DE815483C - Koksofen - Google Patents

Koksofen

Info

Publication number
DE815483C
DE815483C DEP34492A DEP0034492A DE815483C DE 815483 C DE815483 C DE 815483C DE P34492 A DEP34492 A DE P34492A DE P0034492 A DEP0034492 A DE P0034492A DE 815483 C DE815483 C DE 815483C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
gas
coke oven
quality
lean
oven according
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEP34492A
Other languages
English (en)
Inventor
Jean Henri Francois Cassan
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Compagnie Generale de Construction de Fours
Original Assignee
Compagnie Generale de Construction de Fours
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Compagnie Generale de Construction de Fours filed Critical Compagnie Generale de Construction de Fours
Priority to DEP34492A priority Critical patent/DE815483C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE815483C publication Critical patent/DE815483C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B5/00Coke ovens with horizontal chambers
    • C10B5/10Coke ovens with horizontal chambers with heat-exchange devices
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B21/00Heating of coke ovens with combustible gases
    • C10B21/10Regulating and controlling the combustion
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B21/00Heating of coke ovens with combustible gases
    • C10B21/20Methods of heating ovens of the chamber oven type

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Combustion Of Fluid Fuel (AREA)

Description

  • Koksofen Ein nicht zum Stande der Technik gehörender Vorschlag betrifft ein Verfahren zum Heizen von Industrieöfen, insbesondere Koksöfen, das sich vor allem durch eine neue Art der Wärmewiedergewinnung unter Benutzung von einen umschaltbaren Regenerator bildenden Steinstapeln zum Zwecke der Vorwärmung der Luft und von rohrförmigen Wärmeaustauschern zum Zwecke der Vorwärmung des Gases kennzeichnet. Die Heizgase oder verbrannten Gase strömen nacheinander von den Steinstapeln zu den die Rohrbündel entf)altcnden Kammern und alsdann zu den in den Rauchkanal führenden Auslaßventilen. Die Luft wird den Steinstapeln unten zugeführt, und zwar ohne mit den Rohrbündeln in Berührung zu kommen. Die Verteilung der Luft und des Gases erfolgt durch Umschaltvorrichtungen, die ständig mit den Rauchgasen außer Berührung gehalten werden und infolgedessen eine gleichbleibende Temperatur haben.
  • Die @esci@il<lerte Erfindung ermöglicht es, eine beim gewöhnlichen Betriebe von Industrieöfen häufig auftretende Schwierigkeit zu beseitigen, die in der mangelnden Dichtigkeit der üblichen Mittel zur Vorwärmung des Verbrennungsgases (Steinstapel) zu suchen ist.
  • Zur Schaffung eines Koksofens, der den Anforderungen der modernen Technik in vollem Maße entspricht, ist es erwünscht, das beschriebene Beheizungssystem auf Unterbrennerheizungen anzuwenden. Bekanntlich versteht man hierunter eine besondere Einrichtung, bei der unterhalb der Ofenbatterie eine dem Bedienungspersonal zugängliche Arbeitsbühne angeordnet ist, in der die Heizgasleitungen vereinigt sind, wobei jeder Brenner durch ein besonderes, mit einem Regelhahn versehenes Blasrohr gespeist wird.
  • Bei den jetzt üblichen und auch den älteren Unterbrenneröfen wird auf diese Weise nur das hochwertige Gas geregelt. Man hat dann verschiedene Systeme vorgeschlagen, die bei Anwendung an Verbundöfen, d. h. Ofen, die entweder mit hochwertigem Gas oder mit Schwachgas geheizt werden können, die Aufgabe haben, auch die Regelung des Schwachgases durch ein geeignetes Mittel und schließlich die Regelung des Zuges oder, was auf dasselbe herauskommt, die Regelung der Luft zu ermöglichen.
  • Um die nachfolgenden Erläuterungen zu vereinfachen, seien zunächst die nachstehenden Ausdrücke klargestellt: einfach geregelte Unterbrenneröfen = Ofen mit Unterbrennerregelung nur des hochwertigen Gases; doppelt geregelte Unterbrenneröfen = Ofen mit Unterbrennerregelung sowohl des hochwertigen Gases als auch des Schwachgases; gesamt geregelte Unterbrenneröfen = Ofen mit Unterbrennerregelung sowohl des hochwertigen Gases als auch des Schwachgases, die außerdem mit einer Unterbrennerregelung der Luft oder der Rauchgase versehen sind.
