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Nähmaschine Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Nähmaschinen
und insbesondere Nähmaschinen, welche obere, vier Bewegungen ausführende Vorschubeinrichtungen
und selbsttätige Drückerfußhubeinrichtungen haben.
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Bei einer oberen, vier Bewegungen ausführenden Vorschubeinrichtung
der Art, wie sie als Wechseldrückerart bekannt sind, wird ein selbsttätiger Drücker-
und Stoffschieberfuß'hubmechanismus verwendet, der im allgemeinen von dem Widerstand
abhängt, welcher durch das Arbeitsstück oder seinen Träger auf die Abwärtsbewegung
entweder des Drückerfußes oder des Vorschubfußes ausgeübt wird, um einen Lagerpunkt
zum Anheben des anderen dieser Teile zu schaffen. Wenn daher irgendein Trägheitsmoment
oder ein Klemmen der Teile einen genügenden Widerstand verursacht, bevor einer dieser
Teile in seiner Abwärtsbewegung das Werkstück erreicht, wird das notwendige Auflager
unzeitgemäß geschaffen, und keiner der Teile wird an dem Wei4kstück mit dem erforderlichen
Druck angreifen, um eine richtige Werkstückvorschubwirkung zu gewährleisten. Die
Möglichkeit einer unvollkommenen Arbeit .der bekannten Vorschubeinrichtungen dieser
Art wächst mit der Arbeitsgeschwindigkeit der Maschine, was sich in weitem Ausmaß
aus der Trägheit -der Teile ergibt, und weiterhin weil die Feder, welche den Drückerfuß
und die Drückerfußelemente und die Stoffschieberelemente nach unten drückt, sich
nicht mit der notwendigen Geschwindigkeit erholen kann, um diese Aufwärtsbewegungen
zu überwinden. Bei hohen Geschwindigkeiten kann ein Grad an Unwiiiksamkeit erreicht
werden, bei welcher weder der Drückerfuß
noch der Stoffschieberfuß
merkbar an dem Arbeitsstück angreifen.
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Es ist daher ein Zweck der vorliegenden Erfindung, in einer Maschine
dieser Art verbesserte Vorschub- und Drückerfußhubeinrichtungen zu schaffen, durch
welche es möglich ist, daß die Maschine mit einem viel höheren Geschwindigkeitsverhältnis
betätigt werden kann, als es bisher möglich war.
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Ein weiterer Zweck der Erfindung besteht darin, eine Maschine dieser
Art mit Vorschub- und Drückereinrichtungen zu schaffen, die so berechnet sind, daß
für den Drückerfuß und den Vorschubfuß keine Neigung besteht, oberhalb der Stichplatte
zu flattern, auch wenn die Maschine mit 'hohem Geschwindigkeitsverhältnis betätigt
wird.
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Ein weiterer Zweck der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine
verbesserte Einrichtung zu schaffen, um der Nadelstange und den oberen Vorschubstangenelementen
dasWerkstück vorschiebende Bewegungen zu erteilen.
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Ein weiterer Zweck der Erfindung bestfit darin, Einrichtungen zu schaffen,
wodurch die gewaltigen Schwingungen, welche in der Drückerfußstangenfeder entstehen,
zweckentsprechend vernichtet werden.
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Mit diesen und anderen Zwecken im Auge umfaßt die Erfindung die Einrichtungen,
Kombinationen und Anordnungen von Teilen gemäß der nachfolgenden Beschreibung und
der Zeichnungen, in denen eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung wiedergegeben
wird.
