DE227262C - - Google Patents

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
V* 227262 KLASSE 15s'. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 2. Juni 1909 ab.
Die Erfindung betrifft eine Silbenschreibmaschine mit in mehrere Tastengruppen eingeteilter Tastatur und eigener Druckstelle für jede Tastengruppe,' bei der die Bewegung des Papierschlittens beim Schreiben einer Silbe vor und nach dem Typenabdruck erfolgt. Das Wesentliche der Erfindung besteht darin, daß die Tastengruppen zu zwei Abteilungen zusammengefaßt sind, von denen die. Tasten der
ίο Gruppen der ersten Abteilung beim Niederdrücken ihrer Tasten und die der zweiten Abteilung bei ihrer Freigabe den Papierschlitten je um eine Anzahl einfacher Schaltweiten bewegen, deren jeweilige Anzahl der höchsten Stellenzahl der Tastengruppe in ihrer Abteilung entspricht. Die Bewegung des Papierschlittens wird mittels eines doppelt angeordneten, an sich bekannten Schaltwerks erzielt, deren jedes unabhängig von dem anderen durch je ein entsprechendes Triebrad der Federtrommel angetrieben wird. Auf diese Weise ist es ermöglicht, die Papierwalze wäfirend des Abdruckens der Typen festzuhalten und sämtliche Typen einer Silbe gleichzeitig anzuschlagen.
Auf der Zeichnung sind die Teile der Silbenschreibmaschine dargestellt, welche zum Verständnis der neuen Vorrichtung zum Bewegen des Papierschlittens beim Silbenschreiben erforderlich sind. Fig. 1 zeigt die Tastatur der Silbenschreibmaschine. Fig. 2 stellt im Grundriß die Vorrichtung zum Antriebe des Papierschlittens dar. Fig. 3 zeigt eine Einzelheit der in Fig. 2 veranschaulichten Vorrichtung. Die Fig. 4 und 5 zeigen eine Einzelheit in größerem Maßstabe. Die Fig. 6 bis 10 stellen die Anordnung der Tasten dar. Fig. 11 ist eine schematische Darstellung des vorderen Teiles des Tastenmechanismus. Die Fig. 12 und 13 zeigen eine andere Ausführungsform der Einrichtung nach Fig. 11
Jede Silbe besteht aus einem Grundvokal und aus einer Anzahl von Buchstaben, welche vor und hinter diesem Grundvokal stehen. Die Anordnung der verschiedenen Buchstaben mit Bezug auf den Grundvokal ist für jede Sprache besonderen Gesetzen unterworfen, aus denen sich ergibt, daß bestimmte Buchstaben stets die gleiche Stelle mit Bezug auf den Grundvokal einnehmen. Wenn man daher alle Silben einer gegebenen Sprache, z. B. der französischen Sprache, in ihre Buchstaben zerlegt, so erhält man eine Anzahl von Buchstabengruppen, so daß man, um irgendeine Silbe zu schreiben, die einzelnen Buchstaben dieser Silbe in je einer der Gruppen finden wird. Auf diese Weise sind eine Gruppe für die Grundvokale (Gruppe B), drei Gruppen (A1, A2, A3) für die Buchstaben vor dem Grundvokal und vier Gruppen (P1, P2, P3, P4) für die Buchstaben entstanden, welche auf den Grundvokal folgen. Diese Gruppierung genügt für fast alle lebenden Sprachen. Wenn man daher die Tastatur einer Schreibmaschine so anordnet, daß sie acht Buchstabentastengruppen in der Reihenfolge von links nach rechts: A3, A2, A1, B, P1, P2, P3, P4 bildet, so wird man jede
Silbe einer beliebigen Sprache schreiben können, indem man die Buchstaben, welche die Silbe bilden, durch Anschlag je einer entsprechenden Taste in jeder Buchstabentastengruppe der Tastatur druckt. Um z. B. das Wort »chlore« zu schreiben, schlägt man das »c« in Gruppe A3, das »h« in Gruppe A2, das »1« in Gruppe A1, das »o« in Gruppe B, das »r« in Gruppe P1 und das »e« in Gruppe P2 an.