  • Die Erfindung bezieht sich auf die Anwendung des beschriebenen Heizsystems auf einen gesamt geregelten Koksofen entsprechend der obigen Erläuterung. Aus dieser neuen Anwendung ergibt sich eine gewisse Anzahl von technischen Vorteilen, die durch getrennte Verwendung sowohl der bereits bekannten Unterbrennervorrichtungen als auch der vorerwähnten Vorrichtungen nicht erzielbar sind. Die wesentlichsten dieser Vorteile sind: i. Einfachheit des Ofenzwischenteiles, der zwischen dem Oberteil der Regeneratorzellen (Gipfel des Gewölbes) und dem unteren Teil der Verkokungskammern (Sohle) liegt. Bekanntlich bildet dieser Ofenzwischenteil bei allen bekannten Koksöfen einen besonders empfindlichen Konstruktionsteil, und zwar wegen der großen Anzahl der sich hier kreuzenden, die verschiedensten voneinander getrennt zu haltenden Gase (Gas, Luft, Rauchgas) führenden Züge, die sich hier vorfinden, 2. Festigkeit des Trennmauerwerkes der Regeneratoren, worin die aufsteigenden Gaszüge mit absoluter Dichtigkeit angeordnet werden können, 3. Breite der Regeneratorkammern, die leicht in Einzelzellen aufgeteilt werden können, wobei jede Zelle einem einzigen Brenner zugeordnet ist, 4. Anordnung der Regeneratorzellen derart, daß alle Zellen derselben Regeneratorkammer in jedem Augenblick zur Fortleitung des gleichen, praktisch unter dem gleichen Druck stehenden Mediums dienen, 5. Anordnung der Gasspeisung derart, daß man zur Heizung des Ofens wahlweise entweder reines, hochwertiges Gas oder reines Schwachgas oder ein Gemisch von hochwertigem Gas und Schwachgas oder schließlich ein Gemisch von hochwertigem Gas mit Luft oder einem anderen Gas, z. B. verbrannten Gasen, verwenden kann; möglicher Ersatz des üblichen hochwertigen Gases, Gas, das bei der Verkokung von Steinkohle anfällt, durch sehr hochwertige Abfallgase aus chemischen Prozessen, wie z. B. Methan und höhere Kohlenwasserstoffe oder auch durch sehr arme Gase; möglicher Ersatz des hochwertigen Gases durch natürliche Gase (Methan) unter Vermeidung der durch einen solchen Ersatz gewöhnlich eintretenden Schwierigkeiten, 6. Anordnung der Heizkanäle derart, daß bei einer beliebigen Verkokungskammer in einem beliebigen Augenblick zwei in demselben Kammerpfeiler angeordnete benachbarte Kanäle stets von einem aufsteigenden bzw. einem absteigenden Strom durchflossen sind und daß in gleicher Weise zwei sich in zwei benachbarten Kammerpfeilern gegenüberliegende Kanäle ebenfalls im gleichen Augenblick von einem aufsteigenden bzw. einem absteigenden Strom durchsetzt werden, wodurch eine sehr große Regelmäßigkeit in der Wärmeübertragung in das Innere der der Verkokung unterliegenden Kohlenmasse gesichert ist.
  • Diese verschiedenen Vorteile ergeben sich aus den Gesamtanordnungen und den Einzelheiten, die aus der nachfolgenden Ausführungsbeispiele der Erfindung erläuternden Beschreibung und Zeichnung zu entnehmen sind. In der Zeichnung ist Fig. i ein schematischer Querschnitt durch eine Ofenbatterie gemäß der Erfindung in einer senkrechten Ebene, die rechtwinkelig zu den mittleren Symmetrieebenen der Verkokungskammern verläuft, Fig. 2 ein schematischer Längsschnitt durch einen Ofen in einer senkrechten Ebene, die zu dem Schnitt nach Fig. i senkrecht verläuft und durch die Symmetrieachse eines zwei aufeinanderfolgende Kammern trennenden Kammerpfeilers gelegt ist, Fig. 3 eine Vorderansicht der Batterie, in der die verschiedenen Rohrleitungsanschlüsse für die umlaufenden Medien schematisch dargestellt sind, Fig. 4 eine schematische Darstellung, die gemeinsam die der Höhe nach verschiedenen waagerechten Schnitte nach den Linien A-A' und B-B' in Fig. i zeigt, Fig. 5 und 6 teilweise geschnittene Ansichten der Gasregelvorrichtung (hochwertiges Gas oder Schwachgas) an jedem Brennerpaare.
