DE80647C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE80647C DE80647C DENDAT80647D DE80647DA DE80647C DE 80647 C DE80647 C DE 80647C DE NDAT80647 D DENDAT80647 D DE NDAT80647D DE 80647D A DE80647D A DE 80647DA DE 80647 C DE80647 C DE 80647C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- carbon
- iron
- graphite
- carbon content
- sample
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- OKTJSMMVPCPJKN-UHFFFAOYSA-N Carbon Chemical compound [C] OKTJSMMVPCPJKN-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 36
- 229910052799 carbon Inorganic materials 0.000 claims description 26
- XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N Iron Chemical compound [Fe] XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 24
- 229910052742 iron Inorganic materials 0.000 claims description 12
- 229910002804 graphite Inorganic materials 0.000 description 9
- 239000010439 graphite Substances 0.000 description 9
- 229910000831 Steel Inorganic materials 0.000 description 5
- 238000000034 method Methods 0.000 description 5
- 239000010959 steel Substances 0.000 description 5
- QAOWNCQODCNURD-UHFFFAOYSA-N Sulfuric acid Chemical compound OS(O)(=O)=O QAOWNCQODCNURD-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 4
- 238000011835 investigation Methods 0.000 description 4
- 239000002904 solvent Substances 0.000 description 4
- QTBSBXVTEAMEQO-UHFFFAOYSA-N Acetic acid Chemical compound CC(O)=O QTBSBXVTEAMEQO-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 3
- VEXZGXHMUGYJMC-UHFFFAOYSA-N Hydrochloric acid Chemical compound Cl VEXZGXHMUGYJMC-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 3
- 230000000052 comparative effect Effects 0.000 description 3
- -1 copper chloride-chlorammonium Chemical compound 0.000 description 3
- 229910052573 porcelain Inorganic materials 0.000 description 2
- VYPSYNLAJGMNEJ-UHFFFAOYSA-N silicon dioxide Inorganic materials O=[Si]=O VYPSYNLAJGMNEJ-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- ZCYVEMRRCGMTRW-UHFFFAOYSA-N 7553-56-2 Chemical compound [I] ZCYVEMRRCGMTRW-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 229910001060 Gray iron Inorganic materials 0.000 description 1
- 229910021578 Iron(III) chloride Inorganic materials 0.000 description 1
- GRYLNZFGIOXLOG-UHFFFAOYSA-N Nitric acid Chemical compound O[N+]([O-])=O GRYLNZFGIOXLOG-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- ZVAKTWSQIIRIIH-UHFFFAOYSA-N [K].[I] Chemical compound [K].[I] ZVAKTWSQIIRIIH-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 239000002253 acid Substances 0.000 description 1
- 238000007792 addition Methods 0.000 description 1
- 239000000654 additive Substances 0.000 description 1
- 229910021386 carbon form Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000003610 charcoal Substances 0.000 description 1
- 239000003245 coal Substances 0.000 description 1
- 238000004040 coloring Methods 0.000 description 1
- 230000007797 corrosion Effects 0.000 description 1
- 238000005260 corrosion Methods 0.000 description 1
- 230000002349 favourable effect Effects 0.000 description 1
- 239000011521 glass Substances 0.000 description 1
- 239000011630 iodine Substances 0.000 description 1
- 229910052740 iodine Inorganic materials 0.000 description 1
- RBTARNINKXHZNM-UHFFFAOYSA-K iron trichloride Chemical compound Cl[Fe](Cl)Cl RBTARNINKXHZNM-UHFFFAOYSA-K 0.000 description 1
- 239000007788 liquid Substances 0.000 description 1
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 1
- 239000000203 mixture Substances 0.000 description 1
- 229910017604 nitric acid Inorganic materials 0.000 description 1
- 238000004445 quantitative analysis Methods 0.000 description 1
- 239000010453 quartz Substances 0.000 description 1
- 239000004575 stone Substances 0.000 description 1
- 239000005341 toughened glass Substances 0.000 description 1
- 238000005303 weighing Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01N—INVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
- G01N33/00—Investigating or analysing materials by specific methods not covered by groups G01N1/00 - G01N31/00
- G01N33/20—Metals
- G01N33/202—Constituents thereof
- G01N33/2022—Non-metallic constituents
Landscapes
- Health & Medical Sciences (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Food Science & Technology (AREA)
- Medicinal Chemistry (AREA)
- Physics & Mathematics (AREA)
- Analytical Chemistry (AREA)
- Biochemistry (AREA)
- General Health & Medical Sciences (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Immunology (AREA)
- Pathology (AREA)
- Investigating Or Analyzing Non-Biological Materials By The Use Of Chemical Means (AREA)
- Sampling And Sample Adjustment (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 18: Eisenerzeugung.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 22. September 1894 ab.
