DE806360C - Verfahren und Webstuhl zum Weben von Teppichen und anderen Geweben mit Flor - Google Patents
Verfahren und Webstuhl zum Weben von Teppichen und anderen Geweben mit FlorInfo
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- DE806360C DE806360C DEP1843A DEP0001843A DE806360C DE 806360 C DE806360 C DE 806360C DE P1843 A DEP1843 A DE P1843A DE P0001843 A DEP0001843 A DE P0001843A DE 806360 C DE806360 C DE 806360C
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Description
Die vorliegende Erfindung· betrifft ein Verfahren und einen Webstuhl zum Weben von Teppichen
und anderen Geweben mit Flor, bei denen der Knotenfaden allein durch mechanische, vom Arbeitsstück
unabhängige Mittel gebogen wird. Das Eigentümliche der Erfindung besteht darin, daß der
Knotenfaden bevor, während oder nachdem er abgeschnitten wird, so gelxDgen wird, daß mindestens
ein Teil des vorzugsweise gebogenen Knotenfadens
ίο von einem durch das Textilfach geführten Festhalteorgan
gegriffen wird, so daß der Teil bzw. das Ende des Knotenfadens wesentlich in der
Längsrichtung des betreffenden Festhalteorgans oder im wesentlichen quer zu dem Teil der Fäden
des Arbeitsstücks liegt, durch welchen das Festhalteorgan geführt wird.
Auf Grund des erwähnten Verfahrens können Webstühle gebaut werden, die sich durch ihren einfachen,
zuverlässig wirkenden Mechanismus auszeichnen, der das schnelle Weben von Florteppichen
gestattet, deren Knotenfäden wie Smyrna- oder Perserknoten geknüpft sind oder nur einfache
V-förmige Schleifen bilden. Es können Knotenfäden beliebiger Länge zur Anwendung gelangen.
Während des Einwebens eines Knotenfadens kann erfindungsgemäß das eine Ende oder es können
beide Enden des Knotenfadens während des Durchziehens oder, bis der Knotenfaden fertig geknüpft
oder eingewebt ist, von einem einzigen oder von je einem Festhalteorgan festgehalten werden. Die
Webstühle können offene oder geschlossene Kämme haben, und erfindungsgemäß können sämtliche
Knoten in einer Knotenreihe auf einmal geknüpft werden, wodurch das Weben schnell vonstatten
geht. Ein feineres Gewebe kann erreicht werden, wenn man erfindungsgemäß nur einen Bruchteil der
Knoten in einer Knotenreihe auf einmal knüpft, wobei keine Knoten in Zwischenräumen beliebiger
Länge zwischen den geknüpften Knoten geknüpft werden, wodurch größerer Raum für die Festhalteorgane
während des Einwebens der Knotenfäden entsteht. Es mag oft zweckmäßig sein, während
des Einwebens der Knotenfäden eine oder mehrere
ίο Gruppen der Kettfaden im Textilfach mehr oder
weniger schlaff zu halten, weil man dadurch ein oft erwünschtes unregelmäßiges Weben erreichen kann.
Bei Webstühlen gemäß der Erfindung wird der
Knotenfaden, wie erwähnt, ohne Mitwirken der Fäden des Arbeitsstücks gebogen. Dies wird erfindungsgemäß
mittels eines Organs erreicht, das den Knotenfaden gegen einen Gegenhalter biegt, der
feststehend sein kann, so daß ein freies Ende des Knotenfadens während oder nach der Biegung desselben
in die offene Mündung eines Festhalteorgans gebracht oder demselben entnommen werden kann.
Das Organ kann z. B. gegen den mittleren Teil der dem Arbeitsstück zugekehrten Seite eines Knotenfadens
drücken, so daß ein freies Ende des Knotenfadens, der jedenfalls teilweise am Gegenhalter anliegt,
und dessen zweites Ende von einem Festhalteorgan festgehalten sein kann, gezwungen wird,
in Richtung des Arbeitsstücks zu schwingen, oder aber das freie Ende des Knotenfadens kann mittels
eines anderen geeigneten Organs, das auf die dem Textilarbeitsstück abgekehrte Seite einwirkt, in
dieselbe Richtung gestoßen werden.
Das biegende Organ kann erfindungsgemäß aus einem Teil eines Festhalteorgans oder aus einer im
Verhältnis zur Hauptbewegungsrichtung des Festhalteorgans im wesentlichen hin und her gehenden
Schiebevorrichtung bestehen. Es kann ferner aus aufklappbar verbundenen Backen oder aus einer
wesentlich in dieselbe Richtung wie das Festhaltesystem und rechtwinklig zum Festhaltesystem beweglichen
Schiebevorrichtung bestehen, um die der Faden gebogen wird.
Der Gegenhalter, gegen den der Knotenfaden gelegen wird, kann federnd sein. Er wird oft stangenförmig
sein und kann sich am Arbeitsstück entlang parallel zur Schußrichtung nahe dem Übergang
vom Textilfach zum Geweih erstrecken.
Um die Knotenfäden zu führen, während sie in der Gegenhaltestange angebracht werden oder sich
noch darin befinden, wird diese Stange zweckmäßig mit Lamellen versehen, zwischen denen die Knotenfäden
einzeln oder gruppenweise angeordnet werden können. Die Zwischenräume zwischen den
Lamellen können auch so schmal sein, daß ein ein- oder mehrmaliger Druck ausgeübt werden muß, um
sie darin einzuschieben, so daß die Lamellen für sich allein als Gegenhalter angewandt werden können.
Um die Knotenfäden besser in der gewünschten Lage zwischen den Lamellen festzuhalten, können
in letzteren gegebenenfalls durchgehende Aussparungen vorgesehen sein, in welchen der Knotenfaden
teilweise während des Einpressens einzutreten sucht. Die Lamellen können auch mit Vorsprüngen
versehen sein, hinter denen bzw. um die der Knotenfaden
sich während der Einführung legt.