  • In den verschiedenen Figuren bezeichnen gleiche Bezugszeichen gleiche Teile.
  • Zur besseren Erläuterung des Umlaufes der verschiedenen Gase sind die Bezugszeichen nach einem bestimmten System geordnet.
  • Die Kammerpfeiler sind von links nach rechts (s. Fig. i und 4) mit 1, 2, 3, 4 usw. bezeichnet, während die Heizkanalpaare von vorn nach hinten die Bezeichnungen a, b, c, d usw. tragen. In jedem Heizkanalpaar trägt der jeweils vordere, dem Betrachter näher liegende Kanal das Zeichen ', während der folgende (hintere) Kanal das Zeichen " trägt. So setzt sich beispielsweise das Paar 2; aus zwei Kanälen zusammen, nämlich dem vorderen, 2; ', und dem hinteren, 2j ".
  • Die Verkokungskammern K und die ihnen in senkrechter Richtung entsprechenden Regeneratorkammern R tragen je als Kennzeichen die Nummer des linken benachbarten Kammerpfeilers.
  • Die Regeneratorkammern sind jede für sich gemäß der Mittellängsebene durch eine dünne Wand m aufgeteilt, wobei der linke Teil jeder Kammer das Kennzeichen ' und der rechte Teil das Kennzeichen " trägt. Daraus ergibt sicL, daß sich auf der linken S°ite der Batterie ein Halbgenerator Ra" und auf der rechten Seite ein Halbgenerator RN' befindet. N ist die Anzahl der Kammerstützen. Es sind also Ni Verkokungskammern und N i volle Regeneratorkammern und zusätzlich, eine an jedem Ende, zwei Halbkammern vorhanden. In der Längsrichtung sind die Regeneratorkammern durch Wände n aufgeteilt, und zwar in ebensoviel Abschnitte, als Brennerpaare vorhanden sind.
  • Die Aufteilung der Regeneratorkammern durch die Gesamtheit der Wände m und n ergibt die nachfolgend als Zellen bezeichneten Elemente.
  • Aus Fig. 4 ist ersichtlich, daß zu jedem Brenner oder jedem senkrechten Heizkanal eine Regeneratorzelle, und zwar eine einzige gehört. Betrachtet man nun ein Heizkanalpaar, z. B. das Paar3 ", das aus den Kanälen 3 c' und 3," besteht, so sieht man, daß der Kanal 3,' mit der Regeneratorzelle R2"c in Verbindung steht, während der Kanal 3," mit der Regeneratorabteilung R3'c verbunden ist.
  • Die Regel des Umlaufes ist somit leicht aufzustellen Wenn x und y die Abszisse bzw. die Ordinate eines mit x, y bezeichneten Kanalpaares ist, so steht der erste Kanal xy' mit der Zelle R" -," y und der zweite Kanal xy" mit der Zelle Rx,,' in Verbindung.
  • Setzt man nun den Fall, daß in einem gegebenen Augenblick einerseits alle ersten Kanäle in den ungeradzahligen Kammerstützen von aufsteigenden Verbrennungsgasen und die zweiten Kanäle in den gleichen Kammerstützen von abwärts wandernden Rauchgasen durchflossen werden und daß andererseits die ersten Kanäle in den geradzahligen Kammerstützen abwärts strömende Rauchgase und die zweiten Kanäle der gleichen Kammerstützen aufsteigende Verbrennungsgase führen, so ist leicht ersichtlich (Fig. 4), daß ein und dieselbe Regeneratorkammer in allen sie zusammensetzenden Zellen das gleiche Gas führt, welches in dem in Rede stehenden Fall bei den geradzahligen Regeneratorkammern Luft und bei den ungeradzahligen Kammern Rauchgas ist.
  • Dies deuten die in die Fig. i, 2 und 4 eingetragenen Pfeile an, vorausgesetzt, daß der Schnitt nach Fig. i durch einen zweiten Kanal (Schnitt z. B. in der Ebene DD' in Fig.4) und der Schnitt nach Fig.2 durch eine geradzahlige Kammerstütze in dem oberen Teil und durch eine ungeradzahlige zweite Kammer in dem Regenerator (Schnitt CC in Fig. i und 4) verläuft. Um die Arbeitsweise klarer zu erläutern, sind in der Zeichnung auch solche Teile, die in Wirklichkeit nicht geschnitten oder nur teilweise geschnitten sind, doch geschnitten dargestellt, z. B. der Verbindungsweg zu dem Heizkanal und der Auslaßöffnung der Rauchgase.
