DE806791C - Einrichtung zur Umwandlung von Impulsmodulation in Amplitudenaenderungen - Google Patents
Einrichtung zur Umwandlung von Impulsmodulation in AmplitudenaenderungenInfo
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Description
(WiGBl. S. 175)
AUSGEGEBEN AM 18. JUNI 1951
p 20452 VIII a 121 a4 D
ist als Erfinder genannt worden
Zur Übertragung von Signalen mittels einer modulierten Trägerschwingung ist es bekannt, sog.
Impulsmodulation, insbesondere Impulsphasenmodulation anzuwenden. Bei dieser Modulationsart
wird die Trägerschwingung durch in bezug auf den gegenseitigen Abstand kurze Impulse moduliert.
deren gegenseitiger Abstand sich entsprechend dem Augenblickswert der Amplitude eines zu übertragenden
Signals ändert. Besonders bei Impulsphasenmodulation ist die mittlere Anzahl von Impulsen je
Zeiteinheit (Grundfrequenz genannt) konstant und die ZeitdifFerenz zwischen dem Augenblick, in dem
die Impulse auftreten und im unmodulierten Zustand auftreten würden, dem Augenblickswert der
Amplitude des wiederzugebenden Signals proportional.
An der Empfangsscite werden die auf diese Weise ausgesandten Impulse nach Gleichrichtung einer
Einrichtung zugeführt, die diese von einem wiederzugebenden Signal modulierten Impulse in dem ausgesandten
Signal entsprechende Amplitudenänderungen umwandelt.
Bei den bekannten Empfängern erfolgt das Umsetzen von Impulsphasenmodulation in Amplitudenänderungen
durch Hinzufügen identischer Impulse mit der Grundfrequenz der empfangenen Impulse
(Taktimpulse) zu den Signalimpulsen und Zuführung beider zusammen zu einer Einrichtung mit
zwei Gleichgewichtslagen, die jeweils beim Empfang des ersten von zwei aufeinanderfolgenden
Impulsen vom einen Gleichgewichtszustand in den anderen und beim folgenden Impuls von dem letztgenannten
Zustand wieder in den erstgenannten übergeht. Tm Ausgangskreis der erwähnten Ein-
richtung entstehen auf diese Weise längere Impulse, deren Frequenz konstant ist, aber deren Zeitdauer
sich mit dem Augenblickswert der Amplitude des wiederzugebenden Signals ändert. Es
werden je zwei auf einanderfolgende Impulse, welche die Einrichtung steuern, immer aus einem Taktimpuls
und einem Signalimpuls bestehen, von denen der Abstand vom Augenblickswert der Amplitude
des zu übertragenden Signals abhängig ist. Die gebildeten breiten Impulse konstanter Frequenz und
veränderlicher Zeitdauer werden dann summiert, wodurch nach Aussieben der Impulsfrequenz Amplitudenänderungen
entstehen, die mit dem zu übertragenden Signal übereinstimmen.
Bei den bekannten Empfangseinrichtungen für Impulsphasenmodulation sind somit zur Wiedergabe
des übertragenen Signals zusätzliche Impulse (Taktimpulse) erforderlich, die entweder mit den
Signalimpulsen auf die Trägerschwingung moduliert ausgesandt oder an der Empfangsseite erzeugt
werden müssen.
Die Erfindung bezweckt eine Einrichtung zur Umwandlung von Impulsen veränderlichen gegenseitigen
Abstandes in Amplitudenänderungen, bei der Taktimpulse entbehrt werden können.
Xach der Erfindung wird dies dadurch erreicht, daß die Impulse in einen sägezahnförmigen Strom :
bzw. eine Spannung umgewandelt werden, und zwar derart, daß die Zeit, während welcher sich der Strom ;
bzw. die Spannung in einer bestimmten Richtung ändert, von dem Abstand zwischen den Impulsen j
abhängig ist, wogegen die Zeit, während welcher der j sägezahnförmige Strom bzw. die Spannung sich in !
entgegengesetzter Richtung ändert, konstant und die Strom- oder Spannungsänderung während dieser '
konstanten Zeit immer die gleiche ist.