Der Gegenhalter kann, wie bereits erwähnt, fest am Arbeitsstück nahe dem Übergang zwischen dem
Textilfach und dem bereits gewebten Stoff angeordnet sein, so daß sowohl das Einfüllen der
Knotenfäden in den Gegenhalter als ihre Herausnahme hier erfolgt. Es mag jedoch oft zweckmäßig
sein, transportable Gegenhalter zu verwenden, in welche die Knotenfäden eingeführt werden können,
während der betreffende Gegeuhalter an einer besonderen Füllstelle im Vorbeigehen angeordnet ist,
wonach der Gegenhalter in die erwähnte Stellung (die Entnahmestellung) am Textilfach gebracht
wird, wo die Festhalteorgane die Knotenfäden herausnehmen. Die transportablen Gegcnhalter weisen
den Vorteil auf, daß der ganze Webstuhl leichter übersichtlich wird und daß seine verschiedenen
Teile leichter zugänglich werden sowie daß das Weben schneller erfolgen kann.
Der transportable Gegenhalter kann erfindungsgemäß zweckmäßig als ein Stangen- oder Kettensystem
ausgebildet sein, in welchem die Knotenfäden, vorzugsweise während der Biegung, angebracht
werden können. Die Anordnung der Knotenfäden erfolgt am bester, serienweise an der Füllstelle,
die von gleicher Breite wie das Textilarbeitsstück sein kann. Ein Teil des transportablen
Gegenhaltesystems, z. B. eine Stange oder ein Teil einer endlosen Kette, wird vor der Füllstelle vorübergehend
angehalten, und die Knotenfäden werden von dort zum betreffenden Teil des Gegenhaltesystems
übergeführt, das danach in die Entnahmestellung am Textilfach gebracht wird.
Das transportable Gegenhaltesystem kann wie eine die Knotenfäden führende endlose Kette oder wie
eine oder mehrere Stangen ausgebildet sein, deren Länge der Breite desTextilarbeitsstiicks entsprechen
kann, und die z.B. nach und nach in ihre Stellungen an der Füllstelle und am Textilarbeitsstück geführt
werden, indem sie in ihrer Längsrichtung vorgeführt werden. Diese Bewegung erfordert jedoch
verhältnismäßig viel Zeit, da die Kette bzw. die Stangen gegebenenfalls in der ganzen Breite des
Arbeitsstücks vorgeführt werden müssen. Es mag daher zweckmäßig sein, einzelne Teile der Kette
bzw. der Stangen so einzuführen, daß wenigstens der letzte Teil der Bewegung in Richtung zur Entnahmestellung
und evtl. auch in Richtung zur Füllstelle quer zu ihrer Längsrichtung erfolgt. Die betreffenden
Teile des Gegenhaltesystems können dabei nahe der Füll- und Entnahmestellung in kurzen,
schnellen Schritten vorgeführt werden, während sie im übrigen kontinuierlich oder schrittweise vorgeführt
werden können. Zu diesem Zweck können zweckmäßig schräge Flächen angeordnet sein, auf
denen Teile des transportablen Gegenhaltesystems allmählich in die Füll- oder Entnahmestellungen
herabgleiten, wo sie während der Einfüllung und Entnahme stillhalten können. Zu demselben Zweck
kann man beliebige geeignete mechanische Fördervorrichtungen zur Anwendung bringen. Die Stan-
gen kernen vorzugsweise ': ·.· heinander in endlosen
Fördi ketten aufgehängt :<ein, s;>
daLi sie während des Transports parallel zur liauptebene des Textilarbeitsstücke
gehalten werden. Es können MaLinahmen getroffen sein, um die FöTderketten wenigstens
an der Füllstelle und in der Entnahmestellung schrittweise vorwärts zu bewegen, während
?lie Förderketten im übrigen kontinuierlich vorwärts bewegt werden. Es mag jedoch oft zweckmäßiger
sein, daß die Förderketten sich fortwährend kontinuierlich, vorwärts bewegen und dall die
Stangen herausnehmbar angeordnet sind, so daß sie von den Förderketten in die Xälie der Füllstelle
und der Entnahinestellung geführt werden, wo sie
durch besondere Mittel in diese Stellungen gebracht werden, wo sie in Ruhe bleiben können,
während sie gefüllt und entleert werden, \vonach sie wieder zu den kontinuierlich wandernden Förderketten
gebracht werden.
An der Füllstelle können die Knotenfäden crtindungsgemäß
einem Fadendepot mittels einer Festhalte- oder Füllvorrichtung beliebiger geeigneter
Art entnommen werden, die den Knotenfaden quer zur Gegenhaltestange führt. Hier kann der Knotenfaden
mittels eines im Verhältnis zur Gegenhaltestange hin und her gehenden Organs, z. B. eines
Stempels, unter Biegung in die Gegenhaltestange eingeführt werden, wonach das Organ zurückgezogen
wird.
Die Enden des Knotenfadens können geneigt sein. sich etwas zu verdrehen, so daß sie sich schwerlich
von den Festhalteorganen greifen lassen. Es ist daher zweckmäßig. Mittel anzuordnen, um die
Enden des Knotenfadens auszurichten, wobei man sie z. B. am Stempel entlang in dessen Bewegungsrichtung
aufrichtet, bevor er aus der Gegenhaltestange herausgezogen wird. Das Aufrichten kann
mittels mechanischer Streichvorrichtungen beliebiger, gegebenenfalls feststehender Art erfolgen.
Hierfür kann z. B. die erwähnte Festhalte- oder Füllvorrichtung zur Anwendung gelangen. Zum
gleichen Zweck kann man auch einen Luftstrom anwenden, der die Enden der Kuotenfäden in die
erwähnte Richtung bläst.
Ein feststehender Gegenhalter kann erfindungsgemäß zwei, evtl. getrennte Teile enthalten, die als
Anlage für den Knotenfaden dienen und in verschiedenen Abständen vom .Arbeitsstück oder von
den Zangensystcmen angeordnet sein können und zwischen denen bzw. gegen die der Knotenfaden
während des Biegevorganges eingeführt \vird. Der Gegenhalter kann bei anderen Ausführungsformen
von Webstühlen gemäß der Erfindung eine Wand enthalten, die als Anlagefläche für den Knotenfaden
dienen kann, welche Wand erfindungsgemäß mit einem Vorsprung versehen sein kann. Der Gegenhalter
kann erfindungsgeniäß aus einer Stange allein bestehen.