  • Es sei bemerkt, daß in der folgenden Halbperiode alle Richtungen umgekehrt sind. Ferner sei darauf hingewiesen, daß in der Fig. i die gestrichelten Pfeile sich auf die Stromrichtung in den ersten Kanälen bezieht.
  • Unterhalb der Regeneratorkammern befinden sich doppelte Kammern zur Aufnahme der Rohrbündel F0 ', F,', FF2', F2", F3', F3...... die Rekuperatoren (Gaserhitzer) bilden. Die Rauchgase treten in diese Kammern durch runde Öffnungen ein, die sich am Boden der Regeneratorzellen befinden und den Brennerleitungen diagonal gegenüberliegen, so daß das Stapelmaterial am besten ausgenutzt wird.
  • Die Austrittsöffnungen der Rauchgase können teilweise durch Drosselorgane in geeigneter Form E, E... abgedeckt werden, die von der unterhalb der Ofen befindlichen Arbeitsbühne aus zu betätigen sind. Da jede Regeneratorzelle einen, und zwar einen einzigen Rauchgasaustritt besitzt, der einem einzigen Brenner entspricht, und da, wie man weiter sehen wird, das Heizgas unter Druck zugeführt wird und eine eigene Regelung hat, ergibt sich, daß die individuelle Regelung der Rauchgase eine wirksame Regelung der Luft an jedem Brenner bewirkt, während die allgemeine Regelung des Zuges durch Unterdruckregelung in dem Rauchgasableitungskanal erfolgt.
  • Nach Durchfluß durch die Rohrbündel des Rekuperators werden die Rauchgase durch die Öffnungen T3, T3', T4, T,' in den Rauchgasableitungskanal abgeführt.
  • Die Zuführung des Heizgases zu den Brennern erfolgt durch Blasrohre Ch, Ch..., die die dicken, die Regeneratorkammern voneinander trennenden Wände in senkrechter Richtung durchsetzen. Diese Blasrohre führen je nach Bedarf Schwachgas oder hochwertiges Gas. Das vorerhitzte Schwachgas wird durch paarweise vorhandene Kanäle G', G" zugeführt, während die Zuführung des kalten hochwertigen Gases durch ein anderes Leitungspaar g', ä" mittels eines Verteilers erfolgt, der im einzelnen in den Fig. 5 und 6 dargestellt ist und nachfolgend beschrieben werden wird.
  • Die Verbrennungsluft gelangt in die Regeneratorzellen schließlich durch zwei Kanäle Ha' und H3", H3' und H....... die in der Sohle der Regeneratorkammern angeordnet sind. Die Luftzuführungskanäle münden dabei in jede Zelle durch eine Öffnung h', h" (Fig. 4) ein, die diagonal dem Zutritt zu dem entsprechenden Brenner gegenüberliegt.
  • Es bleibt nun noch zu erläutern, wie die verschiedenen Organe untereinander verbunden sind, um den Umlauf der verschiedenen Gase zu sichern. Zu diesem Zweck sei auf Fig. 3 verwiesen, die die Vorderseite der Batterie schematisch zeigt. Die Verkokungskammern KI, K2... sowie die Regeneratorzellen Ro, R1, R2... sind in dieser Figur gestrichelt dargestellt.
  • Die Luft gelangt unter geringem Druck durch die Leitungen H", H"... zu den Verteilern Y", Y, 3 . . . , die aus Dreiwegehähnen bestehen, oder zu entsprechenden Verteilern. In dem betrachteten Falle wird die Luft den geradzahligen Regeneratoren Ro, R2, R,,... zugeleitet. Das Schwachgas gelangt unter einem Druck, der höher als derjenige der Luft ist, durch die Leitungen G, 1, G2 ... usw. zu den Verteilern Z" , ZZ 3... usw., die den Luftverteilern entsprechen. Im gleichen Augenblick wird das Gas den ungeradzahligen Rohrbündeln F,', F,", F3', F3"... usw. zugeführt, und es gelangt von dort zu den Kanälen G1" (aus F,'), GZ (aus F,"), G3" (aus F3'), Ga' (aus F,") ... usw.