Zweckmäßig erfolgt die Umwandlung der Impulse in einen sägezahnförmigen Strom bzw. eine
Spannung mittels einer nicht selbstschwingenden Einrichtung zur Erzeugung eines sägezahnförmigen
Stroms bzw. einer Spannung, der oder die von den Impulsen gesteuert wird, wobei während der Zeit '
zwischen dem Auftreten zweier Impulse ein sich in einer bestimmten Richtung ändernder Strom bzw.
eine Spannung erzeugt wird und die Impulse eine Strom- oder Spannungsänderung in entgegengesetzter
Richtung bewirken und Maßnahmen getroffen j sind, wodurch diese letztgenannten Änderungen für !
jeden Impuls gleich sind.
In einem Ausführungsbeispiel einer Einrichtung nach der Erfindung werden die Impulse einem
Steuergitter einer zwischen dem Auftreten zweier Impulse gesperrten Schirmgitterröhre zugeführt,
vorzugsweise einer Pentode, die von den Impulsen j
leitend gemacht wird. ■
Es folgt eine nähere Erläuterung an Hand der Zeichnung, in der die Fig. 1 a bis 1 d einige Kurven
darstellen, die zur Erläuterung des Erfindungsprinzips dienen, während Fig. 2 schematisch ein Empfangsgerät
für Impulsphasenmodulation zeigt, in dem eine Ausführungsform der Erfindung zur Verwendung
kommt.
Fig. ι a zeigt eine Kurve, die einen Teil des zu
übertragenden Signals darstellt. Die zu diesem Zweck zu verwendenden Impulse sind in Fig. 1 a
abgebildet. Der Charakter dieser Impulse besteht darin, daß die mittlere Anzahl der Impulse je Zeiteinheit
konstant, aber die Phase der Impulse dem Augenblickswert der Amplitude des zu übertragenden
Signals proportional ist, mit anderen Worten: die mittlere Frequenz der Impulse (Grundfrequenz)
ist konstant, aber die Zeitdifferenz zwischen dem Augenblick, in dem die Impulse auftreten und im
unmodulierten Zustand auftreten würden, ist dem Augenblickswert der Amplitude des zu übertragenden
Signals proportional. Der Augenblick, in dem die Impulse auftreten, ist somit phasenverschoben,
so daß diese Übertragungsart mit Impulsphasenmodulation bezeichnet wird.
Bei den bekannten Einrichtungen zur Umwandlung von Impulsen der in Fig. 1 b dargestellten Art
in Amplitudenänderungen werden die kurzen Impulse mit veränderlichem Abstand in breite Impulse
konstanter Frequenz und veränderlicher Zeitdauer umgewandelt, die z. B. in Fig. 1 c dargestellt
sind, worauf das wiederzugebende Signal veränderlicher Amplitude diesen Impulsen entnommen wird.
Die Erfindung folgt aber einem ganz anderen Weg; hierbei werden die Impulse nach Fig. ib in
einen sägezahnförmigen Strom bzw. eine Spannung der in Fig. id dargestellten Art umgewandelt, die
darin besteht, daß die Zeit, während welcher sich die sägezahnförmige Spannung in einer bestimmten Richtung
ändert (im vorliegenden Fall zunimmt), von dem Abstand zwischen den Impulsen abhängig ist,
während die Zeit, während welcher sich die sägezahnförmige Spannung in entgegengesetzter Richtung
ändert (im vorliegenden Fall abnimmt), konstant und die Abnahme während dieser Zeit immer
die gleiche ist. Wie aus Fig. 1 d hervorgeht, ändert sich die Größe der Spannung in den Augenblicken,
in denen diese ihre Polarität ändert, mit der Phase des die Richtungsänderung in diesem Augenblick
bewirkenden Impulses; einer Kippschwingung von der erwähnten Art kann deshalb, gegebenenfalls
nach Aussieben der Grundfrequenz der Impulse, eine Amplitudenänderung entnommen werdenderen
Augenblickswert sich mit der Phase der Impulse ändert, die die Richtungsänderungen bewirken.
