DE952183C - Schaltungsanordnung zum Empfang von Signalzeichen, z. B. Wahl- und Rufzeichen, bei Multiplexvrkehr mit Impulsmodulation - Google Patents
Schaltungsanordnung zum Empfang von Signalzeichen, z. B. Wahl- und Rufzeichen, bei Multiplexvrkehr mit ImpulsmodulationInfo
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Description
AUSGEGEBEN AM 15, NOYEMBER1956
P 9360 VIII a/21 a*
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Übertragung von Signalzeichen (z. B. Wahl- und Rufzeichen)
bei Verbindungen, die mit Impulsmodulation arbeiten. Es sind Verfahren zur. Übertragung
von Signalzeichen bekannt, die auf die Multiplexübertragung mit dauermodulierten oder
lagemodulierten Impulsen anwendbar sind. Hierbei wird für die Übertragung dieser Signalzeichen den
Impulsen eine maximale Dauer oder eine maximale Zeitverschiebung der Impulse erteilt. Bei diesen
Verfahren empfängt man die Signalzeichen gewöhnlich dadurch, daß man aus der Modulation
eine Gleichspannung ableitet, die einen Maximalwert annimmt, wenn die Signalzeichen übertragen
werden. Diese Gleichspannung wird zur Steuerung eines Relais oder eines anderen Gerätes, das die
Signaleinrichtung in Tätigkeit setzt, verwendet.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung zum Empfang von Signalzeichen, die nach einem
der obenerwähnten Verfahren übertragen werden. Die erfindungsgemäße Anordnung verwendet ein
Verfahren der · Gegeneinanderschaltung zweier Gleichspannungen, deren eine normalerweise im
Empfänger vorhanden ist, während die andere nur auftritt, wenn keine Signalzeichen übertragen werden.
Ein Ziel der erfindungsgemäßen Schaltung ist es, eine Anordnung zu erhalten, die eine große
Stabilität gegenüber Amplitudenschwankungen der
empfangenen Impulse aufweist. Diese Eigenschaft wird dadurch erzielt, daß während des Empfanges
der Signalzeichen diejenige Gleichspannung, welche von der Amplitude der übertragenen Impulse abhängt,
verschwindet.
Zu diesem Zweck ist eine Schaltung zum Empfang von Signalzeichen zur Anwendung bei
einer Multiplexübertragung mit dauermodulierten, lagemodulierten oder amplitudenmodulierten Impulsen
vorgesehen, bei der zur Aussendung der Signalzeichen den Impulsen eine maximale Modulation
aufgedrückt bzw. eine maximale Dauer oder eine maximale Zeitverschiebung erteilt. wird, und
beim Empfang einer Steuergleichspannung durch Gleichrichtung einer Komponente der empfangenen
Zeichen, deren Frequenz der mittleren Wiederkehrfrequenz der Impulse entspricht, erzeugt und einer
Signalempfangseinrichtung zur Betätigung eines Relais zugeführt wird. Erfindungsgemäß wird
so dabei eine im Kathodenkreis einer Röhre mit zwei Steuergittern, deren einem die empfangenen Nachrichtenimpulse
und deren anderem örtlich erzeugte Kanalwählimpulse von entgegengesetzter Polarität
zugeführt werden, erzeugte Gleichspannung der Steuergleichspannung ' in der Weise gegengeschaltet,
daß der Anodenstrom einer zweiten Röhre normalerweise herabgesetzt ist, jedoch während der Übertragung der Signalzeichen infolge
der Verringerung oder des Verschwindens der S teuer spannung steigt und das Relais zum
Ansprechen bringt.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung von
Ausführungsbeispielen an Hand der Zeichnung. In der Zeichnung zeigt
Fig. ι das Grundschema für die erfindungsgemäße
Übertragung von Signalzeichen,
Fig. 2 ein ausführlicheres Schaltbild der Anordnung nach Fig. 1 für den Sonderfall von dauermodulierten
Impulsen,
Fig. 3 die Wellenform der Zeichen in verschiedenen Punkten der Schaltung nach Fig. 2,
ebenso wie die Wellenform, welche die Zeichen bei amplitudenmodulierten Impulsen haben müßten,
Fig. 4 eine Abwandlung des Sendeteiles der Anordnung nach Fig. 2.
