DE810404C - Multiplex-Sende- und Empfangseinrichtung - Google Patents
Multiplex-Sende- und EmpfangseinrichtungInfo
- Publication number
- DE810404C DE810404C DEP24574D DEP0024574D DE810404C DE 810404 C DE810404 C DE 810404C DE P24574 D DEP24574 D DE P24574D DE P0024574 D DEP0024574 D DE P0024574D DE 810404 C DE810404 C DE 810404C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- pulses
- pulse
- window
- voltage
- duration
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04J—MULTIPLEX COMMUNICATION
- H04J3/00—Time-division multiplex systems
-
- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04J—MULTIPLEX COMMUNICATION
- H04J3/00—Time-division multiplex systems
- H04J3/02—Details
- H04J3/04—Distributors combined with modulators or demodulators
- H04J3/042—Distributors with electron or gas discharge tubes
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
- Signal Processing (AREA)
- Optical Communication System (AREA)
- Electrotherapy Devices (AREA)
- Burglar Alarm Systems (AREA)
Description
(WiGBL S. 175)
AUSGEGEBEN AM 9. AUGUST 1951
p 24574 VIII a / 2i a* D
ist als Erfinder genannt worden
Die Erfindung bezieht sich auf eine Multiplex-Sende- und Empfangseinrichtung mit einer Anzahl
periodisch und nacheinander von sogenannten Fensterimpulsen (gating-pulses) freigegebener
Übertragungskanäle, die z. B. für Telefonie- oder Telexverbindungen benutzt werden können.
In einer solchen Einrichtung werden während eines jeden Systemzyklus die Übertragungskanäle
einmalig für eine kurze Zeit durch verschiedene Impulse der in einem Zyklus auftretenden Reihe von
Fensterimpulsen freigegeben.
Diese Reihen von Fensterimpulsen finden sowohl an der Sendeseite als auch an der Empfangsseite
Anwendung und sollen genau isochron sein; im Zusammenhang hiermit wird vielfach einer der Übertragungskanäle
zur Übertragung eines einzigen Synchronisationsimpulses je Übertragungszyklus verwendet.
Im folgenden wird die Wiederholungsfrequenz der Übertragungszyklen und Synchronisations- ao
impulse mit Zyklusfrequenz, die höhere Frequenz, mit der die verschiedenen Übertragungskanäle nacheinander
eingeschaltet werden, mit Schaltfrequenz bezeichnet.
Es ist bekannt, in einem solchen Multiplexsystem as
die Signale durch Impulsdauer- oder Impulsphasenmodulation zu übertragen. Es ist dabei üblich, an
der Sendeseite jedes der zu übertragenden Signale zur Erzielung entsprechender, in Zeitdauer oder
Phase modulierter Impulse, einer Kippspannung von Schaltfrequenz zu überlagern und die auf diese
Weise entstandene Spannung einer Schwellenein-
richtung zuzuführen, wodurch Impulse mit einer von dem betreffenden Signal abhängigen Zeitdauer
entstehen. Durch Differentiation dieser Impulse entstehen in der Phase modulierte Impulse. Gegebenenfalls
kann unmittelbar nach der Schwelleneinrichtung ein Impulsgenerator verwendet werden, der Impulse
konstanter ZeitdauerMiefert, wodurch ohne Verwendung eines differentiierenden Netzwerkes Impulsphasenmodulation
entsteht.
ίο Nach einem weiteren bekannten Verfahren zur *
Erzeugung von Impulsdauer- oder Impulsphasenmodulation wird die modulierende Spannung zunächst
in eine sich unstetig mit der Zeit ändernde stufenweise verlaufende Spannung umgewandelt
und letztere nach Hinzufügung einer Kippspannung von Schaltfrequenz einer Schwelleneinrichtung
zugeführt.
Es ist nicht erforderlich, daß die eingangs erwähnte, sich linear mit der Zeit ändernde Spannung,
die im folgenden Mischspannung genannt wird, eine mit der Schaltfrequenz übereinstimmende Frequenz
hat. Es kann z. B. die Mischspannung eine mit der Zyklusfrequenz übereinstimmende Grundfrequenz
haben (s. z. B. Wireless World, Juni 1946, S. 187 ff.
»Details of Armystation« No. 10).
Die im Zusammenhang mit der Modulationsumwandlung für die verschiedenen Kanäle erforderlichen
Mischspannungen können in bestimmten Systemen einem gemeinsamen Kippgenerator entnommen
werden, der von den Zyklussynchronisationsimpulsen synchronisiert wird.