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Fig. i zeigt eine Seitenansicht von hinten einer Nähmaschine, an welcher
die vorliegende Erfindung verkörpert ist; Fig. 2 zeigt eine Seitenansicht von links
der Nähmaschine; sie gibt die Stichbilde- und Vorschubeinrichtungen mit dem :Maschinenbett
und der Stofftragplatte im Schnitt wieder, wobei die Nadel in ihrer obersten Stellung
steht; Fig. 3 ist eine Seitenansicht von links der Stichbilde- und Vorschubeinrichtungen
von dem Nähmaschinenrahmen abgenommen, bei der die Nadel sich in ihrer untersten
Stellung befindet; Fig. 4 ist eine Teilseitenansicht der Stoff schieberhublcurbel
in ihrer angehobenen oder unwirksamen Stellung, wobei die Verriegelungsbolzeneinrichtung
die Kurbel in dieser Stellung hält; Fig. 5 ist eine schematische Darstellung der
Stichbilde- und Vorschubeinrichtungen gemäß Fig. 2, bei welcher der obere Stoffschieberfuß
in der angehobenen Stellung wiedergegeben ist; Fig.6 ist eine schematische Darstellung
der Stichbilde- und Vorschubeinrichtungen gemäß Fig. 3, bei der der Drückerfuß sich
in der angehobenen Stellung befindet; Fig. 7 zeigt eine Schnittansicht, welche die
Nadelstan.genschwingeinrichtung wiedergibt; der Schnitt ist im wesentlichen nach
Linie 7-7 der Fig. i genommen Fig. 8 zeigt eine Schnittansicht der Drückerfeder
und seines Schwingung dämpfenden Zylinders; Fig.9 zeigt eine Draufsicht der Verbindungsmittel
zwischen dem Dämpftingszylinder und seinem Tragarm; Fig. io zeigt eine Schnittansicht
der oberen Stoffvorschub- und Stichbildeeinrichtung im wesentlichen nach Linie jo-io
der Fig. i; Fig. ii zeigt eine Schnittansicht eines Teils der die Stoffschieber-
und Drückerstange antreibenden Einrichtungen im wesentlichen nach Linie i i-i i
der Feig. 2 ; Fig: 12 zeigt eine Schnittansicht und gibt einen Teil der Drückerstatige
finit ihren zugeordneten Elementen wieder, im wesentlichen nach Linie i2-12 der
Fig. io; Fig. 13 zeigt eine Schnittansicht und gibt einen Teil der Drücker- und
Vorschubstangenhubeinrichtung wieder, im wesentlichen nach Linie 13-13 der Fig.
io.
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Gemäß den Zeichnungen ist die Erfindung an einer Nähmaschine verkörpert,
welche einen Rahmen aufweist, der ein Bett enthält, von dessen einem Ende ein Ständer
12 eines überhängenden Maschinenarmes 13 nach ollen steht, der in einen Kopf 14
endet, In dieseln Rahmen ist eine Maschinenantriebs- oder Armwelle 15 drehbar gelagert,
welche an ihrem äußeren Ende das übliche durch einen Riemen angetriebene Schwungrad
16 und an ihrem inneren Ende eine durch Gegengewicht ausgeglichene, die Nadelstange
antreibende Kurbel 17 trägt.
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Die Welle 15 ist vermittels eines Antriebsriemens 18, der hier nur
unvollständig dargestellt ist, mit einer Riemenscheibe i9 verbunden, die auf dem
äußeren Ende einer unteren Haupt- oder Bettwelle 2o befestigt ist, »-elche drehbar
in dem Bett i i gelagert ist; das Umdrehtingsverhiiltnis zwischen den Wellen 15
und 2o ist i : i.
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Durch die Bettwelle 2o wird die übliche untere, vier Bewegungen ausführende
Werkstückvorschubeinrichtung angetrieben, welche einen Stoffschieber 21 umfaßt,
und die Greifereinrichtting, die einen fadentragenden Kettenstichgreifer 22 enthält.
Aus Gründen der Kürze wird eine Beschreibung im einzelnen der vier Bewegungen ausfiihrenden
Vorschubeinrichtung hier nicht gegeben.
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Mit Bezug auf die in den "Zeichnungen wiedergegebene Greifereinrichtung
genügt es, auszuführen, daß der Greifer 22 vorzugsweise zwei Bewegungen ausfuhrt,
der schleifenerfassende und abwerfende Bewegungen nur in der Vorschublinie besitzt
und der Greifer sich vorwärts bewegt, um die Nadelfadenschleife in einer Richtung
entgegen der Vorschubrichtung zu erfassen.
