DE80782C - - Google Patents

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DE80782C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61JSHIFTING OR SHUNTING OF RAIL VEHICLES
    • B61J1/00Turntables; Traversers; Transporting rail vehicles on other rail vehicles or dollies
    • B61J1/10Traversers

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Handcart (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 20: Eisenbahnbetrieb.
Gegenstand, der Erfindung' bildet eine besondere Art der Construction eines Wagens für Schiffseisenbahnen und Bremsberge, welche es ermöglicht, die Belastung auf eine unbeschränkte Anzahl von Radachsen gleichmäfsig zu vertheilen und selbst bei grofsen Steigungen gestattet, den Wagen1, wenn erwünscht oder bei einem Seilbruche, in letzterem Falle selbstthätig, in einen Schlitten zu verwandeln, bei welchem die gleitende Reibung des Gesammtgewichtes, als Bremsmittel wirkend, denselben in kürzester Zeit zum Stillstande bringt. Der mit \abnehmbarer Hinter- und Vorderwand versehene, mit Wasser gefüllte, das Schiff tragende Kasten oder irgend ein Behälter für Förderung von Lasten überhaupt besitzt zwei steife Schlittenrahmen A A und zwei in Gabeln verschiebbare Radachsen tragende Wagenrahmen B B. Auf jedes Radpaar wirkt ein einarmiger Hebel, dessen einer Stützpunkt mit dem Schlittenrahmen fest verbunden ist. Auf das freie Ende des Hebels wirkt ein Kasten K. Im leeren Zustande werden Kasten und Hebel durch eine Feder in einer bestimmten Gleichgewichtslage erhalten. Ist Q. das Gesammtgewicht des Wagens, η die Anzahl der Achsen, m das Uebersetzungsverhältnifs des Hebels, und wird der Kasten mit so viel Wasser gefüllt, dafs das Wassergewicht mindestens = q beträgt, so wird
der Hebel nach abwärts sich bewegen und allmählich mit dem Drucke = — auf das Achsen-
lager drücken, der Schlittenrahmen in die Höhe gehen und das Gefährt als Wagen wirken. Die Kasten sind mit Klappen oder Ventilen versehen und so mit dem Zugseile verbunden, dafs die Ventile sich öffnen, wenn das Seil reifst. Die Vorrichtungen für dieses Oeffnen sind in verschiedener Weise durchführbar und bilden keinen Gegenstand des Patent-Anspruches. Das Entlassen von Wasser kann auch unabhängig vom Reifsen des Seiles durch directes Oeffnen der Ventile erfolgen. Entleert sich das Wasser, so überträgt sich der Druck allmählich von dem Wagen auf das Schlittengestell , und das letztere läfst sich auf eigene eiserne oder hölzerne Bremsbalken nieder und hemmt die Bewegung. Der bergauf gehende Wagen wird von dem hinabgehenden Wagen im Gleichgewichte erhalten. Letzterer erhält Anfangs mindestens um so viel Wassergewicht mehr, als die Mehrlänge an Seil des bergauf gehenden Wagens beträgt. Dieses Wasser wird im Laufe der Thalfahrt allmählich entlassen, so dafs an jeder Stelle der Fahrt die Lastcomponenten sich möglichst ausgleichen. Die Regulirung des Abflusses kann durch eigene, mit der Geschwindigkeit der Fahrzeuge zusammenhängende selbstthätige Vorrichtungen geschehen. Die Fortbewegung soll derart erfolgen, dafs ein oder mehrere Räderpaare durch einen Elektromotor oder anderswie angetrieben werden. Die Triebräder haben hierbei lediglich die Widerstände der rollenden und Seilreibung zu überwinden.
Als Erklärung zur Zeichnung möge noch hinzugefügt werden, dafs der Hebel H1 so gezeichnet ist, dafs er drückend auf das Wagengestell wirkt, mithin das linke Räderpaar belastet, während der Hebel H2 mit dem wasserlosen Kasten K2 in Verbindung steht, mithin
rechts der Schlittenrahmen zur Thätigkeit gelangt. Die Figur ist absichtlich etwas verzerrt gezeichnet, um die Wirksamkeit des Mechanismus besser erkennen zu lassen. Die Seile wirken flaschenzugartig mittelst Scheiben derart, dafs für je einen Wagen das ablaufende und auflaufende Seil für je eine Scheibe an verschiedenen Seiten des Wagens wirken, wodurch das Entstehen von Drehmomenten verhindert wird. Jedes Seil steht an seinen Enden mit hydraulischen Kolben bei E in Verbindung. Die Druckflüssigkeiten je zweier zu einem Wagen gehöriger Cylinder stehen mit einander in Verbindung, so dafs in den auflaufenden Seilen desselben Wagens stets dieselbe Spannung herrscht. Mit einer derartigen Vorrichtung soll es ermöglicht werden, Schiffe von 500 und mehr Tonnen Tragfähigkeit auf Ebenen von 100 und mehr Meter Steigung zu transportiren. Selbstverständlich werden hierbei eine viel gröfsere Anzahl von Radachsen, als in der Figur gezeichnet, etwa 80 und darüber nöthig.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Ein Wagen für Schiffseisenbahnen, Bremsbahnen und Bergbahnen, dadurch gekennzeichnet, dafs die Radachsen in vertical verstellbaren Achsbüchsen gelagert sind, die von am Wagengestell beweglich angeordneten Gewichten mittelst Hebel oder Hebelverbindungen derartig bethätigt werden, dafs je nach Bedarf die Räder des Wagens auf den Schienen ruhen und das Gewicht des Wagens aufnehmen oder ein am Wagengestell befestigter Schlittenrahmen (A), welcher auch die Achsbüchsen aufnehmen kann, mit besonderen Bremsschienen in Eingriff gebracht wird.
  2. 2. Eine Ausführungsform des in Anspruch 1. gekennzeichneten Wagens, bei welcher als belastende Gewichte unter Federdruck stehende Wasserkästen (K1 K^J angeordnet sind, welche behufs Erzielung einer stofsfreien Bewegung des Wagens allmählich gefüllt bezw. entleert werden können, wobei der Wagen mit Ventilen oder Klappen versehen ist, so dafs behufs Ausgleichung des Seilgewichtes während der Fahrt eine entsprechende Menge Wasser abgelassen werden kann.
  3. 3. Ein Wagen der in Anspruch 2. gekennzeichneten Art, bei welchem die das Wasser aus den Kästen [K1K2) entlassenden Vorrichtungen (Ventile oder Klappen) mit dem Tragseil verbunden sind, so dafs bei einem Seilbruche die Ventile oder Klappen selbstthätig geöffnet werden und das Wasser abgelassen wird, zu dem Zweck, den Schlittenrahmen mit den Bremsschienen in Eingriff zu bringen und den Wagen somit infolge der gleitenden Reibung zum Stillstand gelangen zu lassen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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