Auf der Empfangsseite wird bei der Demodulation der empfangenen Impulse vielfach wieder eine sich
linear mit der Zeit ändernde Spannung oder Mischspannung verwendet. Es werden z. B. in Zeitdauer
von der Momentanamplitude des zu übertragenden Signals abhängige Impulse zur Unterdrückung des
Einflusses unerwünschter Verlängerungen der Impulse, z. B. infolge parasitärer Reflexionen oder
Echoerscheinungen, nach Differentiation und darauffolgender Begrenzung in Amplitude und Dauer
der Impulse, multiplikativ mit einer Kippspannung gemischt und infolgedessen Impulse mit einer sich
entsprechend dem übertragenen Signal ändernden Amplitude erzielt.
Bei Impulsphasenmodulation können die empfangenen Impulse nach Amplitudendetektion zur Erzielung
des ursprünglichen Signals unmittelbar multiplikativ mit der Mischspannung gemischt werden.
Die erforderlichen Mischspannungen können auch im vorliegenden Fall mittels eines oder mehrerer
von den übertragenen Synchronisationsimpulsen synchronisierten Kippgeneratoren erzeugt werden.
Die Erfindung bezweckt, Multiplex-Sende- und
Empfangseinrichtungen der erwähnten Art zu vereinfachen, wobei diese Vereinfachung außerdem besondere
Vorzüge hat.
Nach der Erfindung wird die in Sende- oder Empfangseinrichtungen der geschilderten Art für
jeden Kanal erforderliche Mischspannung durch Integration der den betreffenden Kanal periodisch
freigebenden Fensterimpulse erzeugt.
Vorzugsweise hat das zur Integration der Fensterimpulse verwendete Netzwerk eine Zeitkonstante,
die größer (z. B. das Zwei- oder Dreifache) als die Dauer eines Fensterimpulses ist.
Bei Anwendung der Erfindung können Kippgeneratoren entbehrt werden, und außerdem ist
sinngemäß eine äußerst genaue Koinzidenz zwischen den Fensterimpulsen und den Mischspannungen
verbürgt, was bei den bekannten Einrichtungen nicht der Fall ist und dort zum Übersprechen und anderen
Störungen führt.
An Hand der Fig. 1 und 2, die das Schaltbild einer Multiplex-Sende,- bzw. Empfangseinrichtung
darstellen, wird die Erfindung beispielsweise näher erläutert.
Das in Fig. 1 dargestellte Ausführungsbeispiel stellt einen Multiplexsender mit neun Übertragungskanälen ι bis 9 dar, von denen der erste Kanal 1 zur
Übertragung von Zyklussynchronisationsimpulsen dient und die übrigen z. B. Sprechkanäle bilden. Die
Eingangsklemmen sind bei 10 getrennt angedeutet.
Die Übertragungskanäle werden abwechselnd im Rhythmus der Schaltfrequenz von Fensterimpulsen
freigegeben, die von einer mit der Kanalzahl übereinstimmenden Anzahl Impulsgeneratoren 11 bis 19
stammen, die je einen der Impulse aus einer Reihe von Fensterimpulsen liefern.
Die Reihe von Impulsgeneratoren wird im Rhythmus der Zyklusfrequenz bestätigt durch einen über
die Leitung 20 dem ersten Impulsgenerator 11 zugeführten Zyklussynchronisationsimpuls, der einem
Impulsgenerator 40 entnommen wird, der durch eine vom Oszillator 41 stammende sinusförmige Spannung
von der Zyklusfrequenz synchronisiert wird. Jeweils nach Auftreten eines Zy'klussynchronisationsimpulses
stoßen die Impulsgeneratoren 11 bis 19 einander der Reihe nach an, wobei das Ende der
Fensterimpulse von über die Leitung 42 in Parallelschaltung an sämtliche Impulsgeneratoren zugeführte
Schaltimpulse eingeleitet wird. Diese letztgenannten, im Rhythmus der Schaltfrequenz auftretenden
Impulse werden von einem Impulsgenerator 43 erzeugt, der von einer die Schaltfrequenz
liefernden Oszillatorschaltung 44 synchronisiert wird, die ihrerseits vom Impulsgenerator 40 synchronisiert
wird, so daß die Wiederholungsfrequenz der Schaltimpulse ein ganzes Vielfaches (gegebenenfalls
das Neunfache) der Zyklusfrequenz beträgt.