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Unter Bezugnahme auf die innerhalb des 'Maschinenkopfes 14 angeordnete
Einrichtung ist aus Fig. 3 und 7 ersichtlich, daß ein Nadelstangenantriebslenker
23 auf der Kurbel 17 mittels einer Schraube 24 verschwenkbar angeordnet ist. Das
untere Ende des Lenkers 23 ist mit einer Öffnung versehen, um einen Bolzen 25 aufzunehmen,
der mit einem geschlitzten Bund 26 einstöckig aus= gebildet ist, der auf die übliche
Nadelstange 27 geklemmt ist. An dem unteren Fn<le der Nadelstange 27 wird eine
geeignete Nadel 28 getragen. Vermittels
der oben beschriebenen
Einrichtung wird die Nadelstange in axialer Richtung in richtiger zeitlicher Beziehung
zu dem mit ihr arbeitenden Greifer 22 auf und ab bewegt, um Kettenstiche herzustellen.
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Die Nadelstange 27 ist in Lagerteilen 29 und 30 gelagert, die von
dem \adelstangenrahmen 31 vorstehen, der mit einer waagerecht vorstehenden
Lagerstange 32 versehen ist, die innerhalb des Ansatzes 33 des Maschinenkopfes 14
gelagert ist.
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Der Nadelstangenrahmen 31 wird bei der dargestellten \laschine in
zeitlicher Beziehung zu dem, vier Bewegungen ausführenden Stoffschieber 21 vermittels
Einrichtungen ausgeschwungen, die einen Schwinghebel 34 umfassen, der vorzugsweise
an seinem unteren Ende vermittels Schrauben 35 auf dem Endteil des Lagerzapfens
32 festgeklemmt ist. Der Schwinghebel 34 ist an seinem oberen Ende vermittels eines
Bolzens 36 und einer Mutter 36' mit einem Ende einer verhältnismäßig kurzen Pleuelstange
37 %-erscll\%c»kl)ar verbunden, die an ihrem anderen Ende mit einer Gabel 38 versehen
ist, welche das einstellbare Exzenter 39 umschließt, das zwecks Drehens mit der
Armwelle 15 auf ihr befestigt ist. Wenn die Armwelle 15 verdreht wird, treibt das
Exzenter 39 die Pleuelstange 37 an, welche ihrerseits den Schwinghebel 34 betätigt,
um den Nadelstangenrahmen um die Achse der Lagerstange 32 zu verschwenken. Das Ausmaß
der Schwingbewegung, welche dem Nadelstangenrahmen erteilt wird, hängt von der Größe
der Exzentrizität des Exzenters 39 ab, und, um die Amplitude der Schwingbewegungen
des Nadelstangenrahmens zu verändern, um mit der Stichlänge in Übereinstimmung zu
stehen, auf welche die untere Vorschubeinrichtung eingestellt ist, ist das Exzenter
einstellbar gemacht.
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Um eine Einstellung des Exzenters 39 zu bewirken, ist in der Oberseite
des Maschinenarmes 13 eine Klinke 40 angeordnet. Wenn es gewünscht wird, die Amplitude
der Schwingbewegung des Nadelstangenrahmens 31 einzustellen, wird die Klinke 40
nach unten gedrückt, bis ihr inneres Ende in eine Anschlagnut 42 in dem Einstellglied
43 des Exzenters 39 eintritt, wonach, wenn es erwünscht ist, die Klinke teilweise
verdreht und in der eingedrückten Stellung verriegelt werden kann. Mit dem Einstellglied
43 des auf diese Weise gegen Verdrehung verklinkten Exzenters 39 wird eine geeignete
Drehung der Armwelle von Hand die gewünschte Einstellung des Exzenters 39 bewirken.
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Aus den Fig. 2 und 3 ist ersichtlich, daß der Nadelstangenrahmen
31 einen in senkrechter Richtung mit einer Öffnung versehenen Lageransatz
44 aufweist, der auf ihm nahe dem Lagerteil 3o ausgebildet ist. Innerhalb dieses
Lageransatzes 44 ist verschiebbar eine obere Vorschubstange 45 angeordnet, welche
an ihrem unteren Ende einen Vorschubfuß 46 trägt, der mit der Nadel 28 und dem unteren
Stoffschieber 21 zum Vorschieben des Werkstückes über die Stofftragplatte 47 zusammen
arbeiten kann. Da die Vorschubstange 45 von dem Nadelstangenrahmen 31 getragen ist,
erteilt der Rahmen sowohl der Nadelstange 27 als auch der oberen Vorschubstange
45 die gleiche Amplitude einer Schwingbewegung in der Vorschublinie.