Der betreffende Webstuhl enthält erfindungsgemäß
Mittel, um durch ein oder mehrere Festhalteorgane einen gebogenen Knotenfaden in geeigneter
Weise durch das Fach zu führen. Die Festhalteorgane können an derselben Seite des Faches angeordnet
sein wie das Fadendepot, oder aber sie können an je einer Seite des Faches angeordnet
sein. An Stelle eines Fadendepots kann eine beliebige Fadenzuführungsvorrichtung zur Anwendung
gelangen. Kin Festhaltesystem kann so eingerichtet sein, daß es die Knotenfäden einzeln oder
gruppenweise aus dem Fadendepot zieht.
Der Webstuhl kann erftndungsgemäß ein oder
mehrere Systeme von Festhalteorganen enthalten, die innerhalb jedes Systems in Serien so angeordnet
sein können, daß das Organ bzw. die Organe, je nach Bedarf system- oder serienweise, gegebenenfalls
in verschiedenen Zeitpunkten, im Verhältnis zu den Fäden des Textilfachs bewegt werden, wobei
sie gleichzeitig die Fäden des Arbeitsstücks vorübergehend verschieben können, und die Serien
von Festhalteorganen können eine beliebige geeignete Anzahl von in willkürlichem Abstand voneinander
angeordneten Festhalteorganen enthalten, so daß reiche Variationsmöglichkeiten gegeben sind.
Die Festhaltesysteme können unabhängig voneinander, gegebenenfalls in verschiedenen Richtungen,
sowohl rechtwinklig als längs oder quer zu den Fäden des Textilfachs bewegt werden.
Die Serien der in der Regel länglichen Festhalteorgar.e,
die sich parallel nebeneinander in Richtung zum Arbeitsstück erstrecken, bilden, wenn sie in
beliebiger geeigneter Weise zusammengebaut sind, oft kammförmige Organe.
Die Festhalteorgane können erfindungsgemäß oft durch das Arbeitsstück geführt werden, bevor sie
die Knotenfäden greifen. Während der Vorwärtsbewegung durch das Arbeitsstück können sie die
Fäden desselben in geeigneter Weise einstellen. Werden ein Paar zusammengehörige Festhalteorgane
zum Greifen je eines der beiden Enden eines Knotenfadens benutzt, können sie je nach
Bedarf entweder die betreffenden Kettfäden in zwei Schichten eines Textilfachs zur gleichen Seite oder
jede Schicht von Kettfaden zu je einer Seite verschieben, in welch letzterem Falle die Kettfaden
sich kreuzen. Hierbei kann man Knoten usw. verschiedencr Art knüpfen, wie nachstehend näher angegeben.
Die Festhalteorgane können sich, falls die Knotenfäden unter Anwendung eines am Textilarbeitsstück
nahe dem Übergang zum gewebten Stoff angeordneten Gegenhalters gebogen werden, wirksam
am ganzen Biegevorgang beteiligen. Der Knotenfaden kann vorgeführt und im einen Ende während
des Biegevorgangs festgehalten werden, während die Biegung an sich gegebenenfalls von dem anderen 1x5
Festhalteorgan vorgenommen werden kann, das vorzugsweise das andere Ende des Knotenfadens
erst nach erfolgter Biegung greift.
Die Festhalteorgane können oft zweckmäßig Backenzangen sein, deren Backen je nach Art und
Bemessungen der Fäden und des Webstuhls beide starr oder beide elastisch sein können, oder aber
die eine kann starr, die zweite elastisch sein.
Ein System oder eine Serie von Backen enthaltenden Festhalteorgauen kann aus zwei kammförmigen
Organen bestehen, die an ihrem Rücken ent-
lang beweglich, und zwar mittelbar oder unmittelbar, z. B. mittels Scharniere oder Federn miteinander
verbunden sind, und die Zangen können so dicht nebeneinander angeordnet sein, daß sie in
jeden Zwischenraum zwischen den Fäden in einem der Fadensysteme des Fachs eingeführt werden
können, oder sie können in größerem Abstand voneinander angeordnet sein, so daß keine Zange bzw.
kein Faden in jeden Zwischenraum eingeführt wird.
ίο Die Backenzangen können sich erfindungs.gemäß
im wesentlichen in der Längsrichtung der Kettfaden öffnen und schließen. Sie erfordern somit nur
wenig Raum in der Querrichtung des Textilarbeitsstücks,
wodurch es möglich wird, mit vielen Backen nebeneinander zu arbeiten und somit dicht und
schnell zu weben.
Von einem Paar zusammengehörender Festhalteorgane kann das eine wie eine Röhre ausgebildet
sein, die während der Vorwärtsbewegung von der einen Seite des Fachs durch dasselbe den Knotenfaden
mitführt, der an der anderen Seite des Fachs gelxDgen und danach in das Textilfach eingeführt
wird, um dort eingewebt zu werden.
Es mag oft zweckmäßig sein, den Knotenfaden
z. B. an dessen Mitte durch eine beliebige geeignete Haltevorrichtung festzuhalten. Dies kann z. B. bei
transportablen Festhalteorganen zweckmäßig sein. Da es unzweckmäßig sein kann, die Festhalteorgane
zu große Bewegungen vornehmen zu lassen, wird es oft vorteilhaft sein, die erforderliche Bewegung
in die Schußrichtung aufzuteilen. Dies kann erfindungsgemäß dadurch erreicht werden, daß
die Gegenhaltestange einen Teil der Bewegung übernimmt. In diesem Falle kann die Stange aus zwei
parallelen Stangen ausgeführt sein, so daß das eine Ende jedes Knotenfadens von der einen, das andere j
Ende von der zweiten Stange festgehalten wird. | Durch eine Verschiebung dieser Stangen im Verhältnis
zueinander werden die Knotenfäden gekröpft. Bisweilen kann die zweiteilige Gegenhaltstange
die ganze erforderliche Bewegung machen, so daß die Festhalteorgane keine Bewegung in die
Schußrichtung vorzunehmen brauchen.
Die vorerwähnte Kröpfung der Knotenfäden kann auch durch Anwendung gekröpfter oder
schräg gestellter Lamellen erreicht werden.