ίο Fig. ι der Zeichnung stellt eine solche Tastatur in Draufsicht dar. Wie man sieht, sind die Endgruppen A3 und P4 nur aus sehr wenig Buchstaben gebildet, wobei die Gruppe As den nur für die deutsche Sprache bestimmten Doppelbuchstaben »Se« enthält. Die Gruppen A2 und P3 bestehen aus ungefähr je einem Dutzend Buchstaben und die drei Mittelgruppen A1, B und P1 aus ungefähr je zwanzig Buchstaben. Jede Gruppe kann Vokale enthalten; so findet man z. B. in der Gruppe A1 den Vokal »u«, der häufig dem Grundvokal vorangeht, wie in »que«, »quand«, »quetschen«, und in den Gruppen P1 und P2 die Vokale »e« und »i«, die man braucht, um z. B. die französische Endsilbe »raient« zu schreiben. Ferner kann der gleiche Buchstabe in einer und derselben Gruppe wiederholt vorkommen, wie dies z. B. in Gruppe A2 mit dem Buchstaben »c« der Fall ist, welcher häufig Buchstaben der Gruppe A1 vorangeht, weshalb man ihn zweimal in Gruppe A2 aufgenommen hat, so daß der Maschinenschreiber die Taste wählen kann, welche am besten zu der in Gruppe A x anzuschlagenden Taste paßt.
Die Tasten der Gruppe B werden mit dem Daumen der linken Hand, diejenigen der Gruppe P1 mit dem Daumen der rechten Hand angeschlagen. Man verwendet die anderen Finger der beiden Hände in der natürlichen Reihenfolge zum Anschlagen der Tasten der Gruppen A1, A2, Az und P2, P3, P4. Der kleine Finger der rechten Hand dient zum Anschlagen der Zwischenraumtaste 1 und der kleine Finger der linken Hand zum Anschlagen einer der fünf Umschalttasten 2, durch welche die Typen je einer Gruppe zum Drucken der großen Buchstaben eingestellt werden. Die Gruppe B enthält außer den sechs Grundvokalen noch die Ziffern, die Interpunktions- und kaufmännischen Zeichen. Die Taste 3, welche neben den Umschalttasten 2 vorgesehen ist, dient dazu, alle Buchstaben der Tastatur auf die großen Buchstaben einzustellen.
Für diese Silbenschreibmaschine müssen die Typenhebel so angeordnet sein, daß die Typen an acht nebeneinanderliegenden Druckstellen aufschlagen, damit man zugleich je eine Taste in allen acht Gruppen anschlagen und somit das gleichzeitige Drucken aller Buchstaben einer Silbe von acht Buchstaben bewirken kann.
Der Papierschlitten muß dabei um so viel Schaltweiten weitergerückt werden, als man Buchstaben angeschlagen hat, um eine Silbe zu drucken.
Die Vorrichtung zum Bewegen des Papierschlittens ist in den Fig. 2 und 4 dargestellt.
Die Triebstange für die Bewegung des Papierschlittens wird mittels der Drehung einer Welle 4 bewegt, die für jeden angeschlagenen Buchstaben um so viel gedreht wird, als nötig ist, um das Weiterrücken des Schlittens um eine Schaltweite zu veranlassen. Auf der Welle 4 ist ein Doppelzahnrad 5, 6 aufgekeilt, dessen beide Zahnungen mit den Triebrädern 9, 10 einer Federtrommel 7 verbunden sind. Die in dieser Federtrommel gelagerte Feder dient dazu, mit je einem ihrer Enden das Triebrad 9 und 10 anzutreiben. Diese Federtrommel 7 ist an und für sich bekannt, nicht aber die Anordnung, wonach sie zwei voneinander unabhängige Triebräder antreibt. Das Triebrad 9 ist mit dem Zahnkranz 5 mittels zweier Zahnräder 11, 12 verbunden, welche in Fig. 3 in Vorderansicht dargestellt sind. Diese zwei Zahnräder 11 und 12 sitzen lose auf einer gemeinsamen Achse 13; das Rad 11 ist in Eingriff mit dem Zahnrad 9 und das Rad 12 mit dem Zahnkranz 5. Das Zahnrad 11 hat eine Schaltklinke 14, welche das Zahnrad 12 mitnimmt, wenn das Zahnrad 11 sich in der Pfeilrichtung (Fig. 3) dreht, dessen Drehung in der gleichen Richtung aber nicht hindert, wenn das Zahnrad 11 stillsteht. Das Triebrad 9 der Federtrommel 7 dient ferner zum Antrieb einer Welle 15, die mittels eines Winkelgetriebes 16 die Welle 17 antreibt, auf der eine aus sechs Hemmungsrädern bestehende Hemmvorrichtung vorgesehen ist, welche in der nachstehend beschriebenen Weise nacheinander mittels des Sperrzahnes einer Schaltstange 19 ausgelöst werden, die durch eine Feder 20 in ihrer Ruhe-Stellung gehalten wird. Der Sperrzahn 21 sperrt für gewöhnlich das erste der Hemmungsräder 18, wie dies in Fig. 2 gezeigt ist, und verhindert so die Drehung der Wellen 17 und 15 und der Triebräder 9 und 11.