Nach Fig. 1, welche sich auf einen einzigen Übertragungskanal einer Multiplexverbindung bezieht,
bezeichnet 1 einen Kanalmodulator mit drei Eingangsklemmen 2, 3 und 4. An der Klemme 2
wird das Modulationszeichen, an der Klemme 3 das Signalzeichen zugeführt,' während an der
Klemme 4 Impulse zugeführt werden, die im folgenden als Stichprobenimpulse bezeichnet werden.
Die Ausgangsklemme 5, mit welcher die (nicht dargestellten) Modulatoren der anderen Kanäle
verbunden sind, ist das eine Ende der Übertragungsleitung 6 angeschlossen.
Das andere Ende 7 dieser Leitung ist mit dem Gleichlaufimpulswähler 8 und mit einem Kanalwähler
9 sowie mit den (nicht dargestellten) Wählern der anderen Kanäle verbunden. Der Gleichlaufimpulswähler
liefert Impulse für die Kanalentriegelung, von welchen einer an den Kanalwähler 9 geht. .
Der Ausgang des Kanalwählers 9 führt einerseits zu einem Tiefpaßfilter 11 für die Demodulation
der Impulse und andererseits zu einer Stufe 14, welche ein auf die Wiederholungsfrequenz der
Impulse abgestimmtes Bandfilter und einen Detektor enthält. Das aus dem Filter 11 austretende
Modulationszeichen wird an dem Eingang eines -Verstärkers 15 zugeführt, welcher außerdem
einen zweiten Eingang für die Verstärkungsregelung besitzt, an welchem das durch die Stufe
14 gleichgerichtete Zeichen zugeführt wird. Der Verstärker 15 besitzt zwei Ausgänge 12 und 13.
An dem Ausgang 12 wird das Modulationszeichen und an dem Ausgang 13 die Gleichstromkomponente
des Ausgangsstromes des Verstärkers abgenommen. Diese Komponente kann zwei verschiedene Werte
annehmen, je nachdem ein Signalzeichen übertragen wird oder nicht und demgemäß eine gleichgerichtete
Spannung an der zur Verstärkungsregelung dienenden Klemme des Verstärkers 15
zugeführt wird oder nicht. -Eine Empfangseinrichtung für die Signalzeichen, wie z. B. ein
Relais, geht bei einem dieser Werte des Anodenstromes des Verstärkers 15 in die Arbeitsstellung,
während es bei dem anderen Wert in der Ruhestellung verharrt.
Nach Fig. 2 ist der Kanalmodulator 1 zur Dauermodulation
der Impulse vorgesehen; er enthält eine Triode 16, welche an ihrer Kathode 17 das an den
Klemmen 4 zugeführte Stichprobensignal und an ihrem Gitter 18 über den Transformator 24 das an
den Klemmen 2 zugeführte Modulationszeichen erhält. Das Stichprobeusignal besteht aus einer Folge
von negativen wiederkehrenden Impulsen mit einer Wellenform,- die sich durch Überlagerung eines
Rechtecks und eines Sägezahns ergibt; diese Impulse sind in dem Diagramm α der Fig. 3 bei 101
dargestelltDie Anode 19 der Röhre 16 ist mit dem
Ende 5 der Leitung 6 verbunden, an welchem die Mischung der verschiedenen Kanalimpulse statt- X05
findet.
