DE80632C - - Google Patents

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DE80632C
DE80632C DENDAT80632D DE80632DA DE80632C DE 80632 C DE80632 C DE 80632C DE NDAT80632 D DENDAT80632 D DE NDAT80632D DE 80632D A DE80632D A DE 80632DA DE 80632 C DE80632 C DE 80632C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41BMACHINES OR ACCESSORIES FOR MAKING, SETTING, OR DISTRIBUTING TYPE; TYPE; PHOTOGRAPHIC OR PHOTOELECTRIC COMPOSING DEVICES
    • B41B3/00Apparatus for mechanical composition using prefabricated type, i.e. without casting equipment

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Tables And Desks Characterized By Structural Shape (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung bildet eine Schnellsetzmaschine, bei welcher durch Niederdrücken der Tasten einer Klaviatur und eine dadurch bethätigte Vorrichtung die vertical über einander ruhenden Lettern aus den Fächern eines Setzkastens gleichzeitig und in der zur Bildung eines oder mehrerer Wörter erforderlichen gegenseitigen Stellung, rittlings sitzend, auf ein Lineal fallen, auf demselben aufgereiht und mittelst eines Columnenbildungsapparates, auf welchem sich auch die. Correcturvorrichtung befindet, zum Satz vereinigt werden.
In beiliegender Zeichnung ist:
Fig. ι eine Vorderansicht der Maschine,
Fig.· ι a ein Schnitt nach Linie 1 - 2 der
Fig;.''
Fig. 2 eine Seitenansicht und
Fig. 3 eine Draufsicht der Maschine.
Fig. 4 bis 12a zeigen Einzelheiten.
Die Maschine besteht aus einem Gestell, geformt durch unter einander quer verbundene Träger A mit Füfsen α, aus dem Letternkasten, der Klaviatur, der Uebertragungsvorrichtung und aus dem Apparat zur Herstellung und Correctur der Columnen.
Der Letternkasten, ist aus Platten B B zusammengefügt, die in Nuthen von verticalen Trägern Βλ B1, welche unter einander durch Querstücke B2 zu einem Rahmen verbunden sind, liegen.
Dieser Kasten (Fig. 4, 5 und 6) ist in verticäler Richtung durch Scheidewände b, welche in Nuthen der Platten B verschiebbar sind, in Fächer zur Aufnahme der senkrecht über einander stehenden Lettern getheilt. Diese Fächer können durch Scheidewände b1 für sich abgetheilt sein, um für denselben Buchstaben mehrere Letternarten zu haben (z. B. Antiqüalettern einerseits, Cursivlettern andererseits). Der Letternkasten ist in horizontaler und verticaler Richtung beweglich und ruht zu diesem Behufe mittelst Stangen CC1C2 auf Führungsrollen CC1 C2, welche an den Trägern A durch Bügel D D1 D2 montirt sind, welch letztere wieder mittelst Schrauben ddl if2 an den Trägern verstellbar sind.
Um die Stellung der Lettern rectificiren zu können, sind die zwei Platten B B in den Trägern des Rahmens B1B2 verschiebbar montirt. Hierzu ist am obersten Querstück je ein Hebel E angebracht, welcher in ein Excenter e endigt, das in einem Ausschnitt des an jeder Platte B B befestigten Bleches e1 functionirt, so dafs beim Drehen der Hebel E die Platten B gehoben und gesenkt werden können.
Der Rahmen B1B2 kann mittelst eines analogen, jedoch in einer zu den Platten senkrechten Ebene wirkenden Mechanismus bewegt werden. Dieser besteht aus einem Hebel E1, welcher an einer sich in den Stützen J?3 drehenden Stange E'2 festgekeilt ist. Die Stützen E3 sind an jedem Träger A befestigt.
An jedem Ende der Stange E2 befindet sich eine excentrische Scheibe e2, welche in einer Ausnehmung des auf dem Träger B1 befestigten Winkelstückes e8 functionirt.
Der untere Theil des Letternkastens ist abgeschrägt und zahnförmig ausgezackt.
Eine Stellschraube G in dem Träger A, deren Ende auf dem Träger B' des Letternkastens ruht, ermöglicht es, die Stellung des
letzteren nach der Richtung der Breite zu reguliren.