Bei der in Fig. 1 d dargestellten Kurve nimmt der Strom bzw. die Spannung während der Zeitdauer
zwischen zwei Impulsen zu und während der Impulsdauer ab.
Es versteht sich, daß sich der Charakter des sägezahnförmigen Stroms bzw. der Spannung nicht
ändert, wenn im Gegensatz zu dem bezüglich Fig. 1 d Gesagten der Strom oder die Spannung während
der Zeitdauer zwischen zwei Impulsen abnimmt und während der Impulsdauer zunimmt.
Bei der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform einer Empfangsvorrichtung für Impulsphasenmodulation
werden die in einer Antenne 1 empfangenen Trägerwellenimpulse einer Mischstufe 2 zugeführt
und mittels der von einem örtlichen Oszillator 3 erzeugten Schwingungen in eine von
Impulsen modulierte Zwischenfrequenz trägerwelle
umgewandelt. Diese Trägerwelle wird gegebenenfalls nach Verstärkung in einer Detektorröhre 4
gleichgerichtet; die im Ausgangskreis der Detektorröhre auftretenden Impulse, deren Charakter in
Fig. ib abgebildet ist, werden einem sog. Impulswiederholer
5 zugeführt, in dem die nach Gleichrichtung erhaltenen Impulse in neue Impulse mit
von gegebenenfalls auftretenden Störungen unabhängiger Amplitude und Zeitdauer umgewandelt
werden. Zweckmäßig werden die gleichgerichteten j Impulse über einen Begrenzer dem Impulswiederholer
zugeführt, wobei dieser Begrenzer oder der Impulswiederholer selbst einen Schwellenwert hat;
dadurch wird verhütet, daß unterhalb des Schwellenwertes liegende Störungen einen Impuls
im Ausgangskreis des Impulswiederholers 5 hervorrufen.
Die im Ausgangskreis des Impulswiederholers 5 ! auftretenden Schwingungen werden einer Einrichtung
6 zugeführt, die die Impulse mit veränderlichem Zeitabstand in eine sägezahnförmige Spannung
der in Fig. 1 d abgebildeten Art umwandelt. Die im Ausgangskreis der Einrichtung 6 auftretende
sägezahnförmige Spannung wird vorzugsweise über ein Tiefpaßfilter 7, das die Grundfrequenz
der Impulse unterdrückt, und über einen j Niederfrequenzverstärker 8 einer Wiedergabevorrichtung,
z. B. einem Lautsprecher 9, zugeführt. Die Einrichtung 6 enthält bei der gegebenen Ausführungsform
einen nicht selbsterregten Sägezahngenerator, der aus einem Kondensator 10 besteht,
der über einen Widerstand 11 aus einer Gleich-, Spannungsquelle 12 aufgeladen wird und sich über ;
eine parallel zum Kondensator geschaltete Entladungsröhre 13 entladen kann. Dem Gitter der
Röhre 13 wird eine solche negative Spannung zugeführt (die z. B. von einer Spannungsquelle 14
stammt), daß die Röhre nur während der Zeit leitend ist, in der ein Impuls am Gitter 15 der Röhre 13
auftritt. Die negative Vorspannung ist auch durch richtige Bemessung eines Gitterkondensators und
eines Gitterableitungswiderstandes erzielbar. Hierdurch wird die Aufladezeit des Kondensators durch
den gegenseitigen Abstand zwischen den Impulsen, die Entladezeit durch die Impulsdauer bestimmt.
