DE80647C - - Google Patents

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DE80647C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N33/00Investigating or analysing materials by specific methods not covered by groups G01N1/00 - G01N31/00
    • G01N33/20Metals
    • G01N33/202Constituents thereof
    • G01N33/2022Non-metallic constituents

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 18: Eisenerzeugung.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 22. September 1894 ab.
Es ist bekannt, dafs zufällige, unvermeidliche und beabsichtigte Zusätze bei der Herstellung des* Eisens das Product mehr oder minder physikalisch günstig beeinflussen. Vor allen ist es der Kohlenstoff, welcher Naturhärte, Härtbarkeit, Elasticität und Festigkeit verleiht, ohne in1 dem Mafse die Dehnbarkeit zu beeinträchtigen, wie die Untersuchungen das bei anderen Zusätzen ergeben. Es ist daher bei Producenten wie Abnehmern Brauch geworden, bei der Verwendungsfrage fast ausschliefslich nach dem Kohlenstoffgehalt zu fragen und event, noch Carbitkohle, Graphit und Kohlenstoff zu unterscheiden.
Da aber die jetzt üblichen Mittel zur genauen Bestimmung der Kohlenstoffe, als: quantitative Analyse, Aetzungsbilder, auch physikalisch technische Untersuchungen grofse Sorgfalt, Kenntnifs, Geld und Zeit erfordern, so hat die Wichtigkeit der Sache auch zu einfachen , angenäherten Vergleichsbestimmurigen. geführt.
• Zum Beispiel löst man nach der sogen. »Egge rf sehen Probe« ein abgewogenes Stück Eisen in Salpetersäure auf und benutzt dann die Färbung der Flüssigkeit für die vergleichende Kohlenstoffbestimmung.
Das vorliegende Verfahren dürfte noch einfacher sein, da es ohne Wägung, ohne Zerkleinerung schnell und viel besser als bei schwierig zu erkennenden Farbennüancen deutliche Vergleiche giebt und sogar geeignet ist, verschiedene Kohlenstoffarten zu erkennen.
Dasselbe besteht in Folgendem:
Man schattirt mit dem zu prüfenden Stahl eine Fläche auf ein helles, säurefestes Schleiftäfelchen, .auf dem sich die Zeichnung ähnlich wie eine Bleischattirung deutlich hervorhebt. Die Zeichnung besteht aus einem Gemisch von grauglänzendem Eisen und dunklem Kohlenstoff. Nun taucht man das Täfelchen in ein Lösungsmittel, welches das Eisen wegschafft, so dafs nur der Kohlenstoff übrig bleibt. Hierdurch* erscheint eine wirkliche Kohlenschattirung, und zwar grobkörnig dunkel, wenn viel Kohlenstoff im Eisen war, feinkörnig heller, wenn wenig darin war.
Mit einer Reihe von Stäbchen aus Stahl bezw. Eisen mit bekanntem Kohlenstoffgehalt macht man nun in derselben Weise vergleichende Untersuchungen. Das Auge erkennt dabei so deutlich, dafs es mit Sicherheit 0,025 pCt. Unterschied im Kohlenstoffgehalt bestimmt.
Die beiliegende Zeichnung veranschaulicht ein solches Verfahren:
Fig. ι zeigt ein Stahlstück mit unbekanntem Kohlenstoff, sowie eine Reihe von zweckmäfsig abgestuften Probestäbchen, auf welchen die Kohlenstoffgehalte aufgeschlagen sind. Mit Ecken und Kanten des unbekannten Stahles reibt man nun eine Fläche auf ein Täfelchen und ebenso, womöglich daneben, macht man es mit einigen Probestäbchen und achtet bei diesem rohen Gekritzel nur darauf, dafs schliefslich die Probeflächen gleich dunkel erscheinen. So erhält man dann eine bezeichnete Tafel, wie Fig. 2 sie zeigt.