Das Gitter 18 erhält seine Vorspannung durch einen Spannungsteiler, welcher aus -den Widerständen
21, 22, 23 besteht. Die Werte dieser Widerstände und des Widerstandes 20 des Kathodenkreises
sind unter Berücksichtigung der Amplitudencharakteristik des Impulses 101 so gewählt, daß
bei Abwesenheit eines Modulationszeichens an den Klemmen 2 das Gitter 18 weit genug vorgespannt
ist, damit der Anodenstrom der Röhre während der Hälfte der Dauer r des Impulses ιοί Null bleibt.
Unter diesen Voraussetzungen werden in dem Stromkreis der Anode 19 Impulse 108 mit negativer
Polarität von der Dauer τ/2 entnommen.
Die bei 3 zugeführten Signalströme erregen das Relais 25, welches durch seinen Arbeitskontakt 26
den Widerstand 23 des Spannungsteilers 21-22-23 kurzschließt. Die Vorspannung des Gitters 18 verschiebt
sich in Richtung der zunehmenden Potentiale und daher wird das Potential des Gitters 18
so erhöht, daß die Röhre während der gesamten ■
Dauer τ des Impulses ιοί von einem Anodenstrom
durchflossen wird; in dem Kreis der Anode 19 werden dann negative Impulse 108 mit der Dauer r
entnommen.
Empfangsseitig besteht der Kanalwähler 9 aus einer Pentode 27, deren Bremsgitter 29 mit dem
Ende 7 der Leitung 6 verbunden ist und die Kanalimpulse empfängt, während das Steuergitter 28 mit
dem Ausgang des Gleichlaufimpulswählers 8 verbunden ist und von diesem Impulse für »die Kanalentriegelung
empfängt. Schaltungen, welche die Aufgaben der Stufe 8 erfüllen, sind an sich bekannt
und brauchen daher nicht näher beschrieben zu werden. Es sei lediglich darauf hingewiesen, daß
diese Schaltungen im allgemeinen eine eigentliche Gleichlauf impulswählerstufe und eineVerzögerungsleitung
aufweisen, an welcher die zu den Kanalwählerstufen führenden Abgriffe gestaffelt sind.
Der Gleichlauf impuls wird in die Verzögerungsleitung geschickt und bei seinem Durchlauf an
jeder Abgriffstelle wird ein Kanalentriegelungsimpuls geliefert, welcher während seiner Dauer die
Kanalwählerstufe zum Ansprechen bringt.
Der Kreis der Anode 30 der Röhre 27 enthält einen Resonanzkreis 31 und führt zu dem Tiefpaßfilter
11, welches die in der Dauer modulierten Impulse demoduliert und das Modulationszeichen
wiederherstellt.
Der Resonanzkreis 31 ist auf die Wiederholungsfrequenz
der Kanalimpulse abgestimmt und an seinen Klemmen erhält man die Komponente des
empfangenen Zeichens, welche diese Wiederholungsfrequenz besitzt. Diese Komponente wird in
dem Gleichrichter 36 gleichgerichtet und an den Klemmen des Widerstandes 34 zugeführt. Dieser
Widerstand liegt in dem Gitterkreis der Röhre 37 des Verstärkers 15 in Reihe mit einem Widerstand
35 und der Sekundärwicklung des Ausgangstransformators des Tiefpaßfilters 11.
Der Widerstand 35 bildet mit einem Widerstand 33 einen Spannungsteiler, welchem die Potentialdifferenz
zugeführt wird, die der Anodenstrom der Röhre 21] in dem Kathodenwiderstand 32 entwickelt.
Dieser Widerstand 32 verbindet dieKathode mit einem Punkt von konstantem Potential oder mit
Erde. Die Spannung an den Klemmen von 35 sucht das Potential des Gitters 38 der Röhre 37 positiv
gegen Erde zu machen, während die Spannung an den Klemmen von 34 dieses Gitterpotential negativ
gegen Erde zu machen sucht.