Die Klaviatur der Setzmaschine ruht auf den Füfsen α der Träger A und ist dazu bestimmt, gleichzeitig eine Anzahl von Lettern in der Reihenfolge, wie sie ein oder mehrere Worte bilden, zusammenzustellen.
Dieselbe besteht aus mehreren Tastengruppen H, die sich nach der Richtung der Länge und Breite wiederholen. Die Grofsbuchstaben bilden eine besondere Gruppe, entsprechend der ' betreffenden Letterngruppe ; ebenso sind die Lettern, die selten gebraucht werden, in einer Gruppe h vereinigt. Die Spatien und Interpunktionszeichen können nach einer Linie i-i auf einem Rand der Klaviatur angeordnet sein.
Die Entfernung der Tasten von einander und deren Gröfse ist so bemessen, dafs die Finger gleichzeitig ein oder mehrere Worte (mit io bis 15 Buchstaben im Ganzen) erreichen können.
Von besonderer Wichtigkeit ist die Einrichtung jeder Gruppe (Fig. 9) und die Verbindungsart mit dem Letternkasten.
Jede Gruppe ist in verticale Streifen, wie z.B. ihosu, danez, erivo, cugam, afepi, hoetg getheilt. Die Tasten dieser Streifen sind nun auf folgende Art mit dem Letternkasten verbunden: Die ungeraden Tasten (die erste, dritte, fünfte etc.) eines verticalen Streifens sind mit einer Gruppe der auf einander folgenden Fächer k des Letternkastens und die Tasten gerader Zahl (zweite, vierte, sechste etc.) desselben Streifens mit einer anderen Gruppe aufeinander folgender Fächer kl des Letternkastens verbunden.
Wenn nun die Gruppe k der entsprechenden Gruppe kl vorsteht, so folgt daraus, dafs, sobald man gleichzeitig eine Taste ungerader und eine solche gerader Zahl desselben Streifens niederdrückt, die der ungeraden Taste entsprechende Letter immer vor die der geraden Taste entsprechende Letter fallen wird; ferner fallen alle Lettern eines ganzen Streifens stets vor jene irgend eines beliebigen, weiter links vom ersteren gelegenen Streifens.
Wird z. B. die Taste g in dem Streifen cugam niedergedrückt und mit demselben Finger gleichzeitig eine der Tasten u oder a, so wird die Letter g immer vor die Lettern u oder a fallen, so dafs die Silben »gu« oder »ga« gesetzt werden.
Man kann also mit einem einzigen Finger nach Belieben und ohne merkbare Verrückung die Silben »gu, ga« setzen und durch mehrere Finger gleichzeitig auch mehrsilbige oder mehr-Iautige Wörter.
Die Schnelligkeit des Setzens wird dadurch bedeutend gefördert.
In der in Fig. 9 dargestellten Gruppirung ist immer ein Selbstlaut von vier Mitlauten eingeschlossen; diese Einrichtung eignet sich besonders für romanische Sprachen, bei welchen die Selbstlaute überwiegen.
Bei den germanischen und slavischen Sprachen ist die Anzahl der Mitlaute eine gröfsere, es kann daher in gewissen Fällen von Vortheil sein, Mitlaute mit anderen Mitlauten abwechseln zu lassen. So ist z. B. der Mitlaut s im Deutschen häufig mit den Mitlauten t, p, ch, s zu st, sp, sch, ss verbunden; in solchen Fällen ist es dann vortheilhaft, auf der Klaviatur den Mitlaut s zwischen den vier Mitlauten t, p, ch, s einzuschliefsen.
Die zum Ausstofsen der den Tasten entsprechenden Lettern aus dem Letternkasten dienende Vorrichtung besteht für jedes Letternfach aus einem Elektromagneten L, Fig. 4, welcher beim Niederdrücken der entsprechenden Taste erregt wird und dabei ein Hebelwerk bethätigt, wodurch der untersten Letter die Unterlage entzogen wird und diese abfällt.
Die Elektromagnete L ruhen reihenweise auf Traversen L2 des Gestelles.
