DE192843C - - Google Patents

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DE192843C
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Germany
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regenerator
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B5/00Coke ovens with horizontal chambers
    • C10B5/10Coke ovens with horizontal chambers with heat-exchange devices

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Waste-Gas Treatment And Other Accessory Devices For Furnaces (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 192843 KLASSE 10^. GRUPPE
VICTOR DEFAYS in BRÜSSEL
Patentiert im Deutschen Reiche vom 30. August 1906 ab.
Es sind bereits Ausführungen von Koksöfen und von metallurgischen öfen rühmend erwähnt worden, bei welchen die Stetigkeit der Flamme mit Umkehrung des Luftstromes allein erhalten wird. Diese verschiedenen Ausführungen haben jedoch keinen Erfolg in der Praxis gehabt, da sie alle auf der Verwendung von Umkehrventilen gegründet waren, die auf die Verbrennungsgase vor
ίο ihrem Eintritt in den Regenerator wirken, in der Weise, daß diese Ventile, die einer sehr hohen Erhitzung ausgesetzt waren, nicht widerstehen, noch auch eine vollkommene und regelmäßige Wirkungsweise sichern konnten.
Außerdem war es bei allen diesen Ausführungen notwendig, Kanäle für die Abhitze von großer Länge anzuwenden, um die Abgase zu diesen Umkehrventilen zu leiten, wodurch der Preis der Anlage und die Unterhaltungskosten bedeutend vergrößert und gleichzeitig bedeutende Verluste an Wärme durch Strahlung herbeigeführt wurden.
Der Gegenstand der Erfindung ist eine Ausführung, welche alle diese Übelstände vermeidet, d. h. es gestattet, die Verwendung von Umkehrventilen, welche hohen Erhitzungen ausgesetzt sind, zu entbehren und doch den Vorteil der Stetigkeit und der Wiedergewinnung der Hitze beizubehalten. Diese Erfolge werden entsprechend der Erfindung dadurch erreicht, daß die Sohlkanäle des Ofens unmittelbar an jedem ihrer Enden mit einem der beiden Regeneratoren in Verbindung stehen, wobei die Abgase in den einen oder den anderen dieser Regeneratoren ge* schickt werden können, je nach der Stellung, welche einfache, in diesen Kanälen eingebaute Schieber offen oder geschlossen einnehmen. Die Erfindung besteht außerdem gleichfalls in einer besonderen Anordnung der Luftzuführungsleitungen, die vorzugsweise in Verbindung mit der Ausführung der Sohlkanäle, wie hier oben angegeben, Anwendung findet, aber auch selbst dann vorteilhaft angewendet werden kann, wenn diese Ausführung nicht in Benutzung genommen ist.
Diese Anordnung ist dadurch gekennzeichnet, daß, je nach der Stellung des Umkehrventils für die Luft, die in den einen oder den anderen der Regeneratoren eingeblasene Luft in den Brennern durch Vermittlung von wagerechten Leitungen verteilt wird, welche sich über die ganze Länge des Ofens erstrecken und von welchen die eine mit dem ersten und die andere mit dem zweiten der Regeneratoren in Verbindung steht.
Zum Verständnis der Erfindung ist im nachfolgenden ein Anwendungsbeispiel beschrieben unter Bezugnahme auf die Zeichnung, in welcher
Fig. ι ein Längsschnitt eines Ofens ist, gelegt durch einen der Sohlkanäle nach der Linie 1-1 der Fig. 4.
Fig. 2 ist ein Teilschnitt, gelegt durch eine der Längsleitungen für die Luftzuführung, z. B. nach 2-2 der Fig. 4.
Fig. 3 ist ein ähnlicher Teilschnitt, gelegt durch die Gaszuführungsleitungen nach 3-3 der Fig. 4, und
Fig. 4 und 5 sind zwei Querschnitte, von welchen Fig. 4 die Verbindungen der Luftleitungen mit den Regeneratoren und Fig. 5
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die Verbindungen der Sohlkanäle mit diesen Regeneratoren zeigt.
Nach diesen Figuren stehen die Sohlkanäle k in unmittelbarer Verbindung mit den beiden Regeneratoren, und zwar an ihrem einen Ende mit dem Regenerator χ und an ihrem anderen Ende mit dem Regenerator y. Diese Verbindungen werden beliebig hergestellt oder unterbrochen mit Hilfe von einfachen, gewöhnlichen Schiebern α und a1, welche abwechselnd durch eine und dieselbe Bewegung einer doppelten Anordnung von Wellen und Hebeln n> und h, die mit dem nicht dargestellten Hebel des Umkehrventils für die Luft verbunden sind, angetrieben werden.
