DE80583C - - Google Patents

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DE80583C
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    • GPHYSICS
    • G04HOROLOGY
    • G04CELECTROMECHANICAL CLOCKS OR WATCHES
    • G04C3/00Electromechanical clocks or watches independent of other time-pieces and in which the movement is maintained by electric means
    • G04C3/02Electromechanical clocks or watches independent of other time-pieces and in which the movement is maintained by electric means wherein movement is regulated by a pendulum
    • G04C3/021Electromechanical clocks or watches independent of other time-pieces and in which the movement is maintained by electric means wherein movement is regulated by a pendulum using mechanical coupling

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 83: Uhren.
Die im Nachstehenden beschriebene Erfindung hat den Zweck, ein in geeigneter Weise aufgehängtes Pendel, Unruhe, Doppelpendel, Torsionspendel u. s. w. durch Schlielsen eines Stromkreises selbstthätig in gleichmäfsige Schwingungen zu versetzen und darin zu erhalten. Sie besteht aus einer Contactvorrichtung, welche beim Hängen des Körpers in der Gleichgewichtslage oder beim Durchgang durch diese in bestimmter Richtung einen Elektromagneten bethätigt, der dem Körper den zum Angehen oder Weiterschwingen erforderlichen Impuls ertheilt, regulirt, und den gleichmäfsigen Vorschub eines Schaltrades bewirkt.
In der beiliegenden Zeichnung ist in Fig. 1 ein Pendel in der Nulllage gezeichnet, jedoch kann man sich ebenso gut die am Pendel befindlichen Theile an einem anderen schwingenden Körper angebracht denken.
Dieses Pendel (Unruhe oder dergl.) hebt in der gezeichneten Stellung vermittelst eines Winkelhebels h den Kurzschlufshebel c1 von der Contactschraube c2 ab, welche beide mit den Klemmen k^- k2 elektrisch verbunden sind, und zwar die Contactschraube c2 durch den Arm ρ und der Kurzschlufshebel c1 durch die Feder f'2, welche ihm gleichzeitig eine Bewegung nach oben und unten gestattet. Wird der Stromkreis, der in die Klemmen k1 k"2 einmündet, geschlossen, so geht, da der Contact zwischen cl und c2 unterbrochen ist, ein Strom durch den Elektromagneten E, und der Anker α1 wird angezogen. Dieser Anker nimmt nun den um die Achse t1 drehbaren Stöfser 5, welcher am ersteren durch die Schrauben e1 e2 über den Rücken η ebenfalls drehbar befestigt ist, mit und läfst ihn an den Stift s1 des Pendels P anschlagen, dieses so weit nach links führend, bis der am Pendel um den Stift i2 drehbar angeordnete Winkelhebel h mit seiner verticalen Fläche v2 hinter die Fläche v1 des Kurzschlufshebels c1 gelangt, so dafs Hebele1 seine Auflage verliert, auf die Contactschraube fällt und den Stromkreis des Elektromagnetes kurz schliefst. Der Anker al wird nun losgelassen und durch die Feder r1 in seine Ruhelage an der Anschlagschraube ' d geführt; während dieser Zeit vollführt das Pendel seine Schwingung bis zur Umkehr in die entgegengesetzte Richtung. Bei der rückläufigen Bewegung wird nun durch die eigenthümliche Form des Winkelhebels h das Oeffnen des Contactes dadurch verhindert, dafs er, beim Passiren des Kurzschlufshebels c1 von diesem erfafst, aus seiner Schwingungscurve abweichen kann; im weiteren Verlauf fällt der Winkelhebel h durch sein Uebergewicht bei a2 an seinen Anschlag s'2 s3 zurück. Sobald aber das Pendel seinen Weg wiederum nach links einschlägt, wird der Winkelhebel jetzt, gestützt auf seinen Anschlag, den Kurzschlufshebel c1 vermöge der schrägen Auflaufflächen vom Contact abheben, worauf ein erneuter Anstofs durch den Stöfser 5 erfolgen kann. Der Anker a1 war, wie oben angedeutet, in der Zeit der letzten Schwingungen des Pendels gegen seinen Anschlag d zurückgekehrt; in dieser Stellung liegt der Stöfser 5 aufser Schwingungsbereich des Pendels. Der Stöfser verharrt nun in dieser Stellung, bis das Pendel,-nach links schwingend, in der Gleichgewichtslage angelangt ist; jetzt erst setzt er sich in
Bewegung, kann aber den Pendelstift s1 nur erreichen und somit dem Pendel einen neuen Impuls ertheilen, wenn es eines solchen bedarf, d. h. wenn es sich verlangsamt hat, im anderen Fall ist das Pendel schon voraus geeilt und kann vom Stöfser nicht berührt werden, kann also infolge Stromschwankungen u.-s. w. nicht über ein bestimmtes Mafs beschleunigt werden.
Die Schaltvorrichtung besteht aus der am Pendel und der Achse i3 drehbar gelagerten Schaltklinke ^1, den Anschlagstiften s4 s5 se, dem Schaltrad ^2 nebst Sperrfeder r2. Diese Einrichtung ermöglicht, dafs unabhängig von der Ausschlaggröfse des Pendels stets nur eine bestimmte Anzahl Zähne des Schaltrades befördert werden können; der Vorgang — beim Schwingen des Pendels — ist ohne Weiteres aus der Fig. 2 ersichtlich.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein elektrisches Pendel (eine Unruhe u. dergl.), gekennzeichnet durch eine Vorrichtung, die beim Schliefsen eines Stromkreises das Pendel in Schwingungen versetzt und dann darin erhält, bestehend in einem Hebel h, der in der Ruheläge des Pendels oder beim Durchgange durch diese in bestimmter Richtung einen elektrischen Kurzschlufs öffnet, sowie in einem Elektromagnet E, der beim Schliefsen des Stromes oder Oeffnen des Kurzschlusses durch einen Stöfser S das ruhende Pendel in Bewegung setzt oder den Ausschlag des schwingenden Pendels nach Bedarf vergröfsert.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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