DE826019C - Schaltungsanordnung zur UEbertragung von Erkennungszeichen von Leitungen oder Punkten im Verbindungsaufbau von Fernmelde-anlagen, insbesondere von Fernsprechanlagen mit Waehlerbetrieb - Google Patents
Schaltungsanordnung zur UEbertragung von Erkennungszeichen von Leitungen oder Punkten im Verbindungsaufbau von Fernmelde-anlagen, insbesondere von Fernsprechanlagen mit WaehlerbetriebInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf Verl)esserung
von Einrichtungen zur Übertragung von Erkennungszeichen
von Leitungen oder Punkten in.einem Verbindungsaufbau über Verbindungsleitungen.
Die Erkennung der Nummern von Leitungen ist in Eernsprechanlagen besonders wichtig. Die Erfindung
kann aber auch in andersartigen Signalsystemen angewandt werden, insbesondere in
Systemen der Fernmeldetechnik, wie z. B. in der englischen Patentschrift 528 971 beschrieben.
Die Erfindung gehört zu den Anordnungen, in welchen die Kenntlichmachung durch kodierte
Zahlen erfolgt, wie z. B. in der britischen Patentschrift 525 902 beschrieben. Danach wird die
Prüfleitung einer zu erkennenden Leitung an einen oder mehrere Kontakte eines Wählers angelegt, an
den das notwendige Bezeichnungszeichen angelegt wird.
Während diese Ausführungsform für verhältnismäßig kleine Anlagen zweckmäßig ist, bedingt 'sie
für z. B. 10 oooer-Ämter einen zu großen Aufwand an sich drehenden Schaltwerken. Die Erfindung bezweckt
nun eine Verbilligung solcher Erkennungseinrichtungen durch Verwendung verhältnismäßig
weniger sich drehender Schaltwerke zur Anlegung der Bezeichnung an die Leitungen.
Der allgemeine Erfindungsgedanke besteht in der Einteilung der Leitungen und Punkte in verschiedene Gruppen derart, daß keine Leitung oder kein
Punkt zu genau der gleichen Gruppierung gehört.
So können z.B. die Leitungen in einem iooooer-Amt
in unterschiedliche Gruppen, in ioooer, iooer, ioer- und ier-Gruppen zusammengefaßt werden.
Unerläßlich ist ferner, daß keine Verbindung zwischen den Leitungen hergestellt wird, ausgenommen
in den Augenblicken, in denen ein Erkennungszeichen an Leitungen derselben Gruppe angelegt
wird. Wenn eine Leitung noch zu anderen Zwecken als zur Erkennung gebraucht wird, wie
ίο z. B. als Prüfader, so ist es unerläßlich, daß ein Zustand, z. B. ein Besetztpotential, auf dieser Leitung
auch nicht vorübergehend auf andere Leitungen übertragen werden kann.
Es ist ferner eine Vielfachleitung für mindestens eine der Gruppen vorgesehen, die zusammen die
Bezeichnungseinrichtung (Abb. ι und 2) bilden, von welcher gemeinsame Verbindungsleitungen
zu den einzelnen Leitungen oder Punkten führen, an welche vorübergehend die die einzelnen Gruppen
ao kennzeichnenden Bezeichnungssignale angelegt werden. Diese Verbindungen zu den einzelnen Leitungen
oder Punkten enthalten Mittel zur Isolierung der einzelnen Leitungen voneinander, während
Zeichen angelegt werden, die die einzelnen Leitungen erkenntlich machen. Die Mittel zur Isolierung der
einzelnen Leitungen voneinander können entweder die Form von Relaiskontakten, also von beweglichen
Schaltmitteln, haben oder unbewegliche Schaltmittel von sehr hohem Widerstand sein, wenn keine Signalspannung
angelegt wird.
Des weiteren sind Relaiskontakte (Abb. 1 und 2) für mindestens eine der unterschiedlichen Gruppen
vorgesehen, welche im Augenblick der Anlegung des Zeichens vorübergehend umgelegt werden.
Hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit ist es für große Anlagen wünschenswert, beide Arten von Schaltmitteln,
bewegliche und unbewegliche, zu verwenden. Die nicht beweglichen Schaltmittel können
Kondensatoren sein oder nichtlineare Widerstände, z. B. eine Mischung von Siliciumkarbid, Kohle und
Wolfram oder Molybdän, die zusammengepreßt und dann gebrannt wird. Diese Mischung hat den
Vorteil, normal einen sehr hohen Widerstand zu haben und beim Anlegen einer hohen Spannung
den Widerstand so zu vermindern, daß ein Signalstrom fließen kann.
Ferner sind Vielfachleitungen vorgesehen, über welche Erkennungszeichen auf alle so gevielfachte
Leitungen gleichzeitig geschickt werden, wobei unbewegliche Schaltmittel eingesetzt sind, die
leitend sind, wenn ein Erkennungszeichen angelegt ist, sonst aber für andere elektrische Zustände,
welche auf den Leitungen herrschen können, nicht leitend sind.
In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden zwei nicht bewegliche Schaltmittel
SCD i, SCD 2 (Abb. ι und 2) je Leitung
und zwischen ihr und den Vielfachleitungen eingebaut, und zwar wird eines einer Vielfachleitung,
an die noch andere Leitungen der gleichen 1 oooer-
und ioer-Ziffer angelegt sind und das andere einer Vielfachleitung, an die noch andere Leitungen der
gleichen iooer und ier-Ziffer angelegt sind, zugeordnet.
Eine Relaisanordnung (Abb. 1) wird eingesetzt, welche die ioooer-Vielfachleitung an
das Erkennungszeichen während bestimmter Phasen der Erkennungsvorgänge legt. Die Phasen werden
von einem Drehwähler MS (Abb. 1 und 2) oder einer ähnlichen Einrichtung bestimmt. Eine ähnliche
Relaisanordnung (Abb. 2) wird für die Anlegung der iooer-Vielfachleitung an das Erkennungszeichen
in anderen Phasen des Erkennungsvorganges vorgesehen. Diese Phasen werden von dem gleichen Wähler MS bestimmt. Es sind also
für jede unterschiedliche Gruppe (ioooer- oder iooer-Gruppe) je zehn solcher Relaisanordnungen
vorgesehen. Diese Relaisanordnungen dienen zur Abtrennung der genannten Vielfachleitungen von
z. B. der ioooer-Vielfachleitung von den ioer-Vielfachleitungen
und der iooer-Vielfachleitung von den ier-Vielfachleitungen. Durch die Zuteilung
von fünf Schrittstellungen eines Drehwählers (Steuerwählers MS; Abb. 1 und 2) für jede Ziffer
einer Teilnehmernummer ist es möglich, alle 10 oooer-Anschlüsse eines Amtes derart zu bedienen,
daß jede Leitung durch zwei Erkennungszeichen je Ziffer (Zweierkode) aus je fünf möglichen
festgelegt wird. Der Empfänger der Erkennungszeichen ist in den Abbildungen nicht dargestellt.