Die Schaltstange 19 ist mit den Tasten der Gruppen A und B derart verbunden, daß beim Niederdrücken einer der Tasten der Gruppe B der Sperrzahn 21 um eine Schaltweite weiterrückt, also das zweite Hemmungsrad sperrt und das erste freigibt. Wie weiter unten beschrieben ist, folgt hieraus eine Freigabe der Welle 17, so daß das Triebrad 9 die Welle 4 um den einer Schaltweite entsprechenden Bruchteil einer Umdrehung drehen kann, welche dem Abstand zwischen zwei Buchstaben entspricht. Wenn man dagegen zuerst auf eine der Tasten der Gruppe A1 drückt, rückt der Sperrzahn 21 um zwei Schaltweiten weiter und die Welle 4 wird folglich um zwei Bruchteile einer Umdrehung gedreht. Das Niederdrücken einer Taste der Gruppen A2 und As bewirkt das
Weiterrücken des Sperrzahnes um drei und vier Schaltweiten. Die Hemmungsräder 18 sind so eingerichtet, daß sich die Welle 17 sofort dreht, wenn man eine der Tasten der Gruppen A und B niederdrückt, so daß also die Drehung der Welle 4 und folglich das Weiterrücken des Papierschlittens stattfindet, bevor die Buchstaben dieser Tastengruppen gedruckt werden. Das Triebrad 10 ist mit dem Zahnkranz 6 durch eine ähnliche Einrichtung verbunden, wie mit Bezug auf das Triebrad 9 und den Zahnkranz 5 beschrieben worden ist, nur greift das Zahnrad, welches die Schaltklinke 22 trägt, nicht unmittelbar in das Triebrad 10 ein, sondem in ein Zwischenrad 23, welches die der Welle 15 entsprechende Welle 24 antreibt, die ihrerseits mittels des Triebrades 58 die Drehung der Welle 25 ihrer Hemmvorrichtung bewirkt. Die auf der Welle 25 angeordneten sechs Hemmungsräder 26 sind genau so ausgeführt wie die Hemmungsräder 18, und sie werden mittels des Sperrzahnes 27 der Schaltstange 28 ausgelöst, die mit den Tasten der P-Grupperi derart verbunden ist, daß, wenn man z. B. eine der Tasten der Gruppe P2 niederdrückt, der Sperrzahn um zwei Schaltweiten weiterrückt, wodurch das Triebrad 10 das Weiterrücken des Papierschlittens mittels der Welle 4 ebenfalls um zwei Schaltweiten bewirkt.