In dem Kreis der Anode 39 der Röhre 37 liegt einerseits ein Transformator 40, an dessen Klemmen
12 das Modulationszeichen auftritt und andererseits eine Wicklung 41 eines Differentialrelais
43. Die zweite Wicklung 42 dieses Relais ist eine Kompensationswicklung und wird dauernd mit
einem Gleichstrom gespeist, welchen die Anodenspannungsquelle der Röhre liefert. Der Arbeitskontakt 45 des Relais 43 verbindet eine Ruf strom-
quelle 44 mit den Signalgebungsklemmen 13.
Die Übertragung der Signalzeichen arbeitet wie folgt (Fig. 3): Das an der Kathode 17 zugeführte
Stichprobensignal besteht aus den Impulsen 101, deren Amplitude sich sägezahnförmig zwischen
zwei vorbestimmten Pegeln ändert.
Bei Abwesenheit eines Signalgebungsstromes und eines Modulationszeichens entspricht das
Potential des Gitters 18 der Linie 102 in dem Diagramm
a, wobei der an der Anode 19 entnommene
Impuls 108 die vordere Flanke 109 und die hintere Flanke 110 und somit die Dauer r/2 besitzt (Diagramm b).
Wenn kein Signalstrom, aber ein Modulationszeichen vorhanden ist, ändert sich das Potential
des Gitters 18 zwischen den Pegeln, welche durch die Linien 103 und 104 in Diagramm α dargestellt
sind, und der an der Anode 19 abgenommene Impuls 108 hat die vordere Flanke 109 und eine
hintere Flanke, die zwischen in und 112 liegt
(Diagramm b).
Beim Auftreten eines Signalstromes entspricht das Potential des Gitters 18 der Linie 105 in
Diagramm α, und der an der Anode 19 abgenommene Impuls 108 hat die vordere Flanke 109
und die hintere Flanke 113 und somit die Dauert
(Diagramm· b). Diese Dauer bleibt auf dem Wert τ
auch bei gleichzeitigem Auftreten eines Modulationszeichens. Das Potential des Gitters 18
ändert sich dann zwischen den Pegeln 106 und 107,
wodurch die Dauer τ des Impulses 108 nicht beeinflußt wird.
Die Kanalimpulse werden mit negativer Polarität übertragen.
Der Kanalentriegelungsimpuls 114 ist in Diagramm c dargestellt und hat die Dauer r sowie
positive Polarität, Der Anodenkreis der Röhre 27 ist gesperrt, wenn sie gleichzeitig einen positiven
Kanalentriegelungsimpuls an ihrem Steuergitter 28 und einen negativen Kanalimpuls an ihrem Bremsgitter
29 empfängt, denn in diesem Augenblick geht der gesamte Emissionsstrom über das Schirmgitter
und findet sich im Kathodenkreis wieder. Hingegen ist die Röhre stromführend, wenn ihr
Bremsgitter 29 keinen Kanalimpuls und ihr SFeuergitter 28 einen positiven Kanalentriegelungsimpuls
empfängt.
Wenn kein Signalstrom auftritt, hat der Impuls 108 die Dauer τ/2 und der Impuls 114 die
Dauer r. Die Röhre 27 würde an eine rein ohmische Belastung den Impuls 115 des Diagramms d liefern;
auf Grund der Anwesenheit des Schwingungskreises 31 wird an den Klemmen dieses Kreises ein
Signal abgenommen, welches die bei 116 in Diagramm d dargestellte Sinusform zeigt. Durch
Gleichrichtung dieses Signals in dem Gleichrichter 36 ergibt sich an den Klemmen des Widerstandes
34 eine mittlere gleichgerichtete Spannung, welche durch die Linie 117 wiedergegeben wird. Andererseits
ist die mittlere Spannung an den Klemmen des Widerstandes 35 durch die Linie 118 dargestellt.
Diese mittlere Spannung 118 ist so gerichtet, daß sie der mittleren gleichgerichteten
Spannung 117 entgegengesetzt gleich ist.
Unter diesen Umständen hat der mittlere Anodenstrom der Verstärkerröhre 37 einen gewissen
Wert, so daß die Amperewindungszahl der
Wicklungen 4i und 42'des Relais 43 gleich sind
und dieses Relais in der Ruhelage verbleibt.