Er arbeitet im Synchronismus mit dem der Zeichengabe dienenden Schaltmittel und kann
so verschiedene Relaiskombinationen herstellen, welche der Erkennungsnummer entsprechen. Beschrieben
ist diese Einrichtung in der britischen Patentschrift 525 902.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes
ist in den Abb. 1 bis 4 dargestellt. Letztere sind gemäß dem zu Abb. 2 gezeigten Schema
zusammenzulegen. Die Abb. 1 zeigt die Erkennungseinrichtungen und deren Schaltungsanordnung
für eine ioooer-Gruppierungsstufe; Abb. 2 für eine iooer-Gruppierungsstufe in einem 10 oooer-Amt.
Sehr oft ist einer Teilnehmernummer noch eine Amtskennziffer vorangestellt, die allen Teilnehmern
des gleichen Amtes gemeinsam ist. Die Abb. 3 und 4 zeigen die Steuereinrichtungen für
die in Abb. 1 und 2 gezeigten Einrichtungen. Vor der Beschreibung des Erkennungsvorganges · soll
der angewandte Kode und, soweit erforderlich, die Speicherung des Erkennungszeichens im Ausgangs- u0
amt erläutert werden.
Es ist der bekannte Fünferkode verwendet, nach welchem aus den fünf Bezeichnungen V, W, X, Y, Z
je zwei für jede Ziffer durch Arbeitszeichen in den richtigen Augenblicken ausgewählt werden. Die
nicht gewünschten Bezeichnungen werden durch Pausenzeichen eingeordnet. Im Fünferkode erhält
jede Ziffer zwei Arbeitszeichen und drei Pausenzeichen. Die Arbeitszeichen, die für die Erkennung
maßgeblich sind, fließen über die Prüfader der aufgebauten Verbindung zum abgehenden Relaissatz,
wo sie gespeichert werden. Für die Pausenzeichen werden solche Zeichen nicht über die Prüfader
geschickt. Zu bemerken ist aber, daß die Arbeitsund Pausenzeichen die Übertragung von synchron
laufenden Zeichen zwischen den Steuereinrich-
tungen und den Stromstoßwiederholern in den abgehenden Relaissätzen verlangen, die von dem aufgebauten
Sprechverbindungsweg unabhängig sind und über eine gemeinsame Leitung zwischen diesen
Stellen fließen. Der Kode besteht in Kombinationen der fünf Werte V, W, X, Y, Z:
VW= ι
VX = 2
VX = 2
YZ =4
WX=5
WY=6 XY=S
WZ = 7 ZZ = 9
YZ =
Für eine vierstellige Teilnehmernummer müssen
also viermal fünf Zeichen gegeben und zum abgehenden Relaissatz übertragen werden. Im Stromstoßwiederholer
müssen zwanzig Stifte vorgesehen sein, je fünf für eine zu speichernde Ziffer. In jeder
der Fünfergruppen entspricht der erste Stift der . Bezeichnung V, der zweite der Bezeichnung W
ao usw. Beschrieben sind solche Anordnungen und Einrichtungen in den britischen Patentschriften
458 095 und 528 971.
Wenn ein Wählerfernsprechamt mit Speicherung und Umrechnung ausgerüstet ist, hat die Teil-
Stromstöße: ibis5, 6bisio, 11 bis 15,
Zeichen: V Z YZ -WX--
Ziffer: 405
Für jede Ziffer sind also zwei Arbeitszeichen und drei Pausenzeichen nötig.
Die Teilnehmerleitungen enden im Amte an Vorwählern (Abb. 2). Die Prüfader P des Teilnehmers
1185 wird über zwei nicht bewegliche Schaltmittel SCD 1 und SCD 2 mit den Bezeichnungsvielfachen
verbunden. Die Abb. 1 zeigt die Vielfachschaltungen für ^die Teilnehmergruppe
im bis 1000, zu der die Leitung 1185 gehört.
Fünfunddreißig Kodezeichen werden im abgehenden Relaissatz empfangen und Paare von
Stiften des Stromstoßwiederholers, welche den verschiedenen Kennzeichnungsstromstößen für jede
Ziffer entsprechen, sind in einer Reihe von fünfunddreißig aufeinanderfolgenden Stiften angeordnet.
Auf diese Weise kann die Teilnehmernummer in Kodeform gespeichert werden.
Es sei nun die gemäß der Erfindung vorgesehene Anordnung zur Übertragung von Erkennungszeichen
auf die Prüfleitung der verschiedenen Teilnehmer eines 10 oooer-Amtes erläutert. Zu diesem
Zwecke wird auf die in den Abb. 1 und 2 gezeigten Einrichtungen verwiesen, in welchen Anordnungen
für ein Amt getroffen sind, mit nur einer geringen Anzahl von Kodierungsrelais und Gruppenschaltrelais,
welche von einem Schrittschaltwerk gesteuert werden. Diese arbeiten zusammen mit zwei nicht
beweglichen Schaltmitteln für jede Prüfleitung. Die Kombination gestattet die Verwendung eines
Minimums von beweglichen Apparaten, was die Anordnung wirtschaftlich macht, wie später beschrieben
wird. Das ganze Schema kann auch nahezu allein mit nicht beweglichen Einrichtungen
versehen werden, wenn man mehr als zwei nicht nehmernummer die bekannte Form, z. B. HOLborn
1185, worin die Buchstaben HOL an Stelle der Ziffern 405 stehen. Es werden dann sieben Gruppen
von je fünf Stromstößen zu den abgehenden Relaissätzen übertragen und durch Auswahl von sieben
Paaren aus fünfunddreißig Stiften des Stromstoßwiederholers gespeichert. Da die ersten drei Ziffern
der Nummer für alle Teilnehmer desselben Amtes dieselben sind, ist dafür Sorge getragen, daß diese
direkt von der Einrichtung zur Kontrolle der Zeichengebung über gemeinsame Verbindungsleitungen (Vielfachleitungen) zum abgehenden
Relaissatz übertragen werden, ohne die Stromstöße über die Sprechleitungen zu senden, wie in dem
Falle, in welchem der Ziffernteil der Teilnehmernummer übertragen wird, welcher für jeden Teilnehmer
des Amtes verschieden ist.