Wenn der Abstand zwischen den zugeführten Impulsen konstant ist, entsteht über dem Kondensator
eine Kippspannung von der Grundfrequenz der zugeführten Impulse und mit konstanter Amplitude.
Wenn sich aber der Abstand der Impulse entsprechend dem Augenblickswert der Amplitude
eines zu übertragenden Signals ändert, entsteht über dem Kondensator eine Spannung von der in
Fig. ι d abgebildeten Art, welche Spannung die Amplitudenänderungen des wiederzugebenden
Signals enthält.
Die in Fig. 1 d dargestellte Kurvenform entsteht aber nur, wenn die Abnahme der Kondensatorspannung während jeder Entladezeit immer die
gleiche ist. Wenn dies nicht zutrifft, entsteht eine beträchtliche Verzerrung des wiedergegebenen
Signals. ;
Um diese Verzerrung zu verhüten, ist die Röhre 13 i
als Schirmgitterröhre, und zwar als Pentode ausgebildet, da eine solche Röhre die Eigenschaft
hat, daß oberhalb eines bestimmten, mit der Gitterspannung zusammenhängenden Wertes der Anodenspannung
der Anodenstrom praktisch unabhängig von der Anodenspannung ist. Dies hat zur Folge,
daß, solange die Anodengleichspannung der Röhre 13 den erwähnten Spannungswert übersteigt, der Verlauf
des Entladestromes des Kondensators während jeder Entladezeit immer der gleiche ist, unabhängig
von der Größe der Kondensatorspannung im Augenblick, in dem die Impulse dem Gitter 15
der Röhre 13 zugeführt werden. Da die Entladezeit durch die Impulsdauer bestimmt, also konstant
ist, wird durch Verwendung einer Pentode der erwünschte Zweck, d. h. gleiche Abnahme der Kondensatorspannung
je Impuls, erreicht.
Um Verzerrung auch bei der größten Amplitude des wiederzugebenden Signals zu verhüten, wird
die Anodengleichspannung der Röhre 13 derart gewählt, daß die bei Maximalamplitude des \viederzugebenden
Signals auftretende Minimalanodenspannung den Wert der Anodengleichspannung
übersteigt, bei dem der Anodenstrom der Röhre unabhängig von der Anodenspannung ist. Da dieser
Wert von der Gitterspannung abhängt, ist der Amplitude der dem Gitter zugeführten Impulse
Rechnung zu tragen. Bei der gegebenen Ausführungsform entspricht die Anodenglcichspannung der
mittleren über den Kondensator 10 auftretenden Spannung; die Größe dieser Spannung wird durch
die Spannungsquelle 12 und die dem Gitter 15 zugeführten
Impulse bestimmt.
Bei der in Fig. 1 d abgebildeten Kurve nimmt die Spannung über den Kondensator το zwischen
dem Auftreten zweier Impulse linear mit der Zeit zu. Tst dies nicht der Fall, so ist die Kondensatorspannung
im Augenblick, in- dem die Impulse am Gitter 15 auftreten, nicht nur von dem Abstand
zwischen zwei Impulsen, sondern außerdem von der Abweichung von der Linearität abhängig, wodurch
eine Verzerrung des wiedergegebenen Signals entsteht.
Mit dem bisher beschriebenen Sägezahngenerator, bei dem der Kondensator 10 über einen Widerstand
aufgeladen wird, ist in der Regel der Verlauf der zwischen dem Auftreten zweier Impulse
über den Kondensator auftretenden Spannung nicht rein linear.
Eine Maßnahme, durch die ein nahezu linearer Verlauf der zwischen dem Auftreten zweier Impulse
gebildeten Flanke der sägezahnförmigen Spannung entsteht, besteht in einer solchen Wahl der
Speisespannungen der Röhre 13, daß die den Widerstand 11 durchsetzende Stromänderung klein ist im
Verhältnis zu dem mittleren, den Widerstand durchfließenden Strom.