Ein Webstuhl gemäß der Erfindung kann mit mehreren Einrichtungen für verschiedene Zwecke
versehen sein. Die Ober- und Unterbacken der Zangen eines Zangensystems können z. B. besonders
in ihrer Längsrichtung verschiebbar im Verhältnis zueinander sein, was insbesondere von Bedeutung
sein kann, wenn die Biegung des Fadens mittels der einen Backe vorgenommen wird, die während des
Biegevorganges dazu gebracht werden kann, weiter vorzuragen als die andere. Ferner können die
Backen verdreht (windschief) sein, so daß sie weniger Raum quer zum Arbeitsstück aufnehmen,
ohne daß die Anlagefläche, mit welcher sie um den Knotenfaden fassen, zu schmal wird. Es ist oft
zweckmäßig, daß die Backen während der Vorführung geschlossen bleiben, damit sie nicht mit den
Fäden des Arbeitsstücks zusammenstoßen. Der Gegenhalter kann ebene oder gebogene Anlageflächen
haben. Letztere lassen sich oft besser den Eigenschaften des Fadens anpassen, so daß der
Faden an einem größeren Teil seiner Länge, nämlich am gelegenen Teil gestützt wird. Die Kreuzung
der Fäden des Arbeitsstücks kann in beliebiger anderer Weise als mittels der Festhalteorgane, z. B.
mittels besonderer Kämme, erfolgen, deren Zähne· in geeigneter Weise die Fäden des Arbeitsstücks im
Verhältnis zueinander verschieben können.
Mittels Webstühlen der vorliegenden Art ist es möglich, Gewebe mit Perserknoten, Smyrnaknoten
oder mit einfachen, gebogenen Knotenfäden herzustellen.
Einige Ausführungsbeispiele der Einrichtung für Webstühle gemäß der Erfindung sind in der Zeichnung
veranschaulicht.
Fig. ι bis 3 zeigen das Prinzip der Biegung eines
Knotenfadens gegen einen besonderen Gegenhalter, der mit Lamellen versehen ist,
Fig. 4 bis 26 verschiedene Ausführungsformen von sowohl feststehenden als transportablen Gegen- g„
haltern;
Fig. 27 zeigt Förderketten, die transportable Stangen führen;
Fig. 28 bis 33 zeigen die Knüpfung von Perser- und Smyrnaknoten, und go
Fig. 34 zeigt einen Teil eines Textilarbeitsstücks mit Schleifen.
Die Biegung eines Knotenfadens kann, insbesondere bei festen Gegenhaltern, mittels der in Fig. 1,
2, 3 gezeigten Biegevorrichtung erfolgen, die z. B. dann zur Anwendung gelangen kann, wenn die
Festhalteorgane und das Fadendepot an je einer Seite des Textilarbeitsstücks angeordnet sind. Eine
Zange, nachstehend als eine Α-Zange bezeichnet, mit Backen 1 und 2, die gleicher Länge sein können,
ist durch ein Arbeitsstück mit Kettfaden a, b vorgeführt. Ein fertig gewebter Teil des Arbeitsstücks ist
durch c bezeichnet. Die .-ί-Zange ist weiter über
einen Gegenhalter 3 eingeführt, der zwischen Lamellen 4 angeordnet ist, und hat das eine Ende eines
von einem Fadendepot vorragenden Knotenfadens 5 gegriffen und ihn über den Gegenhalter 3 zurückgezogen,
wonach er in die in Fig. 1 gezeigte Stellung herabgeführt ist. Der Knotenfaden wird zu
beliebiger geeigneter Zeit abgeschnitten. Eine zweite, nachstehend als die /i-Zange bezeichnete Zange mit
den Backen 6, 7, von denen die eine länger sein kann als die zweite, wird durch das Textilarbeitsstück
und weiter in Richtung zum Gegenhalter vorgeführt, und ihre untere Backe schiebt einen
Teil des freien Endes des Knotenfadens 5 teilweise unter den Gegenhalter hinein, wodurch das
freie Ende (vgl. Fig. 2) in das offene Maul der B-Zange hineinkippt, die sich danach um das
Fadenende schließt, so daß der Knotenfaden nun in beiden Enden festgehalten ist, mittels der Zange
während des Zurückziehens derselben durch das Textilarbeitsstück eingeführt und durch Schußfäden
eingewebt werden kann. Fig. 3 zeigt eine Vorrichtung, bei welcher der Knotenfaden weiter unter den
Gegenhalter eingeführt wird, als in Fig. 1,2 gezeigt.
Dies ist dadurch erreicht, dal?) die Unterhacke " der
.B-Zange, wie erwähnt, länger ist als die überbacke 6 oder dadurch, daß die Backen der /i-Zange
verschiebbar in ihrer Längsrichtung im Verhältnis zueinander sind.
Weitere Vorrichtungen zum Biegen des Knotenfadens sind in den Abbildungen gezeigt.
In der in Fig. 4 gezeigten Ausführungsform einer
Biegevorrichtung besteht der Gegenhalter aus zwei Stangen 8 und 9, von denen die eine, wie gezeigt.
weiter nach hinten angeordnet sein kann als die andere. Die ^4-Zange 1, 2 hat, wie oben erwähnt,
den Knotenfaden 5 über die Stange 8 gezogen und vor die Stangen 8,9 geführt, gegen welche die
Z?-Zange 6, 7 das freie Ende des Knotenfadens, ähnlich wie oben, gebogen und festgeklemmt hat.
In der in Fig. 5 gezeigten Ausführungsform enthält der Gegenhalter eine Wand 10 mit einem Vorsprung
11. Die ^4-Zange 1, 2 hat den Knotenfaden
vor die Wand 10 geführt, die als Anlagefläche für den Faden dient, dessen Ende mittels der ß-Zange
6, 7 in ähnlicher Weise wie oben gebogen wird.