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Das obere Ende der oberen Vorschubstange 45 ist mit einem Querbolzen
48 versehen, der verschiebbar innerhalb des gegabelten freien Endes 49 eines im
wesentlichen waagerecht angeordneten Vorschubhebels 5o Aufnahme findet. Das andere
Ende des Hebels 5o ist verschwenkbar auf einem Zapfen 5 r angeordnet, welcher innerhalb
des unteren rück-,värtigen Teiles des Maschinenkopfes 14 getragen wird.
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Um die Vorschubstange 45 an einem Drehen um ihre Läligsachse zu hindern,
ist ihr oberer Teil mit einem Paar Backen 45' versehen, welche den Querbolzen 48
tragen und welche den gegabelten Teil 49 des Hebels 5o umfassen.
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Der Maschinenkopf 14 ist mit einem senkrecht angeordneten feststehenden
Lagerteil 52 versehen, in welchem eine Drückerstange 53 verschiebbar angeordnet
ist, so daß sie etwas hinter der oberen Vorschubstange 45 und außerhalb der Vorschublinie
an der Seite der Vorschublinie angeordnet ist, welche dem überhängenden Maschinenarm
13 zunächst liegt. EineüblicheAusführungeines Drückerfußes 54 wird von dem
unteren Ende dieser Drückerstange 53 getragen. In dem oberen Teil befindet sich
zwischen den Enden der Drückerstange 53 ein Schlitz 55 (Fig. i2), der das freie
Ende eines Armes 56 eines Winkelhebels aufnehmen kann, der von dem Vorschubhebel5o
an dessen Stoßmittelpunlkt verschwenkbar getragen wird.
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Dieser Winkelhebel enthält den oben genannten Arm 56, der von einem
Ende des Schwenkzapfens 57 getragen wird und auf dessen anderem Ende vermittels
einer Schraube 58 ein zweiter Arm 59 befestigt ist, der durch einen Bolzen 6o verschwenkbar
mit dem unteren Ende eines Lenkers 61 verbunden ist. Der Bolzen 57 geht durch den
mit einer Öffnung versehenen Lagerteil 62 des Hebels 5o hindurch, dessen Drehmittelpunkt
längs der Achse des Lagerteils 62 liegt.
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Der obere Endteil des Lenkers 61 ist vermittels eines Bolzens 63 mit
einer Antriebskurbel 64 verbunden, die von einem Ende einer Schwingwelle 63 getragen
ist, welche in Lageransätzen 66 und 67 gelagert ist, die auf dem Maschinenarm 13
bzw. dem Kopf 14 vorgesehen sind. Die Schwingwelle 65 ist parallel zu der Antriebswelle
15 der Nadelstange angeordnet.
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Auf dem gegenüberliegenden Endteil der Schwingwelle 65 ist vermittels
Schrauben 68 eine kurze Kurbel 69 befestigt, die einen Bolzen 70 trägt, der
verschwenkbar von dem gegabelten Ende einer Pleuelstange 71 umfaßt wird, dessen
anderes Ende in einer Exzentergabel 72 endet. Die Gabel 72 umschließt ein einstellbares
Exzenter 73, das zum Drehen mit der Armwelle 15 befestigt ist. Bemerkt sei, daß,
wenn die Armwelle 15 gedreht wird, das Exzenter 73 die Pleuelstange 71 antreibt,
welche ihrerseits der Schwingwelle 65 vermittels der Kurbel 69 Schwingbewegungen
erteilt. Die Amplitude dieser Bewegungen kann durch Einstellen des
Hubes
des einstellbaren Exzenters 73 verändert werden.