  • Aus den Kanälen G' und G" steigt das Gas durch die Blasrohre Ch zu den Brennern auf, die sich zur Zeit im aufsteigenden Verbrennungsbetrieb befinden, d. h. zu den ersten Brennern in den ungeradzahligen Kammerstützen und zu den zweiten Brennern in den geradzahligen Kammerstützen.
  • Die Rauchgasventile So, S1, S2... usw. sind bei den ungeradzahligen Nummern, die den Rauchgase empfangenden Regeneratoren entsprechen, geöffnet und bei den geradzahligen, auf Luft arbeitenden Regeneratoren geschlossen. Wie man sieht, stehen die die Rekuperatoren bildenden Rohrbündel dank dieser Anordnung niemals mit kalter Luft in Berührung. Beim Betrieb mit hochwertigem Gas ist die Zufuhr von Schwachgas zu den Leitungen GO 1, G2 3... usw. unterbrochen, und das hochwertige Gas wird den Leitungen g1 ', 9l ", 92 ', g2"... usw. durch G, 1, G2 3... usw. entsprechende Verteiler, die in der Figur nicht dargestellt sind, zugeteilt.
  • Es ist auch möglich, die Anlage gleichzeitig mit Schwachgas und mit hochwertigem Gas zu betreiben, und zwar kann dies auf zwei verschiedeneArten erfolgen, entweder, indem man vorherein Gemischaushochwertigem Gas und Schwachgas herstellt, das dann wie das reine Schwachgas behandelt, durch die gleichen Verteiler G, 1, G2 ... usw. zugeführt und vorgeheizt wird, oder indem man das Schwachgas und das hochwertige Gas gleichzeitig durch Leitungen zuführt, die für jedes der beiden Gase gesondert vorhanden sind. Die erste Betriebsmöglichkeit ist zweckmäßig bei Gemischen mit einem großen Schwachgasgehalt und die zweite Betriebsmöglickeit im gegenteiligen Falle zu wählen.
  • Eine abgeänderte Ausführungsform der zweiten Betriebsart besteht darin, *daß man hochwertiges Gas oder sogar sehr hochwertiges Gas, wie z. B. Methan, benutzt und durch die Schwachgasleitungen eine sehr geringe Menge Rauchgas zusetzt, das den Zweck hat, die Rekuperatorrohrbündel zu kühlen, also eine gewisse Wärmemenge wiederzugewinnen, wobei das hochwertige oder sehr hochwertige Gas eine Verdünnung erfährt, um die Verbrennungsbedingungen zu verbessern, um Flammenrückschläge, eine Absetzung von Graphit u. dgl. zu vermeiden.
  • Die Fig. 5 und 6 zeigen die an jedem Brennerpaar vorhandene Gasregelvorrichtung, hochwertiges Gas oder Schwachgas.
  • Die Schwachgasleitungen G' und G" sind in einem einzigen Block untergebracht, jedoch voneinander durch eine Wand p getrennt, die die zu jedem Blasrohr gehörende Regelvorrichtung abwechselnd und aufeinanderfolgend einmal mit G' und das andere Mal mit G" in Verbindung bringt. In Fig. 5 ist die Verbindung mit G" dargestellt.
  • Die Regelvorrichtung besteht aus einem Ventil mit kegligem Ventilkörper RB, der auf einer Hohlwelle AX befestigt ist und sich um seine Symmetrieachse drehen kann. Die Stellung des Ventilkörpers wird durch einen Zeiger und eine Skala etwa sichtbar gemacht. Eine Federaufhängung ye sichert das Zurückziehen des Ventilkörpers.
  • Das hochwertige Gas wird von dem Kanal g" oder g' her durch ein biegsames Rohr fl zugeleitet, und die Gasmenge wird durch ein Kegelventil rb geregelt. Das Gas gelangt dann in die Anlage durch die Hohlwelle AX. Um das Absetzen von Graphit an den Brennern zu vermeiden, strömt das hochwertige Gas durch ein Venturirohr V', an dessen Einschnürung sich eine kleine mit der Außenluft in Verbindung stehende regelbare Öffnung befindet. Hierdurch wird sowohl während des Durchflusses als auch bei Absperrung des Gases eine kleine Menge Luft mitgenommen, wodurch der Graphit verbrennt.