Fig. 6 zeigt eine Biegevorrichtung, die eine glatte Wand 12 enthält, welche als Anlagefläche für den
Knotenfaden 5 dient, und vor welche eine .4-Zange i, 2 den Knotenfaden 5 geführt hat. Eine Schiebevorrichtung
13, die in beliebiger geeigneter Weise hin und zurück im Verhältnis zu der in vorgeschobener
Lage befindlichen offenen /i-Zange 6, 7 geführt werden kann, stößt das über die Wand 12 ragende
freie Ende des Knotenfadens 5 in das offene Maul der ß-Zange hinein, das sich danach schließt und
dieses Ende festklemmt. Die Schiebevorrichtung kann z. B. um eine Achse 14 schwingen.
In der in Fig. 7 gezeigten Biegevorrichtung enthält der Gegenhalter eine Stange 15, gegen welche
die ^4-Zange einen Knotenfaden zwingt, sich ähnlich wie oben anzulegen. Unter der Stange 15 ist
eine Schiebevorrichtung 13, 14 ähnlicher Art, wie in Fig. 6 gezeigt, angeordnet. Die Wirkungsweise
ist im wesentlichen dieselbe wie die erwähnte.
Bei der in Fig. 8 gezeigten Biegevorrichtung besteht der Gegenhalter aus zwei Stangen 16, 17, vor
welche die A-Zange 1, 2 einen Knotenfaden 5 führt.
Zum Biegen wird eine besondere Stange 18 angewandt, die sich in der Ruhestellung über der Ebene
des Papiers befindet. Wenn der Knotenfaden wie oben mittels der yi-Zange 1, 2 vor die Stangen geführt
ist, wird die Stange 18 so weit herabgesenkt, daß sie durch eine Bewegung nach rechts in der
Abbildung den mittleren Teil des Knotenfadens zwischen die Stangen 16.17 hineinzwingen kann,
wodurch sein freies Ende gezwungen wird, in das offene Maul der /i-Zange 6, 7 hineinzukippen, das
sich danach um das freie Ende des Knotenfadens schließt.
Bei der in Fig. 9, 10 gezeigten Ausführungsform einer Biegevorrichtung, die insbesondere an transportablen
Gegenhaltern verwendbar ist, wird ein Knotenfaden 5 mittels eines besonderen Organs
über einen im wesentlichen U-förmigen Gegenhalter 19 gelegt, der zwischen Lamellen 4 angeordnet ist.
Beide Enden des Knotenfadens liegen nach dem Abschneiden frei. Zwei Zangen des ß-Typs, die am
besten verlängerte Innenbacken 7 haben, werden durch die Fäden des Textilfachs zum Knotenfaden
geführt, biegen je ein Ende des Knotenfadens und greifen um seine freien Enden, wie in Fig. 10 gezeigt.
In der Ausführungsform nach Fig. 11 und 12
wird der Knotenfaden 5 wie bei der vorerwähnten Ausführungsform mittels eines besonderen Organs
über den Gegenhalter hingelegt. Letzterer bestellt aus zwei unmittelbar miteinander aufklappbar verbundenen
Teilen 20, 21, die in ausgestreckter Lage einem U ähneln, indem sie an ihrem freien Ende mit
je einem Lamellenpaar 22, 23 versehen sind, zwischen denen der Knotenfaden 5 zum Ruhen gebracht
wird. Wenn die beiden Teile mehr oder weniger zusammengefaltet werden, bildet der Knotenfaden
im wesentlichen ein V. Seine beiden Enden lassen sich in dieser Stellung bequem von je einer^4-Zange
mit Backen 1, 2 greifen.
Wie in Abb. 13, 14 gezeigt, können die Teile 22,
23 gleicher Art, wie die in Fig. 11, 12 gezeigten, mittels eines besonderen Teils 24 miteinander verbunden
sein, an welchem sie jeder für sich durch Scharnier befestigt sind. Durch diese Ausführungsform
erreicht man, daß der gebogene Knotenfaden ein U bildet, was oft vorteilhaft ist, weil er sich
besser von Zangen greifen läßt.
In Fig. 15 und 16 ist noch eine Vorrichtung zum
Biegen des Knotenfadens durch feststehende Gegenhalter gezeigt. Diese Vorrichtung kann unter anderem
angewandt werden, wenn die Festhalteorgane und das Fadendepot sich an derselben Seite des
Textilarbeitsstücks befinden. Fig. 15 zeigt, wie der Knotenfaden 5, der z. B. aus einer Röhre 25 vorragt,
von oben in der Abbildung abwärts durch ein Fach a, b geführt ist. Der bereits gewebte Teil des
Stoffes ist durch c bezeichnet. Aus dieser Stellung führt die Röhre 25 den Knotenfaden über den
Gegenhalter 10, 11, wo er, wie in Fig. 16 gezeigt,
gezwungen wird, zwischen Lamellen 4 zu liegen. Eine Zange 6,7 des ß-Typs, deren eine Backe 6
länger sein kann als die zweite 7, biegt den Knotenfaden unter Zusammenwirken mit dem Vorsprung
11 am Gegenhalter, wonach Zange und Röhre den gelegenen Knotenfaden 5 durch das Fach hinaufziehen,
woselbst er in üblicher Weise eingewebt wird.
Fig. 17 und 18 zeigen eine Biegevorrichtung für
den Knotenfaden, z. B. eine Röhre 25 und einen um eine Welle 29 schwingbaren Teil 30 enthaltend, der
Lamellen 31 aufweist. Die Röhre 25 führt den n5
Knotenfaden von oben in der Abbildung durch das Textilfach a, b hinab und legt sein freies Ende zwischen
die Lamellen 31 hinein. Danach wird der Teil 30 in Richtung gegen, gegebenenfalls durch
das Textilfach a, b hinaufgeschwenkt, wo eine ^4-Zange 1, 2, deren Backen gleicher Länge sein
können, das freie Ende des Knotenfadens greift.
Fig. 19, 20 zeigen im Querschnitt eine gegebenenfalls
transportable Stange oder ein Kettenglied 32, die eine U-förmige Rille hat und Lamellen 4 trägt.