Wie aus Fig. 2 zu ersehen ist, sind die Sperrzähne 21 und 27 der Schaltstangen 19 und 28 versetzt zueinander angeordnet, so daß die Welle 25 sich erst dann dreht, wenn der Sperrzahn 27 in seine Ruhelage zurückgeht, nicht aber während er aus seiner Ruhelage bewegt wird. Hieraus folgt, daß die dem Drucken einer ganzen Silbe entsprechende Drehung der Welle 4 und infolgedessen auch das Weiterrücken des Papierschlittens in zwei Zeitabschnitten vor sich geht, d. h., der Schlitten rückt beim Niederdrücken der Buchstabentasten, bevor die Silbe gedruckt wird, um so viele einfache Schaltweiten vor, als die Silbe Buchstaben der Gruppen A und B enthält, worauf die Silbe gedruckt wird. Der Schlitten rückt erst nach dem Drucken der ganzen Silbe um die der Anzahl der niedergedrückten Buchstabentasten der P-Gruppen entsprechende Zahl einfacher Schaltweiten weiter.
Wenn die gedruckte Silbe das Ende eines Wortes bildet, so muß der Papierschlitten um eine weitere einfache Schaltweite vorrücken, um den Abstand zwischen zwei Worten zu gewinnen. Dies wird dadurch herbeigeführt, daß der kleine Finger der rechten Hand die Spatientaste ι niederdrückt (Fig. 1 und 11), die durch eine Hebelverbindung mit der Kupplungsmuffe 29 der Welle 25 derart verbunden ist, daß sich beim Niederdrücken der Spatientaste 1 die Welle 25 um eine einfache Schaltweite in der-Pfeilrichtung gemäß Fig. 2 verschiebt und sich die Welle 4 folglich um einen entsprechenden Bruchteil einer Umdrehung dreht. Das Triebrad 58 der Welle 25 ist lang genug, um trotzdem in Eingriff mit der Welle 24 zu bleiben (Fig. 2).
Auf der Welle 17 ist eine gleiche Kupplungsmuffe 30 angeordnet, in die der Hebel der Taste »Se« der Gruppe Az eingreift, so daß also durch Niederdrücken dieser Taste der Schlitten ebenfalls um eine einfache Schaltweite weitergerückt wird.
Die Fig. 4 und 5 stellen die Hemmvorrichtung in größerem Maßstab dar. Das Hemmungsrad 18, welches am rechten Ende der Hemmräderanordnung sitzt, ist auf der Welle 17 aufgekeilt, während die anderen fünf Hemmungsräder lose auf der Welle sitzen. Jedes der Hemmungsräder 18 ist mit einer bestimmten Anzahl von Zähnen 31 (z. B. sechs gemäß Fig. 4) ausgestattet, deren Anzahl übrigens vom Über-Setzungsverhältnis zwischen der Welle 17 und der Welle 4 bestimmt wird, und die derart berechnet ist, daß, wenn die Welle 17 sich um den Teil einer Umdrehung dreht, welcher dem Abstand zwischen zwei Zähnen 31 entspricht, der Papierschlitten um eine einfache Schaltweite weiterrückt.
Jedes der fünf letzten Hemmungsräder 18 ist mit einem Kurvenschlitz 32 versehen, dessen Länge dem Abstand zwischen zwei Zähnen 31 entspricht und in den ein Stift 33 des rechten Nebenrades eingreift. Das linke Endrad 18 (Fig. 5) ist durch eine Feder 34 mit der Welle 17 verbunden, welche die losen Hemmungsräder 18 alle in die in Fig. 4 gezeigte Stellung dreht, so daß das Rad durch Anschlag des oberen Endes des Kurvenschlitzes 32 gegen den Stift 33 des Nebenrades gehalten ist; in dieser Stellung sind alle Räder durch den in das feste Rad 18 eingreifenden Sperrzahn 21 gesichert. Wenn nun infolge Verschiebung der Schaltstange 19 der Sperrzahn 21 das feste Rad 18 freigibt und entsprechend der Länge der Verschiebung mit z. B. dem zweiten losen Rad, von links gerechnet, in Eingriff kommt, kann die Welle 17 sich unter der Wirkung der Feder in der Federtrommel 7 drehen, und zwar zuerst um eine Schaltweite, da der Stift 33 des festen Hemmungsrades 18 gegen das untere Ende des Schlitzes 32 des folgenden Rades anschlägt, dieses, das ebenfalls freigegeben ist, mitnimmt, welches seinerseits wiederum durch den Stift 33 nach Drehung um eine Schaltweite das Nebenrad mitnimmt und so fort, so daß also die Welle 17 sich im ganzen um vier Schaltweiten gedreht hat; diese Drehung wird durch die Welle 4 auf den Papierschlitten in bekannter Weise derart übertragen, daß der Schlitten um vier Schaltweiten vorrückt. Wenn nach dem Druck der Buchstaben die Schaltstange wieder freigegeben wird, geht dieselbe unter der Wirkung der Feder 20 nach rechts in die Ausgangs-
Stellung zurück, wobei jedes der Hemmungsräder 18, sobald es vom Sperrzahn 21 freigegeben wird, durch die vorher infolge der Drehung der Welle 17 entsprechend gespannte Feder 34 in die vorherige Stellung zurückgedreht wird, und alle Stifte 33 gegen das obere Ende der Kurvenschlitze 32 anliegen. Die Hemmvorrichtung ist also wieder arbeitsbereit.