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Auf den Vorschubhubhebel 5o an einer Stelle zwischen dem Winkelhebelschwenkpunkt
und seinem gegabelten Ende 49 drückt ein Ende eines federbeeinflußten Blatthebels
74 nach abwärts, welcher außerhalb und .hinter und nahe dem Maschinenarm 13 angeordnet
ist. Das andere Ende dieses Hebels wird vermittels einer Schraubenfeder 75 nach
aufwärts gedrückt, welche zwangsläufig mit einem Arm 76 verbunden ist, der auf dem
Maschinenarm 13 angeordnet ist. Das untere Ende der Feder 75 ist verschwenkbar mit
dem Hebel 74 vermittels eines Bolzens 77 und einer Mutter 78 verbunden. Wie insbesondere
in den Fig. io und 13 wiedergegeben ist, ist der Hebel 74 nahe der Vorschubhubkurbel
5o auf einer Schneide 79 eines Lagerteils 79 gelagert, welche sich von einem Wellenstumpf
8o erstreckt, der verschwenkbar innerhalb einer Öffnung 81 angeordnet ist, die in
dem unteren Teil des Maschinenkopfes 14 gebildet ist. Um zu verhindern, daß der
federbeeinflußte Hebel irgendeinen Seitendruck auf den Vorschubhubhebel 5o ausübt,
wird eine Stahlkugel 82 vermittels eines Blechkäfigs 83 zwischen dem Hebel 74 und
dem Hebel 5o gehalten. Der Käfig 83 ist an dem Hebel 5o vermittels Schrauben 84
befestigt.
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Unter Bezugnahme insbesondere auf die Fig. io und 13 ist ersichtlich,
daß der Hebel 74 mit einer Öffnung versehen ist, um so Raum für einen Führungsbolzen
85 zu schaffen, der von dem Schutzteil 86 des Kopfes 14 nach aufwärts vorragt und
sich durch das gegabelte Ende eines Führungsarmes 87 erstreckt, der vermittels einer
Schraube 88 auf dem oberen verkleinerten Teil der Drückerstange 53 festgeklemmt
ist. Daher wird die Drückerstange 53 daran gehindert, sich um ihre Längsachse zu
drehen, und gleichzeitig verhindert der Bolzen 85, daß der Hebel 74 sich seitwärts
bewegen kann.
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Die Schwenkbewegungen der vorgenannten Schwingwelle 65 veranlassen
den Winkelhebel 56, 59, in einer senkrechten Ebene um den Schwenkzapfen 57 in dem
Vorschubhubhebel 5o zu schwingen, so daß der darauf befindliche Arm 56 danach bestrebt
ist, die Drückerstange 53 zu heben und zu senken. Wenn jedoch die Drückerstange
53 gesenkt wird, greift ihr Drückerfuß 54 an der Stichplatte 89 oder an dem von
ihr getragenen Werkstück an und eine weitere Bewegung des @@'inkelhebels kann nur
in einem Anheben seines Schwenkpunktes resultieren, und diese letztgenannte Wirkung
wird natürlich das gegabelte Ende 49 des Vorschubhubhebels 5o mit der Folge anheben,
daß der obere Vorschubfuß 46 von der Stichplatte 89 frei angehoben wird, wie in
Fig. 2 und 5 wiedergegeben. Eine fortgesetzte Schwenkbewegung der Schwingwelle 65
veranlaßt daher die Drückerstange 53 und die obere Vorschubstange 45, sich abwechselnd
nach oben und nach unten zu bewegen, und da der federbeeinflußte Hebel 74 sich in
dauerndem Angriff init dem Vorschubhubhebel 50 befindet, wird seine Kraft
entweder auf die Drückerstange oder auf die obere Vorschubstange übertragen; dieses
hängt davon ab, welches der beiden Elemente sich mit der Stichplatte oder dem N'%'erkstiick
im Eingriff befindet. Die Bewegungen der Schwingwelle 65 werden mit denen der Nadelstange
27 synchronisiert, so daß die üblichen kombinierten Vorschubbewegurigen vor sich
gehen.
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Eine Einstellung des Schwingwellenantriebsetzenters 73 wird eine relative
Einstellung der Amplitude der senkrechten Bewegungen ergeben, welche der Drückerstange
und der oberen Vorschubstange erteilt werden.
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Der Vorschubhubhebel So und die Antriebskurbel 64 sind jeweils, wie
bei 9o und 9i (Fig. 2) angedeutet ist, ausbalanciert, um ein Arbeiten der Maschine
mit hoher Geschwindigkeit zu gestatten.