Die sieben Gruppen von je fünf Stromstößen, welche das Kodezeichen für das Erkennungszeichen
der rufenden Teilnehmernummer HOL 1185 bilden,
können in der folgenden Weise dargestellt werden. Die Erkennungsstromstöße (Arbeitszeichen) sind
durch entsprechende Buchstaben gekennzeichnet, die Pausenzeichen durch Striche.
| 16 bis 20, | 21 bis 25, | 26 bis 30, | 31 bis 35. | 90 |
| VW | VW- | --XY- | -WX-- | |
| I | I | 8 | 5 | |
bewegliche Verbindungseinrichtungen für jede Anschlußleitung verwendet.
Mit dem Ausdruck nicht bewegliche Schaltmittel soll jede Einrichtung gedeckt werden, welche
normalerweise einen Isolator bildet und die durch Spannungswechsel betätigt wird ohne Bewegung
irgendeines mit ihnen verbundenen Hilfsmittels.
Es ist im Ausführungsbeispiel ein Amt mit rotierenden Schaltwerken angenommen. Der Prüfdraht
jedes Teilnehmers ist über nicht bewegliche Schaltmittel SCD 1 und SCD 2 mit zwei Vielfachleitungen
verbunden, welche zu den Kennzeichnungseinrichtungen führen. In den Zeichnungen ist der Verbindungsaufbau für den Teilnehmer
Nr. 1185 gezeigt, dessen Anschlußleitung in einem Vorwähler endigt.
Die Schaltmittel SCD 1 jedes Teilnehmers, welche dieselbe ioer-Ziffer in einer iooer-Gruppe no
haben, sind derartig vereinigt, daß die 100 Schaltmittel SCD ι mit zehn Vielfachleitungen verbunden
sind. Diese Vielfachleitungen jeder iooer-Gruppe, welche derselben ioooer-Gruppe angehören, sind
so in Reihe miteinander verbunden, daß für jede der verschiedenen ioooer-Gruppen des Amtes zehn
Vielfachleitungen (entsprechend den verschiedenen ioer-Ziffern 1 bis o) vorgesehen sind. Diese führen
zu zehn Kontakten einer ioooer-Relaisgruppe. Relais 1 MA, 2 MA . . . sind für jede 1000er- iao
Leitungsgruppe vorgesehen.
Über die Arbeitskontakte jeder der Kennzeichnungsrelais werden die charakteristischen Zeichen
der verschiedenen ioooer-Gruppen über die nicht beweglichen Schaltmittel SCD1 auf die Prüf leitung las
der Teilnehmer übertragen. Die übrigen Kontakte
dieser Relais sind über zehn Vielfachleitungen mit Kontakten von fünf Zehnerkoderelais VT bis ZT
verbunden, mit Hilfe deren Kennzeichnungen der ioer-Ziffern der verschiedenen Teilnehmernummern
über die Prüfleitungen übertragen werden.
Auf solche Weise können· die ioooer- und ioer-Ziffern
der verschiedenen Teilnehmernummem auf dem Amt bestimmt werden.
Es ist zu beachten, daß die Leitungen in zwei
ίο verschiedenen Formen gruppiert sind, so daß die
Leitungen einer Gruppe von einer anderen mit Hilfe von Relaiskontakten und in der anderen
Gruppierung durch nicht bewegliche Schaltmittel isoliert sind.
Die nicht beweglichen Schaltmittel SCD 2 jedes Teilnehmers, welche dieselbe Einerziffer in einer
iooer-Gruppe haben, sind so miteinander verbunden, daß die 100 Einrichtungen zu zehn Vielfachleitungen
führen. Die Vielfachleitungen, welche dieselbe iooer-Ziffer haben, sind mit allen 100
Leitungsgruppen verbunden.
Für jede der verschiedenen iooer-Ziffern des Amtes sind Relais 1 CA, 2 CA . . . vorgesehen. Zu
den zehn Kontakten (Ruhekontakten) jedes dieser Relais führen zehn Vielfachleitungen von den Teilnehmern
in die Gruppen mit entsprechenden 100er-Z iff er η.
Über die Arbeitskontakte der Relais 1 CA, 2 CA . . . werden Erkennungszeichen, welche der
iooer-Gruppeder verschiedenen Teilnehmer charakteristisch
sind, über den Prüfdraht geleitet, während die übrigen Kontakte mit den Kontakten der
Koderelais VU bis ZU der ier-Ziffern verbunden
sind. Mit Hilfe der Relais werden die Kennzeichnungsstromstöße für die ier-Ziffern der Teilnehmernummern
über die Verbindungsleitung gesandt.
Wechselstromkodezeichen sind verwendet, um die Kennzeichnungsempfangseinrichtungen, z. B.
in einem abgehenden Relaissatz, über die Prüfleitung steuern zu können, ohne die etwa auf der
Leitung bestehenden Sperr-, Halte- oder andere Signalpotentiale zu stören. Ferner werden die
Schaltmittel SCD 1 und SCD 2, welche beispielsweise aus einem Kondensator bestehen können, der
zwar Wechselstromstöße durchläßt, aber gegen Gleichstromfluß zu oder von der Prüfader P
sperrt, vorgesehen, um die Prüfleitungen ohne Störung vielfachen und Verbindungen mit den
Prüfleitern herstellen zu können. Es ist aber auch möglich, eine Vielfachglimmlampe mit einer mittleren
und zehn darum liegenden Elektroden zu demselben Zweck zu verwenden.
Eine billige, wirksame und allgemein bevorzugte Form eines Schaltmittels, wie es in Abb. 1 und 2
verwendet ist, besteht aus einem nichtlinearen Widerstand, der im wesentlichen als Isolator wirkt,
wenn er in einer Spannung liegt von der Größe der normalen Amtsbatteriespannung von etwa
50 Volt, dessen Widerstand sich aber bedeutend verringert, wenn eine Signalspannung von mehr
als 50 Volt angeschaltet wird. Für solche nichtlineare Widerstände wird, wie bereits erwähnt,
eine Mischung von Siliciumkarbid mit Kohle, Wolfram oder Molybdän hergestellt. Diese
Mischung wird, wie schon bemerkt, zusammengepreßt und dann gebrannt. Dieses Material wird
zweckmäßig in Scheibenform von ungefährer Größe eines Schillings hergestellt. Die Oberflächen werden
vorzugsweise mit Metall gespritzt, so daß die Verbindungen durch Löten hergestellt werden
können.