Dann taucht man das Täfelchen in ein niederes Becherglas und läfst, Zeichnung nach unten, einige Minuten lösen, bis der Eisenglanz verschwunden ist, wie Fig. 3 darstellt.
Schliefslich, nachdem man etwas vorsichtig in Wasser abgespült hat, erhält man die deutliche Kohlenzeichnung.
In Fig. 4 sieht man z. B., dafs 0,15 pCt. Kohlenstoff nicht in Frage kommen kann, wohl aber 0,3 pCt., und da diese Zeichnung noch etwas dunkler ist, so sind es etwa 0,29 pCt, die der bisher unbekannte Stahl an Kohlenstoff enthält. Um noch schärfer zu urtheilen, kann man sich einer Lupe bedienen, durch welche man die Körnung deutlicher sehen kann; man schliefst dann bei gleich intensiver Färbung nach erkannter gröberer Körnung auf etwas höheren Kohlenstoffgehalt.
Durch geeignete Wahl der Lösungsmittel kann man mit diesem Verfahren auch verschiedene Kohlenstoffformen erkennen und auf Graphit und Kohlenstoff getrennt untersuchen.
Täfelchen haben sich am besten aus Porcellan bewährt, aber auch Quarz, Mississippistein, heller Achat, mattes Hartglas u. s. w. sind zu verwenden.
AlsLösungsmittel für Kohlenstoffuntersuchung nimmt man Kupferchlorid-Chlorammonium oder Eisenchlorid, Jod in Jodkaliumwasser, verdünnte Salzsäure.
Für Graphituntersuchung eignet sich Salzsäure, Schwefelsäure, Essigsäure.
Will man auf Carbit und Graphit untersuchen, so verfährt man z. B. wie folgt:
Man behandelt zunächst eine Strichprobe mit Kupferchlorid-Chlorammonium und erzielt dadurch, dafs der gebundene Kohlenstoff sowohl wie der Graphit übrig bleibt. Die gleiche Probe mit Normalstäben enthüllt den Gesammtgehalt an Kohlenstoff im allgemeinen.
Nun bestimmt man den Graphit durch Behandlung mit verdünnter Schwefelsäure: Anfänglich löst sich auch nur das Eisen und das Resultat wäre dadurch das gleiche; bei etwas stärkerer Concentration und etwa nach 2 bis 3 Minuten löst sich aber auch der gebundene Kohlenstoff (Carbit) und nur Graphit bleibt übrig. Besondere graphithaltige Eisennormalstäbe geben nun durch Vergleichsprobe den Graphitgehalt direct; was dann noch an Kohlenstoffprocenten gegenüber der ersten Probe (mit Kupferchlorid-Chlorammonium behandelt) fehlt, war Carbit, und so erhält man durch die Differenz zahlengemäfs auch diesen.
Erwähnt sei noch, dafs schon das Gefühl beim Probeschattiren aus einer Anzahl Normalstäben die nächstliegenden rasch auswählt, da man die Naturhärte beim Auftragen ganz gut unterscheidet.
Besonders zu empfehlen ist das Verfahren seiner Einfachheit wegen für »Schöpfproben«, welche verworfen werden, so lange sie nicht den gewünschten Kohlenstoffgehalt aufweisen. Als Vorzug des Verfahrens ist auch wohl zu beachten, dafs die Probe unabhängig von der Gestalt und ohne Lädirung des Stückes und für Blöcke jedes Gewichtes den Gehalt ermittelt, und dafs man an jedem Ort sich die Strichprobe rasch nehmen kann, wenn man ein Porcellantäfelchen mit sich führt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Strichprobe zur schnellen Feststellung des Kohlenstoffgehaltes von Eisen, dadurch gekennzeichnet, dafs mit dem Eisen auf einer rauhen hellen Fläche gerieben und dann das auf derselben haften bleibende Eisen aufgelöst wird, so dafs der Kohlenstoff zurückbleibt und mit der auf die gleiche Weise erhaltenen Zeichnung anderer Eisensorten bestimmten Kohlenstoffgehaltes verglichen werden kann.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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