Die Verstärker 2 bis 9 sind an der Ausgangsseite je mit Impulsmodulatoren 22 bis 29 verbunden, die
Impulse mit gleichbleibender Wiederholungsfrequenz und Zeitdauer liefern, jedoch in von der
Momentanamplitude des Niederfrequenzsignals der Verstärker 2 bis 9 abhängiger Phase. Im Synchronisationskanal
1,21 wird der als Synchronisationsimpuls dienende Fensterimpuls verstärkt. Die
Impulsmodulatoren 22 bis 29 und der Verstärker 21 sind an der Ausgangsseite parallel geschaltet und mit
einer Ausgangsklemme 30 verbunden, die z. B. mit dem Modulator für eine auszusendende Trägerwelle
verbunden ist.
Die Impulsmodulatoren können z. B. je eine als Impulsgenerator geschaltete Verstärkerröhre mit
zwei Steuergittern enthalten, denen je das Nieder-
frequenzsignal und eine sich linear mit der Zeit ändernde Mischspannung zugeführt werden, wobei
diese Röhre durch eine starke negative Vorspannung auf einem der Steuergitter zugleich alsSchwelleneinrichtung
wirkt.
Die erforderliche, sich linear mit der Zeit ändernde Mischspannung wird entsprechend der Erfindung
in jedem der Kanäle durch Integration der im betreffenden Kanal auftretenden Fensterimpulse
ίο erzielt. Zu diesem Zweck sind an die Impulsgeneratoren
12 bis 19 aus der Reihenschaltung eines Widerstandes und eines Kondensators bestehende
integrierende Netzwerke 32 bis 39 angeschlossen. Um eine zulängliche Linearität der an den Kondensatoren
der integrierenden Netzwerke auftretenden Mischspannung zu sichern, wird die Zeitkonstante
dieser Netzwerke größer als die Dauer eines Fensterimpulses gewählt, wodurch z. B. bei
einer (üblichen) Amplitude der Fensterimpulse von 50 bis 60 Volt die Amplitude der Mischspannung
z. B. 5 bis 10 Volt beträgt, was im allgemeinen ohne Verstärkung für den beabsichtigten Zweck hinreichend
sein wird, z. B. bei einer Maximalamplitude des den Impulsmodulatoren zugeführten Niederfrequenzsignals
von etwa 2 bis 4 Volt.
Die Kondensatoren der integrierenden Netzwerke 32 bis 39 entladen sich während der Sperrzeit des
betreffenden Verstärkerkanals 1 bis 9, welche Zeit viel größer als die Dauer eines Fensterimpulses und
demnach reichlich bemessen ist, um bei der gegebenen Wahl der Zeitkonstante eine nahezu vollständige
Entladung der Kondensatoren zu sichern. In Fig. 2 ist eine Multiplexempfangseinrichtung
dargestellt für den Empfang von z. B. mit der Sendeeinrichtung nach Fig. 1 ausgesandten Signalen,
die acht verschiedene Gespräche vertreten.
Je Übertragungszyklus werden acht in der Phase modulierte, kurzdauernde Impulse sowie ein Synchronisationsimpuls
längerer Dauer empfangen. Die mit der Antenne 45 empfangenen Signale werden nach Hochfrequenzverstärkung und Amplitudendetektion
46 einerseits einer die detektierten Impulse in der Amplitude und Dauer begrenzenden
Einrichtung 47 mit Ausgangsleitung48 und andererseits
einer z. B. im Wesen aus einem integrierenden Netzwerk bestehenden Einrichtung 49 zum Trennen
von Synchronisations- und Signalimpulsen zugeführt.
Die Synchronisationsimpulse werden über die Leitung 50 dem ersten einer'mit der Kanalzahl übereinstimmenden
Anzahl von Impulsgeneratoren 52 bis 59 zugeführt, die sich der Reihe nach anstoßen und
jeder einen von acht aufeinanderfolgenden positiven Fensterimpulsen liefern, die nacheinander die in
den verschiedenen Empfängerkanälen liegenden Impulsphasendemodulatoren 62 bis 69 freigeben, denen
die empfangenen Signalimpulse in Parallelschaltung über die Leitung 48 zugeführt werden.
In jedem'der Kanäle wird durch Integration der darin wirksamen Fensterimpulse mittels integrierender
Netzwerke 72 bis 79 die zur Impulsphasendemodulation erforderliche, sich linear mit der Zeit
ändernde Mischspannung erzeugt und zugleich den Impulsphasendemodulatoren 62 bis 69 zugeführt.