Eines der Drahtenden eines jeden Elektromagneten ist mit drei Contacten III, Fig. 8, verbunden, welche gleichen Lettern der wiederholten Gruppen HHH, H1HH1.. .H6H0H* entsprechen.
Das andere Drahtende geht zur Batterie, von welcher ein Draht abzweigt, der mit einer Kupferplatte, welche sich unter der Klaviatur ausbreitet, verbunden ist.
Es genügt daher, irgend eine der Tasten niederzudrücken, um den Stromkreis des entsprechenden Elektromagneten zu schliefsen.
Die drei Contacte jedes Elektromagneten entsprechen gleich bezeichneten Tasten bezw. dem gleichen Letternfach, so dafs beim Niederdrücken einer dieser Tasten stets derselbe Elektromagnet erregt wird und immer eine gleiche Letter abfällt.
Es können daher mehr Tasten für ein bestimmtes Letternfach angeordnet sein, wodurch das Setzen sehr erleichtert wird.
Ein Theil der Drähte und die mit denselben verbundenen Contacte sind genau unter den Tasten angebracht; die Contacte der anderen Drähte sind mit gekrümmten Ansätzen. Z2, Fig. 9, versehen, welche ebenfalls unter den Tasten enden.
Ueber jedem Elektromagneten L befindet sich ein um m drehbarer Anker. M, durch dessen freies Ende eine mit Gewinden versehene Stange m1 geht, welche mit einer Rändelschraubenmutter m2 versehen ist, die als Auflage des Ankers M und zur Regelung der Bewegungsweite desselben dient.
Die Stange ml ist mit einem um Achse n1 drehbaren dreiarmigen Hebel N gelenkig verbunden; Achse nl ist am Blech η befestigt
(Fig. 4 und 5). Hebel N ist mit Stiften «2 η3 versehen, welche in längliche Ausschnitte der Schieber F und F1 greifen.
Letztere sind mit Längsschlitzen ff1 versehen, in welche die Ansätze-η4 κ5 des Bleches η eingreifen: Die Schieber FF1 enden in Vorsprünge f3/*; von welchen fs abgeschrägt ist. Die am Blech η befestigte Feder R sucht den Schieber F1 zurück- und jenen F vorzustofsen und arbeitet demnach dem Elektromagneten entgegen.
Die Bleche η sind in Nuthen we eines schräg liegenden Trägers T eingefügt, der ein geneigtes Lineal S trägt. Die Elektromagnete sind in über einander liegenden Reihen (Fig. 1) angeordnet, da sie infolge ihrer Gröfse schwer neben einander anzubringen sind. Die Lettern X sind mit Ausnehmungen χ versehen und bei x1 dem Vorsprung/3 entsprechend abgeschrägt.
Die Vorrichtung functionirt, wie folgt: Angenommen , der Letternkasten sei auf den Rollen DD1JD2 derart seitlich verschoben worden, dafs eine Reihe der Fächer, z. B. diejenige bh, sich gerade über dem Lineal 5 befindet.
Man greift nun auf der Klaviatur mit den Fingern gleichzeitig das Wort oder die Worte, welche man setzen will.
Die den niedergedrückten Tasten entsprechenden Elektromagnete ziehen ihren Anker M an, wodurch der Hebel 2V das Zurücktreten des das entsprechende Fach öffnenden Schiebers F und das Vortreten des die Lettern zurückhaltenden Schiebers F1 bewirkt. Werden die Tasten freigegeben, so geht unter der Wirkung der Feder R der Schieber F wieder vor, dessen abgeschrägter Vorsprung fs gegen die Abschrägung x1 der zweituntersten Letter drückt, so dafs die ganze Letternreihe mit Ausnahme der untersten Letter nach aufwärts steigt.
Letztere fällt, da der Schieber F1 wieder zurückgegangen ist, auf das Lineal S und gleitet längs desselben abwärts.
Um dieses Abgleiten sicher zu bewirken, kann ein verschiebbarer Läufer angeordnet sein, welcher durch eine Taste der Klaviatur oder des Pedals bewegt wird, ■ so dafs alle am Lineal S1 sitzenden Lettern herabgeschoben werden.
Der Schieber F kann auch seitwärts auf die Lettern wirkend eingerichtet sein, wie in Fig. 4 a gezeigt ist.