Zwei solcher Scheiben werden zusammengelegt und der Prüfleitungsdraht /' mit den zusammenliegenden
Flächen verbunden. Nötigenfalls kann ein ausreichender Kontakt dadurch gesichert werden,
daß eine dünne Bleischicht oder eine Schicht eines anderen weichen Materials vorgesehen wird.
Die Scheiben werden in einer geeigneten Weise derart zusammengeschlossen, daß sie einen genügenden
Kontakt haben. Die Scheiben können auch getrennt voneinander werden, aber die vereinte
Anordnung ist zweckmäßiger.
Wenn man die Schaltmittel SCD 1 und SCD 2
als nichtlineare Widerstandselemente ausführt, werden die verschiedenen Vielfachleitungen, wie in
Abb. ι und 2 gezeigt, gebräuchlicherweise mit dem negativen Pol der Amtsbatterie verbunden. Auf
diese Weise werden störende Rückkopplungen vermieden, z. B. dann, wenn die Mehrzahl der Prüfleitungen
geerdet ist. In diesem Falle könnte es möglich sein, daß die Trennrelais, welche mit den
nichtgeerdeten Prüfleitungen verbunden sind, erregt gehalten werden und ein Kurzschluß für diese
Relais zustande kommt. Entsprechend der Charakteristik der nichtlinearen Widerstände kann der
Stromfluß über besetzte Leitungen, deren Prüfleitungen geerdet sind, vernachlässigt werden,
während der Stromfluß auf freien Leitungen gleich Null wird. ,
Erkennungszeichen rufender Leitungen werden durch Anschaltung eines Wechselstromes bei AC
(Abb. 1) an die Vielfachleitungen gegeben. Alle Leitungen, für welche eine Erkennung vorgesehen
ist, sind hier verbunden und zu dem abgehenden Relaissatz oder einer anderen Stelle, wo die
Anzeige erforderlich ist, geführt. Eine Spannung, welche erheblich größer ist als die normale Batteriespannung,
wird an die verschiedenen nichtlinearen Widerstände während einer Halbwelle der Wechselstromgabe
angeschaltet, welche die Batteriespannung unterstützt. Infolgedessen lassen diese Widerstände
Strom durch, so daß Zeichen zur Leitung geführt werden können und von dort zu den verschiedenen
über Kondensatoren angeschlossenen Empfangsrelais, welche nunmehr wirksam werden.
Um den Kurzschluß der Empfangsrelais über die Besetzterden an den verschiedenen Prüfleitungen
zu vermeiden, ist die Anordnung derart getroffen, daß die Besetzterden, welche während des Kenn-Zeichnungsvorganges
an den Prüfleitungen liegen, über Drosseln geführt sind, welche dazu dienen,
den Erkennungsstromstößen eine verhältnismäßig hohe Impedanz entgegenzusetzen, die aber einen
niedrigen Gleichstromwiderstand besitzen, so daß die Belegungsströme auf den Prüf adern nicht stören.
Es sei noch erwähnt, daß die Anwendung nichtlincarer
Widerstände an Stelle von Kondensatoren als nichtbewegliche Schaltmittel im Hinblick auf
die notwendige Stärke der Erregerströme, die über die Leitungen geschickt werden müssen, vorteilhaft
ist. Mit den nichtlinearen Widerständen in einem Stromkreis zwischen einem gemeinsamen Signalpunkt
und den Prüfleitungen erniedrigt man ihre Widerstände, wenn die Wechselstromsignalspannung
angeschaltet wird, während die andere Einheit des Widerstandspaares in diesem Falle den
normalen hohen Widerstand behält, so daß keine Störungen, wie dies bei den Kondensatoren der
Fall sein kann, auftreten. Der Gebrauch nichtlinearer Widerstandseinheiten gestattet daher die
Verwendung gegebener Kraftquellen zur Speisung von Leitungen mit einem Minimum von Kraftverlust
über Kurzschlußwege.
Zwecks Erläuterung der Stromkreise für die Erkeimungsvorgänge sei angenommen, daß der
rufende Teilnehmer mit der Nummer HOLborn ι [85 an ein Amt angeschlossen ist, welches mit
Speicher- und Übertragereinrichtungen im abgehenden Relaissatz versehen ist. Der Teilnehmer soll
eine Verbindung zu einem fernen Amt (Hauptoder Zentralamt) herstellen, und dieser Anruf soll
selbsttätig aufgezeichnet werden.
Der abgehende Relaissatz im Ausgangsamt läßt die Einrichtungen für die Erkennung der rufenden
Nummer an. Diese Nummer wird so lange gespeichert, bis die Anzeige von dem Amt gefordert
wird, auf welchem die Nummer aufgezeichnet werden soll.
In Fällen, z. B. wenn ein Ruf zu einem Handamt führt, kann es wünschenswert sein, die Speicherung
in dem abgehenden Relaissatz vorzunehmen und die Erkennungseinrichtung nicht eher in Betrieb
zu setzen, bis ein Rücksignal von der Beamtin zum abgehenden Relaissatz erfolgt. Infolge der großen
Geschwindigkeit, mit welcher die erfindungsgemäße Anordnung arbeitet, ist sie besonders für Einrichtungen
dieser Art geeignet.
In dem obigen Falle ist allgemein die Anordnung so getroffen, daß der abgehende Relaissatz sofort
in Gebrauch genommen wird, wenn die Erkennungseinrichtung nicht schon in Tätigkeit ist, was durch
Erdpotential an der gemeinsamen Leitung S (Abb. 4) kenntlich gemacht ist. Der Leiter 6" ist
ebenso wie die anderen Leiter ST bis Z (Abb. 3
50. und 4) mit den verschiedenen abgehenden Relaissätzen verbunden, da Erde von dem abgehenden
Relaissatz an den Vielfachleiter ST angeschlossen ist. Demzufolge wird das Relais STR (Abb. 3)
erregt und hebt an dem Kontakt str 1 den Kurzschluß
des Relais SSR von Erde zu Erde über die Bürste MS 1 des Steuerschalters MS, der sich in
der Ruhelage, Stellung 1, befindet und den Erdschluß über Kontakt ssr 1 herstellt, auf. Das erregte
Relais SSR legt Erde an den Erregerkreis des Relais IGR (Abb. 4). Die Erregung des Relais IGR
erfolgt in Abhängigkeit von dem Stromstoßerzeuger IPB, welcher in Synchronismus mit dem
Stromstoßerzeuger IPA arbeitet, und zwar mit etwa zehn Stromstößen in der Sekunde, die immer
dann erfolgen, wenn die Unterbrecherfedern des Stromstoßerzeugers geöffnet sind. Das Relais IGR
schließt bei jedem Stromstoß den Arbeitskontakt igr i, wodurch der Antriebsmagnet MSM des
Steuerschalters MS Stromstöße erhält. Über Kontakt igr 3 wird Erde an den Stromstoßerzeuger
IPA gelegt, welcher zu dem abgehenden Relaissatz über die Leitung PU synchrone Stromstöße sendet.