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Wie oben ausgeführt, ist das eine Ende des Hebels 74 verschwenkhar
an der Schraubenfeder 75 vermittels des Bolzens 77 befestigt. Unter Bezugnahme auf
die Fig. 1, e und 9 im einzelnen ist ersichtlich, daß das untere Ende der Feder
75 an dem unteren schalenförmigen Teil 92 befestigt ist, der teleskopartig in dem
oberen und umgekehrt gerichteten schalenförmigen Teil 93 eingepaßt ist, dessen
oberer Teil eine Gewindestange 94 aufweist, welche aus ihr nach oben vorsteht. Diese
Stange wird von einem geschlitzten Bund 95 aufgenommen und an ihm festgeklemmt,
welcher einen mit Gewinde versehenen Bolzenteil 96 besitzt, der -sich von ihm erstreckt,
um von dem Arm 76 vierschwenkbar aufgenommen zu werden und der an ihm vermittels
Muttern 97 befestigt ist. Das obere Ende der Feder ist an dem Teil 93 befestigt,
um so den Hebel 74 nach oben zu drängen. Die beiden schalenförmigen Teile 92 und
93 bilden eine im wesentlichen luftdichte Einheit, deren Zweck darin besteht, die
gewaltsamen Federvibrationen zu dämpfen, die anderenfalls eintreten würden, wenn
die Feder durch ihre kritischen Schwingungsphasen hindurchgeht. Ein Abstandsstück
75' aus Kautschuk ist innerhalb der Feder angeordnet, um ihr seitliches Ausschwingen
zu begrenzen.
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Der angelegte Druck der Feder 75 -kann durch Verschieben der
Stange 94 im Verhältnis zum Klemmbund 95 verändert werden. Das Verschieben der Stange
94 relativ zum Bund 95 erfolgt durch Drehen einer Spannungsstellmutter 98, welche
mit Gewinde auf die Stange 94 aufgesetzt ist.
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Gemäß Fig. i ist der Schwenkpunkt 79' des federbeeinflußten Hebels
74 so angeordnet, daß der Hebel ein Hebel erster Ordnung ist. Der Teil, der sich
nach vorn aus dem Schwenkpunkt 79' erstreckt, ist in der Länge erheblich kürzer
als der Teil, der sich von dem Hebelschwenkpunkt bei 77 zum Schwenkpunkt bei 79'
erstreckt. Vermittels des Hebels oder der Vervielfachungseinrichtungen 74 wird die
Amplitude der senkrechten Bewegung des Vorschubhubliebels 5o bei einer bevorzugten
Ausführungsform der Einrichtung am Ende des Hebels 74 mit dem Fünffachen multipliziert,
um so der Kurbel eine Kraft zu erteilen, die um das Fünffache größer ist als die,
die die Feder ihm erteilen würde, falls sie direkt auf die Kurbel arbeiten würde.
Daher ist eine verhältnismäßig leichte Feder ausreichend,
um dem
Druckerfuß und dem oberen Vorschubfuß den richtigen Druck zu liefern. Versuche haben
bewiesen, daß durch Verwendung eines solchen Vervielfachers überlegene Resultate
erreicht worden sind, im Verhältnis zu den Ergebnissen, die erreicht wurden, wenn
die gleiefhen oberen Vorschub- und Drüekerelemente benutzt werden, jedoch mit einer
Feder, welche etwa die fünffache Steifigkeit der Feder 75 besitzt und welche so
angelegt ist, daß sie sich direkt auf den Hebel So legt. Augenscheinlich werden
sehr viele Vorteile dadurch gewonnen, daß ,eine Feder leichten Gewichts verwendet
wird, die mit einem Vervielfacher gekuppelt ist, im Vergleich zu der Verwendung
einer Feder mit höherem Gewicht, welche direkt an den Hebel 5o angelegt wird. Diese
Versuche haben bewiesen, daß die Verwendung der Vervielfachungseinrichtung gemäß
der vorliegenden Erfindung die Neigung zum Flattern der Füße 46 und 54 vollständig
vermeidet, wenn die Maschine mit höher Geschwindigkeit arbeitet. Es bedeutet einen
Vorteil, eine Feder zu verwenden, die eine hohe Eigenfrequenz für Zwecke dieser
Art hat.
