DE82020C - - Google Patents

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DE82020C
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    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10KSOUND-PRODUCING DEVICES; METHODS OR DEVICES FOR PROTECTING AGAINST, OR FOR DAMPING, NOISE OR OTHER ACOUSTIC WAVES IN GENERAL; ACOUSTICS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • G10K1/00Devices in which sound is produced by striking a resonating body, e.g. bells, chimes or gongs
    • G10K1/06Devices in which sound is produced by striking a resonating body, e.g. bells, chimes or gongs the resonating devices having the shape of a bell, plate, rod, or tube
    • G10K1/07Devices in which sound is produced by striking a resonating body, e.g. bells, chimes or gongs the resonating devices having the shape of a bell, plate, rod, or tube mechanically operated; Hand bells; Bells for animals
    • G10K1/072Operating or striking mechanisms therefor
    • G10K1/074Operating or striking mechanisms therefor with rotary clappers or shells

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  • Physics & Mathematics (AREA)
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  • Dental Tools And Instruments Or Auxiliary Dental Instruments (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 74: Signalwesen.
Rasselglocke mit drehbarer Glockenschale.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 7. Dezember 1894 ab.
Vorliegende Erfindung betrifft eine Rasselglocke mit drehbarer Glockenschale, welche für Fahrräder oder als Läutevorrichtung für andere Zwecke anwendbar ist. Die Glockenschale, die mittelst eines hierzu geeigneten Mechanismus in Drehung um die Achse versetzt wird, ist mit Vorsprüngen versehen, welche während der Drehung mit einem federnden Hammer oder einem ähnlichen Organ zur Erzeugung des Tongeräusches zusammenwirken.
Auf beiliegender Zeichnung ist:
Fig. ι ein Schnitt einer Fahrradglocke der neuen Art nach der Linie x-y von Fig. 3.
Fig. 2 ist eine Seitenansicht und
Fig. 3 eine Oberansicht bei abgenommener Glockenschale.
Die Glockenschale A, die am inneren Umfangrande mit den Vorsprüngen b b versehen ist, kann sich um die Achse drehen, insofern die mit der Schalenmitte verbundene Spindel a in innen und aufsen angeordneten Spitzenlagern bei a1 a2 läuft. Als Gestell für die Spitzenlager dient einerseits die Grundplatte B und andererseits der mit derselben verbundene Bügel C. Das eine der beiden Spitzenlager, bei <z2, ist mittelst der Schraube D nebst Sicherungsmutter d stellbar, so dafs man den Abstand der die Spitzen aufnehmenden Spurlager regeln kann. Eine Hülse E pafst lose über den unteren oder inneren Theil der Spindel a, an welcher die unabhängige Drehung dieser Hülse indessen dadurch unmöglich gemacht wird, dafs ein Querstift F mit vorstehenden Köpfen durch Schlitze e e der Hülse hindurchgreift. Durch diese oder eine ähnliche Mitnehmerverbindung wird zwar die unabhängige Drehung von Hülse und Spindel ausgeschlossen, aber eine seitliche Bewegung bezw. Verschiebung dieser Theile auf einander ermöglicht. Das eine Ende der Hülse E ist mit einer Sperrzahnung f versehen und zum .Eingriff mit einem oder mehreren entsprechend geformten Zähnen oder Vorsprüngen g bestimmt, welche an dem zugekehrten Ende eines concentrisch angeordneten Trieblings G angebracht sind. Letzterer hat seine Drehungsstelle an einem kurzen Mittelzapfen H mit Lagerung an der Grundplatte B, und der Zapfen H dient zugleich als unteres Spurlager für die die Schale tragende Spindel a.
. Der am Umfange gezahnte Triebling G liegt in Eingriff mit einem Zahnbogen L, der einen Theil eines bei k in der Grundplatte drehbaren Hebels K bildet. Das nach aufsen reichende Ende dieses Hebels kann die zum Fingerangriff geeignete Gestalt haben, wie aus Fig. 2 und 3 ersichtlich.
Auf der Grundplatte B ist ferner mittelst eines federnden Stieles m der Hammer oder Schlägel M in solcher Lage befestigt, dafs er mit den Vorsprüngen b b an der Glockenschale zusammentrifft, wenn letztere gedreht wird.
Man veranlafst die Drehung durch Bewegung des Hebels K, wobei der Zahnbogen L den Triebling G antreibt, der durch Sperrzahnungseingriff gf auf die Hülse E in der einen
Richtung mitnehmend wirkt. Die Drehung der Hülse E bedingt diejenige der Glockenschale A, deren Vorsprünge b alsdann mit dem federnden Hammer M in Berührung kommen und ein andauerndes Läuten verursachen, bis die Glockenschale wieder in Stillstand versetzt ist. Eine geeignete Feder N bewirkt den Rückwärtshub des Hebels K nach dem Inthä'tigkeitsetzen; während der Rückwärtsdrehung des Trieblings G gleiten die Sperrzähne/und g an einander eingriffslos vorbei, so dafs in diesem Drehungssinne keine Bewegungsübertragung an die Glockenschale erfolgt. Mit P ist ein Anschlag zur Begrenzung der Bewegung des Hebels K bezeichnet.
Die beschriebene Rasselglocke kann für mannigfache Zwecke angewendet werden. In der Anordnung als Fahrradglocke, wie in der Zeichnung ersichtlich, ist mit der Grundplatte B noch die Klemmschelle R zu verbinden, mittelst deren die Vorrichtung an der Fahrradlenkstange festgelegt wird. Bei anderen Verwendungsarten kann der Hebel K mittelst einer Schnur oder eines Drahtes bewegt werden. Soll die Vorrichtung als Tischglocke in Benutzung genommen werden, so ist sie auf einem geeigneten, gegebenenfalls ornamentirten Ständer anzubringen; in diesem und in anderen Fällen ist es zweckmäfsig, wenn die die Glockenschale tragende Spindel wagerecht angeordnet wird, und wenn eine schwache Feder dazu dient, die verschiebbare Hülse E gegen den Triebling G in Eingriff zu drücken.
Offenbar können zwei oder mehr Glocken mit einer Spindel in Verbindung gebracht und durch Drehung derselben gleichzeitig in Thätigkeit gesetzt werden.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Rasselglocke mit an festen Lagern drehbarer Glockenschale, welche Vorsprünge (b) in solcher Lage trägt, dafs sie mit einem federnden, selbst nicht bewegten Hammer (M) zusammenwirken und das Tongeräusch erzeugen, wenn die Glockenschale durch eine Bewegungsvorrichtung in Drehung versetzt wird.
2. An der Rasselglocke mit drehbarer Glockenschale nach Anspruch ι. eine Bewegungsvorrichtung, bestehend aus einem Zahnbogenhebel (KL) in Eingriff mit einem Trieb (G), welcher mittelst Sperrzahnung und unter Vermittelung einer auf der Schalenspindel (a) verschiebbaren Mitnehmerhülse (E) Drehung in einer Richtung auf die Glockenschale überträgt.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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