Es sei daran erinnert, daß die Kodesignale für die Amtskennziffer HOL, die in die Ziffern 405
gewandelt werden soll, direkt von der Erkennungseinrichtung auf den abgehenden Relaissatz wirken,
da diese Ziffern für alle Teilnehmer des Ausgangsamtes gemeinsam sind. Die Übertragung dieser
Zeichen in Fünferkodeform erfolgt in der nachstehend erläuterten Weise.
Die Kontakte 2 bis 16 des Steuerschalters der zu MS ι gehörenden Kontaktreihe sind für diesen
Zweck in drei Gruppen von je fünf Kontakten geteilt, die mit dem Relais ECR entsprechend den
Amtskennzeichnungssignalen (Kodeziffer 405) verdrahtet sind. Für diesen Kode sind die Stromstöße
Nr. ι und 5, 9 und 10, 12 und 13 erforderlich,
so daß die entsprechenden Kontakte 2, 6, 10, 11, 13
und 14 in der Kontaktreihe zu MS 1 mit dem Relais ECR verbunden sein müssen.
Bei dem nächsten Wirksamwerden der Stromstoßerzeuger IPA und IPB wird Erde an die
Leitung PU gelegt, wodurch der Antriebsmagnet des Stromstoßwiederholers beim abgehenden Relaissatz
erregt wird, während zur selben Zeit IPB §5 Stromstöße zum Arbeitsmagnet MSM des Steuerschalters
MS sendet. Beim nächsten öffnen der Unterbrecher wird der Arbeitsmaguet im Stromstoßwiederholer
und der Magnet MSM des Steuerschalters aberregt. IPA schaltet den Mechanismus.
auf den ersten Stift V der Reijie von fünf Stiften,
die zur Speicherung der Nummer erforderlich sind, während IPB die Bürsten MS 1 des Steuerschalters
MS nach Stellung 2 bringt.
Es ist jetzt erforderlich, einen Kennzeichnungs-Stromstoß zu dem abgehenden Relaissatz zu senden.
Zu diesem Zwecke legt die Bürste MS 1 Erde an den Erregerkreis des Relais ECR, welches daraufhin
anspricht und seinen Arbeitskontakt ecr 1 (Abb. 4) schließt. Dadurch wird ein Wechsel-Stromstoß
von 50 Hz über den Übertrager TRA an die gemeinsame Vielfachleitung EC zum abgehenden
Relaissatz im Amt geschaltet. Die Leitung EC ist den verschiedenen abgehenden Relaissätzen
ebenso gemeinsam wie die Leitungen ST bis Z. Dadurch wird ein empfindliches Relais im
abgehenden Relaissatz erregt, welches auf die Wechselstromfrequenz abgestimmt ist. Dieses
Relais ist mit der Prüfleitung verbunden, um auf die Erkennungsstöße, welche über den Prüfleiter P iao
fließen, ansprechen zu können. Dadurch wird entsprechend den Wechselstromstößen der Stift V im
Stromstoßwiederholer verschoben, wie dies in der britischen Patentschrift 528971 beschrieben ist.
Beim nächsten Schließen und öffnen der Unter- «5
brecher IPA und IPB werden der Stromstoß-
wiederholer und der Steuerschalter MS einen Schritt weiter geschaltet. In dieser Stellung wird
das Relais ECR über den Steuerschalter MS nicht erregt, so daß kein Arbeitsstromstoß über die Vielfachleitung
EC zum Amt, d. h. zum dortigen Stromstoßwiederholer, gesandt wird. Dieser Stromstoß
bedeutet daher ein Pausenzeichen.
In dieser Weise werden Arbeits- und Pausenzeichen für die Amtskennzeichnung zum Stromstoßwiederholer
bei dem abgehenden Relaissatz gesandt.
Wenn die Bürste MS ι im Steuerschalter MS
auf den siebzehnten Kontakt gelangt, beginnt die Zeichensendung für die Teilnehmernummer 1185
des Anrufenden. Wie zuvor die Pausenzeichen direkt über die Leitung PU zum Stromstoßwiederholer
beim abgehenden Relaissatz gesandt wurden, so werden jetzt die Arbeitszeichen gleichzeitig über
die Leitung PU und über die Anzeigeeinrichtung
ao (Abb. ι und 2) zu den Prüfleitungen der verschiedenen
Teilnehmer gesandt, die bereits mit dem abgehenden Relaissatz verbunden sind.
Die charakteristischen Arbeitszeichen für die vier Ziffern der Teilnehmernummern werden über
as die SteuerschalterarmeMS1 bis MS 8 (Abb. 3 und 4)
gesandt. Die zugehörigen Bankkontakte sind mit vier Leitungsgruppen verbunden, welche zu der
Anzeigeeinrichtung (Abb. 1 und 2) führen. Es sind dies die Gruppen TH, HU, TE und UN entsprechend
den 1 oooer-, 100er-, 10er- und ier-Ziffern.
Die Verbindungen von den Bankkontakten zu
MS ι bis MS 8 zu diesen Leitungen werden besser
verstanden, wenn man die Zeichengabe für die Ziffern 1185 der rufenden Teilnehmernummer betrachtet.
Zu diesem Zweck sei daran erinnert, daß die Stromstoßnummern 16 und 17, 21 und 22, 28
und 29, 32 und 33 im Zuge der 35 Stromstöße erfolgt, welche für, die Erkennung der Nummer
des anrufenden Teilnehmers ausgesandt werden.