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Die vorliegende Maschine ist weiterhin mit von Hand zu betätigenden
Druckerstangen, Hubeinrichtungen und oberen Vorschubstangenhubeinrichtungen versehen,
welche so ausgeführt sind, daß die erforderliche Hubkraft auf ein Minimum gehalten
bleibt. Allgemein gesprochen umfassen diese Mittel Elemente, welche unter der Einwirkung
eines Pedals die Spannung der Schraubenfeder auf dem Arm 74 vollständig beseitigen
können und den mit einer Schneide versehenen Lagerteil 79 des federbeeinflußten
Hebels 74 von diesem Hebel wegzuschwenken vermögen, damit der Drücker, die Drückerfußstange
und die Vorschubstange frei von dem @Verksti.ick angehoben werden können. Diese
Einrichtung gehört nicht zur vorliegenden Erfindung.
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Im allgemeinen umfaßt die vorliegende Hubeinrichtung ein in sich abgeschlossenes
Rahmenwerk 99, welches von dem Maschinenarm 13 getragen wird. Innerhalb dieses Rahmenwerks
sind zwei Sätze von Anschlägen ioo und ioi nach Art des Genfer Kreuzes angeordnet,
die getrieblich miteinander verbunden sind, um eine Reihe von aufeinanderfolgenden
Bewegungen zu schaffen, die insgesamt durch eine einzige Abwärtsbewegung des üblichen
fußbetätigten Pedals erzeugt werden, das mit den Anschlägen nach Art des Genfer
Kreuzes vermittels einer Kette 102 und eines Schwenkarmes 103 verbunden ist.
letzterer trägt ein Segmentzahnrad io4. Entsprechend einer Anfangsbewegung der Pedalkette
102 hebt vermittels der Verbindungsmittel des Seginentzahnrades io4 und eines ,
mit, ihm im Eingriff stehenden Ritzels io5 der Hauptanschlag ioo nach Art des Genfer
Kreuzes einen Arm io6, welcher eine Gelenkverbindung betätigt, die Arme 107 und
io8 umfaßt, die schwenkbar bei iog verbunden sind. Der Arm 107 wird verschwenkbar
von dem Rahmenwerk 99 bei i io getragen, und der andere Arm io8 der Gelenkverbindung
ist verschwenkbar bei i i i mit einem Arm i 1 2 verbunden, der seinerseits
verschwenkbar von dem Rahmenwerk bei 113 getragen wird. Der vorgenannte Arm 76 ist
einstickig mit dem Arm 112 ausgebildet und bildet damit einen Winkelhebel, welcher
unter der Einwirkung des Gelenkes um den Zapfen 113 schwingt, um die Schraubenfeder
75 zu entlasten.
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An dieser Stelle im Arbeitskreislauf wird der Federdruck vollständig
von der Druckerstange und der oberen Vorschubstange abgenommen. Eine weitere Abwärtsbewegung
der Pedalkette io2 wird den Wirikellhebel und die Schraubenfeder 75 zufolge des
anhaftenden Totganges des Anschlages ioo nach Art des Genfer Kreuzes nicht bewegen,
aber dann wird der zweite Anschlag ioi nach Art des Genfer Kreuzes wirksam, um ein
Segmentzahnrad 114 anzutreiben, welches seinerseits einer waagerecht angeordneten
Zahnstange 115 eine lineare Vorwärtsbewegung erteilt; die Zahnstange 115 ist verschiebbar
innerhalb des Rahmenwerkes 99 und innerhalb einer Lageröffnung 116 angeordnet, die
in dem Kopf 14 gebildet ist.
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Der vordere Endteil dieser Zahnstange i 15 greift in ein Zahnrad 117
ein, welches auf dem Endteil des obengenannten Wellenstumpfes 8o vorgesehen ist,
welcher die Schneide 79' trägt, und daher wird die lineare Bewegung, welche der
Zahnstange erteilt, ist wirksam, um den Wellenstumpf zu drehen und dadurch den Schwenkpunkt
von dem federbeeinflußten Hebel 74 zu entfernen, zu dem Zweck; einen geeigneten
Spielraum zwischen dem Hebel 74 und dem Schwenkpunkt zu schaffen, so daß der Hebel
So frei angehoben werden kann.