Die Stange bzw. Kette kann an einer besonderen
Füllstelle im Vorbeigehen angehalten werden. Mittels einer Füllzange mit Backen 33, 34 ist ein
Knotenfaden 5 zwischen die Lamellen geführt, wo sein mittlerer Teil durch einen Stempel 35 in die
U-förmige Rille hinabgepreßt wird. Nachdem der Knotenfaden an den Platz gebracht ist, wird der
Stempel zurückgeführt. Es ist jedoch oft zweckmäßig, zunächst die freien Enden des Knotenfadens,
die in unerwünschter Weise gekrümmt sein können, an den Seiten des Stempels hinaufzustreichen,
so daß sie ausgerichtet werden. Dies kann an der einen Seite des Stempels mittels einer der Backen
33, 34 der Füllzange erfolgen, indem sie aufwärts bewegt wird, und an der anderen Seite des Stempels
mittels einer besonderen Streichvorrichtung 36, bevor der Stempel zurückgezogen wird. Das Ausrichten
des Knotenfadens kann auch mittels einer feststehenden Kante oder eines Luftstroms bewirkt
werden.
ao Fig. 21 zeigt eine weitere Ausführungsform einer Stange oder eines Kettenglieds, wo die Lamellen in
der Rille der Stange 32, z. B. durch das Ausschneiden kleiner Rinnen oder Kanäle 37 gebildet sind, in
welchen Knotenfäden 5, wie gezeigt, angeordnet sind.
Die Lamellen müssen nicht unbedingt an einer U-förmigen Rille angeordnet sein, können vielmehr
auch z. B. an einer ebenen Stange angeordnet sein. Fig. 22, 23 zeigen Lamellen mit Aussparungen.
In den beiden entgegenstehenden Wänden eines zusammengehörenden Lamellenpaares 4, welche Wände
den Zwischenraum zwischen den beiden Lamellen begrenzen, sind Rinnen 26 ausgeschnitten, in welchen
Knotenfäden 5 sich legen, wenn sie in geeigneter Weise durch einen nicht zu starken Druck
eingeführt werden. In den Abbildungen ist gezeigt, daß die Enden und der mittlere Teil des Knotenfadens
in den erwähnten Rinnen gesteuert sind. Oft genügt es, daß nur die Enden darin gesteuert werden.
An Stelle von Rinnen können auch durchgehende Aussparungen zur Anwendung gelangen, in die
z. B. der mittlere Teil oder die Enden des Knotenfadens sich einlegen. Eine Aussparung 28, in weleher
der mittlere Teil sich in eine Lamelle 4 einlegen kann, ist in Fig. 24 gezeigt. Zu demselben
Zweck kann man gemäß der Erfindung oft vorteilhaft Vorsprünge 27 an den Lamellen zur Führung
des Knotenfadens verwenden, wie in Fig. 25, 26 gezeigt.
Nachdem die Knotenfäden in den Stangen oder Ketten angebracht sind, werden diese in beliebiger
geeigneter Weise in die Entnahmestellung am Textilfach geführt, so daß ein oder zwei Festhalteorgane,
die durch das Textilfach geführt sind, den Knotenfaden dort greifen können. Wie in Fig. 27
gezeigt, können die Stangen z. B. in Reihen parallel nebeneinander auf zwei besonderen, parallel
verlaufenden endlosen Förderketten 38 angeordnet sein, die die Stangen von der Füllstelle zur Entnahmestellung
am Textilfach führen.
Auch beliebige, sonstwie geeignete Fördervorrichtungen können zur Anwendung gelangen. Die
Stangen können z. B. in ihre Längsrichtung hingeschoben werden, etwa ähnlich wie die U-förmige
Kette von der Füllstelle zur Entnahmestellung geführt wird. Die losen Stangen können auf einer
schrägen Fläche angeordnet sein, an welcher sie in die Entnahme- bzw. Füllstellung herabgleiten können.
Die Knüpfung eines Perserknotens auf einem Webstuhl der vorliegenden Art ist beispielsweise in
Fig. 28, 29, 30, 31 veranschaulicht. Zwei Kettfäden a, b in einem Textilfach sind vorübergehend durch
zwei durch das Textilfach vorgeführte Festhalteorgane oder durch beliebige, an sich bekannte Mittel
so gekreuzt, daß zwei maschenähnliche Figuren 39, 40 gebildet werden, durch welche die Festhalteorgane,
während sie zurückgeführt werden, die beiden Enden eines Knotenfadens ziehen, wobei die
Kreuzung gleichzeitig aufgehoben wird. Es ist ohne weiteres ersichtlich, wie der Perserknoten gebildet
wird, während die Kettfaden gleichzeitig ausgerichtet werden.
Fig. 32, 33 zeigen, wie ein Smyrnaknoten auf einem Webstuhl der vorliegenden Art geknüpft
werden kann. Zwei Kettfäden a, b, über welchen ein Smyrnaknoten geknüpft werden soll, sind, ohne
Kreuzung, in beliebiger geeigneter Weise zur selben Seite hinausgeführt, so daß sie je einen Winkel mit
den Schenkeln 41,42 bzw. 43,44 bilden. Zwei Zangen des ^-Typs mit Backen 1, 2 gleicher Länge
sind in den Zwischenraum zwischen den Schenkeln 42,44 hinauf und außen um die Schenkel 41,43
herumgeführt, wo sie die beiden Enden eines gebogenen Knotenfadens 5 greifen, der zwischen zwei
Lamellen 4 an einer Stange 32 ruht. Während die Zangen zurückgezogen werden, führen sie den
Knotenfaden mit, der dann mit seinem mittleren Teil auf den Schenkeln 41,43 reitet und dessen
beide Enden durch den Zwischenraum zwischen den Schenkeln 42,44 geführt werden. Der Smyrnaknoten
entsteht, wenn die Zangen ganz durch das Textilfach zurück und die Kettfaden in ihre ursprüngliche
Stellung zurückgeführt sind. Schußfäden, die zum Weben dienen, sind durch 45 bezeichnet,
während fertig eingewebte Smyrnaknoten durch 46 bezeichnet sind.
Das gleiche System kann auch zum Knüpfen von Perserknoten zur Anwendung gelangen, falls man
die Fäden z. B. mittels der Zangen kreuzt.
Fig. 34 zeigt V-förmige Schleifen 47, die über einen besonderen, noch nicht angeschlagenen Schußfaden
48 gebildet sind, während Schußfäden, die dem Einweben dienen, durch 49 bezeichnet sind.