Bei Auftreten eines Signalstromes hat der Impuls 108 die Dauer r ebenso wie der Impuls 114.
Der Anodenkreis der Röhre 27 ist dauernd gesperrt. An dem Resonanzkreis 31 wird kein Signal
entnommen und die Spannung an den Klemmen des Widerstandes 34 ist Null und entspricht der
Linie 119. Die Vorspannung des Gitters 38 der Röhre 37 wird durch die alleinige Einwirkung der
mittleren Spannung. 118 in Richtung der positiven Spannung verschoben. Der Anodenstrom dieser
Röhre nimmt zu, so daß die Ämperewindungszahl der Wicklung 41 des Relais 43 diejenige der Wicklung
42 übersteigt und der Kontakt 45 für den Generator 44 geschlossen wird, worauf an den
Klemmen 13 ein Signalstrom auftritt.
Der beschriebene Aufbau des Relais 43 kann den Nachteil haben, daß bei Unterbrechung der Tätigkeit
der Verstärkerröhre 37 das Relais unbeabsichtigt ausgelöst wird. In diesem Falle wird nämlich
nur die Kompensationswicklung 42 gespeist, so daß die auf den Reläisanker ausgeübte Anziehungskraft
nicht aufgehoben wird.
Es wird größere Sicherheit erzielt, wenn man die Wicklungen 41 und 42 so bemißt, daß bei
Abwesenheit eines Signalzeichens die Amperewindungs-zahl
der Wicklung 41 doppelt so groß ist wie diejenige der Wicklung-42. Das Relais 43 wird
dann dauernd durch eine Kraft erregt, welche einer Amperewindungszahl gleich derjenigen der Wicklung
42 entspricht. Man braucht dann das Relais 43 nur so einzustellen, daß es unter diesen Umständen
in der Ruhelage verbleibt. Auf diese Weise besteht keine Gefahr, daß bei Unterbrechung der
Tätigkeit der Röhre 37 das Relais 43 unbeabsichtigt ausgelöst wird, weil die Amperewindungszahl
sich nicht ändert. Im übrigen wird an der Wirkungsweise des Relais beim Empfang eines Signalzeichens
nichts geändert.
Es ist hervorzuheben, daß in der Empfangsanordnung der Spannung, welche sich durch
Gleichrichtung der Komponente des übertragenen Zeichens, welche die Wiederkehrfrequenz der Impulse
besitzt, ein Teil des Kathodenstromes der Röhre 27 gegengeschaltet wird. Eine Alterungserscheinung
dieser Röhre wird gleichzeitig eine Verminderung der Amplitude der Komponente mit
der Wiederkehrfrequenz der Impulse infolge der Verminderung des Anodenstromes und eine Verminderung
des Kathodenstromes zur Folge haben. Die an den Klemmen der Widerstände 34 und 35
entwickelten Spannungen werden beide in gleichem Maße abnehmen, wodurch die zeitliche Stabilität
.und somit eine hohe Betriebssicherheit der Anordnung erzielt wird.
In Fig. 2 ist angenommen, daß die Änderung
der Vorspannung des Gitters i8, welche zu einer
Erhöhung der Impulsdauer führt, dadurch erreicht
So wird, daß der Widerstand 23 durch das Relais 25 kurzgeschlossen wird.
Nach einer in Fig. 4 dargestellten Abwandlung wird der an die Klemmen 3 zugeführte Ruf wechselstrom
durch einen Transformator 46 geschickt, dessen. Sekundärwicklung zu einer Gleichrichterbrücke
47 führt. Dieser Gleichrichter entwickelt an den Klemmen des Widerstandes 48 eine Gleichspannung,
und dieser Widerstand bildet einen Teil des Spannungsteilers 22-21-48, der zwischen der
Anodenspannung und Erde liegt. Die Gleichspan- -nung an den Klemmen von 48 hat solche Richtung
daß sie die Vorspannung des Gitters 18 der Röhre 16 in das Gebiet der positiven Spannungen verschiebt.