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In dem Schwenkteil 79 des Wellenstumpfes 8o ist an einer Stelle exzentrisch
zu seiner Drehachse mit Gewinde eine Schraube 118 eingesetzt, von der ein vorstehender
Schulterteil i i9 in einen Schlitz 12o eintritt, der nahe dem einen Endteil eines
Blecharmes 121 vorgesehen ist; das andere Ende dieses Armes ist verschwenkbar an
dem Unterkörper des Maschinenarmes 13 vermittels einer Schraube 122 befestigt. Das
freie Ende des Armes 121 nahe seinem geschlitzten Teil ist gebogen, um eine Lippe
123 zu bilden und liegt unter dem Führungsarm 87, der von der Druckerstange 53 getragen
wird. Die Drehbewegung des Wellenstumpfes wirft daher die Schraube 118 in eine gekrümmte
Bahn, hebt dadurch den freien Endteil des 'Blecharmes 121 an, welcher seinerseits
die Druckerstange 53 anhebt. Diese Aufwärtsbewegung der Druckerstange hebt die obere
Vorschubstangeebenfalls vermittels des Winkelhebels 56, 59 an, die verschwenkbar
von dem Vorschubhubhebel So getragen ist.
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Bei Freigabe der von Hand angelegten Kraft, welche auf die Pedalkette
102 ausgeübt wird, kehrt die vorbeschriebene Einrichtung unter der Kraft einer Spannfeder
124 in ihre normale Stellung zurück, und die Federkraft wird wirksam, um die Schraubenfeder
75 wieder zu spannen, da die Feder 124 vermittels des Gelenkes arbeitet.
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Die Druckerstange und die obere Vorschubstange können in ihren bezüglichen
angehobenen Stellungen vermittels eines senkrecht angeordneten Riegelholzens
verriegelt
werden, der in einem Ansatz 125 angeordnet ist, der auf dem Maschinenkopf i4 vorgesehen
ist. Diese Riegelbolzeneinrichtung umfaßt eine hohle feste Buchse i26, die in den
Ansatz 125
eingepaßt ist und in ihr vermittels einer Stellschraube 127 befestigt
ist. Innerhalb der Buchse 126 ist ein zylindrischer Bolzen 128 verschiebbar angeordnet,
der einen tafelförmigen oberen Teil 129 aufweist, welcher in einen Schlitz 13o eintritt,
der innerhalb des oberen Teils der Buchse 126 vorgesehen .ist. Dieser Bolzen 128
kann von Hand gegen die Kraft einer kleinen Schraubenfeder 131 angehoben und dann
gedreht werden, so daß der tafelförmige Teil 129 des Bolzens im Verhältnis zu dem
Schlitz 13o außer Linie liegt, und diese letztgenannte Bewegung wird wirksam, um
dien Bolzen in seiner angehobenen in Fig.4 dargestellten Stellung zu verriegeln.
Da der Bolzen unterhalb des oberen Vorschubhubhebels 5o,angeordnet ist, ist er in
seiner angehobenen Stellung wirksam, um den Hebel und infolgedessen die Drückerstange
und die obere Vorschubstange daran zu 'hindern, in ihre normale Stellung zurückzukehren.
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Aus der vorstehenden Beschreibung ist ersichtlich, daß der Hebel 74
dahin arbeitet, der Feder 75 einen Bewegungsbereich aufzuerlegen, der beträchtlich
größer als der sowohl der Drückerstange als auch der Vorschubstange ist. Daraus
ist erkennbar, daß bei jeder Zunähme einer Aufwärtsbewegung, welche entweder von
der Drückerstange oder der Vorschubstange ausgeführt wird, an sie eine Größe einer
Federlast gelegt wird, welche sehr viel höher als diejenige ist, welche an sie angelegt
werden würde, wenn die Feder unmittelbar mit dem Arm 50 verbunden wäre. Daher
ist es möglich, eine Feder verhältnismäßig leichten Gewichts zu verwenden und dennoch
die erforderliche Größe an Federdruck zur Verfügung zu stellen, um die am Werkstück
angreifenden Elemente wirksam gegen das Werkstück zu drücken. Weiterhin hat sich
durch die Verwendung der pneumatischen Dämpfungsmittel in Verbindung mit der Schraubenfeder
herausgestellt, daß die starken Vibrationen, welche in der Feder entstehen, wenn
sie durch die kritischen Phasen hindurchgeht, vollständig vermieden werden.