Die Hemmvorrichtung für die P-Tastengruppen arbeitet im umgekehrten Sinne, da der Sperrzahn 27 nicht in das feste, also rechte Endrad, sondern in das lose, also linke Endrad, eingreift. Infolgedessen werden durch die Verschiebung der Schaltstange 28 nach rechts nacheinander zuerst die losen Hemmungsräder vom Sperrzahn 27 freigegeben, die sich nun jedes um die Länge des Kurvenschlitzes unter der Wirkung der Feder 34 drehen, wobei aber die Welle 25 immer noch gesperrt bleibt. Diese Welle 25 wird erst beim Rückgang der Schaltstange 28 und ihres Sperrzahnes 27 nacheinander um so viele einfache Schaltweiten für die Drehung freigegeben, als vorher Hemmungsräder freigegeben worden sind, so daß sie sich mm um eine entsprechende Anzahl von Bruchteilen einer Umdrehung dreht und das Weiterrücken des Papierschlittens veranlaßt, der sich somit um die Anzahl der Schaltweiten, welche der Anzahl der angeschlagenen Tasten der P-Gruppen entspricht, erst dann weiterbewegt, wenn diese Tasten freigegeben werden, die Buchstaben also bereits gedruckt sind.
In Fig. 6 bis 10 ist die Anordnung der Tasten einer Gruppe dargestellt. Fig. 6 ist eine Draufsieht, Fig. 9 ein Querschnitt und die Fig. 7 und 8 Schnitte nach den Linien A-B und C-D gemäß Fig. 9.
Jede Taste 35 (Fig. 10) ist auf einem Stiel 36 befestigt, der ungefähr in der Mitte einen wagerechten Arm 37 trägt, an dessen anderem Ende eine senkrechte Stange 38 befestigt ist. Die Arme 37 sind von verschiedener Länge, so daß die Stangen 38 alle in einer geraden Linie liegen. Die Enden der Stangen 38 ruhen auf den Enden von Armen 43, welche alle an einer Welle 42 befestigt sind. Die Tastenstiele 36 sind in parallelen Platten 39, 40 geführt, während die Stangen 38 nur in der Platte 40 geführt sind. Die wagerechten Arme 37 liegen unterhalb der Platte 36 und stehen unter der Wirkung von Schraubenfedern 41, welche die unteren Teile der Tastenstiele 36 umschließen und sich mit ihrem unteren Ende auf die Platte 40 stützen; die Federn 41 halten die Tasten 35 in der Normalstellung. An einem Ende der Welle 42 ist ein Arm 44 befestigt, der unter der Wirkung einer Feder 45 steht und auf dem oberen Ende 46 eines Schaltschiebers 47 aufliegt, welcher durch eine Feder 48 in seiner höchsten Stellung gehalten wird. Infolge der verschiedenen Länge der Arme 37 und der verschiedenen Stärke der Federn 41 wirken alle Tasten beim Niederdrücken auf die Arme 43 im gleichen Abstand von der Welle 42 und mit gleicher Kraft, so daß durch das Niederdrücken einer Taste der Gruppe die Welle 42 immer um den gleichen Teil einer Umdrehung gedreht wird; diese Drehbewegung wird durch den Arm 44 auf den Schaltschieber 47 derart übertragen, daß der Schaltschieber 47 sich stets beim Niederdrücken einer Taste seiner Gruppe um die gleiche Länge nach abwärts bewegt, wobei er seine Feder 48 spannt, die somit den Schaltschieber sofort in seine Ausgangsstellung zurückzieht, wenn die Taste freigegeben wird.