Wenn nun die Bürsten des Steuerschalters MS auf den Kontakt 17 gelangen, welcher der Stromstoßgabe
Nr. ϊ6 entspricht, muß ein Stromstoß zum Prüfleiter P des rufenden Teilnehmers gesandt
werden. Dies wird durch Erdung des Leiters 1 der ι oooer-Gruppe TH über den Steuerschalterarm MS1
erreicht, wenn dieser den siebzehnten Kontakt erreicht hat. Dadurch wird das Schaltrelais 1 MA
der ι oooer-Gruppe (Abb. 1) erregt. Dieses Relais
schaltet die Sammelleitung AC an, an welche der übertrager TRA (Abb. 4) Wechselstrom legt. Es
gelangt dann ein Wechselstromimpuls zu dem nichtlinearen Widerstand SCD 1 jedes Teilnehmers,
dessen Nummer mit der ioooer-Ziffer 1 beginnt. Dadurch wird der Widerstand SCD 1 des Teil
nehmers 1185 erniedrigt, so daß ein Arbeitszeichen zu dem abgehenden Relaissatz gelangen kann, wo
es das Empfangsrelais erregt, welches den Magnet des Stromstoßwiederholers zum Ansprechen bringt.
Dadurch wird der entsprechende Stift zur Speicherung des Zeichens im Stromstoßwiederholer verschoben.
Dies geschieht bei allen oben erwähnten Teilnehmerleitungen, welche mit dem abgehenden
Relaissatz verbunden sind, während in allen übrigen Anschlußleitungen mit der ioooer-Ziffer 1, für
die aber eine solche Verbindung nicht besteht, die Zeichen unwirksam bleiben.
In Stellung 17 des Steuerschalters MS sind die
Leitungen 2, 3, 4 der ioooer-Gruppen TH über die Bürsten und Bankkontakte MS 5, MS 3 und MS 7
ebenfalls geerdet. Demzufolge weiden die entsprechenden Gruppenschaltrelais 2 MA, 3 MA und
4 MA erregt und senden Arbeitszeichen zu allen Prüfleitungen der Teilnehmeranschlüsse, welche
die ioooer-Ziffern 2, 3 oder 4 haben, da alle diese
Ziffern in ihrer Kodebezeichnung dieselben Anfangszeichen haben.
Wenn die Bürsten des Steuerschalters MS auf den Kontakt 18 gelangen, wird die Leitung Nr. 1
in der Gruppe TH über Bürste und Bankkontakt MS ι geerdet, so daß ein zweiter Arbeitsstromstoß
über die Prüfleitung P derjenigen Teilnehmer verläuft, welche die Teilnehmerziffer 1 führen.
Gleichzeitig wird die Leitung Nr.5 der 1 oooer-Gruppe
über Bürste und Bankkontakt MS 3 geerdet und damit das erste Erkennungszeichen der
ioooer-Ziffer 5 über den Prüfdraht P der Teilnehmer gesandt, welche die' Teilnehmerziffer 5
haben, während die Leitungen 6, 7 in der 1000er-Gruppe über die Bürsten und die Bankkontakte
MS 4 und MSy geerdet werden, um in Verbindung
mit den Teilnehmern die ioooer-Ziffern 6 und 7 zu senden.
In den Stellungen 19, 20 und 21 des Steuerschalters
M-S" werden keine weiteren Arbeitsstromstöße
über die Prüfleitung P der Teilnehmer mit der ioooer-Ziffer 1 gegeben. In diesen Stellungen
der Steuerschalterbürsten werden vielmehr Arbeitszeichen über die Prüfleitungen P gesandt, die zu
Teilnehmern mit anderen Teilnehmernummern gehören.
In den Stellungen 22 bis 26 des Steuerschalters MS werden die Arbeitszeichen für die 100er-Ziffern
der verschiedenen Teilnehmeranschlüsse über die Leitung 1 bis ο der iooer-Gruppe HU in
der bereits für die 1 oooer-Gruppe beschriebenen Weise gegeben. Der einzige Unterschied besteht
darin, daß in diesem Augenblick die Schaltrelais ι CA, 2 CA . . . der iooer-Gruppe erregt werden
und Wechselstrom über die Leitung AC und den nichtlinearen Widerstand SCD 2 zu den Prüfleitungen
der Teilnehmer senden.
Zum Zwecke der Zeichengabe für die 10er- und ier-Ziffern der Teilnehmernummern wird die
Bürste MS 8 mit ihren Bankkontakten benutzt, welche mit fünf Kodeleitungen V, W, X, -Y, Z in
der Reihenfolge der 10er- und ier-Gruppen TE und
UN verbunden sind, so daß die 10er- und ier-Koderelais
VT-ZT und VU-ZU wirksam werden.
In dem vorliegenden Beispiel, in welchem die 10er- und ier-Ziffern der rufenden Teilnehmerleitung
die Ziffern 85 haben, wird ein Wechselstromimpuls über die Leitung gesandt, wenn die
Relais XT und YT, WU und XU erregt sind. Das bedeutet, daß die Stromstoßnummern 28 und 29,
32 und 33 im Zuge der fünfunddreißig Stromstöße Arbeitszeichen sind und in den entsprechenden
Stellungen 29 und 30, 33 und 34 des Steuerschalters MS die Relais XT und YT, WU und XU
erregt werden.
Wenn der Steuerschalter MS in seine 37. Stellung
gelangt, ist die vollständige Reihe von 35 Stromstößen, bestehend aus 14 Arbeitszeichen und
21 Pausenzeichen, in Übereinstimmung mit der rufenden Teilnehmernummer auf den abgehenden
Relaissatz ül)€rtragen, und es wird nun Erde über
ίο Bürste und Bankkontakte MS 8 angelegt zwecks
Erregung des Relais SZR, welches über seinen Kontakt scr 1 die Relais SSR und IGR abschaltet.
Über Kontakt igr 1 wird dann der Arbeitsstromkreis
des Magnets MSM geöffnet. Das Erdpotential an der Leitung Z zum abgehenden Relaissatz wird
ebenfalls durch den Kontakt szv 3 abgeschaltet. Damit ist das Ende des Ablaufs der Steuervorgänge
zur Abgabe der Erkennungskennzeichen des rufenden Teilnehmers HOL 1185 erreicht.
Gleichzeitig wird ein Selbstunterbrecherkreis für den Arbeitsmagnet MSM über den Kontakt scr 4
geschlossen, so daß die Bürsten des Steuerschalters MS in die Ruhestellung 1 zurückkehren, in
welcher der Arbeitsstromkreis für den Magnet
aj MSM geöffnet ist. Wenn diese Stellung erreicht
ist, wird auch das Relais SZR aberregt, wodurch sein Kontakt szr 3 wieder Erde an die Z-Leitung
legt und einen Arbeitsstromkreis für das Relais SSR über Kontakt szr 1 erneut vorbereitet; ferner
legt es über Kontakt szr 2 Erde an die Leitung S, welche zu den verschiedenen abgehenden Relaissätzen
führt und so den Relaissätzen anzeigt, daß die Einrichtung zur Übertragung der Kennzeichnung
einer anrufenden Leitung sich wieder in Ruhe, d. h. in Bereitschaft befindet, um einen neuen
Arbeitsgang aufnehmen zu können.
