DE80701C - - Google Patents
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- D06C—FINISHING, DRESSING, TENTERING OR STRETCHING TEXTILE FABRICS
- D06C11/00—Teasing, napping or otherwise roughening or raising pile of textile fabrics
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Treatment Of Fiber Materials (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
Während bei nahezu allen bisher üblichen Scheuermaschinen die Messer geradlinige Kehrbewegungen
durchmachen, und zwar beim Hingang die Reibungsarbeit verrichten, beim Hergang . dagegen wirkungslos über den Stoff
gleiten, sind die Messer der vorliegenden Maschine in Reihen auf dem Umfang einer rotirenden
Trommel angeordnet und laufen in der" gleichen Richtung wie der zu bearbeitende Stoff, wodurch nicht nur der Zeitverlust, den
der Rückgang hin- und herbewegter Messer mit sich bringt, vermieden ist, sondern es ist
auch gleichzeitig die gleichmäfsige gute Bearbeitung des Stoffes auf der ganzen Breite
gesichert.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist eine Ausführungsform der vorliegenden Scheuermaschine
in einer Seitenansicht, Fig. 1, und einem Längenschnitt, Fig. 2, veranschaulicht. Fig. 3 zeigt
die Messertrommel zur Hälfte in einer Stirnansicht, zur Hälfte im Schnitt.
Die Messertrommel α trägt am Umfange in gleichmäfsig vertheilten Reihen Messerköpfe b,
welche die bekannten Stahlmesser m tragen und hinten mittels radialer Spindeln c durch Stege d
in U-Eisenform, vorn dagegen durch Umfangsleislen e der Trommel α gehalten werden, gegen
welche Leisten e die Messerköpfe unter radial auswärts wirkendem Drucke von Federn/ und g
mittels je einer seitlichen Auskragung b1 geprefst
werden. Erstere Federn/ sind als Flachfedern an besonderen Umfangsleisten f1 der
Trommel α befestigt und sorgen dafür, dafs der Eingriff zwischen Messerköpfen und Leisten e
aufrecht erhalten bleibt (den durch die Pfeile der Figuren angedeuteten Drehsinn der Messertrommel
vorausgesetzt), während die Federn g die Spindeln c gewindeförmig umgeben und
sich rückwärts gegen die U-Eisen d stemmen. Diese U-Eisen sind radial verschiebbar in Radialschlitzen
h der Trommelspeichen geführt, ruhen aufserdem mittels Stirnzapfen d1 in Schlitzen z1
von Scheiben i, welche unmittelbar vor den beiden Trommelstirnen auf der Trommelachsea1
drehbar gelagert und als Stirnräder ausgebildet sind, so dafs sie durch Vermittelung von kleinen
Stirnrädern k einer in den Trommelspeichen gelagerten Welle Z bei Drehung dieser Welle
mittels einer Handkurbel ihrerseits in Drehung versetzt werden können. Die Schlitze i1 verlaufen
zur Trommelachse a1 spiralförmig, so
dafs bei Drehung der Scheiben i die U-Eisen d eine radiale Verschiebung in den Speichenschlitzenz'1
erfahren, welche sich auf die Federng sämmtlicher Messerköpfe b je nach dem Drehsinne
der Scheiben spannend oder entlastend äufsert, so dafs die Spannung sämmtlicher Federn und damit die elastische Pressung der
Messer m zu gleicher Zeit geregelt werden kann. Der zu scheuernde Stoff η wird, und dies
gehört nicht zur Erfindung, von einer Rast 0 aus um Führungswalzen ρ Jj1P2 herum zur Aufbäumwalze
q geleitet, so dafs er von der Messertrommel mit gegenüberliegenden Messerreihen
gleichzeitig an zwei verschiedenen Stellen gerieben wird. An diesen Stellen wird der
Stoff durch je ein Lederband r gegen die Messer m geprefst. Jedes dieser Lederbänder r
ist zwischen zwei walzenartigen, aber undrehbaren Traversen r1 ausgespannt, deren jede an
den oberen Armen zweier doppelarmiger, aufrechter Hebel r2 gelagert ist. Die unteren
Arme der Hebel einer Traverse sind mit denjenigen der anderen durch je eine an Spannung
regulirbare Zugfeder r3 verbunden, welche also auf Spannung des betreffenden Lederbandes
hinwirkt. Jedes der gespannten Lederbänder greift in den Bereich der Bahnen der Messer,
wird also von diesen im Vorbeipassiren zurückgedrängt, wobei es seinerseits auf Anpressung
des Stoffes gegen die Messer rückwirkt, und zwar mit einem durch die Spannung der Federn
bestimmten elastischen Drucke.