Fig. 11 zeigt, in welcher Weise die acht Schaltschieber 47 der acht Buchstabentastengruppen der Tastatur auf die Schaltstangen 19 und 28 einwirken, um die entsprechende Auslösung der Wellen 17 und 25 zu veranlassen. Jede Schaltstange 19, 28 ist mit vier Gleitrollen 49, eine für jeden Schaltschieber 47, versehen, gegen welche das untere Ende des betreffenden Schaltschiebers anliegt. Die unteren Enden der Schaltschieber 47 sind abgeschrägt, und die so gebildeten Schrägflächen 50 (Fig. 11) sind für die Schaltschieber der Tastengruppen B und P1 so lang, daß sie die Verschiebung der Schaltstangen 19 und 28 um eine Schaltweite verursachen. Die Schrägflächen 50 der Schaltschieber der Tastengruppen A1 und P2 sind so lang, daß die eine eine Verschiebung der Schaltstange 19 um zwei Schaltweiten, die andere die Verschiebung der Schaltstange 28, welche bereits um eine Schaltweite verschoben sein muß, wenn der Schaltschieber der Gruppe P2 zur Wirkung gelangt, um eine weitere Schaltweite verschiebt usf.
Angenommen, es sei eine Silbe von sechs Buchstaben mit der Maschine zu schreiben, deren Grundvokal die dritte Stelle einnimmt, so müßte also je eine Taste der Gruppen A2, A1, B, P1, P2, P3 niedergedrückt werden. Durch das Niederdrücken der Taste .der Gruppe A2 wird die Schaltstange 19 um drei Schaltweiten nach links verschoben, so daß also der Papierschlitten sofort um drei Schaltweiten weiterrückt ; die Schaltschieber der Gruppen Ax und B beeinflussen daher die Schaltstange 19 nicht mehr. Durch das Niederdrücken der Tasten der Gruppen P1, P2, P3 dagegen wird die Schaltstange 28 jedesmal um eine Schaltweite nach rechts geschoben, so daß also beim Rückgang der Schaltstange der Schlitten, um drei Schaltweiten vorrückt.
Fig. 11 zeigt ferner, in welcher Weise die Spatien- oder Zwischenraumtaste 1 und die Taste »Se« mit den Wellen 25 und 17 verbunden sind, um diese Wellen jedesmal um eine Schaltweite zu verschieben, wenn die betreffende Taste angeschlagen wird. Diese Verbindung wird durch Schubstangen 52 und 53 und damit
gelenkig verbundene Winkelhebel 54 bewirkt, während Federn 56 und 57 die Wellen 17 und 25 in die Ruhestellung zurückführen. Die Wirkung der Hebel ist derart berechnet, daß bei ihrem Niederdrücken die Wellen 17 und 25 entgegen der Wirkung der Federn 56, 57 um je eine Schaltweite verschoben, werden.
Die Fig. 12 und 13 stellen eine andere Ausführung des unteren Endes der Schaltschieber dar, die dazu dient, die Benutzung der Silbenschreibmaschine nach Art einer gewöhnlichen Schreibmaschine zum Drucken eines Buchstabens nach dem anderen zu benutzen, was nötig ist, um das Erlernen des Schreibens mit der Silbenschreibmaschine zu erleichtern. Es muß jedoch, wenn man mit dieser Silbenschreibmaschine Buchstaben nach Buchstaben schreiben will, die Regel befolgt werden, welche für das Schreiben von Silben gilt, d. h. man muß die einzelnen Buchstaben durch Niederdrücken der Tasten in den Gruppen schreiben, zu denen sie gemäß ihrer Stellung zum Grundvokal gehören.