\ orzugsweise entsteht aber der erwünschte lineare Verlauf dadurch, daß der Widerstand 11 durch eine
Schirmgitterröhre oder Pentode ersetzt wird, wodurch bei richtiger Wahl der Speisespannungen
dieser Röhre der Ladestrom des Kondensators, unabhängig von der Anodenspannung, praktisch kon-
staut ist. Um dieses Ergebnis auch bei der größten Amplitude des wiederzugebenden Signals zu erzielen,
werden die Speisespannungen dieser zweiten Schirmgitterröhre derart gewählt, daß die bei der
Maximalamplitude des wiederzugebenden Signals auftretende Minimalanodenspannung die Spannung
übersteigt, bei der der Anodenstrom von der Anodenspannung unabhängig ist.
In dieser Beziehung sei bemerkt, daß es nur
ίο dann erforderlich ist, das wiederzugebende Signal
über ein Filter 7 der ül>er den Kondensator 10 auftretenden Spannung der in Fig. 1 d abgebildeten Art
zu entnehmen, wenn die Grundfrequenz der der Einrichtung 6 zugeführten Impulse einen solchen
Wert hat, daß diese Anlaß zu einer Störung bei der Widergabe sein könnte. Wenn aber die Grundfrequenz
der Impulse außerhalb des Wiedergabebereiches des Lautsprechers oder außerhalb des
Hörbarkeitsfrequenzbereiches liegt, kann die im Ausgangskreis der Einrichtung 6 auftretende Spannung
veränderlicher Amplitude, ohne Zwischenschaltung des Filters 7, dem NF-Verstärker 8 bzw.
dem Lautsprecher 9 zugeführt werden.
Weiter sei bemerkt, daß die in Fig. 2 dargestellte Hinrichtung 6 zur Erzeugung einer Gitterspannung
bloß als eine Ausführungsform zu betrachten ist. Xach der Erfindung kann jede andere zur Erzeugung
eines sägezahnförmigen Stroms oder einer Spannung zur Umwandlung von durch ein wiederzugebendes
Signal modulierten Impulsen in mit diesem Signal übereinstimmende Amplitudenänderungen
verwandt werden.
Ein Impulswiederholer 5, der in der Empfangskaskade der in Fig. 2 dargestellten Empfangsein-
richtung vorgesehen ist, wird zweckmäßig zur Vergrößerung der Störbefreiung eines Empfangsgerätes
für Impulsphasenmodulation verwendet. Durch diesen Impulswiederholer wird erreicht, daß
die der Einrichtung 6 zugeführten Impulse miteinander übereinstimmen.
Die beschriebene Schaltung zur Umwandlung von in der Phase modulierten Impulsen in Amplitudenänderungen,
mit anderen Worten zur Demodulation von in der Phase modulierten Impulsen, ist auch brauchbar zur Demodulation von durch ein
wiederzugebendes Signal in der Frequenz modulierten Impulsen. Bei dieser Modulationsart ist
ebenfalls der gegenseitige Abstand der Impulse abhängig von dem Augenblickswert der Amplitude
des wiederzugebenden Signals, und zwar ist die Abweichung von der Anzahl Impulse je Zeiteinheit,
die ohne Modulation auftreten würden, dem Augenblickswert der Amplitude des Signals proportional.
Bei Verwendung der Einrichtung nach der Erlindung zur Demodulation der auf diese Weise
modulierten Impulse ist es aber erforderlich, daß mit dieser Vorrichtung ein differentiierendes Netzwerk
in Kaskade geschaltet ist.
Dies läßt sich wie folgt erklären. Bei phasenmodulierten Impulsen ist die Phase der Impulse
dem Augenblickswert der Amplitude des wiederzugebenden Signals proportional. Der Zeitabstand
aufeinanderfolgender Impulse verringert sich mit j dem Zeitabstand im unmodulierten Zustand und ist
infolgedessen der Änderung der Amplitude des
j wiederzugebenden Signals, der Zeit und demnach der ersten davon Abgeleiteten nach der Zeit proportional.