Zu diesem Zwecke vergröfsert man den Abstand zwischen den beiden Vorsprüngen f% und fi , so dafs dieser ungefähr ein und eine halbe Letternhöhe grofs wird. Ferner läfst man den Vorsprung f3 in eine Spitze auslaufen und bringt etwa in der halben Höhe der Lettern eine Vertiefung χ1 an. Wenn also durch die Wirkung der Eleklromagnete die Letterncolonne herabgesunken ist, so wird sich der Ausschnitt der zweiten Letter genau über der Spitze des Vorsprunges f3 befinden und sodann beim Vorgehen des Schiebers F die Lettern, mit Ausnahme der untersten, festhalten.
Die Letterncolonne braucht daher nicht nach aufwärts gedrängt zu werden.
Die Vorrichtung zur Satzbildung und Correctur wird von einer am Gestell befestigten Console u getragen und besteht aus einem feststehenden horizontalen Formrahmen U, auf welchem ein Schlitten V sich hin- und herbewegen kann. U und V sind mit Nuthen M1V1 versehen, in welchen die Zahnstangen M2 v2 mit doppelter Zahnung gleiten. Zwischen die Zähne der oberen Zahnung sind Schienen S1 gelegt, während die untere Zahnung der Zahnstangen in Zahnräder us v3 greift, welche auf einer Spindel Y sitzen und durch ein Hemmwerk (Fig. ι a) bethätigt werden. Die Platten M4 v* dienen zur Correctur des Satzes. Auf diesen Platten sind Lineale S2 von der in Fig. 11 gezeigten Querschnittsform angeordnet, .welche mit den Linealen Sr genau übereinstimmen. Die Platte w4 ist mit dem Formenrahmen U des Apparates fest verbunden; die Platte v4 gehört zum beweglichen Schlitten V. Die Entfernung zwischen den Platten M4 und v* bestimmt die Breite der Seite. Um diese Entfernung variiren zu können, ist eine mit einer Kurbel χ versehene Spindel F1 im Rahmen U drehbar gelagert. Die Schraubengewinde der Spindel greifen in einen an der Platte v4 befestigten, nach abwärts reichenden Vorsprung vh.
Die Schienen der Lineale «S1 sind zwischen den Vorsprüngen M6V0 des festen Forrnrahmens U bezw. des Schlittens V festgehalten.
Der Vorsprung «6 ist bei u1 eingeschnitten, um die Verlängerung S3 des Lineals S durchzulassen. ' Diese Verlängerung hat eine passende Krümmung, um das Lineal S mit dem Ende der Schienen 5], welche bei ihrer fortschreitenden Bewegung an dem ersteren knapp vorbeigehen, zu verbinden.
Diese Vorwärtsbewegung der Zahnstangen in der Richtung des Pfeiles (Fig. 3) wird auf folgende Art bewirkt:
Der Formenrahmen U und der bewegliche Schlitten V sind gegenüber den Zahnstangen u2 v2 durchbrochen, um den Zahnrädern u3 v3 Durchgang zu lassen.
Das Rad uB ist unveränderlich auf der Spindel Y befestigt.
Die Nabe des Rades v3, das dem Schlitten V in seinen Verschiebungen folgen mufs, hat eine Ringnuth, in welche eine am Boden des Schlittens V befestigte Gabel vs eingreift, so dafs diese Gabel das Rad v3 mitnimmt, wenn sich der Schlitten verschiebt, ohne jedoch die Drehung des Rades v3 zu hindern.
Das Rad vs ist auf Welle Y verschiebbar, aber nicht drehbar angeordnet.
Auf der Welle Y sind weiter ein Sperrrad y und eine Trommel y^ festgekeilt, aufweiche die das Gewichty2 tragende Schnur aufgerollt ist. In dieses Sperrrad y greift ein um y* schwingender Anker ys, welcher mit dem um W, Fig. ia, drehbaren Anker M1 des Elektromagneten L1 verbunden ist. Dieser Elektromagnet L1 wird durch eine Taste Ϊ2 des Pedals erregt, so dafs bei jedesmaligem Niederdrücken dieser Taste das Zahnrad oder Sperrrady um einen Zahn gedreht wird; es wird demnach auch der Schlitten V um das entsprechende Stück verschoben.