Das an Hand der Fig. 2 für den Fall von dauermodulierten Impulsen beschriebene Verfahren
zur Übertragung von Signalzeichen kann auch ini Falle der Amplitudenmodulation Anwendung
finden. In Diagramm β der Fig. 3 sind 121 die
negativen Kanalimpulse. Ihre Amplitude erreicht den Pegel 122 bei Abwesenheit von Signal- und
Modulationszeichen. Sie liegt zwischen den Pegeln 123 und 124 bei Abwesenheit von Signalzeichen,
aber Anwesenheit von Modulationszeichen, und sie erreicht den Pegel 125 bei Anwesenheit von Signalzeichen.
130 bezeichnet die positiven Kanalentriegelungsimpulse
und 128 die mittlere Spannung an den Klemmen des Widerstandes 35 in Diagramm /.
Die Röhre 27 ist stromführend, wenn sie an ihrem Steuergitter einen positiven Kanalentriegelungsimpuls
und an ihrem Bremsgitter einen Kanalimpuls empfängt, dessen Amplitude einen Pegel zwischen 123 und 125 unterschreitet; sie ist
also stromführend, wenn die Amplitude des Kanalimpulses den Pegel 123 erreicht, und sie ist gesperrt,
wenn die Amplitude des Kanalimpulses den Pegel 125 erreicht.
An den Klemmen, eines rein ohmschen Widerstandes in dem Kreis der Anode 30 würde man
Impulse 131 erhalten, wenn kein Signalzeichen. übertragen
wird und an den Klemmen des Resonanzkreises 31 erhält man das Signal 126 in Form
einer Sinus welle. Der mittlere Wert der Spannung, welche durch dieses gleichgerichtete Signal an den
Klemmen des Widerstandes 34 entwickelt wird, ist durch die Linie 127 in Diagramm g dargestellt.
Dieser Mittelwert ist demjenigen, den die Linie 128 wiedergibt, entgegengesetzt gleich. Bei Anwesenheit
von Signalzeichen ist das an den Klemmen des Kreises 31 abgenommene Signal Null und wird
durch die Linie 129 dargestellt. Wie im Falle der Fig. 2 wird die Vorspannung des Gitters 38 sowie
der Anodenstrom der Röhre 37 erhöht, so 4aß das Relais 43 anspricht.
Claims (1)
115 Patentanspruch:
Schaltungsanordnung zum Empfang von Signalzeichen, z. B. Wahl- und Rufzeichen, bei
einer Multiplexübertragung mit dauermodulierten, lagemodulierten oder amplitudenmodulierten
Impulsen, bei der zur Äussendung der Signalzeichen den Impulsen eine maximale
Modulation aufgedrückt bzw. eine maximale Dauer oder eine maximale Zeitverschiebung erteilt
wird, und beim Empfang eine Steuer-
gleichspannung durch Gleichrichtung einer Komponente der empfangenen Zeichen, deren
Frequenz der mittleren Wiederkehrfrequenz der Impulse entspricht, erzeugt und einer Signalempfangseinrichtung
zur Betätigung eines Relais zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß eine im Kathodenkreis einer Röhre (27)
mit zwei Steuergittern, deren einem die empfangenen Nachrichtenimpulse und deren anderem
örtlich erzeugte Kanalwählimpulse von entgegengesetzter Polarität zugeführt werden,
erzeugte Gleichspannung der Steuergleichspanhung in der Weise gegengeschaltet wird, daß
der Anodenstrom einer zweiten Röhre (37) normalerweise herabgesetzt ist, jedoch während der
Übertragung der Signalzeichen infolge der Verringerung oder des Verschwindens der Steuerspannung
steigt und das Relais zum Ansprechen bringt.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Philips Technische Rundschau, November 1949.
Philips Technische Rundschau, November 1949.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
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