In der beschriebenen Anordnung wurde dieselbe Frequenz sowohl für die Arbeits- als auch für die
Pausenzeichen verwendet. Dies wurde durch die Verwendung von zwei Leitungen für die Zeichengabe
ermöglicht. Für die Übertragung der Rufnummer zu einem anderen, entfernten Amt, in welchem
der Ruf aufgezeichnet werden soll, ist es jedoch zweckmäßig, zwei verschiedene Frequenzen zu verwenden,
da nur die zweiadrige Verbindungsleitung für die Zeichengabe zu diesem Amt zur Verfügung
steht. In diesem Falle ist für die Pausenzeichen ein Wechselstrom mit der Frequenz 50 vorgesehen.
Für die Arbeitszeichen wird jedoch eine Kombination von 50 und 150 Frequenzen übertragen.
Diese Kombination wird von den Einrichtungen in Abb. 3 und 4 erzeugt. Ein nichtlinearer
Widerstand NLR 1 vom Typ SCD 1 und SCD 2 ist in Reihe mit der Erstwicklung des Übertragers
TRB zur Verbindung mit der Frequenz von 50 Hz vorgesehen. Dadurch erhält die Zweitwicklung des
Übertragers eine kräftige dritte harmonische Komponente mit der Frequenz 150. Die kombinierten
Frequenzen 50 + 150 in der Zweitwicklung werden darauf über die gemeinsame Leitung AC zu den
verschiedenen Relaissätzen übertragen.
Der relative Wert aus den Frequenzen 50 und 150 wird mit Hilfe des veränderbaren Widerstandes
R ι geregelt. In seiner niedrigsten Stellung erhält man einen Maximalwert von 50 Hz und
einen Minimumwert von 150 Hz, in seiner höchsten Stellung umgekehrt.
Im Falle die Speicherung und Stromstoßwiederholung der Nummer des rufenden Teilnehmers
nicht in seinem Amt, also im Ausgangsrelaissatz, erfolgt, dieser vielmehr nur dazu dient, die Erkennungseinrichtungen
durch ein Rücksignal von dem Amt, welches die Aufzeichnung zu bewirken hat, anzulassen, werden die Arbeitszeichen entweder
über die Prüfleitung P und die Leitung PU oder über die Leitung EC und PU von der Erkennungseinrichtung
gegeben. Sie werden dann in eine Zeichengabe von 150 + 50 Hz im abgehenden Relaissatz
umgewertet, bevor sie über die Verbindungsleitung zum Aufzeichnungsamt weitergeleitet
werden. Die Pausenzeichen, welche von der Erkennungseinrichtung über die P [/-Leitung gesandt
werden, werden nur mit einer Frequenz von 50 Hz weitergeleitet. Zu letzterem Zweck wird
eine Wechselstromquelle von 50 Hz den verschiedenen abgehenden Relaissätzen von dem Kennzeichnungsrelaissatz
zugänglich gemacht.
Die Erfindung ist keineswegs auf die beschriebene Anordnung beschränkt. Die Einrichtung
könnte nahezu vollständig durch Verwendung von vier nicht beweglichen Verbindungseinrichtungen
SCD ι-SCD 4 für jede Leitung eines 10 oooer-Amtes
ausgerüstet sein. Indessen ist die beschriebene Anordnung, in welcher nur zwei solche
Vorrichtungen für jede Anschlußleitung vorgesehen sind, die in Verbindung mit einer geringen Anzahl
beweglicher Schaltmittel (Relaiskontakte) arbeiten, als besonders wirtschaftlich anzusprechen.
In Anlagen, in welchen Amtskennzeichen den vier Ziffern der Teilnehmernummem vorangestellt
sind und in welchen eine Mehrzahl von Zentralämtern mit Aufzeichnungseinrichtungen vorgesehen
sind, steht jedes einer Mehrzahl von Ämtern zur Verfügung. Es ist dann nicht erforderlich, die
Kodezeichen für eine Teilnehmernummer direkt zu loj
einem Zentralamt zu geben. Da nur eine kleine Ämtergruppe in jedem Zentralamt arbeitet,
brauchen nur eine oder höchstens zwei Ziffern zum Zentralamt zur Amtskennzeichnung übertragen zu
werden. ιί0
Wenn mehrere Teilnehmerleitungen dieselbe Erkennungsnummer erfordern, wie z. B. bei Nebenstellenanlagen,
dann wird jede dieser Leitungen mit je zwei nicht beweglichen Verbindungseinrichtungen
SCD i, SCD 2 ausgerüstet und die einen H5
Seiten mit den verschiedenen Prüfleitungen der Nebenstellengruppe verdrahtet, während die anderen
Seiten an einem Punkte vereinigt sind, so daß sie dieselben Zeichen empfangen. In der britischen
Patentschrift 541 722 ist eine solche Anordnung iao beschrieben.
Aus der vorangehenden Beschreibung wird man erkennen, daß die Erfindung· eine besonders
günstige Anordnung zur Kenntlichmachung von Leitungen und bestimmten Punkten im Verbindungsaufbau
darstellt, da nur wenig bewegliche
Schaltmittel erforderlich und gleichzeitig die Kosten für jede Anschlußleitung niedrig sind.
Claims (14)
- PATENTANSPRÜCHE:i. Schaltungsanordnung zur Übertragung von Erkennungszeichen von Leitungen oder Punkten im Verbindungsaufbau von Fernmeldeanlagen, insbesondere von Fernsprechanlagen mit Wählerbetrieb, in welchen die kenntlich zu machenden Leitungen oder Punkte in eine Anzahl unterschiedlicher Gruppen aufgeteilt sind, so daß keine Leitung bzw. kein Punkt zu genau derselben Gruppenbildung gehört und die Erkennungszeichen für jede Leitung bzw. jeden Punkt durch eine Anzahl von einzelnen Zeichen erfolgt, welche zusammen unterschiedlich und einzeln dieselben für jede Untergruppe der-ao selben Gruppe sind, dadurch gekennzeichnet, daß gewöhnlich nicht leitende Schaltmittel (SCDi, SCD 2; Kontakte der Relais ι MA-ίο MA und ι CA-io CA; Kontakte wt i-zt 4; wu \-zu 4) zwischen jeder kenntlich zu machenden Leitung (1185) und einer oder mehreren Signalstromquellen (über AC) vorgesehen sind und gleichzeitig für solche Leitungen stromführend werden, welche zur Kenntlichmachung bereitgestellt sind und Erkennungszeichen erhalten, wenn ein Signalschaltwerk (MS; Abb. 3, 4) Leitungen (TE, TH, UN, HU) anschaltet, welche allen Leitungen derselben Erkennungszeichen gemeinsam sind, und die Übertragung letzterer veranlaßt.