Ferner nicht zur Erfindung gehörig ist der Antrieb der Aufbäumwalze. Diese wird zum
Nachziehen des Stoffes jedesmal dann geschaltet, wenn der letztere von der Einwirkung der
Messer frei ist, also in dem Augenblicke, der vor dem Auftreffen einer neuen Messerreihe
auf den Stoff vergeht, wenn die vorauslaufende ihn eben verlassen hat. Diesem Zwecke dient
ein auf dem einen Ende der Trommelachse a1
befestigter Curvenschub t, welcher einen doppelarmigen Hebel i1 und zugleich mit diesem
durch eine Lenkerstange i2 einen auf der Achse der Aufbäumwalze q drehbaren, einarmigen
Hebel ts in Schwingung versetzt, so dafs dieser durch eine an ihm gelagerte Schaltklinke i4 ein
auf der Achse der Aufbäumwalze q befestigtes Schaltrad q1 und damit letztere Walze selbst
schaltet. Die Hubprofile des Curvenschubes t liegen immer gerade zwischen zwei Messerreihen,
wodurch eben erreicht wird, dafs die Vorwärtsschaltung des Stoffes stets nur eintritt,
wenn er frei von der Einwirkung der Messer ist.
Auf dem einen Ende der Achse der Aufbäumwalze q sitzt ein cylindrischer Curvenschub
v, mit dessen Nuth das freie Ende eines einarmigen, oberhalb der Messertrommelachse
bei ν2 gelagerten Hebels v1 im Eingriff steht,
welcher angenähert in seiner Mitte mit der Messerfrommelachse a1 so gekuppelt ist, dafs
er deren Drehung nicht hindert. Bei jeder Schaltung der Aufbäumwalze wird der Hebel v1
durch Wirkung des Curvenschubes ν um seinen Drehzapfen ν 2 ein wenig geschwungen, wobei
er die Trommel α um ein geringes Stück axial verschiebt und dadurch die Messerreihen um
ebensoviel seitwärts verrückt. Dies hat den Zweck, dafs die Messer nicht nach geradlinigen
Strafsen den Stoff bearbeiten, sondern eine gröfsere Breite desselben bestreichen, wodurch
alle Stellen der Wirkung der Arbeitsorgane ausgesetzt werden und der Stoff eine gleichmä'fsige
Beschaffenheit erhält. Die Nuth des Curvenschubes ν ist so gestaltet, dafs die
Trommel α bei einer Umdrehung der Aufbäumwalze einen axialen Hin- und Zurückgang
durchmacht. Der Eingriff zwischen dem Curvenschube t und dem Hebel i1 des Schaltwerkes
der Aufbäumwalze mufs so sein, dafs er durch die axiale Verschiebung der Messertrommel
nicht aufgehoben wird.
Aufser den Scheuermessern können auch noch Bürsten b1 am Umfang der Trommel angebracht
sein, die zweckmäfsigerweise zwischen den Reihen der Messer liegen. Die Anordnung
kann leicht getroffen werden, dafs nicht nur beide Arten von Arbeitsorganen, also die Messer
und die Bürsten arbeiten, sondern je nach Bearbeitung des Stoffes auch blos die Messer
oder blos die Bürsten, wobei im ersteren der beiden letzten Fälle die Bürsten z. B. abgenommen,
im letzteren Fall hingegen die Messer durch beliebige passende Vorrichtung zurückgestellt werden können.
Claims (2)
1. Eine Scheuermaschine für Seidenstoffe u. s.w.,
bei welcher der Stoff (n) tangential an einer Trommel (a) vorbeigeführt wird, die auf
dem Umfange in Reinen angeordnete Reibmesser fm) und event, auch Bürsten (B)
trägt, so dafs beide Mittel gleichzeitig oder jedes für sich zur Bearbeitung des Stoffes
herangezogen werden können und die neben stetiger Drehbewegung eine absetzende axiale
Verschiebung erfährt, so dafs der Stoff der ganzen Breite nach gleichmäfsig bearbeitet
wird.
2. Eine Scheuermaschine der durch Anspruch i. gekennzeichneten Art, bei welcher zur
regelbaren, elastischen Hinterstützung der Messer fm) Federn fg) vorgesehen sind,
welche sich rückwärts gegen in der Trommel radial verschiebbare Stege fd) stützen, die
mittels Zapfen fd1) in zur Trommelachse (a1)
spiralförmig verlaufenden Schlitzen ft1) von auf dieser Achse drehbaren Scheiben fi)
ruhen, durch deren Drehung die Stege fd) zwecks Regelung derSpannung derFedern^)
sämmtlicher Scheuermesser fm) vor- und zurückgeschoben werden können.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE80701C true DE80701C (de) |
Family
ID=353232
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT80701D Active DE80701C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE80701C (de) |
-
0
- DE DENDAT80701D patent/DE80701C/de active Active
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