Das Aufschieben der auf das Lineal 5 gefallenen Lettern auf die auf einander folgenden Schienen S1 wird durch folgende Einrichtung bewirkt: Am Träger A ist mittelst einer Schraube ^2 ein Hebel ^1 mit sanfter Reibung drehbar befestigt. Hebel ^1 trägt den Gelenkstift \ einer Zange Z', Fig. ι und 2. Der Drehpunkt ^2 des Hebels ^1 ist der Mittelpunkt der ersten Krümmung des Lineals S.
Die Enden der Zangenbacken Z sind mit einer Stange \l durch kurze Verbindungsstangen £6 verbunden, welche einerseits an die Zangenbacken, andererseits an die Stange ^4 gelenkt sind.
Diese ist mit ihrem unteren Ende mit dem Pedal J verbunden, welches sich um die Achse J1 dreht.
Eine Zugfeder ^6 sucht die Stange {4 und dadurch auch das unter der Wirkung der Feder %3 stehende Pedal nach aufwärts zu ziehen.
Die Stange ^4 trägt an ihrem oberen Ende eine Verlängerung ^7, "welche von unten gegen den Gelenkstift \ der Zange .Z.anstöfst, so dafs sie die Oeffnungsweite der Zangen backen begrenzt und diese Zange nach aufwärts drückt.
Wenn eine gewisse Anzahl Lettern herabgefallen ist, drückt man auf das Pedal, so dafs man einen Zug auf die Stange %* ausübt;
Man kann diese Bewegung gleichzeitig mit dem Niederdrücken der Tasten i' des Pedals bewirken.
Zu diesem Zwecke ist die Zugfeder einer jeden Taste i1 weniger stark als die beiden Federn ^3 ^6 zusammen, so dafs zuerst die Taste il, welche aus dem Letternkasten das Interpunktionszeichen oder das Spatium fallen lä'fst, niedergedrückt wird und beim Weiterdrücken mit dem Fufs sodann auch das Pedal die Zugstange ^4 mitnimmt.
Durch den auf die Stange ausgeübten Zug entstehen zwei Bewegungen der Zange: Die Zange schliefst sich anfangs infolge des Widerstandes der Reibung des Hebels ^1 an dem Träger A über den Lettern, welche auf dem oberen Theil des Lineals S^ liegen, hierauf.
wenn der Reibungswiderstand überwunden istj dreht sich die Zange um ^2, wobei sie die Lettern mitnimmt.
Wenn man das Pedal losläfst, entstehen die entgegengesetzten zwei Bewegungen.
Die Federn ^6 ^3 bewirken das Aufsteigen der Stange ^4, welche mittelst der Verbindungsstangen ^5 die Backen der Zange öffnet, die vorläufig durch die Reibung des Hebels ^1 an dem Träger A zurückgehalten wird.
Dann stützt sich die Verlängerung ^7 der Stange ^4 auf die Gelenkachse der Zange und bringt diese in ihre normale Stellung zurück:
Zum Zwecke der Columnenbildung stellt man die Zahnstangen derart, dafs die erste Schiene S1 gegenüber dem Lineal Ss sich befindet, welches die Lettern zuleitet. Diese Lettern werden auf diese Schiene durch die Zange Z aufgereiht.
Wenn der Setzer bemerkt, dafs die erste Schiene mit Lettern gefüllt ist, läfst er das Hemmwerk wirken, welches die Zahnstangert um einen Zahn weiterrückt, und die zweite' Schiene steht nun gegenüber dem Lineal S%.
Diese Schiene füllt sich wie die erste u. s. w.
Die Schienen ■ oder Auflagen sind mit schwalbenschwanzförmigen Einschnitten (Fig. 12) versehen, welche bei der Vorwärtsbewegung der Schienen über Rippen w eines Täfelchens W gleiten. Dieses ist durch Stifte wl am Rahmen U festgemacht und dient der Columne als Unterlage.
Um die Columne zu corrigiren, sobald letztere zwischen die Platten m4 v4 gebracht istj genügt es, die Zeilen, welche die Fehler enthalten, nach rechts oder links auf die kleinen Auflagen S'2 der Platte ul oder v* zu schieben.