  • Das Schwachgas und das hochwertige Gas wird durch das Venturirohr V in das Blasrohr Ch geleitet. Infolgedessen kann im Falle einer Mischung je nach dem betreffenden Druck das eine dieser Gase von dem anderen mitgerissen werden.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Koksofen zum wahlweisen Betrieb mit hochwertigem Gas oder Schwachgas mit in den Kammerwänden angeordneten Heizkanälen mit abwechselnd aufsteigenden und abwärts gerichteten Zügen und gesonderten Regelmitteln für jeden Heizkanal, wodurch sowohl die Gas- (hochwertiges oder Schwachgas) als auch die Verbrennungsluftzufuhr geregelt werden kann, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbrennungsluft durch umschaltbare Regeneratoren und das Gas (Schwachgas) in metallischen Rekuperatoren vorgewärmt wird.
  2. 2. Koksofen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die metallischen Rekuperatoren in dem Rauchgasstrom hinter den Regeneratoren liegen und so angeordnet sind, daß sie nie mit kalter Luft in Berührung kommen.
  3. 3. Koksofen nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Luft und das Gas durch umschaltbare Verteiler gesteuert werden, die ebenso wie die die Verbindung mit der Rauchgasableitung herstellenden oder unterbrechenden Ventile stets auf gleicher Temperatur gehalten werden.
  4. 4. Koksofen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Schwachgas und das hochwertige Gas oder eine Mischung beider den Brennern durch gleiche senkrechte Leitungen zugeführt werden.
  5. 5. Koksofen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Mengenregelung des Schwachgases und des hochwertigen Gases oder des Gemisches durch einen Verteiler erfolgt.
  6. 6. Koksofen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das hochwertige Gas den Brennern mittels eines Venturirohres zugeführt wird, das zur Vermeidung von Graphitablagerungen einen kleinen Lufteinlaß besitzt.
  7. 7. Koksofen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuführung des hochwertigen und des Schwachgases derart erfolgt, daß eines dieser Gase das andere durch Saugwirkung mitreißt, so daß sich beide vor dem Eintritt in die Brenner mischen.
DEP34492A 1949-02-18 1949-02-18 Koksofen Expired DE815483C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEP34492A DE815483C (de) 1949-02-18 1949-02-18 Koksofen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEP34492A DE815483C (de) 1949-02-18 1949-02-18 Koksofen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE815483C true DE815483C (de) 1951-10-01

Family

ID=7373744

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEP34492A Expired DE815483C (de) 1949-02-18 1949-02-18 Koksofen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE815483C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE815483C (de) Koksofen
DE503894C (de) Regenerativ-Kammerofen fuer wahlweise Beheizung mit Stark- und Schwachgas
DE2164994A1 (de) Rekuperativkoksofen
DE25824C (de) Neuerung an Koksöfen mit Gewinnung der Nebenprodukte
DE520509C (de) Koksofen mit stehenden Kammern und Regenerativheizung
DE182286C (de)
DE1571665C (de) Batterieweise angeordneter waagerechter Regenerativ Verkokungs ofen
DE447732C (de) Senkrechter Regenerativ-Kammerofen zur Erzeugung von Gas und Koks
DE503895C (de) Zwillingszug-Regenerativ-Verbundkoksofen
DE507515C (de) Regenerativkoksofen
DE1956230A1 (de) Verfahren zum Betrieb batterieweise angeordneter waagerechter Koksofenkammern
DE192843C (de)
DE588154C (de) Regenerativkoksofenbatterie
DE908368C (de) Im Zugwechsel betriebener, waagerechter Regenerativ-Koksofen
DE501444C (de) Regenerativ-Verbundkoksofen mit in Laengsrichtung der Ofenkammern angeordneten Regeneratoren
AT53582B (de) Liegender Regenerativkoksofen mit gleichbleibender Heizflammenrichtung.
DE505261C (de) Koksofen mit stehenden Kammern
DE347759C (de) Retortenofen
DE223405C (de)
DE496901C (de) Koksofen
AT91616B (de) Retortenofen zum Beheizen einer im Querschnitt kreis- oder verkehrtherzförmigen, mit einem Rührwerk versehenen Retorte.
DE319698C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Brennen mit hoher Temperatur im Gaskammerringofen
DE542665C (de) Regenerativ-Koksofen fuer wahlweise Beheizung mit Starkgas und Schwachgas
DE609684C (de) Regenerativ-Verbund-Koksofen
DE564316C (de) Kammerofen zur Koks- und Gaserzeugung fuer wahlweise Beheizung durch Starkgas oder Schwachgas