In den feuerfesten Teilen, welche die Wandungen der Sohlkanäle k bilden, sind wagerechte Kanäle d ausgespart, in welche das Gas aus den Leitungen c gelangt, welche auf jeder Seite des Ofenkörpers angeordnet sind. Jeder dieser wagerechten Kanäle d wird in seinem oberen Teile durch eine Reihe von feuerfesten Platten abgeschlossen, durch welche
Öffnungen e gebohrt sind, die das Eindringen des Gases in eine Reihe von Zügen f gestatten. Am Fuße eines jeden dieser Zügef befindet sich eine kleine Verbrennungskammer r, wo das Gas auf die für seine Verbrennung bestimmte Luft trifft. Diese Luft könnte in jeder geeigneten Art und Weise zugeführt werden. Um aber die bereits beschriebene Einrichtung vorteilhaft zu vervollständigen, wird sie in der hier beispielsweise dargestellten Einrichtung dem einen oder dem anderen der Regeneratoren χ und y durch Öffnungen b b1 zugeführt, welche mit den wagerechten Kanälen ρ ρ1 in Verbindung stehen, die auf der ganzen Länge des Ofens vorhanden sind, wobei ein Paar gleiche Kanäle ρ p1 jedem Zuge f entspricht. Kleine senkrechte Leitungen / I1 setzen jeden der Kanäle ρ ρ' mit den Verbrennungskammern r in Verbindung.
Man kann sich hiernach leicht davon Rechenschaft geben, wie der Gang des so ausgeführten Ofens ist. Wird angenommen, daß der Luftstrom in den Regenerator y geleitet wird, so nehmen die Schieber a a1 in diesem Falle die in Fig. 1 dargestellte Stellung ein. Das von den Leitungen c herkommende Gas gelangt auf beiden Ofenseiten in die Kanäle d und dringt durch die Öffnungen e in die Verbrennungskammern r. Die in den Regenerator y geblasene Luft gelangt, nachdem sie sich erhitzt hat, durch die Öffnungen b in die Kanäle ρ und wird durch die Leitungen / in die Verbrennungskammern r verteilt. Die Flammen gelangen durch die Kanäle g wieder in die Sohlkanäle k und begeben sich nach dem Regenerator x, dessen Schieber α offen stehen.
Sobald der Regenerator y genügend abgekühlt ist, wird die Richtung des Luftstromes umgekehrt. Dieser Vorgang hat nach den vorstehenden Auseinandersetzungen gleichfalls das Ergebnis, die Schieber α zu schließen und die Schieber a1 zu öffnen, derart, daß jetzt die Abhitze durch den Regenerator y geleitet wird. Die heiße Luft, welche dann von dem Regenerator χ kommt, wird durch die Öffnungen bx, die Kanäle p1, welche symmetrisch mit den Kanälen ρ angeordnet sind, und die kleinen, senkrechten Leitungen Z1 in die kleinen Verbrennungskammern geleitet (Fig. 4 und 5).
Unter diesen Bedingungen ist infolgedessen die gestellte Aufgabe gelöst, ohne die Zuführung der Gase bei sehr hoher Temperatur zu einem Umkehrventil durch Vermittlung von besonderen Kanälen notwendig zu machen. Die Schieber α al sind Teile von gewöhnlicher Ausführung und einer bereits erprobten Wirkungsweise. Der Weg, welchen die Verbrennungsgase zu nehmen haben, ist ein ganz besonders kurzer und kann dem Zuge des Schornsteins kein regelwidriges Hindernis schaffen.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Liegender Regenerativkoksofen mit gleichbleibender Richtung der Flamme, gekennzeichnet durch, einen an jedem seiner beiden Enden mit je einem der beiden Regeneratoren (x y) verbundenen Sohlkanal (k), der die abziehenden Heizgase aufnimmt und je nach Stellung der beiden Schieber (a a1) dem einen der beiden Regeneratoren zuführt, sowie durch zwei unter der ganzen Ofenlänge sich erstreckende Heißluftkanäle (p und p1), von denen jeder mit je einem der beiden Regeneratoren (x y) in offener Verbindung steht und die vorgewärmte Luft durch Kanäle (I I1J den Brennern (r) zuleitet.
2. Ausführungsform des Koksofens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die in den Sohlkanälen (k) angeordneten Schieber (a a1) allein durch die Bewegung des Luftumkehrventils gesteuert werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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DE (1) DE192843C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4596329A (en) * 1982-02-08 1986-06-24 American Hospital Supply Corporation Pivotally mounted surgical instrument holder
US5458231A (en) * 1994-04-26 1995-10-17 Belokin; Paul Display and shipping package

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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