Infolge ihrer besonderen Form (Fig. 11 und 11 a) können die Lettern leicht von den Schienen S- abgehoben und ersetzt werden. Hierauf schiebt man die corrigirten Zeilen wieder auf die Schienen S \ von denen sie wegen der Befestigungsverbreiterungen s nicht abgehoben werden können.
Ist die Columne gesetzt und corrigirt, so schaltet man erforderlichenfalls Durchschüsse zwischen die Auflagen S1 ein, nimmt dann die die letzteren tragende Platte W aus dem Apparat und bindet das Ganze aus. Die Columne ist dann druckfertig.
Mit Hülfe der beschriebenen Setzmaschine ist auch die directe Herstellung cylindrischer Druckformen möglich, indem die geraden Schienen S1, Fig. 12, durch gekrümmte ersetzt werden (Fig. 12 a).
Der Columnensetz- und Correcturapparat ist dementsprechend abgeändert. Die ebene Platte W wird durch eine cylindrisch gekrümmte ersetzt, an welche sich die Platten M4 v4 tangential anschliefsen.
Diese cylindrischen Druckformen können

Claims (5)

  1. unmittelbar auf der Rotationspresse gedruckt werden.
    Pat ε ν τ-Ansprüche:
    ι . Bei einer Setzmaschine mit verticalen Letternfächern, in welchen die Lettern über einander geschichtet sind, eine Klaviatur, deren Tasten mit Bezug auf die Letternfächer derart angeordnet sind, dafs die ungeraden Tasten ein und derselben, senkrecht zum Letternkasten gerichteten Tastenreihe (Fig. 9) Letternfächern (Gruppe k) entsprechen, welche insgesammt auf der einen Seite und die geraden Tasten Letternfächern (Gruppe A1) entsprechen, welche sämmtlich auf der anderen Seite derselben Tastenreihe liegen, so dafs beim gleichzeitigen Niederdrücken zweier oder mehrerer Tasten derselben Tastenreihe oder solcher der an einer Seite dieser liegenden Tasten stets die Lettern der Tastenreihe in derselben Ordnung und vor jene der Nebenreihe auf das Aufreihlineal 5 fallen.
  2. 2. Bei der in Anspruch 1. gekennzeichneten Setzmaschine die Unterlagen der Lettern bethätigende Elektromagnete L, welche durch zwei oder mehr Tasten erregt werden können, um durch eine gröfsere Tastenzahl das Setzen zu erleichtern.
  3. 3. An der durch Anspruch 1. gekennzeichneten Setzmaschine ein Columnenschiff, bestehend aus Schienen S' zur Aufnahme der gesetzten Lettern, welche Schienen in Kerben zweier Zahnstangen «2 v'2 eingelegt sind, die in Nuthen eines festen Rahmens U und eines zur Regelung der Columnenbreite beweglichen Schlittens V mittelst Zahnräder u3 v2 und eines zeitweilig auszulösenden Hemmwerkes derart bewegt werden, dafs die Schienen 5x nach einander in die Verlängerung des Lineals (S S3J eintreten.
  4. 4. Die Verbindung des durch Anspruch 3. gekennzeichneten Columnenschiffes mit einem Correcturapparat, bestehend aus zwei Platten M4V4 und Schienen S2, auf welche sich die Lettern von den Schienen 5! behufs Ausführung von Correcturen hinüber-.
    - schieben lassen.
  5. 5. An der durch Anspruch 1. gekennzeichneten Setzmaschine zur Ueberführung der Lettern vom Lineal SSS auf die Schienen S1 eine Zange Z, deren Backen längs der bogenförmigen Verlängerung S3 des Lineals S sich verschieben können und deren Griffe durch Zugstangen ^5 ^5 mit einer unter Federdruck ^6 stehenden und an das Pedal J angelenkten Stange ^4 verbunden sind, derart, dafs beim Senken des Pedals die Zange Z sich über den Lettern schliefst, sodann die Lettern längs der Führung S3 abwärts bewegt und nach' Freigabe des Pedals sich wieder öffnet und emporsteigt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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