Wollte man nun die Silbenschreibmaschine, wie sie vorstehend beschrieben ist, ohne Änderung benutzen, so würde man Silben und Worte drucken, bei denen die einzelnen Buchstaben durch unregelmäßige Zwischenräume getrennt sind; denn, wenn man z. B. eine der Tasten der Gruppe As anschlägt und wieder losläßt, um die nächste Taste in Gruppe A 2 anzuschlagen, so würde der zweite Buchstabe vom ersten durch drei Zwischenräume getrennt sein. Um dies zu vermeiden, muß man die Schaltschieber der einzelnen Gruppen feststellen, sobald sie niedergedrückt werden, um so zu verhindern, daß die Schaltstange 19 der Tastengruppen A und B und die Schaltstange 28 der Tastengruppen P jedesmal nach dem Anschlagen und Loslassen einer Taste durch die Federn 20, 51 in die Ausgangsstellung zurückgeführt werden. Zu diesem Zwecke sind alle Schaltschieber 47 am unteren Ende verlängert und zwei Hemmstangen 74, 59 vorgesehen, die parallel zu den Schaltstangen 19, 28 so angeordnet sind, daß die obere Hemmstange 74 zum Feststellen der Schaltschieber 47 der P-Tastengruppen und die untere Hemmstange 59 zum Feststellen der Schaltschieber 47 der A-Tastengruppen dient.
Die Schaltschieber der A-, B-Tastengruppen sind weiter nach unten verlängert als diejenigen der P-Tastengruppen und rechtsseitig mit je einem mit Schrägfläche versehenen Ansatz 65 ausgestattet, von denen jeder auf je eine Gleitrolle 67 der linksseitigen Verlängerung der Hemmstange 74 wirkt. Der Schaltschieber der ß-Tastengruppe wird nicht festgestellt, hat aber eine linksseitige Schrägfläche 66, die mit einer Gleitrolle 68 der Hemmstange 59 zusammenarbeitet. Auf den Hemmstangen 74, 59 sind für jeden der Schaltschieber der A- bzw. der P-Tastengruppen, für die ersteren links von der Verlängerung 62, für die letzteren rechts von der Verlängerung, Führungsstücke 61 vorgesehen, in denen je ein unter der Wirkung einer Feder 64 stehender Stift 60 verschiebbar geführt ist, der durch die Feder fortgesetzt gegen die Verlängerung des betreffenden Schaltschiebers gedrückt wird. In der Verlängerung der Schaltschieber 47 ist auf der entsprechenden Seite, links für die Schaltschieber der A -Tastengruppen und rechts für diejenigen der P-Tastengruppen, eine Rast 63 vorgesehen, in die der betreffende Stift 60 einspringt, wenn infolge Niederdrückens einer Taste der betreffenden Gruppe der Schaltschieber sich nach abwärts bewegt. Die Hemmstangen 74, 59 werden durch Zugfedern 70,69 in ihrer normalen Stellung gehalten. Auf der Hemmstange 74 ist ferner ein Anschlag 73 vorgesehen, gegen den ein Hebel 72 anliegt, der beim Niederdrücken der Zwischenraumtaste 1 durch den Hebelarm 71 dieser Taste zwängläufig so bewegt wird, daß er den Anschlag 73 und mit diesem die Hemmstange 74 nach rechts verschiebt.