Die erzielten Niederfrequenzsignalspannungen werden gegebenenfalls über die Impulswiederholungsfrequenz
unterdrückende Filter Niederfrequenzverstärkern 82 bis 89 mit getrennten Ausgangskreisen
90 zugeführt.
In Fig. 2 ist von den einander gleichen Empfangskanälen der dritte 64, 84 mit dem ihm zugeordneten
Fensterimpulsgenerator 54 in Einzeldarstellung abgebildet ; er wird im folgenden an Hand der Fig. 2
näher erläutert. *
Der Fensterimpulsgenerator enthält zwei in einer einzigen Röhre untergebrachte Pentoden 91, 91' mit
getrennten Anodenwiderständen 92,92', miteinander verbundenen Fanggittern bzw. Schirmgittern und
gemeinsamer Kathode. Die Pentoden sind mittels eines Kondensators 93 und eines Widerstandes 93'
kreuzweise gekoppelt und sperren einander infolgedessen gegenseitig.
Diese an sich bekannte Schaltung weist nur zwei stabile Arbeitspunkte auf; im erstgenannten, im folgenden
mit Ruhezustand bezeichneten Arbeitspunkt führt die Pentode 91 Maximalanodenstrom und ist
die Pentode 91' gesperrt; im zweiten Arbeitspunkt ist der Zustand umgekehrt und die Pentode 91 gesperrt,
während die Pentode 91' Strom führt. Infolge der kreuzweisen Kopplung findet der Übergang
von dem einen zum anderen Arbeitspunkt sehr schnell statt. Wenn das Steuergitter der Pentode 91
mit einer hohen positiven Vorspannung beaufschlagt wird (über den Widerstand 94), wird normal die
Pentode 91 Strom führen, wobei die an einem Gitterwiderstand 94' der Pentode 91' auftretende
Spannung, welcher Gitterwiderstand zusammen mit dem Kopplungswiderstand 93' einen zwischen der
Anode der Pentode 91 und Erde liegenden Span- , nungsteiler bildet, nicht ausreichend ist, um die von
einem vorzugsweise sämtlichen Impulsgeneratoren gemeinsamen Kathodenwiderstand verursachte Sperrung
der Pentode 91' zu beheben.
Am Ende eines von dem diesem Impulsgenerator 54 vorangehenden Impulsgenerator 53 erzeugten
Fensterimpulses wird über die Kopplungsleitung 95 dem Steuergitter der Pentode 91 ein negativer Impuls
zugeführt, der das Umklappen des Impulsgenerators 54 aus dem Ruhezustand in den Arbeitszustand
herbeiführt; nach Verlauf einer im wesentliehen durch die Aufladezeit des Kopplungskondensators
93 bestimmten Zeitdauer tritt selbsttätig das Zurückklappen des Impulsgenerators in den Ruhezustand
auf, wobei gleichzeitig ein den folgenden Impulsgenerator 55 über den Kopplungskondensator
96 anstoßender negativer Spannungsimpuls entsteht.
Während der Zeit, in der der Impulsgenerator 54 nicht in dem Ruhezustand ist, tritt am Anodenwiderstand
92 der Pentode 91 ein rechteckiger, positiver Spannungsimpuls auf, der als Fensterimpuls
für den dritten Empfangskanal dient und über den Kopplungskondensator 97 die Freigabe
des normal gesperrten Impulsphasendemodulators bewirkt.
Der Impulsphasendemodulator enthält: eine Sekundäremissionsröhre 98 mit einem Steuergitter,
dem die in der Phase modulierten Signalimpulse über die Leitung 48 zugeführt werden; ein als
zweites Steuergitter benutztes Schirmgitter, dem die vom Impulsgenerator 54 stammenden Fensterimpulse
zugeführt werden; eine Sekundärelektronen emittierende Hilfskathode 99, die über einen von
einem Kondensator 100 überbrückten Hilfskathodenwiderstand
101 mit der positiven Anodenspannungsklemme 102 verbunden ist, und eine
Anode 103 mit Anodenwjderstand 104.