Kettfäden im Textilfach sind durch a, b bezeichnet. Die V-förmigen Schleifen können auch über
Kettfäden gebildet werden.
Claims (54)
- Patentansprüche:i. Verfahren zum Weben von Teppichen und anderen Geweben mit Flor, bei welchen der Knotenfaden allein durch mechanische, vom Textilarbeitsstück unabhängige Mittel gebogen wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Knoten-faden, bevor, während oder nachdem er abgeschnitten wird, so gebogen wird, daß wenigstens ein Teil des vorzugsweise gebogenen Knotenfadens von einem durch das Textilfach geführten Festhalteorgan gegriffen wird, so dat.!dieser Teil bzw. das Ende des Knotenfadens im wesentlichen in der Längsrichtung des betreffenden Festhalteorgans oder im wesentlichen quer zu dem Teil der Fäden des Arbeitsstücks zu ίο liegen kommt, durch welchen das Festhalteorgan geführt wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß ein Ende des Knotenfadens während des Durchziehens von einem Festhalteorgan festgehalten wird.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein linde des Knotenfadens während des Webens von einem Festhalteorgan festgehalten wird.
- 4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß beide Enden des Knotenfadens während des Durchziehens von je einem Festhalteorgan festgehalten werden.
- 5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß beide Enden des Knotenfadens während des Webens von je einem Festhalteorgan festgehalten werden.
- 6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sämtliche Knoten in einer Knotenreihe auf einmal geknüpft werden.
- 7. Verfahren nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, daß man nur einen Bruchteil der Knoten einer Knotenreihe auf einmal knüpft, indem keine Knoten in Zwischenräumen willkürlicher Länge zwischen den geknüpften Knoten geknüpft werden.
- 8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine oder mehrere Gruppen von Kettfäden im Textilfach während des Webens oder während gewisser Perioden des Webens mehr oder weniger schlaff gehalten werden.
- 9. Webstuhl zur Ausführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 8, gekennzeichnet durch ein Organ, das den Knotenfaden gegen einen Gegenhalter biegt, der feststehend sein kann, so daß ein freies Ende des Knotenfadens• während oder nach seiner Biegung in die offene Mündung eines Festhalteorgans gebracht oder demselben entnommen wird.
- 10. Webstuhl nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das biegende Organ aus einem Teil eines Festhalteorgans besteht.
- 11. Webstuhl nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das biegende Organ aus einer im Verhältnis zur Hauptbewegungsrichtung des Festhalteorgans im wesentlichen hin und her gehenden Schiebevorrichtung besteht.
- 12. Webstuhl nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das biegende Organ aus aufklappbar verbundenen Backen besteht.
- 13. Webstuhl nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das biegende Organ aus einer im wesentlichen in gleicher Richtung wie das Festhaltesystem und in Richtung rechtwinklig zum Festhaltesystem beweglichen Schiebevorrichtung besteht, um welche der Knotenfaden gebogen wird.
- 14. Webstuhl nach einem oder mehreren der Ansprüche 9 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Gegenhalter federnd ist.
- 15. Webstuhl nach einem oder mehreren der Ansprüche 9 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dal.i der Gegenhalter parallel zur Schußrichtung in im Verhältnis zueinander bewegliche Teile aufgeteilt ist.
- 16. Webstuhl nach einem oder mehreren der Ansprüche 9 bis 15, gekennzeichnet durch Führungslamellen, die zur Führung der Knotenfäden dienen.
- 17. Webstuhl nach eitlem oder mehreren der Ansprüche 9 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Gegenhalter und die Haltevorrichtung für den Knotenfaden aus Lamellen gebildet sind, zwischen denen der Knotenfaden durch ein- oder mehrmaligen Druck eingeschoben wird, wodurch er in die gewünschte Stellung gebracht wird.
- 18. Webstuhl nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 15 und 17, dadurch gekenn- go zeichnet, daß als Gegenhalter dienende Lamellen geeignete Aussparungen aufweisen, in welche der Knotenfaden teilweise eintritt, wenn er einem Druck ausgesetzt wird.
- 19. Webstuhl nach einem oder mehreren der Ansprüche 9 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Lamellen mit Vorsprüngen versehen sind.
- 20. Webstuhl nach einem oder mehreren der Ansprüche 9 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Lamellen gekröpft sind.
- 21. Webstuhl nach einem oder mehreren der Ansprüche 9 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß der Gegenhalter transportabel ist.
- 22. Webstuhl nach einem oder mehreren der Ansprüche 9 bis 21, gekennzeichnet durch ein vorzugsweise transportables Gegenhaltesystem, in welchem eine Serie von Knotenfäden angeordnet und in beliebiger geeigneter Weise festgehalten werden können, während das Gegenhaltesystem sich vor einer Fadeneinfüllvorrichtung befindet, während die Enden des Knotenfadens durch Festhalteorgane gegriffen und herausgenommen werden können, während das Gegenhaltesystem sich vor denselben befindet.
- 23. Webstuhl nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, daß ein transportables Gegenhaltesystem wie eine Kette ausgebildet ist.
- 24. Webstuhl nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, daß ein transportables Gegenhaltesystem aus einer oder mehreren Stangen besteht.
- 25. Webstuhl nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, daß die Stangen vorzugsweise an Förderketten befestigt sind.
- 26. Webstuhl nach Anspruch 23 oder 24, ge-kennzeichnet durch eine schräge Fläche zur Vorführung von Teilen des transportablen Gegenhalters.
- 27. Webstuhl nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, daß die Förderketten wenigstens zum Teil schrittweise vorwärts bewegt werden.
- 28. Webstuhl nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, daß die Förderketten kontinuierlich vorwärts bewegt werden.
- 29. Webstuhl nach Anspruch 22, gekennzeichnet durch eine Festhaltevorrichtung für den Knotenfaden, mittels deren der Faden vor ein transportables Gegenhaltesystem geführt wird.
- 30. Webstuhl nach Anspruch 22, gekennzeichnet durch ein im Verhältnis zu einem transportablen Gegenhaltesystem hin und her gehendes Organ zum Einführen des Knotenfadens in den Gegenhalter.