Es ist bekannt, dafs zufällige, unvermeidliche und beabsichtigte Zusätze bei der Herstellung
des* Eisens das Product mehr oder minder physikalisch günstig beeinflussen. Vor allen ist
es der Kohlenstoff, welcher Naturhärte, Härtbarkeit, Elasticität und Festigkeit verleiht, ohne
in1 dem Mafse die Dehnbarkeit zu beeinträchtigen, wie die Untersuchungen das bei anderen
Zusätzen ergeben. Es ist daher bei Producenten wie Abnehmern Brauch geworden, bei
der Verwendungsfrage fast ausschliefslich nach dem Kohlenstoffgehalt zu fragen und event,
noch Carbitkohle, Graphit und Kohlenstoff zu unterscheiden.
Da aber die jetzt üblichen Mittel zur genauen Bestimmung der Kohlenstoffe, als:
quantitative Analyse, Aetzungsbilder, auch physikalisch technische Untersuchungen grofse
Sorgfalt, Kenntnifs, Geld und Zeit erfordern, so hat die Wichtigkeit der Sache auch zu einfachen
, angenäherten Vergleichsbestimmurigen. geführt.
• Zum Beispiel löst man nach der sogen. »Egge rf sehen Probe« ein abgewogenes Stück
Eisen in Salpetersäure auf und benutzt dann die Färbung der Flüssigkeit für die vergleichende
Kohlenstoffbestimmung.
Das vorliegende Verfahren dürfte noch einfacher sein, da es ohne Wägung, ohne Zerkleinerung
schnell und viel besser als bei schwierig zu erkennenden Farbennüancen deutliche
Vergleiche giebt und sogar geeignet ist, verschiedene Kohlenstoffarten zu erkennen.
Dasselbe besteht in Folgendem:
Man schattirt mit dem zu prüfenden Stahl eine Fläche auf ein helles, säurefestes Schleiftäfelchen,
.auf dem sich die Zeichnung ähnlich wie eine Bleischattirung deutlich hervorhebt.
Die Zeichnung besteht aus einem Gemisch von grauglänzendem Eisen und dunklem Kohlenstoff.
Nun taucht man das Täfelchen in ein Lösungsmittel, welches das Eisen wegschafft,
so dafs nur der Kohlenstoff übrig bleibt. Hierdurch* erscheint eine wirkliche Kohlenschattirung,
und zwar grobkörnig dunkel, wenn viel Kohlenstoff im Eisen war, feinkörnig heller,
wenn wenig darin war.
Mit einer Reihe von Stäbchen aus Stahl bezw. Eisen mit bekanntem Kohlenstoffgehalt
macht man nun in derselben Weise vergleichende Untersuchungen. Das Auge erkennt dabei so deutlich, dafs es mit Sicherheit
0,025 pCt. Unterschied im Kohlenstoffgehalt bestimmt.
Die beiliegende Zeichnung veranschaulicht ein solches Verfahren:
Fig. ι zeigt ein Stahlstück mit unbekanntem Kohlenstoff, sowie eine Reihe von zweckmäfsig
abgestuften Probestäbchen, auf welchen die Kohlenstoffgehalte aufgeschlagen sind. Mit
Ecken und Kanten des unbekannten Stahles reibt man nun eine Fläche auf ein Täfelchen
und ebenso, womöglich daneben, macht man es mit einigen Probestäbchen und achtet bei
diesem rohen Gekritzel nur darauf, dafs schliefslich die Probeflächen gleich dunkel erscheinen.
So erhält man dann eine bezeichnete Tafel, wie Fig. 2 sie zeigt.
Dann taucht man das Täfelchen in ein niederes Becherglas und läfst, Zeichnung nach
unten, einige Minuten lösen, bis der Eisenglanz verschwunden ist, wie Fig. 3 darstellt.
Schliefslich, nachdem man etwas vorsichtig in Wasser abgespült hat, erhält man die deutliche
Kohlenzeichnung.
In Fig. 4 sieht man z. B., dafs 0,15 pCt. Kohlenstoff nicht in Frage kommen kann, wohl
aber 0,3 pCt., und da diese Zeichnung noch etwas dunkler ist, so sind es etwa 0,29 pCt,
die der bisher unbekannte Stahl an Kohlenstoff enthält. Um noch schärfer zu urtheilen, kann
man sich einer Lupe bedienen, durch welche man die Körnung deutlicher sehen kann; man
schliefst dann bei gleich intensiver Färbung nach erkannter gröberer Körnung auf etwas
höheren Kohlenstoffgehalt.
Durch geeignete Wahl der Lösungsmittel kann man mit diesem Verfahren auch verschiedene
Kohlenstoffformen erkennen und auf Graphit und Kohlenstoff getrennt untersuchen.
Täfelchen haben sich am besten aus Porcellan bewährt, aber auch Quarz, Mississippistein, heller
Achat, mattes Hartglas u. s. w. sind zu verwenden.
AlsLösungsmittel für Kohlenstoffuntersuchung nimmt man Kupferchlorid-Chlorammonium oder
Eisenchlorid, Jod in Jodkaliumwasser, verdünnte Salzsäure.