Im Impulsphasendemodulator wird eine besondere Eigenschaft einer Sekundäremissionsröhre, und
zwar folgende benutzt: Wenn das Anodenpotential niedriger als das Hilfskathodenpotential ist, werden
an der Hilfskathode ausgelöste Sekundärelektronen größtenteils zur Hilfskathode zurückkehren, es tritt
also ein positiver Hilfskathodenstrom auf. Wenn aber das Anodenpotential das Hilfskathodenpotential
übersteigt, werden mehr Sekundärelektronen
ao die Hilfskathode verlassen, als Primärelektronen auf diese auftreffen, und es tritt ein negativer Hilfskathodenstrom
auf. Wenn für die Hilfskathode eine niedrigere Anodenspeisespannung als für die Anode
verwendet wird und die Hilfskathodenleitung einen
»5 im Vergleich zum Anodenwiderstand großen Widerstand
enthält, wird sich infolge der vorerwähnten Polaritätsumkehr des Hilfskathodenstroms ein
Gleichgewichtszustand ergeben, und zwar derart, daß das Hilfskathodenpotential immer einen praktisch
mit dem Anodenpotential übereinstimmenden Wert erhält. Bei geringer Zeitkonstante für den stromführenden
Hilfskathodenkreis tritt die Einstellung dieses Gleichgewichtszustandes dementsprechend
schnell auf. Bei gesperrter Röhre wird aber das Hilfskathodenpotential dem Anodenpotential bei
Änderungen derselben nicht folgen können.
Die vorerwähnte Eigenschaft wird im vorliegenden Fall für Impulsphasendemodulation benutzt.
Von dem Fensterimpuls wird mittels eines integrierenden Netzwerkes 74 eine während des Fensterimpulses
linear mit der Zeit wachsende Mischspannung hergeleitet. Die auf diese Weise erzielte
Mischspannung wird unmittelbar der Anode der Demodulationsröhre 98 zugeführt. Wenn nunmehr
♦5 dafür gesorgt wird, daß nur bei einem während
eines Fensterimpulses auftretenden Signalimpuls die Röhre 98 Strom führt, erhält die Hilfskathode
das jeweils während eines Signalimpulses auftretende Anodenpotential und also ein von der Phase
des Signalimpulses abhängiges Potential, das bis zum Auftreten eines folgenden Signalimpulses von
dem den Hilfskathodenwiderstand 101 überbrückenden
Kondensator 100 aufrechterhalten wird. An der Hilfskathode 99 entsteht dann das Niederfrequenzsignal
mit einer diesem überlagerten Wellenspannung mit der Impulswiederholungsfrequenz als
Grundfrequenz, wobei aber die Amplitude dieser Wellenspannung verhältnismäßig gering ist und also
gewünschtenfalls von einem einfachen Tiefpaßfilter unterdrückt werden kann.
Im Ausführungsbeispiel wird die an der Hilfskathode 99 auftretende Signalspannung über einen
Kondensator 105 einer Pentodenendverstärkerröhre mit einem Ausgangstransformator 107 zugeführt,
dessen Sekundärwicklung 108 mit der Ausgangsklemme für den betreffenden, dritten Empfangskanal
verbunden ist.
Claims (3)
1. Multiplex-Sendeeinrichtung mit einer Anzahl periodisch und nacheinander von Fensterimpulsen
freigegebener Übertragungskanäle, bei der die zu übertragenden Signale unter Verwendung
einer sich im wesentlichen linear mit der Zeit ändernden Mischspannung in Impulse
mit einer von der Momentanamplitude der zu übertragenden Signale abhängigen Zeitdauer
oder Phase umgesetzt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die für jeden der Kanäle erforderliche
Mischspannung durch Integration der den betreffenden Kanal periodisch freigebenden
Fensterimpulse erzeugt wird.
2. Multiplexempfangseinrichtung mit einer Anzahl periodisch und nacheinander von Fensterimpulsen
freigegebener Übertragungskanäle, bei der Impulse mit von den zu übertragenden Signalen abhängiger Zeitdauer oder Phase empfangen
werden und die Demodulation der empfangenen Impulse unter Verwendung einer sich im wesentlichen linear mit der Zeit ändernden
Mischspannung erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß die für jeden der Kanäle erforderliche
Mischspannung durch Integration der den betreffenden Kanal periodisch freigebenden Fensterimpulse
erzeugt wird. .
3. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Zeitkonstante des zur Integration der Fensterimpulse verwendeten
Netzwerkes größer als die Dauer eines Fensterimpulses ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| NL655193X | 1947-03-05 | ||
| US9167A US2570010A (en) | 1947-03-05 | 1948-02-18 | Multiplex transceiving arrangement |
| US230861A US2662117A (en) | 1947-03-05 | 1951-05-22 | Multiplex transceiving arrangement |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE810404C true DE810404C (de) | 1951-08-09 |
Family
ID=32303330
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP24574D Expired DE810404C (de) | 1947-03-05 | 1948-12-14 | Multiplex-Sende- und Empfangseinrichtung |
Country Status (5)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US2662117A (de) |
| BE (1) | BE480942A (de) |
| DE (1) | DE810404C (de) |
| FR (1) | FR962623A (de) |
| GB (1) | GB655193A (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| BE532053A (de) * | 1953-09-24 |
Family Cites Families (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2447233A (en) * | 1943-04-07 | 1948-08-17 | Standard Telephones Cables Ltd | Pulse time modulation multiplex receiver |
| BE473659A (de) * | 1945-03-05 |
-
0
- BE BE480942D patent/BE480942A/xx unknown
- FR FR962623D patent/FR962623A/fr not_active Expired
-
1948
- 1948-03-02 GB GB6553/48A patent/GB655193A/en not_active Expired
- 1948-12-14 DE DEP24574D patent/DE810404C/de not_active Expired
-
1951
- 1951-05-22 US US230861A patent/US2662117A/en not_active Expired - Lifetime
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR962623A (de) | 1950-06-16 |
| US2662117A (en) | 1953-12-08 |
| GB655193A (en) | 1951-07-11 |
| BE480942A (de) |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE879718C (de) | Vorrichtung auf der Empfangsseite eines Zeitmultiplex-Systems mit Impulskodemodulation | |
| DE2853927C3 (de) | Fernsehempfänger mit einer Horizontal-Synchronschaltung | |
| DE811968C (de) | Multiplexuebertragungseinrichtung | |
| DE863074C (de) | Verfahren zur UEbertragung telegraphischer Zeichen | |
| DE810404C (de) | Multiplex-Sende- und Empfangseinrichtung | |
| DE1286595B (de) | Funkuebertragungssystem | |
| AT166891B (de) | Multiplex-Sende- und Empfangseinrichtung | |
| DE971422C (de) | Hochfrequenz-Nachrichtenuebertragungsanlage, bei der die Nachrichten mittels zeitmodulierter Impulse uebertragen werden | |
| DE912585C (de) | Nachrichtenuebertragungssystem zur abwechselnden UEbertragung von Nachrichtensignalen und Synchronisierimpulsen | |
| DE2403798A1 (de) | Einkanal-nachrichtensystem | |
| DE845218C (de) | Multiplex-Sendevorrichtung | |
| DE881212C (de) | System zum UEbertragen von Signalen durch Impulskodemodulation | |
| DE806791C (de) | Einrichtung zur Umwandlung von Impulsmodulation in Amplitudenaenderungen | |
| DE851364C (de) | Kippschaltung | |
| DE945571C (de) | Aus einem Sender und einem Empfaenger bestehendes System zur Fernuebertragung von Radarpanoramabildern | |
| DE1259975B (de) | Zeitmultiplexverfahren | |
| DE841924C (de) | Empfangsschaltung fuer Niederfrequenz- oder Traegerstromfernsprechsysteme | |
| DE809822C (de) | Einrichtung zum Empfangen von durch Impulse modulierten Traegerwellen | |
| DE2538355A1 (de) | Einrichtung zum nachregeln der ruhefrequenz eines farbfernsehhilfstraegers | |
| DE945994C (de) | Einrichtung zum Dekodieren von gemaess einem P-Zykluskode impulskodemodulierten Signalen | |
| DE1087189B (de) | Mehrkanal-Nachrichtenuebertragungs-anlage mit Impulsphasenmodulation | |
| DE899684C (de) | Verfahren zur UEbertragung mehrerer Signale durch Impulsmodulation und ueber in Zeitmultiplex wirksame UEbertragungskanaele und zu diesem Zweck verwendbare Sendevorrichtungen und Empfaenger | |
| DE952183C (de) | Schaltungsanordnung zum Empfang von Signalzeichen, z. B. Wahl- und Rufzeichen, bei Multiplexvrkehr mit Impulsmodulation | |
| DE842506C (de) | Verfahren zur Mehrkanal-UEbertragung von Signalen durch Impulse in periodischer Folge | |
| DE868920C (de) | Vorrichtung zum Trennen von Synchronisier- und Signalimpulsen bei Impulskodemodulation |