Wenn man ein solches Signal der Einrichtung 6 nach Fig. 2 zuführt, so ändert sich die
Größe der Spannung in den Augenblicken, in denen diese ihre Richtung ändert, proportional zur Phase
der Impulse, also zum Augenblickswert der Amplitude des wiederzugebenden Signals.
Bei in der Frequenz modulierten Impulsen ist die Abweichung der Frequenz im unmodulierten Zustand
dem Augenblickswert der Amplitude des wiederzugebenden Signals proportional. Der Abstand
der Impulse ist infolgedessen maßgebend für den Augenblickswert der Amplitude des Signals
und nicht, wie bei Impulsphasenmodulation, für die erste Abgeleitete davon. Wenn man diese Impulse
der Vorrichtung 6 nach Fig. 2 zuführt, so ist die Größe der der Phase der Impulse proportionalen
Spannung in den Augenblicken, in denen diese ihre Richtung ändert, dem Integral des Augenblickswertes
der Amplitude des wiederzugebenden Signals proportional. Es ist also ein differentiierendes
Netzwerk erforderlich, um eine Spannung zu erzielen, die dem Augenblickswert der Amplitude des
Signals proportional ist.
Vorzugsweise wird die Kaskadenschaltung einer Einrichtung nach der Erfindung und eines differentiierenden
Netzwerkes in einem Empfänger für Impulsfrequenzmodulation zur Umwandlung der nach
Gleichrichtung erhaltenen Impulse in Amplitudenänderungen des wiederzugebenden Signals verwendet.
Zusammenfassend sei bemerkt, daß die Einrichtung nach der Erfindung im allgemeinen zur Umwandlung
von in bezug auf den gegenseitigen Abstand kurzen Impulsen geeignet ist, deren Abstand
sich entsprechend dem Augenblickswert der Amplitude eines wiederzugebenden Signals in mit diesem
Signal übereinstimmenden Amplitudenänderungen verändert.
Wenn der gegenseitige Abstand maßgebend ist für die Änderung des Augenblickswertes der Amplitude,
wie bei !^pulsphasenmodulation, so ist die erfindungsgemäß ausgebildete Einrichtung ohne
weiteres brauchbar. Falls der gegenseitige Abstand no
aber maßgebend ist für den Augenblickswert der Amplitude, wie bei Impulsfrequenzmodulation, so
muß ein differentiierendes Netzwerk in Kaskade geschaltet werden. Es leuchtet ein, daß, wenn die
neue Vorrichtung bei Modulationsarten zur Anwendung kommt, die eine Kombination der vorgenannten
sind oder bei denen der gegenseitige Abstand der Impulse auch auf andere Weise mit dem
zu ül>ertragenden Signal zusammenhängt, für jeden besonderen Fall ein geeignetes Netzwerk verwendet
werden muß.
Claims (12)
- PATENTANSPRÜCHE:I. Einrichtung zur Umwandlung von in bezug auf den gegenseitigen Abstand kurzen Im-pulsen, deren gegenseitiger Abstand sich entsprechend dem Augenblickswert der Amplitude eines wiederzugebenden Signals ändert, insbesondere zur Umwandlung von Impulsen, deren Grundfrequenz konstant ist, aber bei denen die Phase dem Augenblickswert der Amplitude eines wiederzugebenden Signals proportional ist, in mit diesem Signal übereinstimmende Amplitudenänderungen, dadurch gekennzeichnet,ίο daß die Impulse in einen sägezahuförmigenStrom bzw. eine Spannung umgewandelt werden, wobei die Zeit, während welcher der Strom bzw. die Spannung sich in einer bestimmten Richtung ändert, von dem Abstand zwischen den Impulsen abhängig ist und die Zeit, während welcher der sägezahnförmige Strom bzw. die Spannung sich in entgegengesetzter Richtung ändert, konstant und die Änderung des Stromes bzw. der Spannung während dieser konstanten Zeit immer die gleiche ist.