Für Graphituntersuchung eignet sich Salzsäure, Schwefelsäure, Essigsäure.
Will man auf Carbit und Graphit untersuchen, so verfährt man z. B. wie folgt:
Man behandelt zunächst eine Strichprobe mit Kupferchlorid-Chlorammonium und erzielt
dadurch, dafs der gebundene Kohlenstoff sowohl wie der Graphit übrig bleibt. Die gleiche
Probe mit Normalstäben enthüllt den Gesammtgehalt an Kohlenstoff im allgemeinen.
Nun bestimmt man den Graphit durch Behandlung mit verdünnter Schwefelsäure: Anfänglich
löst sich auch nur das Eisen und das Resultat wäre dadurch das gleiche; bei etwas
stärkerer Concentration und etwa nach 2 bis 3 Minuten löst sich aber auch der gebundene
Kohlenstoff (Carbit) und nur Graphit bleibt übrig. Besondere graphithaltige Eisennormalstäbe
geben nun durch Vergleichsprobe den Graphitgehalt direct; was dann noch an Kohlenstoffprocenten
gegenüber der ersten Probe (mit Kupferchlorid-Chlorammonium behandelt) fehlt, war Carbit, und so erhält man durch die
Differenz zahlengemäfs auch diesen.
Erwähnt sei noch, dafs schon das Gefühl beim Probeschattiren aus einer Anzahl Normalstäben
die nächstliegenden rasch auswählt, da man die Naturhärte beim Auftragen ganz gut
unterscheidet.
Besonders zu empfehlen ist das Verfahren seiner Einfachheit wegen für »Schöpfproben«,
welche verworfen werden, so lange sie nicht den gewünschten Kohlenstoffgehalt aufweisen.
Als Vorzug des Verfahrens ist auch wohl zu beachten, dafs die Probe unabhängig von der
Gestalt und ohne Lädirung des Stückes und für Blöcke jedes Gewichtes den Gehalt ermittelt,
und dafs man an jedem Ort sich die Strichprobe rasch nehmen kann, wenn man ein Porcellantäfelchen mit sich führt.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Strichprobe zur schnellen Feststellung des Kohlenstoffgehaltes von Eisen, dadurch gekennzeichnet, dafs mit dem Eisen auf einer rauhen hellen Fläche gerieben und dann das auf derselben haften bleibende Eisen aufgelöst wird, so dafs der Kohlenstoff zurückbleibt und mit der auf die gleiche Weise erhaltenen Zeichnung anderer Eisensorten bestimmten Kohlenstoffgehaltes verglichen werden kann.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE80647C true DE80647C (de) |
Family
ID=353182
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT80647D Active DE80647C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE80647C (de) |
-
0
- DE DENDAT80647D patent/DE80647C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE80647C (de) | ||
| LU602341B1 (de) | Eine Entwicklung und Anwendung eines geschlechtschromosomenspezifischen molekularen Markers bei tibetischem Bocksdorn | |
| DE2256331C3 (de) | Verfahren zur quantitativen kolorimetrischen Harnsäurebestimmung | |
| DE102014012367B3 (de) | Verfahren zum Bestimmen der Konzentration von Glucoraphanin und/oder von Sulforaphan in einer Pflanze | |
| DE842950C (de) | Salzbadgruppe aus zwei oder mehr Baedern | |
| DE171372C (de) | ||
| DE2316091A1 (de) | Verfahren zur reindarstellung von americium und curium aus waessrigen loesungen bestrahlter kernbrenn- und/oder brutstoffe | |
| DE157626C (de) | ||
| DE179610C (de) | ||
| DE248561C (de) | ||
| DE180177C (de) | ||
| DE526599C (de) | Verfahren zur Reinigung von stark salzsauren Holzzuckerloesungen | |
| DE712636C (de) | Verfahren zum Passivieren von rostfreiem Stahl | |
| EP0115547B1 (de) | Verfahren zur quantitativen Bestimmung der mutagenen Wirkung von chemischen Stoffen auf Phagen durch eine in vitro durchgeführte Untersuchung | |
| DE72685C (de) | Verfahren zur Darstellung blauer beizenfärbender Farbstoffe aus Dinitroanthrachinon. (2 | |
| DE204361C (de) | ||
| DE309861C (de) | ||
| DE126265C (de) | ||
| DE76381C (de) | Verfahren zur Herstellung von hellem Wollfett | |
| DE681361C (de) | Verfahren zur Entsilberung photographischer Loesungen | |
| DE189228C (de) | ||
| DE489881C (de) | Verfahren zur Feststellung der Rostsicherheit von Eisen, Stahl- und Eisenlegierungen | |
| DE747369C (de) | Verfahren zur Herstellung von galvanischen Glanzmetallueberzuegen | |
| DE3152458T1 (de) | ||
| DE656250C (de) | Eisenlegierung mit Kupfer und Wolfram |