- 31. Webstuhl nach Anspruch 22, gekennzeichnet durch ein Mittel, um die Enden des Knotenfadens vorzugsweise in der Bewegungsrichtung des Stempels aufzurichten.
- 32. Webstuhl nach Anspruch 31, dadurch gekennzeichnet, daß das Mittel aus Festhaltevorrichtungen besteht.
- 33. Webstuhl nach Anspruch 31, dadurch gekennzeichnet, daß das Mittel aus einem Luftstrom besteht.
- 34. Webstuhl nach einem oder mehreren der Ansprüche 9 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß der Gegenhalter zwei für den Knotenfaden bestimmte Anlagen, die in verschiedenen Abständen vom Textilarbeitsstück oder von den Festhaltesystemen angeordnet sein können, sowie Mittel enthält, um während des Biegevorganges den mittleren Teil des Knotenfadens zwischen die Anlagen einzuführen.
- 35. Webstuhl nach einem oder mehreren der Ansprüche 9 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß der Gegenhalter eine Anlagefläche für den Knotenfaden enthält.
- 36. Webstuhl nach einem oder mehreren der Ansprüche 9 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß die Anlagefläche mit wenigstens einem Vorsprung versehen ist.
- 37. Webstuhl nach einem oder mehreren der Ansprüche 9 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß der Gegenhalter aus einer Stange besteht.
- 38. Webstuhl nach einem oder mehreren der Ansprüche 9 bis 37, gekennzeichnet durch Mittel, durch welche ein gebogener Knotenfaden mittels einer oder mehrerer Festhaltevorrichtungen vom Gegenhalter durch das Textilfach geführt wird.
- 39. Webstuhl nach Anspruch 38, dadurch gekennzeichnet, daß der Webstuhl ein oder mehrere Systeme von Festhalteorganen zur Führung der Knotenfäden enthält, welche Organe innerhalb jedes Systems in Serien angeordnet sein können, so daß das Organ bzw. die Organe je nach Bedarf system- oder serienweise, gegebenenfalls zu verschiedenen Zeitpunkten, im Verhältnis zu den Fäden des Textilfachs bewegt werden, wobei sie gleichzeitig vorübergehend die Fäden des Textilarbeitsstücks verschieben können.
- 40. Webstuhl nach Anspruch 39, dadurch gekennzeichnet, daß die Serien der Festhalteorgane eine beliebige geeignete Anzahl von in beliebiger Entfernung voneinander angeordneten Festhalteorganen enthalten.
- 41. Webstuhl nach Anspruch 39, dadurch gekennzeichnet, daß die Serien der Festhalteorgane kammförmige Organe bilden.
- 42. Webstuhl nach einem der Ansprüche 39 und 40 bzw. nach beiden, gekennzeichnet durch Mittel, durch welche eins oder mehrere der Festhalteorgane durch das Textilarbeitsstück geführt werden, bevor sie die Knotenfäden greifen.
- 43. Webstuhl nach einem oder mehreren der Ansprüche 39 bis 42, gekennzeichnet durch Mittel, durch welche das eine Ende des Knotenfadens während des Biegevorganges von einem Festhalteorgan festgehalten wird.
- 44. Webstuhl nach einem oder mehreren der Ansprüche 39 bis 43, dadurch gekennzeichnet, daß die Festhalteorgane Backenzangen sind, deren Backen beide starr sind.
- 45. Webstuhl nach einem oder mehreren der Ansprüche 39 bis 43, dadurch gekennzeichnet, daß die Festhalteorgane Backenzangen sind, deren Backen beide elastisch sind.
- 46. Webstuhl nach einem oder mehreren der Ansprüche 39 bis 43, dadurch gekennzeichnet, daß die Festhalteorgane Backenzangen sind, die eine starre und eine elastische Backe aufweisen.
- 47. Webstuhl nach einem oder mehreren der Ansprüche 39 bis 46, dadurch gekennzeichnet, daß die Backenzangen sich im wesentlichen in der Längsrichtung der Kettfäden öffnen und schließen.
- 48. Webstuhl nach einem oder mehreren der Ansprüche 44 bis 47, dadurch gekennzeichnet, daß die eine Backe länger ist als die andere.
- 49. Webstuhl nach einem oder mehreren der Ansprüche 44 bis 48, dadurch gekennzeichnet, daß die Backen in ihrer Längsrichtung verschiebbar im Verhältnis zueinander sind.
- 50. Webstuhl nach einem oder mehreren der Ansprüche 39 bis 43, dadurch gekennzeichnet, daß die Festhalteorgane aus Röhren bestehen.
- 51. Webstuhl nach einem oder mehreren der Ansprüche 9 bis 50 zum Knüpfen von Perserknoten, gekennzeichnet durch Mittel, um Kettfäden zu kreuzen, so daß voneinander getrennte, maschenähnliche Figuren gebildet werden, sowie durch Mittel, um die Festhalteorgane durch je eine Masche hin und her zu führen, wobei sie auf dem Rückweg einen gebogenen Knotenfaden mitführen, der abgeschnitten sein kann.
- 52. Webstuhl nach einem oder mehreren der Ansprüche 9 bis 50 zum Knüpfen von Smyrnaknoten, gekennzeichnet durch Mittel, um ohne Kreuzung wenigstens zwei Kettfäden zur selben Seite hinauszuführen, so daß sie Winkel bilden,sowie durch Mittel, um zwei Festhalteorgane zwischen dem einen Schenkelpaar der Winkel und um dasselbe herum hin und her zu führen, wobei sie auf dem Rückweg einen gebogenen Knotenfaden mitführen, der abgeschnitten sein kann.
- 53. Webstuhl nach einem oder mehreren der Ansprüche 9 bis 50, gekennzeichnet durch Mittel, um die Festhalteorgane an beiden Seiten eines Schußfadens oder Kettfadens hin und her zu führen, wobei sie auf dem Rückweg einen gel>ogenen Knotenfaden mitführen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
- 54 6.51
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1948
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- 1948-04-06 GB GB9655/48A patent/GB715741A/en not_active Expired
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| GB715741A (en) | 1954-09-22 |
| CH276109A (de) | 1951-06-30 |
| US2623546A (en) | 1952-12-30 |
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