Die vorstehend beschriebene Vorrichtung arbeitet wie folgt: Wenn man z. B. eine Silbe von acht Buchstaben Buchstabe nach Buchstabe schreiben will, so schlägt man zuerst die entsprechende Taste in der Gruppe A3 an, um den ersten Buchstaben zu schreiben. Der Schaltschieber 47 dieser Tastengruppe As verschiebt nun in gewohnter Weise die Schaltstange 19 und mit ihr den Papierschlitten um vier Schaltweiten. Beim Niederdrücken der Schaltstange 47 wird die Rast 63 nach unten geführt, so daß sie sich dem Stift 60 gegenüber befindet, der unter der Wirkung der Feder 64 in diese Rast einspringt und den Schaltschieber feststellt. Man kann nun die Tasten der Gruppen A2, A1, B nacheinander niederdrücken, ohne daß die Schaltstange 19 beeinflußt wird, die in ihrer äußersten Stellung durch den Schaltschieber der Gruppe Az festgestellt ist. Jeder der Schaltschieber wird dabei in der beschriebenen Weise mit Ausnahme des Schaltschiebers der Gruppe B von dem Stift 60 in der niedergedrückten Stellung festgestellt. Bei der Abwärtsbewegung des Schaltschiebers der Gruppeß drückt die Schrägfläche 66 auf die Gleitrolle 68 und verschiebt die Hemmstange 59 nach links, wodurch alle Stifte 60 außer Eingriff mit den Rasten 63 gebracht werden, so daß nun die Schaltschieber 47 der A-Tastengruppen in die Ausgangsstellung zurückkehren können. Beim Anschlagen der Tasten in den einzelnen P-Gruppen bewegen die betreffenden Schaltschieber 47 die Schaltstange 28 jedesmal um eine Schaltweite nach rechts, indem sie zugleich durch die Stifte 60 festgestellt werden und somit verhindern, daß die Schaltstange beim Loslassen der betreffenden Taste in die Ausgangsstellung
zurückgeht/Beim Niederdrücken der Taste der A- oder .B-Gruppe, welche den Anfang der nächsten Silbe bildet, wirkt, bevor die Schrägfläche 50 des Schaltschiebers 47 die Gleitrolle 49 der Schaltstange 19 ganz verschoben hat, die Schrägfläche 65 des betreffenden Schaltschiebers 47 auf die Gleitrolle 67 der Hemmstange 74 und verschiebt diese nach rechts, löst somit alle Schaltschieber der P-Tastengruppen aus, die in die Ausgangsstellung zurückkehren, während zugleich die freigegebene Schaltstange 28 das Weiterrücken des Papierschlittens um vier Schaltweiten in der bekannten Weise veranlaßt. Wenn der letzte Buchstabe einer Silbe zugleich das Ende des Wortes bildet, wird die Zwischenraumtaste ι niedergedrückt, wodurch mittels des Hebelarmes 71 und des Hebels 72 die Hemmstange 74 nach rechts verschoben, also das Auslösen der Schaltschieber der P-Tastengruppen veranlaßt wird.

Claims (4)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Silbenschreibmaschine mit in mehrere Tastengruppen eingeteilter Tastatur und eigener Druckstelle für jede Tastengruppe, bei der die Bewegung des Papierschlittens beim Schreiben einer Silbe vor und nach dem Typenabdruck erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß die Tastengruppen zu zwei Abteilungen (B, A1, A2, A3 und P1, P2, P3, P*) zusammengefaßt sind, von denen die Tasten der Gruppen der ersten Abteilung (B, A1, A2, A3J beim Niederdrücken ihrer Tasten und die der zweiten Abteilung (P1, P2, P3, P4J bei ihrer Freigabe den Papierschlitten je um eine Anzahl einfacher Schaltweiten bewegen, deren jeweilige Anzahl der höchsten Stellenzahl der Tastengruppe in ihrer Abteilung entspricht.
  2. 2. Silbenschreibmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebwelle (4) des Papierschlittens von der Federtrommel (7) durch zwei voneinander unabhängige Triebräder (9, 10) erfolgt, wobei die Drehbewegung jedes dieser Räder durch je ein zu den Tastengruppen jeder Abteilung gehöriges, an sich bekanntes Schaltwerk geregelt wird.
  3. 3. Silbenschreibmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für jede Tastengruppe ein Schaltschieber (47) vorgesehen ist, welcher eine Schrägfläche (50) aufweist, deren Länge der Stellenzahl seiner Tastengruppe in der Abteilung entspricht, und daß die Schieber jeder Abteilung auf je eine Schaltstange (19 oder 28) einwirken, durch deren Verschiebung die entsprechende Anzahl einfacher Schaltweiten des Papierschlittens herbeigeführt wird.
  4. 4. Silbenschreibmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltschieber (47) Verlängerungen (62) mit Rasten (63) besitzen, mittels deren sie in ihrer niedrigsten Stellung festgehalten werden, zu dem Zwecke, die Buchstaben der Silben einzeln schreiben zu können.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT227262D 1909-07-02 Active DE227262C (de)

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