- 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Schaltmittel (VT- ZT, VU-ZU, 1 CA-10 CA, 1MA-10MA) angeordnet sind, welche durch Signalschaltwerke (MS) in Übereinstimmung mit Erkennungszeichen gesteuert werden, die über vorübergehend geschlossene Kontakte zwischen einer Signalstromquelle (über AC) und Leitungen übertragen werden, welche zur Kenntlichmachung vorbereitet sind und zu ihrer Erkennung solche Zeichen erfordern.
- 3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß nicht bewegliche Schaltmittel (SCD 1, SCD 2) angeordnet sind, welche an sich nicht leitend sind, aber leitfähig gemacht werden, um die Übertragung von Erkennungszeichen zu bestimmten Leitungen einer Leitungsgruppe zu ermöglichen, welche zu denselben Zeichen gehören.
- 4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Satz gemeinsamer Leitungen (1 ma 1-1 ma 10, icai-ι ca 10) vorgesehen sind; dabei entspricht einer der Sätze den verschiedenen Leitungsgruppen (verschiedene Werte einer bestimmten Ziffer) einer Gruppierung (Leitungen, welche die bestimmte Ziffer und denselben Wert haben), und der andere Leitungssatz entspricht den verschiedenen Leitungsgruppen (verschiedene Werte einer anderen bestimmten Ziffer) einer anderen Gruppierung (Leitungen, welche eine andere bestimmte Ziffer haben), wobei jeder Leitung gewöhnlich nicht leitende Schaltmittel (SCDj, SCD 2) zugeordnet sind, welche zu einer Leitung jeder Gruppe gemeinsamer Leitungen gehören.
- 5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß Umschaltmittel (1 MA-10 MA, ι CA-io CA), welche zur Umschaltung der Gruppierung von Leitungen derselben 10er- oder ier-Ziffer zu Leitungen derselben 1000er- oder iooer-Ziffer dienen, vorgesehen sind.
- 6. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwei unbewegliche Schaltmittel (SCD 1, SCD 2) für jede Leitung vorgesehen sind, über welche die Erkennungszeichen entsprechend den vier Gruppen (1000er-, ιooer-, 10er- und ier-Ziffer), zu welchen die zu kennzeichnende Leitung gehört, fließen.
- 7. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, 2, 3, 4, 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die gewöhnlich nicht leitenden Schaltmittel (SCDi, SCD 2) einen solchen Scheinwiderstand haben, daß jede Leitung von den übrigen der Gruppe vollständig isoliert wird, der aber selbsttätig auf einen niedrigen Wert zurückgeht, wenn Stromstöße zur Leitungskennzeichnung fließen.
- 8. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, 2, 3, 4,-5, 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Signalschaltwerk (MS) aus einem Drehwähler besteht, welcher nacheinander Relaissätze (iMA-ioMA, ι CA-ioCA, VT, ZU) steuert, durch welche verschiedene Signalspannungen an die Leitungen oder Punkte in Übereinstimmung mit den Erkennungszeichen der vier zugehörigen Gruppen (TH, HU, TE, UN) angeschaltet werden.
- 9. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß ein Relaissatz (1 AM-10 MA; 1 CA-1.0 CA) jeder Untergruppe einer Gruppe zugeordnet ist, von denen mehrere gleichzeitig für jeden zu übertragenden Signalstromstoß und in verschiedenen Kombinationen für jeden der Gruppe zugehörigen Stromstoß wirksam werden; dabei ist die Anordnung so getroffen, daß an jede Leitung Signalspannungen angelegt werden, welche zu der zugehörigen Untergruppe oder Gruppe gehören.
- 10. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, 2> 3. 4, 5; 6, 7, 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß ein Relaissatz (VT-ZT, VU-ZU; Abb. i, 2) für jeden Zeichenstromstoß innerhalb einer Gruppe vorgesehen ist und von ihm gesteuerte Kontakte (vt, wt. . . vu, wu .. .) einen Signalstromstoß an alle Leitungen einer Anzahl Untergruppen einer Gruppe anschalten, und zu Leitungen verschiedener Kombination der Gruppen Erkennungsstromstöße geleitet werden, welche der Gruppe zugehören, wobei die Anordnung derart getroffen ist, daß an jedeLeitung Signalspannungen angelegt werden, welche ihrer zugehörigen Untergruppe und Gruppe entsprechen.
- 11. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, 2. 3» 4, 5, 6, 7, 8, 9 oder io, dadurch gekennzeichnet, daß die gewöhnlich nicht leitenden Schaltmittel (SCD i, SCD 2) Kondensatoren sind, deren Scheinwiderstand bei normalem Gleichstromfluß hoch ist, beim Eintreffen von Wechselstromsignalstromstößen dagegen gering.
- 12. Schaltungsanordnung nach Anspruch ι bis ro, dadurch gekennzeichnet, daß die gewöhnlich nicht leitenden Schaltmittel (SCD i, SCD 2) nichtlineare Widerstände sind, welche einen hohen Widerstand bei niedriger Spannung und einen niedrigen Widerstand bei hoher Spannung haben.
- 13. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß der nichtlineare Widerstand ao aus einer Mischung von Siliciumkarbid mit Kohle, Wolfram oder Molybdän besteht, welche zusammengepreßt und darauf erhitzt wird.
- 14. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, 2, 3, 4. 5. 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12 oder 13, dadurch as gekennzeichnet, daß die Einrichtungen zur Zeichengabe (Abb. 1, 2) gemeinsam einer Anzahl rufender Leitungen von einem Relaissatz in Tätigkeit gesetzt wird, welcher einer Verbindungsleitung (über Leitung ST, Abb. 3) zugeordnet ist und ein Schrittschaltwerk (MS) enthält, welches bei jedem Erkennungsstromstoß mit den Relaissätzen (ιΜΑ-τοΜΑ, ι CA-10CA, VT-ZT, VU-ZU) eine Verbindung herstellt und die Relaissätze in Kombinationen entsprechend den Erkennungszeichen aller Leitungen, welchen die rufende Leitung angehört, wirksam macht.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen2609 1151
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