- 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die erwünschten Amplitudenänderungen dem sägezahnförmigen Strom bzw. der Spannung über ein Tiefpaßfilter entnommen werden, das die Grundfrequenz unterdrückt oder wenigstens schwächt.
- 3. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Umwandlung der Impulse in einen sägezahnförmigen Strom oder eine Spannung mittels einer nicht selbsterregten Einrichtung zur Erzeugung eines sägezahnförmigen Stroms oder einer Spannung erfolgt, die von den Impulsen gesteuert wird, wobei während der Zeit zwischen dem Auftreten zweier Impulse ein sich in einer bestimmten Richtung ändernder Strom bzw. eine Spannung erzeugt wird, während die Impulse eine Stromoder Spannungsänderung in entgegengesetzter Richtung bewirken und Maßnahmen getroffen sind, welche diese letztgenannten Änderungen für jeden Impuls gleichmachen.
- 4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Impulse einem Steuergitter einer zwischen dem Auftreten zweier Impulse gesperrten Schirmgitterröhre, vorzugsweise einer Pentode, zugeführt werden, die durch die Impulse leitend gemacht wird.
- 5. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Speisespannungen der Schirmgitterröhre oder der Pentode im Zusammenhang mit der Amplitude der zugeführten Impulse derart gewählt sind, daß die bei maximaler Amplitude des wiederzugebenden Signals auftretende Minimalanodenspannung größer als die Spannung ist. bei der der Anodenstrom der Röhre von "der Anodenspannung nahezu unabhängig ist.
- 6. Einrichtung nach den Ansprüchen 3, 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß Maßnahmen getroffen sind, durch die sich die zwischen dem Auftreten zweier Impulse erzeugte Flanke des sägezahnförmigen Stroms oder der Spannung linear mit der Zeit ändert.
- 7. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zur Erzeugung eines sägezahnförmigen Stroms oder einer Spannung einen Kondensator enthält, der zwischen dem Auftreten zweier Impulse über einen Widerstand aufgeladen bzw. entladen wird, wobei die den Widerstand durchfließende Stroinänderung klein in bezug auf den mittleren, den Widerstand durchfließenden Strom
- S. Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Kondensator zwischen dem Auftreten zweier Impulse über eine Schirmgitter röhre, vorzugsweise eine Pentode, aufgeladen bzw. entladen wird.
- 9. Einrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Speisespannungen der Schirmgitterröhre oder Pentode derart gewählt sind, daß die bei maximaler Amplitude des wiederzugebenden Signals auftretende Maximalanodenspannung größer als die Spannung ist, bei der der Anodenstrom der Röhre von der Anodenspannung unabhängig ist.
- 10. Empfangsgerät für Impulsmodulation, insbesondere Tmpulsphasenmodulation, dadurch gekennzeichnet, daß in der Empfangskaskade eine Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9 vorgesehen ist, der die nach Gleichrichtung erzielten Impulse zugeführt werden.
- ι ι. Einrichtung zur Umwandlung von in bezug auf den gegenseitigen Abstand kurzen Impulsen, deren Frequenzunterschied mit der im unmodulierten Zustand auftretenden Frequenz dem Augenblickswert der Amplitude eines wiederzugebenden Signals proportional ist, in mit diesem Signal übereinstimmende Amplitudenänderungen, dadurch gekennzeichnet, daß die Kaskadenschaltung einer Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9 mit einem differentiierenden Netzwerk verwendet wird.
- 12. Empfangsgerät für Impulsfrequenzmodulation, dadurch gekennzeichnet, daß in die Empfangskaskade eine Einrichtung nach Anspruch 11 eingeschaltet ist, der die naQh Gleichrichtung erhaltenen Impulse zugeführt werden.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 140 6.
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