitet wird.
- 2. Apparat zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Raum zur Aufnahme des Filzes durch eine Rohrleitung mit Ventil mit einem Dampfkessel verbunden ist, wovon Dampf von konstanter Temperatur zu dem Raum (i) geleitet werden kann. während oben und :unten im Raum Rohre mit Ventilen zur Einleitung von Luft und Austreiben von Dampf einmünden.
- 3. Apparat nach .Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ventile mit einem Elektromotor verbunden sind, der von einer zeiteinstellbaren Uhr in solcher Weise gesteuert wird, daß das öffnen und Schließen der Ventile selbsttätig geschieht. .
- 4. Apparat nach Ansprudh 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Dampfkessel mittels eines elektrischen Heizkörpers geheizt wird, dessen Stromzuleitung durch einen Thermostat reguliert wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB230A DE828313C (de) | 1949-10-22 | 1949-10-22 | Verfahren und Apparat zum Wiederauffrischen von Filz fuer Praegepressen und Kalander |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB230A DE828313C (de) | 1949-10-22 | 1949-10-22 | Verfahren und Apparat zum Wiederauffrischen von Filz fuer Praegepressen und Kalander |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE828313C true DE828313C (de) | 1952-01-17 |
Family
ID=6951757
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB230A Expired DE828313C (de) | 1949-10-22 | 1949-10-22 | Verfahren und Apparat zum Wiederauffrischen von Filz fuer Praegepressen und Kalander |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE828313C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3707855A (en) * | 1971-09-09 | 1973-01-02 | Mc Graw Edison Co | Garment finishing combination |
-
1949
- 1949-10-22 DE DEB230A patent/DE828313C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3707855A (en) * | 1971-09-09 | 1973-01-02 | Mc Graw Edison Co | Garment finishing combination |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE828313C (de) | Verfahren und Apparat zum Wiederauffrischen von Filz fuer Praegepressen und Kalander | |
| DE548998C (de) | Elektrischer Haendetrockner | |
| DE818449C (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Trocknen von Filzen fuer Papier-, Karton- oder aehnliche Maschinen | |
| AT122695B (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Trocknen von Papierbahnen. | |
| DE537429C (de) | Verfahren zum Anfeuchten von hygroskopischen Stoffen, z. B. Tabak | |
| DE437257C (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Eindampfen und Trocknen von Fluessigkeiten durch Zerstaeubung | |
| AT94263B (de) | Verfahren und Einrichtung zum Weichmachen bzw. Trocknen des Oberleders halbfertiger Schuhe vor oder nach dem Aufspannen auf den Leisten. | |
| DE403632C (de) | Trockentrommelanlage | |
| DE86202C (de) | ||
| DE498778C (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Trocknen und zur Veredelung von Roh-Kakaobohnen | |
| DE342503C (de) | Heiz- und Entlueftungseinrichtung fuer Oxydationsvorrichtungen | |
| AT97677B (de) | Verfahren und Einrichtung zur Ausnutzung der Abgase von Gewächshausheizungen. | |
| DE354640C (de) | Vorrichtung zum Kochen und Trocknen organischer Stoffe | |
| DE344182C (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Vertilgung von Ungeziefer mit Blausaeuregas bei erhoehter Temperatur | |
| AT95771B (de) | Vorrichtung zum Sterilisieren, Weingrünmachen usw. von Fässern. | |
| AT86922B (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Trocknen von Gemüse, Kartoffeln u. dgl. | |
| CH222508A (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Entfeuchten von Luft mit Hilfe von faserigen, wasseraufnahmefähigen Stoffen. | |
| DE165029C (de) | ||
| DE924005C (de) | Verfahren zum Entwaessern und Trocknen laufender Bahnen | |
| DE243575C (de) | ||
| AT134696B (de) | Membrangesteuertes Entlüftungsventil. | |
| DE18538C (de) | Neuerungen an dem unter P. R. Nr. 1183 patentirten Verfahren und Apparat zur Bereitung von Briquettes durch Pressen und Trocknen von Brennmaterialklein im luftverdünnten Raum | |
| CH123063A (de) | Brennschere zur Erzeugung von Haarwellen. | |
| DE338489C (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Extraktion entfetteter Knochen oder sonstiger leimgebender Bestandteile | |
| DE457381C (de) | Verfahren zum Daempfen von Stoffen |